Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

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Hegelkant
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Hegelkant » 20. Aug 2018, 21:52

Wow, schon mal vielen Dank für die Infos! Ich werde mir den Podcast auf jeden Fall mal anhören. :)
Eine Frage ist für mich auch, ob sich aus der Bandbreite bei Spielen, die du auch ansprichst, auch strukturelle Unterschiede zum Testen "normaler" Software ergeben, und was sich davon vielleicht automatisieren lässt (und wie). Und kann man subjektive Kritierien wie Spielspaß objektiv bewerten (um dann zu extrapolieren), oder fließt da dann die Biographie und die Vorlieben des Testers mit ein? Daraus würde folgen, dass nicht jeder Tester jedes Spiel testen kann. (Gut, ich würde mir auch nicht anmaßen, einen Ego-Shooter zu testen, weil ich seit 20 Jahren keinen mehr gespielt habe^^)

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Hegelkant
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Hegelkant » 28. Aug 2018, 20:53

Nochmal eine andere Frage:
Bis auf wenige Ausnahmen im Strategie- und Sportbereich geht es in den Spielen (und somit auch in den Stories) im AAA-Bereich darum, dass gekämpft wird und irgendwie mindestens jemand stirbt. Ohne dass ich in eine weitere Killerspiel-Debatte abdriften will, kann man doch zumindest feststellen, dass diese Spiele kommerziell besonders erfolgreich sind. Warum ist das so? Geht es - im AAA-Bereich, wohlgemerkt - heutzutage nicht unter Mord und Totschlag? Kann man sich keine AAA-Rollenspiele mit Welten oder Geschichten ausdenken, in denen keiner stirbt? Andersrum gefragt: warum ist es so schwer, eine "friedvolle" Story massentauglich zu machen?

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Soulaire
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Soulaire » 31. Aug 2018, 22:27

Ist die Frage ob Spiele "politisch" sein dürfen, nicht von vorne rein absurd, da selbst jemand der "nicht-politische" Spiele macht, damit schon automatisch eine "politische" Haltung vertritt?
Daran anschließend: darf es Propaganda-Spiele (oder Filme) geben, die für eine "gute" Sache stehen oder damit etwas "Positives" bezwecken wollen?
Jeder Propaganda-Film in der Weltgeschichte benutzte ähnliche Stilmittel, auch wenn die politische Agenda oft eine komplett andere war. Es wurden nur jeweils die Fakten passend für diese Agenda gedreht, Fakten ausgelassen oder frei erfunden.
ketzerisch gefragt: Ist ein 2. Weltkriegs-Shooter wie Battlefield 5, indem mehrere Frauen an der Front kämpfen oder der Fokus deutlich auf einer Front-Soldatin liegt ein "Propaganda-Spiel"? Den Fakten entsprechend gab es nämlich nie Frauen, die so an dieser Front kämpften.
Und trotzdem sagt man als Entwickler, dass man sich an der Historie des 2.Weltkrieges orientiert habe. Es sind z.B. auch bestimmte Vergleiche und Vorbilder genannt worden wie z.B. "saving Private Ryan". Man hat sich jedoch bewusst dazu entschieden diese Frau(en) einzubauen und dieser Schritt war sicherlich auch nicht unterbewusst. Ist die Darstellung von Frauen in BF5 also nur "Selbstzweck" oder hat man sich dazu entscheiden, weil es das Spiel auf irgendeine Weise wirklich besser macht?

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Sebastian Solidwork
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Sebastian Solidwork » 2. Sep 2018, 17:31

Soulaire hat geschrieben:
31. Aug 2018, 22:27
Ist die Frage ob Spiele "politisch" sein dürfen, nicht von vorne rein absurd, da selbst jemand der "nicht-politische" Spiele macht, damit schon automatisch eine "politische" Haltung vertritt?
...
Ich meine genau diese Diskussion gab es in irgendeiner Folge schon mal mit Wolfgang. Und auch Jochen und Andre haben das öfter schon mal aufgegriffen. In Erinnerung habe ich es mit Bezug auf Farcry 5.
Die Antwort war im Großen und Ganzen: Ja. Jede (künstlerische) Aussage ist immer auch eine politische. Es geht nicht nicht-politisch zu sein.
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von RedPanda » 20. Sep 2018, 18:18

Hallo zusammen,

ich bin zwar schon ein älterer The Pod hörer, habe mich aber heute zum 1. mal im Forum wiedergefunden.

