Zum Mailbag 18

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Stuttgarter
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Zum Mailbag 18

Beitrag von Stuttgarter »

Wegen der Gamestar und dem "Du": Die Gamestar hat das "Sie" bis zum letzten Jahr im Heft durchgezogen. In der Jubiläumsausgabe (also ziemlich genau vor einem Jahr) hat Petra dann einen ganzseitigen Artikel geschrieben, in dem sie lang über "Du/Sie" philosophiert hat, mit dem Ergebnis, dass nach 20 Jahren das "Du" angebracht sei.

Was ich aus mehreren Gründen süß fand. Zum einen, weil die Gamestar in dem Artikel durchaus die Vorzüge des "Sie" aufgedröselt hat, zum anderen, weil es mich - ebenfalls altmodischen Menschen ;) - daran erinnert hat, dass meine Eltern einen sehr guten Freund hatten, mit dem sie nach über 20 Jahren Freundschaft erst das "du" gemacht haben. Das "Sie" hat Vorzüge - nämlich eine gewisse natürliche Distanz. Es gibt das Sprichwort, "Es sagt sich viel leichter 'du Ar...lo..' als 'Sie Ar...lo..'." In der Geschäftswelt halte ich es für eine sehr wesentliche Basis, dass man zunächst Distanz wahrt. Mit meinen Auftraggebern bin ich grundsätzlich per Sie - wohingegen ich mit Kollegen automatisch per Du bin, um Hierarchien vorzubeugen.

Bei Euerm Gespräch zum Thema "Du" hab ich mich dann auch daran erinnert, dass ich mit meiner Freundin dieses Jahr evtl. auf die Gamescom wollte - und wir uns überlegt haben, wie wir Euch, Jochen, André und Sebastian, eigentlich ansprechen würden, solltet Ihr uns zufällig über den Weg laufen. Mein spontaner Gedanke war, "Natürlich mit 'Sie' ". Wohingegen ich bei einem Hörerstammtisch automatisch "Du" sagen würde. :)

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SebastianStange
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von SebastianStange »

Schön fand ich diese Woche in nem Elektronikmarkt hier in der Stadt folgende Szene.

Abteilungsleiter geht auf einen Mitarbeiter zu, ruft "Herr XYZ!"
Mitarbeiter dreht sich um, schaut Abteilungsleiter an.
Abteilungsleiter: "Kannst Du dich mal hier um den Kunden kümmern?"

Das war wunderbar schief. Aber auch sehr echt, irgendwie. :-D

Stuttgarter
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von Stuttgarter »

Ja, das passiert hier in den Supermärkten auch regelmäßig, "Frau XY, kannsch Du bitte...". :)

Das erklär ich mir dadurch, dass eben Kunden gegenüber die Anonymität halbwegs gewahrt bleiben soll. Den Nachnamen erkenn ich am Namensschild - aber der Vorname geht mich als Kunde nix an. :)

Edit: Und Jochen hat vollumfänglich recht, was das Sams angeht!

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IpsilonZ
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von IpsilonZ »

Ich will einem Podcast, der jemandem eine Bühne bietet der so hasserfüllt dem Sams gegenüber ist einfach nicht finanziell unterstützen, sorry. Werde mein 10 € Abo nun kündigen müssen... :(

Ich fand Sebastians Beschreibung zum Thema Hype aber sehr schön und konnte mich darin gut wiedererkennen. Ich lasse mich auch immer gerne ganz unreflektiert vom Hype etwas mittreiben, einfach weil es Spaß machen kann. In den meisten Fällen bin ich dann auch nicht mal enttäuscht, wenn Dinge ihrem Hype nicht gerecht wird. Aber bis dahin schaue ich mir auch gerne die Trailer an, mag es wenn irgendwelche Traile Premieren oder Teaser eine große Reaktion hervorbringen usw.

