Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

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Andre Peschke
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Andre Peschke »

Elfant hat geschrieben:
7. Sep 2018, 13:49
aber jene Elemente findet man auch in anderen Spielen, welche man allgemein nicht in die Horrorecke stecken würde.
Diesbezüglich wurde in der Folge ja erklärt, das Splatter mehr Ästhetik als Genre ist und enstprechend als ästhetisches Stilmittel in verschiedenen Genres zuhause sein kann.

Andre

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marabu
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von marabu »

Sehr schönes neues Format, insb. gefällt mir die Einbeziehung (film)wissenschaftlicher Theorien, hier auch gerne weiter O-Töne nutzen damit eine Abgrenzung zu vielleicht eigenen Standpunkten erhalten bleibt.

Kann zwar einige Kritikpunkte die im Thread genannt werden im Nachhinein nachvollziehen (Qualität O-Ton, Sprechgeschwindigkeit), aber nichts davon störte mich beim hören. Gerne weiter so, war eine runde Sache und ich freue mich auf die kommenden Ausgaben.

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Soulaire
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Soulaire »

Ich fand auch gut, dass auf zusammenhängende Gameplay-Mechaniken in Bezug auf Splatter eingegangen wurde. Meine Befürchtung war nämlich ein Format, welches einzig nur auf die optische Ästhetic eingeht und mit Games an sich wenig bis gar nichts zu tun hat. Ich hoffe das kann auch in den nächsten Folgen aufrecht erhalten werden. Bin auch auf die Spiele-Auswahl gespannt. Dead Space ist ja so ziemlich das einzige AAA-Game dieser Art...

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Axel
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Axel »

Andre Peschke hat geschrieben:
7. Sep 2018, 12:34
Eine gewissse Nähe zu En Detail ist IMO grundsätzlich nicht zu vermeiden, sofern man nicht den Vorsatz aufgibt, an konkreten Beispielen zu arbeiten (was ich für den besten Weg halte).
Finde ich tatsächlich nicht. Denn wenn man immer anhand von konkreten Beispielen arbeitet, braucht man als Hörer zumindest Vorwissen was diese konkreten Beispiele betrifft. Und das schränkt IMO die Zugänglichkeit ein. Da war beispielsweise der Weg, der in den ersten beiden Touchscreen-Folgen gewählt wurde, um einiges aufschlussreicher.

Bleiben wir hier mal bei Dead Space. Wenn Dom und Nils aufgrund von spezifischen Szenen in Dead Space auf die allgemeinen Konventionen zu sprechen kommen, braucht man als Hörer dringend dieses Vorwissen was in Dead Space passiert. Andersherum wäre es tatsächlich besser in meinen Augen. Erstmal den Rahmen "akademisch" abstecken und DANN zu Fallbeispielen zu kommen. Denn dann haben auch die Hörer, die sich sonst garnicht damit beschäftigen, einen Zugang.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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Heretic
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Heretic »

Soulaire hat geschrieben:
7. Sep 2018, 14:05
Dead Space ist ja so ziemlich das einzige AAA-Game dieser Art...
Och, gesplattert wird doch relativ häufig, auch in AAA-Spielen. Man denke z. b. an die Fallout-Reihe. Oder Doom und Duke Nukem. Sogar im Adventure-Bereich wurde schon ordentlich gesplattert (Phantasmagoria, Harvester). Da geht's teilweise schon gut zur Sache.

@MitSchmackes:
Das Evil Dead-Spiel kenn' ich, habe es aber nie selbst gespielt. Sieht reichlich trashig aus... :mrgreen:

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Axel
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Axel »

