Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

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Joschel
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Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Joschel » 9. Apr 2017, 09:50

Hallo , habe gerade in den aktuellen Sonntags-Podcast reingehört.

Bin eher Gelegenheitsspieler (also eher Cashual) und technisch wenig versiert und gespielt habe ich von der Reihe bisher nur Bloodborne und Dark Souls 3 (Danke an den Tipp von Vinter)
Bloodborne finde ich noch als wesentlich fesselnder als Dark Souls, da das Gameplay etwas schneller und das Inventar schlanker aufgebaut ist.

Groß war die Freude, dass hier auch mal etwas über die Faszination der DS/Bloodborne-Reihe gesagt wird - bisher wurde die Reihe nur als schwer dargestellt.

Ich suchte Bloodborne jetzt seit etwa 150 Stunden - obwohl ich auch Zelda und andere Spiele begonnen habe, werde ich jeden Tag wieder rückfällig und kämpfe mich doch wieder durch Old Yharam.

Ich hasse unfaire Spiele und beende diese immer sofort.

Frage an Sebastian: Was genau empfindest du an Dark Souls als unfair?

Andre hat ja einige Punkte gut dargelegt, warum das Spiel dauernd Entscheidungen abverlangt - aber da sind noch viel mehr tolle Dinge:

Die dichte Athmosphäre, das Knarren der alten Türen, die Sounduntermalung, diese abartig geilen Kreaturen, die alle ihre Eigenarten haben.

Das Spiel hat außerdem mehrere Enden, kann problemlos mit anderer Taktk mehrmals gespielt werden. Ist die Übung erstmal da, fliegt man nur so durch die Welten und kann sich auf ganznandere Dinge wie Storylines o.ä. konzentrieren, die man zuerst liegen gelassen hat, da man einfach froh war, durch zu kommen.

Kann jedem Beginner nur raten, sich mit Geduld bis zum 3. Boss durchzuspielen, am besten mit Hilfe von Youtube-Videos. Dann ist der Frustfaktor geringer, die Neugier dafür größer.

Bin ich jetzt Fanboy? Möglich. Das Spiel ist auch sicher nichts für jedermann - mir ist nur daran gelegen, dass es nicht in eine Frustecke abgeschoben wird, als zu schwer abgestempelt oder gar unfair dargestellt wird.

Bin auf andere Meinungen gespannt.

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Desotho
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Desotho » 9. Apr 2017, 10:03

Ich habe mal Dark Souls 1 angespielt nachdem es das mal für nen 5er im Sale gab. Mir gibt das Spiel nichts und es hat ja auch keine Story auf die ich mich freuen könnte (bitte jetzt nicht auf Webseiten und Youtube Videos verweisen - in der Form interessiert mich eine Story nicht).

Was mich übrigens angekotzt hat bei dem Spiel war die Wegfindung (meine eigene). Ich würde mich vermutlich noch in meinem eigenen Schrank verlaufen, das Schönste was man mir geben kann ist ein hübscher Schlauch-Level oder eine Umgebung in der ich einfach Luftlinie quer durch zu meiner Zielmarkierung laufen kann :D
In NieR Automata bin ich in der Fabrik einmal ne Stunde im Kreis gelaufen und halb wahnsinnig geworden bis ich germerkt habe, das ich jedesmal am Ende den Aufzug genommen und damit wieder zum Anfang des Levels gefahren bin.

Aber die Spiele haben ihre Fangemeinde und das ganz sicher nicht zu unrecht. Ich mag dafür andere Spiele mit denen andere Leute nichts anfangen können.

Ich finde den Erfolg der Reihe auch durchaus gut. Ich glaube kaum ein westlicher Publisher hätte ein derartiges Spiel in der heutigen Zeit durchgewunken, weil er dafür keine nennenswerte Zielgruppe gesehen hätte.
Letztendlich ist es der kranke Scheiss für den ich japanische Spiele im allgemeinen mag (aber halt nicht jedes Einzelne ^^).
Zuletzt geändert von Desotho am 9. Apr 2017, 10:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Joschel
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Joschel » 9. Apr 2017, 10:10

Für diejenigen, die viel Wert auf Story legen ist das sicher nicht das richtige Spiel.