Aber beim Videospiel-Journalismus selbst erwarte ich da natürlich mehr Distanz, deswegen verstehe ich diese Kritik an Journalisten die das nicht machen immer überhaupt nicht. Sogar bei den Rocket Beans, die ja durchaus auch gerne solche Hypes mitmachen, hab ich schon erlebt, dass ihnen vorgeworfen wurde, dass sie ja so verbittert seien, dass sie nur noch negativ allem gegenüber sind das gehypt wird.
So sehr ich mir zum Beispiel gerne Death Stranding Trailer, manche Analysen von Youtubern die das gut machen etc. ansehe, so sehr erwarte ich trotzdem vom Videospieljournalismus dass er sich da zurückhält.

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Fu!Bär
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von Fu!Bär »

Eine Zeitung/Podcast die ich mir selbst kaufe bzw.unterstütze und die mir im Idealfall Spieleberatung gibt wie ein guter Freund darf mich gerne duzen. Wenn ich aber im Gelb-Blauen Möbelhaus penetrant geduzt werde stört es mich maßlos.

JanTenner
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von JanTenner »

Ich finde übrigens der 'Herr Peschke reichen Sie Hut und Mantel und geleiten Sie die Hörer nach draußen' Witz ist inzwischen total durch... Das war (vielleicht) das erste Mal lustig aber danach... meh :P

Ansonsten bitte immer nur Duzen. Außer vielleicht bei Ämtern oder so.
Zuletzt geändert von JanTenner am 21. Sep 2018, 16:42, insgesamt 1-mal geändert.
Du meinst wahrscheinlich 'dediziert' wenn du 'dezidiert' schreibst :ugly:

Maliko
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von Maliko »

Ich finde das Sie auch ganz schrecklich. Norwegen hat das ganze gut gelöst. Dort wird man grundsätzlich geduzt und mit Vornamen angesprochen und das obwohl es in Norwegen das Sie auch gibt. In Norwegen wird aber nur eine einzige Person gesiezt und das ist der Norwegische König.

Bei uns in der Firma wird glücklicherweise auch jeder geduzt (vom Chef abwärts bis zum Azubi) und sogar mit einem Teil meiner Professoren aus der Uni bin ich per du (mit 33 ist man allerdings auch stellenweise nicht mehr viel Jünger als der ein oder andere Professor). Auch in Geschäften, wo viel junges Publikum verkehrt (Anime und Mangaläden, Gamestop, Brettspielläden usw. duze ich die Verkäufer auch automatisch (was selbige bisher auch immer erwiedert haben). Und in türkischen/arabischen Geschäften und Imbissen/Restaurants sowieso, weil es die Inhaber/Verkäufer meist auch tun.

Es gibt nur eine Person, welche ich wohl mein leben lang siezen werde und das ist der Pastor, der mir die Beichte abnimmt.

Ansonsten muss ich mich auf die Seite von Sebastian stellen. Das Sams ist creepy.

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Axel
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von Axel »

Das Sie ist schrecklich. Eben weil es Distanz schafft. Meiner Ansicht nach gehen in der heutigen Gesellschaft viel zu viele Leute zu distanziert miteinander um. Die Folgen kann man seit Jahren ja sehen. Das Duzen baut diese Distanz ab, es wird gleich menschlicher.

Ganz fürchterlich ist auch der Trend im Internet zu Siezen.
Zuletzt geändert von Axel am 21. Sep 2018, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

Hamten
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von Hamten »

Lieber Sebastian, die Serie "Altered Carbon" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Richard Morgan aus dem Jahr 2002. Ich selbst habe ihn zwar noch nicht gelesen u d kann ihn deshalb nur unter Vorbehalt empfehlen aber bisher hörte ich nur gutes darüber. Vielleicht hast du ja Spaß daran.

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SebastianStange
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von SebastianStange »

Hamten hat geschrieben:
21. Sep 2018, 17:08
Lieber Sebastian, die Serie "Altered Carbon" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Richard Morgan aus dem Jahr 2002. Ich selbst habe ihn zwar noch nicht gelesen u d kann ihn deshalb nur unter Vorbehalt empfehlen aber bisher hörte ich nur gutes darüber. Vielleicht hast du ja Spaß daran.
Genau, den Roman meinte ich ja. Der hat Spaß gemacht! Sowass in der Art würde ich gern mehr lesen.

