Mittelerde: Schatten der Lootboxen

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snowmani
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Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von snowmani » 10. Okt 2017, 20:16

Wie sieht Ihr es dass jetzt sogar in Singleplayer-Spielen Lootboxen vorhanden sind?

Nach meiner Meinung sollte der Einzug einer F2P Mechanik in einem Vollpreisspiel zu Abwertung führen. Ich finde das diese Art von vermischter Monetarisierung einfach zur Kaufwarnung führen sollte weil was kommt als nächste?
Kaufen wir uns nur mehr wie bei WoW Timecards?
Hey Sie bekommen für 60€ als Vorbesteller jetzt 20 Tage extra zur 3 Monatigen Lizenzgebühr ?

Oder wie seht ihr das?

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Peter
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Peter » 10. Okt 2017, 20:19

Für mich ist das Grund genug, mir das Spiel nicht zu holen, auch nicht für 5€. Schade, denn ich mochte den Vorgänger. Aber sowas unterstütze ich aus Prinzip nicht.

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Desotho
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Desotho » 10. Okt 2017, 20:59

Ich finde das sollte erwähnt werden, aber nicht automatisch zur Abwertung führen. Wenn das Spiel so wie es ist ohne den Kauf der Boxen funktioniert Und Spaß macht wäre es nicht fair deswegen die Wertung zu reduzieren.

Den Abzug bei der Wertung kann dann jeder geistig für sich durchführen.
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Leonard Zelig
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Leonard Zelig » 10. Okt 2017, 21:29

Bei Star Wars: Battlefront II scheinen die Microtransactions besonders übel zu sein:

https://www.youtube.com/watch?v=YMDGPSWWA18&t=711s" onclick="window.open(this.href);return false;
https://www.youtube.com/watch?v=ne4CnyNW9O4" onclick="window.open(this.href);return false;

Bei Mittelerde scheinen sie hingegen "nur" das Endgame zu beeinflussen. Wer das alternative Ende sehen möchte muss grinden, aber das normale Spiel lässt sich in 15 Stunden ohne Frust durchspielen.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

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bluttrinker13
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von bluttrinker13 » 10. Okt 2017, 21:36

Ich warte ab, was Jochen dazu sagt. Bin sehr gespannt auf seine Meinung.

Ich war anfangs kategorisch gegen Lootboxen und für eine leichte Abstrafung in der Wertung. Allerdings hört man über das Spiel mitterweile so viel widersprüchliches (bspw grind ja/nein), dass ich keinen Überblick mehr habe und deshalb mich auf die Wertschätzung verlasse.

Phazonis
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Phazonis » 10. Okt 2017, 21:44

Ich persönlich werde mir das Spiel erst holen, wenn es wesentlich günstiger ist (vielleicht ab ca.20€). Zum einen möchte ich das Spiel trotzdem irgendwann mal nachholen, da der Vorgänger doch viel Spass machte, zum anderen möchte ich diese Praktiken nicht noch dadurch unterstützen, dass ich ihnen 50-60€ in den Rachen werfe. Neben den Lootboxen wurde ja auch schon ein Season-Pass angekündigt, also würde ich gerade da dann wahrscheinlich auf die GotY-edition warten.

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Nachtfischer
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Nachtfischer » 10. Okt 2017, 22:04

Solche Mechaniken sind und bleiben der Versuch, gezielt Schwächen des menschlichen Gehirns auszunutzen, um es zu (in Einzelfällen dramatischen) Fehlentscheidungen zu verleiten. Das kann niemand gutheißen, dem es nicht nur um Umsatz geht und der nicht auf Kunst und intellektuelle Wertigkeit scheißt.

Davon abgesehen kann der Rest des Spiels leider trotzdem gut sein.

Jochen

Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Jochen » 10. Okt 2017, 22:42

Desotho hat geschrieben:Ich finde das sollte erwähnt werden, aber nicht automatisch zur Abwertung führen. Wenn das Spiel so wie es ist ohne den Kauf der Boxen funktioniert Und Spaß macht wäre es nicht fair deswegen die Wertung zu reduzieren
Ich gehe mal davon aus, dass das Spiel natürlich auch ohne Lootbox-Kauf funktioniert und Spaß macht. Es liegt nicht im Sinne eines Herstellers, dass die Spieler keinen Spaß haben. Dann kaufen sie auch keine Boxes. Zwang ist ein denkbar schlechter Kaufanreiz.