Ich habe mir gestern die neue Folge von Walkthrough angehört und dabei ging es ja um die Abo Modelle. Während diesem Punkt hat Wolfgang erwähnt das die Spielebranche mittlerweile über 100 Milliarden Dollar Umsatz macht.
Ich habe vor kurzem mein Studium beendet und versuche zur Zeit einen Einstieg in die Games-Branche zu finden. Dabei fällt mir auf, das viele Firmen - auch die Großen, viele Praktikanten einstellen oder die Arbeit für den Grafikbereich outsourcen.

Um meine Frage auf den Punkt zu bringen. Wieso boomt die Branche Gaming in den letzten Jahren immer mehr, den Studios geht es dabei aber immer noch nicht wirklich besser? Wo gehen denn diese 100 Mrd Dollar hin.

Ich weiß nicht, ob diese Frage in einem anderen Podcast bereits besprochen wurde.
Ich weiß auch nicht, ob man diese Frage pauschal beantworten kann bzw wie sich überhaupt diese 100 Mrd zusammensetzen.

Vllt kann Wolfgang ja ma ein grobes Beispiel geben. Spiel X spielt 100 Millionen ein. Summe A geht an den Entwickler, Summe B an den Publisher, Summe C an den Distributor.

Falls jemand hier einen schlauen Link hat, der mit weiterhilft, gerne her damit. :D

Vielen Dank und Prost :)

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Hegelkant
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Hegelkant » 20. Sep 2018, 21:13

Eine Frage zum Code of Conduct:
Es gibt immer mehr Entwicklungsteams - prominentes Beispiel ist gerade der Linux-Kernel - wo ein sogenannter Code of Conduct eingeführt wird, also Verhaltensrichtlinien, wie man miteinander umgeht, miteinander kommuniziert usw. Zumeist geht es - neben Selbstverständlichkeiten wie: nicht rassistisch, nicht sexistisch etc. - auch darum, dass man höflich miteinander umgeht und keine negative Stimmung verbreitet, also so eine heile Blümchenwelt, wo man nicht sagen darf: "dein(e) Code/Design/Grafik/Story ist scheiße, weil ... [Begründung]", sondern eher "hm, das finde ich persönlich nicht so gut, weil [Begründung], vielleicht können wir das auch anders machen".
Was sind Vor- und Nachteile eines Code of Conduct, und wie verbreitet ist das in der Spieleindustrie? Hilft es wirklich, die Stimmung im Team und das Ergebnis am Ende zu verbessern, oder führt das eher zu mehr Unsicherheit und Diskussionen? Ist Kritikfähigkeit eine fúndamentale Eigenschaft, um in der Spieleentwicklung zu arbeiten?

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Timboron
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Timboron » 21. Sep 2018, 12:22

Hey Wolfgang & Jochen:

Ori and the Blind Forest wird hinsichtlich seiner Entwicklung (auch im Anbetracht seiner letztendlichen Qualität) oft als absolute Ausnahmeerscheinung dargestellt, da das Spiel nicht klassisch in einem lokalen Entwicklungsstudio entstanden ist, sondern alle Entwickler der Firma Moon Studios über die Welt verteilt (zu Hause) an ihren PCs an dem Spiel gearbeitet haben.
Meine Frage: Wie oft kommt diese Entwicklungsart in Wirklichkeit vor, und was haltet ihr davon, welche Vor- und Nachteile seht ihr?

Danke fürs Lesen, freu mich auf jede Folge ;)
Praise the sun!

