Auf ein Altbier: Mass Effect

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Gonas
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von Gonas »

Kann die recht vernichtende Kritik am Gameplay von ME nicht so ganz nachvollziehen. Ja, ME1 war auch für mich eine grauenhafte Spielerfahrung wenn man sich nur die Gameplaymechaniken ansieht. Aber in ME2 und 3 ist für mich der ganze überflüssige Kram raugenommen worden (mit dem Gipfel der Minispielentfernung in ME3). Das Deckungsschootersystem, dass geblieben ist hat mich allerdings immer gut unterhalten.

Natürlich könnte das Spiel nicht alleine dadurch existieren, das Gameplay trägt hier eindeutig nicht das Spiel, trotzdem lockert es auf und macht zur meisten Zeit Spaß. Mehr muss es in so einem Spiel finde ich auch nicht.

Habe sogar einen Freund der das jahrelang im Multiplayer gespielt hat.

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Nachtfischer
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von Nachtfischer »

Terranigma hat geschrieben:Ganz ehrlich: Mass Effect würde wunderbar als Walking Simulator funktionieren. 10 Stunden Spielzeit, den Fokus voll auf die filmische Inszenierung und Charakterinteraktion und die ganze Spielmechanik, die sowieso nur halbherzig reingebaut wurde, fliegt komplett raus.
:romance-heartbeating: :romance-heartbeating: :romance-heartbeating:
Gonas hat geschrieben:Natürlich könnte das Spiel nicht alleine dadurch existieren, das Gameplay trägt hier eindeutig nicht das Spiel, trotzdem lockert es auf und macht zur meisten Zeit Spaß. Mehr muss es in so einem Spiel finde ich auch nicht.
Aber es zwängt mir diese Auflockerung eben auf. Wenn ich die wollte, könnte ich ja auch während des Lesens des Mass-Effect-Romans alle 30 Minuten eine Pause einlegen und ein paar Stretching-Übungen machen oder kurz ein Shoot-em-up spielen. So werde ich aber, selbst wenn ich bloß wissen will, wie die Story und die Beziehungen sich entwickeln, gezwungen, dieses generische Shooter-Gameplay abzuarbeiten. Das stört, das hält auf, das verwehrt mir den Zugang zu dem, was an dem Ding ganz klar den meisten Mehrwert bietet.

snoogie
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von snoogie »

Hallo zusammen,

ohne alles gelesen zu haben was vor mir geschrieben wurde (das, was ich gelesen habe war mir viel zu inhaltlich auf das Spiel bezogen), ich wollte mich einfach mal bei Andre + Jochen bedanken:

Nachdem ich die Folge gehört habe, muss ich mir das Spiel jetzt kaufen und es spielen. Es ist bisher vollkommen an mir vorbei gegangen, nach der super Folge habe ich richtig Lust es zu spielen.

Macht weiter so, war wirklich eine sehr gute Folge.

Viele Grüße,
Snoogie

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Andre Peschke
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von Andre Peschke »

snoogie hat geschrieben:Es ist bisher vollkommen an mir vorbei gegangen
Wie in aller Welt... :D

Geheimtipp: Mass Effect - das hört man nicht alle Tage.

Vielen Dank und viel Spaß!

Tipp: Mit Origin Access kriegst du alle drei Teile für die 4-5 Euro im Monat (aber natürlich nur leihweise).

Andre

snoogie
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von snoogie »

Andre Peschke hat geschrieben:
snoogie hat geschrieben:Es ist bisher vollkommen an mir vorbei gegangen
Wie in aller Welt... :D

Geheimtipp: Mass Effect - das hört man nicht alle Tage.

Vielen Dank und viel Spaß!

Tipp: Mit Origin Access kriegst du alle drei Teile für die 4-5 Euro im Monat (aber natürlich nur leihweise).

Andre
Danke, den Tipp nehme ich doch gerne an.

