Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

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Asphyx
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Asphyx » 22. Feb 2019, 09:54

Ich gebe zu, VR würde mich total reizen - ich hab bloß keinen Bock, dafür mein ganzes Wohnzimmer umzubauen. :D

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Vinter
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Vinter » 22. Feb 2019, 10:10

Im Falle von PSVR musst du das auch nicht. Die meisten Spiele sind im Sitzen spielbar, das Headset selbst ist über einen einzelnen Kabelstrang sehr schnell an- und anschließbar, ansonsten brauchst du nur noch die Kamera, die bei mir auf dem Fernseher liegt.

Im Grunde nehme ich das Headset aus dem Schrank, stecke die beiden Stecker in die wartenden Anschlüsse und bin bereit, loszulegen.

Insanity
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Insanity » 28. Feb 2019, 03:53

Ein Aspekt, der mich bei VR immer wieder an mir selbst verblüfft, ist, dass ich wirklich jedes Mal aufs Neue schwer von den Dimensionen der Spiele in der Brille beeindruckt bin. Ein bisschen so, als wenn man eine Gipfelwanderung macht und nach Stunden des Aufstiegs aus dem Wald heraus tritt und der Blick ins Tal freigegeben wird. Dieses Gefühl von Größe, von Weite, vielleicht sogar von Erhabenheit...in diese Richtung geht das in VR für mich. Jedes einzelne Mal drehe ich mich erneut ehrfürchtig um und bewundere die riesigen Bäume, Häuser, Monster oder was auch immer.

Ich habe die PSVR quasi seit Release, weil sie preis- und platztechnisch am besten in mein Wohnzimmer gepasst hat, auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt bereits die Oculus und die Vive auf der Nase hatte und um deren hard- und softwareseiten Vorteile wusste. Seither schlüpfe ich immer wieder mal rein, auch wenn derzeit meine Hauptdaddelkonsole die Switch ist - nichts geht über den Komfort, im Bett liegend am Handheld geniale Nintendotitel zu spielen, aber das ist ein anderes Thema.

Jedenfalls: Wirklich jedes einzelne Mal, wenn ich die VR-Brille nutze, bin ich erstmal wieder baff. Es ist einfach der Hammer, IM Spiel zu sein, statt draufzuschauen. Das Gameplay wird davon, Gott bewahre, keinen Deut besser, denn ein schlechtes Spiel bleibt auch in VR ein schlechtes Spiel, aber dieser jeweilige erste Blick in die virtuelle Welt ist immer grandios. Und doch, ein bisschen tröstet die Immersion schon über spielmechanische Makel hinweg. Farpoint ist mit Maus und Tastatur ein stumpfer, klar unterdurchschnittlicher Shooter. In VR mit Aim-Controller ist es immer noch ein stumpfer, klar unterdurchschnittlicher Shooter, den ich aber mit riesigem Vergnügen durchgespielt habe, denn gerade zu Beginn war es schon allein ein Erlebnis, über diesen Planeten zu marschieren, die Waffe wirklich in der Hand zu spüren und ein paar Bugs zu zerballern. Und wenn diese Bugs dann 50 Meter groß werden, ist das schlicht Ehrfurcht, die ich beim Spielen verspüre.

Das von Vinter erwähnte Astro Bot Rescue ist ebenfalls ein fantastischer, irgendwie nintendoesker Titel, ebenso wie das hier viel zu kurz gekommene Moss. Diese Spiele weisen den Weg, wohin VR gehen kann, wenn die Entwickler das Gameplay auf die VR-typischen Stärken fokussieren.

