Wertschätzung: Watch Dogs 2

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Hattori-senshu
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Re: SEBO

Beitrag von Hattori-senshu »

SEBO hat geschrieben:70€ für ein Spiel, ohne dass Du Dich vorher darüber schlau machst wie so elementare Spielelemente wie das hacken funktionieren oder was für Charaktere in dem Spiel vorkommen?
Hatte einfach Bock auf ein neues Spiel und mich für WD2 entschieden. Sagte ja, es war ein Fehlkauf. Probiere prinzipiell gerne viele unterschiedliche Spiele aus.
Habe nur 1-2 kurze Gameplay-Videos geguckt, da sah die Welt recht schön aus und da hatten sie mich und meine Hoffnung auf eine geile Open World. Aber zuviel wollte ich im Vorfeld auch nicht erfahren, da ich etwas neu erleben will und somit habe ich mich nicht wirklich in die Mechanik eingelesen, kannte nur die Drohne und den Vorgänger.
Man muss aber auch sagen, dass ein Video nicht vermittelt, wie es sich dann wirklich anfühlt, wenn man das Gamepad in der Hand hält.

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SEBO
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SEBO

Beitrag von SEBO »

lnhh hat geschrieben:Ich kaufe Konsolentitel, wenn ich sie gerne zum Release haben moechte, meist bei Amazon UK. Kosten im Schnitt so 44Euro inklusive Versand nach DE. Auch 18er Titel ohne Persokontrolle moeglich. 70Euro muss man eigentlich nie mehr bezahlen.
Geht mit genauso. Ich kaufe auch fast ausschließlich in UK und 45€ ist für mich die Schmerzgrenze. WD2 hab ich zu meiner Schande beim grausigen gamestop gekauft. War aber mein erster Kauf in der Kette&auch nur, weil ich zum Geburtstag einen Gutschein von nem Kumpel bekommen hatte. Dadurch lag dann auch WD2 bei den magischen 45€ :)


@Hattori:
Das ist dann natürlich besonders ärgerlich. Ich hab mich auch recht spontan für WD2 entschieden&es zwei Tage vor Release bestellt. Ich hatte bis dahin nur einen Trailer gesehen und fand den schrecklich. Nervige Hacker Hipster und alkes bunt und schrill. Da hab ich mich mit meinen 36 Jahren wahrscheinlich noch viel distsnzierter vob gefühlt als Du. Ich mochte aber den Vorgänger sehr und hatte Bock auf Sandbox mit hacken. Mich hat das Spiel dann im Gegensatz zu Dir sehr positiv überrascht.

Wenn Du den Vorgänger kanntest, wusstest Du doch aber im Vorfeld wie in dem Spiel gehackt wird, oder?

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Andre Peschke
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Re: SEBO

Beitrag von Andre Peschke »

SEBO hat geschrieben: Das war die mit dem Boot auf dem eine der Gangs ihre Drogen gelagert hatte. Copter hochgeschickt, auf jedes Paket einem Sprengsatz fallen gelassen und dann alle gleichzeitig gezündet. Danach konnte ich unentdeckt verschwinden und hab mich wie ein Hacker-Ninja gefühlt.
Ja, wie gesagt, wenn man sich wirklich so als "Geist in der Maschine" fühlt, ist das Spiel auch für mich am besten. Aber das trägt halt allein nicht.
SEBO hat geschrieben:Mir gefällt aber auch die neue Fähigkeit, Polizisten oder Gangs auf einzelne Gegner zu schicken gut. Wenn man denn mal wirklich zu Fuß irgendwo durch muss, ist das eine gute Möglichkeit weiter zu kommen ohne selbst Gewalt anwenden zu müssen.
Wie bei fast allem in WD2: Einerseits stimme ich dir zu. Andererseits ist es unerträglich die Polizei-KI durch meine Kamera zu beobachten. Und dann rufen die oft noch die Verstärkung auf den Plan und sind damit für die Katz (und wenn ich mir die Mühe mache, die Wachen auszuschalten, die Verstärkung rufen können, bin ich schon an dem Punkt, wo ich keine Polizei mehr brauche).

