Strategie und 4X [Sammel-Thread]

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Fährmann
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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von Fährmann » 2. Nov 2018, 15:19

Ja, sehe ich bei CK2 genauso. Ich hab mich da zwischenzeitlich ein wenig reingearbeitet und halte es mittlerweile für ein in vielen Mechaniken sehr innovatives 4X Spiel. Selbst wenn es wirklich nicht jedermanns Sache ist, weil man es nicht wirklich "zum Gewinnen" spielen kann.

Bei EU4 finde ich aber das Mid Game herausragend gut. Dort klicken alle Mechaniken des Spiels hervorragend zusammen und man muss an allen Ecken seines Reiches knifflige strategische Entscheidungen treffen.

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Dicker
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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von Dicker » 2. Nov 2018, 15:38

Wie oben geschrieben, habe ich versucht in Stellaris einen Krieg anzufangen. Aber das ist gar nicht so einfach. Man braucht seit 2.0 dafür Ansprüche und ich hatte keine. Meine Mitimperien haben sich aber ständig bekriegt. Keine Ahnung, was ich falsch gemacht habe.
Insofern langweilt mich das Midgame gerade sehr. Dazu kommt, ich hatte zwischendrin eine Phase, da habe ich ohne Ende Geld, dank meiner zu großen Flotte (da potentieller Krieg), verloren. Aber ich hab Mineralien in Massen. Das einzig sinnvolle, wofür ich die aber ausgeben kann, ist Militär, was aber wieder meine laufenden Kosten erhöht. Ich tausche jetzt immer Mineralien gegen Geld.
Mittlerweile verdiene ich wieder Geld, was direkt darin resultiert, dass ich auf einmal viel zu viel habe. Dieses ständige auf und ab ist mir früher schon negativ aufgefallen. Man weiß oft gar nicht warum, auf einmal bricht die Wirtschaft ein, dann erholt sie sich wieder. Da gibt einem das Spiel definitiv zu wenig Feedback.

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philoponus
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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von philoponus » 2. Nov 2018, 16:23

Was mich an Stellaris fasziniert, ist das implizite Storytelling. Mal spiele ich als edel-brave Federation, mal als die böse Plage des Universums, mal als Hive-Mind. Und meistens entwickeln sich tolle Science-Fiction-Stories daraus, was natürlich von den Nachbarn etc. abhängt. Einer der Content-DLC hat auch die Events qualitativ und quantitativ deutlich aufgewertet. Die bisherigen Expansionen sind ihr Geld auf jeden Fall wert (speziell die mit den Ascension Perks). Es ist auch das einzige 4X-Spiel bei dem es mir völlig egal ist, ob ich am Ende Gewinne oder nicht. So lange die Story und das Roleplaying passt.

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philoponus
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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von philoponus » 4. Nov 2018, 08:04

vicsbier hat geschrieben:
27. Okt 2018, 18:39
Die Kernfragen die sich mir (ich programmiere für mich selbst ein 4X-Spiel) daher stellen, sind
Interessant. Darfst du dazu hier was schreiben?
vicsbier hat geschrieben:
27. Okt 2018, 18:39
- Wie kann jeder Spieler ein für ihn spannendes Endspiel mit zumindest kleiner Siegchance erhalten?
- Wie kann das Spiel den Spielern die volle Freiheit in der Wahl der Strategie ermöglichen?
- Wie kann ein Game-Changing aussehen?
- Wie kann dem Spieler eine immersive Spielweise nahe gelegt werden?

Ideen würden mich erfreuen.
Es klingt vielleicht absurd, aber für mich sind 4X-Spiele ja inzwischen Casual Games. Ich spiele sie seit den 90ern regelmäßig und fühle mich in der klassischen 4X-Mechanik sehr zuhause. Andererseits finde ich es aber auch spannend, neue Ansätze und Experimente zu sehen wie etwa bei Stellaris.

Das Endspiel ist sicher die größte Herausforderung. In der Regel ist es ab dem Midgame ja klar, wer gewinnt und man spielt das Spiel nur noch aus. Nicht wenige 4X Player brechen ihre Spiele deshalb ab, wenn klar ist, dass sie gewinnen werden. Stellaris hat versucht, das Problem mit den "end game crisis" zu lösen. Die war je nach Version aber so schlecht gebalanct, dass sie keinen Spaß macht.

Immersion ist für mich das Storytelling. Stellaris schafft das implizit, weil hier das jeweilige Universum eine spannende Geschichte erzählt (zumindest meistens). Hinzukommen noch viele und gute Events. Die Endless-Reihe wiederum schafft das nicht schlecht durch ihre Faction Quests. Spiele ich gerne, empfinde ich aber als altmodischer im Vergleich zu Stellaris.

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von vicsbier » 8. Nov 2018, 19:16

philoponus hat geschrieben:
4. Nov 2018, 08:04
vicsbier hat geschrieben:
27. Okt 2018, 18:39
Die Kernfragen die sich mir (ich programmiere für mich selbst ein 4X-Spiel) daher stellen, sind
Interessant. Darfst du dazu hier was schreiben?
Klar, ich schreibe das Spiel nur für mich.