Auch wenn ich oft viel zu faul bin, den Wohnzimmertisch beiseite zu räumen, die Rollläden zu schließen, die Brille zu entstauben, die Linsen zu putzen und mir die ganze Chose auf die Rübe zu verfrachten, bereue ich den frühen Kauf der Brille keine Sekunde, denn das Hinabtauchen in die schönen neuen VR-Welten ist jedes Mal aufs Neue wieder viel zu fesselnd.
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Vinter
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Vinter » 28. Feb 2019, 08:36

Insanity hat geschrieben:
28. Feb 2019, 03:53
Das Gameplay wird davon, Gott bewahre, keinen Deut besser, denn ein schlechtes Spiel bleibt auch in VR ein schlechtes Spiel,
Ich überlege die ganze Zeit, ob ich hier zustimmen oder widersprechen möchte. Ich habe im Eingangsposting was ganz ähnliches gesagt, aber stimmt das wirklich? Kommt vielleicht ein wenig auf die Definition von "Gameplay" an, Tatsache ist aber:

In VR habe ich auch an Dingen Spaß, die ich auf einem flachen Bildschirm nicht spielen würde. Habe gestern Torn beendet, dass ist schon sehr trivial. Ich glaube nicht, dass ich es ohne VR, mit Maus und Tastatur, ein zweites Mal gestartet hätte - aber sich in VR durch das Haus zu bewegen, sich umgucken zu können, da zu sein und mit den Händen Dinge zu manipulieren....

Das fügt selbst durchschnittlichen Spielen eine Ebene hinzu, die sie faszinierend machen. Das Erlebnis, das man hat, ist spannend und vereinnahmend. Ob TROTZ dem Gameplay, oder weil VR das Gameplay tatsächlich aufwertet, ist die Frage, die ich nicht beantworten kann.

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Desotho
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Desotho » 28. Feb 2019, 08:46

Ich bereue den Kauf auch nicht. Aber obwohl die Brille bei mir angeschlossen neben dem Sofa liegt ist es halt doch eine gewisse Hürde sich da reinzuschnallen.
Und einfach mal aufstehen oder aufs Handy schauen ist auch nicht - was Fluch und Segen ist. Wenn ich die Brille aufhabe und Whatsapp scheppert gehe ich halt NICHT nachsehen =P
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Desotho » 28. Feb 2019, 08:46

Ich bereue den Kauf auch nicht. Aber obwohl die Brille bei mir angeschlossen neben dem Sofa liegt ist es halt doch eine gewisse Hürde sich da reinzuschnallen.
Und einfach mal aufstehen oder aufs Handy schauen ist auch nicht - was Fluch und Segen ist. Wenn ich die Brille aufhabe und Whatsapp scheppert gehe ich halt NICHT nachsehen =P
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Insanity » 28. Feb 2019, 09:07

Vinter hat geschrieben:
28. Feb 2019, 08:36
Insanity hat geschrieben:
28. Feb 2019, 03:53
Das Gameplay wird davon, Gott bewahre, keinen Deut besser, denn ein schlechtes Spiel bleibt auch in VR ein schlechtes Spiel,
Ich überlege die ganze Zeit, ob ich hier zustimmen oder widersprechen möchte. Ich habe im Eingangsposting was ganz ähnliches gesagt, aber stimmt das wirklich?
Ich weiß, was du meinst, ich habe es ja selbst in meinem Post zwei Halbsätze später wieder relativiert. Trivial gesagt, macht in VR erstmal jeder Scheiß Spaß, den man auf dem flachen Screen nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Und das liegt meiner Ansicht nach immer an diesem verblüffenden Mittendrin-Gefühl - siehe beispielsweise Bounce, was ohne Brille wirklich extrem langweilig wäre, wenn man nicht gaaaaaaanz viel auf der Metaebene hinein interpretieren möchte. Und es ist zugegeben auch MIT Brille extrem langweilig, sobald der Schauwert nach 20min am Reiz verliert. Ein bisschen wie bei einer atemberaubend geschminkten Frau: Das Make-up kaschiert gewisse Schwächen, aber irgendwann wacht man nebeneinander auf und sieht die Wahrheit unter dem Puder und dann kommt es für eine längere Beziehung irgendwann doch auf die inneren Werte an. :) Insofern ist die PSVR viel zu oft softwaremäßig das Tinderdate, aber zu selten der Elitepartner, um im Bilde zu bleiben.
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tsch
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von tsch » 3. Mär 2019, 12:50

Mich juckt es ja auch irgendwie in den Fingern, wenn ich das PSVR Mega Pack bei Amazon für 250€ sehe... Die Spieleauswahl entspricht schon so ziemlich dem, was ich gerne mal ausprobieren würde.