Gehört hatte ich natürlich davon, das war aber so eine Zeit, wo ich gerade meine Ausbildung beendet hab und den tollkühnen Gedanken hatte man könnte jetzt ja nochmal versuchen zu studieren, da war nur recht wenig Geld vorhanden und zu der Zeit auch kein großes Interesse viel zu zocken, mein PC war damals auch einfach viel zu kacke für so ein Spiel ;)

Aber das schöne ist ja, das man solche Klassiker heute auch noch nachholen kann :)

akill0816
Beiträge: 230
Registriert: 29. Feb 2016, 15:58

Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von akill0816 »

Für mich war Mass Effect immerschon eine Reihe, die ich recht kritisch gesehen habe. Teil 1 habe ich mir damals zum PC-Release gekauft und war hin und hergerissen von der spannenden Welt einerseits und dem unterdurchschnittlichen Gameplay andererseits. Gerade in Teil 1 war die Spielmechanik sehr simpel und in Teil 1 auch fürchterlich schlecht balanciert. Eine wirklich komplexe Queststruktur war z.B. kaum gegeben. Da ich vorher KOTOR gespielt habe, was ich spielerisch um ein vielfaches stärker einschätze, was ich damals enttäuscht. In der Retropesktive muss ich aber sagen, dass das Universum schon enorm spannend war und die Geschichte in Teil 1 auch wirklich gut funktioniert hat.
Teil 2 ist auch für mich der Höhepunkt der Serie auch wenn ich weder Teil 2 noch Teil 3 zu Release gekauft habe, da mir die DLC-Politik von Bioware da schon zu stark gestunken hat, um für ihre Spiele den Vollpreis zu berappen. Das hatte natürlich bei einer Serie wie Mass Effect den negativen Einfluss, dass ich nicht in einem Fluss gespielt habe. Die Geschichte von Teil 2 fand ich recht gelungen, da sie mit Cerberus eine neue Perspektive bot. Spielerisch hat der Serie der volle Fokus auf Shooter gut getan. Die Rollenspielelemente, die in Teil 1 mehr schlecht als recht funktioniert haben waren weg. Dafür gab es mehr an spannenden Entscheidungen und gute Partymitglieder. Die letzte Mission in Mass Effect 2 war gerade deshalb gradios, weil ich dort mehrere Partymilglieder verloren habe und so ein bittersüßer Triumph entstanden ist.

Teil 3 habe ich gerade erst beendet und ich fand ihn nicht gelungen. Zum einen hat sich das Spielsystem abgenutzt. Zum anderen finde ich die Storyline nicht gelungen. Meiner Meinung nach passt die direkte Reaperkonfrontation in Sinne eines großen Krieges nicht. Die protheanische Waffe taucht aus dem nichts auf, während die Bedrohung bereits ultimativ ist und wird innerhalb sehr kurzer Zeit fertiggestellt und schließlich eingesetzt. Das viel diskutierte Ende ist dabei noch nichteinmal das Hauptproblem in der Story. Der Ganze Kriegsplot war für mich nicht gelungen. Während es sich in Teil 1 und 2 noch sinnvoll anfühlte eine kleine Squad durch Quests zu führen wirkt das Ganze im Kontext eines großen galaxieweitem Krieges gezwungen. Auch hier waren aber immer noch nette Quests zu finden.

Was mir bei der Reihe stark gegen den Strich geht, sind Dialoge und Moralsystem. So schön die Entscheidungen und Quests auch sind, es ist einfach wenig befriedigend, wenn ich meine Figur dank des Dialogrades nur rudimentär unter Kontrolle habe und die Tonalität des von Sheppard gesagtem aus dem Stichwort kaum erkennbar ist. Die Mass Effect Serie zeigt für mich exemplarisch Vor- und Nachteile einer Vollvertonung. Ich mag die Vielfalt klassischer RPGs immer noch lieber als die vollvertonten aber dadurch begrenzten Antwortoptionen eines Mass Effect auch wenn klar zu erkennen ist, dass Vollvertonung für eine cineatische Erfahrung notwendig ist.
Das Moralsystem finde ich deshalb völlig unbefriedigend, weil es mich zwingen will einem vom Spiel vorgegebenen Weg zu folgen statt meine Entscheidungen unabhängig zu treffen. Ich habe trotzdem nicht konsequnt in eine Richtung gespielt, was dazu führte, dass ich gegen Ende eines jeden Spiels häufig keine fortgeschrittene Redeoption mehr hatte. Das ist insbesonders deshalb schade, weil Bioware wirklich nette moralische Dilemmata präsentiert, die sich zum Teil mehr schlecht als recht ins Renegade/Paragorn System einfügen.

