Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Alles, was nicht in ein anderes Forum gehört: Hier rein
Forumsregeln
Datenschutzerklärung: https://www.gamespodcast.de/datenschutzerklaerung/
Impressum: https://www.gamespodcast.de/impressum/

Forenregeln und zukünftige Weltverfassung
ART 1: Behandle andere Nutzer mit Respekt.
ART 2: Do NOT piss off the Podcasters

Lies bitte weitere Hinweise hier: viewtopic.php?f=4&t=2789
Benutzeravatar
Felidae
Beiträge: 130
Registriert: 22. Mai 2016, 17:49
Wohnort: NRW

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Felidae » 21. Feb 2018, 18:58

der unbestechliche hat geschrieben:@ Felidae
Es soll nur noch über die Folge diskutiert werden.
Aber um kurz auf deine Unterstellung zu antworten: Ich meine nicht nur mein persönliches Umfeld, das wäre nicht sonderlich repräsentativ. Aber ich verfolge auch andere Seiten, bei denen hin und wieder auch diese Themen vorkommen und wo zahlreich auch von Frauen kommentiert wird. Da ist das Stimmungsbild völlig konträr zu den Feministenbubbles.

Es geht mir nicht darum, irgendwelche "Übergriffe" zu rechtfertigen sondern um die Auswüchse, die hier im Thread auch schon genannt wurden. Vom unsinnigen Genderneusprech, Verbannung von historischen Kunstwerken, pauschalem Ausschließen von Männern vo Veranstaltungen usw. usf.
Und das sich über jeden Kleinscheiß echauffiert wird (Tür aufhalten, für Assistentin oder Freundin gehalten werden o.ä.)
Wen solche Lappalien längerfristig belasten, der/die hat entweder keine richtigen Probleme oder eine Neurose.
Ja, auch mir sind Kommentare von Frauen bekannt, die sich damit brüsten "keine Emanze zu sein" und natürlich ist es deren gutes Recht diese Haltung einzunehmen - diese kann aber niemals die Relevanz und Berechtigung der Haltung von Betroffenen oder Feministen/Feministinnen abmildern. Es geht ja nicht um einen Wettstreit, welche "weibliche Meinung" die "Richtige" ist, sondern darum auf Missstände aufmerksam zu machen.
Und abgesehen davon, dass es sicherlich auch Fälle gibt, bei denen über das Ziel hinausgeschossen wird - nur weil für dich und andere hier so etwas wie die Annahme, dass man als Frau wahrscheinlich die Assistentin des Mannes ist, "Kleinscheiß" ist, muss es das nicht für alle sein, denn für die Betroffene war es das offenbar nicht, was ich persönlich nachvollziehen kann (wo wir auch wieder beim Inhalt der Folge wären :)).
So wie du nicht verstehen kannst, dass man es als unangenehm empfindet, dass einem aufgrund des Geschlechts ein anderer beruflicher Status zugeschrieben wird, kann ich es nicht verstehen, dass man sich an geschlechtergerechter Sprache stört. Ist eben alles eine Frage der Perspektive.

Benutzeravatar
Jochen
Beiträge: 2404
Registriert: 14. Okt 2015, 15:32

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Jochen » 21. Feb 2018, 19:06

meisterlampe1989 hat geschrieben:Ich bin langsam Müde vom Schreiben der Disclaimer, aber ich bin hier genauso progressiv wie jeder andere auch
Jetzt schreibe ich trotz "Regieanweisung" doch noch was Allgemeines und schäme mich angemessen dafür, aber es brennt mir unter den Nägeln und es betrifft auch konkret unseren Umgang in diesem Forum miteinander:

Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen habe ich nämlich nicht den Eindruck, als müssten wir uns um die fundamentalen Dinge streiten. Ich kenne hier nahezu niemanden, dem ich aufgrund seiner Äußerungen unterstellen würde, Sexist zu sein - und viele von euch kenne ich ja von Treffen persönlich. Die hiesigen "konservativen" Stimmen wären in vielen anderen Foren (gerade im Spiele-Bereicht) die progressiven. Ich habe immer öfter den Eindruck, wir streiten um des Streitens willen - und nicht, weil jemand wirklich frauenfeindliche oder rassistische o.ä. Positionen vertritt. Stattdessen streiten wir um Nuancen, als ginge es um das Wesen.