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Desotho
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Desotho » 9. Apr 2017, 10:23

Genau das meine ich. Es wird ein sehr gutes Spiel sein, es ist aber für mich persönlich nicht das richtige Spiel.
El Psy Kongroo

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Haferbrei
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Haferbrei » 9. Apr 2017, 10:35

Ich war zunächst auch immer sehr skeptisch bezüglich des Reizes, der diese Reihe ausmacht. Als der Hype um das erste Dark Souls damals aufkam saß ich zumeist gelangweilt und mit Fragezeichen in den Augen vor diversen Testvideos und habe mich gefragt "Was soll an dieser grafisch veralteten Monsterkloppe denn so toll sein?".
Irgendwann aber kam der Sale und ich habe mich der Sache einmal angenommen (damals noch schön mit Steam/GfWL-Doppel-DRM). Nach drei Stunden ziellosem hin und her habe ich meinen ersten Charakter wieder in die Tonne gekloppt und neu angefangen, weil ich das Gefühl hatte, irgendetwas falsch zu machen. Also von vorne und mit etwas mehr Aufmerksamkeit. Da hat es dann *klick* gemacht in meinem Fall. Je mehr ich auf Details in der Umgebung geachtet habe, desto mehr hat sich schließlich auch mir der Reiz erschlossen. Ich empfand es vergleichbar mit einer sehr (archaischen und kruden) Schnitzeljagd, die mir immer die Karotte vor die Nase gehalten hat. Ich wollte einfach immer wissen, was mich eine Ecke/Abbiegung/Etc. weiter erwartet. Dazu kommt das tolle Kampfsystem mit den vielen Waffen und unterschiedlichen Herangehensweisen, die den eigenen Spielstil so massiv beeinflussen können, dass man sich bei über jede neue Waffe wie ein kleines Kind freut.
Diese Faszination hat mich bis heute nicht losgelassen und ich habe seitdem alle Auswüchse der SoulsBorne-Reihe (abzüglich Demons Souls mangels PS3) quasi verschlungen.

PS: Vielleicht wäre die "The Fire Fades Edition" von Dark Souls III, die am 21.04. erscheint, ein geeigneter Anlass, um der Reihe einen Sonntagspodcast oder zumindest eine Wertschätzung zu widmen. Da Dark Souls III auch der kürzeste Teil der Reihe ist (ich habe für meinen ersten Durchlauf mit allen Bossen etwa 30h benötigt, scheint laut howlongtobeat.com auch etwa der Durchschnitt zu sein) und eine wunderbare Amalgamation aller vorhergehenden Teile darstellt, wäre es doch eine durchaus passende Gelegenheit, die euch ebenfalls nicht zu lange von anderen Aktivitäten abhalten sollte.

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Andre Peschke
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Andre Peschke » 9. Apr 2017, 11:11

Joschel hat geschrieben:Kann jedem Beginner nur raten, sich mit Geduld bis zum 3. Boss durchzuspielen, am besten mit Hilfe von Youtube-Videos.
Bei sowas bin ich normal sofort raus. Das ist wie "Wenn du die Bücher gelesen hast, ist Witcher 3 so viel besser" - don't care. Wenn ich das Buch erst lesen muss, damit das Spiel gut ist, ist das Spiel scheiße. Wenn ich Youtube-Videos schauen muss, damit das Spiel gut wird, ist das Spiel scheiße.

Zum Glück stimmt es ja in beiden Fällen nicht (Witcher 3 fand ich gut, ohne eines der Bücher gelesen zu haben und in Bloodborne kam ich klar, ohne je ein YT-Video zu schauen). Mich hat nur die Aussage getriggert. :D Mitglieferte Dokumentation wie ein Handbuch, gerne. Aber externe, unabhängige Quellen - keine Lust.