Zum Thema DLC: Ich habe keinen gespielt weil ich diese Art von Zerstückelung großer RPGs für eine Unart halte und Bioware nicht wie andere große Publisher irgentwann auf GotY-Editions setzt. Die DLCs mögen gut sein. Sie hätte aber wohl teilweise einfach ins Hauptspiel gehört, sodass ich die Qualität der DLCs nicht positiv finde, sondern mich stärker als in anderen Spielen um Teile der Haupthandlung gebracht fühle.

Ich sehe die Serie also kritischer als die Mehrheit, muss aber zugeben, dass sie in gewisser Weise einmalig ist, weil sie die biowaretypische Partyinteraktion durch die filmische Inszenierung auf ein neues Level habt und jedenfalls Teil 1 und 2 erzählerisch einfach stark sind. Die Welt ist sehr spannend und hätte auch Platz für deutlich spannenderes Rollenspiel geboten. Es ist schon schade, wie wenige Noncombatquests in der Reihe präsentiert werden.

Eure Entscheidung das Ende nicht zu diskutieren, finde ich ein wenig kurios in Anbetracht der Tatsache, dass es so kontrovers war. Ich hatte mir deutlich schlechteres erwartet, da es mir tatsächlich gelungen ist über Jahre recht ungespoilert zu bleiben und nur wusste, dass es eine massive Kontroverse ausgelöst hat. Dass es kein klassisches Happyend geben konnte, war eigentlich in der Reihe angelegt.

Ich finde auch, dass Bioware das Universum länger hätte ruhen lassen sollen. Das spannenste an Mass Effect 1 war nunmal das langsame erforschen eines unbekannten Universums und diese Faszination kann mit Weiterverwendung des Universums niemals wieder erweckt werden.

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Andre Peschke
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von Andre Peschke »

akill0816 hat geschrieben:Eure Entscheidung das Ende nicht zu diskutieren, finde ich ein wenig kurios in Anbetracht der Tatsache, dass es so kontrovers war. Ich hatte mir deutlich schlechteres erwartet, da es mir tatsächlich gelungen ist über Jahre recht ungespoilert zu bleiben und nur wusste, dass es eine massive Kontroverse ausgelöst hat. Dass es kein klassisches Happyend geben konnte, war eigentlich in der Reihe angelegt.
Jochen und ich haben schon oft über das ME3-Ende gesprochen. Da haben wir sehr unterschiedliche Positionen. Jochen findet es furchtbar und für ihn entwertet es die gesamte Reihe zu einem gewissen Grad rückwirkend. Ich hingegen finde es nicht ganz so furchtbar und für mich ist ein schlechtes Ende per se nicht der Todesstoß (wie im OT erwähnt: Ich schaue zB das "Fright Night"-Remake immer noch gerne, obwohl das Ende ganz furchtbar beschissen ist).

Das heißt a) wurde das schon in anderen Podcastfolgen diskutiert (mehrfach, IIRC) und b) musste Jochen weg und daher hatten wir eine harte Deadline.

Andre

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Lord MacLeod
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von Lord MacLeod »

snoogie hat geschrieben: Gehört hatte ich natürlich davon, das war aber so eine Zeit, wo ich gerade meine Ausbildung beendet hab und den tollkühnen Gedanken hatte man könnte jetzt ja nochmal versuchen zu studieren, da war nur recht wenig Geld vorhanden und zu der Zeit auch kein großes Interesse viel zu zocken, mein PC war damals auch einfach viel zu kacke für so ein Spiel ;)
Achso, wie ...gewöhnlich.

