Runde #319: Resident Evil 8 Village

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Gonas
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Gonas »

Jochen Gebauer hat geschrieben:
16. Mai 2021, 21:58
Gonas hat geschrieben:
16. Mai 2021, 17:57
Das kommt für mich ähnlich rüber und irritiert mich. Ja, verstehe das er eine andere Erwartung hatte, die Richtung weniger gefällt und die Story seeeehr dumm fand. Aber das klingt trotzdem nach einem komisch vernichtenden Urteil wenn das Spiel dahinter wohl doch recht spaßig war, selbst für ihn.
Ich weiß offen gestanden nicht, was daran irritierend ist. Als Kritiker habe ich immer die selbe Erwartungshaltung: Dass ich kompetent unterhalten werde. Eine andere kann und darf ich gar nicht haben, schon gar nicht die eines Fans. Das ist so ziemlich die allerletzte Perspektive, die eine Kritik einnehmen sollte, schon alleine deshalb, weil die richtigen Fans das nicht nur besser können, sondern auch millionenfach machen. Da wäre ich schneller (und berechtigter) obsolet als ich gucken könnte. Außerdem finde ich die Erwartung, dass ein Spiel sich zumindest vergleichbar viel Mühe bei Story, Figuren, Dialogen usw. gibt wie sein direkter Reboot-Vorgänger nun wirklich nicht abwegig.
Habe den Podcast jetzt 'fertig' gehört (nicht den Spoilerteil, will noch ein Let's Play sehen) und da wird es schon noch verständlicher. Es wird schon deutlich, dass DU und Menschen mit deiner Erwartungshaltung ans Spiel hier nicht fündig werden und das nicht spielen müssen. Das passt ja auch und ist schlüssig.
Ich war anfangs nur irritiert weil halt doch oft erlebter Spaß erwähnt wurde und ich einem Spiel ja durchaus einen auch persönlichen Wert zusprechen kann auch wenn es nicht das war was man erwartet hat. Da kann man manchmal ja sogar eher positiv als negativ überrascht werden.

Jochen Gebauer hat geschrieben:
16. Mai 2021, 21:58
Die positiven Wertungen und Meinungen von Fans usw. wundern mich inzwischen echt nicht mehr wirklich, muss ich zugeben. Der erste Hobbit-Film hat auf IMDB einen Schnitt von 7.8 und viele gute Kritiken und könnte meiner Einschätzung nach nicht weiter von einem kompetenten Film entfernt sein, wenn er es angestrengt versuchte.
Für mich ist der Hobbit 1 der beste Herr der Ringe Film (bin eher kein Fan der anderen), von dem her. :D

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Jochen Gebauer
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Jochen Gebauer »

Gonas hat geschrieben:
16. Mai 2021, 22:17
Für mich ist der Hobbit 1 der beste Herr der Ringe Film (bin eher kein Fan der anderen), von dem her. :D
Ha! :mrgreen:

Der erste Hobbit ist tatsächlich ein wunderbares Beispiel. Für mich ist er geradezu grotesk inkompetent - nicht, weil Peter Jackson es nicht besser könnte, sondern weil es ihn offensichtlich nicht interessiert. So wie Capcom offensichtlich nicht interessiert, wie unfassbar dumm ihre Geschichte ist. Aber in der schönen neuen Digitalwelt werden solche Qualitätsstandards gerade neu verhandelt. Das finde ich extrem spannend. Jackson beispielsweise schert sich im Hobbit nicht die Bohne um Establishing Shots. Wenn der Elf ein Pferd braucht, kriegt er halt ein Pferd hingestellt, wir brauchen keine Szene, in der Elf und Pferd etabliert werden. Viele, viele Jahre lang hätten Kritiker wegen solcher "Patzer" gesagt, das geht gar nicht. Inzwischen gibt's offenbar mehrere Generationen, denen sowas nicht egaler sein könnte. Für die "Hirn ausschalten" in vielerlei Hinsicht positiv besetzt ist. Die offensiv nach dummen Geschichten suchen.

