Star Wars: A New Awakens... oder so
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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Ich fand ihn nett, aber wirklich erschreckend mutlos. Abrahams hat's bei Star Trek ja nun ähnlich gemacht, gerade mit Into Darkness als "Wrath of Kahn 2.0" - insofern weiß ich nicht, warum ich je mit was anderem gerechnet habe, als diesem Best-of der populärsten Episoden. Aber es war trotzdem enttäuschend, wenn auch durchaus vergnüglich anzusehen.
Andre
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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Mich hat der Film sehr schnell verloren. Ich hab gleich die ersten flapsigen Sprüche von diesem Paul als sehr gezwungen empfunden.
Als dann der FIlm mit einem Charakter fortgesetzt wurde, der in einer Wüste einen Droiden mit wichtigen Informationen für die Rebellion findet, musste ich erst Mal laut expirieren. Zu allem Überfluss war die Beziehung von Rey mit dem Droiden das verwirrendste hin und her, das ich seit langem gesehen habe.
1) Sie hört den Droiden und rettet ihn (warum auch immer) (der andere wehrt sich nicht mal besonders dagegen, warum auch immer)
2) danach hat sie aber überhaupt keine Lust auf ihn, weder privat noch beruflich. anscheinend ist sie droidenrechtlerin, whatevs
3) er will aber mit, sie ist extrem genervt, aber lässt sich überreden
das passiert innerhalb von 2 Minuten
dann wirds noch besser
30 Sekunden:
4) der Händler bietet ihr ein Universum voll Brot für den Droiden, sie ist augenscheinlich sehr begeister darüber und
5) ändert abrupt ihre komplette Einstellung zum Droiden, weil er ihr mittlerweile sehr viel bedeutet
Möcht nicht sagen, dass die Beziehung zwischen Luke und R2 besonders tiefgründig war, aber sie war viel, viel glaubwürdiger gestaltet.
Die einzige Erklärung die ich hätte für dieses eigentümliche Verhalten ist die Möglichkeit, dass Luke evtl. die Taten von Rey (und möglicherweise anderer Charaktere) aus der Ferne irgendwie steuert. Würde auch erklären, warum Rey instinktiv weiß, welche Machtkräfte es so gibt (wie z.B. das "Überreden").
Und Geschehnisse wie diese sind repräsentativ für den ganzen Film. Man versucht, mit Biegen und Brechen die Magie der alten Filme zu emulieren, scheitert aber in der Ausführung und internen Logik. Ich versteh z.B. auch nicht genau, wie diese Knights of Ren innerhalb von 30 Jahren erscheinen und einen 200-fach vergrößerten Death Star bauen (weiß nich mal, warum er so groß sein muss, wenn er von der Funktion her dasselbe macht, scheint mir etwas ineffizient) (vielleicht haben sie sich aber mehr auf Verbesserung der Holo Technologie fokussiert, da war keine Zeit für Death Star Forschung), auf dem Bäume wachsen, warum auch immer.
Wie gesagt, ich hass das Ding jetzt nicht, aber ich bin irgendwie wütend enttäuscht.
Als dann der FIlm mit einem Charakter fortgesetzt wurde, der in einer Wüste einen Droiden mit wichtigen Informationen für die Rebellion findet, musste ich erst Mal laut expirieren. Zu allem Überfluss war die Beziehung von Rey mit dem Droiden das verwirrendste hin und her, das ich seit langem gesehen habe.
1) Sie hört den Droiden und rettet ihn (warum auch immer) (der andere wehrt sich nicht mal besonders dagegen, warum auch immer)
2) danach hat sie aber überhaupt keine Lust auf ihn, weder privat noch beruflich. anscheinend ist sie droidenrechtlerin, whatevs
3) er will aber mit, sie ist extrem genervt, aber lässt sich überreden
das passiert innerhalb von 2 Minuten
dann wirds noch besser
30 Sekunden:
4) der Händler bietet ihr ein Universum voll Brot für den Droiden, sie ist augenscheinlich sehr begeister darüber und
5) ändert abrupt ihre komplette Einstellung zum Droiden, weil er ihr mittlerweile sehr viel bedeutet
Möcht nicht sagen, dass die Beziehung zwischen Luke und R2 besonders tiefgründig war, aber sie war viel, viel glaubwürdiger gestaltet.
Die einzige Erklärung die ich hätte für dieses eigentümliche Verhalten ist die Möglichkeit, dass Luke evtl. die Taten von Rey (und möglicherweise anderer Charaktere) aus der Ferne irgendwie steuert. Würde auch erklären, warum Rey instinktiv weiß, welche Machtkräfte es so gibt (wie z.B. das "Überreden").
Und Geschehnisse wie diese sind repräsentativ für den ganzen Film. Man versucht, mit Biegen und Brechen die Magie der alten Filme zu emulieren, scheitert aber in der Ausführung und internen Logik. Ich versteh z.B. auch nicht genau, wie diese Knights of Ren innerhalb von 30 Jahren erscheinen und einen 200-fach vergrößerten Death Star bauen (weiß nich mal, warum er so groß sein muss, wenn er von der Funktion her dasselbe macht, scheint mir etwas ineffizient) (vielleicht haben sie sich aber mehr auf Verbesserung der Holo Technologie fokussiert, da war keine Zeit für Death Star Forschung), auf dem Bäume wachsen, warum auch immer.
Wie gesagt, ich hass das Ding jetzt nicht, aber ich bin irgendwie wütend enttäuscht.
Zuletzt geändert von Dostoyesque am 21. Dez 2015, 11:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Ach ja da fällt mir ein: Hat sonst jemand bei den Sith (oder was auch immer, die Bezeichnung "Sith" war jetzt nicht wirklich etwas, das sie ändern hätten *müssen*) an Voldemort und Professor Snape gedacht? 
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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Nachdem ich den Film nun gestern endlich sehen konnte, denn es war tatsächlich so dass alle Vorstellungen bis Sonntag ausverkauft waren, muss ich sagen das ich schon etwas enttäuscht vom Film bin. Es wurde so ein mortzmäßiger Hype um diesen Streifen aufgebaut und das hält der Film einfach nicht ein. Nach dem Kino dachte ich einfach viel zu sehr das ich das alles schon einmal gesehen habe.
@Jochen:
Ich würde den Kinobesuch ersteinmal sein lassen und den Film irgentwann im TV oder als VOD anschauen. Die 11,50€ die ich für das Ticket bezahlt habe sind es einfach nicht wert. Da kann man sich auch nochmal den Original >>Krieg der Sterne<< ansehen, die Geschichte ist die selbe.
@Jochen:
Ich würde den Kinobesuch ersteinmal sein lassen und den Film irgentwann im TV oder als VOD anschauen. Die 11,50€ die ich für das Ticket bezahlt habe sind es einfach nicht wert. Da kann man sich auch nochmal den Original >>Krieg der Sterne<< ansehen, die Geschichte ist die selbe.
Gruß Sebastian
Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Ich steige wahrscheinlich zu spät in die Diskussion ein, aber ich muss loswerden wie genial ich den Streifen (trotz mancher flaws) finde.
ACHTUNG SPOILER!
Zunächste die Probleme die ich mit dem Film hatte:
-Die Geschichte ist seeehr stark an A new hope angelehnt
-Starkillerbase war sehr viel weniger beeindruckend als der Todesstern und kam mir vor wie eine Plotbeschleunigung, die nur eingesetzt wurde damit der Widerstand (weiß nicht ob der im Deutschen so heißt hab' den Film auf Englisch geguckt ... Die Rebellen halt
) genauso schutzlos war wie in Episode 4
-R2 war auch nur ein Plotdevice
-Es ist ein wenig mit dem Fanservice übertrieben worden
Jetzt kommen wir zu dem was ich genial fand:
-BB8 ist ein nahezu perfekter neuer "Charakter"
-Finn macht eine sehr schöne Charakterwandlung durch
-Daisy Ridley spielt eine fantastische Rae
-Kylo Ren ist ein Bösewicht der nicht einfach nur Böse ist weil er nun mal Böses tut. Er ist ein echter Mensch mit echten Problemen, sein Training ist noch nicht abgeschlossen. Das merkt man in sehr vielen Szenen - beispielsweise wenn er mal wieder etwas mit dem Laserschwert zerlegt, weil irgendwas schiefgelaufen ist. Viele in meinem Umfeld sagen dass er nicht wie ein Bösewicht wirkt, weil er das Gesicht eines Milchbubis hat und beschweren sich, dass er die Maske gar nicht bräuchte. Ich muss gestehen dass ich ein Lachen unterdrücken musste als ich zum ersten mal sein Gesicht gesehen hab, aber es macht Sinn. Er ist nunmal noch ein "kleiner" Junge und trägt die Maske um bedrohlicher zu erscheinen.
-Po wirkt wie Han Solo früher und das ist etwas was dem Film gut tut, auch wenn da wieder Stimmen laut werden, welche sich über die Ähnlichkeit zu Episode 4 beschweren.
-Die Witze sitzen fast immer
Fazit:
Ich finde The Force Awakens besser als A new Hope und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich die Filme als Einführungen in die jeweils eigenen Trilogie betrachte und da macht TFA den besseren Job (ob er das immer noch tut, wenn wir das gesamtbild - also Episode 7-9 - sehen bleibt abzuwarten.
... Ich guck mir den Film Anfang des kommenden Jahres noch einmal an
ACHTUNG SPOILER!
Zunächste die Probleme die ich mit dem Film hatte:
-Die Geschichte ist seeehr stark an A new hope angelehnt
-Starkillerbase war sehr viel weniger beeindruckend als der Todesstern und kam mir vor wie eine Plotbeschleunigung, die nur eingesetzt wurde damit der Widerstand (weiß nicht ob der im Deutschen so heißt hab' den Film auf Englisch geguckt ... Die Rebellen halt
-R2 war auch nur ein Plotdevice
-Es ist ein wenig mit dem Fanservice übertrieben worden
Jetzt kommen wir zu dem was ich genial fand:
-BB8 ist ein nahezu perfekter neuer "Charakter"
-Finn macht eine sehr schöne Charakterwandlung durch
-Daisy Ridley spielt eine fantastische Rae
-Kylo Ren ist ein Bösewicht der nicht einfach nur Böse ist weil er nun mal Böses tut. Er ist ein echter Mensch mit echten Problemen, sein Training ist noch nicht abgeschlossen. Das merkt man in sehr vielen Szenen - beispielsweise wenn er mal wieder etwas mit dem Laserschwert zerlegt, weil irgendwas schiefgelaufen ist. Viele in meinem Umfeld sagen dass er nicht wie ein Bösewicht wirkt, weil er das Gesicht eines Milchbubis hat und beschweren sich, dass er die Maske gar nicht bräuchte. Ich muss gestehen dass ich ein Lachen unterdrücken musste als ich zum ersten mal sein Gesicht gesehen hab, aber es macht Sinn. Er ist nunmal noch ein "kleiner" Junge und trägt die Maske um bedrohlicher zu erscheinen.
-Po wirkt wie Han Solo früher und das ist etwas was dem Film gut tut, auch wenn da wieder Stimmen laut werden, welche sich über die Ähnlichkeit zu Episode 4 beschweren.
-Die Witze sitzen fast immer
Fazit:
Ich finde The Force Awakens besser als A new Hope und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich die Filme als Einführungen in die jeweils eigenen Trilogie betrachte und da macht TFA den besseren Job (ob er das immer noch tut, wenn wir das gesamtbild - also Episode 7-9 - sehen bleibt abzuwarten.
... Ich guck mir den Film Anfang des kommenden Jahres noch einmal an
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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
spoilerLukas hat geschrieben:Ich steige wahrscheinlich zu spät in die Diskussion ein, aber ich muss loswerden wie genial ich den Streifen (trotz mancher flaws) finde.