Das mag ein Problem von Internetdiskussionen im Allgemeinen und diesen emotional aufgeladenen Themen im Speziellen sein. Trotzdem finde es ich sehr betrüblich, wenn sich Menschen, die eigentlich in der überwältigenden Mehrheit das gleiche fundamentale Ziel verfolgen, argumentativ an die Kehle gehen. Denn letztlich sind das Stellvertreterdiskussionen. Man erreicht den eigentlichen Adressaten nicht (und dem ist mit Argumenten wahrscheinlich eh nicht mehr beizukommen), also entlädt sich die angestaute Wut und der angestaute Frust an jenen, die greifbar sind - auch wenn sie vielleicht "nur" etwas nicht ganz Durchüberlegtes gesagt haben. Und daraus wird ein endloser Kreislauf, in dem es nicht mehr um Überzeugungsarbeit geht, sondern nur noch um die Demonstration von (vermeintlicher) intellektueller oder moralischer Überlegenheit.

Will sagen: Vielleicht kriegen wir es ja doch irgendwie hin, dass zumindest in diesem kleinen gallischen Dorf eben nicht die sonst üblichen Strukturen und Muster greifen, dass es keine Disclaimer braucht und es keine zwei Lager gibt, die quasi nebeneinander campieren, sondern wir zur Abwechslung einfach mal nicht davon ausgehen, dass es sich beim Gegenüber um ein ideologisch verbohrtes Arschloch handelt, sondern wahrscheinlich um einen ziemlich netten Menschen, mit dem man großartig ein Bier trinken kann.

meisterlampe1989

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von meisterlampe1989 » 21. Feb 2018, 20:13

Andre Peschke hat geschrieben:
Lies nochmal nach, was ich schrieb. Ich habe beide Fälle abgedeckt. Entweder will nicht lernen oder wird mit absurden Forderungen konfrontiert die ihn entsprechend aufregen.

Andre
Ja. Sorry. Das habe ich tatsächlich überlesen. Vielleicht sollte man bei so einem Thema nicht mehr schreiben, wenn man knapp 30 Stunden wach ist :roll:

Und Jochen, ein sehr schönes Wort zum Sonntag (am Mittwoch).

Allerdings muss man trotz der Tatsache, dass unser Forum ein "gallisches Dorf" ist, nicht vergessen, dass es trotzdem nicht im luftleeren Raum schwebt.

Ich diskutier diese Themen seit Jahren und da hat man sich eben angewönt immer schön Disclaimer zu setzen, weil man sonst auf die Tretmine tritt; manchmal wird sie einem unter die Füße geworfen.

Es ist schwer sich sowas abzugewöhnen.

Siel
Beiträge: 496
Registriert: 10. Jun 2016, 11:02

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Siel » 21. Feb 2018, 20:34

Jochen hat geschrieben:
meisterlampe1989 hat geschrieben:Ich bin langsam Müde vom Schreiben der Disclaimer, aber ich bin hier genauso progressiv wie jeder andere auch
Jetzt schreibe ich trotz "Regieanweisung" doch noch was Allgemeines und schäme mich angemessen dafür, aber es brennt mir unter den Nägeln und es betrifft auch konkret unseren Umgang in diesem Forum miteinander:

Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen habe ich nämlich nicht den Eindruck, als müssten wir uns um die fundamentalen Dinge streiten. Ich kenne hier nahezu niemanden, dem ich aufgrund seiner Äußerungen unterstellen würde, Sexist zu sein - und viele von euch kenne ich ja von Treffen persönlich. Die hiesigen "konservativen" Stimmen wären in vielen anderen Foren (gerade im Spiele-Bereicht) die progressiven. Ich habe immer öfter den Eindruck, wir streiten um des Streitens willen - und nicht, weil jemand wirklich frauenfeindliche oder rassistische o.ä. Positionen vertritt. Stattdessen streiten wir um Nuancen, als ginge es um das Wesen.