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Soulaire
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Soulaire » 9. Apr 2017, 11:41

Joschel hat geschrieben:
Kann jedem Beginner nur raten, sich mit Geduld bis zum 3. Boss durchzuspielen, am besten mit Hilfe von Youtube-Videos. Dann ist der Frustfaktor geringer, die Neugier dafür größer.
Blind sind die Souls-Spiele am besten, da gibt es keine zwei Meinungen eigentlich.
Natürlich ist es aber besser mit Hilfe zu spielen als komplett aufzuhören, gibt ja auch schließlich viele großartige Sachen in Souls-Games außerhalb der Herausforderung.
Joschel hat geschrieben:Für diejenigen, die viel Wert auf Story legen ist das sicher nicht das richtige Spiel.
Da muss man aufpassen, wenn man sagt Dark Souls hat keine gute Story. Viele meinen ja auch, dass Witcher3 eine gute Story hat, meinen aber hauptsächlich nicht die Hauptstory, sondern das gesamte Universum.
Genauso ist es mit Dark Souls, diese Welt hat Tiefgang und erzählt in der Tat eine Geschichte/n. Sogar jedes einzelne Gebiet und jeder NPC hat seinen Platz in der Lore.Nur wird diese "Story" einem nicht durch Wegpunkte auf der Minimap angezeigt, oft werden einem auch Dialoge verwehrt, wenn man nicht in einem bestimmten Zeitfenster (bspw zwischen 2 Bossen) diese anspricht. Das ist natürlich im ersten Moment abschreckend, erhöht aber das Belohnungsgefühl ungemein, wenn man mal etwas selber herausgefunden hat und sich so sein ganz eigenes Bild von der Welt machen kann. Man wird halt nicht an die Hand genommen und es gibt nichts was ich mehr in Videospielen "hasse"...

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Andre Peschke
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Andre Peschke » 9. Apr 2017, 11:46

Soulaire hat geschrieben:Genauso ist es mit Dark Souls, diese Welt hat Tiefgang und erzählt in der Tat eine Geschichte/n. Sogar jedes einzelne Gebiet und jeder NPC hat seinen Platz in der Lore.Nur wird diese "Story" einem nicht durch Wegpunkte auf der Minimap angezeigt, oft werden einem auch Dialoge verwehrt, wenn man nicht in einem bestimmten Zeitfenster (bspw zwischen 2 Bossen) diese anspricht.
Ich finde, DS und Bloodborne funktionieren mit dem Dear-Esther-System der Blank-Spaces. Das Spiel wirft dem Spieler Bröckchen hin und seine Fantasie füllt diese Lücken auf. Indem tatsächlich, alle Bröckchen zusammengenommen, eine einigermaßen kohärente Erzählung vorhanden ist, funktioniert das sogar ganz ordentlich, da meine eigene extrapolierte Geschichte dadurch zwar vielleicht nachkorrigiert wird, aber nicht völlig infrage gestellt. Selbst wenn man nur mitnimmt, über was man stolpert, entsteht dadurch eine Geschichte im Kopf.

Das würde ich nicht als "gutes Geschichtenerzählen" betiteln und erst recht nicht einem Spieler empfehlen, der eine gute Geschichte sucht (weil damit ja meistens gemeint ist, dass er diese Geschichte erzählt bekommen will - nicht, dass er sie dem Spiel abringen muss). Aber es funktioniert.

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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von LordJennings » 9. Apr 2017, 12:19

Also ich fand Dark Souls 1 war das schwerste Spiel aller Zeiten! Ich hab es mir auch für nen Fünfer im Steamsale gekauft und bin laut Steam auf exakt 36 Minuten gekommen. Dementsprechend habe ich sehr wenig von der Story oder den Gegnern gesehen, dafür habe ich weitaus mehr mit der unglaublich miserablen Steuerung zu kämpfen gehabt. Selbst mit Gamepad (der Art "Playstation") war es nicht zu spielen.

Wenn der eine oder andere da einen Tipp zur Verbesserung hat (und ja Onkel Google hab ich auch schon befragt) würde ich mich sehr darüber freuen :D

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Soulaire
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Soulaire » 9. Apr 2017, 12:21

Andre Peschke hat geschrieben:


