Runde 104 - Mass Effect Andromeda

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Hermicrab
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Hermicrab » 4. Apr 2017, 18:45

Ich weiß nicht, ob es schon erwähnt wurde, aber seid doch bitte beim nächsten mal etwas vorsichtiger bezüglich Spoiler. Ich weiß, es gab Warnungen, aber die waren zum Spiel. Was ihr nämlich selbst anscheinend nicht bemerkt habt, dass ihr einiges Interessantes aus dem Tie-In Novel Nexus Uprising gespoilt habt.

Ansonsten, weiter so! Toller Podcast! Für mich relativ neu, hab noch sehr viel nachzuholen. Das gefällt mir. Sorry, dass mein erster Post direkt mal Kritik ist :D

kavitaet
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von kavitaet » 4. Apr 2017, 18:48

Nach 84 Stunden MEA versuche ich mal meinen ersten Post hier zu schreiben.
Das dürfte auch der erste ME Teil sein denn ich nicht 4/5 mal durchspiele geschweige denn ein zweites mal. Dafür dauert ein durchlauf eindeutig zu lange und es ist zu wenig replay value aus Entscheidungen für mich ersichtlich.
Spätestens nach Havarl hat sich für mich abgezeichnet, dass das Spiel wohl mehr abarbeiten der Maps wird als ein Storygenuss. Ab dem Zeitpunkt bin ich auch dazu übergegangen das Abgrasen der Maps zu optimieren. Zuerst die Außenposten setzen, dann die ganzen Quests einsammeln und die Punkte auf der Map um die Außenposten herum abzufahren. Jedoch muss ich auch sagen das mir das Anfangsdrittel trotzdem zunächst Spaß gemacht hat. Da vorallem dort noch der Effekt des neuen (neue Charaktere, Spezies und Orte) da ist und mich die Inszenierung bis dahin auch noch unterhalten konnte. Zudem hatte ich auf Eos noch das Gefühl etwas geschafft zu haben.
Das Kampfsystem, das zum Teil so gelobt wird, war für mich weniger unterhaltsam als in ME2/3. In Andromeda waren mir die Kämpfe meist einfach zu hektisch und das entfernen der Kontrolle über die Fähigkeiten der Companions hat auch noch den Rest Taktik aus den kämpfen genommen. Sowieso haben die KI Beigleiter in höheren Schwierigkeitsgraden die Angewohnheit schnell und sinnlos zu sterben und so nichtmal mehr den Job des Kugelfangs zu erfüllen. Nach 15 Stunden habe ich den Schwierigkeitgrad dann auch herruntergesetzt weil mir die Kämpfe zu zäh waren und auch in der Menge zu viel. Hinzu kommt, dass es keine Möglichkeit gibt Quiksaves zu erstellen und es mir dann oft passiert ist dass ich saves von vor mehreren Kämpfen laden musste falls mir das Spiel mal wieder abschmiert oder ich im Kampf draufgehe.
Was die Systemkarte angeht, hat mir die sogar Gefallen auch wenn sie einen nach einer gewissen Zeit in den Wahnsinn treibt. Die Aussichten und Flüge durch die Systeme fand ich optisch sehr schön und ich habe mich zum Teil dadurch eher wie ein Entdecker gefühlt. Ich habe mir sogar die Beschreibungen der Himmelskörper immer gerne durchgelesen. :oops:
Ich muss auch sagen, dass das Spiel in mir ein starkes Gefühl von Heimweh wecken konnte. Zum einen durch das hineinversetzen in die Leute die 600 Jahre geschlafen haben und wissen dass alle die sie kannten bereits tot sind und sie nie wieder nach Haus können, und zum anderen dadurch, dass ich starke Sehnsucht nach der Milchstraße und dem vertrautem Lore dort bekommen habe. Von mir aus hätten sie gerne ein Lore Ende für ME3 festlegen können und die Reihe in der bekannten Galaxie fortsetzen können.
Was die Kett angeht...
SpoilerShow
... für mich waren die unten durch nach dem man rausfindet, dass sie andere Spezies "assimilieren" und sich mit ihnen verbessern. Da war mir klar, Bioware gehen die Ideen aus und so erfinden sie jetzt Space dunkle Brut. Auch äußerlich ähneln sich dunkle Brut und Kett auch finde ich.
Die Charaktere die die Crew der Tempest bzw. die Companions bilden fand ich soweit alle gut, sehe da keine harten total Ausfälle. Wobei die Loyalitätsmissionen bei weitem nicht mit denen von ME2 mithalten können. Aber man kann die Gefährten auch nicht mit ME3 Liara, Tali, Garrus vergleichen, das wäre meiner Meinung nach ungerecht. In ME1 fand ich Garrus z.B. langweilig.
Drack hat mich beispielsweise überrascht, ich hatte befürchtet dass sie einfach einen generischen Kroganer in die Truppe stecken. Aber Drack hat meinem Eindruck nach sogar mehr tiefe in seinem Charakter als Wrex es hatte.