ACHTUNG SPOILER!
Zunächste die Probleme die ich mit dem Film hatte:
-Die Geschichte ist seeehr stark an A new hope angelehnt
-Starkillerbase war sehr viel weniger beeindruckend als der Todesstern und kam mir vor wie eine Plotbeschleunigung, die nur eingesetzt wurde damit der Widerstand (weiß nicht ob der im Deutschen so heißt hab' den Film auf Englisch geguckt ... Die Rebellen halt) genauso schutzlos war wie in Episode 4
-R2 war auch nur ein Plotdevice
-Es ist ein wenig mit dem Fanservice übertrieben worden
Jetzt kommen wir zu dem was ich genial fand:
-BB8 ist ein nahezu perfekter neuer "Charakter"
-Finn macht eine sehr schöne Charakterwandlung durch
-Daisy Ridley spielt eine fantastische Rae
-Kylo Ren ist ein Bösewicht der nicht einfach nur Böse ist weil er nun mal Böses tut. Er ist ein echter Mensch mit echten Problemen, sein Training ist noch nicht abgeschlossen. Das merkt man in sehr vielen Szenen - beispielsweise wenn er mal wieder etwas mit dem Laserschwert zerlegt, weil irgendwas schiefgelaufen ist. Viele in meinem Umfeld sagen dass er nicht wie ein Bösewicht wirkt, weil er das Gesicht eines Milchbubis hat und beschweren sich, dass er die Maske gar nicht bräuchte. Ich muss gestehen dass ich ein Lachen unterdrücken musste als ich zum ersten mal sein Gesicht gesehen hab, aber es macht Sinn. Er ist nunmal noch ein "kleiner" Junge und trägt die Maske um bedrohlicher zu erscheinen.
-Po wirkt wie Han Solo früher und das ist etwas was dem Film gut tut, auch wenn da wieder Stimmen laut werden, welche sich über die Ähnlichkeit zu Episode 4 beschweren.
-Die Witze sitzen fast immer
Fazit:
Ich finde The Force Awakens besser als A new Hope und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich die Filme als Einführungen in die jeweils eigenen Trilogie betrachte und da macht TFA den besseren Job (ob er das immer noch tut, wenn wir das gesamtbild - also Episode 7-9 - sehen bleibt abzuwarten.
... Ich guck mir den Film Anfang des kommenden Jahres noch einmal an
ad Starkillerbase: Ist ja bekanntlich 200 mal größer als der Todesstern. Warum? Weil größer = besser. Dass das Ding im wesentlichen dieselbe Funktionalität hat und scheinbar noch einfacher zu zerstören ist als der Todesstern (da diesmal nicht mal ein Jedi als Pilot gebraucht wurde) ist den Knights of Ren bzw. den Autoren nicht aufgefallen. Diese größer = besser Philosophie passt einfach nicht ins Star Wars Universum, das sich 3 Filme lang Mühe gegeben hat, zu betonen, dass wahre Kraft/Macht eben nicht in solchen Muskelspielen liegt (siehe Lukes Training bei Yoda). Und das ist auch übertragbar auf die Sith: Der Imperator hatte nicht mal ein Lichtschwert, weil es für ihn wortwörtlich ein "Spielzeug" ist, das seiner nicht würdig ist.
Kann den neuen "Imperator" Snoke jetzt schon nicht mehr ernst nehmen wegen diesem kindischen "kuck mal, meine Waffe is 200 Mal größer und böser als die vom Imperator". Traurig, sowas.
ad BB8: Würde ihn nicht als neuen Charakter bezeichnen. Ist im wesentlichen R2D2, sowohl was die Funktion innerhalb der Geschichte (hat geheime Informationen für die Rebellion) und die Funktion innerhalb des Films (comic relief) angeht. Mochte zwar den Droiden, aber ein neuer Charakter ist er nicht. Er ist aber sicherlich ein neues Droidenmodell, das als Spielzeug zum Weihnachtsgeschenk verkauft werden kann. Was mich angeht war Finn der einzige Charakter in dem gesamten Film, der sich "neu" anfühlt. Charaktere wie Rey/Rae, Po, BB8, Snoke, Kylo Ren haben wir alle schon in A New Hope gesehen. Desweiteren fand ich sehr viele Witze, die auf Dialog basieren, unheimlich peinlich und misslungen (siehe erster "Witz", den Po gegenüber Kylo Ren macht). Die einzigen, die wirklich funktioniert haben für mich waren die visuellen Witze mit BB8. Aber ja, ist wohl Geschmackssache.
Kylo Ren wird eingeführt als temperamentvoller Vader: Er hat im wesentlichen die Vader Rolle in der Nahrungskette der Knights of Ren, aber er haut recht viel mit dem Lichtschwert rum, hat sich nicht unter Kontrolle, foltert, etc. Das ist der bedrohliche Part in dem Charakter. Dann versucht der Film, ihm plötzlich diese tragische Note zu geben, was meiner Meinung nach komplett in die Hose geht. Er redet mit Vaders Helm, hat Tränen in den Augen, macht gewisse emotionale Schwächen mimisch sehr deutlich, etc. Das ist der "tragische" Part des Charakters
Insgesamt sind aber beide Ausprägungen, ob bedrohlich oder tragisch, sehr, sehr plump und oberflächlich dargestellt worden, damits auch wirklich jeder versteht. Wird vor allem deutlich, wenn man Kylo Ren mit Vader vergleicht, der sowohl in seiner Bedrohlichkeit als auch seiner Emotionalität (die auch schon in A New Hope angedeutet wird) um *einige* Ecken subtiler und damit glaubwürdiger dargestellt war. Vader fühlt sich *echt* an, bei Kylo Ren frag ich mich, warum Snoke ihn nicht schon längst umbringen hat lassen bei solch offensichtlichen Schwächen und Zweifeln. Wenn *das* der zweitmächtigste in der Rangfolge dieses first orders ist, dann braucht sich die Republik mal gar nicht zu sorgen. Der tragische Teil des Charakters ist so offensichtlich, dass der bedrohliche Teil komplett egalisiert wird. Ich kann ihn als Antagonisten nicht mehr wirklich ernst nehmen. Vielleicht wird er im lauf der Trilogie zu einem "hellen" Jedi, jedoch stellt sich dann die Frage, wer der Antagonist der Reihe sein soll. Snoke haben wir ungefähr 2 Minuten lang gesehen. Der ist schon Mal total uninteressant. Soll Luke vielleicht einen bösen Twist erfahren?! Vielleicht. Keine Ahnung, wie die Trilogie in dieser Hinsicht sonst noch zu retten ist.
Zum letzten Punkt: The Force Awakens ist für mich der deutlich schlechtere Film. Er führt zwar die Trilogie ein, aber das ist auch alles, was der Film macht. Es geht im wesentlichen von Anfang darum, Luke zu finden und als man ihn am Schluss findet, ist der Film vorbei. Der Neu-Todesstern wird eher im Vorbeigehen noch geplättet, darum gehts ja im Film nicht, der Film baut diese Schlacht überhaupt nicht auf. Die Charaktere einigen sich nach 30 Sekunden auf einen Plan, wie das Ding zu zerstören ist und der funktioniert mit dem erstbesten Piloten. Was für eine Herausforderung. Darum gehts aber nicht, es geht um *Luke*, der letztendlich gefunden wird, weil sich R2D2 mal spontan dazu entscheidet, nach der Schlacht aufzuwachen. Im wesentlichen wird in dem Film nämlich sehr wenig nach Luke *gesucht*, er wird halt am Schluss gefunden. A New Hope hingegen funktioniert sowohl als eigener Film, weil er eben eine logisch erzählte, nachvollziehbare und sich entwickelnde Handlung erzählt, die ein befriedigendes Ende hat, als auch als Einführung zur Trilogie, da im wesentlichen das komplette Star Wars Universum in diesem einen Film vorgestellt wurde. Er funktioniert nciht nur als Einführung zur ersten Trilogie, sondern als Einführung zur gesamten Franchise. Wenn man The Force Awakens diesbezüglich mit A New Hope vergleicht sind die qualitativen Unterschiede diesbezüglich eklatant. The Force Awakens sagt dem Publikum *nichts* zur Macht (ausser dass die Jedi und die Macht echt sind, Zitat Han Solo), es gibt noch nicht mal einen einzigen Jedi im gesamten Film. Han Solo (der ja bekanntlich nicht besonders viel Erfahrung mit der Macht hat) übernimmt die Aufgabe, über andere Jedis und die Macht zu reden ("es ist alles echt", vielen Dank, Han, hab die Filme schon gesehen, ich weiß). Ansonsten schwingen zwei Anfänger ein Lichtschwert herum und finden am Schluss einen Jedi, der nichts sagt, weil Cliffhanger.
The Force Awakens hat den "besseren" Cliffhanger (wobei ich es eher so formulieren würde dass TFA einfach unbefriedigender endet als A New Hope), ist deutlich abhängiger von den kommenden zwei Filmen, was aber nicht bedeutet, dass er seine Trilogie besser einführt. Er führt durchaus viele Elemente ein, weil er eben so nah an den Plotelementen von A New Hope dran ist, aber bei weitem nicht in der Qualität und Quantität eines A New Hope, der mühelos den Grundstein eines SciFi Universums und einer Filmreihe, die nun aus 7 Teilen besteht, legt. Und, wie bereits geschildert, scheitert TFA daran, ein eigener Film zu sein. Fühlt sich eher wie eine überlange Pilotfolge einer Star Wars Serie an. Es wird viel gezeigt, aber nichts passiert.
Hab ihn bereits zum zweiten Mal gesehn. War eher schlimmer als beim ersten Mal.
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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Auch Spoiler
Bin grad aus dem Kino raus und war sehr zufrieden mit dem Film. Ein paar Dinge fand ich auch merkwürdig, aber es war nichts wo ich mich dran festbeißen könnte. Die Beziehung von Rey/Rae/whatever zum Roboter am Anfang wirkte zum Beispiel sehr gehetzt. So wie einige Dinge im Film (das ganze Ende zum Beispiel).
Auch mit Snoke kann ich noch nicht wirklich was anfangen und die Zerstörung gleich mehrerer Planeten schien nach kurzer Zeit irgendwie komplett bedeutungslos.
Dass die Starkillerbase größer war als die Todessterne davor ist doch eigentlich jetzt auch nicht besonders unlogisch. Der Todesstern war eine komplett künstlich hergestellte Station. Die Starkillerbase dagegen ist ein kompletter Planet, der halt u.a. mit ner dicken Waffe aufgemotzt wurde. Ich fand es deshalb hier auch deutlich "glaubhafter", dass das Ding relativ "leicht" zu zerstören war. Ich kann mir vorstellen, dass die Starkillerbase auch relativ ökonomisch war im Vergleich zu den Todessternen davor. Vielleicht ist das nach zwei zerstörten komplett neu gebauten Todessternen ja die Politik, dass man sich einfach fertige Planeten nimmt und etwas modifiziert, damit die Zerstörung später dann nicht so ganz wehtut.
Kylo Ren hat mir auch gut gefallen, auch wenn ich wohl ebenfalls einer von vielen war die erstmal etwas geschmunzelt haben, als er den Helm abnimmt. Er ist eben gefühlt ein kleiner, verlorener Junge der seinem Großvater nacheifert und immer wieder daran verzweifelt, dass er eben nicht an ihn herankommt, ganz egal wie böse sein Lichtschwert und sein Helm aussehen. Ich finde das durchaus faszinierender als wieder ein komplett übermächtiger Ober-Sith. Die Gefahr geht bei ihm eben momentan noch in erster Linie von seiner Unberechenbarkeit aus. Bin gespannt ob er im Laufe der Trilogie noch ein "fertiger" Sith wird und er dann auch von der Gefährlichkeit an sein Vorbild heranreicht.