Das ist ja mithin der perfide Kern der Mechanik: Es geht eben nicht darum, das Spiel ohne Transaktionen so frustrierend wie möglich zu gestalten. Das war 2008. Und es monetarisierte nicht gut. Es ist viel cleverer, die Mikro-Transaktionen "rein optional" anzubieten und subtil positive Kaufimpulse zu triggern. Ob und inwiefern Mordor das tut, weiß ich noch nicht. Ich fange erst morgen damit an. Aber die These, dass Mikrotransaktionen kein Problem seien, sofern sie nicht aufdringlich bzw. aufgezwungen seien, halte ich für gefährlich. So funktionieren Mikrotransaktionen schon seit Jahren nicht mehr. Würden sie noch so funktionieren, wären sie kein Problem.

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Desotho
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Desotho » 10. Okt 2017, 23:04

Klar, aber die Frage war ja ob das per se immer die Wertung beeinflussen sollte und das halte ich ggf. für problematisch.
Dann könnte man auch von Ubisoft Spielen 20% abziehen weil Franzosen doof sind oder wenn ein Spiel nicht unter Linux läuft werden auch mal 30% runtergenommen (mal bewusst überspitzt ausgedrückt).

Ich finde Lootboxen auch alles andere als geil und es gehört auf jeden Fall erwähnt und kritisiert. Aber ist das Spiel wirklich signifikant schlechter für einen Spieler der sich diese nicht kauft?
Müsste man dann auch nicht jedes Spiel mit DLCs oder konfusen Pre Order Boni in der Wertung abstrafen?

Aber am Ende landet man dann auch wieder beim Thema ob diese Prozentwertung an sich so furchtbar viel Sinn macht.

Was ich z.B. auch festgestellt habe: Bei einem Spiel wie Overwatch scheinen Lootboxen total akzeptiert zu sein, da wird Blizzard auch gerne verteidigt.
Oder man schaue sich nur mal den Amiibo Thread hier im Forum an bei dem man auch den Eindruck gewinnen könnte dass Amiibos ein Geschenk Nintendos an die Spieler sind das keinerlei kritikwürdige Eigenschaften besitzt.
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Phazonis
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Phazonis » 10. Okt 2017, 23:59

Nun um ehrlich zu sein: Ich habe auch nichts dagegen, wenn man generell eine Abwertung gibt, sobald Microtransactions in Vollpreisspielen auftauchen.

Um mal ein Beispiel zu bemühen (was zwar auf anonymen Quellen beruht): https://www.youtube.com/watch?time_cont ... Vbj4GuuZTA

Dort wird von einer Quelle innerhalb von Square Enix gesprochen die erzählt hat, dass die Entscheidung Microtransactions ins Spiel zu packen sehr kruzfristig fiel. Man könnte also sagen ein glimpflicher Fall, aber selbst da hatte es einen negativen Einfluss auf das Spiel. Bei anderen Fällen, bei dennen die Microtransactions schon viel früher geplant werden, wird der negative Einfluss dieser noch größer sein und dann wahrscheinlich auch Gameplay betreffen.
Desotho hat geschrieben:Was ich z.B. auch festgestellt habe: Bei einem Spiel wie Overwatch scheinen Lootboxen total akzeptiert zu sein, da wird Blizzard auch gerne verteidigt.
Oder man schaue sich nur mal den Amiibo Thread hier im Forum an bei dem man auch den Eindruck gewinnen könnte dass Amiibos ein Geschenk Nintendos an die Spieler sind das keinerlei kritikwürdige Eigenschaften besitzt.
Nun bei Overwatch war die Entschuldigung ja immer "Es ist nur kosmetisch", und auch wenn ich diese Entschuldigung schwach finde, so muss man durchaus sagen, dass eben solche Microtransactions dir das Gameplay nicht kaputt machen. Es wird auch wahrscheinlich in der Spielerschaft so gut aufgenommmen, weil das Spiel ansonsten keinen Season Pass oder sonstigen DlC-Spass besitzt (im Gegensatz zum guten Shadow of War).

Und bei Amiibo wird sich schon darüber aufgeregt, gerade wenn sehr wichtige Inhalte hinter den Figuren stecken, wenn auch vielleicht nicht hier im Forum.

Decius
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Decius » 11. Okt 2017, 07:19

goschi hat geschrieben:Amiibos sind keine Lootboxen, in keiner Beziehung.
In Zelda sind sie es. Und auch DLC. Du kannst gewissen Rüstungen und Items nur über Amiibos erhalten.

In Mordor braucht man Lootboxen nur, wenn man anscheinend das beste Ende in einer sinnvollen Zeit erreichen will, weil man dazu viele legendäre Orks braucht, die man aber normal kaum kriegen kann. Das finde ich noch einen Graubereich, weil das ein Teil ist, den vermutlich nur sehr wenige Leute überhaupt spielen wollen und werden, Lootboxen oder nicht.