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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von AutAd » 4. Apr 2017, 19:18

Mass Effekt Andromeda = Early Access?

http://www.polygon.com/2017/4/4/1517900 ... ts-bioware" onclick="window.open(this.href);return false;

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Andre Peschke
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Andre Peschke » 4. Apr 2017, 19:30

Melometlar hat geschrieben:Ganz ehrlich, dass einzige das verschwendete Lebenszeit war, war das Hören dieser Folge.
Ich würde jetzt gerne sachlich alles auseinander nehmen was gesagt wurde - bis auf ein, zwei Punkte aber da bin ich echt langsam zu müde zu. Ich freue mich wieder auf die nächste Folge aber diese hier vergesse ich lieber ganz schnell.
Keine Argumente - bitte dann auch kein Posting. Wir sind sehr kritikfreundlich, aber nicht, wenn sie unbegründet abgegeben wird. Einfach durchatment und später posten, wenn du einen sachlichen Beitrag leisten kannst oder willst.

Andre

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Varus
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Varus » 4. Apr 2017, 21:41

Übrigens wurden heute die Patchnotes für das erste große Update gebracht. Sieht aus als ob zumindest einige Schwachstellen angegangen werden. Die Cutscenes in der Galaxy-map sind jetzt überspringbar!!!!11elf Sobald die GOTY-Edition rauskommt ist es bestimmt richtig gut :mrgreen:

http://www.pcgames.de/Mass-Effect-Andro ... l-1224909/" onclick="window.open(this.href);return false;
I´m Commander Shepard and this is my favorite singature on the Internet

kavitaet
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von kavitaet » 4. Apr 2017, 23:28

PCGames hat geschrieben:Improved logic, timing, and continuity for relationships and story arcs
Könnte damit so etwas gemeint sein wie die Situation mit Drack, wo er einmal wegen einer Entscheidung ziemlich angepisst ist und wenn man ihn dann direkt nochmal anspricht wieder total herlich ist? Die Situation hat Andre ja als Beispiel angeführt.

Aber wenn sie da noc so viel patchen wollen, hätte man wohl mit dem durchzocken woll lieber noch ein Jahr warten sollen. ;)
Zuletzt geändert von kavitaet am 5. Apr 2017, 08:44, insgesamt 1-mal geändert.

flowseven
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von flowseven » 5. Apr 2017, 00:42

Der Honest Trailer für ME:A
https://www.youtube.com/watch?v=4Rc0T_e4Xuo

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merkwürdig
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von merkwürdig » 5. Apr 2017, 08:21

Guter Podcast. Vielen Dank für die deutlichen Worte.

Ich kann die Kritik gut nachvollziehen und bin froh, mit dem Kauf gewartet zu haben.

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Lord MacLeod
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Lord MacLeod » 5. Apr 2017, 11:09

Mir gefällt's ganz gut bislang, aber ich kann eure Kritik z. T. durchaus nachvollziehen, auch wenn ich es selbst anders sehe.

Gestattet mir aber bitte ein paar Anmerkungen/Korrekturen zu euren Kritikpunkten, die mir jetzt besonders beim Hören aufgefallen sind:

Nur Kett und Angara als neue Rassen. Ist billig, keine Frage und insbesondere, was das Design der Angara angeht, bin ich vollkommen auf eurer Linie - aber wenigstens bleiben sie innerhalb der "Lore" konsistent. Bereits in ME 1-3 wurde etabliert, dass nur eine, maximal zwei intelligente Spezies pro Cluster existiert; da sich ME:A nur auf den Heleus Cluster beschränkt, ist das in sich zumindest stimmig.