Nur steht dem das Hauptproblem von VR dazwischen: Ich habe es noch nie getestet und 250€ für eine blinde Anschaffung ist dann doch irgendwie zu heftig. Und selbst wenn mir dann die 3-4 Spiele gefallen, wie viel gibt es sonst noch?

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Vinter
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Vinter » 3. Mär 2019, 14:24

tsch hat geschrieben:
3. Mär 2019, 12:50
Und selbst wenn mir dann die 3-4 Spiele gefallen, wie viel gibt es sonst noch?
Ich bin momentan für Zockwork Orange damit beschäftigt, eine Serie über die besten und interessantesten PSVR Spiele zu schreiben. Die erste Ausgabe ist bereits veröffentlicht und ich hab noch eine Menge Kram auf Halde. Was ich momentan empfehlen kann sind u.a.
  • Astro Bot
  • Déraciné
  • Moss
  • Resident Evil 7
  • Torn
  • Red Matter
  • Until Dawn: Rush of Blood
  • The Persistence
  • Doom VFR
Und dann gibt's da noch vielversprechende Sachen, die ich noch nicht ausprobiert habe, wie
  • Detached
  • Farpoint
  • The Mage's Tale
  • The Wizards
  • The Inpatient
  • Golem
  • Starchild
  • Beat Saber
  • Superhot
  • Borderlands 2
  • Xing
Insgesamt gibt's da mittlerweile doch schon eine interessante Palette an Spielen und selbst Dinge, die merkwürdig oder langweilig wirken, weil man sie mit der Erfahrung flacher Videospiele betrachtet, entfalten in VR plötzlich eine unerwartete Faszination.

Ich bin allerdings auch wirklich Fan der Technologie. VR rennt bei mir alle Türen ein. Wenn die Technik bei jemandem nicht inhärente Faszination auslösen sollte - auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, wie das gehen soll - sieht man das ggf anders.

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tsch
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von tsch » 3. Mär 2019, 15:26

Vinter hat geschrieben:
3. Mär 2019, 14:24
Ich wollte meinen Zwiespalt ausdrücken und nicht noch mehr Lust auf VR haben! :ugly:

Fasziniert bin ich auch, ohne es jemals getestet zu haben. Die größte Frage ist dann aber eher, ob JETZT der richtige Zeitpunkt zum Einsteigen ist. Der Preis ist mittlerweile da, wo ich die Angebote schon sehr attraktiv finde, allerdings ist die Technik ja jetzt auch schon wieder ein wenig älter (+ meine alte PS4 wird auch sicher nicht mehr upgegradet, wo die PS5 vor der Tür steht).

Ich glaube, eine wichtige Frage hält mich aktuell vom Kauf ab: Wie geht es mit VR weiter?

Ist das jetzt ein "gescheiterter" Versuch gewesen und man braucht in den den nächsten Jahren nichts mehr von VR erwarten? Dann würde ich auf jeden Fall zugreifen. Wenn aber für eine PS5 z.B. jetzt auch direkt eine VR-Option bestände, was aktuell ja noch überhaupt nicht bekannt ist, dann würde ich besser warten. Die Wahrscheinlichkeit wäre dann eh sehr hoch, dass sowas wie Astro Bot direkt geportet wird und vielleicht noch ein wenig verbessert.

Ich informiere nicht so super viel über VR, aber aktuell kommt es mir eher so vor, als wäre es das erst mal gewesen. Ocolus probiert eher billig Varianten für andere Dinge als Gaming und den riesen Support von Sony habe ich für die PSVR jetzt auch nicht wirklich mitbekommen, bis auf wenige Gehversuche. Soweit ich gelesen habe, bringt glaub ich HTC dafür eine neue high-end Variante raus, aber bei HTC seh ich dann irgendwie nicht, wie sie sich um die dazugehörenden Spiele kümmern.

