Prototyp: Geschichte machen

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Nachtfischer
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Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Nachtfischer »

echtschlecht165 hat geschrieben:
12. Apr 2018, 18:07
Aber einen Vorschlag an Dom habe ich: auch wenn Jochen bekanntermassen gerne und viel redet, versuche, dir mehr Redezeit zu erkämpfen. :D
Gefühlt kam mir das beim Prototypen gar nicht so ungleich vor. Hat jemand Statistiken? :P

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Skizzenbildner
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Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Skizzenbildner »

Fand diesen Prototypen sehr interessant. Vor allem die Einbindung von O-Tönen ist sehr positiv bei mir hängen geblieben, weil sie handfeste Quellen für die im Podcast gemachten Aussagen geliefert haben. Das Ganze wirkte frisch und ging als Mischung aus wissenschaftlicher Betrachtung und kritischer Produktbesprechung sehr gut auf.

Bravo Dom! Schöner Einstand! :) Bitte mehr davon und gerne wieder mit O-Tönen (im Bewusstsein, dass gerade Letztere einen enormen Aufwand mit sich bringen). Ein neues und dabei angenehm spezielles Format im Portfolio von ThePod!
Als Anderaal auf Steam und in der Spielewelt im Allgemeinen unterwegs.

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Leonard Zelig
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Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Leonard Zelig »

Nachtfischer hat geschrieben:
12. Apr 2018, 09:39
Pommesbudenpate hat geschrieben:
12. Apr 2018, 05:57
Auch wenn der AC: Origins “Erkundungsmodus“ jetzt nicht der Bringer zu sein scheint, finde ich den Schritt jedenfalls trotzdem gut und angebracht. Jemand muss mal den Anfang machen und aus den Fehlern, sei es eine langweilige Präsentation, kann man ja lernen und sie bei den nächsten Iterationen verbessern.
Ja, für mich klang es auch eher nach einem Dokumentarfilm, bei dem man die Kamera manuell auf uninteressante Dinge richten kann. Wo ist der Vorteil der Interaktivität? Die wurde als bloße Spielerei oder teilweise störend ("Wo soll ich denn jetzt hingucken?") beschrieben.

Das Potenzial des Mediums wird gerade nicht genutzt, wenn man praktisch die gesamte Interaktivität (jenseits des Herumlaufens und Herumguckens) entfernt. Es müsste vielmehr spezifische Spielmechaniken zur Vermittlung historischer Umstände geben. Vielleicht mal selbst töpfern? (Ja, doofes Beispiel, weil man dazu nicht unbedingt ein Videospiel braucht. Aber die argumentative Richtung sollte klar sein.)
Ja, fand den Modus auch nicht optimal. Das hat noch Verbesserungspotential.

Werde dem Podcast mal meinem Bruder empfehlen, der studiert Geschichte. Allerdings muss er in zwei Wochen seine Masterarbeit abgeben, ist also aktuell kein guter Zeitpunkt. ;)

Persönlich finde ich die jüngere Geschichte deutlich spannender als Ereignisse die Jahrtausende zurückliegen. Finde beispielsweise Filme und Serien über die DDR immer sehr faszinierend. Oder um bei Spielen zu bleiben, 1979 - The Revolution ist durchaus interessant.
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Ironic Maiden
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Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Ironic Maiden »

Mir gefällt das neue Format sehr gut und ich freue mich schon sehr auf weitere Folgen. Etwas rumkritteln muss ich aber doch, vor allem weil absehbar ist, dass dieses Problem auch in weiteren Folgen wieder vorkommen könnte. Zwischendurch geht es darum, was der Geschichtsunterricht in Schulen Jochens Meinung nach leisten soll, und da rutschte das ganze dann mMn auf ziemliches Stammtischniveau ab, gerade im Kontrast zu den ansonsten fachlich guten und interessanten Beiträgen. Ich würde es für sehr sinnvoll halten, hier auch mal jemanden zu Wort kommen zu lassen, der oder die sich mit Geschichtsdidaktik beschäftigt. Medienpädagogik und Fachdidaktik sind zwei unterschiedliche Felder, und die Vermittlung von konkreten Inhalten und Methoden im Fachunterricht wurde nicht wirklich abgedeckt. Im übrigen ist es auch recht leicht, sich vorher darüber zu informieren, was der Geschichtsunterricht an Schulen denn laut der gesetzlichen Vorgaben nun wirklich soll (und ob es da vielleicht Unterschiede zu Jochens Meinung gibt ;) ), die Curricula sind frei verfügbar. Ich bin zwar kein Geschichtslehrer, aber diese unfundierten "Schule muss dies und das"-Parolen finde ich in einem eher sachlichen Format unpassend. Beim Sonntagspodcast würde mich das auch nerven, aber wesentlich weniger.