Andre

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SEBO
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SEBO

Beitrag von SEBO »

Andre Peschke hat geschrieben:
SEBO hat geschrieben:Mir gefällt aber auch die neue Fähigkeit, Polizisten oder Gangs auf einzelne Gegner zu schicken gut. Wenn man denn mal wirklich zu Fuß irgendwo durch muss, ist das eine gute Möglichkeit weiter zu kommen ohne selbst Gewalt anwenden zu müssen.
Wie bei fast allem in WD2: Einerseits stimme ich dir zu. Andererseits ist es unerträglich die Polizei-KI durch meine Kamera zu beobachten. Und dann rufen die oft noch die Verstärkung auf den Plan und sind damit für die Katz (und wenn ich mir die Mühe mache, die Wachen auszuschalten, die Verstärkung rufen können, bin ich schon an dem Punkt, wo ich keine Polizei mehr brauche).

Andre
Ich hab das meistens im Kombination mit dem fahrenden Drohne ausgelöst, da konnte ich im ausbrechenden Chaos oft gut durchflutet. Auch in Alcatraz war das ganz praktisch. Du hast aber recht, das mit der Verstärkung nervt. Auch, dass einen dann die zusätzlich angerückte Gruppe direkt als Feind wahrnimmt ist etwas merkwürdig. Wenn man das aber mit der "Alle Signale im nahen Umkreis stören" Fähigkeit verbindet, kann man oft gut ungestört durchflutschen.

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Mario_Awe
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Re: RE: Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Mario_Awe »

goschi hat geschrieben:
Lurtz hat geschrieben:
Axel hat geschrieben:Ach. Und noch was: Jedes Spielemedium regt sich über die Ubisoft-Formel auf. Wie kommt es dann, dass solche Spiele trotzdem immer wieder brav ihre 80er Wertungen abholen dürfen?
Zum einen regt man sich nicht darüber auf, in der Regel stellt man sowohl Vorteile als auch Nachteile dieser Formel fest. Zum Anderen gab es einige Publikationen, die die Formel in Watch Dogs 2 als deutlich weiterentwickelt beschrieben haben. Weiß man natürlich nur, wenn man die Texte liest und nicht nur auf die Wertung stiert.
Ehrlich gesagt verstehe ich die laute Kritik an dieser "Ubisoft-Formel" nicht.
Ubisoft hat ein grundlegendes Konzept, wie sie Open-World-Spiele designen, das ist klar, dieses Konzept muss auch nicht jedem liegen, aber wieso werden Spiele schlechter, wenn sie jetzt genau nach diesem Konzept aufgebaut sind, das aber auch zwischen den einzelnen Titeln deutlich variiert und beständig ausgebaut und modifiziert wird?
Wieso muss man Spiele dafür abstrafen?

Mir zB gefällt die "Ubisoft-Formel", ich habe Spass daran und erfreue mich an den dauernd neuen Elementen die dazu kommen, ich habe mit fast jedem ihrer Spiele viel Spass gehabt, das ist subjektiv, aber nur weil die Grundprämisse immer ähnlich ist, wird ein Spiel doch nicht schlechter.
Egoshooter funktionieren seit Jahren nach gleichen Prämissen, CoD's funktionieren nunmal wie CoD's (entwickeln sich aber weiter) Battlefields wie Battlefields, MOBAs dürfen erst gar nicht von der DotA-Prämisse abweichen, sonst sind sie direkt schlecht, Adventures haben im laufe ihrer Karriere so viele Veränderungen durchgemacht wie der Hershey-Schokoriegel, usw. Überall dort ist es kein Problem, wird akzeptiert, bei Ubisoft aber wird ein grosses Drama daraus gemacht und dies obwohl es noch nicht mal wahr ist, dass jedes Spiel wirklich identisch ist, es hat nur - auch durch die Produktionsabläufe - ähnlich verzahnte Mechaniken, aber eben auch immer viele Eigenständigkeiten (die werden aber gerne einfach abgetan und ignoriert).


Generell Kritik an immer gleichen AAA-Spielen, wie sie Nachtfischer ausübt, kann ich noch nachvollziehen (wenn auch ich sie nicht teile), aber sich dieses eine Konzept derart undifferenziert herauszupicken, da habe ich meine grosse Mühe damit.
Wie ich den Kern der Kritik aufgefasst habe, so bezieht dieser sich darauf, dass das Gesamtwerk gestückelt und uninspiriert wirkt. Die Kritik an der Ubisoft Formel kommt denke ich daher, dass man sich beim Spielen vorkommt, als tragen die einzelnen Beschäftigungen nicht dazu bei, das Spiel an sich voran zu bringen, sondern einfach den Umfang zu füllen. Eine generelle Kritik an AAA höre ich bei Andre nicht heraus.

