Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

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ArcticSilence
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Re: RE: Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von ArcticSilence » 8. Feb 2017, 16:36

Ragnaer hat geschrieben:
Blaight hat geschrieben:Ich finde dass Achievements sehr stören: Immersionsbruch!
This.
Hab letztens in Alien: Isolation innerhalb von 10 Sekunden 3 Archievements bekommen. Besser kann man die Immersion nicht kaputt machen.

Gut also wenn man sie trotzdem gerne sammlt, sich jedoch am Aufploppen stört kann man dies ja auch ausschalten. So hat man keinen Immersionsbruch und kann in aller Ruhe das erste Mal Durchspielen genießen :P

Canardo
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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von Canardo » 8. Feb 2017, 17:44

Das schwankt bei mir sehr stark: Ich hab in ein paar wenigen Spielen Achievements regelrecht gejagt während sie mir in anderen Spielen dann wieder sowas von egal sind.
In Payday 2 fand ich das Achievementsystem recht gelungen da dort die einige Achievements echte Herausforderungen waren, das haben die Entwickler dann aber durch die absurde Summe von erreichbaren Zielen wieder etwas zu nervig gemacht (mit 300 erreichten Achievements steh ich grad bei 50% ).

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Guthwulf
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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von Guthwulf » 8. Feb 2017, 17:52

Einerseits würd ich gerne sagen "nicht besonders wichtig". Andererseits ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich Spiele ohne Achievements schon gar nicht mehr kaufen will (da "fehlt" schließlich was, das bringt ja meinem "Profil" gar nix ;)) und bei Spielen, die ich sehr mag, dann versuche ich doch mal die Achievements zu holen und bin am Ende stolz auf ein 100% oder eine Platintrophäre. Blöd wirds dann, wenn die Achievements auf diverse Einzelplattformen verteilt sind. Meine Hauptplattformen sind Steam und vielleicht noch PSN. Dort "pflege" ich dann auch mein Profil und Teil dessen bzw. Teil meiner Gaminghistorie sind dabei eben auch die Achievements. So kann man dann z.B. Jahre später über seine Achievements nochmal in Erinnerungen schwelgen. Insofern funktionieren Achievements offenbar auch bei mir... Ich würde aber nie soweit gehen mir ein Spiel nur wegen der Achievements zu kaufen.
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Schtarek
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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von Schtarek » 8. Feb 2017, 18:00

Das hängt stark vom SPiel ab. Grundsätzlich sind mir die Trophäen etc. egal. Es gibt allerdings wenige Ausnahmen (sehr wenige), wo ich mich verpflichtet fühle, 95-100% zu erreichen.

Beispiele:
(Rayman Legends, Yakuza Zero, Binding of Isaac, Secret of Grindea, SOuth Park STick of Truth )

und demnächst: Yokaa LAylee und South Park Fractured but wholed

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Ricer
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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von Ricer » 10. Feb 2017, 08:19

Unter dem Gesichtspunkt Gamification finde ich diese Belohnungsssysteme ganz interessant. Zur Auswertung der Daten habe ich im Telemetrie-Thread ein paar Sätze geschrieben: http://forum.gamespodcast.de/viewtopic. ... 825#p22825" onclick="window.open(this.href);return false;
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tidus89
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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von tidus89 » 10. Feb 2017, 09:28

Guthwulf hat geschrieben:Einerseits würd ich gerne sagen "nicht besonders wichtig". Andererseits ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich Spiele ohne Achievements schon gar nicht mehr kaufen will (da "fehlt" schließlich was, das bringt ja meinem "Profil" gar nix ;)) und bei Spielen, die ich sehr mag, dann versuche ich doch mal die Achievements zu holen und bin am Ende stolz auf ein 100% oder eine Platintrophäre.

Kannst du das näher ausführen? Ich muss zugeben, dass ich die Faszination bzw. den Stolz, der von einem Steam Profil ausgeht, nicht verstehe. Was macht die Außenwirkung des Profils für viele Spieler wichtig?

Ist mir persönlich mein Profil vielleicht deshalb so total egal, weil ich nur sehr wenige Leute in meiner Steam Freundesliste habe (alles auch rl Freunde)? Geht es also um die Außenwirkung für die Steam Freunde, oder um die generelle Außenwirkung für Unbekannte?

Ich habe Steam so eingestellt, dass es mich nicht automatisch im Chat anmeldet. Wenn ich spiele, möchte ich das gerne privat tun. Nur wenn ich wirklich mal was online spielen will, gehe ich in den Chat. (Ergänzung: Ich bin hauptsächlich Singleplayer.) Auch dieses Verhalten ist ja vermutlich nicht so ganz üblich. Und auch hier habe ich ehrlich gesagt Schwierigkeiten, die gegensätzliche Position zu verstehen.

Wäre wirklich interessiert, wenn mir das jemand verständlich machen könnte.