Hier wäre es vielleicht auch interessant gewesen, eine etwas internationalere Perspektive einzunehmen, immerhin legen unterschiedliche Länder auch unterschiedliche Schwerpunkte im Bezug auf das, was Schülerinnen und Schüler in derr Schule lernen sollen. Das reine Auswendiglernen von Jahreszahlen ist in Deutschland zwar (mMn zu Recht) verpönt, aber in anderen Nationen hat das durchaus noch einen höheren Stellenwert. Wenn Spiele international vermarktet werden, kann es durchaus sein, das der Erkundungsmodus für andere Bildungssysteme besser geeignet ist. (Ok, das würde eventuell den Rahmen des Podcasts sprengen, aber im Hinterkopf sollte man das vielleicht behalten.

Aber trotzdem, gut gemacht, Note 1 (-).
Zuletzt geändert von Ironic Maiden am 12. Apr 2018, 22:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Ricer
Beiträge: 727
Registriert: 18. Okt 2016, 08:55

Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Ricer »

Ironic Maiden hat geschrieben:
12. Apr 2018, 20:46
Zwischendurch geht es darum, was der Geschichtsunterricht in Schulen Jochens Meinung nach leisten soll, und da rutschte das ganze dann mMn auf ziemliches Stammtischniveau ab, gerade im Kontrast zu den ansonsten fachlich guten und interessanten Beiträgen. Ich würde es für sehr sinnvoll halten, hier auch mal jemanden zu Wort kommen zu lassen, der oder die sich mit Geschichtsdidaktik beschäftigt.
Passend dazu stelle ich mir Jochens Frage an seine Nichte in etwa so vor: Hey Nichte, würdest du lieber den langweiligen Discovery Mode von Assassins Creed Origins spielen, in dem man nichts machen kann, oder würdest du lieber das richtige Spiel spielen, in dem man sich frei bewegen kann und eine riesige Welt erkunden kann?

Das man 2,8 Kilometer in Fußballfeldern darstellen soll, damit man sich etwas darunter vorstellen kann, wirft übrigens auch Fragen über Schule und deren Anknüpfung an den "Alltag" auf.

Warum war es euch so wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass es sich um ein kommerzielles Produkt handelt? Meines Erachtens wird es in Schulen problematisch, wenn keine kostenpflichtigen Produkte genutzt werden, sondern kostenloses Material von Verbänden und Firmen. Die Aktivitäten von Google im Bildungsbereich sehe ich da zum Beispiel kritischer. Die Ziele die Ubisoft verfolgt, gleichen den Zielen eines Schulbuchverlages/Wissenschaftsverlages, die neben den Schulbüchern noch unzählige andere Bücher im Angebot haben.

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Alienloeffel
Beiträge: 1308
Registriert: 9. Feb 2017, 14:35

Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Alienloeffel »

Mir hat es ebenfalls sehr gut gefallen. Insbesondere das einbeziehen von weiteren Fachkundigen war sehr informativ und wertete die Folge nochmal auf. Bitte mehr davon.

ganga
Beiträge: 170
Registriert: 2. Aug 2017, 20:11

Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von ganga »

Leonard Zelig hat geschrieben:
12. Apr 2018, 19:48
[...]
Ja, fand den Modus auch nicht optimal. Das hat noch Verbesserungspotential.

