Runde #149: Wie die Jungfrau zum Spiele (Naives Spielen)

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meisterlampe1989

Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von meisterlampe1989 »

Also ich tausche mein "Naives Spielen" gerne gegen meine Freizeit ein. Mir ist das Risiko einfach zu gross, dass ich mit etwas, das mir nicht gefällt,meine Lebenszeit verschwende.

Mir macht es persönloch gar nichts aus spielmechanisch gespoilert zu werden, weil ich eher ein Storyspieler bin. Und selbst bei Story-Spoilern bin ich nicht so arg empfindlich. Es sollte jetzt nicht der zentrale Twist sein, der mir verraten wird, aber dieses fast paranoide Abschotten vor Informatonen ist mir suspekt.

Wenn man das durchzieht, dürfte man ja gar nicht mehr ins Internet gehen.

Das gilt genauso für "Naives Sehen" bei Filmen und Serien.

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Feamorn
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Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von Feamorn »

NDA hat geschrieben: Hat für mich gar nichts mit Vorberichtserstattung zu tun. Wenn das Ziel "Naives Spielen" lautet, muss man auch die Reviews für die ganzen Sale-Käufe umgehen in heutigen Backlog-Zeiten. :mrgreen:

Ich bin aber nicht sicher, ob dies gut für die "Spielepresse" (alle über einen Kamm :lol: ) ist, wenn die Tests nur noch dazu genutzt werden um seine selbstständig gebildete Meinung abzugleichen, nachdem man das Spiel selber gespielt hat.
Ich bilde mir auf solchem Weg eine Meinung über den Geschmack von Rezensenten und kann dadurch später leichter nur anhand von Wertungen und Tester filtern, ob (bzw. vielleicht auch eher wann) ich mir ein Spiel anschaue oder nicht. Wenn ein Rezensent von dem ich weiß, dass ich seinem Urteil bisher meist vertrauen konnte eine Wertung gibt, habe ich irgendwann rein vom Zahlenwert (oder was auch immer) schon eine ganz gute Leitlinie, was mein (sofortiges) Interesse wert ist und was nicht. (Natürlich ist das auch nicht 100% sicher, aber eben eine grobe Richtungsangabe.)

NDA
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Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von NDA »

lolaldanee hat geschrieben:
NDA hat geschrieben: Ich bin aber nicht sicher, ob dies gut für die "Spielepresse" (alle über einen Kamm :lol: ) ist, wenn die Tests nur noch dazu genutzt werden um seine selbstständig gebildete Meinung abzugleichen, nachdem man das Spiel selber gespielt hat.
also für mich schaut so die idealsituation aus :P
für spiele die mich sehr interessieren, hör ich mir das review oft 2 mal an, bei ELEX zb. das letze mal
einmal vor dem spielen, und danach nochmal, um zu sehen, was wieder für ein unsinn geredet wurde :dance:

je weniger so ein review dem klassischen test entspricht, desdo lieber ist es mir, ich höre viel lieber die geschichten die die "tester" im spiel erlebt haben, was sie subjektiv geärgert hat, und halt allgemein, was den leuten so durch den kopf ging beim spielen - hier bei the pod klappt das eigentlich recht gut, manchmal ist man mir noch etwas zu technisch, aber passt schon
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich denke, dein Verhalten ist nicht repräsentativ für das Mehrheitsverhalten. ;) Ich selber praktiziere es ja ähnlich, ich nehme mich also auch nicht raus, aber für viele geht es weiterhin um klassische Kaufberatung. Bei The Pod sicherlich in, für den deutschsprachigen Raum, modernerer Form, aber am Ende immer noch Kaufberatung.

Als "Beleg" würde ich hier jetzt z.B. den Forenjahresrückblick einwerfen. Ich zweifle zumindest an, dass Edith Finch so hoch gelandet wäre, wenn die Caster hier es nicht immer wieder erwähnt und gelobt hätten. Es muss auch nichts schlechtes sein, das möchte ich nicht ausdrücken wollen, aber "naive Spieler" hätten es sicher nicht so schnell gekauft, und wenn es nur an fehlender Sichtbarkeit liegt.
Bái Zuô!