Ich hab den Eindruck, dass die Kritik gerade im Filmbereich immer noch Probleme damit hat, dass ihre Klientel plötzlich Filme super findet, die sie selbst für völlig katastrophal hält. Bei Spielen ging das schneller. Und das führt dann halt dazu, dass man ein bisschen aneinander vorbeiredet, wenn z.B. ich sage, das Spiel ist scheie weil weil weil und du (oder jemand anders) sagt: Das stimmt ja, aber deshalb ist es doch nicht scheiße! Mein Maßstab von Kritik ist sicherlich altmodischer als das, was im Internet sonst so existiert. Aber in diesem einen Fall bin ich gerne altmodisch, nicht weil meine Kritik notwendig besser oder sonstwas wäre, sondern weil diese Stimme im Diskurs sonst oft fehlt.

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Smutje187
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Smutje187 »

Jochen Gebauer hat geschrieben:
16. Mai 2021, 22:32
Jackson beispielsweise schert sich im Hobbit nicht die Bohne um Establishing Shots. Wenn der Elf ein Pferd braucht, kriegt er halt ein Pferd hingestellt, wir brauchen keine Szene, in der Elf und Pferd etabliert werden. Viele, viele Jahre lang hätten Kritiker wegen solcher "Patzer" gesagt, das geht gar nicht. Inzwischen gibt's offenbar mehrere Generationen, denen sowas nicht egaler sein könnte. Für die "Hirn ausschalten" in vielerlei Hinsicht positiv besetzt ist. Die offensiv nach dummen Geschichten suchen.
Das ist zwar komplett off-topic aber dennoch ein interessanter Punkt: Ich verfolge das MCU und DCU zwar überhaupt nicht, aber so wie ich das verstehe, müssen Helden erst in einer endlosen Reihe von Franchise-Begleitmaterial aufgebaut werden, bevor sie zusammen in den Ensemble-Filmen auftreten dürfen - die Parallele zu Tolkien wären hier also 20-30 Filme über jeden möglichen Nebencharakter und dessen Hund, bevor man sie im Hobbit überhaupt nur vorstellt - müssen wir da ein TCU (Tolkien Cinematic Universe) befürchten? :D

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Jochen Gebauer
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Jochen Gebauer »

Smutje187 hat geschrieben:
16. Mai 2021, 22:46
Das ist zwar komplett off-topic aber dennoch ein interessanter Punkt: Ich verfolge das MCU und DCU zwar überhaupt nicht, aber so wie ich das verstehe, müssen Helden erst in einer endlosen Reihe von Franchise-Begleitmaterial aufgebaut werden, bevor sie zusammen in den Ensemble-Filmen auftreten dürfen - die Parallele zu Tolkien wären hier also 20-30 Filme über jeden möglichen Nebencharakter und dessen Hund, bevor man sie im Hobbit überhaupt nur vorstellt - müssen wir da ein TCU (Tolkien Cinematic Universe) befürchten?
Ha! Nee, so meinte ich das nicht, sondern handwerklich: In einem Hobbit-Film sitzt Legolas plötzlich auf einem Pferd und verfolgt wen. Das Pferd wurde nie "etabliert". Er hat vielleicht vorher mal auf einem gesessen, aber dass er an diesen Ort geritten ist, also ein Pferd dabei hat - nope. Wir sehen ihn da nie mit Pferd. Aber als er eins brauchte, saß er auch schon auf einem drauf. Filmisch-handwerklich ist das ein dicker Faux-pas. Ich will nicht ausschließen, dass das in den Herr der Ringe-Filmen nie passierte, aber die Hobbit-Filme wimmeln vor sowas. Sie scheren sich null um traditionelle qualitative Standards. Und viele Leute offenbar auch nicht.

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Smutje187
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Smutje187 »

Ja, das ist wirklich schade - vor allem bei einem Completionist wie Tolkien, der die ersten 100 Seiten der Gefährten mit der Familiengeschichte der Beutlins füllt, aber der Mangel an Mut zu langsameren Szenen ist im „Pop-Kino“ schon traurig zu beobachten.