Grundidee ist bereits seit 1994 ein neues 'Master of Magic' zu schreiben. Ich habe dazu alle Rundenstrategiespiele im Fantasybereich analysiert und viele Spiele dazu auch im MP gespielt.

Ich habe dazu einige Dokumente geschrieben. Bspw ist es mir wichtig, dass anders als in Paradoxspielen ein Sieg errungen wird und anders als in meinen AoW-MP-Runden mit Spielern in der ganzen Welt - ein aktives Spiel erzwungen wird und jeder nach dem Early Game jederzeit siegen kann und im Spiel bleibt.

Dies kann zB damit erreicht werden, dass mittels eines Zaubers (den Allmacht-Zauber) das Spiel automatisch gewonnen wird. Dafür muss man aber ein Quests auf der Karte gelöst werden. Ein Sieg per Quest hat dabei aus meiner Sicht mehrere Vorteile, dieser kann bspw jederzeit durch die KI vereinfacht oder erschwert werden, eben je nach Questbelohnung. Ein Spiel auf Questbasis benötigt ausserdem nicht unbedingt eine große Ausdehnung oder wirtschaftliche Macht, aber Ausdehnung und eine gute Wirtschaft zahlt sich natürlich aus und Quests erfordern ein aktives Erkunden der Welt.

Elemente aus Jagged Alliance finden sich ebenfalls wieder: Objektorientiere Forschung (Objekt A + Objekt B... oder Objekt A mal aus Adamantium herstellen...) ist immersiv für die Story. Diese erzählt die Geschichte einer Welt und eines Verrats in einem epischen Fantasy-Universum, die sehr logisch die Weltgestaltung, die Völker und die RPG-Werte erklärt.

Überhaupt sollen RPG-Werte wichtig werden: Charisma ist ein völlig unterschätzter Wert - aber damit laufen eben Anführer herum, ebenso sind charismatische Leute eine bessere Gruppe.
Waldwissen macht in meinem 4X endlich mal Sinn ;) Da mein Spiel sich über Quests löst, kann man überall Infos auf Items und Quests erhalten (je nach Wahrnehmung der Gruppenmitglieder). Man unternimmt sozusagen mit mehren Figurengruppen also eine Art von Heldenreise.

Als Besonderheiten habe ich u.a. geplant, dass die Lebenspunkte und die Ausdauer in Lebenskraft verschmelzen. Lebenskraft bedeutet Pausen und Erschöpfung, d.h. Reserven für Kämpfe sind wichtig, Plänkler machen Sinn, schwere Infanterie ist zwar stark, aber auch durch die Erschöpfung schneller aus der Schlacht zu nehmen.

Ich habe die Probleme solcher Spiele analysiert. Den berühmten "Stack of Doom" löse ich beispielsweise über den Willen der Figuren: Starke Figuren haben viel Willen (sie sind sich ihrer Macht ja bewusst) und stossen sich gegenseitig ab. Drei Drachen in einen Stack sind also nicht möglich.

Game Changing erfolgt nicht nur über Quests, sondern auch über Magie. Die Magie ist dabei nicht Zufällig zu erforschen wie in MoM und Co oder in Gruppen wie in Dominions, sondern man klickt sich viele Zauber zusammen, die man dann über Forschungspunkte parallel erforscht. Das erhöht die strategische Tiefe: Was möchte ich in Kürze tun, wie möchte ich auf den Gegner reagieren.

Das ist nur ein Anriss, den Hauptdarsteller, die Welt, habe ich zB noch gar nicht erwähnt. Ich habe dazu aber sehr umfangreiche Dokumente geschrieben und Ideen entwickelt. Leider arbeite ich aber mehr als 60h die Woche und bin entsprechend selten am programmieren oder an Algorithmen recherchieren/entwickeln. Gerade stelle ich auf Unreal um, denn ich war immer ein Fan von visuellen Sprachen und die Blueprints faszinieren mich - auch wenn einiges in C++ ablaufen wird. Aber das Programmieren ist für mich so ein sehr großer Spass :)

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von philoponus » 10. Nov 2018, 15:52

Falls es jemand nicht gesehen hat: Paradox-Spiele werden dank eines Engine-Upgrades mod-freundlicher:

https://www.pcgamer.com/future-paradox- ... e-upgrade/

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von philoponus » 21. Nov 2018, 16:24

Hat sich von euch jemand die Siedler - History Collection gekauft, die am 15.11. erschienen ist, und mag was darüber schreiben? Wird wohl früher oder später für mich ein Pflichtkauf werden.

