Wunschwertschätzung André - Stellaris

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Klagsam
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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Klagsam » 16. Feb 2017, 11:53

Juhu! Endlich ist sie da! Danke dafür. Und durch die Wertschätzung wurde ich auch total darin bestätigt, dass ich absolut ambivalent bin, ob ich mir Stellaris kaufen soll oder nicht.
Keinen Bock mich stundenlang da rein zu fuchsen, aber ich hätte echt Lust das zu spielen, wenn ich mich nur reingefuchst hätte. Super wäre also, mich da reinzufuchsen, in der Zeit zurück zu reisen, mich somit jetzt reingefuchst zu haben und es jetzt spielen zu können, ohne mich reinfuchsen zu müsen....
Nein, anders: Super wäre, mich da reingefuchst zu haben, in der Zeit bereits zurückgereist zu sein, eine partielle Amnesiepille zu schlucken, die mich das Reingefuchste erinnern lässt, aber nicht das Reinfuchsen, damit ich es jetzt spielen könnte

Darth_Mueller

Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Darth_Mueller » 16. Feb 2017, 12:00

Klagsam hat geschrieben:Juhu! Endlich ist sie da! Danke dafür. Und durch die Wertschätzung wurde ich auch total darin bestätigt, dass ich absolut ambivalent bin, ob ich mir Stellaris kaufen soll oder nicht.
Keinen Bock mich stundenlang da rein zu fuchsen, aber ich hätte echt Lust das zu spielen, wenn ich mich nur reingefuchst hätte. Super wäre also, mich da reinzufuchsen, in der Zeit zurück zu reisen, mich somit jetzt reingefuchst zu haben und es jetzt spielen zu können, ohne mich reinfuchsen zu müsen....
Nein, anders: Super wäre, mich da reingefuchst zu haben, in der Zeit bereits zurückgereist zu sein, eine partielle Amnesiepille zu schlucken, die mich das Reingefuchste erinnern lässt, aber nicht das Reinfuchsen, damit ich es jetzt spielen könnte

Es gibt auf Youtube ganz gute Video Tutorials auch in deutsch, die kürzen die Reinfuchs-Phase ab

Raptor 2101
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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Raptor 2101 » 16. Feb 2017, 12:40

Jochen hat geschrieben:
Raptor 2101 hat geschrieben:@KeiserinSkadi: das würde ich noch ergänzen. Als Spielejournalist sollte man keine Paradox spiele testen. Denn sie werden ja erst nach Jahren brauchbar (dank super Support)
Moment. Paradox veröffentlicht unbrauchbare Spiele und patcht sie erst Jahre später in einen brauchbaren Zustand? Und das ist super? Komische Welt ;)
Naja immer noch besser als "unbrauchbares veröffentlichen und nicht patchen". Ich hab überhaupt kein Problem damit, spiele zu kaufen, die quasi noch Prototypen-Mechanik enthalten. Ich arbeite selber als SoftwareEntwickler, von daher bin ich mit dem Model vertraut und als Linux user so konditioniert, dass ich mich über jeden Patch freue :) Stellaris ist ja, anders als andere Paradox spiele, wenigstens Spielbar bei release ;) (also ohne Abstürze und ähnliches)

BTW: Stellaris war ein Day 0 Linux Release alleine das wäre mir schon den doppelten Vollpreis wert :D

Voigt
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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Voigt » 16. Feb 2017, 14:52

KeiserinSkadi hat geschrieben:Im übrigen kommen Paradox Spiele nur in Deutschland auf CD raus.
Kleine Verbesserung:

Es kommt nicht nur in Deutschland auf CD/DVD raus, auch in ein paar anderen Europäischen Ländern.
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Erlkönig
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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Erlkönig » 16. Feb 2017, 15:01

Raptor 2101 hat geschrieben:@KeiserinSkadi: das würde ich noch ergänzen. Als Spielejournalist sollte man keine Paradox spiele testen. Denn sie werden ja erst nach Jahren brauchbar (dank super Support).

Gerade an der Wertschätzung von Stellaris merkt man, dass das Format nicht auf jedes Spiel anwendbar ist (bzw stark Spielerabhängig ist). ICh könnte mir durchaus vorstellen das Jochen nach 100 Stunden zu einem völlig anderen Ergebnis kommt als André nach 100 stunden.

