Mailbag #8 (November): Eure Fragen

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Roadi79
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von Roadi79 » 23. Okt 2017, 13:16

Wolfenstein 2 steht vor der Tür und damit zum wiederholten Male die Diskussion um die abgeänderte deutsche Fassung.
Wie ist eure Meinung - unabhängig von der gültigen Gesetzeslage - stören euch die fehlenden Hakenkreuze und andere kleinere Änderungen oder sind das nur Details, die in euren Augen den Gesamteindruck des Spiels nicht schmälern.

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Pawuun
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von Pawuun » 23. Okt 2017, 15:10

In seinem aktuellen Video (The Death of the Linear Videogame https://www.youtube.com/watch?v=mVBtuAmzFFE&t=0s) thematisiert der Youtuber Downward Thrust das Sterben linearer AAA-Games und hebt Uncharted 4 als den einzigen Titel in seiner Erinnerung hervor, der in der jüngeren Vergangenheit sowohl das "Prädikat AAA" als auch die Zuordnung "linear" verdient. Er spricht in dem Video auch davon, dass lineare Videospiele nicht mehr so rentabel für die EAs und Aktivisions dieser Welt seien, und es daher absehbar sei, dass lineare Großproduktionen vom Markt noch weiter verschwinden würden. Weiterhin geht er auch auf das konsequenzlose Aufschieben von storybedingt dringlichen Missionen in Openworld-Games ein und äußert den Wunsch nach besseren und fokussierteren Spielen.
(Ich nehme an, dass er von reinen Singleplayererfahrungen spricht und die sogenannten Shooter-Kampagnen unterschlägt.)

Eigentliche Frage:
Gerade vor dem Hintergrund der Besprechung von Shadow of War, in der Andre davon sprach, dass dieses Spiel die Lebenszeit seines Spielers nicht würdigen würde, interessiert mich, ob ihr lineare Spielerfahrungen mit einem starken Fokus auf Story und linear steigendem spielerischen Anspruch (also Progression, die nicht nur anhand von Werten ablesbar ist) vermisst und ob ihr euch von den AAA-Entwicklern wieder mehr Mut zur Kürze (8 - 15 Stunden Gameplayerfahrungen) wünschen würdet.

Zusatzfrage
Welches Spiel fällt euch ein, das die Lebenszeit des Spielers im Besonderen respektiert? Oder anders gefragt, wie kann ein Spiel bzw. ein Entwickler das überhaupt leisten?
Zuletzt geändert von Pawuun am 26. Okt 2017, 20:53, insgesamt 4-mal geändert.

Odradek
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von Odradek » 23. Okt 2017, 17:12

Hiho,

es mag eine subjekive Einschätzung sein und vielleicht teilt ihr diese nicht, aber mir scheint, dass "kleinere" Spieletester, sei es jetzt euer Podcast, Youtuber oder auch andere Spieleblogs etc. Spiele deutlich kritischer sehen und bewerten, als es die großen etablierten Seiten tun. Ich spreche hier explizit nicht von der Wertungszahl am Ende (Stichwort: Grüne Wiese), sondern der gesamte Tenor der Besprechung und Wertschätzung klingt meist deutlich kritischer und negativer.

Ich kann mir hier einige Gründe denken, manche schmeichelhafter andere weniger schmeichelhaft, aber bevor ich ins spekulieren komme, würde mich eure Einschätzung interessieren. Oder teilt ihr diesen Eindruck überhaupt nicht?

Odradek
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von Odradek » 24. Okt 2017, 10:53

Ach ich schieb noch eine Frage nach, wenn ich darf:

Warum bedeutet in Spielen moralisch richtiges Handeln auch immer spielerisch richtiges handeln?
Wenn ich in Bioshock den little sisters helfe, bekomme ich zwar nicht die direkte Belohnung, aber mich erwartet später ein umso höherer Gewinn. Genauso in nahezu allen Rollenspielen und sonstigen Spielen mit einer gewissen Entscheidungsgewalt: Verhalte ich moralisch, helfe ich den Armen und Schwachen, so gewinne ich meist mehr, als wenn ich egoistisch und böse handle (Erfahrung, Geld, Unterstützer etc.)

Das ist ein schönes Gesellschaftsbild, aber wäre es nicht vielfach spannender, insbesondere vor dem Hintergrund, dass 75% sowieso den Guten spielen, wenn man für das Gut sein nur mit dem guten Gefühl das richtige getan wird, aber keinen Vorteil, ja vielleicht sogar Nachteile bekommt?

Ich raub nicht die Familie aus, auch wenn ich das Gold gut brauchen könnte, aber dafür überlebt die Familie. Und nichts weiter.
Ich gebe im survival Spiel, wo ich bereits knappe Ressourcen und Ausrüstung habe, dem kleinen Timmy eine meiner Pistolen ab und er überlebt dann (sagt meinetwegen in der nächsten Stadt danke, aber nichts weiter).