Dom Schott hat geschrieben:
7. Sep 2018, 11:00
Gute Frage! Unsere bisherige Themensetzung orientiert sich mehr an Subgenres und ästhetischen Stilmitteln (psychologischer Horror, Monsterhorror,..) als an länderspezifischen Formen und Ausprägungen des Horrors. Aber ich nehme das mal in die Meetings mit Nils rein und wir überlegen uns, wie wir das aufnehmen könnten.
Was ja spannend wäre. Denn Horror ist ja nicht nur von Ästhetik bestimmt, sondern vielfach auch vom kulturellen Background. Beispielsweise spielen im japanischen Horror sehr viel mehr Geister eine Rolle als Monster. Was nicht verwundert, da in Japan auch ein anderer spiritueller und religiöser Konsens herrscht als hier im Westen. Der Monsterhorror kommt ja klassisch aus dem Christentum, siehe die ganzen Darstellung des Satans in den letzten Jahrhunderten. Oder das den Leuten früher immer Geschichten von geausigen Wesen erzählt wurde. Und so haben sich dann auch Konventionen in der Angst herauskristallisiert, beispielsweise das "Monster unter dem Bett". Das hat man in Japan IMO nicht in dieser Ausprägung. Während hier im Westen etwa der Tod ein Tabu darstellt, wird dort offener damit umgegangen. Auch das Konzept eines Lebens nach dem Tod ist dort verbreiteter als im Westen. Insofern funktionieren im japanischen Horror etwa auch Geistererscheinungen (s. die Fratal Frame Spielreihe) sehr viel besser. Auch wenn es natürlich westliche Spiele mit Geistererscheinungen gibt, beispielsweise die Adventure-Reihe Blackwell von Wadjet Eye Games. Wo es wiederum interessant wäre anhand der Spiele die kulturellen Unterschiede aufzudröseln.

Also mir würde es gefallen, wenn ihr Horror-Spiele höchstens als Link dazu nehmen würdet um in die historische und gesellschaftliche Analyse einzusteigen. Und dann könnte man scherlich auch darüber Horror-Motive in Spielen finden, die nicht als Horror-Spiele gedacht sind. Ein beliebtes Beispiel des westlichen Horrors ist der verrückte Wissenschaftler (siehe Frankenstein oder Jeckyll and Hyde). Da wäre es plötzlich unter diesen Gesichtspunkten interessant ein Maniac Mansion zu analysieren.

Ich befürchte auch, dass ein pures Abarbeiten von Genres und verschiedenen Ästhetik-Bildern sich nicht lange halten wird können ohne das es zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederholend wird.
Zuletzt geändert von Axel am 7. Sep 2018, 14:46, insgesamt 2-mal geändert.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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Andre Peschke
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Andre Peschke »

MitSchmackes! hat geschrieben:
7. Sep 2018, 14:24
Finde ich tatsächlich nicht. Denn wenn man immer anhand von konkreten Beispielen arbeitet, braucht man als Hörer zumindest Vorwissen was diese konkreten Beispiele betrifft.
Nein, denn die konkrete Szene wird ja erläutert. Ich glaube, du missverstehst mich, denn unsere Meinungen erscheinen mir nicht verschieden.


Es geht mir hier weniger um die Reihenfolge oder um Dead Space. Es geht darum, dass ein Anschauungsbeispiel vorhanden ist.

Also:

a) Der Splatter wählt als zentrales Motiv die Zerbrechlichkeit, Verletzlichkeit des Körpers. Wir erleben uns und unseren Körper als Einheit und unser Urvertrauen, dass diese Hülle uns stabil durch das Leben trägt zu unterwandern, sorgt für Angst.

b) Der Splatter wählt als zentrales Motiv die Zerbrechlichkeit, Verletzlichkeit des Körpers. Wir erleben uns und unseren Körper als Einheit und unser Urvertrauen, dass diese Hülle uns stabil durch das Leben trägt zu unterwandern, sorgt für Angst. In den expliziten Tötungssequenzen unserer eigenen Spielfigur, macht sich Dead Space genau das zunutze: Isaac Clarke wirkt wie ein Bollwerk, in seinem "Kampfanzug". Und doch wird er zerfetzt, zerrissen - all seine Stärke wird hier plötzlich als Fassade vorgeführt. Das Vertrauen in die Unangreifbarkeit unserer Unversehrtheit wird aufgelöst, mit jedem ausgerissenen Körperteil.


--> B halte ich für besser. Ob man die allgemeine Erläuterung vorwegstellt, oder das konkrete Beispielt - darum geht's mir nicht. Es geht mir darum, dass Theorie und Praxis zusammengeführt werden. Und ich halte es für sinnvoller das nicht strikt zu trennen in einen einführenden, theoretischen Teil und dann den Anschauungsunterricht, weil das IMO eine organischere Erzählung bietet. Heißt nicht, dass man nicht am Anfang mal grob einen Überblick geben kann etc. Was ich nicht so gut finde ist: Erste 30 Min: theoretische Abhandlung. Zweite 30 Minuten: konkrete Anwendung.