Ich habe von ihm mehr Bedrohlichkeit erwartet, aber angesichts dessen, dass er auch noch ein Schüler ist, ist das ganze schon gut nachvollziehbar.
Rey erinnert mich ehrlich gesagt kaum an Luke Skywalker. Rey ist ganz anders aufgewachsen (viel selbständiger) und wirkt vom Charakter her dementsprechend auch schon im ersten Film sehr gefestigt und stark. Wenn man mal von ihrer kleinen Flucht absieht, nachdem sie das Lichtschwert in der Hand hatte. Dass sie noch jung ist merkt man aber eben daran, dass sie sehr ungeduldig wirkt.
Der Film hat, wie gesagt, auf jeden Fall auch einige Schwächen. Er wirkt etwas durchgehetzt, als ob man möglichst viele Dinge in einem Film abhaken wollte (wechseln die Drehbuchautoren auch? Dann könnte man es damit begründen, dass halt jeder möglichst viel Star Wars in seinem Star Wars-Film unterbringen will). Das sorgt dafür, dass einige Dinge nicht besonders gut aufgelöst werden. Auch mit Finn konnte ich persönlich wenig anfangen, weil ich seine Entwicklung nicht nachvollziehen konnte. Das war ja auch irgendwie ein Hin und Her und hatte für mich wenig Profil.
Aber letztenendes können alle Kritikpunkte für mich nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich den Film sehr unterhaltsam fand und ich auch mehrere Male eine Gänsehaut hatte. Um einen Vergleich mit den alten Star Filmen (Episoden 4-6) zu machen müsste ich diese aber mal wieder sehen. Ich habe manche Dinge schlechter in Erinnerung, aber der Film hatte natürlich damals den Vorteil, dass alles eben komplett neu war.
Bin grad aus dem Kino raus und war sehr zufrieden mit dem Film. Ein paar Dinge fand ich auch merkwürdig, aber es war nichts wo ich mich dran festbeißen könnte. Die Beziehung von Rey/Rae/whatever zum Roboter am Anfang wirkte zum Beispiel sehr gehetzt. So wie einige Dinge im Film (das ganze Ende zum Beispiel).
Auch mit Snoke kann ich noch nicht wirklich was anfangen und die Zerstörung gleich mehrerer Planeten schien nach kurzer Zeit irgendwie komplett bedeutungslos.
Dass die Starkillerbase größer war als die Todessterne davor ist doch eigentlich jetzt auch nicht besonders unlogisch. Der Todesstern war eine komplett künstlich hergestellte Station. Die Starkillerbase dagegen ist ein kompletter Planet, der halt u.a. mit ner dicken Waffe aufgemotzt wurde. Ich fand es deshalb hier auch deutlich "glaubhafter", dass das Ding relativ "leicht" zu zerstören war. Ich kann mir vorstellen, dass die Starkillerbase auch relativ ökonomisch war im Vergleich zu den Todessternen davor. Vielleicht ist das nach zwei zerstörten komplett neu gebauten Todessternen ja die Politik, dass man sich einfach fertige Planeten nimmt und etwas modifiziert, damit die Zerstörung später dann nicht so ganz wehtut.
Kylo Ren hat mir auch gut gefallen, auch wenn ich wohl ebenfalls einer von vielen war die erstmal etwas geschmunzelt haben, als er den Helm abnimmt. Er ist eben gefühlt ein kleiner, verlorener Junge der seinem Großvater nacheifert und immer wieder daran verzweifelt, dass er eben nicht an ihn herankommt, ganz egal wie böse sein Lichtschwert und sein Helm aussehen. Ich finde das durchaus faszinierender als wieder ein komplett übermächtiger Ober-Sith. Die Gefahr geht bei ihm eben momentan noch in erster Linie von seiner Unberechenbarkeit aus. Bin gespannt ob er im Laufe der Trilogie noch ein "fertiger" Sith wird und er dann auch von der Gefährlichkeit an sein Vorbild heranreicht.
Ich habe von ihm mehr Bedrohlichkeit erwartet, aber angesichts dessen, dass er auch noch ein Schüler ist, ist das ganze schon gut nachvollziehbar.
Rey erinnert mich ehrlich gesagt kaum an Luke Skywalker. Rey ist ganz anders aufgewachsen (viel selbständiger) und wirkt vom Charakter her dementsprechend auch schon im ersten Film sehr gefestigt und stark. Wenn man mal von ihrer kleinen Flucht absieht, nachdem sie das Lichtschwert in der Hand hatte. Dass sie noch jung ist merkt man aber eben daran, dass sie sehr ungeduldig wirkt.
Der Film hat, wie gesagt, auf jeden Fall auch einige Schwächen. Er wirkt etwas durchgehetzt, als ob man möglichst viele Dinge in einem Film abhaken wollte (wechseln die Drehbuchautoren auch? Dann könnte man es damit begründen, dass halt jeder möglichst viel Star Wars in seinem Star Wars-Film unterbringen will). Das sorgt dafür, dass einige Dinge nicht besonders gut aufgelöst werden. Auch mit Finn konnte ich persönlich wenig anfangen, weil ich seine Entwicklung nicht nachvollziehen konnte. Das war ja auch irgendwie ein Hin und Her und hatte für mich wenig Profil.
Aber letztenendes können alle Kritikpunkte für mich nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich den Film sehr unterhaltsam fand und ich auch mehrere Male eine Gänsehaut hatte. Um einen Vergleich mit den alten Star Filmen (Episoden 4-6) zu machen müsste ich diese aber mal wieder sehen. Ich habe manche Dinge schlechter in Erinnerung, aber der Film hatte natürlich damals den Vorteil, dass alles eben komplett neu war.
Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Etwas verspätet dazu: Insgesamt fand ich ihn nett, aber er war so mutlos, wie er nur sein konnte.
Aber mal was anderes: Was ich mich seit dem Film gefragt habe war, warum ich eine solche Internet-Reaktion auf die Demaskiernug von Kylo Ren hatte. Ich hab die Szene gesehen und dachte sofort: "Ach du scheiße, was für ein Bübchen! Wieso haben sie so einen Milchverschütter mit Emo-Locke verpflichtet? Das soll der Bösewicht sein? Argh!".
Nun ist die Idee hinter Kylo Ren ja keine neue mehr. Spätestens seit Gladiator isses ja schick, den Bösewichtern durch paternale Konflikte ein wenig küchenpsychologische Tiefe zu geben. Das ist auch nicht schlecht. Was ich für mich aber nach wie vor nicht richtig benennen kann ist: Warum stört mich das so? Die schauspielerische Darbietung war nicht der Hammer, aber okay. Und die Reaktion war ohnehin so unmittelbar, dass der arme Adam Driver daran nicht schuld war. Liegt's an mir? Werde ich alt und sehe 20 Jährige inzwischen so, als hätte man einen 12-Jährigen als Rambo gecastet? Isses Fanboytum und ich will einfach nur einen Darth Vader 2.0, wenn alles andere doch schon nur ein Aufguss ist?
Aber letztlich hab ich mich dann gefragt: Wen hätte ich denn unter der Maske ertragen können? Und eine gute Antwort ist mir nicht eingefallen. Tatsächlich war zumindest für mich persönlich die Demaskierung an sich der Fehler. Die Figur wurde analog zu Vader als eine mysteriöse, böse und vor allem mächtige Präsenz aufgebaut. In dem Moment, in dem der Helm abgenommen wird, fällt davon einiges flach. Sobald die menschlichen Verwundungen sichtbar werden, ist die Figur in Teilen entzaubert. Da gilt die alte Horrorfilm-Weisheit: Nicht zu früh das Monster zeigen und um Himmels Willen nicht entmystifizieren durch Erklärungen (Hallo, Prometheus!).
Das bringt mich wiederum zu einer anderen Feststellung: Dass ich moralisch eindimensionale Bösewichter häufig echt klasse finde. Darth Vader, Darth Maul, der psychopathische Cop in Leon der Profi, Hannibal Lecter - finde ich alle spitze und, ohne jetzt lange über Gegenbeispiele nachzudenken, für die klassische Heldengeschichte eigentlich wirkungsvoller. Wenn das Drama sich mehr auf seine Figuren konzentriert und es nicht um das Duell von Gut und Böse geht, mag das sicher nochmal ganz anders aussehen. Aber ich glaube, letztlich hat Abrahams ausgerechnet hier den Fehler gemacht, nicht die Blaupause auszupacken. Er hat IMO nicht verstanden, dass just an dieser Stelle das simple und plakative ideal ist - für die Art Film, die er da gemacht hat (der sich keine Zeit für die Charakterisierung nehmen kann und deswegen auch die paar Bröckchen Backstory von Kylo Ren so ungelenk in der Raum schmeisst).
Was ich eigentlich damit sagen wollte ist, dass ich Jochen mal wieder an die Folge über Spielebösewichte erinnern sollte, die ich vorgeschlagen hatte!11
Andre
Aber mal was anderes: Was ich mich seit dem Film gefragt habe war, warum ich eine solche Internet-Reaktion auf die Demaskiernug von Kylo Ren hatte. Ich hab die Szene gesehen und dachte sofort: "Ach du scheiße, was für ein Bübchen! Wieso haben sie so einen Milchverschütter mit Emo-Locke verpflichtet? Das soll der Bösewicht sein? Argh!".
Nun ist die Idee hinter Kylo Ren ja keine neue mehr. Spätestens seit Gladiator isses ja schick, den Bösewichtern durch paternale Konflikte ein wenig küchenpsychologische Tiefe zu geben. Das ist auch nicht schlecht. Was ich für mich aber nach wie vor nicht richtig benennen kann ist: Warum stört mich das so? Die schauspielerische Darbietung war nicht der Hammer, aber okay. Und die Reaktion war ohnehin so unmittelbar, dass der arme Adam Driver daran nicht schuld war. Liegt's an mir? Werde ich alt und sehe 20 Jährige inzwischen so, als hätte man einen 12-Jährigen als Rambo gecastet? Isses Fanboytum und ich will einfach nur einen Darth Vader 2.0, wenn alles andere doch schon nur ein Aufguss ist?
Aber letztlich hab ich mich dann gefragt: Wen hätte ich denn unter der Maske ertragen können? Und eine gute Antwort ist mir nicht eingefallen. Tatsächlich war zumindest für mich persönlich die Demaskierung an sich der Fehler. Die Figur wurde analog zu Vader als eine mysteriöse, böse und vor allem mächtige Präsenz aufgebaut. In dem Moment, in dem der Helm abgenommen wird, fällt davon einiges flach. Sobald die menschlichen Verwundungen sichtbar werden, ist die Figur in Teilen entzaubert. Da gilt die alte Horrorfilm-Weisheit: Nicht zu früh das Monster zeigen und um Himmels Willen nicht entmystifizieren durch Erklärungen (Hallo, Prometheus!).
Das bringt mich wiederum zu einer anderen Feststellung: Dass ich moralisch eindimensionale Bösewichter häufig echt klasse finde. Darth Vader, Darth Maul, der psychopathische Cop in Leon der Profi, Hannibal Lecter - finde ich alle spitze und, ohne jetzt lange über Gegenbeispiele nachzudenken, für die klassische Heldengeschichte eigentlich wirkungsvoller. Wenn das Drama sich mehr auf seine Figuren konzentriert und es nicht um das Duell von Gut und Böse geht, mag das sicher nochmal ganz anders aussehen. Aber ich glaube, letztlich hat Abrahams ausgerechnet hier den Fehler gemacht, nicht die Blaupause auszupacken. Er hat IMO nicht verstanden, dass just an dieser Stelle das simple und plakative ideal ist - für die Art Film, die er da gemacht hat (der sich keine Zeit für die Charakterisierung nehmen kann und deswegen auch die paar Bröckchen Backstory von Kylo Ren so ungelenk in der Raum schmeisst).