Richtig schlimm finde ich es bei Battlefront 2, wo einfach die gesamte Progression über Lootboxen stattfindet und man das System gar nicht ignorieren kann und man damit über das ganze Spiel über auf den Zufall angewiesen ist. Ähnliches in abgeschwächter Form in Forza 7. Und dahin scheint sich die Branche zu entwickeln, nur dann ohne mich. Ich habe noch hunderte Spiele, die ich noch nicht gespielt habe auch meinen Accounts, ich kann ohne diese Geldschneiderei gut bis zur Rente spielen.

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Desotho
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Desotho » 11. Okt 2017, 07:58

goschi hat geschrieben:Amiibos sind keine Lootboxen, in keiner Beziehung.
Bitte vor dem Beissreflex lesen. Bei dem Satz bzgl. Amiibo habe ich davon nichts geschrieben weil mir klar war welche Schiene dann wieder geritten wird. :C)
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Vinter
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Vinter » 11. Okt 2017, 11:10

Decius hat geschrieben:
goschi hat geschrieben:Amiibos sind keine Lootboxen, in keiner Beziehung.
In Zelda sind sie es. Und auch DLC. Du kannst gewissen Rüstungen und Items nur über Amiibos erhalten.
So wie ich Lootboxen verstehe, sind die Amiibos gerade keine, weil das Zufallselement fehlt. Amiibos sind aufwendig verpackte Microtransaktionen, aber sie haben einen fest definierten Inhalt und sind deshalb keine Lootboxen.

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Tagro
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Tagro » 11. Okt 2017, 11:36

Ich weiß das der Gedanke ein wenig abstrakt ist, aber Lootboxen erinnern mich immer ein wenig an die Anfänge der Videogames in Spielhallen.
Dort waren die Spiele extrem schwer teils bis frustrierend damit der Spieler immer wieder Geld nachwerfen musste.
Heute gibt es grind welcher zwar nicht schwer ist, aber auch wieder frustrieren damit der Spieler immer wieder Geld nachwirft.

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Vinter
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Vinter » 11. Okt 2017, 11:40

Nö, das ist so ziemlich der Kern.

Crenshaw
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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Crenshaw » 11. Okt 2017, 12:00

Lootboxen haben meiner Meinung nach in einem Vollpreistitel nichts zu suchen, wenn sie irgendwo drin sind, egal ob Frre2play oder Vollpreistitel muss meiner Meinung nach draufstehen, das das Spiel Glücksspiel enthält und eine ab 18 Einstufung bekommen.

Es spielt für mich keine Rolle ob es Fortschritt relevante Dinge sind oder nur Kosmetik, sobald die Boxen im Spiel drin wird versucht die zu kaufen ob mit Ingame-währung oder Echtgeld ist egal und ich habe bis jetzt nur wenige Spieler gesehen, die nicht über kurz oder lang Echtgeld ausgeben, entweder weil sie nicht weiter kommen oder unbedingt die Rüstung/Emote/wasweisich haben wollen

das die meisten Games-Journalisten das Thema gefühlt eher nebenbei laufen lassen ärgert mich total, die Lootboxen sind reines Glücksspiel und die Zielgruppe der meisten Spiele ist unter 18

ausserdem fällt mir auf Anhieb fast kein Spiel ein, wo die Lootboxen keinen EInfluß auf das Spielgeschehen haben. In fast allen Spielen mit Lootboxen gibt's früher oder später einen grinden oder Boxen kaufen um weiter zu kommen.

Es gibt Spiele wo ich solche ingamekäufe nachvollziehen kann und auch ok finde, wenns vorher gesagt wird (die ganzen Sammelkartenspiele z.B.), aber da muss es zum Spielprinzip passen.

Auf jeden Fall kann man sagen, denke ich, das seit dem sich Lootboxen und auch DLCs mehr oder weniger duchgesetzt haben, man das Gefühl nicht los wird, das viele Spiele einfach unvollständig veröffentlcih werden. Früher konnte man sich die meisten Spiele kaufen, durchspielen und das wars. Heute wird erst mal der Day1-patch installiert und man weis vorher schon das noch mind. 1/2/3/x DLCs kommen und man weis nicht was besser ist abwarten oder kaufen und später ggfs. alles nochmal durchspielen um die neuen Inhalte spielen zu können, aber ich schweife vom Thema ab.