Die Quest "Der erste Mordfall". Hier macht Jochen den Fehler, das aus einer rein deutschen Rechtsperspektive zu betrachten.
ME:A orientiert sich aber eindeutig am US-Rechtssystem, Stichwort Double Jeopary.

Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass niemand für die gleiche Tat erneut verurteilt werden kann, wenn die ursprüngliche Verurteilung aufgehoben wurde/ Haftstrafe bereits abgesessen wurde/ etc., selbst wenn nachträgliche Beweise eigentlich zu einer erneuten strafrechtlichen Verfolgung führen müssten.
Im konkreten Fall wurde der Turianer wegen eines Mordes verurteilt, den er aber (technisch) nachweislich nicht begangen hat - allerdings bestand eine eindeutige Tötungsabsicht, was aber nach US-Gesetz nicht mehr verfolgt werden darf.

Wie gesagt, aus deutscher Perspektive irritierend, fällt aber eindeutig unter "ist halt so". :roll:

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Jochen
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Jochen » 5. Apr 2017, 11:29

Lord MacLeod hat geschrieben:ME:A orientiert sich aber eindeutig am US-Rechtssystem, Stichwort Double Jeopary
Dazu habe ich weiter oben schon etwas geschrieben. Ich kenne Double Jeopardy natürlich. Es greift hier bloß nicht. Double Jeopardy verbietet, dass man für das gleiche Vergehen zweimal angeklagt wird - nicht für den gleichen Fall. Das ist ein bedeutender Unterschied. Es kommt durchaus vor, dass eine Mordanklage im Freispruch endet, aber der Angeklagte anschließend wegen "conspiracy to murder" lebenslang in den Knast wandert - gleicher Fall, anderes Vergehen.

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Lord MacLeod
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Lord MacLeod » 5. Apr 2017, 11:41

Jochen hat geschrieben: Dazu habe ich weiter oben schon etwas geschrieben. Ich kenne Double Jeopardy natürlich. Es greift hier bloß nicht. Double Jeopardy verbietet, dass man für das gleiche Vergehen zweimal angeklagt wird - nicht für den gleichen Fall. Das ist ein bedeutender Unterschied. Es kommt durchaus vor, dass eine Mordanklage im Freispruch endet, aber der Angeklagte anschließend wegen "conspiracy to murder" lebenslang in den Knast wandert - gleicher Fall, anderes Vergehen.
Ich möchte mich hier mitnichten als Rechtsexperte generell und speziell für die Vereinigten Staaten aufspielen, aber mich hatte diese "Auflösung" bei dieser Quest auch einigermaßen irritiert zurückgelassen und ich habe mich daher bei den US-Gamingsites/-communities umgesehen.

Und dort ist die Ansicht, dass das genau unter "Double Jeopardy" fallen würde, recht verbreitet. Für mich war das plausibel und ich dachte mir, "Aha, ja die Amis mit ihren komischen Gesetzen, nun gut."
100% zufriedenstellend kann das aber wohl nur ein ausgewiesener US-Rechtsexperte beantworten.

Noch 'ne mögliche Alternative, der zuständige Autor bei Bioware (sind ja Kanadier, keine US-Amerikaner :D ) *dachte* nur, dass es sich um einen "DJ"-Fall handeln würde... ;)

Decius
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Decius » 5. Apr 2017, 12:07

Lord MacLeod hat geschrieben: Nur Kett und Angara als neue Rassen. Ist billig, keine Frage und insbesondere, was das Design der Angara angeht, bin ich vollkommen auf eurer Linie - aber wenigstens bleiben sie innerhalb der "Lore" konsistent. Bereits in ME 1-3 wurde etabliert, dass nur eine, maximal zwei intelligente Spezies pro Cluster existiert; da sich ME:A nur auf den Heleus Cluster beschränkt, ist das in sich zumindest stimmig.
Der Heleus-Cluster wurde ja ausgewählt, weil er besonders groß ist, und besonders viele Planeten in der "Goldilocks"-Zone hat. Daher hätte da schon mehr sein können, besonders weil ja dann noch Spoilergründe dazukommen, warum da mehr Vielfalt möglich gewesen wäre. Und wenn man nicht im Ausgleich 7 altbekannte Rassen weggelassen hätte (weil zu teuer zu modelieren?), wären auch die Stimmen, die "zuwenig!" schreien vermutlich auch etwas weniger.