Ich hätte jetzt ehrlich eher mit sowas wie "Ich habe die letzten zehn Jahre damit verbracht, im bolivianischen Dschungel den gelbgestreiften dreizehigen Lianenwürger zu erforschen." gerechnet. :D

...aber unbedingt nachholen. ;)

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TechniKadger
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von TechniKadger »

Andre Peschke hat geschrieben:Das heißt a) wurde das schon in anderen Podcastfolgen diskutiert (mehrfach, IIRC) und b) musste Jochen weg und daher hatten wir eine harte Deadline.
Wurde unter anderem recht ausführlich in "Folge #27: Cool story, bros!" besprochen. Ab Stundenmarke 1:40, falls es interessiert.

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johnnyD
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von johnnyD »

Hallo zusammen,

vorweg möge man mir meine Thread-Nekromantie verzeihen, hier erst jetzt einen Kommentar zu lassen. Doch zu meiner Verteidigung kann ich sagen, der Podcast war Schuld. Im Speziellen die Folge zu Mass Effect Andromeda, die unmittelbar im Anschluss dazu führte, in Origin bei ME1 auf Download zu klicken. Dass das dann ME2 und 3 nach sich zieht, sollte allen Mit-Süchtigen klar sein ;).

So steh ich nun heute hier und hörte am samstäglichen Brunch die Folge Altbier Mass Effect, nachdem ich im Schweiße meines Angesichts gestern mit knapp 4100 Bereitschaftspunkten es geschafft habe, dieses mal die Reaper zu zerstören und Shepard überleben zu lassen. Dafür hab ich mich sogar durch den Multiplayer gequält, um 75% zu erreichen...

Doch zu ME Altbier-Folge selbst:

0. Fliegengitter können helfen :D

1. Ganz so trivial mit dem Davonstehlen aus schwierigen Entscheidungen über Renegade/Paragon isses nicht. Die Serie legt bei den wirklich wichtigen Entscheidungen (z.B. Mordin soll überleben, Verhinderung der Verbannung von Tali in ME2 oder die Aussöhnung von Geth und Quarianern) hohe Anforderungen. Der alleinige hohe Wert von Paragon genügt nicht, sondern es ist eine Kette an wichtigen Entscheidungen und das wirklich gründliche Identifizieren mit der jeweiligen Welt/alle Optionen und Dialoge wahrnehmen. Dann und nur dann bietet einem das Spiel diese zusätzliche Möglichkeit, anderenfalls muss man z.B. zwischen Geth und Quarianer entscheiden. In meinem nun zweiten Durchlauf habe ich es tatsächlich geschafft, diese beiden auszusöhnen, und auf diese seltene diplomatische Leistung war ich dann wiederum sehr stolz/erfreut.

2. Die Ausflüge in ME1 auf die Oberflächen waren grauenvoll, vollkommene Zustimmung. Gleichwohl das Scannen in ME2 war nicht wirklich der Hit, sehe aber ein, dass irgendwie Ressourcen ihren Weg ins Spiel finden mussten, um schlussendlich die Upgrades für Waffen/Schiff machen zu können.

3. Grandiose Charaktereinführung. Die geringen Wechsel in der Crew sind durchaus annehmbar. Klar, manche waren langweiliger, manche interessanter. Gerade der Perspektivenwechsel in ME2 erlaubt es ja geradezu, jeden einzelnen näher kennen zu lernen, da es ja gerade die Aufgabe ist, die Band wieder zusammen zu bringen und dann die Loyalität zu festigen. Dass Charaktere wie Wrex dann fehlten, wurde wunderbar dann in die Story eingewoben, auch das Ashley sich bei mir nicht überwinden konnte, unter Cerberus in die Crew zu kommen. Über ME 2 hinweg wurde es dann tatsächlich MEINE Crew, MEINE Familie und nur im äußersten Notfall würde ich in Erwägung ziehen, jemanden zurück zu lassen (die ersten Charaktere in ME1 natürlich ausgenommen > beide an die Bombe binden!). Wie hab ich mit mir gehadert, Mordins Entscheidung, sich für die Heilung der Genophage zu opfern, zu akzeptieren; doch Wrex hätte die Scharade bemerkt... Erstklassig! Wie sich Tali in ME3 über ihren Notbelüftungsschlitz betrinkt und über Miranda aka die Cerberus-Cheerleaderin einerseits aufregt, andererseits bewundert, sich gegen ihren Vater behauptet zu haben (etwas, mit dem Tali selbst konfrontiert ist). Hach, eine Freude

