Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

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Neobone
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Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von Neobone » 22. Sep 2017, 06:07

Gleich zum Beginn, der Herr Steidle hätte das Addon bis Ende spielen sollen, denn das ist nämlich etwas verändert worden und man bekommt einen Hinweis das es ein XCom3 geben wird und was es wahrscheinlich sein wird.

Ich finde persönlich das das Addon die 40EUR werd ist, man darf ja nicht vergessen das das immer noch 10 EUR unter dem Hauptspiel ist und eine Menge Neuerungen mitbringt.
Allein die Menge der Zwischensequenzen wurden locker verdoppelt, das Gameplay was durch die neuen Fraktionen hinzukommt erweitert den Umfang noch mal erheblich, viele Maps sind komplett neu gestaltet.
Vergleicht man das mal mit dem Unterschied von XCom1 zu XCom2 dann ist auch dort trotz anderer Kampagne der Unterschied im Basisgameplay auch nicht viel anders und das für 50 EUR.

Decius
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von Decius » 22. Sep 2017, 06:38

Ich finde es auch das Geld mehr als wert, aber 40 € ist trotzdem ein steiler Preis, und die 80-90 €, wenn man XCom 2 nicht schon hat noch mal noch schlimmer. Da muss man vorher schon wissen, dass einem diese Art von Spiel sehr zusagt (und dann sollte man XCom 2 ja schon haben...)

PS: die Änderung am Endkampf ist aber ein minimaler Teaser, das ist jetzt nicht wirklich sehr relevant (auch wenn ich mich freuen würde wenn es kommen würde, habe es damals geliebt, viel mehr als UFO).

Sawkrates1982
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von Sawkrates1982 » 22. Sep 2017, 12:44

Ich finde das Add-On ist die 40 Euro wirklich wert!

Nur das Ende hätte man besser machen können. Irgendwie kam das dann viel zu schnell und zack war es vorbei. Ich meine ich habe vielleicht 4 Stunden vorher erst die Chosen besiegt und dann bricht sofort die ganze Advent Herrschaft zusammen.

Aber das der Herr Steidle das Spiel nicht durchgespielt hat und dann sagt am Ende hat sich nichts verändert... fand ich als sehr unpassend. Das es dem Stange auch nicht besonders gepasst hat oder er sehr überrascht war hat man ihm sofort angehört!
Die Geschichte ist eine endlos stumpfsinnige Liste von Sterblichen, die geboren wurden, nichts von Wert leisteten und dann starben. Das bedeutet, sich darüber zu streiten, wer die schönste Sandburg hat, während die Wellen näher kommen.-Fane, Divinity: OS2

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philoponus
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von philoponus » 22. Sep 2017, 13:57

Ich investierte die 40 Euro dafür sehr gerne. Vermisst - oder überhört - habe ich in der Wertschätzung den Hinweis darauf, dass man durch die neue Action-Point-Mechanik jetzt ganz andere Builds erstellen kann. Früher etwas musste man sich zwischen dem Supersanitäter und Kampfhacker entscheiden, jetzt kann beides kombinieren. Das potenziert natürlich die taktischen Möglichkeiten.

Sehr wahrscheinlich mein Spiel des Jahres (wie Xcom 2 davor).

Rüdiger Steidle
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von Rüdiger Steidle » 22. Sep 2017, 16:55

Nun ja, ich habe die Chosen besiegt. Meiner Kenntnis nach, gibt es danach nichts nennenswert Neues mehr (den Nachfolger-Hinweis im Abspann jetzt mal außen vorgelassen). Aber vielleicht habe ich ja doch etwas verpasst? Ich schätze mal, viel mehr als fünf Stunden zusätzlich hätte die Story nicht mehr gedauert, die ab da ja wieder weitgehend dem Hauptprogramm entspricht. Welche neuen Erkenntnisse hätten mich da denn noch erwartet? Falls Spoiler-Gefahr droht, gerne entsprechend kennzeichnen.