Die Patchnotes zeigen ziemlich klar, dass MEA leider das ist, was immer mehr und mehr vorkommt: Eine Early Access-Version eines AAA-Spiels, die als fertiges Spiel verkauft wird. In einem Jahr wird es dann gut.

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TechniKadger
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von TechniKadger » 5. Apr 2017, 15:43

Lord MacLeod hat geschrieben:Die Quest "Der erste Mordfall". Hier macht Jochen den Fehler, das aus einer rein deutschen Rechtsperspektive zu betrachten.
ME:A orientiert sich aber eindeutig am US-Rechtssystem, Stichwort Double Jeopary.
Da das nun das zweite Mal aufkommt und du als Quelle explizit Gamingsites und -communities angabst, gehe ich da mal drauf ein.

Hier werden meines Erachtens zwei DInge vermischt: Eine Tat und die sich daraus ergebenden Tatvorwürfe.
Tatsächlich kann man unter Double Jeopardy nicht für den selben Tatvorwurf angeklagt werden. Allerdings heißt das nicht, dass aus der Tat selbst keine anderen Vorwürfe ergehen können.
Wenn der Vorwurf einen niedrigeren Tatbestand erfüllt (wie Jochen schon erwähnte: Conspiracy to commit murder vs. Act of murder), kann eine erneute Anklage folgen.
Andersrum funktioniert das unter Double Jeopardy nicht. Du kannst also, wenn du einen Prozess für Totschlag durchgestanden hast, später nicht bei sich veränderter Beweislage für Mord angeklagt werden. Das ist allerdings auch in Deutschland so und hat nichts mit diesem Stereotyp der "Amis mit ihren komischen Gesetzen" zu tun.
Im kanadischen Recht ist das, so wie ich das begreife, sogar noch milder geregelt.

Ich erwähne das deshalb, weil es mir um den Punkt von Fehlinformation im Internet geht. Es scheint mir so, als wurde hier eine Behauptung von jemandem aufgestellt, der das Writing von MEA erklären, oder vllt sogar verteidigen wollte. Doch niemand hat sich die Mühe gemacht für fünf Minuten ein paar Wikipedia-Artikel zu betrachten, um zu überprüfen, ob da jemand nicht Mist erzählt hat.
Stattdessen hat es sich wie ein Buschbrand verbreitet und gilt nun in der MEA-Community, oder zumindest manchen Teilen davon, als gesichertes Wissen.

Daher ist es die Aufgabe von uns allen zu versuchen, solche Sachen zu hinterfragen und sich Gedanken darüber zu machen ob die Quelle die man bei etwas zu Rate zieht, eine dafür geeignete Authorität ist. Wenn nicht, aber man keine Zeit/Lust dazu hat selbst nachzuschauen, dann sollte das zumindest nicht viral in das nächste Forum weiter geschleppt werden.
Schließlich wissen wir wohl, dass der Spielejournalismus bereits Probleme damit hat in seinem eigenen Fachbereich gesicherte Informationen zu vermitteln, da bedarf es nichtmal einen Ausflug in die Juristik.

(P.S.: Das gilt natürlich auch für diesen Post. Ich bin kein Jurist und möchte nicht, dass dies nun als teilbare Aussage verstanden wird. Es soll nur verdeutlichen, dass man recht schnell, vor allem bei solch komplexen Sachverhalten, Lücken finden kann, die einen zumindest an der Teilbarkeit zweifeln lassen sollten.)