Das mag ein Problem von Internetdiskussionen im Allgemeinen und diesen emotional aufgeladenen Themen im Speziellen sein. Trotzdem finde es ich sehr betrüblich, wenn sich Menschen, die eigentlich in der überwältigenden Mehrheit das gleiche fundamentale Ziel verfolgen, argumentativ an die Kehle gehen. Denn letztlich sind das Stellvertreterdiskussionen. Man erreicht den eigentlichen Adressaten nicht (und dem ist mit Argumenten wahrscheinlich eh nicht mehr beizukommen), also entlädt sich die angestaute Wut und der angestaute Frust an jenen, die greifbar sind - auch wenn sie vielleicht "nur" etwas nicht ganz Durchüberlegtes gesagt haben. Und daraus wird ein endloser Kreislauf, in dem es nicht mehr um Überzeugungsarbeit geht, sondern nur noch um die Demonstration von (vermeintlicher) intellektueller oder moralischer Überlegenheit.

Will sagen: Vielleicht kriegen wir es ja doch irgendwie hin, dass zumindest in diesem kleinen gallischen Dorf eben nicht die sonst üblichen Strukturen und Muster greifen, dass es keine Disclaimer braucht und es keine zwei Lager gibt, die quasi nebeneinander campieren, sondern wir zur Abwechslung einfach mal nicht davon ausgehen, dass es sich beim Gegenüber um ein ideologisch verbohrtes Arschloch handelt, sondern wahrscheinlich um einen ziemlich netten Menschen, mit dem man großartig ein Bier trinken kann.
Ich gebe dir voll und ganz Recht! Ich habe manchmal das Gefühl (vorallem in den "Sozialen" Medien), dass es keinen Mittelweg gibt! Man darf immer nur ein Extrem vertreten oder man ist der Feind!
Und die ständigen Disclaimer oder Rechtfertigungen im vornherein, gehen mir tierischst auf den Sack! Ein falsches Wort oder Ausdrucksweise und prompt ist man Nazi/Sexisst/Rassist oder sonst was!

Ich hab den Thread nicht komplett gelesen deswegen werfe ich hier keinen etwas vor!
Hab jetzt nur durch Zufall Jochens Aussage gelesen!

Und ich kann nur sagen, jegliche Art des Extremismus verabscheue ich! Egal ob Links/Rechts oder Macho/(nehmt mir das jetzt bitte nicht übel, es ist ein Ausdruck den ich verwende um eine Extreme Minderheit zu beschreiben) Fem-Nazis!
Extremismus hat nie gute Änderungen gebracht! Nur der Dialog und gegenseitiges Annähern bringt Fortschritt!

Stuttgarter
Beiträge: 1347
Registriert: 31. Dez 2016, 22:39

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Stuttgarter » 21. Feb 2018, 21:01

meisterlampe1989 hat geschrieben: Ich muss im Umgang mit Frauen GAR NICHTS mehr lernen.
Glückwunsch, wenn Du das nicht mehr musst. Ich persönlich mache die Erfahrung, dass ich tagtäglich dazulerne, wie ich mit Menschen generell umgehen sollte. Weil ich tagtäglich Dinge mache, erlebe, sage, bei denen ich merke, "Das ginge eigentlich besser".

Benutzeravatar
Desotho
Beiträge: 2340
Registriert: 13. Dez 2016, 19:05
Kontaktdaten:

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Desotho » 21. Feb 2018, 21:23

Ich bin noch mittendrin in der Folge, aber ich finde es richtig dass das Thema ab und an aufgegriffen wird.
Ich habe da ganz sicher auch Defizite in meinem Verhalten die ich vermutlich nie ganz ablegen werde.
Wenn man ab und zu mal angestoßen wird zu reflektieren ist das meiner Ansicht nach nicht verkehrt.
El Psy Kongroo

NDA
Beiträge: 235
Registriert: 22. Nov 2017, 00:37

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von NDA » 21. Feb 2018, 21:32