EDIT: Und diese Überwachung des Spielers mittels Telemetriedaten (und weiß der Geier, was da sonst noch alles gesammelt wird) hab ich ja schon immer kritisch gesehen. Man liest nur sehr selten was darüber. Selbst wenn Kritik an den Always-On Mechanismen von (Singleplayer-)Spielen geäußert wird, spricht man den Punkt nur selten an. Dabei vermute ich, dass das Sammeln von Telemetriedaten entwicklerintern ein wichtiges Argument für Always-On ist: Man weiß viel besser, was der Spieler im Spiel macht. Man kann besser polishen, die Zielgruppe besser identifizieren und die Effizienz optimieren – also Dinge streichen, die nur 5% der Spieler interessiert. Was dann leider dazu führt, dass Spiele atmosphärelos werden, glattgebügelt und arm an Details wirken. Die Privatsphäre der Spieler an sich ist sicher auch ein Punkt, an dem man Kritik äußern kann.

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Guthwulf
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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von Guthwulf » 10. Feb 2017, 10:34

tidus89 hat geschrieben:
Guthwulf hat geschrieben:Einerseits würd ich gerne sagen "nicht besonders wichtig". Andererseits ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich Spiele ohne Achievements schon gar nicht mehr kaufen will (da "fehlt" schließlich was, das bringt ja meinem "Profil" gar nix ;)) und bei Spielen, die ich sehr mag, dann versuche ich doch mal die Achievements zu holen und bin am Ende stolz auf ein 100% oder eine Platintrophäre.
Kannst du das näher ausführen? Ich muss zugeben, dass ich die Faszination bzw. den Stolz, der von einem Steam Profil ausgeht, nicht verstehe. Was macht die Außenwirkung des Profils für viele Spieler wichtig? Ist mir persönlich mein Profil vielleicht deshalb so total egal, weil ich nur sehr wenige Leute in meiner Steam Freundesliste habe (alles auch rl Freunde)? Geht es also um die Außenwirkung für die Steam Freunde, oder um die generelle Außenwirkung für Unbekannte? (...) Wäre wirklich interessiert, wenn mir das jemand verständlich machen könnte.
Guck dir vielleicht bei Gelegenheit mal mein Steam Profil an? Bin auch hauptsächlich Singleplayer und definitiv kein Achievement Jäger. Aber mir würde halt etwas "fehlen", wenn es keine Achievements gäbe oder wenn das Spiel nicht in mein Profil integriert werden kann. Wie bei allen sozialen Plattformen ist die "Außenwirkung" bzw. die Interaktion mit anderen Spielern sicher ein wichtiger Aspekt daran. So ein ordentlich gepflegtes Steamprofil ist aber eben vor allem auch ein Blick in die eigene Spielehistorie und Gelegenheit in Erinnerungen zu schwelgen. Ich kann meine Lieblingsspiele hervorheben, meine alten Reviews lesen, meine gesamte Spielebibliothek durchblättern, Statistiken zu meinem Spielverhalten ansehen (z.B. in welchem Spiel steckt wie viel Spielzeit?), die eigenen Screenshots wie ein "Fotoalbum" aus vergangenen Tagen durchblättern und mich über Achievements an besondere Herausforderungen bzw. deren Bewältigung erinnern. Am Ende ist das Profil dann eben ein Teil der eigenen Spieleridentität, Ersatz der physischen Spielesammlung und gleichzeitig Schnittstelle zur Gaming Community. Alles schön komfortabel an einem Platz. Und natürlich ist man dann gelegentlich auch mal beeindruckt, wenn man auf einem Profil eines Freundes dann ein besonders schweres Achievement findet. Aber wie gesagt: Zumindest für mich ist es weniger "Schwanzvergleich" sondern eher "Dokumentation der eigenen Spieleidentität" und dazu gehören für mich inzwischen eben auch Achievements.
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tidus89
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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von tidus89 » 10. Feb 2017, 17:42

Danke Guthwulf, jetzt kann ich das schon viel besser nachvollziehen. Das Steam Profil als Möglichkeit, die eigenen Spielgeschichte festzuhalten und sich an besondere Momente mit Hilfe von Screenshots und Achievments zu erinnern - aus der Perspektive hab ich das tatsächlich noch nie gesehen und hab auch die Möglichkeit gar nicht erkannt.

Das heißt nicht, dass ich mir diese Mühe jetzt auch mache, aber ich verstehe, wie das als Ersatz für die physische Spielesammlung funktionieren kann.

Santiago Garcia
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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von Santiago Garcia » 10. Feb 2017, 18:29

Sind ne nette Dreingabe. Wobei's da auch gute und schlechte Umsetzungen gibt. Bei EU IV such ich mir eigentlich vor jeder Partie ein oder mehrere Achievements raus, die ich erreichen Spiel, weil sie der Partei eine Richtung geben. Bei Telltale Adventures kriegt man einfach alle Achievements fürs Durchspielen, da kann man sich das auch sparen.