[...]
Sicher hätte Uibsoft da noch mehr draus machen können aber es war eben auch ein erster Versuch und dass man bei Ubisoft jetzt nicht alle Teile des Entwicklerteams daran gesetzt hat (neue Minispiele, wie hier teilweise gefordert, neue Animationen etc.) finde ich nachvollziehbar.

Zum Format:
Hat mir sehr gut gefallen, insbesondere die schon mehrfach erwähnten Einspieler, dazu den sympathischen und fachlichen Dom und den interessierten Jochen, gerne weiter so!

Die Sorge von Vinter teile ich im Übrigen nicht, neben den Paradox Spielen fällt mir so spontan an möglichen Themen ein: Valiant Hearts, Call of Duty WW 2, Red Dead Redemption. Strategiespiele wie Total War, Age of Empires, Stronghold. Aufbauspiele wie die Anno Reihe, Gilde oder die Siedler Reihe. Handelsspiele wie Hanse oder Fugger. Spiele mit eigener Lore/Geschichte wie Skyrim, Gothic (evtl unter dem Gesichtspunkt wo sind Parallelen / Anleihen aus der Realität). Spiele die einen selbst Geschichte schreiben lassen, z.B. Reigns.

Numfuddle
Beiträge: 418
Registriert: 21. Mär 2018, 22:51

Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Numfuddle »

Bei dieser Folge fällt mir wieder etwas auf, was mich auch bei anderen Folgen öfter mal stört aber hier besonders auffällt - euer Sprachtempo.

Jochen und Dom sprechen in dieser Folge teilweise so schnell, dass man den ja durchaus etwas komplexen Gedankengängen manchmal nur schwer folgen kann. Zumindest geht das mir so. Es erfordert teilweise relativ viel Konzentration da noch mitzukommen.

Das ganze hat teilweise etwas von der berüchtigten "Youtube-Kadenz" wo die schnelle, teilweise recht atemlos vorgetragene Sprache gewissermaßen Usus ist.

Es gibt durchaus Gründe warum z.B. im Radio und TV das Sprachtempo bewusst langsamer gewählt wird. Hört euch das zum Vergleich einfach mal bei einer Radiosendung mit hohem Sprachanteil an, z.B. im amerikanischen Public Radio oder Deutschlandradio und Co. an.

Die Folge selbst hat mir aber ausgesprochen gut gefallen.

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NobodyJPH
Quantifier of Virtues
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Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von NobodyJPH »

Die Folge hat mir gut gefallen, Dom und Jochen haben das richtig gut gemacht! Die Einspieler fand ich super, da diese das Format von den bestehenden The Pod Formaten zusätzlich abheben. Natürlich muss das jetzt nicht in jeder Episode so umgesetzt werden, aber gegen eine Wiederholung dieser Herangehensweise hätte ich nichts einzuwenden. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Monate.

Ich fände es auch nicht verwerflich im Blog angesprochene Themen nochmal auszuarbeiten und in anderer Form (z.B. mit Kommentaren oder in einer Diskussion mit Gästen) im Podcast anzubieten. Es wäre ja auch nicht das erste Format, in dem ein Artikel oder Blogeitrag als Grundlage für einen Podcast dient. Das heißt nicht, dass man das jetzt unbedingt tun muss, aber kategorisch ausschließen muss man das imho auch nicht.

Ist euch aufgefallen, dass die Ubisoft PR zun Geschichtsmodus sagt "wir verkaufen hier keine tolle Geschichte." :D

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Zwart
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Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Zwart »

Ich finde die Idee des Formats großartig.
Als geschichtlich Interessierter habe ich mir viel davon versprochen und kaute schon ungeduldig an den Nägeln, als Jochen das Format in der Weltherrschaft geteasert hat.