Stuttgarter hat geschrieben:
meisterlampe1989 hat geschrieben: Ich muss im Umgang mit Frauen GAR NICHTS mehr lernen.
Glückwunsch, wenn Du das nicht mehr musst. Ich persönlich mache die Erfahrung, dass ich tagtäglich dazulerne, wie ich mit Menschen generell umgehen sollte. Weil ich tagtäglich Dinge mache, erlebe, sage, bei denen ich merke, "Das ginge eigentlich besser".
Und ich kann mich nicht einmal in diese Geisteshaltung hineinversetzen. "Ich lerne tagtäglich etwas Neues im Umgang mit Menschen und versuche mich zu ändern". Selten so gelacht. :lol: Vielleicht ist es ein wenig beleidigend, es ist auch dein gutes Recht es zu melden, und es sagt höchstwahrscheinlich mehr über mich aus als über dich, aber ich kann es einfach nur belächeln oder beinahe den Nelson rausholen: "Ha Ha"

Ich habe an anderer Stelle diese persönliche Erfahrung mit dem "Trotz" schon mal erwähnt, hier kommt einfach nur "Verständnislosigkeit", aber mal so richtig aus dem tiefsten Räumen meiner Selbst. Richtig erklären kann ich es nicht. :shifty:
Bái Zuô!

Stuttgarter
Beiträge: 1347
Registriert: 31. Dez 2016, 22:39

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Stuttgarter » 21. Feb 2018, 22:24

NDA hat geschrieben:
Und ich kann mich nicht einmal in diese Geisteshaltung hineinversetzen. "Ich lerne tagtäglich etwas Neues im Umgang mit Menschen und versuche mich zu ändern". Selten so gelacht. :lol: Vielleicht ist es ein wenig beleidigend, es ist auch dein gutes Recht es zu melden, und es sagt höchstwahrscheinlich mehr über mich aus als über dich, aber ich kann es einfach nur belächeln oder beinahe den Nelson rausholen: "Ha Ha"

Ich habe an anderer Stelle diese persönliche Erfahrung mit dem "Trotz" schon mal erwähnt, hier kommt einfach nur "Verständnislosigkeit", aber mal so richtig aus dem tiefsten Räumen meiner Selbst. Richtig erklären kann ich es nicht. :shifty:
Ich hatte auch nicht erwartet, dass Du es verstehst. :)

Benutzeravatar
Weizegger
Beiträge: 36
Registriert: 27. Jun 2016, 19:08

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Weizegger » 21. Feb 2018, 23:29

Was wäre das gallische Dorf ohne die tägliche Keilerei . No thx bzw NO MA´AM. :P

Benutzeravatar
Fred Helm
Beiträge: 21
Registriert: 27. Jun 2017, 00:35

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Fred Helm » 22. Feb 2018, 11:28

Joschel hat geschrieben:Das Thema Feminismus interessiert mich in diesem Rahmen ebenfalls nicht. Die selbternannte Feministin empfand ich, genau wie Wolfgang, als anstrengend. Wie ein Vorredner hier schon geschrieben hat, hat er dauernd gefragt, ob man dies und das so sagen darf - da krampft sich bei mir immer alles zusammen.
Aber darum sind solche Themen ja für Männer so unangenehm! DIese Unsicherheit sind sie nicht gewohnt, aber Frauen laufen so durch die Welt seit sie geboren sind und selten Frauen auf Bühnen gesehen haben und alle Köpfe solche Selbstverständlichkeiten als "unüblich" betrachten. Das Männer so ein Thema anstrengend finden liegt daran, dass sie das Problem nicht betrifft und sie lieber über etwas anderes reden wollen. Aber nicht alles was gut und wichtig ist macht Spaß. Und wir sollten daraus ziehen, wie sich eine Generation wie Wolfgangs in der aktuellen Debatte fühlt und auch das ist wichtig. Und erst wenn man penibel nachfragt, wird einem als Mann einiges klar und versteht was verletzt. Wieso gibt es bei diesem Thema sogar in diesem Forum so einen genervten Bias? Männer fühlen sich so schnell persönlich angegriffen. Und wenn ja, hat das vielleicht auch Gründe. (:oops:)

meisterlampe1989

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von meisterlampe1989 » 22. Feb 2018, 13:50