Das würde ich nicht als "gutes Geschichtenerzählen" betiteln und erst recht nicht einem Spieler empfehlen, der eine gute Geschichte sucht (weil damit ja meistens gemeint ist, dass er diese Geschichte erzählt bekommen will - nicht, dass er sie dem Spiel abringen muss). Aber es funktioniert.
Wenn man sich am Medium Film orientiert ist das sicherlich richtig. Dort versteht man unter Story ja hauptsächlich den Plot. Herr der Ringe hat zum Beispiel einen sehr einfachen Plot, aber ein sehr glaubhaftes und vielfältiges Universum. Gute Filme haben auch sehr viele implizite Details, die erst das Gesamtwerk ausmachen.
Videospiele sind meiner Meinung die nächste Stufe davon und können bei mir erst ihre echte Magie entfalten, wenn eine gewisse Tiefe gegeben ist.
Natürlich kann eine explizite Story förderlich sein und den Spieler nochmal extra motivieren und andere Reize setzen. Ich glaube aber, dass es unterbewusst schon lange beim Spieler angekommen ist, dass explizite Storys in Spielen weniger gut funktionieren und dies auch einer der Gründe ist warum Open World so erfolgreich ist.

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mrz
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von mrz » 9. Apr 2017, 15:39

LordJennings hat geschrieben:Also ich fand Dark Souls 1 war das schwerste Spiel aller Zeiten! Ich hab es mir auch für nen Fünfer im Steamsale gekauft und bin laut Steam auf exakt 36 Minuten gekommen. Dementsprechend habe ich sehr wenig von der Story oder den Gegnern gesehen, dafür habe ich weitaus mehr mit der unglaublich miserablen Steuerung zu kämpfen gehabt. Selbst mit Gamepad (der Art "Playstation") war es nicht zu spielen.

Wenn der eine oder andere da einen Tipp zur Verbesserung hat (und ja Onkel Google hab ich auch schon befragt) würde ich mich sehr darüber freuen :D
Die Padsteuerung ist eigentlich ziemlich hervorragend und präzise und das Kampfsystem is mit der größte Grund der Faszination und des Spielspaßes an DS.

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mrz
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von mrz » 9. Apr 2017, 16:01

Hab auch mehr Probleme mit Mega Man als mit DS.

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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von lolaldanee » 9. Apr 2017, 16:08

Hm, immer diese Diskussionen über den Schwierigkeitsgrad... Ich persönlich dagegen finde schon das Art- und vor allem Gegnerdesign von From Software Spielen so über alle Maßen gräßlich, dass ich nicht mal dazu kommen würde am ersten Gegener zu scheitern.

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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von LordJennings » 9. Apr 2017, 16:09

mrz hat geschrieben:
Die Padsteuerung ist eigentlich ziemlich hervorragend und präzise und das Kampfsystem is mit der größte Grund der Faszination und des Spielspaßes an DS.
Also bei der Portierung auf den PC muss da massiv was schief gelaufen sein... Scheinbar wurde das nur für Xbox-Controller gemacht (jedenfalls im Menüinterface) und auch dort sind die Tasten falsch benannt...
Axel hat geschrieben:
Da hat noch nie jemand Ghosts n Goblins gespielt. :mrgreen:
Ich hatte mich da auf meinen Kampf mit der Steuerung bezogen, nicht auf das eigentliche Spiel. Bevor ich überhaupt in das Spiel eintauchen konnte, hatte mich die Steuerung frustriert... :o

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Andre Peschke
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Andre Peschke » 9. Apr 2017, 16:18

lolaldanee hat geschrieben:Ich persönlich dagegen finde schon das Art- und vor allem Gegnerdesign von From Software Spielen so über alle Maßen gräßlich, dass ich nicht mal dazu kommen würde am ersten Gegener zu scheitern.
Blasphemie! Bringt Holz und Öl!!!1

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Haferbrei
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Haferbrei » 9. Apr 2017, 16:20

LordJennings hat geschrieben:
mrz hat geschrieben:
Die Padsteuerung ist eigentlich ziemlich hervorragend und präzise und das Kampfsystem is mit der größte Grund der Faszination und des Spielspaßes an DS.
Also bei der Portierung auf den PC muss da massiv was schief gelaufen sein... Scheinbar wurde das nur für Xbox-Controller gemacht (jedenfalls im Menüinterface) und auch dort sind die Tasten falsch benannt...
Axel hat geschrieben:
Da hat noch nie jemand Ghosts n Goblins gespielt. :mrgreen:
Ich hatte mich da auf meinen Kampf mit der Steuerung bezogen, nicht auf das eigentliche Spiel. Bevor ich überhaupt in das Spiel eintauchen konnte, hatte mich die Steuerung frustriert... :o
Ja, bei der PC-Version des ersten Teils ist so einiges schief gelaufen. Neben der Geschichte mit dem Interface gibt es auch diverse Probleme bezüglich Auflösung und Framerate, die sich nur durch inoffizielle Patches lösen lassen. Da hat FromSoftware leider ziemlichen Mist gebaut.