Hier eine kleine Ergänzung zu André Wertschätzung. (zur Einordnung ich hab mehr als 200 stunden in Stellaris versenkt, spiele es seit Release und hab mehrere Partien beendet)

Im Groben und Ganzen kann ich André Einschätzung zustimmen. Das Spiel macht Spaß erfordert aber einarbeitungszeit. Was ich mich verwundert hat, ist das André den Durchhänger im MidGame nicht erwähnt hat (kann bei 40 Std aber am Zufall liegen). Aufgrund der zufälligen Aufstellungen kann es passieren, dass man im MidGame nichts machen kann, außer warten. Man ist eingeklemmt zwischen mehreren Fraktionen, Krieg ist nicht möglich (Grund folgt später) und die Forschungschiffe gammeln um Planeten rum, weil die KI ihre grenzen geschlossen hat. Man ist halt verdammt bis zur EndGame Krise zu warten. Sobald die bewältigt ist, wird es aber auch wieder sehr dröge. Meist läuft es aufs militärische "Wir überrennen alles" raus.

Gerade mit der von André "gelobten" KI, werde ich nicht wirklich warm. Sieht man mal von totalen Aussetzern ab (mit jedem Patch gibt es meist einen ...) macht sie einen ordentlichen Job, bekommt aber die Diplomatie nicht wirklich auf die Reihe. Wenn die KI sich mal entschlossen hat, den Spiele scheiße zu finden, findet sie ihn Scheiße. Es gibt zwar Mechanismen die eigentlich ("Feind meines Feindes...") dafür sorgen sollten, dass die KI irgendwann mal einschwenkt aber die greifen noch nicht wirklich. Folgendes Szenario ist mir mehrfach passiert: Ein Nachbar ist mir Feindlich gesonnen (aufgrund von Polik und Sozialer Ausrichtung, bis jetzt keine feindliche Auseinandersetzung). Dieser Nachbar wir gerade von einer anderen Fraktion im Krieg überrannt. Ich parke meine 100k Flotten (bin am technischen Cap) an der Grenze und bitte darum eingreifen zu dürfen (militärischer Zugang). Die KI lehnt ab und beleidigt (ist also auf feindselig) und das obwohl ich ihr "Souveränität garantiert" habe (x -Jahre darf ich sie nicht annektieren). Ich hab dann 100 Jahre gewartet, und dann einfach das mittlerweile unterworfene Volk in meine Allianz "befreit" ...

Überhaupt machen gegen Ende Kriege keinen Spaß (was vielleicht schon ein Wert des Spiels an sich ist). Nicht nur, dass Fraktionen die Ständig Kriege führen prinzipiell einen Nachteil haben (Forschung, Wirtschaft leidet, man gerät ins hinter treffen ...), im LateGame (nach der Katastrophe...) wird das ganze auch noch unspielbar. Wenn man in einer Föderation ist, muss man seine Partner überzeugen, für einen Krieg zu stimmen. Dieses Überzeugen kostet meist mehr Kriegspunkte, als spielerisch möglich (100). Ergo muss man so lange rumprovuzieren, bis die KI angreift oder hoffen das eine Allianz KI einen Krieg vom Zaun bricht.

Bekommt man einen Krieg zu Stande, geht die Qual aber weiter. Wenn ein absolut überlegener Gegner gegen eine Schwächeren antritt, skalieren die Kriegskosten für diverse Forderungen nicht. Beispiel: man greift eine Föderation an, die aufgrund von "Ereignissen" keine flotten mehr hat. Man selbst bringt aber 1000K ins Spiel. Man kann diese Föderation also eigentlich mit einen Schlag ausradieren... Nein geht nicht, mehr als eine Fraktion pro Krieg kann man nicht annektieren (aufgrund Kriegskosten). Da die KI Mitstreiter aber auch noch "Kriegspunkte wollen" muss man sich sogar auf das "erobern" von Planeten beschränken. Anstatt über 30 Spieljahre einen Krieg zu führen und zu gewinnen muss man jetzt über 1000 Jahre mehrere Kriege führen um zu gewinnen, da pro Krieg nur eine Handvoll Planeten zu erobern sind. Der Gegner bekommt zu keinem Zeitpunkt ein Fuß auf den Boden, da die paar Jahre "Zwangsfrieden" zwischen den Kriegen nie reicht, eine halbwegs brauchbare Armee aufzubauen.