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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Lord MacLeod » 5. Apr 2017, 16:25

TechniKadger hat geschrieben: Ich erwähne das deshalb, weil es mir um den Punkt von Fehlinformation im Internet geht. Es scheint mir so, als wurde hier eine Behauptung von jemandem aufgestellt, der das Writing von MEA erklären, oder vllt sogar verteidigen wollte. Doch niemand hat sich die Mühe gemacht für fünf Minuten ein paar Wikipedia-Artikel zu betrachten, um zu überprüfen, ob da jemand nicht Mist erzählt hat.
Da möchte ich nachlegen. Obwohl ein Wikipedia-Eintrag sicherlich in den meisten Fällen solidere Informationen zu einem Thema bereitstellen dürfte, als das bei irgendwelchen (Gaming-) Foren der Fall sein mag, ist es nicht so, dass ich nun dem Wiki-Artikel zu 100% vertrauen würde.
Das würde ich tatsächlich nur einem ausgewiesenen Experten und/oder einschlägiger Fachliteratur. ;)

Wie ich weiter oben angedeutet habe, mich hat das Ergebnis der Quest ebenfalls etwas ratlos zurückgelassen, daher habe ich einfach nach entsprechenden Diskussionen dazu gegoogelt und bin dann auf eben diese Hinweise zu "Double Jeopardy" gestoßen.

Ich habe dem Ganzen aber dann keine tiefergehende Beachtung mehr geschenkt, sondern habe es als -für mich- ausreichend plausible Erklärung akzeptiert, ähnlich wie das übliche Tech-Blabla einer durchschnittlichen Star-Trek-Folge, sprich: würde man sich etwas intensiver damit auseinandersetzen, könnte man den Käse, der einem dort eigentlich verkauft wird, sofort durchschauen, aber warum sollte man das machen?
Daher ist es die Aufgabe von uns allen zu versuchen, solche Sachen zu hinterfragen und sich Gedanken darüber zu machen ob die Quelle die man bei etwas zu Rate zieht, eine dafür geeignete Authorität ist. Wenn nicht, aber man keine Zeit/Lust dazu hat selbst nachzuschauen, dann sollte das zumindest nicht viral in das nächste Forum weiter geschleppt werden.


Es ist ein reines Unterhaltungsprodukt, da reicht mir eine oberflächliche Erklärung zumeist vollkommen aus. Kein Grund, tiefer zu graben. ;)

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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von TechniKadger » 5. Apr 2017, 17:00

Lord MacLeod hat geschrieben:Da möchte ich nachlegen. Obwohl ein Wikipedia-Eintrag sicherlich in den meisten Fällen solidere Informationen zu einem Thema bereitstellen dürfte, als das bei irgendwelchen (Gaming-) Foren der Fall sein mag, ist es nicht so, dass ich nun dem Wiki-Artikel zu 100% vertrauen würde.
Das würde ich tatsächlich nur einem ausgewiesenen Experten und/oder einschlägiger Fachliteratur. ;)


Das habe ich doch selbst schon in meinem P.S. eingeräumt. Der Zweck dessen war schlicht zu zeigen, dass man auch nur mit einer etwas ausführlicheren (und mit Gerichtsfällen belegten!) Quelle sehr schnell zumindest solche Zweifel an der ursprünglichen Behauptung aufwerfen kann, dass es folglich unverantwortlich wäre diese zu teilen.

Was ich sagte war schlicht, dass man sich vor dem Teilen Gedanken darüber machen sollte, ob es gesichertes Wissen ist.

Und wenn du sagst du würdest dem Wikipedia-Artikel nicht 100% vertrauen, warum überträgst du die selbe Skepsis dann nicht auf eine Community, von der du keine Ahnung hast ob sie fachlich fundierte Behauptungen aufstellt?
Woher hast du die Versicherung, dass das ein "ausgewiesener Experte und/oder einschlägige Fachliteratur" war, von der du das Wissen hast? Denn vertraut hast du dem offenbar genug um Jochen in etwas berichtigen zu wollen, worüber er keine Aussage traf.
Lord MacLeod hat geschrieben:Es ist ein reines Unterhaltungsprodukt, da reicht mir eine oberflächliche Erklärung zumeist vollkommen aus. Kein Grund, tiefer zu graben. ;)
Mass Effect ist ein Unterhaltungsprodukt. Deine Truth Claims über das US-Justizsystem, mit denen du möglicherweise andere Meinungen beinflusst, nicht.