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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von BlackSun84 » 13. Okt 2018, 17:00

Mich würden mal zwei Themen interessieren:

1. Wolfgangs direkte Erfahrungen in der Branche in den 90ern und 2000ern. Hier gibt es anscheinend noch interessante, teils schöne, aber auch teils abartige (in Bezug auf den Arbeitsalltag) Geschichten.

2. Vielleicht könnte es mal eine Folge über politische Bilder und Themen in Spielen geben. Als Beispiel nenne ich mal das Herausstellen von homosexuellen Beziehungen in Bioware Spielen, bei denen ein homosexueller Kumpel immer wieder die Decke hochgeht wie das HB Männchen 2.0, weil gerade Bioware das Thema anscheinend nur zum besseren Marketing benutzt.

PS: Ansonsten höre ich immer wieder gerne Wolfgang zu, seine Stimme klingt in Teilen einfach so wie die von Leonhard Cohen. Auch dann, wenn ich nicht immer seiner Meinung bin, siehe das Bundeswehr-Thema ;) .

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Hegelkant
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Hegelkant » 14. Nov 2018, 23:24

Noch eine Frage für Jochen und Wolfgang:
Wie haltet ihr es mit der Trennbarkeit (oder Untrennbarkeit) von Künstler und Werk? Ist ein Kunstwerk - oder auch ein Game - anders zu bewerten, je nachdem ob der Künstler entweder vollkommen integer oder ein ziemliches Arschloch wäre. Und was ist, wenn man das vorher nicht weiß? Ich war z.B. großer Wagner-Fan, aber seit ich weiß, dass er ein veritabler Verfechter des Antisemitismus war, kann ich seine Musik nicht mehr so genießen, weil dieses Wissen über seine Person immer mitschwingt. Das Werk hat sich nicht geändert, aber die Wahrnehmung ist doch eine ganz andere ...

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billi
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von billi » 3. Dez 2018, 14:52

Hallo Wolfgang,

ich bin in der Softwarebranche tätig und bei uns wird es immer wichtiger, dass Programme "barrierefrei" sind, also auch von Personen mit diversen körperlichen Einschränkungen bedient werden können. Dazu gibt es zahlreiche Design- und Programmierrichtlinien, die das gewährleisten sollen.
Gibt es in der Spieleindustrie ähnliche Richtlinien / Bestrebungen und wie sehen die konkret aus? Ich stelle mir das gerade in diesem Umfeld sehr schwierig vor, da Spiele ja meist sehr auf z.B. ein Eingabemedium (z.B. Gamepad) optimiert werden (vgl. Runde 190: Die Geschichte der Controller).
Bei Red Dead Redemption ist mir z.B. aufgefallen, dass man die Farbpalette für rot-grün-Blindheit anpassen kann. Aber gibt es darüber hinausgehend noch weitere Möglichkeiten, z.B. die Verwendung alternativer Eingabegeräte oder Fassungen für Gehörlose (z.B. bei klassischen Adventures)?
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Filusi
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Filusi » 5. Dez 2018, 17:12

Hallo Wolfgang und Jochen,

Ich hätte mal eine Frage zur Grafik, insbesondere dem Clipping von übereinanderliegenden Texturen.

Ich selbst bin eine sogenannte Grafikhure und genieße diesbezüglich u.a. Blockbuster wie Red Dead Redemption 2, AC Origin (das neue AC hab ich ähnlich den Gedankengängen/Gründen von Jochen erstmal ignoriert) oder meinem Liebling The Witcher 3 sehr.

Was mir allerdings bei allen 3 negativ auffällt sind wild ineinanderclippende Kleidung, Haare, Schwerter, Schilde oder bei RDR 2 auch Bänder von Sätteln hierbei in die Pferdtextur.

Klar die Kleidung ist teils mehrschichtig, die Haare oftmals unterschiedlich lang, Schwerter, Schilde, Bögen unterschiedlichster Grössen etc. pp..

