Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

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HerrReineke
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von HerrReineke »

Das BMVI hat ne Rolle rückwärts gemacht und seinen FAQ (zur De-minimis-Beihilfe) nun auch Geld aus Publisherverträgen und Early-Access etc. als Eigenanteil der Entwickler anerkannt (Punkt 4.3.1).

Der GAME freut sich natürlich - seine Lobbyarbeit scheint hier tatsächlich vergleichsweise schnell funktioniert zu haben. Wäre die Frage, ob es zwischenzeitlich Entwickler gab, die die Anträge schon zurückgezogen haben und sich nun besonders verschaukelt vorkommen :)
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HerrReineke
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Förderung von Games in Deutschland

Beitrag von HerrReineke »

Die EU-Kommission hat die Notifizierung für die Games-Förderung wohl abgeschlossen und abgesegnet [Game-PM bei Facebook]. Dürften dann also zeitnah weitere Details bekannt werden. Mal gucken, was sich dann wieder für neue Überraschungen ergeben.
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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Mimimi hat heute ein Blogpost veröffentlicht, in dem sie ankündigen, dass sie das nächste Spiel selber publishen werden und nennen als einen Grund, der das möglich macht die Spieleförderung: https://www.mimimi.games/the-future-of-mimimi-games/

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HerrReineke
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von HerrReineke »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
1. Dez 2020, 10:08
Mimimi hat heute ein Blogpost veröffentlicht, in dem sie ankündigen, dass sie das nächste Spiel selber publishen werden und nennen als einen Grund, der das möglich macht die Spieleförderung: https://www.mimimi.games/the-future-of-mimimi-games/
Finde ich sehr spannend. Wobei ein bislang unbekannter Investor ja scheinbar auch erheblichen Einfluss dabei hatte. Aber trotzdem schön zu sehen, dass die Förderung scheinbar helfen kann :lol:

Die anderen "großen" geförderten Projekte die bisher bekannt sind, klingen zumindest auch so, als würden es ziemlich diverse Projekte werden, die damit am Ende gefördert werden :ugly: Da bin ich noch äußerst gespannt, was da noch so angekündigt werden wird. Und was verschiedene Studios in den nächsten Jahren so zu berichten haben, wie die Förderung geholfen hat (oder auch nicht).
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Inkognito
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von Inkognito »

HerrReineke hat geschrieben:
1. Dez 2020, 11:59
Und was verschiedene Studios in den nächsten Jahren so zu berichten haben, wie die Förderung geholfen hat (oder auch nicht).
Was soll denn den Studios an geschenktem Geld nicht gefallen oder helfen?

Interessant ist, was für die Gesellschaft dabei rauskommt.
Ob die 200.000 Euro Förderung pro zusätzlichem Arbeitsplatz (wollte Mimimi nicht sowieso unabhängig davon wachsen?) notwendig sind, darf mal ganz stark in Zweifel gezogen werden...

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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

HerrReineke hat geschrieben:
1. Dez 2020, 11:59
Die anderen "großen" geförderten Projekte die bisher bekannt sind, klingen zumindest auch so, als würden es ziemlich diverse Projekte werden, die damit am Ende gefördert werden :ugly:
500.000€ für ein Facebook-Solitaire?!? :lol:

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HerrReineke
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von HerrReineke »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
1. Dez 2020, 13:40
500.000€ für ein Facebook-Solitaire?!? :lol:
Ich habe absichtlich von "diversen" Projekten gesprochen... :ugly:
Aber da die Förderung ja immer nur einen Teil der Gesamtkosten abdeckt würde mich dieser Business-Plan auch mal sehr interessieren :lol:
Inkognito hat geschrieben:
1. Dez 2020, 12:57
Was soll denn den Studios an geschenktem Geld nicht gefallen oder helfen?
Z.B. könnte denen in der Praxis auffallen, dass bestimmte Förderbedingungen schädlich sind (wie hier ja auch bei der Kleinen-Deminimis-Beihilfe bereits öfters berichtet wurde). Oder es gibt Berichte von Teams, die nicht gefördert wurden, woran das genau lag, was da für Ablehnungsgründe bei rumkamen etc... Irgendwas wird bestimmt noch so abfallen :lol:
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VikingBK1981
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von VikingBK1981 »