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Lord MacLeod
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Lord MacLeod » 5. Apr 2017, 17:30

TechniKadger hat geschrieben: Was ich sagte war schlicht, dass man sich vor dem Teilen Gedanken darüber machen sollte, ob es gesichertes Wissen ist.
Das darfst Du natürlich gerne so handhaben. Ich für meinen Teil ver(sch)wende aber keine kostbare Freizeit, um Inhalte, die ausschließlich den Bereich Freizeitvergnügen und Unterhaltung betreffen, akribisch zu prüfen und zu analysieren, inwieweit es sich um "gesichertes Wissen" handelt.

Insbesondere, wenn es sich um die fiktive Rechtssprechung in einem fiktiven SciFi-Szenario handelt. Für mich war es, wie gesagt plausibel, dass sich die Autoren auf das tatsächliche US-Rechtssystem beziehen. Wenn nicht, nun, ist es mir, ehrlich gesagt, auch ziemlich egal.
Woher hast du die Versicherung, dass das ein "ausgewiesener Experten und/oder einschlägiger Fachliteratur" war, von der du das Wissen hast?

Habe ich nie behauptet. Mir gefiel lediglich die Erklärung, wie gesagt, erschien bzw. erscheint mir nach wie vor plausibel.
Denn vertraut hast du dem genug um Jochen in etwas berichtigen zu wollen, worauf er sich garnicht bezog,
Es war gar nicht meine Absicht, Jochen "berichtigen" zu wollen, wobei ich einräume, dass die von mir gewählte Formulierung durchaus so verstanden werden kann. Hätte ich möglicherweise geschickter formulieren können, z. B. als "Könnte es sein, dass...?"-Frage. Mea culpa.
Wobei ich den Eindruck hatte, dass das Jochen viel weniger gestört hat, als das offensichtlich bei Dir der Fall ist... :)
Mass Effect ist ein Unterhaltungsprodukt. Deine Truth Claims über das US-Justizsystem, mit denen du möglicherweise andere Meinungen beinflusst, nicht.
Wie schon gesagt, ich habe zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt, "Truth Claims", oder besser: einen allgemeingültigen Wahrheitsanspruch vorzubringen.
Mir ging es lediglich um eine MÖGLICHE, für mich plausible Erklärung.

Aber wenn's Dir danach besser geht: ich lag anscheinend völlig falsch mit dem Verweis auf "DJ", die Quest ist einfach nur Mist. Zufrieden? :roll:

DiabLo
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von DiabLo » 5. Apr 2017, 19:13

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich sehr vielen der angesprochenen Kritikpunkte (diese Anflugsequenzen...) absolut zustimmen kann.
Mass Effekt: Andromeda fehlt definitiv eine menge Feinschliff, damit daraus eine wirklich runde Erfahrung geworden wäre.
Aber was mich sehr irritiert hat, sind einige Eurer Aussagen bzgl. der Charaktere und der Geschichte.
Ryder als blassen Charakter zu bezeichnen finde ich, gerade im Vergleich zu Shepard, sehr merkwürdig. Im Gegensatz zu den haarsträubenden Wahlmöglichkeiten des alten Moralsystems, welche teilweise nur die Wahl zwischen Comicbösewicht und Heiliger ließen, finde ich die Wahlmöglichkeiten in ME:A deutlich nuancierter (weswegen sie vermutlich auch insgesamt so ähnlich sind). Mein Ryder ist meistens ernst und sachlich, aber eben auch mal locker drauf.
Genauso sind meiner Meinung nach viele der Dialoge sehr gut geschrieben.
Ein Beispiel hierfür finde ich Liams Loyalitätsmission:
SpoilerShow
Ich war ernsthaft überrascht und musste laut auflachen, als die Option bestand, mehrmals die Kommunikation zu dem Piratenanführer abzubrechen, damit Ryder und Liam weiter zanken konnten. Fand diesen ganzen Abschnitt wirklich hervorragend
Das die Angarer und Kett die einzigen neuen humanoiden Alienrassen sind ist zwar richtig, ist aber in die Story eingearbeitet.
SpoilerShow
Es dient zum einen dafür die Spannungen zwischen der Initiative und den Angarern eine Grundlage zu geben, da die Angarer sich nun erst das zweite Mal Alienrassen gegenübersehen und ihre ersten Erfahrungen nur mit den Kett gemacht haben. Zum anderen sind die Kett selbst, soweit ich es bisher erfahren habe, an sich eine Ansammlung an verschiedenen, als Kett umgeformte, Rassen. Potential für diverse weitere ist also gegeben, nur eben nicht im Heleus Cluster.
Gefühlt wurde von Euch in dieser Runde neben der absolut angebrachten Kritik an vielen Elementen von ME:A vielleicht ein bisschen viel pauschalisiert was Story und Charaktere angeht...