Jochen

Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von Jochen »

NDA hat geschrieben:Hat für mich gar nichts mit Vorberichtserstattung zu tun. Wenn das Ziel "Naives Spielen" lautet, muss man auch die Reviews für die ganzen Sale-Käufe umgehen in heutigen Backlog-Zeiten
Aber das war ja nicht "das Ziel", sondern die konkrete Antwort auf die Frage, wie man - bei Interesse - ein möglichst naives Spielen herstellen könnte. Als Gedankenexperiment. Dass man ab jetzt einfach bloß noch unbesehen irgendwas kauft, habe ich/haben wir ja nicht empfohlen. Sondern konkret den Selbstversuch, mal ein Spiel, für das man sich interessiert, aber zu dem es noch so gut wie keinerlei Informationen gibt, so naiv wie möglich zu konsumieren.

NDA
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Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von NDA »

Jochen hat geschrieben:
NDA hat geschrieben:Hat für mich gar nichts mit Vorberichtserstattung zu tun. Wenn das Ziel "Naives Spielen" lautet, muss man auch die Reviews für die ganzen Sale-Käufe umgehen in heutigen Backlog-Zeiten
Aber das war ja nicht "das Ziel", sondern die konkrete Antwort auf die Frage, wie man - bei Interesse - ein möglichst naives Spielen herstellen könnte. Als Gedankenexperiment. Dass man ab jetzt einfach bloß noch unbesehen irgendwas kauft, habe ich/haben wir ja nicht empfohlen. Sondern konkret den Selbstversuch, mal ein Spiel, für das man sich interessiert, aber zu dem es noch so gut wie keinerlei Informationen gibt, so naiv wie möglich zu konsumieren.
Der derzeitige Diskussionsstrang wurde aber von mir als Reaktion auf DareDeilers Selbstversuch gestartet. Ihr Podcaster habt es nicht empfohlen, richtig. Aber ein wenig weiter gesponnen von eurer These aus, muss man schon fragen: Wozu euch zuhören? Wozu andere Gaming-Seiten lesen, wenn "naiv" so viel besser für einen persönlich ist? Momentan fällt es mir schwer, dort irgendwo eine allgemeingültige Grenze zu ziehen ab wann "naiv" zu "zu informiert" wird. :think:
Bái Zuô!

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Klagsam
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Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von Klagsam »

NDA hat geschrieben: Der derzeitige Diskussionsstrang wurde aber von mir als Reaktion auf DareDeilers Selbstversuch gestartet. Ihr Podcaster habt es nicht empfohlen, richtig. Aber ein wenig weiter gesponnen von eurer These aus, muss man schon fragen: Wozu euch zuhören? Wozu andere Gaming-Seiten lesen, wenn "naiv" so viel besser für einen persönlich ist? Momentan fällt es mir schwer, dort irgendwo eine allgemeingültige Grenze zu ziehen ab wann "naiv" zu "zu informiert" wird. :think:
Naja, der Podcast hat ja, wie Jochen oben auch schon geschrieben hat, nur sehr wenige Formate in denen Spiele im Vorhinein besprochen werden. Die meisten Formate die ein konkretes Spiel behandeln kannst du ja in der Regel sogar besser hören und mehr daraus mitnehmen wenn du das Spiel bereits gespielt hast. Naiv spielen heißt ja nicht: nach dem Spielen nicht mehr drüber reden

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Andre Peschke
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Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von Andre Peschke »

NDA hat geschrieben:Ihr Podcaster habt es nicht empfohlen, richtig. Aber ein wenig weiter gesponnen von eurer These aus, muss man schon fragen: Wozu euch zuhören? Wozu andere Gaming-Seiten lesen, wenn "naiv" so viel besser für einen persönlich ist?
Wozu habe ich eigentlich gefühlt in einer Tour gesagt, dass es auf den Einzelfall ankommt und auch negative Konsequenzen hat? Warum hört mir keiner zu? Warum ist die Welt so ungerecht? :violin:

Aber letztlich: Wenn dich der Teil der Argumentation derart überzeugt, dann würde ich sagen: Ja, in der Hinsicht schaffen wir unsere Wertschätzungen auch selbst (mit) ab. Ich muss zugeben, wenn für euch alle ein besseres Erlebnis dabei rausspringt: cool. Mir hat der ehemalige USK-Vorsitzende (nicht Falk, Gerstenberger) mal gesagt: "Am Ende arbeiten wir daran uns selbst abzuschaffen. Wir wollen, dass die Leute Medienkompetenz erlangen. Das Eltern schauen was ihre Kinder spielen und der Umgang mit dem Medium so aufgeklärt ist, dass es eigentlich gar keine Selbstkontrolle mehr braucht."