Ich finde die Förderung nun nicht mehr für sinnvoll. Habe letzten einen Bericht zu einem anderen Thema gesehen, aber es lässt sich gut übertragen. Warum Steuergeld ausgeben, in einem Bereich in dem wir eh nicht mehr drankommen? Es brauch zB auch kein deutsches Facebook oder Amazon. Das bekommen wir eh keinen Fuß mehr auf den Boden. Und ich denke auch bei Games sind wir schon so weit ab vom Schuss, dass bringt nichts mehr.
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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

VikingBK1981 hat geschrieben:
1. Dez 2020, 20:48
Ich finde die Förderung nun nicht mehr für sinnvoll. Habe letzten einen Bericht zu einem anderen Thema gesehen, aber es lässt sich gut übertragen. Warum Steuergeld ausgeben, in einem Bereich in dem wir eh nicht mehr drankommen? Es brauch zB auch kein deutsches Facebook oder Amazon. Das bekommen wir eh keinen Fuß mehr auf den Boden. Und ich denke auch bei Games sind wir schon so weit ab vom Schuss, dass bringt nichts mehr.
Das sehe ich anders. Man mag von den "The Game Awards" halten was man mag, aber dass mit "Through the darkest of Times" und "Desperados III" gleich zwei deutsche Spiele nominiert sind, zeigt mir schon, dass auch Deutschland was kann, was Spiel betrifft (und D3 ist wirklich, wirklich gut)

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VikingBK1981
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von VikingBK1981 »

International dürfte die Spiele kaum der Rede wert sein. Und ob die Verkaufszahlen eine solche Förderung lohnen sehe ich auch nicht.
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lovecraftFTW
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von lovecraftFTW »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
1. Dez 2020, 20:58
VikingBK1981 hat geschrieben:
1. Dez 2020, 20:48
Ich finde die Förderung nun nicht mehr für sinnvoll. Habe letzten einen Bericht zu einem anderen Thema gesehen, aber es lässt sich gut übertragen. Warum Steuergeld ausgeben, in einem Bereich in dem wir eh nicht mehr drankommen? Es brauch zB auch kein deutsches Facebook oder Amazon. Das bekommen wir eh keinen Fuß mehr auf den Boden. Und ich denke auch bei Games sind wir schon so weit ab vom Schuss, dass bringt nichts mehr.
Das sehe ich anders. Man mag von den "The Game Awards" halten was man mag, aber dass mit "Through the darkest of Times" und "Desperados III" gleich zwei deutsche Spiele nominiert sind, zeigt mir schon, dass auch Deutschland was kann, was Spiel betrifft (und D3 ist wirklich, wirklich gut)
Man muss aber sagen, dass es ein extrem schwaches Spielejahr war, gerade auch was die Kreativität der Indies anging. Die beiden Nominierten aus Deutschland hatten ein sehr effektives Marketing, von daher kommt das für mich nicht so überraschend.

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Wudan
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von Wudan »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
1. Dez 2020, 13:40
500.000€ für ein Facebook-Solitaire?!? :lol:
Darüber bin ich auch grad gestolpert und dachte das kann doch wohl nicht wahr sein :shock:
Was soll das? :D wer braucht denn so viel Geld für ein Solitaire! Zumal es, gerade mal geschaut, ja schon etliche Solitaires auf FB gibt.
VikingBK1981 hat geschrieben:
1. Dez 2020, 20:48
Es brauch zB auch kein deutsches Facebook oder Amazon. Das bekommen wir eh keinen Fuß mehr auf den Boden. Und ich denke auch bei Games sind wir schon so weit ab vom Schuss, dass bringt nichts mehr.
Meiner Meinung nach braucht es absolut und dringend eine deutsche Alternative für FB und Amazon, und vor allem auch für Google. Ein deutscher Smartphonehersteller wär auch mal was. Nur weil wir es über Jahrzehnte verpennt haben und damit so ziemlich den Anschluss verloren haben (wie die meisten anderen Länder übrigens auch), ist dass doch kein Grund einfach die Flinte ins Korn zu werfen und den anderen das Feld ganz und gar zu überlassen. Das sind Investitionen die sich vielleicht erst in 10 Jahren oder mehr auszahlen, dennoch sind sie imho wichtig. Die Amerikaner haben mit diesen Konzernen viel zu starke Monopolstellungen etabliert und Europa täte gut daran diese aufzubrechen.