Gefühlt schöpft zum Beispiel Better Call Saul viel mehr aus gemächlicher Darstellung statt schneller Schnitte, aber da kenne ich jetzt keine Zuschauerzahlen, um den finanziellen Erfolg messen zu können.

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Herr Weltschaft
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Herr Weltschaft »

Jochen Gebauer hat geschrieben:
16. Mai 2021, 21:58
Wer diese Kritiken schätzt, der findet sie zuhauf. Meine/unsere Ansprüche waren immer andere, und ich würde annehmen, das ist der Hauptgrund, warum Menschen unseren Podcast überhaupt hören - weil sie hier Kritiken bekommen, die sie sonst eben nirgends bekommen. Und das nicht einmal absichtlich (auch wenn uns bzw. gerade mir das gelegentlich vorgeworfen wird - so als bräuchte ich eine Ausrede, um ein mistiges Spiel Mist zu finden :mrgreen:), sondern ehrlich und authentisch und meistens recht erschöpfend detailliert.
Dafür möchte ich einfach mal „Danke“ sagen!
Ich finde das großartig, auch wenn die Grenze zwischen harscher Kritik und kleinlichem Mimimi hier gelegentlich fließend ist. :mrgreen: Der etwas zu meckrige Kritiker ist mir jedenfalls viel lieber als der zu wohlwollende, weil er die Schwächen und Stärken eines Werks i.d.R. besser sichtbar macht. Von der höheren Informationsdichte profitiere ich auch dann, wenn ich komplett anderer Meinung bin.

Übrigens ist ja schon Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Verfilmung Scheiße. Wollte mir damals im Freundeskreis auch keiner glauben. :P
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Gonas
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Gonas »

Smutje187 hat geschrieben:
16. Mai 2021, 22:59
Ja, das ist wirklich schade - vor allem bei einem Completionist wie Tolkien, der die ersten 100 Seiten der Gefährten mit der Familiengeschichte der Beutlins füllt, aber der Mangel an Mut zu langsameren Szenen ist im „Pop-Kino“ schon traurig zu beobachten.

Gefühlt schöpft zum Beispiel Better Call Saul viel mehr aus gemächlicher Darstellung statt schneller Schnitte, aber da kenne ich jetzt keine Zuschauerzahlen, um den finanziellen Erfolg messen zu können.
Ich glaube da unterliegst du einer falschen Vorstellung vom Film. Ich zum Beispiel mag den Hobbit1 gerne weil er eben so extrem langsam ist und sehr viele Bilder und Szenen einfach zum Aufbau und der Landschaft etc. verwendet. (Etwas das die anderen Hobbit Filme dann völlig vermissen lassen.)

Das heißt natürlich nicht das alles logisch hergeleitet wird, das ist wieder was anderes.

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Smutje187
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Smutje187 »

Keine Ahnung, mir ist das mit dem logischen Herleiten oft relativ egal (ich habe den Punkt auch nicht aufgemacht) - ich mag die Filme als Popcorn-Kino, aber mehr auch nicht, aber das ist wie so oft halt ne persönliche Sache. Ist halt ne Sache des Anspruchs denke ich.

Edit: Wenn man sich aber zum Beispiel die seit über einem Jahrzehnt andauernden Memes ansieht, warum Frodo den Ring nicht einfach per Adler-Post zu Mt. Doom geflogen hat, hätte uns ein bisschen mehr Erklärung eine Menge Internetdiskussion erspart :D
Zuletzt geändert von Smutje187 am 16. Mai 2021, 23:54, insgesamt 1-mal geändert.

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bluttrinker13
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von bluttrinker13 »

Ha, was für ein amüsanter Verriss die Folge! :D

Ich fand ja bereits den Trailer ultra trashig. Resi ist auch schon lange nix mehr für mich. Aber ich kann verstehen, wenn man seinen Spaß an gut gemachtem (sic!) Trash hat. Ich guck ja selber Dinge wie Schlefaz.