Was ich eigentlich damit sagen wollte ist, dass ich Jochen mal wieder an die Folge über Spielebösewichte erinnern sollte, die ich vorgeschlagen hatte!11
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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Haha, hatte eine sehr ähnliche Reaktion beim reveal und musste beim zweiten Mal bei der Privatvorstellung einfach "Professor Snape!" in den Saal rufen (keine Sorge, bin nicht *that guy*, mach sowas normalerweise nicht, aber wir hatten als Freundeskreis einen Kinosaal für uns). Als er dann mit Rey eine Okklumentikstunde hatte in der sie (wie Harry Potter ja auch!) in Professor Snapes [edit: Kylo Rens] Gedanken eindrang hat sich der Kreis für mich wunderbar geschlossen. Keiner meiner Freunde mochte den reveal, tatsächlich hassten ihn alle und für manche hat er gar den ganzen Film ruiniert.admin hat geschrieben:Etwas verspätet dazu: Insgesamt fand ich ihn nett, aber er war so mutlos, wie er nur sein konnte.
Aber mal was anderes: Was ich mich seit dem Film gefragt habe war, warum ich eine solche Internet-Reaktion auf die Demaskiernug von Kylo Ren hatte. Ich hab die Szene gesehen und dachte sofort: "Ach du scheiße, was für ein Bübchen! Wieso haben sie so einen Milchverschütter mit Emo-Locke verpflichtet? Das soll der Bösewicht sein? Argh!".
Nun ist die Idee hinter Kylo Ren ja keine neue mehr. Spätestens seit Gladiator isses ja schick, den Bösewichtern durch paternale Konflikte ein wenig küchenpsychologische Tiefe zu geben. Das ist auch nicht schlecht. Was ich für mich aber nach wie vor nicht richtig benennen kann ist: Warum stört mich das so? Die schauspielerische Darbietung war nicht der Hammer, aber okay. Und die Reaktion war ohnehin so unmittelbar, dass der arme Adam Driver daran nicht schuld war. Liegt's an mir? Werde ich alt und sehe 20 Jährige inzwischen so, als hätte man einen 12-Jährigen als Rambo gecastet? Isses Fanboytum und ich will einfach nur einen Darth Vader 2.0, wenn alles andere doch schon nur ein Aufguss ist?
Aber letztlich hab ich mich dann gefragt: Wen hätte ich denn unter der Maske ertragen können? Und eine gute Antwort ist mir nicht eingefallen. Tatsächlich war zumindest für mich persönlich die Demaskierung an sich der Fehler. Die Figur wurde analog zu Vader als eine mysteriöse, böse und vor allem mächtige Präsenz aufgebaut. In dem Moment, in dem der Helm abgenommen wird, fällt davon einiges flach. Sobald die menschlichen Verwundungen sichtbar werden, ist die Figur in Teilen entzaubert. Da gilt die alte Horrorfilm-Weisheit: Nicht zu früh das Monster zeigen und um Himmels Willen nicht entmystifizieren durch Erklärungen (Hallo, Prometheus!).
Das bringt mich wiederum zu einer anderen Feststellung: Dass ich moralisch eindimensionale Bösewichter häufig echt klasse finde. Darth Vader, Darth Maul, der psychopathische Cop in Leon der Profi, Hannibal Lecter - finde ich alle spitze und, ohne jetzt lange über Gegenbeispiele nachzudenken, für die klassische Heldengeschichte eigentlich wirkungsvoller. Wenn das Drama sich mehr auf seine Figuren konzentriert und es nicht um das Duell von Gut und Böse geht, mag das sicher nochmal ganz anders aussehen. Aber ich glaube, letztlich hat Abrahams hier trotz aller Blaupausen nicht verstanden, dass er das Konstrukt des Gegenspielers besser auch einfach unverändert übernommen hätte, für die Art Film, die er da gemacht hat (der sich keine Zeit für die Charakterisierung nehmen kann und deswegen auch die paar Bröckchen Backstory von Kylo Ren so ungelenk in der Raum schmeisst).
Was ich eigentlich damit sagen wollte ist, dass ich Jochen mal wieder an die Folge über Spielebösewichte erinnern sollte, die ich vorgeschlagen hatte!11
Andre
Weißt, was mich primär gleich als erstes beim reveal gestört hat (mal abgesehen von den süßen Kalbsäuglein)? Die Tatsache, dass er stundenlang einen Helm trägt und dann die perfekte Emolocke auf dem Schädel hat. Genau in diesem Moment hats denk ich bei mir geklickt und der Charakter war als "nicht authentisch" abgestempelt. Ist vielleicht unfair, aber wenn man schon einen Gesichtsreveal zu früh macht (bin da ganz bei dir), dann muss er perfekt sein. Bin übrigens näher an den 20 als es du bist und hab ähnlich reagiert, dewegen hab ich meine Zweifel, dass dein würdiges Alter der Hintergrund bei dir ist (falls das deine Frage war).
Es war auch insofern ein so enttäuschender reveal, weil alles, was er davor gemacht hat (das Foltern, das wilde mit-dem-Lichtschwert-Geschwinge, die Stimme, etc.) total Wirkung auf mich hatte. Sie haben die Bedrohlichkeit wirklich schön aufgebaut und dem dann jäh ein Ende gesetzt für einen wirklich plumpen Versuch, der Figur so-viel-Tiefe-wie-möglich/Minute zu geben.
Ich find die Idee des frühen reveals nicht *ganz* blöd, wenn man aus der Trilogie eine Art Charakterstudie von Kylo Ren machen *würde*. Jetzt wären die Karten auf dem Tisch, die ersten Sachen angedeutet und man kann mit dem Charakter arbeiten. Leider ist es aber so, dass es sich so anfühlt, als ob sie *alles* zum Charakter (mal abgesehen vom redemption arc) in einen Film gestopft haben. There's nowhere to go, we're already here and I DON'T LIKE IT. Es gibt echt nette Ideen um Kylo Ren, schöne Symbolik (das Lichtschwert ist nicht perfekt, irgendwie rau und fast schon brennend, sehr viel sehr offensichtliche Symbolik mit blauen und roten lichtern, die auf ihn fallen, siehe Brückenszene), aber es wurde alles so plump (der komplette characterarc) und borderline inkompetent (der Gesichtsreveal) gehandhabt, dass ich befürchte, dass Kylo Ren für mich nicht mehr zu retten ist, die sichere Verwandtschaft zu Rey und der sichere redemption arc werden daran wahrscheinlich nichts ändern.
Kurzer Punkt am Rand: Finn ist für mich der interessanteste Charakter, weil ich bei ihm am wenigsten ahnen kann, wo sie mit ihm hingehen wollen. Po füllt an sich die Han Solo Sparte bereits, wir haben unseren neuen Luke. Vielleicht ist Finn tatsächlich ein (zum Teil zumindest) origineller Charakter! Er erinnert *etwas* an Han, weil er auch flüchten will aus eigenen Interessen, nachdem sie die Bar erreichen. Mal sehen.
Ganz kleine Notizen am Rand, weil noch nicht erwähnt: Bester CGI Charakter: Carrie Fisher's face. Die Frau kann nicht schauspielern. Ich weiß, ich weiß, sie ist biploar, vielleicht hatte sie eine schlechte Phase um den Dreh rum, aber ich kann nur darüber reden, was ich sehe und sicher weiß und das ist eben ihre nicht vorhandene Mimik. Harrison Ford wirkte auch fast ein bisschen sarkastisch, aber vielleicht lese ich da zu viel rein. Er war aber sicherlich froh, dass er jetzt endlich das Zeitliche gesegnet hat. Ist ja weiß Gott nicht ein Fan von Star Wars, wie man so hört.
Ich hab auch eine kurze Frage an euch: Hat sich sonst jemand an der Schlussszene gestört oder bin ich da allein? Irgendwie wirkte die Aufnahme sehr billig, fast schon wie in einem Fernsehfilm. Das lighting war enttäuschend, die Insel irgendwie auch. Ich war fast überrascht, dass ich keinen Helikopterschatten entdeckt habe bei der letzten Kamerafahrt. Es ging insgesamt dann nach der Schlacht auch zu schnell, war zu einfach. Wie gesagt, ich hätt mir in dem Film mehr Suche nach Luke als Kampf gegen Todesstern 2.0 gewünscht. War für irgendjemanden sonst diese letzte Szene irgendwie "awkward" und "unterwältigend"? Mark Hamill muss echt Schwierigkeiten gehabt haben, am Schluss der Szene noch Gesichtsmuskeln zu finden, die er in den 20 Sekunden close-up nicht bewegt hat. Sah ein bisschen wie ein obdachloser Alkoholiker (no offense, obdachlose Alkoholiker in dem Forum [you know who you are]), der sich motorisch nicht mehr so ganz unter Kontrolle hat.
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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Weiß, was du meinst. Aber eine verschwitzte Tolle hätte meine Reaktion, glaube ich, nicht verändert.Dostoyesque hat geschrieben:Weißt, was mich primär gleich als erstes beim reveal gestört hat (mal abgesehen von den süßen Kalbsäuglein)? Die Tatsache, dass er stundenlang einen Helm trägt und dann die perfekte Emolocke auf dem Schädel hat.
Das ist es, was ich meinte: Es ist ein Fehler im Kontext dessen, was Abrahams gemacht hat und von den folgenden Filmen zu erwarten ist. Nämlich keine Charakterstudien, keine komplexen Erzählungen, sondern eher seichte Unterhaltung (was nichts schlimmes ist). Und im Kontext dieses Erzähl-Universums ist keine Zeit, kein Raum für diese Art von Charakter und wenn man es so husch-husch macht, dann stinkt es eben.Dostoyesque hat geschrieben:Ich find die Idee des frühen reveals nicht *ganz* blöd, wenn man aus der Trilogie eine Art Charakterstudie von Kylo Ren machen *würde*.
Das Lichtschwert-Design von Ren finde ich übrigens auch klasse. Die Licht-Symbolik - gerader auf der Brücke (wenn quasi das Licht ausgeht, wenn er seinen Darkside-Turningpoint hat) - war nun echt Holzhammer, aber wie gesagt: Im Kontext von Star Wars passen gerade diese groben Pinselstriche und gefallen mir besser, als wenn sie versuchen plötzlich auf ihrer Sandbank Tiefgang zu erzeugen und sich wundern, warum der Kahn hängen bleibt.
Ich dachte Finn ist Han (zwielichtige Karriere, will vor der Schlacht fliehen, ist dann aber doch ein Held...) und Poe ist ein aufgeblasener Wedge (der einzige Staffelpilot, der in EP 5 wieder mit dabei war, wenn ich mich recht entsinne).Dostoyesque hat geschrieben:Kurzer Punkt am Rand: Finn ist für mich der interessanteste Charakter, weil ich bei ihm am wenigsten ahnen kann, wo sie mit ihm hingehen wollen. Po füllt an sich die Han Solo Sparte bereits, wir haben unseren neuen Luke. Vielleicht ist Finn tatsächlich ein (zum Teil zumindest) origineller Charakter! Er erinnert *etwas* an Han, weil er auch flüchten will aus eigenen Interessen, nachdem sie die Bar erreichen. Mal sehen.