Auch das von André gelobte "klicke dir deine Schiffe" zusammen bricht im LateGame zusammen. Jeh nach Patchlevel gibt es eine WaffenKombo die "overpowered" ist und da die KI am Ende immer ein und die selbe Kombo fährt, ist man auch über diesen Zweig festgenagelt. (nach der EndGame Krise). Wenn am ende zwei 100K Flotten aufeinander Treffen, endet das meistens im Pyrus Sieg, was dann aber auch wieder egal ist, da man genügen ProduktionsKapazitäten hat.

Ich habe daher viele Partien meist nach das EndGame-Krise abgebrochen.

Fazit: Stellaris ist ein schönes Spiel, das mir sehr viel Spaß macht. Aber es hat aktuell noch Probleme mit den Spielmechaniken. Ganze Zweige fehlen (Spionage) oder sind nicht ausbalanciert (große reiche sollten eigentlich mit Revolten kämpfen etc... das ist mir noch nie bedrohlich geworden). Gerade "Fans" wird im Late Game imho das Fleisch fehlen.
.

In weiten Teilen kann ich Deiner Einschätzung durchaus zustimmen. Ich habe mittlerweile auch über 270 Stunden in Stellaris auf dem Buckel (war gerade auch erstmal erstaunt wieviel Zeit ich da rein versenkt habe :shock: ).

Allerdings werden von André die Hänger im Midgame durchaus angesprochen, wenn auch nicht explizit als solche benannt. Er spricht ja davon, dass es Zeiten gibt "wo man Däumchen dreht und nix machen, weil man gerade einen großen Krieg geführt hat, oder die Spielsituation keine aktivere Handlungsweise ermöglicht" (Zitat mal frei zusammengewürfelt aus seinen Aussagen an unterschiedlichen Stellen im Podcast).

Des Weiteren skalieren die Kosten für Kriegsforderungen durchaus mit. So kostet beispielsweise am Anfang des Spiels, wenn man noch ein vergleichsweise kleines Reich unterhält, die Annexion von Planeten der direkten Nachbarreiche 20 Punkte oder mehr. Hat man es dagegen zu einer respektablen Größe geschafft, kann die Annexion von feindlichen Planeten "nur noch um die 5 Kriegspunkte" kosten, das heißt man ist in der Lage deutlich größere Gebiete der Galaxie zu erobern.

Bei allen anderen Punkten kann ich Dir bedenkenlos zustimmen. Die Diplomatie ist eher eingeschränkt, der Wegfall von Botschaften nach einem Patch hat dafür gesorgt, dass es deutlich schwerer ist Bündnisse mit anderen Reichen zu schließen, wenn man vorher eine eher "aggressive Außenpolitik" verfolgt hat. Das Einkassieren von kleineren Reichen sorgt für enorme Sympathiemali bei allen bekannten Fraktionen. Dies führt zu der absurden Situation, dass man ein großes und mächtiges Reich sein kann, aber niemand mit einem in ein Bündnis möchte, sodass man wiederrum dazu gezwungen wird, weiter Krieg zu führen "um sich seine Verbündeten selbst zu schaffen" :mrgreen:
Auch in Anbedracht von Endgamebedrohungen geht die KI lieber mit wehenden Fahnen unter, als sich vom "bösen Imperium des Spielers" helfen zu lassen, weil man sich mal vor 100 Jahren am anderen Ende der Galaxie eine Zivilisation einverleibt hat.

Im Mid- und Endgame stagniert die Motivation auch durchaus. Das ist aber auch das schöne an Paradox und wurde meiner Meinung nach von André zu kurz angeschnitten: Die Entwickler sind sich der Schwächen bewusst und werkeln fleißig an neuen Updates, deren Inhalte weitestgehend kostenlos zu Verfügung gestellt werden. Wöchentlich werden im Paradox-Forum in den Dev Diaries die Neuerungen und Verbesserungen der kommenden Patches und Erweiterungen kommuniziert. Wenn ich allein schon sehe was das neue Update 1.5 Banks alles bereithält, holla die Waldfee, da kommt einiges auf den passionierten Stellaris Spieler zu. :dance:

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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] » 16. Feb 2017, 15:19

Ich hab mich während der gesamten Wertschätzung gefragt, wo denn der große Unterschied zu Master of Orion liegt? Das klang zu 95% nach genau dem gleichen Spiel (sogar Anomalien mit möglichen Schätzen gibt es in beiden Spielen).