Ob einem die Änderungen nun 40 Euro wert sind oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Für mich ist das Add-on deutlich zu hoch gepreist. Netto holt man aus der Erweiterung vielleicht fünf bis zehn Stunden extra heraus; den Rest kennt man aus dem Hauptprogramm. Dafür hätten auch 20 Euro gereicht. Ich gebe aber gerne zu, dass ich schon das Original weniger supertollgalaktisch finde als die meisten Spieler.

Smartie
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von Smartie » 22. Sep 2017, 17:17

Ich teile Rüdigers Meinung, dass "War of the Chosen" zu teuer ist. Damit wir uns nicht falsch verstehen: XCOM2 wird durch das Add-on deutlich runder und besser. Mir haben die neuen Klassen, vor allem der Scharmützler, sowie die neuen Level (U-Bahn) und Missionstypen gut gefallen. Gleichwohl sehe ich einfach nicht, was bei "War of the Chosen" einen Verkaufspreis von 40€ rechtfertigt. Ist es ein gutes Add-on? JA! Bietet es mehr als die üblichen Add-ons zu Strategiespielen oder im Vergleich zu XCOM: Enemy Within? NEIN! 29,90 wären m.E. ok gewesen.
Mich würde zudem interessieren, wie ihr die Schwierigkeit des GAmes einschätzt. Meiner Meinung nach ist XCOM2 mit dem Add-on leichter geworden als noch in der Vanilla-Version. KLar, die Chosen können einem ordentlich zusetzen, aber man bekommt ja die neuen KLassen dazu, außerdem kann man die Soldaten besser skillen. ZUdem bekommt man irgendwann die Waffen der Chosen- alles in allem ist man dann kaum zu stoppen. Das war zwar im Endgame bei XCOM2 schon so, vom Gefühl her fand ich die Kampagne jetzt aber wegen besagter Aspekte leichter (habe allerings auf Ironman/Normal) gespielt).
Zuletzt noch eine Sache, die mich bei der Berichterstattung zu "War of the Chosen" maßlos geärgert hat: Kurz nach Bekanntgabe des Veröffentlichungstermins wurde von Seiten des STudios erklärt, der INhalt des Expansions würde "für ein XCOM3" reichen. Diese Formulierung war selbstverständlich strategisch gewählt, um später eine Begründung für den hohen Verkaufspreis zu haben. Aus Sicht des Studios ist das nachvollziehbar, peinlich wurde es aber, als in diversen Tests diese Formulerierung meist unkritisch aufgegriffen wurde. Dann wurde mit Formulierungen wie "ein Xcom2.5" gearbeitet, Rüdigers Wertschätzung war aber einer der wenigen, in denen man der Frage nach dem hohen Preis in angemessener Distanz nachgegangen ist. Ich bereue nicht, die 40 TAcken bezahlt zu haben, weil ich mit dem Expansuion meinen Spaß hatte. Gleichwohl: Wenn die 40 Euro ein Testballon des STudios waren, um zu sehen, ob die Kunden da mit ziehen, dann werden die Expansions bei 2k in Zukunft immer soviel kosten.
Und nur zum Vergleich: EIN Spiel wie Divinity Original Sins 2 bekommt man für 45 Euro...

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Nachtfischer
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von Nachtfischer » 22. Sep 2017, 17:58

Rüdiger Steidle hat geschrieben:Für mich ist das Add-on deutlich zu hoch gepreist. Netto holt man aus der Erweiterung vielleicht fünf bis zehn Stunden extra heraus; den Rest kennt man aus dem Hauptprogramm.
Ich will nicht sagen, dass du falsch liegst. Auf den ersten Blick sehe ich es im Ergebnis ähnlich. Was ich aber bei einem dynamischen Strategiespiel wie XCOM, das ohnehin auf wiederspielbare Partien ausgelegt ist (und nicht auf "konsumieren und wegwerfen"), etwas seltsam finde, ist die Argumentation in Stunden. Kaufen sich die Leute wirklich primär die Erweiterung für "5 Stunden mehr Story"?