Für meinen Teil finde ich AAA sehr gut, falls eine geschlossene Vision dahinter steht, die nicht dauernd versucht mir meine Zeit mit belanglosen Nebenmissionen zu stehlen.

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Andre Peschke
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Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Andre Peschke »

goschi hat geschrieben:Ubisoft hat ein grundlegendes Konzept, wie sie Open-World-Spiele designen, das ist klar, dieses Konzept muss auch nicht jedem liegen, aber wieso werden Spiele schlechter, wenn sie jetzt genau nach diesem Konzept aufgebaut sind, das aber auch zwischen den einzelnen Titeln deutlich variiert und beständig ausgebaut und modifiziert wird?
Wieso muss man Spiele dafür abstrafen?
Weil es schablonenhaft wird, nachdem genug Spiele nach diesem Schema entwickelt wurden. Insbesondere, wenn man sogar Serienübergreifend die gleichen Muster wiedererkennt. Genauso wie es langweilt, wenn bei Call of Duty mein Team im Hubschrauber abstürzt, sogar wenn das der bislang am besten inszenierte Hubschrauberabsturz der Reihe ist und es streng genommen sogar kein Hubschrauber, sondern ein Raumschiff/Senkrechtstarter/wasauchimmer war.

Das wir das aber nicht per se scheiße finden, hat man in der AC: Syndicate Folge ja gehört, IMO.

Andre

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SEBO
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SEBO

Beitrag von SEBO »

Ich hab auch so meine Probleme mit der Ubi-Formel, fand das aber gerade in WD 2 sehr entschlackt.
Im Vergleich zu AC wirkt die Karte nicht komplett zugemüllt und es gibt nur vier Collectibles:
Research Points, Klamotten, Lackierungen und Geld.

Anders als in AC hab ich hier merkwürdigerweise nie den Drang gehabt, zwingend alles einzusammeln. Die Research Points zu holen hat eigentlich immer Spaß gemacht, da diese sich oft hinter kleinen Umgebungsrätseln versteckt haben&die Punkte auch sofort einen Nutzen mit sich bringen.
Geld kann man mitnehmen, braucht man im Spiel aber nicht wirklich.
Klamotten hab ich mitgenommen, wenn ich in der Nähe wah, meistens weil es Spaß gemacht hat, rauszufinden, wie man denn da hin kommt.
Lacke sind mir vollkommen egal. Da bin ich wie mit den Klamotten verfahren.

Research Pointe und Geld gibt es viele, Klamotten und Lack eher selten.

Die Nebenmissionen sind vom der Anzahl recht übersichtlich. Bis jetzt waren das glaubich 15 bis 20.

Und davon ab gibt's ja nur den Renn/Fahr Kram. Den hab ich größtenteils ignoriert.

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Hattori-senshu
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Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Hattori-senshu »

SEBO hat geschrieben:...Wenn Du den Vorgänger kanntest, wusstest Du doch aber im Vorfeld wie in dem Spiel gehackt wird, oder?
Ich gebe dir insofern recht, dass ich eigentlich klüger hätte sein müssen. Aber die Open World gefiel mir recht gut und ich habe dann nicht näher darüber nachgedacht, obwohl mir Teil 1 eigentlich auch nicht wirklich zusagte.

Aber ich finde es gut, dass zumindest einer von uns Beiden seinen Spaß damit hat. Möchte ja nicht sagen, dass es ein schlechtes Spiel ist, nur ich hab halt keinen Draht dazu gefunden. Kann mal passieren. Bei Watch Dogs 3 denke ich hoffentlich an diese Unterhaltung zurück. :mrgreen:

Dieser Hacker mit der Maske geht mir aber trotzdem nicht ein. Es ist ok, dass er als sein Hacker-Alter-Ego eine Maske trägt, aber auch am Strand mit seinen Freunden beim Lagerfeuer? Das war schon Absurdität auf höchstem Niveau. :)

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Andre Peschke
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Re: SEBO

Beitrag von Andre Peschke »