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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von KeiserinSkadi » 16. Feb 2017, 15:37

Jochen hat geschrieben:
Raptor 2101 hat geschrieben:@KeiserinSkadi: das würde ich noch ergänzen. Als Spielejournalist sollte man keine Paradox spiele testen. Denn sie werden ja erst nach Jahren brauchbar (dank super Support)
Moment. Paradox veröffentlicht unbrauchbare Spiele und patcht sie erst Jahre später in einen brauchbaren Zustand? Und das ist super? Komische Welt ;)
Crusader Kings 2 hat gerade ein 5 Jähriges Jubiläum gefeiert und sie arbeiten immer noch an DLCs.
Während andere Entwickler einen Nachfolger machen entwickelt Paradox eben die vorhandenen Spiele weiter.
Es ist jedem überlassen ob er das jetzt besser findet 2-3 DLC pro Jahr zu kaufen oder alle 2 Jahre ein neues Spiel mit Season Pass.
Nennt mich einfach Skadi, nicht Skandi.

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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Erlkönig » 16. Feb 2017, 17:12

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:Ich hab mich während der gesamten Wertschätzung gefragt, wo denn der große Unterschied zu Master of Orion liegt? Das klang zu 95% nach genau dem gleichen Spiel (sogar Anomalien mit möglichen Schätzen gibt es in beiden Spielen).

Ich habe Masters of Orion zwar nie gespielt, aber der große Unterschied liegt meiner Meinung nach in den deutlich individuelleren antreffbaren Rassen, welche für jeden Spielstart zufallsgeneriert werden. Da weißt Du nie wer neben Dir hockt und damit ergibt sich eine große spannende Unbekannte. Bei Masters of Orion sieht es ja so aus, als gäbe es eine Hand voll vorgefertigter Rassen und man weiß ganz ganau was die einzelnen mögen und wie man ihnen diplomatisch begegnen muss.
Die diplomatischen Verpflechtungen bei Stellaris dagegen sind auch durchaus vielschichtiger und beim jedem Spielstart anders. Es bilden sich verschachtelte galaxieweite Allianzen in denen Dutzende von Reichen involviert sein können und wenn dieses Bündniskarussell dann mal irgendwann ins Rollen kommt, erinnert es schockierend an den Ausbruch des ersten Weltkrieg, nur in Space :shock:
Dann haste galaxieweites Rambazamba, irgendwer weckt dabei noch ausversehen ein bisher passives mächtiges Gefallenes Empire auf, das dann auch noch mitmischen will. Das entwickelt eine deutlich größere Dynamik, als ichs bei Masters of Orion einschätze. Korrigiert mich wenn ich falsch liege.

Des Weiteren ergeben sich mehr Endgamebedrohungen. Derzeit sind es 3 an der Zahl und jene hängen wie ein Damoklesschwert über einem, man weiß nie welche von denen irgendwann kommt. Ihre Existenz allein schon sorgt für einen gewissen Zwang zur Expansion um ihnen später begegnen zu können.

Raptor 2101
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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Raptor 2101 » 16. Feb 2017, 17:42

Erlkönig hat geschrieben:Allerdings werden von André die Hänger im Midgame durchaus angesprochen, wenn auch nicht explizit als solche benannt. Er spricht ja davon, dass es Zeiten gibt "wo man Däumchen dreht und nix machen, weil man gerade einen großen Krieg geführt hat, oder die Spielsituation keine aktivere Handlungsweise ermöglicht" (Zitat mal frei zusammengewürfelt aus seinen Aussagen an unterschiedlichen Stellen im Podcast).
In anbetracht, wie er auf der unsinnigen Userführung (zu recht) rumm gehackt hat, wirkte das eher wie ein "och naja, da musst du halt warten". Ich würde genau umgekehrt warnen. Die UI hast du irgendwann intus, merfach gefühlt eine Stunde Echtzeit warten, ist ein ganz anderes Kaliber... Früher hab ich Simulationen gespielt, da gab (und gibt es) Menschen die in Echtzeit, den Atlantik überfliegen ... warten scheint also gewissen Leuten Spaß zu machen :D
Erlkönig hat geschrieben: Des Weiteren skalieren die Kosten für Kriegsforderungen durchaus mit. So kostet beispielsweise am Anfang des Spiels, wenn man noch ein vergleichsweise kleines Reich unterhält, die Annexion von Planeten der direkten Nachbarreiche 20 Punkte oder mehr. Hat man es dagegen zu einer respektablen Größe geschafft, kann die Annexion von feindlichen Planeten "nur noch um die 5 Kriegspunkte" kosten, das heißt man ist in der Lage deutlich größere Gebiete der Galaxie zu erobern.
Ich hätte jetzt Stein und Bein geschworen, dass die Kriegskosten für die übernehme von Planeten nicht mit der Größe des reiches sondern mit der Entwicklungsstandes des Planeten skalieren. Gefühlt kostet der Planet mit Empire-HQ und Raumhafen auf Max am meisten. Kennt jemand ne quelle wo man das nachschlagen kann ?

