Sind 60€ genug?

Alles, was nicht in ein anderes Forum gehört: Hier rein
Forumsregeln
Datenschutzerklärung: https://www.gamespodcast.de/datenschutzerklaerung/
Impressum: https://www.gamespodcast.de/impressum/

Forenregeln und zukünftige Weltverfassung
ART 1: Behandle andere Nutzer mit Respekt.
ART 2: Do NOT piss off the Podcasters

Lies bitte weitere Hinweise hier: viewtopic.php?f=4&t=2789
Benutzeravatar
XfrogX
Beiträge: 552
Registriert: 21. Jan 2017, 20:19
Kontaktdaten:

Re: Sind 60€ genug?

Beitrag von XfrogX »

@early klar kann man zumindest noch auf lange Sicht alle spiele durch spielen. Zu schwer wollen die ja auch garnicht.

Aber du wirst halt immer mehr gestreckte spiele bekommen immer wieder das selbe immer wieder grinden Farmen oder wie auch immer man es nennen will.

Und das darf nicht zu viel Spaß machen.

Das kann man doch aktuell Schon super sehen.

Oder andersherum läuft es natürlich auch gut. Du spielst ein Spiel und alles läuft aber irgendwann bemerkst du halt ohne Geld bekomme ich halt nicht mehr an die Inhalte.

Die Tage erst mit einem overwatch Spieler geredet, er hat immer alles erspielt. Beim Event oder wie das da heißt hat ihm am Ende ein Skin gefehlt den hat er dann halt mit Geld geholt.

Seit dem hat er jeden Abend gezockt und nicht nur eine Partie pro Abend. Dieses Event reicht es bisher zu garnichts. Weder Punkte noch loot Glück oder so.

Blizzard hat ihn vom erspielen zum kaufen gebracht und nun? Wollen sie natürlich mehr. Die wissen genau wenn er nun nach soviel spielen nichts läuft werden sie nie was bekommen also werden die Daumen Schrauben angezogen.

Und das ist ja schon krass die Entwicklung noch vor wenigen Jahren war alles zusätzliche Gift, heute ist alles super solange man es irgendwie auch ohne Geld erreichen kann.

Pay to Win ist also nun im singleplayer schon aktzeptiert. Und im Multiplayer reicht es den Leuten wenn sie Stunden lang auf die fresse bekommen um dann mal was besseres gratis zu bekommen.

Und das ist auch anerzogen und zwar gratis. Cod macht doch nichts anderes seit Jahren. Wer lange spielt hat mehr Möglichkeiten. Ist außerdem besser und bekommt am Ende dafür das er mehr abschießt noch Belohnungen womit er noch einfacher die Gegner ummäht.

Da hätte eigentlich schon der Aufschrei kommen müssen. Es ist nicht fair wenn man die besten noch zusätzlich belohnt. Bald kann man die Belohnungen kaufen. Den die Hersteller lieben halt nicht die besten Spieler sondern die mit der größten Brieftasche.

chîmera
Beiträge: 93
Registriert: 14. Jun 2016, 10:16
Wohnort: Berlin

Re: Sind 60€ genug?

Beitrag von chîmera »

Wenn ich den Eindruck habe, fair behandelt zu werden, dann würde ich auch mal mehr als 60€ für ein Spiel ausgeben.^^ Das habe ich mittlerweile bei Cities: Skylines gemacht (obwohl der Neupreis bei 30€ lag und die DLC-Politik zugegebenermaßen diskutabel ist), bei der Anno-Serie mit ihren Add-Ons und auch früher öfter mal. Wenn ich aber von Vornherein weiß, dass mir an diversen Stellen Battlepacks, Mützen, Waffenskins oder Erfahrungsboosts angedreht werden, bin ich von Beginn an vorsichtiger und warte vielleicht eher auf den Sale, um zu schauen, wie sich alles entwickelt. Die Mehrheit scheint das aber nciht so zu sehen. :/

Biertier
Beiträge: 8
Registriert: 5. Mai 2017, 23:19

Re: Sind 60€ genug?

Beitrag von Biertier »

@ Early
Meine Ausführung ist natürlich keine unweigerlich zwingende Folge aber dennoch sehr verlockend für die Hersteller. Wann die Spielmechaniken bei dieser Thematik nicht mehr "fair" sind und einem zu einem Kauf nötigen ist außerdem eine Frage des persönlichen Empfindens. Beispiele:
1. zu Mordor Shadows of War hat die Presse im wesentlichen geschrieben dass mit den Lootboxen ist nicht so schlimm, dennoch finden sich einige negative Review bei Steam die genau das bemängeln --> persönliches Empfinden, nicht zwingend böse abzocke
2. die Beta von Battlefront 2 hat einen regelrechten Shitstorm ausgelöst weil die gesamte Progression im Multiplayer an die Lootboxen gekoppelt wurde. Gut jetzt lenken sie ein, zumindest ein bisschen. Aber es zeigt doch offensichtlich das die Publisher es versuchen werden. Stellt sich nur die Frage wie lange sie üben müssen um subtil genug zu sein den Shitstorm zu vermeiden. --> das Spiel wird aus Prinzip nicht gekauft.
3. Activision hat ein Patent angemeldet um Matchmaking so zu beeinflussen das mehr Spiele mirkotransaktionen tätigen
http://www.gamestar.de/artikel/activisi ... 21143.html