Würde mich echt interessieren, was Sony (oder neue andere?) mit VR vorhat...

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Vinter
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Vinter » 3. Mär 2019, 15:36

Genaues weiß man nicht. Diverse Patente seitens Sony, Gerüchte über die PS5 und auch die wachsende Anzahl Studios, die PSVR Titel entwickeln, deuten darauf hin, dass es mit der PS5 weiter geht. Die Frage ist, wann dass der Fall ist: Zu Release, oder Jahre später? Und wird die derzeitige Brille kompatibel sein? Das kann dir momentan niemand beantworten.

HTC hat neue Vives, die mit höherer Auflösung, kabellos etc daher kommen und damit sogar noch mehr in die Gamer-Ecke gehen und selbst für die Switch gibt es VR Gerüchte.

Ich glaube und hoffe, dass es mit VR weiter geht.

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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von lnhh » 3. Mär 2019, 20:34

Und keiner erwaehnt fireall zero hour? Rainbow six fuer psvr.
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Insanity » 4. Mär 2019, 09:08

tsch hat geschrieben:
3. Mär 2019, 15:26
Vinter hat geschrieben:
3. Mär 2019, 14:24
Ich glaube, eine wichtige Frage hält mich aktuell vom Kauf ab: Wie geht es mit VR weiter
...
Würde mich echt interessieren, was Sony (oder neue andere?) mit VR vorhat...
VR lebt definitiv; ein Kumpel aus der Schweiz hat vor kurzem die Primax 5k Plus geliefert bekommen und ist begeistert; spricht vom besten Headset und fiebert trotzdem der 8k entgegen. Ich poste einfach mal seine Eindrücke hier, sollte es bereits einem Thread dazu geben, einfach verschieben. :)
Entschuldigt den Schreibstil aber ich schreib so wenn ich einfach in die Tasten brettere...

Wir sind momentan bei Backer um die Nr. 1000. und es sind ja glaub gut 5-6000 Backer.
Du wirst dich also lange gedulden müssen. Aber es besteht auch Hoffnung dass Pimax in die Gänge kommt - momentan ist der Versand der Flaschenhals, nicht die Produktion. Sie haben extrem lange bei der QualityControl und liefern trotzdem viele kaputte Geräte aus.

Im Forum ist jeden Tag Zirkus aber sie werden immer besser auch in der Kommunikation.

Als Backer hab ich 399USD bezahlt und wir haben zig Stretchgoals erreicht. Ich bekomme also bei Verfügbarkeit noch ein Handtracking Modul von Leapmotion welches man unters HMD schraubt, ein Deluxe Audio Strap, 3x Softwaretitel usw. Aber wir reden hier nur vom Headset, keine Lighthouses, keine Controller nix. Wer keine Vive hat kann das momentan nur im 3DOF modus nutzen wie damals den DK1 von Oculus oder die Google Cardboard Brillen etc.

Ich habe bisher zig Stunden damit verbracht aber 99% davon im Cockpit von Autos. Daher ist mein Eindruck noch nicht rund.

Contra:

Extrem billiger, extrem dünner Plastik. Damit stösst du einmal irgendwo an und das Teil hat ein Loch - schon paarmal passiert bei Backern. die LCDs haben einen schlechten Schwarzwert, ich würde dem nicht mal Dunkelgrau sagen...

Die Brille ist so breit das man die Hebelwirkung spürt. Sie ist leichter als Rift und Vive, trotz der Grösse (siehe Plastik) aber sie schwingt mit. Merkte ich erst als ich mal kurz was anderes probiert habe als Simracing. Die Vive Pro war aber schlimmer.

Wer um die 65mm oder drunter IPD hat ist gefucked... dann drücken die Linsen voll in die Seite der Nase. Der Nasenrücken drückt quasi in den Stoff zwischen den Linsen und wird dann zwischen den zwei Linsen eingeklemmt bei kleiner IPD. Hier hat man am besten eine möglichst grosse IPD, es geht bis 73mm (!) dann ist sie mega bequem. In den Bildern unten ist sie bei 69mm. Generell das Ding macht einen Beta Eindruck ... dazu noch eine Chinesen Beta.