Erlkönig hat geschrieben: Auch in Anbedracht von Endgamebedrohungen geht die KI lieber mit wehenden Fahnen unter, als sich vom "bösen Imperium des Spielers" helfen zu lassen, weil man sich mal vor 100 Jahren am anderen Ende der Galaxie eine Zivilisation einverleibt hat.
Bei mir wars mal genau anders herum. Irgendwann kamen die "Wesen aus einer anderen Dimension" und die KI viel total aus (heinlein patch). Zum einen hat die KI immer schön einzelne <10K Flotte entsendet, zum anderen gingen die DimensionsWesen nie wirklich zum Angriff über. Nachdem eine Fraktion aufgeraucht wurde (wo das Tor gespawnt war) entschlossen sich 70% KIs der "großen Föderation" beizutrehten. Was aus eben genannten Punkt nichts brachte. Ich musste das Tor alleine schließen ...

Nach der Aktion sind die DiplomatieBoost aber weggefallen und ich war in einer Föderation, die sich gehast hat. Es kam nichts mehr durch, weil es immer eine Fraktion gegeben hat, die dagegen gestimmt hat. Blöderweise hatte ich den lead gerade verloren als ich das Tor geschlossen hatte. Der FöderationsSieg triggerte also nicht ... ich hätte den kompletten Turnus warten müssen -.-
Erlkönig hat geschrieben: Im Mid- und Endgame stagniert die Motivation auch durchaus. Das ist aber auch das schöne an Paradox und wurde meiner Meinung nach von André zu kurz angeschnitten: Die Entwickler sind sich der Schwächen bewusst und werkeln fleißig an neuen Updates, deren Inhalte weitestgehend kostenlos zu Verfügung gestellt werden. Wöchentlich werden im Paradox-Forum in den Dev Diaries die Neuerungen und Verbesserungen der kommenden Patches und Erweiterungen kommuniziert. Wenn ich allein schon sehe was das neue Update 1.5 Banks alles bereithält, holla die Waldfee, da kommt einiges auf den passionierten Stellaris Spieler zu. :dance:
Auf jeden Fall, auch die Unmengen an Mods, ist einfach klasse.
Erlkönig hat geschrieben: Des Weiteren ergeben sich mehr Endgamebedrohungen. Derzeit sind es 3 an der Zahl und jene hängen wie ein Damoklesschwert über einem, man weiß nie welche von denen irgendwann kommt. Ihre Existenz allein schon sorgt für einen gewissen Zwang zur Expansion um ihnen später begegnen zu können.
Mit dem letzten DLC sind sogar noch welche dazu gekommen. Besonders "Krieg der Fallen Empires" ist echt eine Herausforderung. Wenn das Triggert und man bis dahin auf "friedliebende" Expansion gesetzt hat, wird es sehr schnell sehr unangenehm ...

lolaldanee
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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von lolaldanee » 16. Feb 2017, 19:31

War eine super Wetschätzung, schön detailiert, und sehr ausgewogen :)
weder ein: "bääääh, das ist ja kompliziert", was ich ja ehrlicherweise ein bisschen befürchtet hatte, noch eine grundloses loben von allem was von Paradox kommt, womit aber sowieso bei euch nicht zu rechnen war
Und nach längerer Zeit endlich mal wieder zu einem WIRKLICH interessanten Spiel ;)

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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Andre Peschke » 16. Feb 2017, 19:37

Raptor 2101 hat geschrieben:In anbetracht, wie er auf der unsinnigen Userführung (zu recht) rumm gehackt hat, wirkte das eher wie ein "och naja, da musst du halt warten".
Ich dachte, ich hätte das damit erschlagen, aber kann gut sein, dass das nicht deutlich genug rüber kam. Ich wollte das auch nicht auf das Midgame beschränken, auch wenn es da manchmal besonders quälend ausfällt. Aber das mit dem Rumwarten passiert einem ja quer durch's Spiel (vllt. später nicht mehr, wenn man am Anfang eine gewisse Routine hat).