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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Heretic » 11. Okt 2017, 12:54

Meine spontane Meinung zum Thema war: Lootboxen in Vollpreisspielen sollten in der Bewertung berücksichtigt werden, wenn sie direkt im Spiel auftauchen (also nicht ausschließlich in einem z. B. ins Hauptmenü ausgelagerten Shop) und/oder es sich negativ auf das Spielerlebnis auswirkt, wenn man sie nicht nutzt. Aber gerade letzteres im Sinne aller Spieler beurteilen zu können, dürfte aufgrund unterschiedlichster Vorlieben für den Tester ein Ding der Unmöglichkeit sein. Dementsprechend wäre es vielleicht doch am klügsten, das Vorhandensein von Lootboxen zwar zu erwähnen und ihre Funktionsweise genau zu beschreiben, die Endwertung aber unangetastet zu lassen und dem Spieler die Entscheidung zu überlassen, wie sehr ihn das Vorhandensein dieser Kisten stört.

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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Nachtfischer » 11. Okt 2017, 13:48

Tagro hat geschrieben:Ich weiß das der Gedanke ein wenig abstrakt ist, aber Lootboxen erinnern mich immer ein wenig an die Anfänge der Videogames in Spielhallen.
Dort waren die Spiele extrem schwer teils bis frustrierend damit der Spieler immer wieder Geld nachwerfen musste.
Heute gibt es grind welcher zwar nicht schwer ist, aber auch wieder frustrieren damit der Spieler immer wieder Geld nachwirft.
Jap. Zu diesem Brückenschlag kann man sich auch gerne mal diesen Vortrag anschauen. :)

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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Stuttgarter » 11. Okt 2017, 14:25

Heretic hat geschrieben:Meine spontane Meinung zum Thema war: Lootboxen in Vollpreisspielen sollten in der Bewertung berücksichtigt werden, wenn sie direkt im Spiel auftauchen (also nicht ausschließlich in einem z. B. ins Hauptmenü ausgelagerten Shop) und/oder es sich negativ auf das Spielerlebnis auswirkt, wenn man sie nicht nutzt. Aber gerade letzteres im Sinne aller Spieler beurteilen zu können, dürfte aufgrund unterschiedlichster Vorlieben für den Tester ein Ding der Unmöglichkeit sein. Dementsprechend wäre es vielleicht doch am klügsten, das Vorhandensein von Lootboxen zwar zu erwähnen und ihre Funktionsweise genau zu beschreiben, die Endwertung aber unangetastet zu lassen und dem Spieler die Entscheidung zu überlassen, wie sehr ihn das Vorhandensein dieser Kisten stört.
Ich würd sagen, der Tester sollte einfach das Ding so testen, wie er es für den ursprünglichen Ladenpreis spielen kann. Sollten Lootboxen oder sonstige Microtransaktionen dazu führen, dass das erworbene Hauptspiel ab einem bestimmten Punkt weniger Spaß macht (weil schwerer, langwieriger, zu repititv), dann sollte die Wertung genau das widerspiegeln.

Also keine Abwertung generell für optionale Zusatzkosten - aber eine Wertung, die das Basisspiel ohne zusätzliche Ausgaben abbildet. Wenn in einem Spiel der Punkt kommt, an dem ich ohne weitere Ausgaben gezwungen bin, stundenlang dasselbe zu tun, was ich nur durch den Kauf zusätzlicher Items oder ähnlichem umgehen kann, dann muss das konsequent zu einer schlechteren Wertung führen.
Zuletzt geändert von Stuttgarter am 11. Okt 2017, 14:34, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mittelerde: Schatten der Lootboxen

Beitrag von Heretic » 11. Okt 2017, 15:07

goschi hat geschrieben:Die frage ist doch schlussendlich:
Ist durch die Lootboxen das Spiel schlussendlich schlechter, wäre ohne die Lootboxen also ein besseres Spiel?
Wenn dies der Fall ist, sollte das Spiel eigentlich zwingend dafür abgewertet werden.
Aber wie manifestiert sich dieses "schlechter sein ohne Lootboxkauf"? Durch längere Spielzeit durch Grinden? Einen höheren Schwierigkeitsgrad? Das sind alles Sachverhalte, die von Spielern sowohl positiv als auch negativ empfunden werden können.

Eigentlich müsste der Tester nur erwähnen, ob er beim Spielen den Drang empfunden hat, Lootboxen zu kaufen. Und wenn ja: aus welchem Grund. Ist das der Fall, stimmt mit dem Spiel irgendwas nicht, und die Wertung sollte dann ohnehin niedriger ausfallen.

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