Ahja. Von mir aus können sie JarJar zurückholen, wenn seine Screentime auf die von Carrie Fisher limitiert ist. Ford fand ich nett und es war fast schade, dass er "raus" ist.Dostoyesque hat geschrieben:Ganz kleine Notizen am Rand, weil noch nicht erwähnt: Bester CGI Charakter: Carrie Fisher's face. Die Frau kann nicht schauspielern. Ich weiß, ich weiß, sie ist biploar, vielleicht hatte sie eine schlechte Phase um den Dreh rum, aber ich kann nur darüber reden, was ich sehe und sicher weiß und das ist eben ihre nicht vorhandene Mimik. Harrison Ford wirkte auch fast ein bisschen sarkastisch, aber vielleicht lese ich da zu viel rein. Er war aber sicherlich froh, dass er jetzt endlich das Zeitliche gesegnet hat. Ist ja weiß Gott nicht ein Fan von Star Wars, wie man so hört.
Solche Szenen gab es IMO mehrfach. zB auf dem Rebellenstützpunkt, wenn Poe und Finn sich am X-Wing-Parkplatz treffen - das sieht auch aus, als hätte die Post-FX-Unit auf die drei Minuten keinen Bock gehabt. Die Schlussszene wirkte aber, als wäre sie als einzige mit echten 3D-Kameras gefilmt worden und nicht post-converted. Das war sehr hübsch plastisch, mit dem Kameraflug. Dieses explizite Cliffhanger-Ending, für einen Film der zwei Jahre entfernt ist, fand ich allerdings ätzend und angeflanscht. DAS hat mich gestört. Hätte der Film vorher Schluss gemacht, wären die gleichen offenen Fragen geblieben, man hätte es nur nicht so aufs Brot geschmiert bekommen.Dostoyesque hat geschrieben:Ich hab auch eine kurze Frage an euch: Hat sich sonst jemand an der Schlussszene gestört oder bin ich da allein? Irgendwie wirkte die Aufnahme sehr billig, fast schon wie in einem Fernsehfilm.
Andre
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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Gratuliere, du hast mir jetzt auch noch den Finn versaut. Another false hope.
edit: Der JarJar Vergleich verfolgt mich. Man stelle sich vor, man hätte Carrie Fisher Szenen wie diese machen lassen. Wär wohl eher was für einen italienischen Arthouse film


edit: Der JarJar Vergleich verfolgt mich. Man stelle sich vor, man hätte Carrie Fisher Szenen wie diese machen lassen. Wär wohl eher was für einen italienischen Arthouse film


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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Also, wenn bis jetzt nicht klar war, dass wir eure Träume kaputt machen...Dostoyesque hat geschrieben:Gratuliere, du hast mir jetzt auch noch den Finn versaut. Another false hope.
Andre
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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
haha, true dat 
ad dein Kommentar zum cliffhanger: Ich denke, keine Behauptung ist treffender im Bezug auf diesen Film als die, dass sich der Film des Internets sehr bewusst ist. Das erklärt vor allem die Mutlosigkeit und sehr sichere Partie in Sachen social justice, die sie da gespielt haben. Es erklärt aber auch das cliffhanger Ende, das in Zeiten von Game of Thrones und den dazugehörigen reddits und subreddits (bin kein reddituser, von daher entschuldigt mein amateurhaftes Hantieren mit dem reddit Vokabular), Internetforen etc. auch ein Popkultur Phänomen dieser Art kreieren will. Mission accomplished angesichts des Internets im Januar 2016, wobei das Ende an und für sich damit nicht besser wurde, im Gegenteil. Vielleicht bin ich zu "alt" für diese Marketingschiene, aber mir ist die Wartezeit bis März 2017 (!) viel zu lang, um hier heiße Erwartung zu verspüren. Als der Film geendet hat hab ich mich eher ein bisschen verarscht gefühlt. Es hat sich eher angefühlt nach "und den coolen Teil der Story geben die mir jetzt nicht, was für eine Scheiße!" als "und den coolen Teil der Story gibts nächstes Mal, ach wie schön, kanns kaum erwarten".
ad dein Kommentar zum cliffhanger: Ich denke, keine Behauptung ist treffender im Bezug auf diesen Film als die, dass sich der Film des Internets sehr bewusst ist. Das erklärt vor allem die Mutlosigkeit und sehr sichere Partie in Sachen social justice, die sie da gespielt haben. Es erklärt aber auch das cliffhanger Ende, das in Zeiten von Game of Thrones und den dazugehörigen reddits und subreddits (bin kein reddituser, von daher entschuldigt mein amateurhaftes Hantieren mit dem reddit Vokabular), Internetforen etc. auch ein Popkultur Phänomen dieser Art kreieren will. Mission accomplished angesichts des Internets im Januar 2016, wobei das Ende an und für sich damit nicht besser wurde, im Gegenteil. Vielleicht bin ich zu "alt" für diese Marketingschiene, aber mir ist die Wartezeit bis März 2017 (!) viel zu lang, um hier heiße Erwartung zu verspüren. Als der Film geendet hat hab ich mich eher ein bisschen verarscht gefühlt. Es hat sich eher angefühlt nach "und den coolen Teil der Story geben die mir jetzt nicht, was für eine Scheiße!" als "und den coolen Teil der Story gibts nächstes Mal, ach wie schön, kanns kaum erwarten".
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Albaster aka Jens
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Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Also, habe gestern Star Wars VII im Kino gesehen.
Kurz: Ich habe das bekommen was ich erwartet habe: Gute Unterhaltung, Action, interessante Bilder und eine Fortführung der Geschichte. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, mir hat der Film sehr gut gefallen.
Lang (Spoiler): Als wir das Kino verlassen haben, drehte sich der Typ vor mir um und sagte "Man, war der Film scheiße..."
Eigentlich kann ich solche und ähnliche negative Kritiken/ Aussagen gar nicht verstehen, zumindest nicht von denen, welche die klassischen SW-Filme seinerzeit in den Kinos gesehen haben, also vor gut 35 Jahren. Wollen sie damit andeuten, dass sie die wahren "Fans" sind, weil sie die ersten Filme im Kino gesehen haben? Warum vor allem wird Teil 7 immer mit diesen verglichen? Bei den damaligen Filmen trifft doch vieles genau so zu, was heute moniert wird: Popkorn-Kino (Effekte, Action, coole Sprüche), Logiklücken in der Story oder schauspielerische Defizite. Man darf gerne sagen, das man enttäuscht ist, die Erwartungen wird der Film eh nicht gerecht (auch wenn er jetzt erfolgreichster Film aller Zeiten ist), aber Attribute wie scheiße oder schund passen nicht und auch "nur" schlecht ist er gewiss auch nicht, solche Aussagen treffen höchstens Kinogänger, die weder SW-Fan sind, noch Popkorn-Kino mögen und da stellt sich die Frage, warum sie genau diesen Film besuchen? Auch jene Zuschauer, die anspruchvolles Charakterkino suchen, dürften enttäuscht sein, doch mal ehrlich, was erwartet man von einem SW-Film? Und all das bekommt man letztendlich, eine epische Weltraumseifenoper. Meine beiden kritischen Punkte wären: Was geschah in der Zeit zwischen den Episoden 6 und 7, und ja, er wirkte etwas mutlos, was sicher an Disney liegen dürfte. Es fiel hier ja schon das Wort "Fanservice", natürlich wurde der Film von Disney entsprechend produziert, vielleicht wäre er nach Plänen von George Lucas (und Mark Hamill) ganz anders geworden?
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18499456.html
http://www.prosieben.de/stars/news/star ... ker-050854
Aber auch die Rolle von Luke und das er nur am Ende einen Kurzauftritt hat, wurde z.B. entsprechend umgeändert:
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18500147.html
Wie Besucher einer „Star Wars 7“-Vorstellung wissen, ist der lange angekündigte und im Vorfeld als großes Geheimnis verkaufte Auftritt von Luke Skywalker (Mark Hamill) sehr klein, der verschwundene Jedi wird erst am Ende des Films gefunden. Das war mal anders, wie Michael Arndt erklärte. „Am Anfang habe ich versucht, Versionen zu schreiben, in der Rey (Daisy Ridley) zu Hause ist, ihr Zuhause zerstört wird und sie loszieht und Luke trifft. Und danach geht’s dann für sie darum, dem Bösewicht in den Arsch zu treten.
und
Was genau das Problem war? Arndt führte aus: „Jedes Mal, wenn Luke auftrat, übernahm er den Film. Plötzlich war dir die Hauptfigur egal, denn du dachtest: ‚Oh fuck, Luke Skywalker ist da. Ich will sehen, was er macht.‘“
Ich finde die Änderung jedoch gut, denn so bekommen die neuen Figuren Zeit, in die Handlung zu gelangen, sie "wahr" genommen werden von den Zuschauern. Das Ende übrigens, als Rey Luke findet, ist ebenfalls sehr einprägsam. Das bleibt gewiss bis 2017 in Erinnerung. Bezüglich meiner Kritik zur Vorgeschichte - Was ist die erste Ordnung? Wieso bildete sich der Widerstand? Warum wurde Ben Solo böse und zu Kylo Ren (ich fand diesen Schauspieler übrigens auch eher unpassend)? - klar können diese Fragen mit den nächsten Teilen der Trilogie geklärt werden, vielleicht kann man aber auch außerhalb des Films suchen. Im so genannten erweiterten Universum (was allerdings leider kein Kanon mehr ist, jetzt Legends genannt) gibt es Romane, welche die Verbindung zwischen Episode 6 und 7 stellen könnten.
http://jedipedia.wikia.com/wiki/Erben_d ... 28Roman%29
http://jedipedia.wikia.com/wiki/Die_Jedi-Akademie
Wobei wohl auch einiges hinfällig geworden ist, so exisitert im Stammbaum der Solos schlicht kein Ben Solo, obwohl Han und Leia drei Kinder haben:
http://jedipedia.wikia.com/wiki/Familie ... on=Legends
In der Legends-Kontinuität läuft der Sohn von Han Solo und Leia Organa, Jacen Solo, genau wie Kylo Ren, zur Dunklen Seite über und nimmt einen neuen Namen an.
Darauf hätte man auch einfach aufbauen können, aber natürlich gibt es viel mehr Freiheiten, wenn man letztlich nur auf die Filme zurückgreifen "muss". Und so bin ich gespannt und freue mich auf die nächsten Filme:
Die Anthology Series sind Spin-off-Filme der Star-Wars-Saga und beschreiben einen Handlungsbereich, welche die Prequel-, Original- und Sequel-Trilogie ergänzen soll. Der erste Film dieser Reihe, Rogue One, erscheint am 16. Dezember 2016 und wird von weiteren Filme 2018 und 2020, jeweils im Jahr nach Episode VII, VIII und IX ergänzt.
http://jedipedia.wikia.com/wiki/Spin-off-Filme
Und hier gibt es noch ein Buch, welches die Vorgeschichten der drei neuen Charaktere erzählt und ist offizieller Kanon sowie ein Titel der so genannten Journey to Star Wars-Reihe:
http://www.jedipedia.net/wiki/Journey_t ... _der_Macht
http://jedi-bibliothek.de/blog/2015/12/ ... reg-rucka/
Star Wars: Before the Awakening ist ein Jugendroman von Greg Rucka, der in den Wochen und Monaten vor Star Wars: Das Erwachen der Macht angesiedelt ist und somit die direkte Vorgeschichte zum neuen Kinofilm liefert. Er ist in drei Teile untergliedert, die sich jeweils auf den Sturmtruppensoldaten FN-2187 (Finn), die Schrottsammlerin Rey und den Widerstandspiloten Poe Dameron konzentrieren.
Natürlich, die Kuh wird freilich weiter gemolken - und ein wenig freu ich mich auch drauf...
Kurz: Ich habe das bekommen was ich erwartet habe: Gute Unterhaltung, Action, interessante Bilder und eine Fortführung der Geschichte. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, mir hat der Film sehr gut gefallen.