Nur schaue ich doch gerade dieser Charakteren ständig über die Schulter und da stört mich dies auch in der Imersion.

Beim Hexer und auch Bayek ging das soweit, dass ich Kleidung, Haare und Waffen insoweit anpasste, dass dieses Phänomän, so gut es eben geht, nicht auftritt.

Jetzt bei RDR 2 habe ich mir aber extra eine Bourdorote Kleidung (Mantel und Weste auf weissem Hemd, echt schick, achja auch noch einen farblich passenden kurz geschwungenen, edlen Cowboyhut dazu, der Feine ^^) für die Stadtausflüge in Valentine zugelegt und verdamt, jetzt plobt wieder das Haar durch den Mantelkragen!
Mensch das macht mich wuschig!

Und das bei einem Spiel, welches durch all die vielen Realismusmechaniken, durch die sehr lebendig wirkende Welt und vor allem durch die lebensnahen Missionen (abseits von den immergleichen Ballerorgien anderer Spiele) zu einem echten Roleplay einlädt. Es gibt nur ganz wenige Spiele, wo ich mir für sowas auch extra die entsprechende Zeit nehme.

Aber hier bspw. bekomme ich einen Brief von einer anscheinend bekannten und in der Vergangenheit lieb gewonnenen Person ...

Was mache ich? Die veranzten Cowboyaltagsklamoten gegen den feinen Zwirn getauscht, dann noch rasiert, Fury wird auch noch gestriegelt, schimmert jetzt schwarz im Sonnenuntergang und ab nach Valentine ins Hotel um noch ein Bad zu nehmen.
Allet fertig, bereit! ... und dann, ach neeeeein, ...
Haare wie sie in der Bewegung durch den Kragen clippen. :(

Woran liegt das?
Ist das zu aufwändig, wurde das bei der QS übersehen bzw. ist das bei allen möglichen Konstelationen manuell zu bereinigen.
Ich mein ansonsten ist die Grafik ja auch sowas von rund geschliffen!
Aber bei einer Sache, die einem ja bis zu 100% der Zeit ständig ins Gesicht springt, wird, böse gesagt, geschlampt ...

Gibt's da keine Mechaniken (Physikberechnungen) oder automatische, echtzeitberechnete Abschneidevorgänge der "überschüssigen" Texturen, welche durch die drüberliegende Objekte ragen?

Ich bin da, wie auch sonst bei der Entwicklung von Spielen, absoluter Laie und habe keinen Plan, nur denke schon, dass es nicht allzu einfach ist, sonst hätten es die Großen unter den Entwicklern schon längst gelöst, oder?

Deshalb, woran liegt es (fehlende Werkzeuge, Hardwarerestriktionen, zu großer Aufwand ...) und kann man damit rechnen, dass es in naher Zukunft der Vergangenheit angehört?
Wenn man die Gründe kennt, kann man es sicherlich besser verstehen und so dann eventuell besser gedanklich ausblenden, womit auch der eigene Störfaktor sinkt.

Schon jetzt Danke!
Auch wenn es vieleicht nicht in einen Podcast kommt bzw beantwortet wird, aber zumindest konnte ich es mir endlich mal an einer vernünftigen Stelle (schön dass ihr hier den Platz/Raum bietet) von der Sehle reden.
Ist ja vieleicht auch nur ein Problem, welches nur mich so massiv stört. ^^

AmigaPSX
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von AmigaPSX » 7. Dez 2018, 11:55

Wissen Spielejornalisten überhaupt wieviel Arbeit in ein Spiel steckt ? Wissen die dann auch, das zu schätzen bzw was für eine Verantwortung die dann auch haben? Ein Spiel zu testen ist doch einfach, lapidar gesagt. Was empfindet dann ein Game Designer, wenn er dann einen Test liest und mitbekommt das das Spiel falsch verstanden wurde. Sind Spielejornalisten nicht dann eine Art Pest für Game Designer ? Ist den aus deiner Sicht der Einfluß der Spielejornalisten heute größer als früher, hat sich da etwas verändert? Deine Meinung dazu würde mich schon sehr interessieren .
Als Anmerkung habe ich dazu ein sehr interessantes Entwickler Interview, wo ein kleines deutsches Indie Entwickler von seinen Spiel erzählt. Das dann später ca 4-5 Stunden Spielzeit beinhaltet und fast 5 Jahre Entwicklungszeit beansprucht hat, sehr viel harte Arbeit, so hört man.