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mart.n
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von mart.n » 9. Apr 2017, 17:30

Also.. Ich hab 4 Spiele, die ich echt über alles liebe. Das sind Demon's Souls und Dark Souls 1-3. Es sind die einzigen Spiele, bei denen ich eine Platinum Trophäe hab. Und ich werde wohl auch niemals sonst eine machen.

Für mich sind das einfach die Spiele schlechthin. Es gibt nichts besseres. Es ist quasi alles genial. Und jedes Mal, wenn ich für die letzte Trophy einen 5 Tages Grind hinlegen musste, hab ich geflucht wie ein Rohrspatz. Und es trotzdem gemacht. Es gibt einfach keine Spielreihe, die mich mehr gefesselt hat. Die Atmosphäre. Das Gameplay. Die Min Max Möglichkeiten. Alles perfekt.

Nur BB war absolut nicht meins. Hab es nicht mal durchgespielt. Das ist gegen die NG++++++++ Orgien bei Souls wirklich erstaunlich. Aber ich fand es einfach nur doof. Keine Taktik mehr, keine Ausrüstungsoptimierung, keine Magie.

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XfrogX
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von XfrogX » 9. Apr 2017, 18:22

Also ich gehöre zu denen die damals von demon souls gehört haben wie hart und schwer es wäre und es liegen gelassen haben. Dann kam Dark souls und wieder die selben Geschichten nur nun auch mehr Lob und mehr Erklärungen. Aber ich habs nicht geholt. Dann kam irgendwann Teil 2 der bei mir aber ziemlich untergegangen war auch weil ich wohl im Kopf schon den Hacken gemacht habe es gab 2 teile beide habe ich nicht gespielt warum nun einsteigen.

Aber dann kam die ps4 und es gab einfach wenig zu spielen aber ds2 mit allen dlc besserer Grafik usw. Und zumindest hier im Laden lag es dann für 45€ also mal mitgeholt.

Und auch da ich habe es angefangen und nach 3 Stunden frustriert weg gelegt. Aber ich war angefixt also nach 2-3 anderen spielen es wieder eingelegt und noch mal begonnen dieses Mal konzentriert und mit der Lust es nun mal zu begreifen was daran manche so begeistert. Und dann hat es mich bekommen. Und bis heute ist es etwas das mich extrem fesselt. Aber mich auch immer noch fertig macht 2-3 Stunden und ich bin durch dann brauche ich eine Pause vom Spiel.
Aber anders als viele andere spiele fesselt es mich auch nach Wochen noch und jetzt beim schreiben denke ich gerade wieder okay ds2 könnte ich mal wieder anfangen.

Da ich Konsolen Spieler bin hoffe ich das from Software nochmal gute Ports von demon souls und dark souls 1 auf die ps4 bringen. Aber solange reichen mir auch ds2,3 bb und auch nioh selbst Lords of the fallen hat mich irgendwie gefesselt. Während mit 2 Open World spiele hinter einander oft schon schwer fallen.

Und ich bin kein guter Spieler die meisten Spiele spiele ich gleich auf leicht. Aber gerade from Software trifft diesen Mittelweg aus zu schwer und zu wenig Reiz weiter zu machen perfekt. Glaube auch weil es keine wirkliche handfeste Story gibt.

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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von m4rcus » 9. Apr 2017, 18:51