Das ich Einsteigerfeindlichkeit stärker hervorhebe hat sicher auch einfach damit zu tun, wie elend scheiß mühsam der Spieleinstieg für mich als Wieder-Anfänger war. Mir ist nichts so sehr im Gedächtnis geblieben, wie mein konstantes "boah, ich hab keinen Bock mehr" in den ersten Stunden mit dem Spiel. Da weiß man, warum das immer Nische bleiben wird, auch wenn es sich durchaus lohnt, diesen Berg zu erklimmen.

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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Vinter » 16. Feb 2017, 19:39

Ich bin genau der Typ, den Jochen im Cast anspricht: Ich hab mich nie in Paradoxtitel einfinden können. Wenn ich mal was auf gut Glück probiert hat, hab ich es kaum gespielt, weil es so unverständlich ist.

Aber bei Stellaris fand ich - anders als Andre - den Einstieg wirklich gelungen. Die Pop-Ups kommen situativ zum richtigen Zeitpunkt und dadurch, dass sich das Spiel im Laufe der Partie sukzessiv öffnet, ist man am Anfang auch nicht komplett erschlagen, wie bei Europa Universalis IV. Als "Arbeit" hab ich den Einstieg nicht empfunden.

Besonders reingezogen haben mich die kleinen Geschichtchen und Questketten, die meinen Forscherdrang angesprochen haben. Und auch der Kniff mit den zufälligen Foschungsbäumen fand ich in der Hinsicht clever.

Aber ich habe es trotzdem nicht ewig gespielt. Ich bin zwar immer wieder fasziniert vom Genre, aber die Spiele halten mich dann meist nie. Ist vermutlich mehr Wunschmaschine ;)

Santiago Garcia
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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Santiago Garcia » 16. Feb 2017, 19:45

KeiserinSkadi hat geschrieben:Ein Spielejournalist kann keine Paradox spiele Spielen, es sei denn er macht nichts anderes.
Gerade Stellaris ist jetzt kein undurchdringliches Komplexitätsungetüm. Da würde ich mir von einem Reviewer zwar ein Faible für Strategiespiele wünschen, aber nicht notwendigerweise 1000 Stunden in EU IV.
Raptor2101 hat geschrieben: @KeiserinSkadi: das würde ich noch ergänzen. Als Spielejournalist sollte man keine Paradox spiele testen. Denn sie werden ja erst nach Jahren brauchbar (dank super Support).
CK II und EU IV fand ich zu Release alles Andere als unbrauchbar. Stellaris und HOI IV haben leider noch ihre Macken, aber unbrauchbar sind die nicht.

Aber selbstverständlich sollen Journalisten das testen, was zu Release im Spiel drin ist - was denn auch sonst? Sobald Paradox Ihr Produkt in den (digitalen) Laden stellt und Geld dafür verlangt, müssen sie sich auch der Kritik stellen. Dass es sich gerade bei Paradox-Spielen lohnt, auch nach Release immer wieder mal reinzuschauen, steht nochmal auf einem anderen Blatt.
Erlkönig hat geschrieben: Wöchentlich werden im Paradox-Forum in den Dev Diaries die Neuerungen und Verbesserungen der kommenden Patches und Erweiterungen kommuniziert. Wenn ich allein schon sehe was das neue Update 1.5 Banks alles bereithält, holla die Waldfee, da kommt einiges auf den passionierten Stellaris Spieler zu. :dance:
Ja, spätestens bei 1.5 werde ich mir Stellaris auch wieder anschauen. Das klingt alles äußerst vielversprechend, was man in den Dev Diaries so liest.