Stuttgarter hat geschrieben:
meisterlampe1989 hat geschrieben: Ich muss im Umgang mit Frauen GAR NICHTS mehr lernen.
Glückwunsch, wenn Du das nicht mehr musst. Ich persönlich mache die Erfahrung, dass ich tagtäglich dazulerne, wie ich mit Menschen generell umgehen sollte. Weil ich tagtäglich Dinge mache, erlebe, sage, bei denen ich merke, "Das ginge eigentlich besser".
Dieses betonte GAR NICHTS hört sich etwas arrogant und absolut an. Natürlich sollte man immer bereit sein etwas neues zu lernen. Aber es gibt ja so Grundregeln im Umgang mit Menschen und speziell im Umgang mit Frauen und die solltest du mir zutrauen, auch wenn mich einige extreme Ausformungen des Feminismus deutlich stören.
Zuletzt geändert von meisterlampe1989 am 22. Feb 2018, 15:10, insgesamt 1-mal geändert.

Wolfgang Walk
Beiträge: 273
Registriert: 8. Aug 2016, 20:11

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Wolfgang Walk » 22. Feb 2018, 14:11

Joschel hat geschrieben:Das Thema Feminismus interessiert mich in diesem Rahmen ebenfalls nicht. Die selbternannte Feministin empfand ich, genau wie Wolfgang, als anstrengend. Wie ein Vorredner hier schon geschrieben hat, hat er dauernd gefragt, ob man dies und das so sagen darf - da krampft sich bei mir immer alles zusammen.
Warum? Ich stelle, auch ausgelöst durch die Metoo-Debatte, viele meiner alten, oft recht unreflektierten Gewohnheiten (sprachlich und nicht-sprachlich), auf den Prüfstand, weil ich eingesehen habe, wieviel Hierarchie in ihnen zementiert wird (und nein, ich gendere meine Grammatik nicht durch!). Das ist anstrengend, aber wichtig. Was ich noch anstrengender finde: die krampfhaften Versuche vieler Männer, diesen hierarchischen Machtanspruch von Sprache zu negieren. Warum haben so viele Menschen Angst vor Veränderungen. Das Leben ist zu kurz, um an einem Ort lange zu verharren. Sprache wirkt bei vielen wie ein Exoskelett. Wir sind aber gar keine Insekten!

Im übrigen ist Silja nicht anstrengend, sondern sehr nett, unkompliziert im persönlichen Umgang und lebhaft.
Joschel hat geschrieben:Sie hat zu Anfang des Gesprächs erstmal einen extremen Anker gesetzt und damit impliziert, dass solches Verhalten von Männern üblich ist. Was das speziell mit Gaming zu tun hat, hat sich mir nicht erschlossen.
Erstens: Es geschah auf einer Quo Vadis, und wenn da der Game-Zusammenhang nicht klar ist, dann ist das Wort "Zusammenhang" ohne Bedeutung. Zweitens ist das Erlebnis leider nicht mal sehr extrem. Es gibt noch ganz andere Geschichten. Warum willst du die nicht wissen? Und wo hat sie gesagt, dass solches Verhalten bei Männern üblich ist? Du unterstellst hier Dinge, die keinerlei Sinn im Zusammenhang der Sendung ergeben. Warum?
Joschel hat geschrieben:Dagegen finde ich es durchaus interessant, zu diskutieren, warum Videospiele seit jeher eher Männer anziehen. Das hat sich ja gefühlt erst durch Nintendo und Casual-Games etwas geändert.
Vielleicht hängt deine Weigerung, eine geänderte Welt anzuerkennen, auch damit zusammen: Seit Jahren schon, genauer seit 2014, spielen mehr Frauen als Männer.

http://www.gamestar.de/artikel/gaming-c ... 59409.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Zuletzt geändert von Wolfgang Walk am 22. Feb 2018, 14:34, insgesamt 3-mal geändert.

Wolfgang Walk
Beiträge: 273
Registriert: 8. Aug 2016, 20:11

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Wolfgang Walk » 22. Feb 2018, 14:27

meisterlampe1989 hat geschrieben: Ich muss im Umgang mit Frauen GAR NICHTS mehr lernen.
Das habe ich bis vor kurzem auch gedacht.

meisterlampe1989

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von meisterlampe1989 » 22. Feb 2018, 14:38

Wolfgang Walk hat geschrieben:
meisterlampe1989 hat geschrieben: Ich muss im Umgang mit Frauen GAR NICHTS mehr lernen.
Das habe ich bis vor kurzem auch gedacht.
Die Aussage habe ich schon längst richtiggestellt.