Softwareseitig ist es noch arg, halt eben Beta. Du musst die Vive Lighthouses manuell ausstecken, Bluetooth will nicht. Die Kombination von den FOVs, gepaart mit den Rendermodis in PiTool und Steam ist völlig verwirrend - bei jedem Start zeigt Steam quasi eine andere Auflösung an die direkt Einfluss auf Qualität und Performance hat.

Man sieht den Screendoor wie eh und je und die Auflösung ist noch immer viel zu gering. Aber die 8K ist eher keine Alternative da ihre Screens sogar einen weniger scharfen Eindruck hinterlassen obwohl mehr (skalierte) Auflösung anliegt.

Godrays auch noch vorhanden, deutlich weniger als Rift und Vive aber die Tester sagten das sei Geschichte, ist es bei weitem nicht. aber klare Verbesserung.

In den Tests wird ständig von Distortions gesprochen - also Verzerrungen an den Seiten vom Bild. Für mich ist das kein Thema. Entweder deren Facecushion ist nicht passend oder die empfinden die Unschärfe an den Seiten als störend - bei jedem anderen Headset wird alles immer unscharf am Rand wenn man nicht im Sweetspot ist, das ist bei der Pimax sogar deutlich besser als bisher. Weiter spielt auch noch das FOV eine Rolle. Es lässt sich während einem Spiel umschalten aber das ist falsch! Man muss umschalten und dann PiTool und SteamVR neustarten sonst kommts zu rendering Fehlern. Denke viele meinen mit den Verzerrungen das.

Bisherige VR Titel gehen oft davon aus das zwei gerade Displays angesteuert werden. Die Pimax Displays sind aber angewinkelt. Assetto kapiert das, null Probleme. iRacing kapiert es nicht - man muss im PiTool parallel projection aktivieren und verliert damit rund 30% Leistung - in meinem Test sogar 39%! Daher brauchst von Haus aus einen HighEnd PC um das Ding überhaupt anständig nutzen zu können.

Ich hab einen Deadpixel - hier ist geil das ich Backer bin und mein Headset ersetzt wird ohne das ich zuerst das andere retournieren muss. Die kümmern sich echt rührend um die Backer oder versuchen es zumindest. Ich (ja sogar ich) könnte jedoch ohne Probleme mit dem Deadpixel leben, ich muss den immer suchen und sehe den nie im Spiel.


Pro:

Das ist mit Abstand... grossem Abstand, das geilste VR Headset bisher. Es ist unglaublich. Der erste Einstieg ist sehr beeindruckend aber das krasseste ist wenn du danach retour zur Vive oder Rift gehst. Jeder fängt an zu lachen wenn er das sieht... wenn du wie ich dominante Augenbögen hast bzw. tief liegende Augen, dann sieht die Rift aus wie eine Klorolle weil die Linsen viel zu weit weg sind. Bei der Vive kannst immerhin die Displays näher an die Augen einstellen. Aber bei mir ist in der Rift mehr Schwarz als Bild vorhanden und auch oben und unten ist es schwarz.

Nicht so bei der 5K+ - oben siehst du nur Bild, rechts und links siehst du geschätzt 5mm schwarz, unten nochmal - alles andere ist Bild im "Large" FOV. Sitz ich in iRacing positionskalibriert in einem GT3 cockpit und schaue gerade aus, sehe ich in der Rift keinen Seitenspiegel, nicht mal den linken! in der 5K+ sehe ich beide!! Endlich muss man nicht für ALLES den kopf drehen, jetzt kann man etwas rüberschauen mit den Augen.

Der Sweetspot, dort wo alles scharf erscheint, ist massiv, die Brille wird aufgesetzt und ist scharf, immer scharf. Es ist viel mehr scharf als das gesamte Bild der Rift.