Das würde ich dann in diesem Fall auch so sehen. Wir sind euch interessante, erhellende Berichterstattung schuldig. Wenn die bizarrerweise dazu führt, dass wir uns selbst überflüssig machen: Damit könnte ich meinen Frieden machen.

IMO bleibt von unserer Berichterstattung aber selbst dann genug übrig, wenn man alles rausstreicht, was ein konkretes Spiel adressiert. Insofern sehe ich das wie Jochen: Eine Koexistenz von The Pod und naivem Spielkonsum ist möglich. Das noch ganz abgesehen davon, das Jochen recht hat: Eine Wertschätzung im Nachgang zu hören ist immer noch interessant. Ggf. sogar interessanter, als innerer Dialog beim Abgleich zwischen eigenem Erleben und dem des Wertschätzers. Ich lese Reviews fast nur im Nachgang und habe Spaß damit.

Andre

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TenBoe
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Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von TenBoe »

Andre Peschke hat geschrieben:
IMO bleibt von unserer Berichterstattung aber selbst dann genug übrig, wenn Das noch ganz abgesehen davon, das Jochen recht hat: Eine Wertschätzung im Nachgang zu hören ist immer noch interessant. Ggf. sogar interessanter, als innerer Dialog beim Abgleich zwischen eigenem Erleben und dem des Wertschätzers. Ich lese Reviews fast nur im Nachgang und habe Spaß damit.

Andre
Ich persönlich höre eine Wertschätzung zu einem Spiel, welches ich feste vorhabe zu spielen, immer erst im Nachgang. Da hab ich die mit Abstand größte Freude daran und ertappe mich teilweise dabei, wie ich wie ein alter Greis entweder zustimmend nicke oder empört vor mich hin protestiere, wenn ich Dinge anders empfunden habe.

Und auf die äußerst beliebten Retrofolgen trifft es doch ebenfalls zu, dass man die ganz automatisch „im Nachgang“ hört.

Ich sehe da keinen Konflikt mit dem Angebot und naivem Spielen.

KingSirus
Beiträge: 36
Registriert: 11. Feb 2016, 21:36

Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von KingSirus »

An dieser Stelle muss ich dann doch leider den guten Jochen an den Pranger stellen. Denn ich erinnere mich daran, wie beim zweiten Hörertreffen des Jahres 2016 ein anderer Hörer und ich (leider erinnere ich mich nicht mehr daran wer es war), eine Diskussion mit einem extrem ähnlichen Gedankengang direkt neben Jochen führten! Hätte der werte Herr uns damals zugehört, hätten wir dieses erquickende Thema wesentlich früher haben können. Ich beschuldige eindeutig den lasterhaften Bierkonsum daran schuld zu sein. Genau so ist es! :lol:


Nun aber etwas ernsthafter an das Thema gewandt. Ich persönlich würde gerne etwas weiter gehen und damit meine Sichtweise aus besagter Diskussion mit dem anderer Hörer aus dem Hörertreffen hervorkramen wollen. Damals ging es nämlich darum, dass ich die These aufstellte, dass die Beschäftigung mit einem Medium, die über den reinen Konsum hinaus gehen, die Rezeption desselbigen Mediums nachträglich beeinflussen. Statt also von "Naivem Spielen" würde ich daher sogar von "Naiver Konsum" sprechen wollen, welcher den Spaß deutlich steigern kann.

Bei meiner Argumentation werde ich jetzt jedoch leider eher subjektiv argumentieren, weshalb mich in dem Punkt nochmals Rückmeldungen der Community und auch der Podcaster interessieren würden.