SEBO hat geschrieben:Die Research Points zu holen hat eigentlich immer Spaß gemacht, da diese sich oft hinter kleinen Umgebungsrätseln versteckt haben&die Punkte auch sofort einen Nutzen mit sich bringen.
Geld kann man mitnehmen, braucht man im Spiel aber nicht wirklich.
Research-Points aber eigentlich auch nicht. Wobei sicher von der Spielweise abhängig. Aber man kriegt mehr als genug von den normalen Missionen. An einer Stelle hatte ich über 50 angesammelt, weil mich der Rest der Skills wie "du kannst einen Gabelstapler direkt steuern" einfach null interessiert hat. Gibt ein paar echt nette Skills, aber auch viel "Zeug". zB braucht man auch die Erweiterungen des Botnets praktisch gar nicht.
goschi hat geschrieben:Wenn eine eher negative Bewertung nur schon deswegen gefeiert wird, weil eben die Ubi-Formel doof gefunden wird (und nicht wieso sie hier nicht gut ist), finde ich das doof.
Agree.

Andre

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Sebastian Solidwork
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Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Sebastian Solidwork »

Mir kam das schon nur beim Hören komisch vor. “Shooter-, Stealth-, Hacking- und Rennfahr-Mechanik“ (und vielleicht noch mehr)
Es gibt für jede einzelne dieser Arten komplett eigene Spiele die das besser können.
Klingt nach Everybodys Darling. Man möchte eine möglichst große Zielgruppe ansprechen, jedem etwas bieten.
Irgendwas sagt mir, dass das zu viel für ein Spiel ist.
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Zwart
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Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Zwart »

Ich möchte noch mal kurz auf den Bruch zwischen Geschichte und dem was man im Spiel tut etwas sagen.

Anfangs störte mich das auch ziemlich. Es ist aber schon stimmiger wenn man sich mal überlegt, das im Setting von WD2 jedes poplige Rechenzentrum oder Firmengrundstück von Wachen bewacht wird, die bei einem Einbruch SOFORT tödliche Gewalt anwenden oder mit scharfer Munition auf ferngesteuerte Autos ballern. Ein Menschenleben scheint in dieser Welt herzlich wenig zu gelten. Insofern ist es dann doch auch ok, wenn unsere Hacker in diesem Krieg ebenfalls zu solchen Mitteln greifen.

Letztlich passt es da für mich schon, man muss DedSec nur als bitterböse Berufsverbrecher/Terroristen sehen. Die sind nicht besser als die Straßengangs die sich in den Straßen von San Francisco wegen Nichtigkeiten abschlachten.

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Dostoyesque
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Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Dostoyesque »

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Leonard Zelig
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Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Leonard Zelig »

Axel hat geschrieben: Ach. Und noch was: Jedes Spielemedium regt sich über die Ubisoft-Formel auf. Wie kommt es dann, dass solche Spiele trotzdem immer wieder brav ihre 80er Wertungen abholen dürfen?
Leidet das Spiel denn unter der Ubisoft-Formel? Die Türme gibt es doch nicht mehr.

Ich habe es noch nicht gespielt, aber folgende News gelesen:

http://www.eurogamer.net/articles/2016- ... -no-towers" onclick="window.open(this.href);return false;

Hattori-senshu hat geschrieben:Die 70 Tacken für WD2 waren für mich (rein auf meinen Geschmack bezogen) der schlimmste Fehlkauf meiner Spielerkarriere (neben Diablo 3).
Am Besten noch schnell verkaufen vor Weihnachten. Gibt bei Amazon gebraucht immer noch um die 45 Euro.

Manchmal sind die Händler auch kulant. Ich durfte No Man's Sky gegen Deus Ex: Mankind Divided eintauschen bei Saturn, weil es mir überhaupt nicht gefallen hat.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

Konsolengaming in den 2010er-Jahren - Eine Dekade in Zahlen und Worten

Dozer86
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Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Dozer86 »

Ach ja....ich habe wirklich Spaß mit dem Spiel. Ich spiele das Spiel auch aktuell noch immer ohne einen einzigen tödlichen Schuss abgegeben zu haben. Wo ich zustimme ist die Story...da hatte ich mir schon etwas für ein Erwachsenes Publikum gewünscht. Ich finde das Spiel mit einer 40er Wertung schon sehr bestraft für eine mehr als solide Kost. Meiner Meinung nach, hat es für jeden der Open-World Spiele mag, eine Kaufempfehlung verdient. Vielleicht nicht zum Vollpreis, aber für 30-40 kann man es gut und gerne mitnehmen und hat einige Stunden gute, aber seichte Unterhaltung.