Lang (Spoiler): Als wir das Kino verlassen haben, drehte sich der Typ vor mir um und sagte "Man, war der Film scheiße..."
Eigentlich kann ich solche und ähnliche negative Kritiken/ Aussagen gar nicht verstehen, zumindest nicht von denen, welche die klassischen SW-Filme seinerzeit in den Kinos gesehen haben, also vor gut 35 Jahren. Wollen sie damit andeuten, dass sie die wahren "Fans" sind, weil sie die ersten Filme im Kino gesehen haben? Warum vor allem wird Teil 7 immer mit diesen verglichen? Bei den damaligen Filmen trifft doch vieles genau so zu, was heute moniert wird: Popkorn-Kino (Effekte, Action, coole Sprüche), Logiklücken in der Story oder schauspielerische Defizite. Man darf gerne sagen, das man enttäuscht ist, die Erwartungen wird der Film eh nicht gerecht (auch wenn er jetzt erfolgreichster Film aller Zeiten ist), aber Attribute wie scheiße oder schund passen nicht und auch "nur" schlecht ist er gewiss auch nicht, solche Aussagen treffen höchstens Kinogänger, die weder SW-Fan sind, noch Popkorn-Kino mögen und da stellt sich die Frage, warum sie genau diesen Film besuchen? Auch jene Zuschauer, die anspruchvolles Charakterkino suchen, dürften enttäuscht sein, doch mal ehrlich, was erwartet man von einem SW-Film? Und all das bekommt man letztendlich, eine epische Weltraumseifenoper. Meine beiden kritischen Punkte wären: Was geschah in der Zeit zwischen den Episoden 6 und 7, und ja, er wirkte etwas mutlos, was sicher an Disney liegen dürfte. Es fiel hier ja schon das Wort "Fanservice", natürlich wurde der Film von Disney entsprechend produziert, vielleicht wäre er nach Plänen von George Lucas (und Mark Hamill) ganz anders geworden?
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18499456.html
http://www.prosieben.de/stars/news/star ... ker-050854
Aber auch die Rolle von Luke und das er nur am Ende einen Kurzauftritt hat, wurde z.B. entsprechend umgeändert:
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18500147.html
Wie Besucher einer „Star Wars 7“-Vorstellung wissen, ist der lange angekündigte und im Vorfeld als großes Geheimnis verkaufte Auftritt von Luke Skywalker (Mark Hamill) sehr klein, der verschwundene Jedi wird erst am Ende des Films gefunden. Das war mal anders, wie Michael Arndt erklärte. „Am Anfang habe ich versucht, Versionen zu schreiben, in der Rey (Daisy Ridley) zu Hause ist, ihr Zuhause zerstört wird und sie loszieht und Luke trifft. Und danach geht’s dann für sie darum, dem Bösewicht in den Arsch zu treten.
und
Was genau das Problem war? Arndt führte aus: „Jedes Mal, wenn Luke auftrat, übernahm er den Film. Plötzlich war dir die Hauptfigur egal, denn du dachtest: ‚Oh fuck, Luke Skywalker ist da. Ich will sehen, was er macht.‘“
Ich finde die Änderung jedoch gut, denn so bekommen die neuen Figuren Zeit, in die Handlung zu gelangen, sie "wahr" genommen werden von den Zuschauern. Das Ende übrigens, als Rey Luke findet, ist ebenfalls sehr einprägsam. Das bleibt gewiss bis 2017 in Erinnerung. Bezüglich meiner Kritik zur Vorgeschichte - Was ist die erste Ordnung? Wieso bildete sich der Widerstand? Warum wurde Ben Solo böse und zu Kylo Ren (ich fand diesen Schauspieler übrigens auch eher unpassend)? - klar können diese Fragen mit den nächsten Teilen der Trilogie geklärt werden, vielleicht kann man aber auch außerhalb des Films suchen. Im so genannten erweiterten Universum (was allerdings leider kein Kanon mehr ist, jetzt Legends genannt) gibt es Romane, welche die Verbindung zwischen Episode 6 und 7 stellen könnten.
http://jedipedia.wikia.com/wiki/Erben_d ... 28Roman%29
http://jedipedia.wikia.com/wiki/Die_Jedi-Akademie
Wobei wohl auch einiges hinfällig geworden ist, so exisitert im Stammbaum der Solos schlicht kein Ben Solo, obwohl Han und Leia drei Kinder haben:
http://jedipedia.wikia.com/wiki/Familie ... on=Legends
In der Legends-Kontinuität läuft der Sohn von Han Solo und Leia Organa, Jacen Solo, genau wie Kylo Ren, zur Dunklen Seite über und nimmt einen neuen Namen an.
Darauf hätte man auch einfach aufbauen können, aber natürlich gibt es viel mehr Freiheiten, wenn man letztlich nur auf die Filme zurückgreifen "muss". Und so bin ich gespannt und freue mich auf die nächsten Filme:
Die Anthology Series sind Spin-off-Filme der Star-Wars-Saga und beschreiben einen Handlungsbereich, welche die Prequel-, Original- und Sequel-Trilogie ergänzen soll. Der erste Film dieser Reihe, Rogue One, erscheint am 16. Dezember 2016 und wird von weiteren Filme 2018 und 2020, jeweils im Jahr nach Episode VII, VIII und IX ergänzt.
http://jedipedia.wikia.com/wiki/Spin-off-Filme
Und hier gibt es noch ein Buch, welches die Vorgeschichten der drei neuen Charaktere erzählt und ist offizieller Kanon sowie ein Titel der so genannten Journey to Star Wars-Reihe:
http://www.jedipedia.net/wiki/Journey_t ... _der_Macht
http://jedi-bibliothek.de/blog/2015/12/ ... reg-rucka/
Star Wars: Before the Awakening ist ein Jugendroman von Greg Rucka, der in den Wochen und Monaten vor Star Wars: Das Erwachen der Macht angesiedelt ist und somit die direkte Vorgeschichte zum neuen Kinofilm liefert. Er ist in drei Teile untergliedert, die sich jeweils auf den Sturmtruppensoldaten FN-2187 (Finn), die Schrottsammlerin Rey und den Widerstandspiloten Poe Dameron konzentrieren.
Natürlich, die Kuh wird freilich weiter gemolken - und ein wenig freu ich mich auch drauf...
Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Habe den neuen Star Wars Film (TFA) auch kurz nach Weihnachten gesehen. Und wenn mir einer vor nem halben Jahr erzählt hätte, wie viel Zeit in den letzten Wochen drauf gegangen ist um mit Kumpels beim Bierchen und so über diesen Film zu labern und zu philosophieren, dann hätte ich ihn zumindest geohrfeigt. Denn mit SW konnte ich bisher nix anfangen, weder mit der bejubelten Originaltrilogie noch mit der ausgebuhten Prequeltrilogie. Und nach einmaligem Schauen des Films ging ich aus dem Kino und dachte mir: Ja, das war gerade nen guter Film! Und das hätte ich nach den 3 miesen letzten SW-Filmen und dem nur noch nervenden Hype seit Disney die Rechte hat für nicht mehr nötig gehalten. Daher ist TFA eindeutig der bisher beste SW-Film! (imo)
Ehe jetzt einige Schnappatmung bekommen (ja, habe mir die bisherigen Beiträge durchgelesen ^^), möchte ich kurz begründen warum.
EP I bis III sind meiner Meinung nach einfach schlechte Filme, die eine hanebüchene Story mit Logiklücken erzählen, da passen der Todesstern UND die neue "Starkiller-Base" rein. Und ja, es gibt auch einiges, was positiv erwähnt sein soll: Die sehenswerten Schauwerte (Coruscant, Kamino, ...), das Doppel-Lichtschwert-Duell in EP I und Darth Maul (bis er zu früh starb) und die Raumschlacht zu Beginn von EP III - jedoch ergibt dies mehr einen Haufen interessanter Prämissen, die Story dahinter funktioniert für mich nicht. Und zwar nicht nur dank Mediklorianer und Jar-Jar-Binks (und ähnlich rassistischen Stereotypen), sondern weil die Figurenzeichnung, die Macht an sich und der Bösewicht misslungen sind (oder misslungen dargestellt sind), imo.
EP IV bis VI sind meiner Meinung aus heutiger Sicht einfach keine guten Sci-Fi-Filme, auch wenn ich vollkommen d'accord gehe, dass diese Filme sowohl SciFi als auch Hollywood allgemein gewaltig auf den Kopf gestellt haben. Vielleicht bin ich eine oder zwei Generation zu spät geboren, vielleicht fände ich die ersten 3 Filme trotzdem nicht so gut, wenn ich sie in den 70ern/80ern im Kino gesehen hätte - jedenfalls kann ich absolut nichts von der Faszination nachvollziehen mit der Luke, Leia und Han gefeiert werden. Oder auch Darth Vader, der komischerweise immer in der Liste der bösesten Filmschurken auftaucht. Die Story von EP IV ist so was von stereotyp: Ein talentierter, aber frustrierter junger Kerl mit dem Herz am rechten Fleck und einem geheimnisvollen Vater bekommt von seinem Mentor (Achtung! Freund vom Vater!) ein magisches Schwert, findet im Film Unterstützung durch hilfreiche Sidekicks (Han Solo) und rettet nicht nur die Galaxie, sondern auch die Prinzessin vor dem Schwarzen Ritter, äh, ich meine den Typ in der schwarzen Rüstung mit dem Samurai-Helm und dem Gameboy auf der Brust ... Bis auf die außerirdischen Handlungsorte ist das alles sehr irdisch und die Blaupause für so ziemlich jede mittelalterliche Heldengeschichte, die in EP V und VI dann nochmal erzählt wird. Damit hätte ich auch noch kein Problem, wenn diese Story wenigstens interessant erzählt werden würde, aber je mehr ich mit Leuten drüber rede desto platter kommt mir das alles vor: Natürlich ist Luke der Machtbegabte, natürlich rettet er die Prinzessin und natürlich haut Han Solo erst mal ab bevor er genau zum richtigen Zeitpunkt wiederkommt und natürlich zerstört auch Luke den Todesstern - indem er durch den Lüftungsschacht fliegt! Dieses Detail bringt übrigens auch die meisten meiner Kumpels, die SW richtig doll mögen, in Bedrängnis. Darüber reden sie nicht gerne. Schlimmer sind nur die Ewoks
Und aus diesen allen Gründen (und noch viel mehr) wollte ich TFA als Fortsetzung von 6 Filmen mit denen ich nix anfangen kann auch gar nicht angucken. Aber dann brachte mich nen Kumpel auf die Idee es einfach als Popcorn-Feuerwerk anzuschauen und so war ich doch im Kino zu TFA gelandet. Achtung! SPOILER.Warnung für TFA!
Und die ersten 30 Minuten (bis der Millenium-Falke Jakku verlässt) waren auch großartiges Kino - da stimme ich wahrscheinlich mit sehr vielen Kritikern überein - weil alle gezeigten Elemente sich wunderbar ineinander fügten, ich meine sogar beinah perfekt: Die Chemie zwischen Poe und Finn stimmte, der Bösewicht wurde eingeführt (plus kurzem Standoff zwischen Kylo und Finn auf Jakku, der schon mal richtig Appetit auf das Finale machte), es wird mal ein Roboter eingeführt, der nicht nervt (!) und trotzdem drollig ist, und Rey ist keine Damsel in Distress sondern eine fähige Kämpfern und Pilotin, die Finn rettet (und nicht umgedreht), aber trotzdem ihr Säckchen zu tragen hat (auch wenn wir noch nicht wissen, wieso sie auf Jakku ausgesetzt wurde ...), die Schauwerte passen (abgestürzter Zerstörer im Sand!) und und und.