Meines Erachtens geht es eher um eine überholte Version des Grundspiels. Wenn man so will ist es ein riesiger Patch mit ein paar neuen Inhalten. Quasi das "XCOM 2017", um den FIFA-Vergleich zu bemühen. Und wenn das Grundspiel rundherum aufgewertet wird, dann ist das auch der wahre Wert des Addons - und nicht die 5 Stunden längere Kampagne. Erweiterte taktische und strategische Optionen wurden hier schon genannt. Rock, Paper, Shotgun widmete dem neuen Forschungssystem einen ganzen Artikel. Da werden Änderungen am Kerngameplay vorgenommen, um es zu verbessern, langfristig wiederspielbar zu machen etc. Es geht also erstmal um die Aufwertung der 20-stündigen Kampagne (und jedes weiteren Durchlaufs). Und als Dreingabe bekommt man neuen Content dazu.

Rüdiger Steidle
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von Rüdiger Steidle » 22. Sep 2017, 19:14

Ich kann Smarties Beitrag voll unterschreiben. Für mich "fühlt" sich War of the Chosen auch wie ein Testballon an. Sind die Fans bereit, so viel für ein Addon zu einem sehr guten Spiel zu bezahlen? Offensichtlich sind es die meisten. Und ich sage ja auch, dass die Erweiterung den Betrag durchaus wert sein kann, wenn einem das Hauptprogramm gefallen hat und man es gerne nochmal in verbesserter und vergrößerter Form durchspielen möchte. Mir persönlich haben aber meine zwei Durchgänge nach dem Release eigentlich genügt; War of the Chosen würde ich für 20 oder vielleicht noch 30 Euro "mitnehmen" (vermutlich aber auf einen Sale warten), 40 Euro sind mir aber tatsächlich zu viel, da kommen wir schon in Vollpreis-Spiel-Regionen.

Wohlgemerkt: Ich bin ein einigermaßen sparsamer Spielekäufer. Über 40 Euro gebe ich nur in absoluten Ausnahmefällen noch für einen (PC-) Titel aus; das letzte "teure" Spiel, das ich mir geleistet habe, war Civilization 6 (und das habe ich bereut).

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philoponus
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von philoponus » 23. Sep 2017, 10:00

Rüdiger Steidle hat geschrieben:Ich kann Smarties Beitrag voll unterschreiben. Für mich "fühlt" sich War of the Chosen auch wie ein Testballon an. Sind die Fans bereit, so viel für ein Addon zu einem sehr guten Spiel zu bezahlen? Offensichtlich sind es die meisten.
Ich habe ja bewusst subjektiv geschrieben, dass mir das Addon der Preis wert war. Hatte viele Stunden Spaß durch die erneut gespielte Kampagne, und erachte die 40 Euro deshalb für gut investiert. Etwa im Vergleich dazu, was mich eine Opernstunde kostet.

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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von zackzackab » 25. Sep 2017, 13:29

Ich fands cool, dass die Erweiterung Euch ne Wertschätzung wert war.
Leider fand ich die Folge deutlich schwächer als den Content, den ich von The Pod sonst gewöhnt bin: Herr Steidle wirkte über weite Strecken unvorbereitet. Bereits bei Informationen, die ich zum Grundwissen zur Erweiterung zähle, hat er eingestanden, sich der Richtigkeit seiner Aussagen nicht sicher zu sein. Und diverse Aussagen, die als sichere Fakten präsentiert wurden, waren schlicht falsch oder zumindest Halbwahrheiten. Außerdem blieb der Podcast in ganz wesentlichen Punkte unvollständig, als es um die Verbesserungen im Vergleich zum Hauptspiel ging. Dadurch wirkte die Episode insgesamt so, als habe Herr Steidle das Spiel bei Erscheinen angespielt und sich dann mit einigem Abstand entschieden, bei einer Wertschätzung mitzumachen, ohne sich die Mühe zu machen, sich das Spielerlebnis noch einmal zu vergegenwärtigen. Ich weiß, man kann nicht von all Euren Gästen verlange, dass sie sich auf in ihrer Freizeit produzierte unbezahlte(?) Beiträge minutiös vorbereiten. Da der Content vom Kernteam aber mit hohem Aufwand, Vorbereitung und hoher Professionalität kreiert wird, fallen Beiträge, wo das nicht der Fall zu sein scheint, doch stark ab.