Der Speed kommt viel besser rüber weil man jetzt seitlich viel mehr der Bewegung mitbekommt. Hardcoresimracer monieren nun sogar das FOV sei zu gross, es vermittle den Eindruck man habe keinen Helm auf - stimmt, nur umso geiler dass das FOV eben einstellbar ist - small, normal, large - normal ist 150°, entspricht für mich genau einem Helm und spart erst noch etwas Rechenkraft. Selbst das small FOV ist noch immer viel grösser als die Rift. Im Large FOV sehe ich persönlich mindestens 2mal die Breite von einer Rift - ja halt eben fast mein ganzes Blickfeld ist nur noch Bild.

Es gibt über den PiMax Support drei Polster die verschiedene Dicken aufweisen und dort liegt der grosse Unterschied wer was wie emfpindet im FOV den Verzerrungen usw. für mich passt das standard mitgelieferte Kissen perfekt.

Die Schärfe - obwohl der SDE nicht kleiner ist als bei einer Rift, das Bild ist sowas von schärfer, man sieht soviel weiter! Mit der Rift ist klar - alles unscharf, im detail einfach zuviel schwarz zwischen den pentile matrix pixeln kein Vergleich mit einem echten Monitor. mit der 5K+ ist der Eindruck anders, man ist jetzt auf jeden Fall zwischen einer Rift und einem 1440p Monitor angesiedelt was den Eindruck angeht. Dank einem echten RGB LCD und dessen Matrix. Man hilft z.B. in iRacing etwas mit dem Sharpening Filter in der ini nach und das sind dann Welten! Das Display ist schell, null Schlieren oder dergleichen.

Bei der Software fängt in kürze die Brainwarp Beta an - vergleichbar mit ASW bei der Rift wo die Hz zahl halbiert und Zwischenbilder berechnet werden. Was eigentlich meine Hauptkritik war bevor ich das Headset hatte - wie soll man diese Auflösung befeuern, kastriert wegen parallel projection und 90fps erreichen? Denkste - die Pimax ist spielbar bis 60fps runter, warum auch immer, der Eindruck bleibt irgendwie viel flüssiger als wenn eine Rift auch nur etwas in der fps absackt. UND
zusätzlich bringen sie andere Rendermodis - 60hz, 72hz, 80hz. So kann man wählen was für einem am flüssigsten ist und noch genug Performance hat. Hammer. Gleich zu Beginn meiner Tests kam auch schon eine neue PiTool Version wo sich das Backlight von low, normal auf bright umstellen lässt - Dinge die Vive und Rift niemals angeboten haben.

Für Simracing gibts für mich keine Alternativen - jedes zukünftige Headset muss minimum 150° FOV haben oder es ist aus dem Rennen. Das FOV ist ganz klar der Hauptpunkt dieser Brille.

Der Test in dunklen Spielen (Elite Dangerous) mit diesen hellgrauen Displays steht noch aus und auch Bewegungsspiele wie BoxVR stell ich mir nicht allzu gut vor.

Aber wer gern VR hat - ohne Zweifel, sofort kaufen.


StarVR - dieses Monster Headset mit 210° FOV, custom OLED displays usw. für 3500Euro ist ja leider wohl gestorben. Da gibts irgendwelche rechtlichen Probleme in der Firma und die mussten die Entwicklung vorerst mal einstellen. Extrem schade.

Dann haben wir da noch XTAL von den VRgineers... 5000 Euro Headset für die Industrie. Ich hab den Founder und CEO Marek einfach mal direkt angeschrieben, gesagt wer ich bin, was ich mach und das ich Beta testen möchte. Die bringen nämlich ein günstigeres Headset für Gamer und normale Consumer.