Andre

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Axel
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Axel »

Andre Peschke hat geschrieben:
7. Sep 2018, 14:40
Was ich nicht so gut finde ist: Erste 30 Min: theoretische Abhandlung. Zweite 30 Minuten: konkrete Anwendung.
Ja, Du hast schon Recht - gerade wenn es in dem Fall um Splatter geht. Da bietet sich das an Praxis und Theorie engmaschig zu vereinen. Ich würde das aber immer vom Thema abhängig machen.

Beispielsweise das Thema Poltergeister (btw, kennt jemand das EA Spiel Haunting für den Mega Drive, wo man in die Rolle eines Poltergeists schlüpft und man aktiv Menschen angst einjagen muss?): Da wäre es aus meiner Sicht sinnvoller anfangs erstmal eine kleine Abhandlung zu bekommen was Poltergeister eigentlich sind, welchen kulturellen Aspekt Poltergeister haben um diese danach anhand eines Fallbeispieles abzuklopfen. Das wäre dann am Ende sicherlich getrennter, lässt sich aber bei einem dann eher abstrakteren Thema IMO nicht vermeiden.

Also was ich eigentlich sagen will: Auf mich wirkte Dein Posting eher so nach dem Motto "Die Herangehensweise muss so und so sein", ich würde die Herangehensweise eher vom Thema abhängig machen und allgemein offen lassen.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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Sebastian Solidwork
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Sebastian Solidwork »

Vorweg: Die Inhalte von ThePod sind auf einem Niveau wie ich sie sonst, vor allem auf Spiele bezogen, kaum woanders finde.
Dafür schätze ich den Podcast.

Erfreulicher Weise hat mich auch diese Folge über ein Thema informiert, von dem ich bisher wenig wusste.
Ich hatte keine Probleme beim Zuhören, diese Informationsdichte schätze ich.
Dominik, einzig deine Stimme wirkte auf mich etwas gehetzt, was bei mir einen Eindruck von Aufgeregtheit und Unsicherheit hinterlässt. Aber vielleicht ist das einfach die Art wie du redest, dann gewöhne ich mich noch dran. :-)

Aber:
Soulaire hat geschrieben:
7. Sep 2018, 14:05
Ich fand auch gut, dass auf zusammenhängende Gameplay-Mechaniken in Bezug auf Splatter eingegangen wurde. Meine Befürchtung war nämlich ein Format, welches einzig nur auf die optische Ästhetic eingeht und mit Games an sich wenig bis gar nichts zu tun hat.
Meine Befürchtungen diesbezüglich sind leider wahr geworden. Bis auf den Unterschied, dass man in Dead Space selbst der Kameramann ist, hätte es genau so gut eine Filmbesprechung sein können.
Es waren nur wenige Beispiele bei denen die Interaktivität, als die dem Medium besondere Eigenschaft, benannt wurde um Emotionen beim Spieler zu erzeugen. Der Schwerpunkt lag auf der Darstellung.
Vielleicht liegt es auch am Thema Splatter, das wohl eher ein visuelles ist - es geht um die Darstellung von Gewalt.

Das soll nur ein Hinweis sein. Eine konstruktive, keine negative Kritik. Solange sowohl die zugehörige Wissenschaft wie auch die Methodik der Schaffenden noch derart in den Kinderschuhen steckt, kann ich von euch nichts besseres verlangen. Freuen würde es mich alle mal.
Vielleicht höre ich ja in einer der nächsten Folgen wie Gameplay Hilflosigkeit, Gänsehaut, vermittelt :-)
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Der Sinn des Lebens ist, dass Menschen voller Sinn das niemals wissen müssen. - Gunter Dueck in Omnisophie

Raptor 2101
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Raptor 2101 »

ich finde die Folge super. Hoffe inständig das ihr auch Alien Isolation mal besprecht. Wobei ich Dom warne, er wird leiden. Das spiel ist Quasi wie DeadSpace, blos ohne die Möglichkeit "wirkmächtig" zu werden. Es war ein faszinierende Erfahrung ...

Elfant
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Elfant »

Andre Peschke hat geschrieben:
7. Sep 2018, 13:52
Diesbezüglich wurde in der Folge ja erklärt, das Splatter mehr Ästhetik als Genre ist und enstprechend als ästhetisches Stilmittel in verschiedenen Genres zuhause sein kann.
Ja jenes wurde erklärt, aber meine Frage war ja eher warum Dead space eigentlich in die Horrorecke gepackt wird. Ich würde es dort nicht einsortieren, kann diesen Konsens aber mittragen, obwohl ich spontan aus der Erinnung heraus nicht den Finger darauf legen könnte, warum es dort hingehören sollte.