Danach kam Han Solo ins Bild, dieser Schwachsinn mit der Schmugglerverarscherei ging wieder los und als die Monster über den Gang hüpften hätte bloß noch irgendeine Rummelmusik gefehlt, dann wäre der Wahnsinn komplett gewesen - und ab diesem Punkt, wo immer wieder Elemente der alten Trilogie, damit meine ich Charaktere, Orte, Institutionen usw., dem neuen Cast Konkurrenz machten, wurde der Film für mich spürbar schlechter. Z.B.:
Die Kantinen-Szene von Maz Kanata? Gabs auch schon in EP IV auf Tattoine, und das fand ich damals schon albern. Und Maz Kanata war mir auch zu sehr Yoda 2.0.
Starkiller-Base zerstört ganze Sternensysteme? Aha, also ein Todesstern v2.0, wie originell.
Das zerstörte Sternensystem waren Planeten der, äh, Republik? Also einer Fraktion, die sonst gar nicht weiter im Film vorkam. Hat da jemand Alderan gehustet?
Wiedermal ist irgendein Kühlsystem der Schwachpunkt dieser exorbitant großen Starkiller-Station? Echt jetzt? Gibts in SW keine fähigen Ingenieure oder wie?
Ums kurz zu machen: Alles was mit der Originaltrilogie zu tun hatte, fand ich lahm und doof. Alles was die neuen Charaktere reinbrachten, fand ich erfrischend und toll.
Vor allem, dass Finn, Rey und Poe als Ensemble funktionieren und das Abenteuer zusammen bestreiten und gewinnen ist für mich eine so viel besser erzählte Geschichte als die vom omnipräsenten Luke in EP IV. Klar, die Zerstörung der Starkiller-Base war jetzt wieder mal ein Facepalm-Moment, aber wenigstens hat nicht Rye alle zum Schluss allein besiegt, sondern Poe den X-Wing geflogen. Auch der Laserschwertkampf am Ende war klasse, zumal Finn fast gestorben wäre (der liegt ja immer noch im Koma) und Rey den verletzten Kylo überhaupt nur besiegen konnte, weil der physisch und psychisch angeschlagen war. Letzteres durch den Tod seines Vaters Han, den er in einer meiner Meinung nach fantastischen Szene verschuldet hat. Das war mal ein würdiger Tod eines typischen Cowboys, der sich nach jahrelangem Herumdrücken schließlich seiner Vergangenheit stellt und dafür den ultimativen Preis bezahlt. Dazu die Wolken die den Laserstrahl verschlingen, so wie die dunkle Seite in Kylo die helle verdrängt und dieser doppeldeutige Satz - ja, vielleicht isses mir beim 2. Mal sehen auch etwas zu viel Holzhammer, aber in diesem Moment war ich dann doch froh, dass Han Solo in diesem Film dabei war. Nämlich um derart grandios abzutreten anstatt als 70jähriger Cowboy die Oneliner abzurattern - SW ist immerhin kein Expendables!
Und viel besser fand ich in diesem Zusammenhang auch Kylo Ren aka Ben Solo als Bösewicht. Gerade weil er nicht der unantastbare, komplett dunkle Lord ist, sondern zur Abwechslung ja mal von der hellen Seite verführt wird (was ich mal ne nette Idee finde!), konnte sich so ein dynamischer Endkampf entwickeln. Über das Aussehen des Schauspielers, seine Maske, den Reveal seines Gesichts und seiner Identität - ja, da habe ich auch meine Bauchschmerzen mit einigen Punkten, aber wenn ich die Wahl habe zwischen Darth Vader (Beschreibung siehe oben) und einem mehrdimensionalen Schurken, der noch auf dem Weg ist einer zu werden, dann überlege ich trotz nicht-verschwitzter Haartolle keine Sekunde wen ich lieber in dem Film hätte. Na gut, Darth Maul wäre wahrscheinlich noch besser ^^
Das Laserschwert von Kylo fand ich ebenfalls toll (auch wenn ich mich nach dem 1. Trailer wie viele über die Parierstangen lustig gemacht habe) und den Stil der Kämpfe hart und ruppig, da flogen Bäume um, Schnee und Eis verdampften usw.. Überhaupt ist TFA den 6 Vorgängern visuell in jeder Hinsicht überlegen: Vom Design der Raumschiffe und den Sturmtruppen bis zum Knistern des funkenschlagenden Laserschwerts. Ja sogar der dämliche Angriff der Starkiller-Base sah mal richtig bedrohlich nach Apokalypse aus. Auf dem ersten Blick mag es total unfair erscheinen einen gerade erschienenen Blockbuster mit einem Film aus den 70ern zu vergleichen, dennoch bleibt das Ergebnis das TFA besser aussieht und nicht alle Designentscheidungen altern gleich schnell. Bin mal gespannt wie wir alle in paar Jahren auf TFA zurückschauen, vor allem in Bezug auf die Prequeltrilogie.
Ich persönlich fand es also lohnenswert diesen Film im Kino zu sehen und finde TFA deshalb so gut, weil ich die bisherigen SW-Filme eben nicht gut fand wie der Rest der Welt immer behauptet. Ich sehe aber keinen Grund für grenzenlosen Optimismus, im Gegenteil: TFA endete mit einem stummen, nicht endenwollenden Blick zwischen Luke und Rey, und da bin ich ja mal gespannt wie Rey letztendlich zur Skywalker-Famlie passt. Wir haben im Freundeskreis schon einige gute Theorien (aber dafür ist der Post hier schon zu lang) und einige zum Brüllen schreiende (Kind von Luke und Leia oder Zwillingsschwester von Kylo
). Die Fallhöhe nach TFA ist nicht so niedrig wie viele denken, wer weiß wie EP VIII und IX verrissen werden. Ich habs nem Kumpel schon gesagt, dass bei SW alles möglich ist, von episch genial bis abgrundtief grottenschlecht. Und wenn er dann im Mai 2017 im Kino sitzt und Luke erklärt Rey, dass er sie "durch die Mediklorianer aus der Macht erschaffen hat und dadurch ihr Vater sei", dann kotzt er direkt im Strahl - ins Kino

Ehe jetzt einige Schnappatmung bekommen (ja, habe mir die bisherigen Beiträge durchgelesen ^^), möchte ich kurz begründen warum.
EP I bis III sind meiner Meinung nach einfach schlechte Filme, die eine hanebüchene Story mit Logiklücken erzählen, da passen der Todesstern UND die neue "Starkiller-Base" rein. Und ja, es gibt auch einiges, was positiv erwähnt sein soll: Die sehenswerten Schauwerte (Coruscant, Kamino, ...), das Doppel-Lichtschwert-Duell in EP I und Darth Maul (bis er zu früh starb) und die Raumschlacht zu Beginn von EP III - jedoch ergibt dies mehr einen Haufen interessanter Prämissen, die Story dahinter funktioniert für mich nicht. Und zwar nicht nur dank Mediklorianer und Jar-Jar-Binks (und ähnlich rassistischen Stereotypen), sondern weil die Figurenzeichnung, die Macht an sich und der Bösewicht misslungen sind (oder misslungen dargestellt sind), imo.
EP IV bis VI sind meiner Meinung aus heutiger Sicht einfach keine guten Sci-Fi-Filme, auch wenn ich vollkommen d'accord gehe, dass diese Filme sowohl SciFi als auch Hollywood allgemein gewaltig auf den Kopf gestellt haben. Vielleicht bin ich eine oder zwei Generation zu spät geboren, vielleicht fände ich die ersten 3 Filme trotzdem nicht so gut, wenn ich sie in den 70ern/80ern im Kino gesehen hätte - jedenfalls kann ich absolut nichts von der Faszination nachvollziehen mit der Luke, Leia und Han gefeiert werden. Oder auch Darth Vader, der komischerweise immer in der Liste der bösesten Filmschurken auftaucht. Die Story von EP IV ist so was von stereotyp: Ein talentierter, aber frustrierter junger Kerl mit dem Herz am rechten Fleck und einem geheimnisvollen Vater bekommt von seinem Mentor (Achtung! Freund vom Vater!) ein magisches Schwert, findet im Film Unterstützung durch hilfreiche Sidekicks (Han Solo) und rettet nicht nur die Galaxie, sondern auch die Prinzessin vor dem Schwarzen Ritter, äh, ich meine den Typ in der schwarzen Rüstung mit dem Samurai-Helm und dem Gameboy auf der Brust ... Bis auf die außerirdischen Handlungsorte ist das alles sehr irdisch und die Blaupause für so ziemlich jede mittelalterliche Heldengeschichte, die in EP V und VI dann nochmal erzählt wird. Damit hätte ich auch noch kein Problem, wenn diese Story wenigstens interessant erzählt werden würde, aber je mehr ich mit Leuten drüber rede desto platter kommt mir das alles vor: Natürlich ist Luke der Machtbegabte, natürlich rettet er die Prinzessin und natürlich haut Han Solo erst mal ab bevor er genau zum richtigen Zeitpunkt wiederkommt und natürlich zerstört auch Luke den Todesstern - indem er durch den Lüftungsschacht fliegt! Dieses Detail bringt übrigens auch die meisten meiner Kumpels, die SW richtig doll mögen, in Bedrängnis. Darüber reden sie nicht gerne. Schlimmer sind nur die Ewoks
Und aus diesen allen Gründen (und noch viel mehr) wollte ich TFA als Fortsetzung von 6 Filmen mit denen ich nix anfangen kann auch gar nicht angucken. Aber dann brachte mich nen Kumpel auf die Idee es einfach als Popcorn-Feuerwerk anzuschauen und so war ich doch im Kino zu TFA gelandet. Achtung! SPOILER.Warnung für TFA!
Und die ersten 30 Minuten (bis der Millenium-Falke Jakku verlässt) waren auch großartiges Kino - da stimme ich wahrscheinlich mit sehr vielen Kritikern überein - weil alle gezeigten Elemente sich wunderbar ineinander fügten, ich meine sogar beinah perfekt: Die Chemie zwischen Poe und Finn stimmte, der Bösewicht wurde eingeführt (plus kurzem Standoff zwischen Kylo und Finn auf Jakku, der schon mal richtig Appetit auf das Finale machte), es wird mal ein Roboter eingeführt, der nicht nervt (!) und trotzdem drollig ist, und Rey ist keine Damsel in Distress sondern eine fähige Kämpfern und Pilotin, die Finn rettet (und nicht umgedreht), aber trotzdem ihr Säckchen zu tragen hat (auch wenn wir noch nicht wissen, wieso sie auf Jakku ausgesetzt wurde ...), die Schauwerte passen (abgestürzter Zerstörer im Sand!) und und und.
Danach kam Han Solo ins Bild, dieser Schwachsinn mit der Schmugglerverarscherei ging wieder los und als die Monster über den Gang hüpften hätte bloß noch irgendeine Rummelmusik gefehlt, dann wäre der Wahnsinn komplett gewesen - und ab diesem Punkt, wo immer wieder Elemente der alten Trilogie, damit meine ich Charaktere, Orte, Institutionen usw., dem neuen Cast Konkurrenz machten, wurde der Film für mich spürbar schlechter. Z.B.:
Die Kantinen-Szene von Maz Kanata? Gabs auch schon in EP IV auf Tattoine, und das fand ich damals schon albern. Und Maz Kanata war mir auch zu sehr Yoda 2.0.
Starkiller-Base zerstört ganze Sternensysteme? Aha, also ein Todesstern v2.0, wie originell.
Das zerstörte Sternensystem waren Planeten der, äh, Republik? Also einer Fraktion, die sonst gar nicht weiter im Film vorkam. Hat da jemand Alderan gehustet?