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Dicker
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Dicker »

Ich finde auch, dass insbesondere Jochen mit dem Spiel etwas zu hart ins Gericht geht. Klar ist die Story dumm und ich selbst habe einige der im Podcast angesprochenen Punkte auch nicht verstanden. Aber nach den Erklärungen von imanzuel wird es auch nicht sehr viel besser, da das Spiel einen beschissenen Job macht, seine wohl doch existierenden Zusammenhänge und Ideen hinter der Geschichte besser zu erklären und zu präsentieren. Mein Hauptproblem ist auch nicht die bescheuerte Geschichte, die auch noch inkompetent erzählt wird, sondern dieses konfuse Allerlei mit Versatzstücken aus diversen Horror Klischees (Werwölfe, Vampire, Frankenstein). Man will alles machen, macht aber nichts richtig und am Ende ist es einfach kein stimmiges Gesamtbild.
ABER, ich hatte meinen Spaß mit dem Spiel und wurde 10-12h lang wunderbar unterhalten. Auch weil ich über die Fehler hinwegsehen kann.

Ich habe heute zufällig ein schönes Zitat gelesen, bei dem ich an Jochen denken musste:
"Man liebt umso weniger, je mehr man urteilt"

In diesem Sinne, ich finde auch Teil 7 insgesamt besser und liebe Teil 4, was aber auch nostalgische Verklärung sein kann. Und ich habe mich gefragt, was mich genau an Teil 8 so stört, wo es doch die Konzepte aus beiden Spielen in der Theorie wunderbar vermischt.
Und dann habe ich einfach mal mit einen erneuten Durchgang mit Teil 4 gestartet. Und da fällt mir direkt so viel auf, was dieses Spiel besser macht. Ich werde das die Tage mal runter schreiben, falls das hier überhaupt jemanden interessiert.

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mrz
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von mrz »

lnhh hat geschrieben:
16. Mai 2021, 16:39
Lustig, bin froh ueber gute, kurze Spiele. Resi 8 waren die 60€ locker wert. Viel angenehmer, ein komprimiertes Spiel zu erfahren, statt der aufgeblähten Scheisse die Assassins Creed etc ist.
This
Zahle lieber 60€ (hab für PS5 Version 59€ inkl. Versand bezahlt) für ein 10 Stunden Spiel mit 9 Stunden Netto Gameplay als 60€ für ein Assasssins Creed oder Red Dead Redemption 2, das ich in 56h durchgespielt habe, von denen, wenn es hoch kommt 9 Stunden netto Spielzeit waren + 47h reiten und looten und unnötig träge Animationen.
Genauso Odyssey. Das hat 3-4h Story. Ansonsten grind und "travel".

Odyssey is halt einfach nur Assett Placement in Open World mit Versatzbausteinen.

Bei Village und ähnlichen Spielen is halt alles handgemacht von Anfang bis Ende quasi auf "Maß geschneidert" wohingegen Odyssey das All you Can eat Buffet mit TK Fraß aus der Fritteuse ist.

Edit:
Da wir es gerad im Discord diskutieren, noch zwei Punkte von mir.

Was mir auch wieder auffällt bei dem Podcast "wie wenig ich story/motivation hinterfrage"
mir fallen keine "unlogischen Handlungen" in Spielen auf, weil das für mich imme McGuffins sind und ich einfach dann dem Gameplay Loop folge, den ich bei RE halt gut finde
dieses Erkunden, Rätseln, Raum erschließen, bisl kämpfen, kombinieren :smile:
ich hinterfrage nich ob es Sinn macht, dass es da n Karo-Schlüssel gibt oder die Sicherungen Schachfiguren sind :>
Das sind McGuffin-Rätsel-Gegenstände
Finde auch, wenn man da anfängt zu denken, kann ich es sofort aushebeln, weil ich nicht über hüfthohe Hürden springen kann. Oder über den Pickup-Truck, der die Straße versperrt klettern kann. Ich die Fenster nicht einschlagen kann, sondern den Schlüssel zum Hof suchen muss, etc
Also wenn man so anfängt :man_shrugging:

Was mich btw auch im Podcast gewundert hat als André meinte "das Sonnenlicht schwächt die Töchter". Eh, es is die niedrige Temperaturen. Deshalb schießt man die Fenster auf, damit es zieht. Nicht damit Sonnenlicht reinkommt. :>
mrz — Today at 10:12 AM
weil die "Insekten", aus deren Körper sie bestehen dann einfrieren und in "Winterstarre" fallen

! luca — Today at 10:12 AM
ahhh
macht Sinn, ja

mrz — Today at 10:13 AM
Is in einer Notiz im Dungeon. bzgl der Veränderungen und dann noch im Raum mit Klavier
bei Temperaturen unter 10°C oder 50°F erstarren sie
und dann noch in so nem Logbuch von so nem Caretaker, der massiv Anschiss bekommen hat, als er Lüften wollte
und eine Putzfrau dafür auch getötet worden ist
Is in der Küche

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Sevolt
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Sevolt »

Guten Tag!

Da ich neu im Forum bin, erst einmal ein herzliches Dankeschön an eure "Auf ein Bier" Podcasts. Diese sind immer sehr unterhaltsam und versüßen meinen sonntäglichen Spaziergang um den See. :D

Nun zum Thema:

Der Podcast zu Resi 8 hatte ein bisschen etwas von zerbrechendem Glas. Wer die How I Met Your Mother Folge kennt, auf die ich anspiele, weiß, was gemeint ist. Ich habe bis jetzt Resi 8 ca. 12 Stunden gespielt und bin quasi auf dem Weg zum dritten Boss. Nur werde ich diesen Weg nicht mehr bestreiten, weil mich das Spiel komplett verlassen hat. Dank der Herren Peschke und Gebauer ist mir auch sehr klar geworden, warum das so ist, denn in meinem Unterbewusstsein machte sich schon ein diffuses Gefühl Richtung, "Du möchtest nicht noch mehr deiner Zeit in diesem Dorf verschwenden!", breit.
Das fängt mit dem Anfang an, wo ich vor meinem Monitor saß und dachte: "Wie dumm muss man sein, um nach den Geschehnissen in Resi 7 bei Mia zu bleiben?" Gut, vielleicht frage ich mich das auch, weil ich damals beim 7. Teil das "schlechte" Ende hatte. Mia war mir einfach grundsätzlich unsympathisch. Die Frau wollte Ethan mehrmals umbringen und ist mit einer Kettensäge auf ihn losgegangen. Ich könnte das Trauma nicht verarbeiten, indem ich mit besagter Frau ein Kind auf die Welt bringe.
Nun ja, ein paar Jahre später muss ich also feststellen, dass Ethan scheinbar nicht Herr seiner Sinne ist. Kann man natürlich mit der leckeren Fungi Pizza erklären,...

Zu Beginn von Resi 8 kommt der große und auch übertriebene Auftritt von unserer Luftpumpe und ab geht das Spiel. Wie unsinnig das alles ist, wurde im Podcast minutiös erklärt. Darauf möchte ich auch nicht näher eingehen, zumal ich grundsätzlich nur zustimmen kann. Jedenfalls hat mich der Anfang sehr misstrauisch gegenüber dem gemacht, was noch kommen sollte.