4. Ja, ich habs auch auf leicht gespielt. Denn mir geht es vorwiegend um die Inszenierung und weniger um den Shooter Part. Daher kamen diese Spielmechaniken weniger zum Tragen. Das Inventar-System aus ME1 allerdings is auch bissl aus der Hölle, bei der Masse an Waffen und der Upgrades die es da gab -.-

5. Ich stimme Jochen zu, die Bedrohung wird dann in ME1 wirklich real durch die Reaper, als man sich mit Souveraign direkt unterhält. Die eiskalte Logik von Maschinen trägt unmissverständlich dazu bei, dass hier keine Kompromisse gemacht werden würden.

6. Die Synchronisation finde ich in Deutsch gelungen. Mag daran liegen, dass ich den englischen Vergleich nicht habe, doch insgesamt ist es stimmig. Selbst das Gespräch in Punkt 5 wirkt super.

7. Die Enden sind in meinen Augen vollkommen akzeptabel. Muss gestehen, es erst nach dem erweiterten Ende zu Mass Effect gekommen zu sein, daher kann ich zu früher nix sagen. Hatte beim zweiten Durchspielen mal alle drei Optionen durchgespielt und fand sie jeweils schlüssig.

Ob ich mich je an Andromeda ranwage, kann ich nicht sagen. Möcht mir das Andenken nicht versauen und Grafik gepaart mit gut gemachtem Deckungsshooter reicht da eigentlich nicht aus. Mal guggn. In jedem Fall Danke für die Altbier-Folge, die ich nun mit frischer Erinnerung an die Trilogie besser genießen konnte. Daher sorry für Thread-Nekromantie :)
"Wenn man den Sumpf trocken legen will, darf man nicht die Frösche fragen!"

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Dicker
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von Dicker »

Rince81 hat geschrieben:
Decius hat geschrieben:

Vor allem war ein ein super Charakter und hätte wirklich absolut ins Basisspiel gehört. Mein zweitliebster Bioware-Begleitercharakter (obwohl oder weil natürlich ein überhebliches, imperiales Arschloch) nach Shale - auch so ein DLC-Charakter.
Provokante Frage, warum? Das war doch der Kaufgrund für die Collectors Edition und wer sich die sparen wollte, konnte den jederzeit so kaufen.
Ich hab die DLC Politik nie mitgemacht und habe heute noch das Gefühl an dieser Stelle was verpasst zu haben. Vor allem, da es nie eine GotY Edition gab. Wie gerne ich gerade die DLC von ME3 gespielt hätte. Aber sowas Überteuertes zu kaufen geht gegen meine moralischen Wertvorstellung.
Und dabei mag ich ME wirklich. Ich halte sogar Teil 3, trotz des Endes, für den Besten der Trilogie. Auch weil sie mit Teil 2 einen totalen Bruch in der Story haben (Shepard "stirbt" am Anfang, die Reaper spielen keine Rolle, was soll das mit Cerberus) und damit das Beste aus Teil 1 (Story) und Teil 2 (Gamplay) kombiniert.