Dass mich ein Achievement aus dem Spiel rausgerissen hätte, hab ich tatsächlich noch nie so empfunden, so aufdringlich finde ich die kleinen Fenster in der Bildschirmecke dann nicht.

Meldryt
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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von Meldryt » 11. Feb 2017, 03:12

Das mit dem Immersionsbruch empfinde ich teilweise auch so. Kommt aber immer auf die Art des Spiels drauf an. Bei Spielen wie z.b. Resident Evil 7 oder Alien Isolation wo man den Atem anhält und die Athmosphäre förmlich einsaugt wirkt sowas extrem störend.
Besonders schlimm finde ich das Aufpoppen bei der XBONE. Nervendes Geräusch und dazu ein Balken der einen viel zu großen Bereich des Bildschirms einnimmt.

Ab und zu schau ich auch mal bei den Steam Achievements rein. Interessant sind die prozentualen Spieleranteile, die die jeweiligen Achievements erhalten haben. Das sind oft erschreckend wenige, die überhaupt das erste Kapitel abgeschlossen haben.

Dass man Achievements im Vorbeigehen mitnimmt kann ich ja noch verstehen, aber in manchen Fällen nimmt das schon sehr zwanghafte Züge an.
Da wird dann erstmal vor jedem Levelabschnitt nach dem Walkthrough gesucht, damit man ja kein Glitzerstein übersieht.
Das ist dann für mich kein Spielen mehr sondern Arbeit.
Es gibt sogar Leute, die finden Spiele mit verschiedenen Handlungssträngen und Enden doof, weil sie ja beim ersten Durchspielen nicht an alle Achievements rankommen.

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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von W8JcyyU » 11. Feb 2017, 06:09

Der vermeintliche Immersionsbruch wird mittlerweile ähnlich fetischisiert wie die Spoilerkultur. In meinen Augen trägt der Spieler selbst einen Teil der Schuld. Mit einem Buch im Gepäck kann ich mich selbst im lautesten Bahnwaggon binnen weniger Momente ausklinken. Bei Spielen soll ich das nun nicht mehr können, wegen einer kurzen Anzeige im peripheren Sichtfeld?

Kritik an der Immersion verdient in den meisten Fällen Spott und Hohn, darf aber bitte nicht ernst genommen werden.

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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von Nachtfischer » 11. Feb 2017, 06:16

W8JcyyU hat geschrieben:Mit einem Buch im Gepäck kann ich mich selbst im lautesten Bahnwaggon binnen weniger Momente ausklinken. Bei Spielen soll ich das nun nicht mehr können, wegen einer kurzen Anzeige im peripheren Sichtfeld?
Der Vergleich hinkt ziemlich, denn das Achievement ist eine Anzeige im Spiel. Die Umgebung kann man immer ausblenden, klar. Aber stell dir vor, im Buch klebt alle 20 Seiten ein Zettel: "Du hast bis hierher gelesen. Yeah!"

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Heretic
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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von Heretic » 11. Feb 2017, 10:48

Achievements sind mir ziemlich wurscht. Manchmal sind sie witzig, manchmal stören sie, meistens sind sie einfach nur überflüssig. Auf jeden Fall sollte nicht vorher verraten werden, was man für ein Achievement tun muss, sonst artet die Sammelei, wie schon weiter oben erwähnt, in Arbeit aus. Interessant finde ich, wenn man etwas über die eigene Spielweise erfährt. Beispielsweise habe ich "Alien: Isolation" durchgespielt, ohne einen Menschen zu töten. Wäre mir ohne Achievement gar nicht aufgefallen. :D

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W8JcyyU
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Re: Wie wichtig sind euch Achievement- Systeme?

Beitrag von W8JcyyU » 11. Feb 2017, 20:09

Nachtfischer hat geschrieben:
W8JcyyU hat geschrieben:Mit einem Buch im Gepäck kann ich mich selbst im lautesten Bahnwaggon binnen weniger Momente ausklinken. Bei Spielen soll ich das nun nicht mehr können, wegen einer kurzen Anzeige im peripheren Sichtfeld?
Der Vergleich hinkt ziemlich, denn das Achievement ist eine Anzeige im Spiel. Die Umgebung kann man immer ausblenden, klar. Aber stell dir vor, im Buch klebt alle 20 Seiten ein Zettel: "Du hast bis hierher gelesen. Yeah!"
Im Spiel kann man den selben Tunnelblick bekommen: Hab' in Bioshock wegen dem pausenlosen Einsatz des Schraubenschlüssels kaum etwas von den Audiologs behalten. In ruhigen Momenten blende ich in den 3D Fallouts bzw. Skyrims das HUD mental aus. Wenn sich die Kritik am Immersionsbruch auf schlimme Fälle beschränken würde - kein Problem. Aber in jedem Spiel wird jede Lappalie zur Zumutung hochstilisiert. Siehe dazu auch die immersiven Skyrim Mods.

Immersiv hat damit wie casual / (hard)core keinerlei Informationsgehalt mehr.

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