Es ist so, dass mir an mir selbst aufgefallen ist, dass ich durch das Hören des Podcastes und der kritischen Betrachtung von Spielen, selber ebenfalls kritischer wurde. Ich hatte 2015 und dann besonders 2016 immer größere Schwierigkeiten Spiele zu finden, die mich einfach rund um begeistern konnten. Kleinigkeiten die nicht gelungen waren fielen mir vermehrt auf, ich analysierte die Spiele zunehmend und genoss sie weniger, da ich ständig während des Spielens am Denken und auseinander nehmen der Mechaniken war.

Das Ganze erinnerte mich an meine Zeit, als ich noch leidenschaftlich Texte geschrieben hatte. Damals war ich durch das Hobby des Schreibens und daher eine andere Wahrnehmung von Fremdtexten ebenfalls an den Punkt gekommen eine übersteigerte kritische Denkweise zu haben, so dass ich kaum noch Spaß am Lesen empfand.

Jedes Mal wenn im Podcast das Argument aufkommt, dass die drei Jungs schon so viele Spiele gespielt hätten und daher kaum noch zu überraschen / begeistern seien, frage ich mich daher ob es wirklich an ihrer Spielerfahrung liegt? Oder könnte es daran liegen, dass sie sich durch ihre berufliche, kritische Auseinandersetzung mit Spielen, dem ständig analytischen Blick auf Spielmechaniken und der nie aufhörende Vergleich mit bereits gespielten Werken einfach von vornherein der Chance berauben ein Spiel auch mal wieder zu genießen?

Die Bezeichnung "Naives Spielen" - beziehungsweise das Wort "naiv" darin - zeigt für mich, dass meine These gar nicht so falsch sein könnte. Denn mit naivem Spielen, verbinde ich eine kindliche, vorurteilsfreie Herangehensweise. Einfach spielen, ohne sich im Vorfeld oder währenddessen Gedanken machen. Sich vom Spiel überraschen und eventuell auch Überzeugen lassen. Der Genuss sollte an erster Stelle stehen und erst im Nachgang kann man sich seine Gedanken machen, mitsamt Einordnung in einen gesamtspielerischen Kontext.

Die Frage also inwieweit ein intensiver Umgang mit einem Medium einem die Fähigkeit beraubt dieses Medium noch zu genießen fände ich unheimlich spannend. Vielleicht wäre dies ja ein Ansatz, um dieses Thema in einem zweiten Sonntagspodcasts noch einmal unter die Lupe zu nehmen?

DexterKane hat geschrieben:Interessant, ist für mich aber gar nicht praktikabel.

Die negativen Effekte würden da bei mir jedweden wie auch immer gearteten Lustgewinn deutlich überschreiten.
Alleine die Vorstellung ich hätte für nen Autounfall wie FF 15 Vollpreis bezahlt. *schauder*
Da wüsste ich auch nicht, wie ich dem ohne präzise Analyse der Spielmechaniken beikommen soll, Reviews für das Ding waren ja (bis auf the Pod) durchweg posititiv.
Eventuell ist auch dein Geschmack überspezifiziert? Denn offenbar scheinen schon gewisse Kleinigkeiten dir den Spaß an einem Spiel von vornherein zu rauben (siehe den nicht zitierten Teil mit No Man's Sky)? Woher willst du dann aber wissen, ob dir auf diese Weise nicht auch Perlen entgehen?

Und by the way, wenn du FF15 - oder ein anderes dir nicht gefallendes Spiel - zum Vollpreis holst und direkt wieder verkaufst, nachdem du festgestellt hast, dass es dir nicht zusagt, wirst du eh nie den "Vollpreis" gezahlt haben. Denn du minimierst dadurch deinen Verlust ohnehin ja schon. Also ob du auf einen Sale wartest oder durch Verkauf refinanzierst ergibt unterm Strich doch das Gleiche, oder?
„Was für eine deprimierend dämmliche Maschine!“ – Marvin

* * * * *

„Wort ist Währung. Je wahrer, desto härter.“ - Reiner Kunze

* * * * *

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ - Albert Einstein

Giskard
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Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von Giskard »

Ich musste Bein hören der Folge an mein erstes spielen von Final Fantasy 7 denken.
Ich habe es damals völlig unvoreingenommen gespielt. Zudem war es mein erstes JRPG.
Und der Moment als ich dann etlichen Spielstunden des erste Mal aus Midgar und somit auf die Weltkarte gekommen bin war ein unglaubliches Wow-Erlebnis.
Andere Spiele wären hier zu Ende gewesen. Haber bei FF7 öffnete sich erst das Spiel und nach und nach eine ganze Welt.