So würden sich irgendwie derart einfache Entscheidungen auch wirklich mehr wie Entscheidungen anfühlen, gerade weil ja die meisten eh immer den Guten spielen.

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Filusi
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von Filusi » 24. Okt 2017, 20:02

Nach dem Podcast zu Mittelerde: Schatten des Krieges, wo ihr ein zentrales Element der derzeitigen AAA Entwicklung schohnungslos zum Punkt bringt und der letzten Themenwoche, wo ja letztendlich raus kommt, dass zukünftiger Online Spielejournalismus zu 90% von der Industrie lebt/leben wird und dies dann auch nur ein Gnadenbrott darstellt, kommen bei mir 100 Fragen gleichzeitig hoch.

In letzter Konsequenz kulminiert das aber zu einer letzten Frage:
Gibt es bestimmte Klauseln, in den Verträgen eines Spielejournalisten oder in Auflösungspapieren, dass man gewisse Dinge auch lange nach der Zeit bei der Zeitschrift nicht erzählen darf?

Hintergrund:
Ich bin langjähriger Abonnent von Gamestar gewesen, jetziger Plus User. Ich mag sie alle nach wie vor und kann alle Umstände verstehen, nach eurer Themenwoche noch mehr als zuvor und da war ich schon immer verzeihend bzw. verstehend, aber mittlerweile erreichen gewisse Dinge eine Relevanz, wo ich nicht mehr drüber weg sehen kann, wenn andere bzw. die Gamestar oder die dortigen Redakteure drüber weg sehen.

Ich kann nicht glauben, dass sie es selbst nicht sehen und hatte schon immer den Eindruck, dass dort viele intelligente und logisch schlussfolgernde Menschen arbeiten. Was eben nur einen Rückschluss übrig lässt. Es muss dort gewisse Maßgaben von "oben" geben. Die gibt es aber nicht, so wie ihr bisher immer gesagt habt bzw. es eben nicht sonderlich erwähntet. Deshalb die obige Frage ...





Bei Elex haben sie ja wenigstens noch alles an Kontra erwähnt und nur die Wertung dessen nicht 100%ig daran angepasst. Mit den vielen Begründungen konnte ich damit leben und fühlte mich trotzdem gut informiert. Die Wertung ist ja nun mal nicht alles.
Aber jetzt bei Mordor: Schatten des Krieges wollte ich meinen Ohren beim Gamestarvideo nicht mehr trauen. Gerade Maurice ... *wofindeichnur einenweinendensmiley*

Micha
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von Micha » 25. Okt 2017, 18:28

Als inspiration aus dem anderen Thread:

Würdet ihr eine gesetzliche Reglementierung von Lootboxen für sinnvoll erachten?

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jayda
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von jayda » 27. Okt 2017, 15:20

Was ist eurer Leibgericht ?

ganga
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von ganga » 30. Okt 2017, 23:10

Wie fandet ihr den neuen Trailer zu the last of us 2?

Mir hat Teil 1 sehr gut gefallen. Den ersten Trailer zu TLOU 2 fand ich auch gut, da ging es ja aber eher um die Stimmung und die Ankündigung. Der neue Trailer sagt mir aber gar nicht zu. Ich finde ihn auf eine unangenehme intime Weise brutal. Dieses ausgeliefert sein.. Allein schon wie sie da mit dem Messer entlangfährt oder dann die Szene mit dem Hammer. Fand den ganzen Trailer eher abschreckend.

Permashrimp
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von Permashrimp » 31. Okt 2017, 12:22

Inwiefern setzen sich Trends aus dem Bereich Literatur und Film/Fernsehen in Computerspielen fort, was ist eure Meinung dazu und welche Auswirkungen hat das auf die Branche Computerspiele?

Beispiele: Zombiehype in Serien und Filmen ... Flut an Zombiespielen
Erfolg von Tribute von Panem ... Erfolg von pubg

nanpat
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von nanpat » 1. Nov 2017, 10:31

Ich habe das Gefühl, der Oktober besteht bei euch haupsächtlich aus Wertschätzungen und Wertschätzung Extended im Sonntagspodcast. Wie viel Stunden habt ihr diesen Monat gespielt bzw, wie sieht gerade euren Tag aus?

thosta
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von thosta » 1. Nov 2017, 14:45

Was haltet Ihr von "Until Dawn" ? Und wäre dies ein besserer Weg (butterfly effect, als zig' alternative enden) für spielbare Filme, als der von Quantic Dream?

thosta
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von thosta » 1. Nov 2017, 14:49

Peschke und Stange empfehlen Destiny 2, auch gern zum Vollpreis fürs gemeinsame Spielen. Und das obwohl D2 eher ein warmer Aufguss ist. Kann man dann nicht auch jedes Mal ein FIFA/PES/MAdden/BF/CoD empfehlen? Auch zum Vollpreis? Schließlich könnte es für jeden Spieler das "erste" FIFA etc sein?!