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Vinter
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Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Vinter »

@Andre

Lass mich das Pferd mal aus dieser Richtung aufzäumen:
Wenn ich GTA V auf der Playstation spiele, verbringe ich 50% der Spielzeit damit, die Welt zu bestaunen. Selbst heute noch. Ich setze mich in einen Sportwagen und fahre zum hundersten mal den Highway rund um die Insel. Ich fahre mit dem Auto zum Strand, leihe mir dort ein Fahrrad und radle am Strand entlang. Dabei freue ich mich darüber, dass es am Strand Fußduschen gibt. FUSSDUSCHEN! Ich fahre mit einem Boot die Canyons bei Sandy Shores lang, einfach weil es geht und bestaune das Panorama. Ich mach eine halbstündige Motorradtour durch die Berge und denk mir dabei: "Eigentlich müsstest du einen Motorradführerschein machen". Ich nehme mir einen Heli oder ein Flugzeug und flieg einfach nur herum und gucke. Ich pflüge mit dem Strandbuggy durch irgendwelche Acker und wundere mich darüber, dass Rockstar tatsächlich Landmaschinen eingebaut hat, die da herumstehen.

Ich finde, GTA V hat bis heute die beeindruckenste Open World, die man bislang bereisen durfte. Selbst der hinterletzte Felsen irgendwo in der Wüste zeugt von der Liebe zum Detail, die Rockstar in diese Welt gesetzt hat. GTA V ist seinen Preis allein dafür wert, in dieser virtuellen Welt sein zu dürfen.

Und jetzt die Frage: Kriege ich das bei Watch Dogs 2 auch?
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Andre Peschke
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Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Andre Peschke »

Vinter hat geschrieben: Und jetzt die Frage: Kriege ich das bei Watch Dogs 2 auch?
Puh, schwierig. Wenn dich schon die Fußduschen begeistern.... :D Was ich mache, wenn ich ein Open-World-Spiel teste, ist immer ein "Exploration Run" (einfach nur ein fancy Begriff, den ich immer als Sektions-Headline in meine Notizen schreibe. Bedeutet, ich laufe einfach durch die Gegend und schaue, was ich entdecken kann und beobachte auch immer mal wieder eine Szene). Mal dazu, was ich bei WD2 aufgeschrieben habe. Disclaimer: Das sind Notizen an mich selbst, bei denen manchmal bestimmte Gewichtungen etc fehlen:

Viele Details punktuell, zB Magazin-Cover an Kiosk, Rollenspiel-Shop über Hackerspace
Nette Animationen / Dialoge beim beobachten von Passanten (Straßenkünstler, Selfies, Touristen...)
Aber sehr statisch: Zwei Jugendliche bleiben stehen und machen endlose Selfies, Gärtner trimmt endlos das Gras etc.
Straßen wirken sehr leer und unbelegt (reduzierter Verkehr / Passanten... liegt nicht an GFX-Settings)
Atmo-Sounds gut gelungen (Möwen / Wellen am Pier), aber area-based, keine allzu flüssige Mischung
Schöne Vistas, aber die Stadt wird nicht so eingefangen, wie ich sie kenne. Zu clean, auch zu breit (Dimensionen für fluffiges Driving erweitert, I guess?)
Möwen auf dem Wasser fliegen weg, wenn ich hinrenne: nett. Hoppsen aber auch unbeeindruck über den Steg... watt solls. Auch nett!
Sollte Handy ausschalten können. Nervt, wenn man durch die Gegend chillen will. Auf PC (M/T)auch schwierig mal langsamer zu gehen (Tastenbelegung checken)
Stadt-Soundkulisse eigentlich nicht so richtig gut... wirkt wie einzelne Soundeffekte nacheinander...kein Großstadt "buzz", stattdessen klar identifizierbare, einzelne Samples
Nebel über dem Wasser: Cool. Szenisches Erleben ist gut, Lebendigkeit ist schwach (Ansichtskarte vs. Selbsterleben)
Kein Moscone-Center?
Hackerspace ist eine Parallelwelt, Techno-Disneyland, sehr kindlich. Fängt zwar Albernheiten der Szene ein (ist das Inet/Reddit/4Chan mehr als "Hackerszene"?), aber Bruch zu den handfesten Idealen und Aktionen. Der "das sind am Ende eben nur Kinder mit herausragenden, technischen Fähigkeiten"-Aspekt wäre spannend, kommt nicht zum tragen.
Sogar die Hackerspaces werden "upgraded" - wie die Buden in GTA. Ist das noch Antikapitalismus? ;)
Detailgrad in Mission-Objectives steigt deutlich an (plus Landmarks, teilweise). Viel geskriptet, längerer Aufenthalt - weniger und weniger.