Leider...fand ich dann die erste Stunde komplett daneben. :(
Die Metaebene des Entdecker-Modus hätte man in 10 Minuten abhandeln können. Tatsächlich war nach den ersten 10 Minuten alles dazu gesagt. Danach wiederholte es sich und ich habe die ganze Zeit gedacht "Ja! Ich habs verstanden! Besprecht die Touren!" Nein..stattdessen verlor man sich in einer oberflächlichen Besprechung der Probleme des Geschichtsunterrichts. Offensichtlich ohne die äußeren Zwänge zu kennen und offensichtlich ohne in den letzten Jahren eine Schule von innen gesehen zu haben. [emoji16] Das war eine Debatte aus dem Elfenbeinturm der Universitäten und akademischen Betriebs heraus. Unschön.

Die Einspieler waren nichts desto trotz hörenswert. So hörenswert das ich mir wünsche, das die kompletten Interviews zur Verfügung gestellt werden, so wie das beim Magazin gemacht wird.
Aber davon ab, schön, das Dom hier seinem Paradigma der Multiperspektivität konsequent nachgeht und eben viele andere Fachleute zu Wort kommen lässt.

Die letzte halbe Stunde, in der es dann tatsächlich um die Touren geht, fand ich dann wieder sehr gut.

Insgesamt bin ich sehr gespannt wie es mit dem Format weitergeht. Ich hatte nach dem Hören auch arge Schwierigkeiten dabei mir zu überlegen was noch kommen könnte und habe Sorge das Jochen und Dom in jeder Folge immer wieder auf dem Thema, der angesprochenen Metaebene, herumreiten.

Aber ihr macht das schon! [emoji2]
Das wilde Aventurien
Durchgeblättert - der Rollenspielbuch-Videoblog
Der Zustand des Krokodils ist ungeklärt, bis jemand versucht, es abzurichten. Dann verschwindet es in einem Stimmungswölkchen.

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Leonard Zelig
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Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Leonard Zelig »

So sehr ich die genannten Kritikpunkte nachvollziehen kann fand ich es ein wenig unfair, dass immer wieder behauptet wurde der Modus würde 20€ kosten. Das ist zwar richtig, aber wenn man das Spiel bereits besitzt ist der Modus kostenlos und muss anders als die Story-DLC nicht separat erworben werden. Die wenigsten Zuhörer dürften nur an der Discovery Tour Interesse haben und das Preis/Leistungsverhältnis des Gesamtpaketes ist schon ziemlich gut.
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Klaus Trofobisch
Beiträge: 3
Registriert: 13. Apr 2018, 13:18

Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Klaus Trofobisch »

Hallo zusammen,

ich wollte mal fragen ob sich Dom auch schon während seines Studiums mit dem Thema beschäftigt hat bzw. welchen Abschluß er gemacht hat (studierter Experte bzw. Experte der Archäologie ist ja mal ne Ansage) und ob man die Arbeit evtl. auch lesen kann. Ich wäre sehr neugierig!

dojima_dragon
Beiträge: 77
Registriert: 5. Feb 2018, 17:52

Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von dojima_dragon »

Eine richtig gelungene Pilotfolge, bei der man den enormen Aufwand, den Dom in die Recherche gesteckt hat, zu jeder Minute hört. Auch die Idee des Formats und Dom als Neuzugang sind durch und durch eine Bereicherung für das Projekt und ich bin schon jetzt sehr gespannt, was uns in den nächsten Monaten noch erwarten wird:)

Grumbledook
Beiträge: 68
Registriert: 30. Mär 2018, 12:41

Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Grumbledook »

Herzlichen Glückwunsch an Dom für diesen, wie ich finde, gelungenen Einstand!

Ich kann mich dem Lob anschließen, möchte auch nochmal betonen, wie gut mir die Einspieler gefallen haben. Die heben das Format angenehm von den etwas hemdsärmeligeren Sonntagsfolgen einerseits und den "Experten-Vorträgen" von Nachgeforscht andererseits ab.

Kein richtiger Themenvorschlag, eher ein vager Wunsch für die Zukunft: Wenn wir von Geschichtsdarstellungen in Spielen reden, dann meinen wir damit häufig Texte, Story, die grafische Abbildung von Bauwerken, Waffen oder Kleidung etc.