[Nachträgliche Ergänzung: Wenn ich vor diesem Beitrag bemerkt hätte, dass Herr Steidle hier im Forum/Thread auch vertreten ist, hätte ich meinen Beitrag direkt an ihn adressiert. Ist (eigentlich) nicht meine Art über Anwesende so zu schreiben, als wären sie nicht da.]
Zuletzt geändert von zackzackab am 25. Sep 2017, 15:01, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von philoponus » 25. Sep 2017, 13:46

Ja, mir sind auch einige Fehler und Ungenauigkeiten aufgefallen.

Decius
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von Decius » 25. Sep 2017, 14:17

zackzackab hat geschrieben:Ich fands cool, dass die Erweiterung Euch ne Wertschätzung wert war.
Leider fand ich die Folge deutlich schwächer als den Content, den ich von The Pod sonst gewöhnt bin: Herr Steidle wirkte über weite Strecken unvorbereitet. Bereits bei Informationen, die ich zum Grundwissen zur Erweiterung zähle, hat er eingestanden, sich der Richtigkeit seiner Aussagen nicht sicher zu sein. Und diverse Aussagen, die als sichere Fakten präsentiert wurden, waren schlicht falsch oder zumindest Halbwahrheiten. Außerdem blieb der Podcast in ganz wesentlichen Punkte unvollständig, als es um die Verbesserungen im Vergleich zum Hauptspiel ging. Dadurch wirkte die Episode insgesamt so, als habe Herr Steidle das Spiel bei Erscheinen angespielt und sich dann mit einigem Abstand entschieden, bei einer Wertschätzung mitzumachen, ohne sich die Mühe zu machen, sich das Spielerlebnis noch einmal zu vergegenwärtigen. Ich weiß, man kann nicht von all Euren Gästen verlange, dass sie sich auf in ihrer Freizeit produzierte unbezahlte(?) Beiträge minutiös vorbereiten. Da der Content vom Kernteam aber mit hohem Aufwand, Vorbereitung und hoher Professionalität kreiert wird, fallen Beiträge, wo das nicht der Fall zu sein scheint, doch stark ab.
Könnest du bitte explizite Kritikpunkt aufzählen, statt vage dahinzuformulieren? Was sind die "Halbwahrheiten", was ist "schlicht falsch", was sind die "Informationen, die zum Grundwissen zählen"?

zackzackab
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von zackzackab » 25. Sep 2017, 15:03

Decius hat geschrieben: Könnest du bitte explizite Kritikpunkt aufzählen, statt vage dahinzuformulieren? Was sind die "Halbwahrheiten", was ist "schlicht falsch", was sind die "Informationen, die zum Grundwissen zählen"?
Zunächst einmal ist die Behauptung, die Enden von Addon und Erweiterung seien identisch, zumindest ungenau, weil es diverse neue Zwischen- und eine neue Endsequenz gibt. Überhaupt eine Aussage über das Ende zu treffen, wenn man später selbst zugibt, dass man das Spiel nicht zuende gespielt hat, finde ich insgesamt ne fragwürdige Einstellung, wenn man bedenkt, dass die Wertschätzungen das Testformat von 'The Pod' sind.

Es ist falsch, zu behaupten, der "Stop Wasting My Time"-Mod habe es noch immer nicht ins Spiel geschafft. Es gibt schon seit langer Zeit im Grundspiel den sogenannten "Zip-Mode", der das Spiel auf Wunsch beschleunigt und damit die Probleme behebt, die der "Stop Wasting My Time"-Mod adressiert. "In War of the Chosen" existiert die Funktion natürlich auch.