Ja man kann Spiele die es übertreiben einfach nicht kaufen, aber dazu muss man genau informiert sein. Sonst rennt man in die Falle 60€ für einen Titel zu investieren der es erfordert noch mehr Geld zu investieren um Spaß zu machen. Folglich muss man mehr zahlen oder seine ersten 60€ abschreiben. Ja Spieletest helfen dabei sind aber nicht absolut (persönliches Empfinden). Außerdem muss mann nicht so kreativ (vllt zynisch und pessimistisch) sein um eine nahe Zukunft zu sehen wo Spielehersteller anfangen Spieletester zu identifizieren und denen besseren Inhalt in den Lootboxen zukommen zu lassen um die Bewertungen zu pushen. Ja ich bin da pessimistisch aber für mich sind Lootboxen (in Vollpreistiteln) ein Krebsgeschwürz das man sofort ausmerzen sollte und nicht warten ob es vllt doch gutartig ist

Meiner Meinugn nach ist es ok wenn Hersteller mehr als 60 € verlangen, gerade bei großen Rollenspielen zum Beispiel. Mich stört das der Preis durch Mikrotransaktionen, Lootboxen und DLCs von hinten durch die Brust erhöht wird.

LG
Biertier

Benutzeravatar
Early
Beiträge: 196
Registriert: 6. Jun 2017, 17:50

Re: Sind 60€ genug?

Beitrag von Early »

Biertier hat geschrieben:@ Early
Meine Ausführung ist natürlich keine unweigerlich zwingende Folge aber dennoch sehr verlockend für die Hersteller. Wann die Spielmechaniken bei dieser Thematik nicht mehr "fair" sind und einem zu einem Kauf nötigen ist außerdem eine Frage des persönlichen Empfindens. Beispiele:
1. zu Mordor Shadows of War hat die Presse im wesentlichen geschrieben dass mit den Lootboxen ist nicht so schlimm, dennoch finden sich einige negative Review bei Steam die genau das bemängeln --> persönliches Empfinden, nicht zwingend böse abzocke
2. die Beta von Battlefront 2 hat einen regelrechten Shitstorm ausgelöst weil die gesamte Progression im Multiplayer an die Lootboxen gekoppelt wurde. Gut jetzt lenken sie ein, zumindest ein bisschen. Aber es zeigt doch offensichtlich das die Publisher es versuchen werden. Stellt sich nur die Frage wie lange sie üben müssen um subtil genug zu sein den Shitstorm zu vermeiden. --> das Spiel wird aus Prinzip nicht gekauft.
3. Activision hat ein Patent angemeldet um Matchmaking so zu beeinflussen das mehr Spiele mirkotransaktionen tätigen
http://www.gamestar.de/artikel/activisi ... 21143.html

Ja man kann Spiele die es übertreiben einfach nicht kaufen, aber dazu muss man genau informiert sein. Sonst rennt man in die Falle 60€ für einen Titel zu investieren der es erfordert noch mehr Geld zu investieren um Spaß zu machen. Folglich muss man mehr zahlen oder seine ersten 60€ abschreiben. Ja Spieletest helfen dabei sind aber nicht absolut (persönliches Empfinden). Außerdem muss mann nicht so kreativ (vllt zynisch und pessimistisch) sein um eine nahe Zukunft zu sehen wo Spielehersteller anfangen Spieletester zu identifizieren und denen besseren Inhalt in den Lootboxen zukommen zu lassen um die Bewertungen zu pushen. Ja ich bin da pessimistisch aber für mich sind Lootboxen (in Vollpreistiteln) ein Krebsgeschwürz das man sofort ausmerzen sollte und nicht warten ob es vllt doch gutartig ist

Meiner Meinugn nach ist es ok wenn Hersteller mehr als 60 € verlangen, gerade bei großen Rollenspielen zum Beispiel. Mich stört das der Preis durch Mikrotransaktionen, Lootboxen und DLCs von hinten durch die Brust erhöht wird.
Gut finde ich es natürlich auch nicht. Unterbinden bzw. verhindern kann man es allerdings nur, wenn man sich nicht darauf einlässt und derartige Transaktionen links liegen lässt. Im Extremfall kann das natürlich auch im Nicht-Kauf eines Spiels münden. Kann in einzelnen Fällen ärgerlich sein, bislang hatte zumindest ich noch keinen solchen Fall. Das neue Mordor scheint so einem Fall am Nächsten zu kommen und ist sicher mit ein Grund, warum ich die gesamte Spielmechanik dieser Serie sowieso schrecklich finde.

Das Beispiel Battlefront 2 zeigt aber eh, dass sich der Markt hier grundsätzlich selbst regelt. Wenn es der Hersteller übertreibt, wird das Spiel nicht mehr gekauft bzw. weitergespielt. Wenn er es subtil macht, dann ist es ja auch nicht notwendig, dass ein Spieler Geld liegen lässt. Wenn ein kleiner Prozentsatz der Spieler dann diese Option nützen will - kann er doch gerne machen, wenn es den Rest im Spielerlebnis nicht beeinflusst.

Ich find's selber nicht gut, ich kann hier nur den Untergang des Abendlandes nicht erkennen, wenn solche Varianten ausprobiert werden. Ein Problem kann's nur sein, wenn 95 Prozent der Spieler solche Lootboxen total super finden und massenweise Geld reinpumpen. Dann wird's kaum mehr was anderes geben. Dieses Szenario halte ich aber für mehr als unrealistisch. ;)

Antworten