--> Insgesamt würde ich sagen: Ein klares "vielleicht"? IMO deutlich weniger als GTA, aber wenn dir das viel gibt, vielleicht noch gerade genug?

Andre

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SEBO
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SEBO

Beitrag von SEBO »

Das finde ich aber auch einen interessanten Vergleich. Mich hat Watch Dogs da wesentlich mehr begeistert als GTA V und ich hatte oft Stellen, an denen ich gedacht habe "Gott ist das schön!". Gerade letztens habe ich ein Stück Strand entdeckt, bemerkt, dass da ein Leuchtturm in der Nähe ist&bin mit einem Boot rübergeschippert. Dabei brach gerade die Dämmerung an und alles war in ein warmes, gelb-orangenes Licht getaucht. Dazu noch die Reflektionen auf dem Wasser - wunderschön.

Das ist mit bei GTA V nicht passiert. Dazu muss ich aber auch fairerweise sagen, dass ich das nach fünf Std ausgemacht habe und bis heute nicht wieder angeschmissen. Ich weiß auch nicht warum, aber GTA langweilt mich immer extrem.
Alle anderen Spiele, die GTA kopieren unterhalten mit immer besser, sogar Scarface habe ich deutlich länger gespielt als GTA III-V und Vice City zusammen. Ich hab Saints Row 2+3 durchgespielt, das habe ich mit keinem der GTA Teile gemacht. Und auch Watch Dogs 1 hat mir schon massiv mehr Freude gemacht als die GTA Teile.

Ich glaube ich brauche für Open World Spiele immer ein Extra. Total überzogen wie in Saints Row, Scarface hatte Kettensägen und Drogenhandel und Watch Dogs das Hacken.
Gerade hacken hat für mich die ganze Welt viel interessanter und interaktiver gemacht.

Die NPCs in WD 2 haben mir aber besser gefallen als in GTA, da sie besser auf den Spieler reagieren und auch untereinander interagieren.

Ich weiß noch, dass meine größte Enttäuschung die Spielerpräsenz in GTA V war. Ich bin mit dem Schwarzen in ein Villenviertel gefahren und bin bei einem der Häuser in den Garten gestiefelt. Da gab's n Esstisch mit Grill daneben, einen großen Pool und einen tollen Ausblick über die ganze Stadt. Es war Grad niemand zu Hause, also hab ich den Ausblick genossen. Als ich mich umgedreht habe, saßen da drei Typen am Tisch und haben Cocktails getrunken.
Meine Anwesenheit war denen egal. Großer fremder Typ in unserem Garten? Wurst.
Dann bin ich zu den Jungs rüber gestiefelt, weiterhin keine Reaktion.
Ich wollte irgendwas machen. Ich konnte nicht mit denen reden, ich konnte mich nicht mit an den Tisch setzen und wahrgenommen wurde ich von denen auch nicht.
Die einzige Reaktion kam, als ich meine Waffe gezogen habe - Schreie, Panik, weglaufen.
Ne halbe Std später hab ich das Spiel ausgemacht. Die Immersion war für mich weg, ich fühlte mich wie ein Geist in der Spielwelt.

Nun macht Watch Dogs 2 das nicht fürchterlich viel besser. Ich wäre von den Jungs wohl auch nur aus dem Garten gescheucht worden, wenn dieser als rote Zone markiert gewesen wäre. Aber in WD2 hätten die Personen am Tisch einen Unterhaltung geführt. Ich hätte sie anrempeln können&sie hätten gemeckert. Und ich hätte ein Foto oder Selfie mit ihnen machen können und hätte irgendeine Reaktion bekommen - Posen oder Gemecker.
Außerdem hätte ich noch die Polizei auf einen von ihnen ansetzen können und zuschauen, wie sich die Situation entwickelt.
WD2 bietet mir also auch nur ein limitiertes Arsenal an Interaktionsmitteln, aber immerhin schon mal mehr als nur meine Waffe ziehen zu können.