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Lurtz
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Lurtz »

MitSchmackes! hat geschrieben:
7. Sep 2018, 14:39
Der Monsterhorror kommt ja klassisch aus dem Christentum, siehe die ganzen Darstellung des Satans in den letzten Jahrhunderten.
Ist das so, wird das irgendwo weiter verargumentiert?

JayTheKay
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von JayTheKay »

Mir hats gut gefallen, war mir auch nicht zu hektisch. Einzig eine Definition von Splatter am Anfang hat mir ein bisschen gefehlt. Ich kann mir schon zusammenreimen was genau mit Splatter gemeint ist aber da ich nicht so oft im Horror Genre unterwegs bin hätte ich gerne eure Definition vom Begriff gehört (falls ich das nur überhört habe nehme ich alles zurück).

Freue mich auf jeden Fall auf die nächsten Folgen!
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Frostkaktus
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Frostkaktus »

Im Discord hatte ich ja auch bereits erwähnt, dass ich es begrüßen würde, wenn das Sprechtempo etwas gezügelt werden könnte, von daher sei dies hier nur als Randnotiz erwähnt und ist für mich im Grunde auch bereits abgehakt, denn inhaltlich: yay! <3

Ich liebe Horror. Peter Jacksons bester Film ist meiner Meinung nach immer noch Bad Taste. Von daher haben meine Ohren nur auf dies Format gewartet.
Dom höre ich seit ich ihn höre sehr gerne. Nils kannte ich bislang noch nicht, muss aber feststellen, dass er - gerade im Hinblick auf das Thema - die perfekte Ergänzung ist. Die Intervieweinspieler fand ich auch prima. Waren für mich nicht zu lang. Insgesamt finde ich ein wissenschaftliches Hinterfragen so gut wie immer spannend, so dass ich gerne auch in zukünftigen Folgen mehr über die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema hören würde.
Mir gefällt diese Mischung aus Begeisterung für das Thema und kritischem Hinterfragen.

Zudem konnte ich mich in vielen Dingen wiederfinden. Bei mir war es zwar kein Konkurrieren mit einer Peergroup, sondern eher ein intrinisches, mich selbst Herausfordern, welche Grenzüberschreitungen ich ertragen kann. Das hat mich auch dazu gebracht, mir alle Titel der Disturbo13, deren ich habhaft werden konnte, zu geben (nicht empfehlenswert).
Ich kenne also den Effekt, dass man sich anfangs noch vor sehr viel fürchtet, später aber auch bei widerwärtigsten filmischen Grausamkeiten cool bleibt. Von daher war es für mich eine positive Erfahrung als ich im Referendariat bei einer Obduktion dabei sein konnte, um zu merken, dass mich reales Leid immer noch extrem mitnimmt.

In den folgenden Jahren habe ich aber auch erlebt, wie sich dieser Gewöhnungseffekt auch langsam wieder umkehrt, wenn man weniger von den wirklich extremen Dingen anschaut und man wieder empfänglicher dafür wird, dass das, was man sich da mitunter gibt, echt kranker Scheiß ist.

Vielleicht könnte man diesen Effekt auch mal in dem Format unterbringen.

Ich freu mich jedenfalls auf die kommenden Folgen. :)
Und das Chaos sprach zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen."
Ich lächelte und war froh. Und es kam schlimmer.

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Heretic
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Heretic »

Frostkaktus hat geschrieben:
7. Sep 2018, 23:43
Das hat mich auch dazu gebracht, mir alle Titel der Disturbo13, deren ich habhaft werden konnte, zu geben (nicht empfehlenswert)
Musste ich doch glatt mal googeln. Ist ja 'ne wilde Zusammenstellung. Ich hab' davon zwar nur drei Filme gesehen, aber zumindest "Eraserhead" ist ein Meisterwerk. Als Horrorfilm würde ich den aber nicht bezeichnen. Verstörend? Ja, aber sicher -ist ja ein Lynch. :mrgreen:

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Gonas
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Gonas »

Finde die Kritik, dass zu hektisch geredet würde recht amüsant. Habe die Folge nebenbei mit zweifacher Geschwindigkeit gehört und kam noch gut mit. Klar, ich bin das auch gewohnt, trotzdem ist es ein ganz gutes Indiz, dass es nicht sonderlich hektisch sein kann. :D