Ich fände es mal spannend, zu beleuchten, inwiefern Spiele gerade durch ihre Mechanik - denn die unterscheidet sie von anderen Medien - ein bestimmtes Geschichtsbild transportieren, häufig vermutlich unbewusst und unbeabsichtigt. Die Darstellung von Zivilisationen oder Nationen als homogene, unveränderliche "Fraktionen" in Strategiespielen sowie deren unvermeidlicher Kampf um Land und Ressourcen sind so ein Beispiel, das Dom auch schon in seinem Artikel über die Repräsentierung amerikanischer Ureinwohner in Civ 6 behandelt hat.

Bieten manche Spiele da auch alternative Perspektiven an? Ich war zum Beispiel als Einsteiger in Crusader Kings erstmal überrascht, dass für mich als König von Frankreich die schiere Größe meines Königreichs zweitrangig ist, wenn meine persönliche Krondomäne winzig und verarmt ist und meine Vasallen mich hassen. Da spiele ich nämlich nur das Oberhaupt einer Dynastie und kontrolliere nicht ein unveränderliches, in sich geschlossenes Land oder Volk.

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Peter
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Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Peter »

Eigentlich wurde schon alles gesagt, dementsprechend kann ich nichts weiter tun, als mich dem Lob anzuschließen.

Es wäre aber wirklich schön, wenn man die Einzel-Interviews ebenfalls anbieten könnte.

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Tastenhauer
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Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von Tastenhauer »

Hallo! Endlich kann ich im weltbesten Forum des weltbesten Podcasts auch mal meine 50 Pfennig dazugeben. ;)

Ich fand die Prototyp-Folge schon sehr gelungen und ziehe meinen Hut vor der Recherche-Arbeit der beiden, insbesondere zu den Interviews, welche Dom geführt hat. Ich will mir kaum ausmalen, wie lange er da am Schnitt gesessen hat uvm. Die Einspieler haben dem Ganzen nochmal eine ganz andere Unterfütterung eurer (ja auch nicht im luftleeren Raum entstandenen) Einschätzung zum Discovery-Modus von AC:Origins gegeben.
Was ich im Übrigen nicht mehr machen würde an eurer Stelle, ist nach den Einspielern das Gesagte nochmal zu wiederholen wie eine Art Echo. Wenn die Befragten ein wissenschaftliches Kauderwelsch gesprochen hätten, ok. Dann wiederum würde ich das Zitat allerdings auch anders auswählen. So allerdings kommt man sich als Zuhörer ein wenig für "zu dumm" gehalten vor. (Meine das nicht böse)

Ansonsten freue ich mich auf weitere Folgen dieses tollen neuen Formates, das ihr da aus der Taufe gehoben habt! Als Historiker, der sich selbst in der Studienzeit und im Rahmen der Abschlussarbeit mit dem Themenkomplex der geschichtlichen Spiele befasst hat, habt ihr da bei mir auch 'nen Nerv getroffen. :D

Liebe Grüße,
Tastenhauer

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DomPotatoe
Beiträge: 12
Registriert: 21. Dez 2017, 20:14

Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von DomPotatoe »

Hallo an alle! Ich weiß gar nicht, wen ich zuerst quoten soll, daher mal an alle: Vielen Dank für euer Lob aber auch die einigen kritischen Hinweise und Äußerungen, ich sauge das hier alles in mich auf und lasse das wenn sinnvoll möglich in die Vorbereitungen für Folge 2 einfließen! Da ich hier und da Diskussionen speziell um Videospiele im (Geschichts-)Unterricht sah, würde ich gerne mal fix auf den Hauspodcast von Archaeogames hinweisen, in dem es mal um genau dieses Thema ging: https://archaeogames.net/symposion-02-v ... -aber-wie/ – unter anderem mit einer euch nun schon bekannten Expertin ;) Also, noch mal Danke für alle Wortmeldungen hier!
Katzen sind super, Zitronenlimo auch und Archäologie ebenfalls.
https://archaeogames.net/

meisterlampe1989

Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von meisterlampe1989 »

Mich würde mal interessieren, ob diese Vorsicht der Wissenschaftler sich zitieren zu lassen etwas damit zu tun hat, dass es hier um Videospiele geht. Die Psychologin, die damals André´s Hang zur virtueller Gewalt und Jochen´s Completionism analysiert hat, wollte ja noch nicht einmal mit Namen genannt werden und hat auch ganz explizit gesagt, dass sie das wegen der Videospiele und Vorbehalte dagegen möchte.