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Erlkönig
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von Erlkönig »

Der Tread ist mittlerweile vielleicht ein bisschen veraltet, aber könnte ja sein, dass mir trotzdem jemand antwortet :D

Bin ich eigendlich der Einzige, welcher die Ausflüge mit den Mako in Mass Effect 1 nicht absolut furchtbar fand?
Ich spreche dabei wohlgemerkt nicht von den tatsächlich absolut generischen und überflüssigen Missionen auf random Planeten zum Ressourcensammeln, sondern eher von den storyrelevanten Ausflügen innerhalb der Hauptmissionen.

Gerade die Passage auf dem "geheimgehaltenen" Protheanerplanet fand ich besonders eindrucksvoll und ist aus meiner Sicht eines der besten Passagen aus der Reihe. Ich erkläre auch warum (und jeder darf mich eines besseren belehren):
In meiner Erinnerung (und Gott bewahre, ich habe Mass Effect dreimal durchgespielt, also so schlecht ist meine Erinnerung hoffentlich nicht) fällt diese Mission kurz vor das Finale von Mass Effect 1 und dem Angriff des Reapers und der Geth auf die Citadel. Gerade hier in jenem Abschnitt nimmt sich das Spiel die Zeit um das Tempo aus der Erzählung zu nehmen und den Spieler minutenlang durch die vergangenen Protheaner Ruinen fahren zu lassen. Dies dient meiner Meinung nach nur dem Zweck, dem Spieler vor Augen zu führen, was der Menschheit bzw. der Galaxie droht, sollte er scheitern. Das Bemühen und die Verzweifelung der Protheaner und ihr trotzdem unausweichliches Scheitern wird direkt greifbar gemacht.

Der große Kniff dieser Passage: Dem Spieler wird die Möglichkeit geboten sich gerade darüber Gedanken zu machen. Er weiß, ein Scheitern führt zum Untergang des eigenen Charakters und der eigenen Rasse, so wie es einst den Protheanern passiert ist.
Gerade jene Passage hat nochmals in mir die Motivition geweckt und Gefühle für das Finale abgerufen, die mir sonst in Spielen fremd sind. -> "Nein, das passiert nicht, nicht solange ich das noch in der Hand habe", dachte ich mir damals und so blieb es auch bei jedem meiner Durchgänge.

Eben jene Passage zeigt meiner Meinung nach perfekt auch was vielen Spielen fehlt: Mal kurz das Tempo raus nehmen, den Spieler sich selbst Gedanken machen lassen über das Erlebte und dann von mir aus weiter mit dem Effektebombast.

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bigben666
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von bigben666 »

Die Ruine war eine gute Szene, aber hat sie durch den Mako gewonnen? Oder hätte man sie nicht auch so bauen können, dass man zu Fuß durch so eine Anlage baut?

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exx
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von exx »

Ich fand die Mako Fahrten auch recht cool. Und im speziellen bei der Ruine kann man mehr die Umgebung aufsaugen wenn man einfach W gedrückt hält und sich dann umsieht. Wenn man durchrennen würde müsste man alle paar Meter Stamina chargen und kuckt nur noch vorne. Wenn ich allerdings 2 Minuten durchfahr halte ich die Kamera nicht still sondern kuck mich halt um, um mich zu beschäftigen.



Den einzigen wirklichen Kritikpunkt den ich mit ME1 hab ist das alle Gebäude in den Nebenmissionen gleich aussehen. Immer die selben drei Teile mit der selben Textur. Ansonsten hat mir im ersten alles Spaß gemacht und ich hab auch alles gemacht(bis auf das Sammeln von den Rohstoffen, das war selbst mir zu blöd :D ).

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Erlkönig
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von Erlkönig »

bigben666 hat geschrieben:Die Ruine war eine gute Szene, aber hat sie durch den Mako gewonnen? Oder hätte man sie nicht auch so bauen können, dass man zu Fuß durch so eine Anlage baut?
Sehr gutes Argument, dies wäre natürlich auch möglich gewesen. Denkbar viele erzählerische und spielerische Kniffe wären dafür geeignet.
Allerdings gerade die Möglichkeit, mit dem Mako weite Distanzen zu überbrücken und damit die Weitläufigkeit der verfallenen Ruinen zu ergründen, gelingt in einem Fahrzeug eindrucksvoller als zu Fuß. Stell Dir vor man fährt durch ein verfallenes New York innerhalb weniger Minuten. Der emotionale Impakt bzw. die pure Masse des Gesehenen ist wohl deutlich höher, als wenn Du 3 verfallene Blocks zu Fuß passierst in der gleichen Zeit.