Entwickler Interview - Soul Pix - Eden Tomorrow
https://www.youtube.com/watch?v=29-2c1dJeDk

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NussMich
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von NussMich » 11. Dez 2018, 09:13

Ich hab gerade den Fallout76 Cast gehört. Es war eine sehr schöne Folge. Nach meinen eher "mähen" Erfahrungen in Fallout 4, weiss ich, dass ich aktuell die Finger davon lassen sollte.

Was mich aber sehr stark interessieren würde:
Da ich selber Entwickler von Software bin und ein wenig in die Tücken dieser Prozesse durchblicke, würde mich sehr stark interessieren ob Wolfgang die doch eher negativ belastete Kritik am Entwickler resp der Führung von Bethesda teilen würde. Ich hab 1-2 mal so Sachen wie: "Sie Pfeifen auf X oder keine Mühe da..." gehört. Weil, ich glaube grundsätzlich an das Gute im Menschen und dass sie grundsätzlich etwas gutes abliefern wollten. Und so wie sich das zwischen den Zeilen hört, könnte man ihnen unterstellen, dass sie nie die Intension hatten ein geiles Produkt abzuliefern. Und genau dieser Aspekt empfinde ich als sehr spanend.

Also bitte ein: "WalkthroughValt76" (solltet ihr gerade keine Themenideen haben :oops: )
Ja ich hab kein Talent für perfekte Grammatik. Meine Satzstellung ist auch nicht immer optimal.
Ich bin mir aber sicher, dass du meine Aussagen inhaltlich immer verstehen wirst, wenn du das willst.

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Soulaire
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Soulaire » 13. Jan 2019, 20:42

Wolfgang, du sagst ja immer dass Story und Gameplay zusammengehören. Sollte dann nicht auch beides besser von der selben Person kommen und nicht getrennt/ausgelagert werden? :)
Die besten Filme sind ja auch die, wo derselbe der das Drehbuch geschrieben hat auch die Regie führt.

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Puschkin
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Puschkin » 24. Jan 2019, 12:54

Wieviel Recherche steckst du in die Kolumne "Wortreich um ein konsistente Argumentation zu fertigen?

Warum ich frage: Ich habe aufgehört Kolumnen in Zeitungen und Magazinen zu lesen. Gut dass es deine zum hören gibt.
In den Zeitungen ist die Polemik in den Kolumnen , in meiner Wahrnehmung bei ganz vielen Autoren(und ich meine erstmal nur Männer, die haben es geschafft präsenter zu sein) , fast immer am bösartigen wirkenden Unwillen der Autoren aufgehangen sich über ihre unzureichende Alltagsempirie hinaus damit zubefassen.
Oder weniger umschweifig formuliert: Man kann doch wenigstens mal in den Wikipedia-Artikel gucken!

Nix gegen Polemik, aber die trifft doch immer besser wenn sie informiert ist.

Um noch Ross und Reiter zu nennen:
Ich möchte dich Wolfgang Walk eigentlich nicht mit diesen Autoren vergleichen, aber Gunnar Scupelius(B.Z.), Harald Martenstein(Zeit, Tagesspiegel), Jan Fleischauer Spiegel und Franz Josef Wagner(Bild-"Zeitung) ua haben mir eine Abscheu gegen die Textform Kolumne gelehrt.

Wenn ich deren jeweiliger Chefredakteur oder Chef vom Dienst wäre, würde ich denen ihre Texte rechts und links um die Ohren hauen.
Do not play devil’s advocate unless you have passed the bar
and are currently representing Satan in a court of law.