Folgend möchte ich erklären, warum ich das Spiel nach den ersten zwei Bossen nicht weiterspielen möchte.
SpoilerShow
Zunächst hangelt man sich von einer gescripteten Szene zur anderen, wo auch viel unsinniges passiert, um dann im Schloss zu landen. Auf dem Weg dorthin darf man ein wenig erkunden, aber bloß nicht alles. Was mir gleich auffiel...das Spiel ist extrem linear, wo ich das Spieldesign tatsächlich loben musste, denn man verläuft sich quasi nie. Es ist immer klar, wohin man gehen soll.
Dann zieht sich der erste Boss-Abschnitt in die Länge...es war unfassbar. Ja, das Schloss ist visuell sehr beeindruckend. Nein, die Gestalten, die im Schloss umherziehen haben mich null beeindruckt. Dann auch die permanenten Vampiranspielungen...warum? Wer sehr stark aufpasst und alles mitnimmt, findet heraus, dass es sich bei den Damen um "Fliegenmonster?" handelt, die Kälte so gar nicht mögen. Deswegen werden die Fenster zerstört, damit kalte Luft reinzieht. Ist es gewollt, dass man mit den Anspielungen auf Vampirismus in die Irre geführt wird? Wenn ja, warum? Es wird immerhin nie wirklich zufriedenstellend aufgelöst, so nach dem Motto: "Haha. Schau mal, du dachtest das seien Vampire...sind sie aber nicht und das hättest du wissen können, wenn..."
Nachdem man dann also ewig in diesem Schloss Rätsel lösen musste, dabei sehr ungefährlich gestalkt wurde und Ethan mal wieder völlig unbeeindruckt seiner väterlichen Pflicht nachging, kommt man zum "Spukhaus". Das Haus soll einem das Fürchten lehren. Mich hat es gelehrt, dass das Spiel die Proportionen verhaut. Im Gegensatz zum Schloss war ich hier nach kurzer Zeit raus und erstaunt darüber, wie langweilig das alles war. Schade.

Also auf in Richtung...nein...mir reicht es. Visuell mag das Spiel beeindrucken...spielmechanisch und erzählerisch ist das ein absoluter Graus. Manche mögen genau das und geißeln sich z.B. mit Spielen von Ubisoft regelmäßig...ich kann das seit Assassin’s Creed Odyssey einfach nicht mehr, nie wieder.
Resi 7 hatte ich damals durchgespielt, in PSVR. Das war um Meilen besser.
Was ich sagen will: Ich halte die Kritik von Jochen und Andre zu Resi 8 für nachvollziehbar und gerechtfertigt.

imanzuel
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von imanzuel »

Sevolt hat geschrieben:
17. Mai 2021, 11:57
Das fängt mit dem Anfang an, wo ich vor meinem Monitor saß und dachte: "Wie dumm muss man sein, um nach den Geschehnissen in Resi 7 bei Mia zu bleiben?" Gut, vielleicht frage ich mich das auch, weil ich damals beim 7. Teil das "schlechte" Ende hatte. Mia war mir einfach grundsätzlich unsympathisch. Die Frau wollte Ethan mehrmals umbringen und ist mit einer Kettensäge auf ihn losgegangen.
Mia wollte zu gar keinen Zeitpunkt Ethan umbringen. Die war besessen bzw. unter Kontrolle von Eveline. Wird ja auch von Jack in der Cutscene kurz vor Ende erklärt, wo er sagt das die (also die Familie) das alles nicht wollten und das die "gut" sind. Im Daughters DLC sieht man die Familie auch zuvor, abgesehen von Lucas (der wirklich nen Dachschaden hat) war die ganze Familie absolut normal. Man sollte auch nicht vergessen, dass Mia Ethan auch rettet... ;)

Bezüglich dem Spoilertext, Vampire und Werwölfe, das wurde primär von den Medien so bezeichnet. Capcom selbst sagt, die ließen sich von den Themen inspirieren. Das sollten aber zu keinem Zeitpunkt Vampire sein, noch wurde das in irgendeiner Form im Werbematerial so gesagt.
Notiz für mich
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Heretic »

imanzuel hat geschrieben:
17. Mai 2021, 13:11
Bezüglich dem Spoilertext, Vampire und Werwölfe, das wurde primär von den Medien so bezeichnet. Capcom selbst sagt, die ließen sich von den Themen inspirieren. Das sollten aber zu keinem Zeitpunkt Vampire sein, noch wurde das in irgendeiner Form im Werbematerial so gesagt.
Wäre ja auch noch weitaus unlogischer, wenn wir es in einem RE mit klassischen Vampiren und Werwölfen zu tun hätten und mit Silberkugeln und Holzpflöcken um uns schießen würden. Da müsste die Story noch ganz andere Kapriolen schlagen, um irgendwelche Zusammenhänge zurecht zu spinnen. :mrgreen:

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mrz
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von mrz »

Was macht man bitte 12h bis zum 2. Boss?
Das is drei Mal so lange wie Schnitt - und wie du schon sagtest ist das Spiel linear. Gibt ja keine große Sidequest Reihe

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Sevolt
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Sevolt »

Mia wollte zu gar keinen Zeitpunkt Ethan umbringen.
Doch wollte sie. Ob nun bewusst oder unbewusst spielt für mein persönliches "Mia-Trauma" keine Rolle. Das Ethan ein harter Kerl ist und sehr gut Dinge differenzieren kann, beweist er ja permanent...deswegen akzeptiere ich den Einwand, dass das für ihn keine große Erfahrung war. :lol: Allerdings will er mit Mia darüber sprechen (Anfang Resi 8), was mir zeigt, dass ihn das wohl doch noch beschäftigt.
[...]Vampire und Werwölfe, das wurde primär von den Medien so bezeichnet. Capcom selbst sagt [...]
Das habe ich weder noch mitbekommen. Ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass Ethan in einer Art Märchenfantasie hängt, ausgelöst durch den Pilz bzw. wie und was auch immer. Durch den Podcast kenne ich nun das richtige Ende und muss sagen, dass mir meine fantastische Erklärung der Dinge, die ich mir zusammengebastelt hatte, irgendwie mehr zusagt.
Was macht man bitte 12h bis zum 2. Boss?
Bis zum dritten Boss. ;) Ich spiele Games sehr ausführlich. Manchmal stehe ich auch einfach nur da und lasse mal für ein paar Minuten das Design etc. auf mich wirken. Außerdem hatte ich locker eine Stunde damit verbracht, wieder ins Schloss zu gelangen, weil mir dort etwas fehlte...

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Gonas
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Gonas »

Sevolt hat geschrieben:
17. Mai 2021, 14:14
Mia wollte zu gar keinen Zeitpunkt Ethan umbringen.
Doch wollte sie. Ob nun bewusst oder unbewusst spielt für mein persönliches "Mia-Trauma" keine Rolle. Das Ethan ein harter Kerl ist und sehr gut Dinge differenzieren kann, beweist er ja permanent...deswegen akzeptiere ich den Einwand, dass das für ihn keine große Erfahrung war. :lol: Allerdings will er mit Mia darüber sprechen (Anfang Resi 8), was mir zeigt, dass ihn das wohl doch noch beschäftigt.
Sie wollte ihn auch nicht unbewusst töten. Sie hatte quasi eine bewusstseinverändernde 'Droge' intus die sie zwang Gewalt anzuwenden. Da hat sie garnichts gemacht außer die menschliche Hülle zu liefern. :think:

Ob Ethan das jetzt vergessen kann oder nicht ist natürlich nochmal was anderes, ja.

imanzuel
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von imanzuel »

Sevolt hat geschrieben:
17. Mai 2021, 14:14
Doch wollte sie. Ob nun bewusst oder unbewusst spielt für mein persönliches "Mia-Trauma" keine Rolle.
Naja, okay es ist "deine" Erfahrung. Aber machst du nicht direkt schon ein Fehler? Du hast geschrieben, Teil 7 war für dich das wesentlich bessere Spiel. Wenn dich die "Mia vs. Ethan" so gestört hat, warum nicht in Teil 7? Nachdem Mia Ethan fast gekillt hat und Ethan Mia killt (zu Beginn) und dann gefangen genommen wird, warum sagt er sich da nicht einfach "Fuck Mia, ich verpiss mich jetzt von hier?" Warum hat dich das da nicht gestört? Deine Argumentation macht da irgendwie keinen Sinn, entweder du findest es schon in Teil 7 doof (also direkt am Anfang), oder die Kritik in Teil 8 ist unangebracht. Außerdem ist die Ausgangslange von RE8 bekannt: Das Chris Mia killt war der Cliffhanger im ersten Trailer (was mich auch verwundert hat warum die Podcaster so überrascht davon waren, das war doch DIE Frage bei dem Spiel, warum Chris das tut), wurde in den weiteren Trailer weiter behandelt, steht sogar in der Spielbeschreibung. Wenn es dich so sehr gestört hat, warum spielt man überhaupt die direkte Fortsetzung?