Wiedermal ist irgendein Kühlsystem der Schwachpunkt dieser exorbitant großen Starkiller-Station? Echt jetzt? Gibts in SW keine fähigen Ingenieure oder wie?
Ums kurz zu machen: Alles was mit der Originaltrilogie zu tun hatte, fand ich lahm und doof. Alles was die neuen Charaktere reinbrachten, fand ich erfrischend und toll.
Vor allem, dass Finn, Rey und Poe als Ensemble funktionieren und das Abenteuer zusammen bestreiten und gewinnen ist für mich eine so viel besser erzählte Geschichte als die vom omnipräsenten Luke in EP IV. Klar, die Zerstörung der Starkiller-Base war jetzt wieder mal ein Facepalm-Moment, aber wenigstens hat nicht Rye alle zum Schluss allein besiegt, sondern Poe den X-Wing geflogen. Auch der Laserschwertkampf am Ende war klasse, zumal Finn fast gestorben wäre (der liegt ja immer noch im Koma) und Rey den verletzten Kylo überhaupt nur besiegen konnte, weil der physisch und psychisch angeschlagen war. Letzteres durch den Tod seines Vaters Han, den er in einer meiner Meinung nach fantastischen Szene verschuldet hat. Das war mal ein würdiger Tod eines typischen Cowboys, der sich nach jahrelangem Herumdrücken schließlich seiner Vergangenheit stellt und dafür den ultimativen Preis bezahlt. Dazu die Wolken die den Laserstrahl verschlingen, so wie die dunkle Seite in Kylo die helle verdrängt und dieser doppeldeutige Satz - ja, vielleicht isses mir beim 2. Mal sehen auch etwas zu viel Holzhammer, aber in diesem Moment war ich dann doch froh, dass Han Solo in diesem Film dabei war. Nämlich um derart grandios abzutreten anstatt als 70jähriger Cowboy die Oneliner abzurattern - SW ist immerhin kein Expendables!
Und viel besser fand ich in diesem Zusammenhang auch Kylo Ren aka Ben Solo als Bösewicht. Gerade weil er nicht der unantastbare, komplett dunkle Lord ist, sondern zur Abwechslung ja mal von der hellen Seite verführt wird (was ich mal ne nette Idee finde!), konnte sich so ein dynamischer Endkampf entwickeln. Über das Aussehen des Schauspielers, seine Maske, den Reveal seines Gesichts und seiner Identität - ja, da habe ich auch meine Bauchschmerzen mit einigen Punkten, aber wenn ich die Wahl habe zwischen Darth Vader (Beschreibung siehe oben) und einem mehrdimensionalen Schurken, der noch auf dem Weg ist einer zu werden, dann überlege ich trotz nicht-verschwitzter Haartolle keine Sekunde wen ich lieber in dem Film hätte. Na gut, Darth Maul wäre wahrscheinlich noch besser ^^
Das Laserschwert von Kylo fand ich ebenfalls toll (auch wenn ich mich nach dem 1. Trailer wie viele über die Parierstangen lustig gemacht habe) und den Stil der Kämpfe hart und ruppig, da flogen Bäume um, Schnee und Eis verdampften usw.. Überhaupt ist TFA den 6 Vorgängern visuell in jeder Hinsicht überlegen: Vom Design der Raumschiffe und den Sturmtruppen bis zum Knistern des funkenschlagenden Laserschwerts. Ja sogar der dämliche Angriff der Starkiller-Base sah mal richtig bedrohlich nach Apokalypse aus. Auf dem ersten Blick mag es total unfair erscheinen einen gerade erschienenen Blockbuster mit einem Film aus den 70ern zu vergleichen, dennoch bleibt das Ergebnis das TFA besser aussieht und nicht alle Designentscheidungen altern gleich schnell. Bin mal gespannt wie wir alle in paar Jahren auf TFA zurückschauen, vor allem in Bezug auf die Prequeltrilogie.
Ich persönlich fand es also lohnenswert diesen Film im Kino zu sehen und finde TFA deshalb so gut, weil ich die bisherigen SW-Filme eben nicht gut fand wie der Rest der Welt immer behauptet. Ich sehe aber keinen Grund für grenzenlosen Optimismus, im Gegenteil: TFA endete mit einem stummen, nicht endenwollenden Blick zwischen Luke und Rey, und da bin ich ja mal gespannt wie Rey letztendlich zur Skywalker-Famlie passt. Wir haben im Freundeskreis schon einige gute Theorien (aber dafür ist der Post hier schon zu lang) und einige zum Brüllen schreiende (Kind von Luke und Leia oder Zwillingsschwester von Kylo
Rhetorik-Tipp: Diskussionen gewinnt man leichter, indem man ruhig und sachlich bleibt und eine Pistole vor sich auf den Tisch legt.
Re: Star Wars: A New Awakens... oder so
Ich spare mir hier jede Spoilerwarnung. Finde ich sinnlos in einem Diskussionsthread über einen Film.
Kurz vor Weihnachten bereits gesehen und muss sagen ich habe mich rundum wohl gefühlt und kam sehr befriedigt aus dem Kino.
Ein paar Fragezeichen stahlen sich zwar schon auf mein Gesicht bei der einen oder anderen Szene, aber das lässt sich zum Teil bestimmt erklären. Wie z.B. bei Gamestar neulich plausibel erklärt wurde warum Finn so gut mit dem Lichtschwert umgehen kann als "Sturmtruppler" oder First Order wie die jetzt heißen.
Eine andere Szene war als Rey auf dieser planetengroßen Todesmaschine ausgerechnet genau vor dem Fenster rumturnt wo das Rettungskommando mit Han Solo ratlos herumsteht.
Man könnte noch mehr aufzählen aber ehrlich gesagt strotzt die alte Trilogie genauso vor Ungereimtheiten.
Z.B. Bricht "Noch nicht bereit du bist" Luke erst seine Ausbildung ab um seine Freunde zu retten und als er zurück kommt zum sterbenden Joda meint der nur "Alles gelernt du hast was ein Jedi wissen muss" und stirbt. Wat ?!
Aber was solls, die Atmosphäre stimmte wieder.
Ganz im Gegensatz zu Episode I wo ich im Strahl hätte brechen können (Kinderfilm, Entzauberung des Mythos Macht durch Midiclorianer, überheblicher Rotzlöffel-Alleskönner-unsympatisches-Drecksbalg-Anakin und Slapstick-Binks). Episode II und III sind mir nicht mal in schlechter Erinnerung geblieben, hier sind bei mir nur einzelne unabhängige Szenen hängen geblieben (Vor allem "Gummibärenbande" Joda). Wirklich gut fand ich da eigentlich nur den Plot mit der raffinierten Intrige von Palpatine und wie das Imperium entstand.
Anakin wurde mir in Episode II und III auch nicht sympatischer aber das ist bei einem Bösewicht ja nicht falsch. Diese schmalzigen Liebesszenen mit Amidala waren aber wirklich zu viel *würg*.
Von daher passt Kylo wieder wunderbar ins Bild. Der scheint seinem jungen Großvater Anakin nachzueifern und ist genauso ein trotzköpfiger weinerlicher Jammerlappen. Die Alternative wäre eine Kopie von Darth Vader gewesen aber das wäre erst recht unbefriedigend.
Der Fan-Service war sowieso schon sehr spürbar.
Die Anspielungen an die Klassische Trilogie sind doch sehr deutlich, mich hat es aber nicht so gestört. Solange sich das nicht fortsetzt zähle ich das als "Abhol-Service" für die alten Fans. Nureins hätte man sich ehrlich gesagt sparen können, das hat mich schon gestört Hatte man wirklich keine andere Idee als einen noch größeren Todesstern ?
Gut fand ich auch dass man in Bezug auf das wohl arg ausgeuferte Extended Universe klar Schiff gemacht hat und die Geschichten als Legenden einstuft und nicht als Geschichte. Die neunmalklugen Schlaumeier die alle 800 Bücher gelesen haben und einem entrüsteten Filme-Fan noch erklären dass das mit den Midiclorianern ja bekannt gewesen sei habe ich sowieso gefressen
Zur Spekulation über Rey, hat sie nicht irgendwas über Inseln dunkel in Erinnerung gehabt ? Das heißt sie war schonmal dort. Dann die hohe Machtbegabung, dann ist doch eigentlich klar dass es die Tochter von Luke sein muss oder ?
Kurz vor Weihnachten bereits gesehen und muss sagen ich habe mich rundum wohl gefühlt und kam sehr befriedigt aus dem Kino.
Ein paar Fragezeichen stahlen sich zwar schon auf mein Gesicht bei der einen oder anderen Szene, aber das lässt sich zum Teil bestimmt erklären. Wie z.B. bei Gamestar neulich plausibel erklärt wurde warum Finn so gut mit dem Lichtschwert umgehen kann als "Sturmtruppler" oder First Order wie die jetzt heißen.
Eine andere Szene war als Rey auf dieser planetengroßen Todesmaschine ausgerechnet genau vor dem Fenster rumturnt wo das Rettungskommando mit Han Solo ratlos herumsteht.
Man könnte noch mehr aufzählen aber ehrlich gesagt strotzt die alte Trilogie genauso vor Ungereimtheiten.
Z.B. Bricht "Noch nicht bereit du bist" Luke erst seine Ausbildung ab um seine Freunde zu retten und als er zurück kommt zum sterbenden Joda meint der nur "Alles gelernt du hast was ein Jedi wissen muss" und stirbt. Wat ?!
Aber was solls, die Atmosphäre stimmte wieder.
Ganz im Gegensatz zu Episode I wo ich im Strahl hätte brechen können (Kinderfilm, Entzauberung des Mythos Macht durch Midiclorianer, überheblicher Rotzlöffel-Alleskönner-unsympatisches-Drecksbalg-Anakin und Slapstick-Binks). Episode II und III sind mir nicht mal in schlechter Erinnerung geblieben, hier sind bei mir nur einzelne unabhängige Szenen hängen geblieben (Vor allem "Gummibärenbande" Joda). Wirklich gut fand ich da eigentlich nur den Plot mit der raffinierten Intrige von Palpatine und wie das Imperium entstand.
Anakin wurde mir in Episode II und III auch nicht sympatischer aber das ist bei einem Bösewicht ja nicht falsch. Diese schmalzigen Liebesszenen mit Amidala waren aber wirklich zu viel *würg*.
Von daher passt Kylo wieder wunderbar ins Bild. Der scheint seinem jungen Großvater Anakin nachzueifern und ist genauso ein trotzköpfiger weinerlicher Jammerlappen. Die Alternative wäre eine Kopie von Darth Vader gewesen aber das wäre erst recht unbefriedigend.
Der Fan-Service war sowieso schon sehr spürbar.
Die Anspielungen an die Klassische Trilogie sind doch sehr deutlich, mich hat es aber nicht so gestört. Solange sich das nicht fortsetzt zähle ich das als "Abhol-Service" für die alten Fans. Nureins hätte man sich ehrlich gesagt sparen können, das hat mich schon gestört Hatte man wirklich keine andere Idee als einen noch größeren Todesstern ?
Gut fand ich auch dass man in Bezug auf das wohl arg ausgeuferte Extended Universe klar Schiff gemacht hat und die Geschichten als Legenden einstuft und nicht als Geschichte. Die neunmalklugen Schlaumeier die alle 800 Bücher gelesen haben und einem entrüsteten Filme-Fan noch erklären dass das mit den Midiclorianern ja bekannt gewesen sei habe ich sowieso gefressen
Zur Spekulation über Rey, hat sie nicht irgendwas über Inseln dunkel in Erinnerung gehabt ? Das heißt sie war schonmal dort. Dann die hohe Machtbegabung, dann ist doch eigentlich klar dass es die Tochter von Luke sein muss oder ?