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Erlkönig
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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Erlkönig » 16. Feb 2017, 22:23

Raptor 2101 hat geschrieben: Ich hätte jetzt Stein und Bein geschworen, dass die Kriegskosten für die übernehme von Planeten nicht mit der Größe des reiches sondern mit der Entwicklungsstandes des Planeten skalieren. Gefühlt kostet der Planet mit Empire-HQ und Raumhafen auf Max am meisten. Kennt jemand ne quelle wo man das nachschlagen kann ?
Quellen habe ich leider keine zur Hand, kann mich nur auf meine persönliche Spielerfahrung stützen. Die zeigt aber beim Konflikt mein großes Empire vs. anderes großes Empire, dass man deutlich mehr Planeten einnehmen kann. Wäre ja auch nur insofern logisch, was juckt mich mit einer Empiregröße von 50+ Planeten, wenn mir der Gegner nur bis zu 5 davon abnehmen kann? 10+ Planeten dafür umso mehr :evil:
Ich vermute mal es ist ne Mischung aus beiden. Kleine Planeten kosten nicht so viel, die Heimatwelt dafür umso mehr.

Das mit den Kriegszielen im Vorfeld festlegen ist eh so eine Sache. André spricht ja davon, dass man an seinen zu großen Ambitionen scheitern kann. Das stimmt insofern, wenn man vassalisieren möchte. Wenn man allerdings mehrere Planeten annektieren will, kann man der KI immer noch einen Diktatfrieden aufzwingen, der weniger Kriegsforderungen beinhaltet. Sprich, anfangs wollte ich 10 Planeten, im Kriegsverlauf merke ich langfristig wird das nix, kann ich mich mit genügend Kriegspunkten immer noch mit 3en zufrieden geben.

Robert
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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Robert » 16. Feb 2017, 23:06

Ich überlege zur Zeit, ob und welches 4X Game ich mir als nächstes kaufen könnte. Momentan im Blick habe ich Stellaris, Master of Orion(Neuauflage) oder Endless Space 2(Early Access). Wäre für Meinungen dankbar, die zumindest eins der Spiele gespielt haben. Habe selbst mehrere aus diesem Genre schon ausprobiert, zuletzt Polaris Sector, Star Ruler, Star Ruler 2 und Stardrive.

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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Herrmann » 17. Feb 2017, 18:16

habe MoO gespielt, Stellaris ist außer bei der Optik überall vorn. Wenn echtzeit nicht stört ist auch Sins of a Solar Rebellion gut.

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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Voigt » 17. Feb 2017, 18:17

Endless Space ist halt noch Early Access, von MoO habe ich nicht viel gues gehört. Daher würde ich auch eher Stellaris empfehlen.
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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Robert » 18. Feb 2017, 01:47

Hm ok, ihr habt mir insofern schon geholfen, dass MoO erstmal raus ist. Sins of Solar Empire: Rebellion hatte ich schon gesuchtet. Könnt ich mir eigentlich mal wieder installieren. Zu Endless Space 2, da habe ich schon den Vorgänger gespielt und fand ihn schonmal insofern so sexy, weil man nicht einzelne Planeten aufbaut, sondern gleich ein ganzes System. Sprich ich habe zwar vielleicht nur einen Planeten im System besiedelt, aber sämtliche Verbesserungen/Gebäude/wasauchimmer, die ich dort aufbaue, gelten automatisch auch für die Planeten, die ich später in diesem System kolonisiere. Das andere Ding sind die Kämpfe, die komplett auf Mircomanagment verzichten, was ich sehr angenehm finde, gerade fürs Late Game. Und mal ehrlich, wenn man sich ein paar Gameplay Videos anschaut von Endless Space 2, sieht die ganze Präsentation schon sehr sexy aus. Zudem scheinen die User Reviews sehr positiv zu sein. Eventuell hat ja einer von euch sich das Ganze schonmal angeschaut ? *hoff* Bei Stellaris habe ich noch kein Feature gesehen, dass mich wirklich "hooked".

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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Voigt » 18. Feb 2017, 15:42

Ich hatte zumindest auch Endless Space 1 gespielt. War ganz nett, aber mir zuviel Micro. Ich kontrolleriere auch in Stellaris nur 3 Planten (Von 5 bis maximal 9, oder gemoddet alle Planeten kontrolliern ist alles drin). Der Rest wird von Sektoren verwaltet, reicht mit vollkomen aus.

Flotten ist durch automatische Schlachten auch recht gechillt bei Stellaris.

Haust von allem bissel was rein in das Schiff, und baust dann einfach viele. Machst ein großen Doomstack mit dem du dann rumfliegst.
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Re: Wunschwertschätzung André - Stellaris

Beitrag von Robert » 18. Feb 2017, 16:20

Blub, dann schau ich mir mal Stellaris an. Wie sieht es mit den DLC's Leviathans Story Pack und Plantoids Species Pack aus ?

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