biaaas
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von biaaas »

biaaas hat geschrieben:Wegen Euch habe ich mir gerade Origin installiert um die Trilogie ein drittes Mal zu spielen.....
Bin gerade mitten in Mass Effect 3. Was mich bei diesem Durchgang ziemlich nervt ist die "Sicherheitskontrolle" vor dem "War Room".
Mir ist die bei den letzten Durchgängen nie so aufgefallen.

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exx
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Registriert: 10. Apr 2017, 22:07

Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von exx »

biaaas hat geschrieben:
biaaas hat geschrieben:Wegen Euch habe ich mir gerade Origin installiert um die Trilogie ein drittes Mal zu spielen.....
Bin gerade mitten in Mass Effect 3. Was mich bei diesem Durchgang ziemlich nervt ist die "Sicherheitskontrolle" vor dem "War Room".
Mir ist die bei den letzten Durchgängen nie so aufgefallen.
Der Scanner ist doch eine "versteckte" Ladezeit soweit ich weiß. Im Gegensatz zu den Aufzügen aus dem ersten kann man diese aber afaik nicht rausmodden.
Bin gerade selbst im dritten Teil, auch wenn noch ziemlich am Anfang. Spiele es diesmal mit vielen Mods und es gefällt mir schon deutlich besser als beim letzten Mal.

Puffizard
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Re: Auf ein Altbier: Mass Effect

Beitrag von Puffizard »

Mass Effect DLC Verkaeufe sind Scheisse. Ich habe bei ME2 und ME3 jeweils die Ultimate Edition gekauft, wo dann keine DLC dabei waren, sondern Soundtrack blabla oder so dabei waren. Habe alle guten DLC dann gecrackt :'D Weil das mit den BioWare Punkten habe ich nicht gecheckt.

Meine Lieblingscrewmitglieder scheinen irgendwie ganz anders zu sein als alle anderen hier :'D Thane, Grunt und Jack sind wahrscheinlich meine Lieblingscharaktere und Crewmitglieder, Legion finde ich auch richtig cool. Und in meinem Ersten Playthrough von ME2 sind Jack und Thane verreckt :'D Ich bin Stunden zurueck auf ein altes Savegame nur um den beiden den Arsch retten zu koennen. Und mich hat das dadurch auch richtig mitgenommen wie Thane in ME3 letztendlich nicht zu retten war. Die Konflikte, die Beziehungen, WAHNSINN. Ich schwelge schon in Erinnerungen und will wieder alle 3 Teile durchspielen. Das schafft bei mir sonst nur noch Herr der Ringe, wo ich auch gerne schnell in Melancholie verfalle und gerne nochmal alle schauen wuerde.

Mass Effect hat einige Momente fuer die Spielegeschichte. Das Ende von ME2 war wow. Der Angriff auf die Erde. Die Protheanische KI in ME1, die erklaert was die Reaper machen. Die Szene, in der Tali sich umbringt (sorry an Tali-fans, ich finde die Geth sind cooler :'D).

Das Ende von ME3 fand ich umso enttaeuschender, da letzten Endes alles was du machst keinen Unterschied macht. In ME2 war das Ende grossartig, weil alles passieren kann, und du alles beeinflussen kannst! In ME3 dachte ich genauso, fuck ich habe MORDIN UMGEBRACHT um ne bessere Verteidigung zu haben... und am Ende war alles umsonst? Ich haette ihn auch am Leben lassen koennen etc. etc.. Das war unglaublich frustrierend.

@Jochen: 2. Do NOT piss off the Podcasters. Ich hoffe du vergibst mir, ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen, weil ich Mordin getoetet habe, pls no ban

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