Und zu dem, was Du zu Joschel geschrieben hast: Wenn man der Meinung ist, dass unsere Sprache genug gegendert ist, dass man z.B. immer "Schüler- und Schülerinnen" schreibt und etwaige Debatten darum für albern findet, in denen gefordert wird die Geschlechter aus der Grammatik zu entfernen und nur das Neutrum verwendet werden darf (das Hut), dann ist man weder ein Sexist, noch glaubt man daran, dass Frauen nicht gleichberechtigt sein sollten und Angst vor dem Fortschritt hat man auch nicht.

Nicht jede absurde Forderung ist Fortschritt. Einige Forderungen die der neue Feminismus stellt sind sogar ziemlich reaktionär.

Und ich wüsste auch nicht, was das damit zu tun hat, wie viele Frauen und Mädchen spielen? Das stört doch keinen und wenn das jemanden stört ist er ein Idiot. Ich würde mir übrigens viel mehr weibliche Entwickler wünschen.
Zuletzt geändert von meisterlampe1989 am 22. Feb 2018, 15:24, insgesamt 4-mal geändert.

Benutzeravatar
Leonard Zelig
Beiträge: 1142
Registriert: 5. Jan 2016, 19:56

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Leonard Zelig » 22. Feb 2018, 14:38

Wolfgang Walk hat geschrieben: Vielleicht hängt deine Weigerung, eine geänderte Welt anzuerkennen, auch damit zusammen: Seit Jahren schon, genauer seit 2014, spielen mehr Frauen als Männer.

http://www.gamestar.de/artikel/gaming-c ... 59409.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Das habe ich schon öfters gelesen, aber die Frage ist doch was man als Spiele bezeichnet. Meine Mutter hat einige Quiz-Apps auf dem Smartphone, ansonsten hat sie mit Spielen aber nix am Hut. Im Studium (nichts technisches) ist mir keine Frau begegnet, die an klassischen Spielen interessiert war. Auf Profilen in Singlebörsen lese ich unter Hobbies auch nur selten Gaming oder gar spezifische Titel.

Persönlich hätte ich nichts gegen mehr Spiele mit einer weiblichen Zielgruppe. Life is Strange: Before the Storm hat mir z.B. sehr gut gefallen, aber das solche Spiele sind die Ausnahme.

GamersGlobal hat mal vor etlichen Jahren eine User-Umfrage gemacht. Da kam raus, dass 97% der User männlich sind:
http://www.gamersglobal.de/news/52934/e ... serumfrage" onclick="window.open(this.href);return false;
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

www.gamersglobal.de

Benutzeravatar
Maulwuerfel
Beiträge: 208
Registriert: 23. Jun 2016, 18:12

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Maulwuerfel » 22. Feb 2018, 15:18

SpoilerShow
Bild

Bild

Bild
Edit by NobodyJPH:
Bitte unterlasse solche Postings in Zukunft. Sie bringen die Diskussion nicht voran und sind insbesondere in der mobilen Ansicht eher unschön. Vielen Dank.


Edit: bisschen Spaß muss auch sein. Würde wahrscheinlich beiden Seite gut tun sich nicht so furchtbar ernst zu nehmen.
Zuletzt geändert von Maulwuerfel am 22. Feb 2018, 16:51, insgesamt 4-mal geändert.
:arrow: Tapatalk > ich > Einstellungen > Signatur > aus

Wolfgang Walk
Beiträge: 273
Registriert: 8. Aug 2016, 20:11

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Wolfgang Walk » 22. Feb 2018, 16:42