Wenn ich sowas höre, kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wenn der ein oder andere schon feiert, dass Videospiele in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind.

BlackSun84
Beiträge: 380
Registriert: 10. Feb 2016, 17:42

Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von BlackSun84 »

Als Geschichtsfan gefiel mir die Folge sehr gut, ich stimme auch darin überein, dass es nicht Aufgabe von Spielen, Filmen oder Büchern sein kann, Menschen zu vermitteln, in wie weit das Setting korrekt ist oder nicht - darüber haben sich der Großteil der historischen Filme schon vor 60 Jahren auch keine Gedanken gemacht. Wichtig ist es vor Allem, den Kindern und Jugendlichen Interesse spielerisch zu vermitteln. Ich habe Ende der 90er als Teenager jedes Geschichtssachbuch verschlungen, was ich finden konnte, allerdings nicht aus Büchern heraus, sondern, weil mir Serien wie Es war einmal (Mensch, Amerika) und Spiele wie Civilization und vor Allem Age of Empires 2 das Thema spielerisch nahegebracht haben, so wie mir Peter Lustig mit Löwenzahn und Mittendrin viel Interesse an Naturwissenschaft und Technik sowie Nachhaltigkeit nahegebracht haben.

Die Tour bei Origins empfand ich aber auch überwiegend langweilig, weil diese idR. eher dröge ablief und ich dann lieber ein Geschichtsbuch nehme und dieses lese, anstatt mir im Spiel vorgelesene Texte anzuhören. Aber immerhin war der Modus ein guter Anfang, auf den andere Entwickler gerne aufbauen können. Wenn dies dann auch aus Marketinggründen passiert, stört mich dies ja wenig, so, als wenn ich einen Kasten Licher saufe, um - sofern ich mich vorher über die Richtigkeit informiert habe - einen Kilometer Regenwald zu retten.

Ein Hinweis nur, Don: Helm auf, Visier zu und los gehts, auch Jochen hat nicht immer recht, auch wenn er sein Gegenrüber solange zuredet, bis dieser nur der Ruhe wegen klein beigibt ;) .

PS: In wie weit Medien allerdings auch das Welt- oder hier Geschichstbild beeinflussen, müsste aber doch von u.a. dem Bereich Filme heranzuziehen sein, denn ich denke, dass die Ergebnisse bei diesen und bei Spielen ähnlich aussehen müssten, Filme nur schon drei Generationen länger studiert sein sollten.

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toxic_garden
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Wohnort: Hamburg

Re: Prototyp: Geschichte machen

Beitrag von toxic_garden »

an sich ein echt interessantes Format und ich kann mir vorstellen, dass ihr beide im Gespann auf Dauer echt gut zueinander findet. Es wirkte ja jetzt auch schon recht harmonisch. Nur eine Kleinigkeit hat mich enorm gestört und mich häufiger mit den Augen rollen lassen. Da ich Podcasts hauptsächlich beim Autofahren höre, würde ich euch also im Sinne der Verkehrssicherheit um Eines bitten: eure Fragen und Anmerkungen sind gut, keine Frage. Aber die ständige Erwähnung á la "da spricht du einen sehr guten Punkt an"/"sehr interessanter Aspekt, den du da aufbringst"/"das ist eine sehr wichtige Frage" usw. empfand ich nach einer halben Stunde als enorm nervig. Könntet ihr eventuell eure durchaus wichtigen und interessanten Anmerkungen etwas seltener als diese noch mal so explizit erwähnen? Das war echt schlimm zu hören. Vor allem, weil ich den restlichen Inhalt wirklich extrem hörenswert fand und mich auf weitere Folgen durchaus freue. *plinker*
Mein Name ist Guybrush und ich verkaufe diese feinen Lederjacken.

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