Rince81
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Rince81 » 6. Apr 2017, 16:16

Jochen hat geschrieben:
Lord MacLeod hat geschrieben:ME:A orientiert sich aber eindeutig am US-Rechtssystem, Stichwort Double Jeopary
Dazu habe ich weiter oben schon etwas geschrieben. Ich kenne Double Jeopardy natürlich. Es greift hier bloß nicht. Double Jeopardy verbietet, dass man für das gleiche Vergehen zweimal angeklagt wird - nicht für den gleichen Fall. Das ist ein bedeutender Unterschied. Es kommt durchaus vor, dass eine Mordanklage im Freispruch endet, aber der Angeklagte anschließend wegen "conspiracy to murder" lebenslang in den Knast wandert - gleicher Fall, anderes Vergehen.
Da muss ich als studierter Jurist aber mal reingrätschen. Ich kenne das US Recht nicht, es basiert am Ende aber auch auf dem lateinischen Ideen. Es gilt also "ne bis in idem" und das bezieht sich auf den Sachverhalt, nicht auf die angeklagten Paragraphen. So ist es in Deutschland. Ist das in den USA tatsächlich so sehr anders?
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Lord MacLeod
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Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Lord MacLeod » 6. Apr 2017, 17:40

Rince81 hat geschrieben: Da muss ich als studierter Jurist aber mal reingrätschen. Ich kenne das US Recht nicht, es basiert am Ende aber auch auf dem lateinischen Ideen. Es gilt also "ne bis in idem" und das bezieht sich auf den Sachverhalt, nicht auf die angeklagten Paragraphen. So ist es in Deutschland. Ist das in den USA tatsächlich so sehr anders?
Hm, vielleicht kannst Du als "Experte" (nicht für US-Recht, aber die Jurisprudenz im Allgemeinen) ein wenig zur Klärung beitragen.

Ich habe versucht, mich selbst noch ein wenig schlau zu machen. Der von Dir genannte Grundsatz "ne bis idem" entspricht wohl weitestgehend dem US-amerikanischen "rule against double jeopardy":

https://legaldictionary.net/double-jeopardy/

Ich werde aber nun nicht ganz schlau daraus. Das Beispiel "Brown v Ohio" auf der von mir verlinkten Seite erscheint mir als Analogie *weitestgehend* passend zu sein - aber lässt sich das dann so auf den fiktiven Fall aus "ME:A" übertragen?

Ich weiß, das ist eine sehr akademische Seitendiskussion, aber ich finde das jetzt doch sehr spannend. :)

Rince81
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Re: RE: Re: Runde 104 - Mass Effect Andromeda

Beitrag von Rince81 » 6. Apr 2017, 19:12

Lord MacLeod hat geschrieben:
Rince81 hat geschrieben: Da muss ich als studierter Jurist aber mal reingrätschen. Ich kenne das US Recht nicht, es basiert am Ende aber auch auf dem lateinischen Ideen. Es gilt also "ne bis in idem" und das bezieht sich auf den Sachverhalt, nicht auf die angeklagten Paragraphen. So ist es in Deutschland. Ist das in den USA tatsächlich so sehr anders?
Hm, vielleicht kannst Du als "Experte" (nicht für US-Recht, aber die Jurisprudenz im Allgemeinen) ein wenig zur Klärung beitragen.