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VikingBK1981
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von VikingBK1981 »

Doch das ist ein Grund. Man sollte das Geld lieber in sinnvollere Dinge investieren. Zukunftstechnologien die auch wirklich eine Zukunft haben und die dann auch wirklich Erfolg haben. Kein deutsches Handy würde gegen bestehenden Marken ankommen.
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TheDarkShadow
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von TheDarkShadow »

Wudan hat geschrieben:
1. Dez 2020, 21:48
Ein deutscher Smartphonehersteller wär auch mal was.
Den gibt es ja, die Handys sind sogar gut, die Herstellung in Deutschland, top Garantie und Service, aber machen halt zu wenig Werbung.. ( Gigaset halt)

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HerrReineke
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von HerrReineke »

Ich glaube schon, dass so eine Förderung sinnvoll sein kann. Ob sie das am Ende sein wird, wird sich zeigen müssen. Dass die Games-Industrie in Deutschland unrettbar abgehangen wäre kann ich hingegen nicht erkennen. Ja, da fehlt viel bis zur Spitzengruppe. Aber nur weil man spät auf den Zug aufspringt heißt das nicht, dass es gar nichts werden kann. Und die Geldmittel sind dafür echt überschaubar :whistle:
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Leonard Zelig
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von Leonard Zelig »

VikingBK1981 hat geschrieben:
1. Dez 2020, 20:48
Ich finde die Förderung nun nicht mehr für sinnvoll. Habe letzten einen Bericht zu einem anderen Thema gesehen, aber es lässt sich gut übertragen. Warum Steuergeld ausgeben, in einem Bereich in dem wir eh nicht mehr drankommen? Es brauch zB auch kein deutsches Facebook oder Amazon. Das bekommen wir eh keinen Fuß mehr auf den Boden. Und ich denke auch bei Games sind wir schon so weit ab vom Schuss, dass bringt nichts mehr.
Gerade die Gamesbranche ist doch wirklich sehr dynamisch und es kann sich schnell was ändern. Hab letzten Monat in einem User-Artikel für GamersGlobal * die letzte Dekade analysiert und da kann man sehr schön sehen, wie Deutschland und andere europäische Länder ihren Software-Output in dem Jahrzehnt erhöht haben. Quantität ist nicht gleich Qualität, aber Spiele wie The Witcher 3, Horizon - Zero Dawn und Detroit - Become Human müssen sich qualitativ echt nicht hinter Titeln aus Japan und den USA verstecken. Da jetzt schon die Flinte ins Korn zu werfen, wäre wirklich verfrüht. Glaube auch, dass das Wachstumspotential der Branche noch lange nicht ausgeschöpft ist. Da sind in den kommenden Jahrzehnten noch deutliche Steigerungen zu erwarten global betrachtet.

*
https://www.gamersglobal.de/user-artike ... 2C2#h3num6
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

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Soulaire
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von Soulaire »

Ihr wisst aber schon warum Spiele wie Solitaire oder Autobahnsimulationen gefördert werden? Weil es genau wie in diesem Thread hier nur um Wirtschaftlichkeit geht.
Und das sind nunmal genau die Spiele, wo man ungenau weiss wieviel sie am Ende einspielen.
Neue Sachen haben so keine Chance und Diskussionen mit Fokus auf Wirtschaftlichkeit von Spielern tragen dazu bei dass sich rein gar nichts ändert.
Aber immerhin kann kann man stolz sein dass das nächste Solitaire aus Deutschland kommt, Glückwunsch dazu.