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von philoponus » 24. Nov 2018, 07:51

Hier wieder gute Strategie-Sales-Tipps:

https://www.strategygamer.com/articles/ ... tumn-sale/

Bemerkenswert auch, dass es so kurz nach Launch die Valkyria Chronicles 4 schon zum halben Preis gibt:

https://store.steampowered.com/app/790820/

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von philoponus » 2. Dez 2018, 15:11

philoponus hat geschrieben:
21. Nov 2018, 16:24
Hat sich von euch jemand die Siedler - History Collection gekauft, die am 15.11. erschienen ist, und mag was darüber schreiben? Wird wohl früher oder später für mich ein Pflichtkauf werden.
Der neue Spieleveteranen Podcast beschäftigt sich ausführlich damit:

http://www.spieleveteranen.de/archives/2539

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von Varus » 2. Dez 2018, 18:23

Ich höre verdächtig viel gutes über das neue Spiel mit Warhammer-Lizenz. Soll wohl ein gutes XCOM-like sein, dass das Szenario cool umsetzt. Hat da mal jemand reingespielt? Bei den ganzen Warhammer 40k Spielen gehe ich seit einer Weile zunächst einmal immer von einer Lizenzgurke aus.

https://store.steampowered.com/app/6738 ... echanicus/
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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von philoponus » 2. Dez 2018, 21:18

Meiner Erfahrung nach schadet es nicht, 4X Spiele nach dem Launch noch ein halbes Jahr reifen zu lassen. Ich werde es dann sicher mal ausprobieren.

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von philoponus » 3. Dez 2018, 16:51

goschi hat geschrieben:
1. Dez 2018, 22:47
Keine Ahnung, ob es mich länger motivieren wird, aber sicher mal für einige Stunden gut zu spielen, danke für den Tipp!
Seit heute ist die ausführliche Review bei Explorminate online:

https://explorminate.net/2018/12/03/spa ... nt-review/


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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von mart.n » 17. Dez 2018, 16:29

Spielt hier eigentlich jemand Rimworld? Hatte das vor Ewigkeiten mal gekauft, nie gespielt und mit dem 1.0 Release letztens mal losgelegt. Seitdem spiel ich so gut wie nichts anderes mehr...

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von echtschlecht165 » 17. Dez 2018, 17:26

Ja, es gibt welche
Ich habe es aber im Early Access schon so ausgiebig gespielt, sodass ich beim release vor kurzem nur noch 100h reinbutterte :geek:

Aber definitiv eins meiner alltime lieblingsspiele

viewtopic.php?f=3&t=3969
In Stein gemeißelt

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von mart.n » 17. Dez 2018, 21:48

Ah ok, in dem Forenteil hab ich jetzt nicht gesucht. Ja cool, gleich mal lesen... Hab Rimworld gleich nochmal auf meine Top 5 gesetzt, mit 1.0 fällt es ja in dieses Jahr. Slay the Spire liegt ja spielzeittechnisch noch eine ganze Ecke vorn, aber das wird sich wahrscheinlich bald ändern. ;)

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von philoponus » 18. Dez 2018, 07:28

Rimworld steht sehr weit oben auf meiner To-Play-Liste.

Vorher will ich aber noch EU4 besser spielen können. Mein Hauptprojekt für diesen Winter.

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von meomeomeo » 18. Dez 2018, 13:09

Habe auch Rimworld schon ausgiebig gespielt, jetzt ist etwas für mich die Luft rausgegangen, aber nach 80+ Stunden für den geringen Kaufpreis würde ich mich da auf gar keinen Fall beschweren.

Zur Zeit versuche ich mich am Stellaris Update (2.2/Megacorp). Die Ansätze sind meiner Meinung nach hervorragend, aber ein bis zwei Patches werden noch nötig sein, damit es wirklich herausragend wird. Aktuell ist es relativ schlecht balanciert und die KI scheint nicht so gut mit allen Features umgehen zu können. Das Potential zum Kopfkino und wunderbaren Science-Fiction Stories, die sich in so einem Spiel entwickeln ist aber auf jeden Fall da.

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von philoponus » 19. Dez 2018, 06:48

Stellaris spiele ich auch regelmäßig. Es war bei jedem größerer Veränderung so, dass sie sie ein bis zwei Monate gebraucht haben, dass Balancing und Polish wieder passt. Deshalb warte ich noch etwas, bis ich Megacorp teste.

Wer sich dafür interessiert, hier eine gutes (englisches) Let's Play:

https://www.youtube.com/watch?v=34WMbPS ... ru42cRMzGl

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Re: Strategie und 4X [Sammel-Thread]

Beitrag von mart.n » 19. Dez 2018, 09:07

Stellaris hab ich bis 2.0 sehr viel gespielt, aber mir geht diese Entwicklung Richtung EU4 ziemlich auf die Nerven. Ich fand Stellaris toll, weil es mehr ein klassisches 4X und kein klassisches Paradox Spiel war. Seit ein paar Monaten sind sie jedoch drauf und dran, dass Micromanagement in ungeahnte Höhen zu treiben und alles zu einem "EU4 in Space" umzudrehen. Ich kann ja verstehen, dass der gemeine PDX Fan das toll findet. Ich glaube aber, dass Stellaris eben deswegen so erfolgreich ist, weil es eben KEIN klassischer Paradox Brocken ist/war.

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