Ich habe versucht, mich selbst noch ein wenig schlau zu machen. Der von Dir genannte Grundsatz "ne bis idem" entspricht wohl weitestgehend dem US-amerikanischen "rule against double jeopardy":

https://legaldictionary.net/double-jeopardy/

Ich werde aber nun nicht ganz schlau daraus. Das Beispiel "Brown v Ohio" auf der von mir verlinkten Seite erscheint mir als Analogie *weitestgehend* passend zu sein - aber lässt sich das dann so auf den fiktiven Fall aus "ME:A" übertragen?

Ich weiß, das ist eine sehr akademische Seitendiskussion, aber ich finde das jetzt doch sehr spannend. :)
Kein Experte, ich habe es fertig studiert und mache jetzt was völlig anderes. Dröseln wir das trotzdem mal auf – alles ohne weitere Recherche, ich lasse mich gerne korrigieren. Ich habe jetzt auch mal 2-3 Artikel gelesen. Gerade um rauszukriegen, was genau mit „crime“ gemeint ist. Die Tathandlung selbst oder der erhobene Vorwurf. Im Ergebnis ist Double Jepoardy die US-Version von ne bis in idem und ich muss daher Jochen widersprechen wenn er sagt:
Double Jeopardy verbietet, dass man für das gleiche Vergehen zweimal angeklagt wird - nicht für den gleichen Fall.
Brown v Ohio ist ein wunderbarer Fall, den kann man nämlich 1:1 nach Deutschland bringen. Einmal Diebstahl §242 StGB wenn man ein Auto mit Zueignungsabsicht entwendet und einmal § 248b StGB den unbefugten Gebrauch eines Kraftfahrzeuges, wenn man es sich einfach nur mal unerlaubt für ne Spritztour ausleiht und es so zurückstellen will, dass der Eigentümer es wiederfindet. Angenommen so ein Fall geschieht in Deutschland und wird als Diebstahl angeklagt, so können sowohl Gericht als auch Staatsanwaltschaft im Verfahren auch noch den unbefugten Gebrauch ins Spiel bringen und das Urteil kann trotz der ursprünglichen Anklage wegen Diebstahls am Ende auf unbefugten Gebrauch lauten. Ist aber ein Urteil wegen Diebstahls erfolgt oder der Angeklagte freigesprochen worden, scheidet ein weiteres Verfahren wegen eines unbefugten Gebrauchs wegen ne bis in idem aus, entscheidend ist nicht der rechtliche Vorwurf, sondern der tatsächliche Geschehensablauf – hier das knacken und die Fahrt mit einem fremden Auto.

Das scheint in den USA auch so zu sein – siehe Brown v Ohio. Wer von einer Jury wegen First Degree Murder (in etwa Mord im Deutschen) freigesprochen wurde, kann nicht noch einmal wegen Second Degree Murder (Totschlag) im gleichen Fall vor Gericht gestellt werden. Die vorgeworfene Tathandlung ist bereits einmal abgeurteilt worden.

Jochens Beispiel ist jetzt aber ein anderer Fall – es sind nämlich zwei unterschiedliche Sachverhalte... Jemand beauftragt, sagen wir mal irgendwann im Januar einen Killer um seine Frau umzubringen, dieser macht das dann irgendwann im März und erschießt das Opfer. Die Ermittlungen gehen schief und man hält den Ehemann für den Täter, stellt ihn also wegen Mordes/Totschlags im März vor Gericht. Hier wird er jetzt aus Mangel an Beweisen freigesprochen, man kann ihm nicht nachweisen, dass er seine Frau selbst erschossen hat. Das schützt ihn aber nicht vor einer eventuellen weiteren Anklage wegen einer Anstiftung zum Mord als er sich im Januar mit dem Killer getroffen hat, ihm das Geld übergeben und den Auftrag erteilt hat. Das ist nämlich eine andere Tat(handlung), die bisher nicht gerichtlich beurteilt wurde. Das dürfte weder im englischen noch im deutschen ein rechtliches Problem sein obwohl in beiden Fällen am Ende die gleiche umgebrachte Person der Taterfolg ist.

Ich weiß jetzt nicht, wie die Vorwürfe in Andromeda gezielt aussahen und ich weiß nicht mehr, ob das im Podcast im Detail erklärt wurde…  

 




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