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Wudan
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von Wudan »

Ja warum Solitaire mit ner halben Million gefördert werden muss lässt mich auch ein wenig puzzled zurück :think:
So als Laie frag ich mich ob ein Solitair überhaupt so viel Geld insgesamt braucht in der entwicklung. Ich bezweifel es. Da glaub ich nur bis 50% gefördert (oder so?), müssten die wirklichen Entwicklungskosten ja dann mindestens 1mio sein. Da kann man schon ein hightech Solitair von bauen :D
Und am Ende.. wer brauchts? Es hat doch jeder auf dem Desktop!!11ELF

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HerrReineke
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von HerrReineke »

Wudan hat geschrieben:
1. Dez 2020, 23:54
Ja warum Solitaire mit ner halben Million gefördert werden muss lässt mich auch ein wenig puzzled zurück :think:
So als Laie frag ich mich ob ein Solitair überhaupt so viel Geld insgesamt braucht in der entwicklung. Ich bezweifel es. Da glaub ich nur bis 50% gefördert (oder so?), müssten die wirklichen Entwicklungskosten ja dann mindestens 1mio sein. Da kann man schon ein hightech Solitair von bauen :D
Und am Ende.. wer brauchts? Es hat doch jeder auf dem Desktop!!11ELF
Meine Vermutung wäre: Das sind zu 99% Personalkosten die dadurch entstehen, dass es ein live-service-game ist und hier vielleicht nicht nur die initiale Entwicklung gefördert wird?! Teuer ist ja eher nicht die Entwicklung eines Solitaire-Spiels, sondern immer wieder immer neuen content nachzuschieben für immer neue Ingame-Events und sowas. Das Unternehmen ist genau mit solchen Spielen scheinbar auch durchaus erfolgreich - mit anscheinend gut 90 Mitarbeiter_innen, primär in Berlin, mit Zweitstudio in Toronto und derzeit 10 offenen Stellen :shock:
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nachteule
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Re: Förderung von Games in Deutschland - GAME legt erstes Konzept vor

Beitrag von nachteule »

Wenn man sich mal anschaut, was eine solche Förderung auch bringen kann, sind die jährlichen 50 Mio. Euro nicht viel. Dank Lizenzeinkäufen und Arbeitsgeräte (Umsatzsteuer) sowie Lohnsteuer auf gezahlte Gehälter geht ein Teil des Geldes eh wieder an den Staat zurück. Gelder fließen dann auch noch regional für das Mieten von Bürofläche zurück. Je nach Standort kommen dann auch neue Leute in strukturschwache Regionen, und es muss dort Wohnraum genutzt werden.
Selbst wenn man das nicht gelten lassen will: In Deutschland will so gut wie kein Unternehmen direkt in die Ausbildung von seinen Mitarbeitern investieren. Schauen man sich an wo die Leute gesucht werden, die die Games Branche dank Crunch und relativ familienunfreundlichem Umfeld wieder verlasssen: Automobilsektor für GUI Entwicklung. Dort gibt es dann die besseren Rahmenbedingungen für Familiengründung und die Bezahlung ist auch besser. Quasi eine Quersubventionierung für die Automobilbranche. :ugly:

Ob man jetzt unbedingt noch ein Solitärspiel auf Facebook braucht: Ich war damals überrascht als Yahoo noch eine Wetterapp auf den Markt geworfen hatte, da es schon so viele gab. Allerdings: Wenn man den damaligen Berichten glauben darf, hatten die damit ziemlich viel Umsatz und Gewinn gemacht.
Andere Annahme: Da im mobile Markt eigentlich nur Zeug langfristig erfolgreich, für welches auch viel Werbung gemacht wird, ist auch eine Querfinanzierung von Eigenwerbung denkbar...

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