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sleepnt
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von sleepnt » 8. Feb 2019, 12:33

Mich würde interessieren, ob es Kooperation unter verschiedener Entwicklern besteht. Oder funktioniert jeder für sich in seinem kleinen Biotop. Also würde z.B. Deck13 sich für verschiedene Kompetenzen mit anderen Studios hinsetzen und sich austauschen - oder sieht man sich eher als Konkurenz. Bei DevPlay sitzen ja immer eine paar zusammen. Die Idee dazu muss ja irgendwo her kommen.

Apropos Deck13: Kommt eine Doku/Reportage zur Entwicklung von the Surge 2 sobald es rausgekommen ist? Wird das Projekt noch verfolgt? Finde es sehr spannend!

EvilTechno
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von EvilTechno » 16. Feb 2019, 14:49

Keine Frage, nur eine Reaktion auf den neuesten Walk: Danke! Ich war mir nicht sicher ob sich AeB nicht langsam totläuft. Dank Herrn Walk habe ich nun etwas zum nachdenken und AeB wohl ein weiteres Jahr einen Abonnenten.

Asphyx
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Registriert: 25. Jan 2018, 09:46

Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Asphyx » 18. Feb 2019, 23:46

Aus gegebenem Anlass: wie steht Wolfgang zu den Ausführungen bzw. Argumenten von Teut Weidemann in Runde 202 (falls er sich dazu äußern will)?

Voigt
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Voigt » 19. Feb 2019, 21:10

Jochen wollte ja mal eine Folge machen wie Spieleentwickler mit geschichtlich heiklen Themen umgehen, da hatte ich damals ja Hearts of Iron IV vorgeschlagen. Project Lead ist zwar Schwede, aber der Chefdesigner ist Deutscher und man könnte sich daher gut mit dem Unterhalten/ihn interviewen. Ich hatte ihn auch mal grundsätzlich angefragt ob er Lust auf so eine Art Interview hätte, da meinte er von ihm aus geht das klar, man müsste bloß bei Paradox selbst mal offiziell anfragen.

In ihrem Spiele kann man auf militärischer Seite ja den zweiten Weltkrieg relativ Realitätsnah nachspielen, auch auf Deutscher Seite mit Hitler als Führer, anderseits werden in allen Spielversionen Hakenkreuze rausgenommen, und im Forum ist jegliche Diskussion über Genozid, Holocaust aber auch Internierungslager und PoW untersagt. Anderseits kann man durchaus über Aspekte des 2. WK scherzen, wobei es im Vergleich zu anderen Subforen keinen großen dedizierten Memethread gibt.
Auch wird eine gewisse Art von Personen schon von dem Spiel angezogen, das merke ich durchaus im Multiplayer. Zum Glück eine deutlich Minderzahl (2 von 16 Spielern oder so), aber halt deutlich mehr als in anderen Spielen.


Dachte mir man könnte ja in Walktrough Episode mit dem Thema machen, mit Wolfgang als weitern Spieleentwickler, und an sich Verfechter des Einsatzes des Hakenkreuzes in Spielen, falls passend. Daher wollte ich das Thema nach einem Jahr mal wieder anstoßen.
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Xyxyx
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Re: Walkthrough: Eure Fragen an Wolfgang Walk gesucht

Beitrag von Xyxyx » 18. Mär 2019, 14:37

Wie sähe in einer idealen Welt die Beziehung zwischen Game(play)-Designer und Autor aus? Ihr habt (grob und vereinfacht) mal gesagt, dass in der japanischen Spieleentwicklung erst das Gameplay entwickelt wird, dann kümmert man sich um Story und Welt, während im Westen eher Story und Charaktere entwickelt werden, dann das Gameplay. Was wäre nun der ideale Einfluss des Autors auf das Gameplay? Oder ist das Ideal nur bei einem Ein-Personen-Spiel wie „Undertale“ denkbar?

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