Das wäre übrigens meine Spielidee, wenn ich unendlich Budget und keinen Druck: Ein wirklich interaktives open World Spiel a la GTA, in dem ich mit NPCs auf vielfältige Arten reagieren kann. Und in dem man alle Häuser betreten kann.



Ich hab Watch Dogs 2 übrigens fast durch. Wurde gestern von Prompt "Das ist die letzte Mission, willst Du wirklich weitermachen?" abgeschreckt.
Ne, will ich nicht. Ich bin noch nicht durch mit dem virtuellen San Francisco. Ich finde es hier zu schön, um es jetzt schon einfach hinter mir zu lassen. Ich habe noch nicht alle Ecken und Winkel erforscht, noch nicht lange genug an der Strandpromenade, dem Party Viertel und ich China Town rumgehangen. Ich will da noch nicht weg.
Auch wenn mir außer nervigen Taximissionen und uninteressanten Wettrennen nur noch das Sightseeing bleibt.

HoSchu
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Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von HoSchu »

Also ich finde das Spiel auf der einen Seite gut, da es enorm viele Verbesserungen erfahren hat (im Vergleich zu WD1).
Aber Sowohl die Story als auch die Hack Elemente waren ernüchternd. Gerade das Polizei/Gangster Feature ist dermaßen übermächtig, dass man sich so durch viele Momente tricksen kann. Und das mit dem Effekt, dass kein wirklicher Skill mehr notwendig ist, was das Problem an der Sache ist.
Auch die Story hat sich am Cliché ausreichend bedient (mich störte die Maske genauso wie Hatto angemerkt hat), was für mich enttäuschend war. WD1 bot mMn ein wesentlich interessanteres Setting.

Aber immerhin bleibt unterm Strich ein solides Spiel, wenn auch nicht so super wie ich es gerne gesehen hätte.

Talion
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Registriert: 14. Dez 2016, 01:19

Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Talion »

Ich finde Teil 2 persönlich in allen Belangen besser. Allein San Francisco finde ich viel besser als Chicago. Mit dem Spiel hatte ich eine Menge Spaß und hat meine Erwartung erfüllt :)

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Lameth76
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Re: Wertschätzung: Watch Dogs 2

Beitrag von Lameth76 »

Ich habe den ersten Teil nach dem zweiten gespielt und insgesamt gefiel er mir besser. Das mag an meine Präferenz liegen; das was mich an Spielen am meisten fasziniert ist es, die Geschichte zu erleben. So schlicht und klischeehaft sie im ersten Teil sein mochte, sie war vorhanden. Im zweiten Tel hatte ich nicht das Gefühl, eine Geschichte zu erleben. Ich habe das Spiel zu ende gespielt und war überrascht, dass es zu ende war. dann haben die NSCs angestoßen und dann kamen die Credits. Und ich saß da und dachte WHAT? Wie jetzt?

Der Story fehlt jeglicher Aufbau und ein irgendwie gearteter Klimax. Es gab durchaus Momente in der Geschichte, die als Aufhänger für eine Weiterentwicklung dienen hätten können, aber das wurde nicht genutzt. Ob die Sache mit Horatio, dem FBI oder Prime8, alles wird in einer Mission abgehandelt und spielt im weiterem Verlauf keine Rolle mehr. Und natürlich fehlt die persönliche Motivation des Protagonisten, um den Spieler emotional zu binden.

Die Charaktere: Diese sind leider sehr eindimensional, definieren sich durch eine einzigen Eigenschaft und erfahren im Laufe des Spieles keinerlei Entwicklung. Auch hier wäre Potential vorhanden gewesen. Selbst so etwas banales, wie eine Beziehung, die bei allen Charakteren angedeutet wird, wird nicht weiter geführt und nicht genutzt, um die Charaktere Facettenreicher zu gestalten.

Was mich hier bei der Stange gehalten hat, war wirklich das Gameplay, das hat richtig Spaß gemacht. Am Ende lässt das Spiel den Spieler auch die anderen Charaktere steuern. Das fand ich sehr gut und wünschte mir, dieses Feature wäre stärker implementiert worden, so dass jeder der Charaktere über eigene, besondere Fähigkeiten verfügt und ich mir dann für die etwaigen Missionen den mMn passenden Charakter aussuchen kann.

Insgesamt kein schlechtes Spiel, aber mit viel verschenktem Potential. Es macht sicher nicht alles besser als der Vorgänger.

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