Btw.: Destiny 2 hat keine uneingeschränkte Empfehlung von mir, da es einfach kein NEUER Teil ist. Da könnte man auch Titanic 2 in die Kinos bringen. JETZT mit größerem Schiff und mehr Toten... :D

IceGrin

Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von IceGrin » 1. Nov 2017, 15:27

Weil ich grad an senusas endboss schwein denken musste: Was sind eure top drei bossgegner, bzw. zwischenbosse/endbosse. Die gegner halt mit zu viel lebensenergie.

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garciiia
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von garciiia » 1. Nov 2017, 16:00

Ich würde gerne einen Kommentar von euch über Konami hören.
Selbstverständlich in Bezug auf den Rausschmiss von Kojima, den Fokus auf Glücksspiel, die Verwurstung von Marken und den Kampf gegen FIFA.
Ist Konami hier zu Unrecht ein schwarzes Schaf oder einfach der Vorreiter für einen neuen Trend (Neue interne Strukturen) der bald auch auf andere Publisher überspringen kann?

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Klagsam
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von Klagsam » 1. Nov 2017, 23:17

Was sind eure langfristigen beruflichen Ideen, Perspektiven und Fantasien? Glaubt ihr, dass ihr in 10 Jahren immer noch beruflich Spiele spielen werdet oder macht ihr etwas Branchenfremdes. Ist euer Weg eher der des Lenhardt, der des Schneider-Johne oder der des Lockers?

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Terranigma
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von Terranigma » 2. Nov 2017, 00:09

Was bevorzugt ihr eigentlich bei Sprachausgaben in realen oder historischen Szenarien: Spielt ihr lieber monolingual, z.B. in Deutsch oder Englisch als "Spielsprache", oder bevorzugt ihr es, wenn die Sprachausgabe sich an den in der Spielwelt gesprochenen Sprachen orientiert? Aktuelles Beispiel wäre da z.B. Assassin's Creed: Origins, wo die "Deko-NPCs" wohl in Alt-Ägyptisch, Griechisch, Römisch, Hebräisch, usw. reden, alle anderen wichtigen NPCs allerdings in modernen Deutsch oder Englisch. Mich persönlich reißt's ja sehr raus, wenn ein Spiel versucht eine authentische Atmosphäre aufzubauen, aber die eigene Atmosphäre dann durch eine moderne Sprachausgabe so krass bricht.
“All of humanity's problems stem from man's inability to sit quietly in a room alone.”
- Blaise Pascal, Pensées

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McChester
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von McChester » 2. Nov 2017, 13:22

Merkt ihr bei euren Anfragen an Entwickler und Publisher, dass ihr im Vergleich zu früher (Stichwort Gamestar) ein "kleiner Fisch" seid? Müsst ihr viel Überzeugungsarbeit leisten damit sich eben jene Zeit für euch nehmen? Wie macht ihr das?

lg, Alex

Sir_Richard
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von Sir_Richard » 2. Nov 2017, 19:50

Cheaten in Singleplayer Spielen mit einem Ingame-Shop:

Ich persönlich finde es nicht verwerflich mir in Singleplayer Spielen gelegentlich Items oder Ressourcen zu ercheaten um nervige oder grindige Spielemechaniken zu umgehen bzw. abzukürzen. Zuletzt cheatete ich mir in Assassins Creed Origins Craftingmaterialien um nicht stundenlang Tiere jagen zu müssen. Laut Ingame-Shop waren das Ressourcen im Wert von etwa 35€.

Nun zu meinen Fragen:

1. Ist es falsch bzw. moralisch verwerflich sich in einem Vollpreisspiel Items oder Ressourcen zu ercheaten, für die man eigentlich im Ingame-Shop zahlen müsste?

2. Könnt ihr euch vorstellen, dass Spieleentwickler das Cheaten in Singleplayer Spielen zukünftig sanktionieren werden (durch Löschen des Spielstandes, einen Bann oder sonstiges)?

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echtschlecht165
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Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von echtschlecht165 » 3. Nov 2017, 11:05

Invertiert ihr die Y-Achse?
In Stein gemeißelt

Pommesbudenpate

Re: Mailbag #8 (November): Eure Fragen

Beitrag von Pommesbudenpate » 4. Nov 2017, 22:11

Gerade relativ aktuell durch die Trailer von The Last of Us 2 und insbesondere durch den von Detroit Become Human, wurde das Thema Triggerwarnung sehr stark in meiner Twittertimeline diskutiert.
Wie steht ihr zu dem Thema Triggerwarnung in Spielen?
Ich muss ehrlich gesagt gestehen, dass ich mir da nicht so ganz schlüssig bin. Einerseits kann ich den Grund dahinter schon auf eine Gewisse weise nachvollziehen, aber manchmal frag ich mich ob man dann doch nicht zu sehr übertreibt.
Ich bin da sehr auf eure Meinung gespannt.
Vielen Dank schon mal im Voraus.

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