War Final Fantasy dadurch ein besseres Spiel?
Ich denke nicht. Aber ich hatte viel mehr Überraschungsmomente. Die ich sonst nicht gehabt hätte, hätte ich dutzende Berichte gelesen oder auch nur gewusst was Final Fantasy ist.

Dass ein Party Charakter unwiederbringlich Stirb. (ok Story Twist und kein Gameplay)


Oder später kam noch die Aufforderung Disk 2 einzulegen. Was in mir den Glauben weckte erst ein Drittel gesehen zu haben!
Nur um dann im Endgame noch mal doppelt so viel Spielzeit zu investieren wie auf den ersten beiden CDs.

No man Sky ist aber ganz einfach langweilig.
Und die erste Ausgabe im Spiel ist es das Raumschiff zu Reparatur. Also weiß ich von Anfang an, dass ich Reisen kann.
Wie weit und wohin offenbart sich dann erst beim Spielen. Es macht aber einfach nicht lange Spaß.
Überraschungen hin oder her

IceGrin

Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von IceGrin »

Ich glaub das monthly humble bundle ist perfekt fürs naive spielen. Zumindest teilweise

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Brahlam
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Registriert: 3. Jan 2017, 08:24

Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von Brahlam »

Wie soll jemand der seit 20 Jahren oder länger Spiele verschiedenster Genres spielt noch Naiv an einen Titel rangehen? Das ist schlicht nicht möglich da man die eigenen Erfahrungen nicht ausblenden kann. Man erkennt sofort Genres, Story Tropes und nur sehr selten sieht man wirklich neues. Wenn man dann allgemein noch viele Serien, Bücher, Filme etc. konsumiert kann man nicht mal mehr großartig von Geschichten überrascht werden da man meist erkennt in welche Richtung es geht. Ich freue mich daher immer sehr wenn ich beim konsumieren dieser Medien überrascht werde, das passiert allerdings selten. Immerhin bieten Spiele den Vorteil auch auf Mechanischer oder Logischer Ebene Anspruchsvoll zu sein und somit eine Lernkurve zu bieten die zu erklimmen dann den Spielspaß ausmachen kann.

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Dicker
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Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von Dicker »

Ich finde das Thema gar nicht so einfach. Es gibt wissenschaftliche Studien, die nahelegen, dass Spoiler in vielen Fällen den Genuss eines Mediums (Buch, Film, etc) gar nicht beeinträchtigen und sogar förderlich sein können (https://www.academia.edu/9095343/Story_ ... il_Stories" onclick="window.open(this.href);return false;). Warum verkaufen sich Spiele wie CoD oder AC so gut? Weil der Spieler das bekommt, was er erwartet. Warum wollen Kinder immer wieder die selbe Geschichte erzählt bekommen? Weil es ihnen ein großes Maß an Sicherheit bietet.

Ich versuche zwar mittlerweile auch möglichst unvoreingenommen und ungespoilert an ein Spiel, Film, Serie oder Buch zu gehen. Aber es ist eben immer mit dem größeren Risiko verbunden, dass es einem nicht gefällt und man damit seine Zeit verschwendet. Dafür kann der Gewinn eben auch umso größer sein.
Und wenn man einfach nur was zum Abschalten braucht, hilft es eben enorm, wenn das Gehirn nicht noch zum Beispiel eine neue Spielmechanik lernen muss. Das ist sicher auch der Grund, warum in Shootern das Gunplay so vereinheitlicht wurde.

Graui
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Registriert: 28. Sep 2018, 08:38

Re: Runde #149 Naives Spielen

Beitrag von Graui »

Ist das Experiment wovon im Podcast die Rede ist, inzwischen abgeschlossen oder steht das noch in der Planung?
Wenn es schon abgeschlossen ist, in welcher Folge wird der Ausgang des Experimentes besprochen?

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