Die Templar-Fraktion trifft man nicht erst "ganz zum Schluss". Normalerweise sollte das relativ fix gehen und noch geschehen, bevor man sowohl "Magnet Weapons" als auch "Predator Armor" zu Verfügung hat. 5 bis 10 Stunden dauert das normalerweise nicht.

Bei der Vorstellung der Fraktionen fielen Einschränkungen wie "wenn ich mich recht entsinne" und es wurde nicht darauf eingegangen, dass das Hochleveln der neuen Fraktionen deutlich anders funktioniert als das bei den klassischen XCom-Klassen der Fall ist. Wenn man die neuen Fraktionen selbst als Kernmechanik bezeichnet, dann erwarte ich schon, dass man diesbezüglich die Spielerfahrung so präsent hat, dass man sie sicher charakterisieren kann.

Neue Spielmechaniken wie AP und Combat Intelligence fanden überhaupt keine Erwähnung, obwohl sie wichtige Neuerungen sind.

Die Bonding-Mechanik wurde sehr verkürzt dargestellt und wirkt dadurch viel weniger komplex als sie tatsächlich ist.

Die Reaper wurden so beschrieben, als sei der Unterschied zu den Scharfschützen lediglich, dass Sie sich mehrfach neu tarnen können. Das ist sehr ungenau und erweckt den Eindruck, als handele es sich um keine echte neue Klasse; Ranger konnten schon im Hauptspiel mit der Auswahl des betreffenden Perks wieder ins Concealment zurückkehren (Conceal). Damit ist auch die Pauschalbehauptung falsch, man sei im Hauptspiel nach Entdeckung immer sichtbar geblieben. Abgesehen davon haben Reaper, im Unterschied zu Rangern, die Chance, trotz Ausführung einer Kampfhandlung unentdeckt zu bleiben und haben generell vollkommen andere Talent"bäume" als Scharfschützen. Sie sind von Hause aus auch viel mobiler als reguläre Soldaten, insbesondere "Vanilla"-Scharfschützen.

Die Behauptung, die Skirmisher-Klasse sei eine Abwandlungen der Ranger-Klasse, halte ich auch für gewagt. Sowohl was den maximalen Schusschaden aus der Nähe angeht (entscheidender Vorteil der Ranger, aber nicht der Skirmisher) als auch hinsichtlich der Art und Weise, wie der Nahkamfangriff funktioniert (Ranger sind Frontkämpfer, Skirmisher sehr viel flexibler einsetzbar), bestehen dramatische Unterschiede. Die einzige echte Gemeinsamkeit scheint mir, dass sowohl Ranger als auch Skirmisher eine Meleeattacke beherrschen.

Die Behauptung, die Grenadiere seien noch immer die stärkste Klasse, würde ich so pauschal nicht gelten lassen, weil sie, gerade zu Beginn auf Missionen mit Beteiligung der "Lost", ihre Stärken nicht ausspielen können. Denn die Grenadiere verursachen bei Granateneinsatz so viel Lärm, dass man in einer Mission mit Timer ganz schnell in eine Sackgasse gerät, wenn Lost-Schwärme von Explosionen angelockt werden.
Die Behauptung, Grenadiere seien die einzige Fraktion, die immer trifft, ist auch ungenau, weil zB "Specialists" auch Möglichkeiten haben, aus der Ferne sicher zu treffen (Combat Protocol). Abgesehen davon sind Psi-Soldaten ähnlich treffsicher wie Grenadiere und die gab es bereits im Hauptspiel.

Als die Overwatch-Funktion dargestellt wurde, wurde als Nachteil nur genannt, dass man das Ziel nicht auswählen könne. Dass es daneben auch noch ne saftige Aim-Penalty bedeutet, wurde nicht erwähnt.

Vermisst habe ich im Hinblick auf die Einführung der Chosen einen Hinweis auf bzw Vergleich mit dem Nemesis-System von Mordors Schatten, das offensichtlich Pate für die Inszenierung der Chosen gestanden hat.