Ich denke, dass bei den Spielen aus der Souls-Reihe die Herausforderung im Mittelpunkt steht, sich kontinuierlich schwierigen Situationen zu stellen und diese mit dem Glauben an die eigene Kompetenz (früher oder später) zu meistern. Für mich kommt hier das Argument der Ausdauer ins Spiel, nämlich wie lange ich benötige (= wie lange meine Ausdauer reicht), um einen bestimmten Gegner zu „verstehen“ und ihn dann zu besiegen. Man erlebt dabei, dass die eigenen spielerischen Anstrengungen (auch über u.U. zahlreiche Fehlversuche hinweg) letztlich immer zum Erfolg führen. Ich persönlich finde das herausfordernd und schön, weiß aber, dass dies nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Elitarismus hat damit nichts zu tun. Diese Form der spielerischen Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Ermutigung hat wohl auch einigen Leuten bei Problemen mit „mental health issues“ (z.B. ParagonDS, s. YouTube) geholfen - zumindest laut eigener Aussage.
Andre Peschke hat geschrieben: Ich finde, DS und Bloodborne funktionieren mit dem Dear-Esther-System der Blank-Spaces. Das Spiel wirft dem Spieler Bröckchen hin und seine Fantasie füllt diese Lücken auf. Indem tatsächlich, alle Bröckchen zusammengenommen, eine einigermaßen kohärente Erzählung vorhanden ist, funktioniert das sogar ganz ordentlich, da meine eigene extrapolierte Geschichte dadurch zwar vielleicht nachkorrigiert wird, aber nicht völlig infrage gestellt. Selbst wenn man nur mitnimmt, über was man stolpert, entsteht dadurch eine Geschichte im Kopf.

Das würde ich nicht als "gutes Geschichtenerzählen" betiteln und erst recht nicht einem Spieler empfehlen, der eine gute Geschichte sucht (weil damit ja meistens gemeint ist, dass er diese Geschichte erzählt bekommen will - nicht, dass er sie dem Spiel abringen muss). Aber es funktioniert.

Andre
Eine dunkle, feindliche Welt, in der sich niemand dafür interessiert, Dir eine vorgekaute Geschichte zu präsentieren. Der Begriff „Blank spaces“ trifft es mE ganz gut. Ganz wie im richtigen Leben: Du triffst auf Leute, bekommst einige Informationen von ihnen/über sie mit und konstruierst Dir Deine Weltsicht auf Basis der Fragmente, die Du eingesammelt hast. Dabei dann notwendigerweise entstehende „Blank spaces“ füllst Du selber. Der Glaube, die Welt vollumfänglich (oder auch nur eine einzige Geschichte daraus) mit „letzter Wahrheit“ zu verstehen ist eine Illusion. Das bilden die Souls-Spiele mE gerade deshalb so gut ab: Jeder hat seine eigene Geschichte im Kopf. Muss man nicht mögen, mir gefällt es aber. Oder wie Du es sagst: Es funktioniert für mich.

Joschel
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Re: Zeit für einen sachlichen Dark Souls/Bloodborne-Thread

Beitrag von Joschel » 9. Apr 2017, 19:02

Andre Peschke hat geschrieben:
Joschel hat geschrieben:Kann jedem Beginner nur raten, sich mit Geduld bis zum 3. Boss durchzuspielen, am besten mit Hilfe von Youtube-Videos.
Bei sowas bin ich normal sofort raus. Das ist wie "Wenn du die Bücher gelesen hast, ist Witcher 3 so viel besser" - don't care. Wenn ich das Buch erst lesen muss, damit das Spiel gut ist, ist das Spiel scheiße. Wenn ich Youtube-Videos schauen muss, damit das Spiel gut wird, ist das Spiel scheiße.

Zum Glück stimmt es ja in beiden Fällen nicht (Witcher 3 fand ich gut, ohne eines der Bücher gelesen zu haben und in Bloodborne kam ich klar, ohne je ein YT-Video zu schauen). Mich hat nur die Aussage getriggert. :D Mitglieferte Dokumentation wie ein Handbuch, gerne. Aber externe, unabhängige Quellen - keine Lust.


Andre

Andre, Du bis auch ein erfahrener Spieler, habe sogar gerüchteweise gehört, dass Du beruflich mit Games zu tun hast. Da hast Du so ein Gameplay sicher chnekl raus.
Jemand wie ich, der wenig Erfahrung und max 1-2 Stunden pro Tag spielen kann, für den ist ein kleines Let's Play-Tutorial durchaus hilfreich und frustsparend.
Mein Witcher-Tutorial-Video war übrigens auch von Dir - paar Minuten - das reicht, wenn man sich mit solchen Spielen nicht auskennt.
Ein Buch würde ich auch niemals für ein Game lesen. Für gute Storys schau ich dann doch lieber Netflix.

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