Sonst hat mir die Folge ganz gut gefallen, vor allem die wissenschaftlichen Ausflüge, auf persönlicher Ebene kann ich aber nicht ganz mitgehen. Diese Art von Horror scheint auf mich keinen Reiz auszuüben, bzw. keinen besonderen und erst recht keinen Horror. Z.B. in Fallout fand ich das ganz cool, aber eher weil es optisch gut dargestellt war und es ein Gameplayelement gut sichtbar gemacht hat. Das gleiche bei Deadspace, auch dort empfand ich das Abtrennen von Körperteilen als eine super Sache, aber hauptsächlich weil es eine Gameplaymechanik ist die ich bis dahin noch nicht kannte und etwas Abwechslung bringt.

Eigenartiger Weise kann ich mit Horror nur als Spiel etwas anfangen (als Film meide ich es und als Buch habe ich es noch nicht versucht) und auch dort geht es für mich nie über eine 'bedrohliche und dichte, düstere Atmosphäre' hinaus. Auch bei Dead Space1 habe ich mir nur ein einiges mal wirklich Erschreckt und hatte kurz sowas wie Angst und das war die letzte Zwischensequenz durch einen Jumpscare. Bin mal gespannt was ihr noch so besprecht. :)

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Matze42Play
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Matze42Play »

Für eine Pilotfolge gut geworden. Man hat gemerkt, dass technisch an der Folge ganz schön geschraubt wurde. Das war aber nicht so schlimm. Die Folge war schneller zu Ende als gedacht, da man zu Dead Space & Splatter noch einiges hätte sagen können. Das liegt aber vor allem daran, da ich das Spiel vor kurzem durchgespielt habe. Ansonsten denke ich, dass die weiteren Folgen gut werden.

Themenvorschläge:
- Full Motion Video - Computerspiel oder Realität (Night Trap, Phantasmagoria, Gabriel Knight 2)
- Vampire - Vom Monster zur Parallelgesellschaft
- Indies machen Horror (Bulb Boy, The Last Door, 5 Days A Stranger von Yahtzee Croshaw)
- Cthulhu Mythos im Videospielbereich
- Zombies, Zombies, Zombies (sehe ich aber auch kritisch, da ich da Ermüdungserscheinungen habe - Kann man das Genre überhaupt sinnvoll weiterentwickeln?)
- Zensur bei Horrorvideospielen

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olipool
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von olipool »

Auch mir hat die Folge gut gefallen, selbst wenn ich ein totaler Versager bei dieser Art Spiel bin (und auch aller anderen Horror-Game wie Amnesia, Outlast etc.).

Mir hat das Sprechtempo eigentlich ganz gut gefallen, es war auffällig schnell, aber immer unter Kontrolle und mir als Ultra-Langsamsprecher schien das schon eine olympische Leistung an sich zu sein und bot mir damit ordentlich Schau-/Hörwert :)

Da Andre hier ja auch mitliest: es wurde im Cast unterschieden zwischen realer Gewalt und fiktiver Gewalt in Film und Spiel und wie die Fiktion dafür sorgt, sich besser auf die Gewalt einlassen zu können. Mir ist an der Stelle noch ein Mittelding eingefallen und zwar so Dinge wie Mixed Martial Arts, Boxen, Cage Fighting etc. (ich kenne mich da nicht wirklich aus). Das ist ja schon reale Gewalt, natürlich mit dem Sicherheitsnetz einer organisierten Veranstaltung und abbruchsbereiten Schiedsrichtern, aber wie ist das hier für Zuschauer? Ist das ein näheres Rantasten an reale Gewalt oder steht es komplett in enem anderen Kontext wie z.B. Sport, körperliche Leistung etc.? Wenn dort Blut "fließt" oder Kämpfer beim Würgen blau anlaufen, triggert das nicht auch die beschriebene Neugier am Inneren des Anderen?

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Tagro
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Tagro »

Wollte nur kurz einwerfen, dass mir die Folge sehr gut gefallen hat und ich mich schon auf die Nächste freu.
:handgestures-thumbupleft:

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Alienloeffel
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Re: Pilotfolge Gänsehaut: Dead Space & Splatter

Beitrag von Alienloeffel »

Hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Sehr gerne mehr. :-)

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