Das Fazit, wenn man mit dem Hauptspiel ein Problem gehabt habe, werde sich das mit der Erweiterung fortsetzen, halte ich für gewagt, da einige Hauptkritikpunkte (zu lange Ladezeiten, zu viel Hardwarehunger, Zwangstimer) vom Addon adressiert werden. Und dass XCom2 auf Savescumming ausgelegt sei, finde ich ne kühne Behauptung. Für mich und viele Fans ist XCom nicht XCom ohne Ironman-Modus. Und dass zu XCom 2 auch das Leid des Verlusts gehört, wird vom Lead Designer (Jake Solomon) auch bei jeder Gelegenheit betont.

Die Summe all dieser Kritikpunkte hat die Folge für mich ungenießbar gemacht.
Zuletzt geändert von zackzackab am 25. Sep 2017, 23:22, insgesamt 7-mal geändert.

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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von philoponus » 25. Sep 2017, 16:45

Mir ist in Erinnerung geblieben, dass ein Spectre immun gegen Overwatch-Fire sei, was nicht stimmt. Sie haben einen sehr hohen Dodgewert, Soldaten mit gutem Aim treffen sie regelmäßig.

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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von philoponus » 25. Sep 2017, 17:23

zackzackab hat geschrieben: Die Behauptung, Grenadiere seien die einzige Fraktion, die immer trifft, ist auch ungenau, weil zB "Specialists" auch Möglichkeiten haben, sicher zu treffen und Ranger, richtig angewendet, ähnlich sicher den Tod bringen. Abgesehen davon sind Psi-Soldaten ähnlich treffsicher wie Grenadiere und die gab es bereits im Hauptspiel.
Granaten treffen immer und alle bis auf Reaper können mit welchen ausgestattet werden.

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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von zackzackab » 25. Sep 2017, 18:24

philoponus hat geschrieben:
zackzackab hat geschrieben: Die Behauptung, Grenadiere seien die einzige Fraktion, die immer trifft, ist auch ungenau, weil zB "Specialists" auch Möglichkeiten haben, sicher zu treffen und Ranger, richtig angewendet, ähnlich sicher den Tod bringen. Abgesehen davon sind Psi-Soldaten ähnlich treffsicher wie Grenadiere und die gab es bereits im Hauptspiel.
Granaten treffen immer und alle bis auf Reaper können mit welchen ausgestattet werden.
Korrekt. ;)

Spalter
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von Spalter » 25. Sep 2017, 19:08

zackzackab hat geschrieben:
philoponus hat geschrieben:
zackzackab hat geschrieben: Die Behauptung, Grenadiere seien die einzige Fraktion, die immer trifft, ist auch ungenau, weil zB "Specialists" auch Möglichkeiten haben, sicher zu treffen und Ranger, richtig angewendet, ähnlich sicher den Tod bringen. Abgesehen davon sind Psi-Soldaten ähnlich treffsicher wie Grenadiere und die gab es bereits im Hauptspiel.
Granaten treffen immer und alle bis auf Reaper können mit welchen ausgestattet werden.
Korrekt. ;)
Keineswegs korrekt. ;)

Rüdiger Steidle
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von Rüdiger Steidle » 25. Sep 2017, 19:40

http://www.duden.de/rechtschreibung/Korinthenkacker" onclick="window.open(this.href);return false;

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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von philoponus » 25. Sep 2017, 20:08

Backer im Forum beschimpfen. Großes Kino. Da hat "Auf ein Bier" ja einen großartigen Fang gemacht.

zackzackab
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Re: Wertschätzung: XCOM 2- War of the Chosen

Beitrag von zackzackab » 25. Sep 2017, 20:30

Spalter hat geschrieben: Keineswegs korrekt. ;)
Please elaborate. ;)
Rüdiger Steindle hat geschrieben: http://www.duden.de/rechtschreibung/Korinthenkacker" onclick="window.open(this.href);return false;
Auch ein Weg, mit Kritik umzugehen. :roll:

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