Hello Marc,
Thank you for your interest and for following us. I put you on the list of potential future beta testers.
We will contact you when the time is right.
Lets stay in touch.
Sincerely,
Marek

:bravo:
Er hat aber auch die nötige Monster-Hardware dazu. Eventuell wäre ja ein PC-Headset also etwas für dich? Da hast du halt nicht nur die Spiele in maximaler Qualität (Exklusivtitel mal außen vor gelassen.), sondern auch Dating-Programme, Google Earth (voll geil in VR, man fliegt quasi durch die Städte und Landstriche)
, Experimentelles, große Auswahl an VR-Filmen uvm..
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von tsch » 4. Mär 2019, 20:05

Du hast mich glaub ich falsch verstanden :P. Mir geht es nicht um die Hardware, denn die wäre bestimmt jetzt schon ganz cool. Mir geht es darum, ob es tatsächlich in den Mainstream gelangt und somit auch ein stetiger Fluss von neuen Spielen gesichert ist, der über "VR-Experimente" hinausgeht. Dafür müssten eigentlich große Player wie Sony, Microsoft oder Nintendo sich voll committen. Und genau das steht aktuell einfach nicht fest.

Ich bin mir sicher, dass ich wahrscheinlich schon von der PSVR begeistert wäre, rein technisch gesehen. Mir bleibt nur die Angst, die sich ja für viele bewahrheitet hat, dass es 1-2 Wochen ganz cool ist, aber danach in der Ecke liegt und nie wieder angefasst wird.

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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Vinter » 4. Mär 2019, 20:11

Da liegt das Grundproblem für VR - man muss es ausprobieren. Ich sehe aktuell den Fluss an neuen Spielen gesichert, aber man muss sich natürlich auch darüber im klaren sein, dass wir in der frühphase der Technologie sind - das God of War, RDR, World of Warcraft der Technik wird noch ein paar Jahre auf sich warten lassen.

Das heißt nicht, dass VR nicht beeindruckend ist, im Gegenteil. Aber die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen, sehr viel muss noch experimentiert werden und die technische Raffinesse und auch die Größe der Produktionen ist noch lange nicht da, wo eine moderne AAA Produktion ist.

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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von Vinter » 14. Mär 2019, 22:25

Sie machen ein Sniper Elite VR mit Aim Controller Support.

https://twitter.com/Rebellion/status/11 ... 05153?s=19

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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von lnhh » 15. Mär 2019, 07:35

Stark. Borderlands 2 VR kann jetzt auch AimController. Werde ich mir im naechsten Sale mal kaufen.
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screamingblood
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von screamingblood » 17. Mär 2019, 22:23

Mal eine Frage an die VR-Experten: Nachdem sich nun die Pläne konkretisieren und sogar die Frau angefixt ist - fast mehr als ich, ich musste die bremsen, nicht gleich loszurennen und zu shoppen :ugly: -, weiß wer, ob es wirklich so GAR kein Komplettbundle PS4 plus PSVR gibt?

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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von lnhh » 20. Mär 2019, 16:55

Hab mir jetzt Borderlands 2 VR fuer 30euro geholt, Grafik und Steuerung erstaunlich gut. Mit dem Aim Controller leicht anstrengend, man hat jedoch nen recht starken AimAssist.

Leider wird mir wieder "schlecht" / unwohl. Shooter kann ich wohl alle nicht.

Astro Bot Rescue Mission hingegen ist ein Traum. Durch die fixe Position ists super angenehm. Und die Roboviecher sind einfach suess :)
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Re: Eine Woche Playstation VR - Erfahrungsbericht

Beitrag von ClintSchiesstGut » 22. Mär 2019, 10:24

Ich bin sehr glücklich darüber, dass...z.B. ein ROTER Fachmarkt (keine Schleichwerbung ;) ) die VR Brillen ausstellt zum testen.
Mich haut das Ding, jetzt 2019, noch immer nicht vom Sessel und ich warte mal die 2. oder 3. Generation ab, die bestimmt mit der PS5 kommt.

Weiterhin möchte ich daheim auch möglichst unabhängig von viel Kabeln und Stolperfallen (durch VR) sein.

Die Entwicklung gefällt mir durchaus, jedoch kann ich auch mit gutem Gewissen noch 2-3 Jahre warten und mir dann ein Ding für 300-500 Euro auf den Kopf setzen.
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