Und nochmal: Mia hat Ethan in RE7 eben die Nachricht geschrieben ("suche nicht nach mir"), weil Sie weiß das sie sich nicht mehr unter Kontrolle hat. Jack Baker sagt zu Ethan, dass man unter Evies Einfluss man sich selbst nicht mehr unter Kontrolle hat, man ihr Willen ausgesetzt ist. Da handelt nicht Mia, da handelt Eveline. Und wie geschrieben, am Ende rettet Mia Ethan aus dem Tanker. Das ist doch eine typische Love-Story, so wirklich schockiert kann man doch da nicht sein wenn die am Ende wieder zusammenkommen :ugly:
Das habe ich weder noch mitbekommen. Ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass Ethan in einer Art Märchenfantasie hängt, ausgelöst durch den Pilz bzw. wie und was auch immer. Durch den Podcast kenne ich nun das richtige Ende und muss sagen, dass mir meine fantastische Erklärung der Dinge, die ich mir zusammengebastelt hatte, irgendwie mehr zusagt.
Äh, du hast Resident Evil 7 gespielt... ansonsten noch nie ein Resident Evil gespielt? :D
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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Andre Peschke »

mrz hat geschrieben:
17. Mai 2021, 09:54
Was mich btw auch im Podcast gewundert hat als André meinte "das Sonnenlicht schwächt die Töchter". Eh, es is die niedrige Temperaturen. Deshalb schießt man die Fenster auf, damit es zieht. Nicht damit Sonnenlicht reinkommt. :>
Hab ich das echt gesagt? o.O

Ich hab sogar vorher im Skype noch mit Jochen drüber gewitzelt, dass die Damen wegen eines kühlen Lüftchens gleich Zustände kriegen und wie sinnvoll es dann ist, sich in schneebedeckten Bergen anzusiedeln. Weird, wenn ich das also falsch erzählt habe. Manchmal sind Podcasts echt wild. ^^

Andre

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Re: Runde #319: Resident Evil 8 Village

Beitrag von Sevolt »

Wenn dich die "Mia vs. Ethan" so gestört hat, warum nicht in Teil 7?
Also, ich versuche es mal so zu erklären, dass es verständlicher wird.

Mich hat die Beziehung von Mia und Ethan im siebten Teil nicht gestört, weil zu Beginn die Handlung nachvollziehbar ist: Die Frau schickt eine Videobotschaft: "Bitte such' nicht nach mir". Ethan hat seine Mia lange nicht gesehen, hatte Sorgen, weil er dachte, sie sei tot und macht sich, genau, auf die Suche. Was dann an Story passiert kann man auch so stehen lassen.

Ich hatte auch geschrieben, dass ich am Ende von Resi 7 das "schlechte" Ende hatte.
SpoilerShow
Das Ende, wo man Mia nicht rettet, sondern töten muss.
Man nahm nun das reguläre "gute" Ende, um den Plot für den achten Teil weiterzuspinnen. Ok. Ändert aber nichts an meiner Erfahrung und Einstellung aus dem siebten Teil heraus und der Tatsache, dass ich Ethans Motivationen nach dem siebten Teil teilweise sehr fragwürdig und absolut nicht mehr nachvollziehbar finde.
[...] wurde in den weiteren Trailer weiter behandelt, [...]
Ich schrieb, dass ich von Trailern etc. unberührt blieb. Ich wusste irgendwann, es kommt ein achter Teil namens VIIIage und das war es. Mir war also bis zum Release nicht klar, worum es im achten Teil gehen wird. Meine Eindrücke sind also unbefleckt und nein, RE7 war nicht mein erster Teil und ich könnte meine entwickelten Theorien, die ich für viel passender für die Resi Lore halte, als das was wirklich in Resi 8 passiert, erklären, aber darum geht es mir nicht. ;)

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