Leonard Zelig hat geschrieben: Das habe ich schon öfters gelesen, aber die Frage ist doch was man als Spiele bezeichnet. Meine Mutter hat einige Quiz-Apps auf dem Smartphone, ansonsten hat sie mit Spielen aber nix am Hut. Im Studium (nichts technisches) ist mir keine Frau begegnet, die an klassischen Spielen interessiert war. Auf Profilen in Singlebörsen lese ich unter Hobbies auch nur selten Gaming oder gar spezifische Titel.
Ich denke nicht, dass wir DAS Fass aufmachen sollten. Wo will man die Grenze ziehen? Darf es kein Browsergame sein? Oder nur AAA? Vollpreis? Gilt wie Wii U? Für die Diskussion sollte das keine Rolle spielen. Wer am Computer zockt, ist ein Gamer. Oder niemand ist ein Gamer.
Leonard Zelig hat geschrieben:Persönlich hätte ich nichts gegen mehr Spiele mit einer weiblichen Zielgruppe. Life is Strange: Before the Storm hat mir z.B. sehr gut gefallen, aber das solche Spiele sind die Ausnahme.
Spricht das eher gegen Frauen oder gegen Gamers Globals Herangehensweise?

Benutzeravatar
Weizegger
Beiträge: 36
Registriert: 27. Jun 2016, 19:08

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Weizegger » 22. Feb 2018, 16:52

Leonard Zelig hat geschrieben: GamersGlobal hat mal vor etlichen Jahren eine User-Umfrage gemacht. Da kam raus, dass 97% der User männlich sind:
http://www.gamersglobal.de/news/52934/e ... serumfrage" onclick="window.open(this.href);return false;
Aus eigener Erfahrung , muss ich dem leider zustimmen. In meinem Umfeld abseits der Gamingszene, habe ich ugleich viele Freunde die weiblich oder männlich sind. 50/50 Sobald ich aber in den Bereich Gaming in meine Discord-Listen , oder den Battlenetaccount usw. schaue, verlagert sich das Verhältniss zu ebenfalls etwa 97% zugunsten der männlichen Seite.

Ich bin übrigens der Meinung, dass man die vorhandenen Spiele nicht zugunsten der weiblichen Kundschaft anpasst, sondern die Spielepalette um weiblich beeinflusste ,inspirierte Titel erweitert. Würde ich auch gern kaufen und unterstützen.
Das wäre sowieso eine Frage , die ich den beiden Mädels gern gestellt hätte. Was sagt ihr denn zu den Spielern die sich Spiele mit übersexualisierten Frauen und einem Geralt , der so agiert wie in The Witcher 1 , kaufen möchten?
Ich rieche da eine gewisse Doppelmoral (wie bei fast allen Bereichen in der heutigen Zeit) Die Spiele sollen möglichst entsexualisiert werden (amrerikanische Zustände? Nipplegate Nein danke...) aber nach dem Spielen wird dann auf Pornhub gesurft.
Zuletzt geändert von Weizegger am 22. Feb 2018, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.

Rince81
Beiträge: 1472
Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von Rince81 » 22. Feb 2018, 16:53

Leonard Zelig hat geschrieben: GamersGlobal hat mal vor etlichen Jahren eine User-Umfrage gemacht. Da kam raus, dass 97% der User männlich sind:
http://www.gamersglobal.de/news/52934/e ... serumfrage" onclick="window.open(this.href);return false;
Gamersglobal bringt auch 2017 noch Messebabe-Galerien und Jörg Langer hat eine, wie ich finde sehr merkwürdige Art, das Thema, sofern es aufkommt ins lächerliche zu ziehen - hat man schön an der #Aufschrei-Debatte gesehen. Das die überwältigende Leserschaft von GG männlich ist wundert mich (auch deshalb) nicht.
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

der unbestechliche
Beiträge: 338
Registriert: 1. Jun 2016, 21:10

Re: Walkthrough: Sexismus in der Spielebranche

Beitrag von der unbestechliche » 22. Feb 2018, 17:19

Immerhin hat er aber noch genug Leser, um es weiterzubetreiben. Wenn er die Superlevel-Schiene fahren würde, wär er längst Pleite.

Die Messebabes werden ja nicht zu diesem Job gezwungen. Es soll Frauen geben, die sich gerne leicht bekleidet zeigen und fotografieren (lassen) und auch gern ihr Geld damit verdienen. Wer das nicht glaubt, möge sich mal auf Instagram umschauen. Sind diese Frauen nun auch alle Sexistinnen, weil sie sich nicht dem Willen der fiministischen Gesinnungswächter unterwerfen? Das hat ja wohl noch jede/r selbdt zu entscheiden.

Gesperrt