Stuttgarter
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Registriert: 31. Dez 2016, 22:39

Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von Stuttgarter »

MitSchmackes! hat geschrieben:
21. Sep 2018, 16:27
Das Sie ist schrecklich. Eben weil es Distanz schafft. Meiner Ansicht nach gehen in der heutigen Gesellschaft viel zu viele Leute zu distanziert miteinander um. Die Folgen kann man seit Jahren ja sehen. Das Duzen baut diese Distanz ab, es wird gleich menschlicher.

Ganz fürchterlich ist auch der Trend im Internet zu Siezen.
"Die Folgen kann man seit Jahren ja sehen" - das klingt irgendwie so, als sei das "Sie" eine neue Entwicklung, die zu mehr Distanz geführt hat. Was ja aber nicht den Tatsachen entspricht - trotz "Sie" haben es ganze Generationen geschafft, zivilisiert miteinander umzugehen.

Und auch, wenn ich da evtl. genauso altmodisch bin wie Jochen: Ich will gar nicht mit jedem Menschen per Du sein. Das "Du" bedeutet in der "realen" Welt tatsächlich was, zumindest im privaten Bereich. Im Internet hab ich mich zähneknirschend an das allgegenwärtige "Du" gewöhnt - da benutze ich das "Sie" tatsächlich nur dann ganz gezielt, wenn ich zum Ausdruck bringen will, dass ich grade mit jemandem rede, mit dem ich privat nicht einmal zusammen ein Bier trinken würde. Außerdem kommt grad auf Facebook ein gepflegtes "Sie Rotzlöffel" viel besser als ein "Du Rotzlöffel". ;)

Zur Sams-Diskussion würde mich gerenell aber mal interessieren, wo die Sams-Liebhaber bzw -Verächter ihren Ursprung haben? Bei den Büchern von Paul Maar (auf die sich Jochen offensichtlich bezieht, bzw er zitiert das Lied der Hörspielkasetten) - oder bei den Verfilmungen? Ich komm eindeutig aus dem Buch-Lager - Verfilmung hab ich keine einzige gesehen... :)

JanTenner
Beiträge: 261
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von JanTenner »

Ich habe als Kind die ersten 3 Sams-Bücher gelesen und das sehr gerne. Die Kreatur Sams ist aber tatsächlich ziemlich abstoßend... ein aufrecht laufendes, sprechendes Schwein im Taucheranzug...
Du meinst wahrscheinlich 'dediziert' wenn du 'dezidiert' schreibst :ugly:

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Axel
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von Axel »

Stuttgarter hat geschrieben:
21. Sep 2018, 17:23

Und auch, wenn ich da evtl. genauso altmodisch bin wie Jochen: Ich will gar nicht mit jedem Menschen per Du sein. Das "Du" bedeutet in der "realen" Welt tatsächlich was, zumindest im privaten Bereich.
Ich muss das mal weiter ausführen. Es gibt im realen Leben echt viele Momente, wo das Siezen extrem hinderlich ist. Beispielsweise in einem Patient/Arzt-Verhältnis. Besonders in der Psychotherapie! Die Grundlage ist da ja: Vertrauen. Sehr großes Vertrauen! Nur, wie soll ich das aufbauen, wenn auf das Sie gepocht wird? Siezen verbinde ich doch beispielsweise mit Ämtern. Also mit Menschen, den man von vornherein erstmal mit großem Misstrauen begegnen muss.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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Sebastian Solidwork
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von Sebastian Solidwork »

Ich finde es faszinierend, dass man eine entsprechende Unterscheidung im englischsprachigen Raum nur mit you hin bekommt.
Da schafft es man ja auch.

Öfter ist mir dein Sie ein Hindernis. Und Du-Leute kann ich auch anders auf Abstand halten.
Umweltschutz beginnt im Geldsystem.
Fix the system!

Der Sinn des Lebens ist, dass Menschen voller Sinn das niemals wissen müssen. - Gunter Dueck in Omnisophie

Stuttgarter
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von Stuttgarter »

MitSchmackes! hat geschrieben:
21. Sep 2018, 17:45
Siezen verbinde ich doch beispielsweise mit Ämtern. Also mit Menschen, den man von vornherein erstmal mit großem Misstrauen begegnen muss.

Oder ich verbinde das "Siezen" einfach mit jedem Menschen, den ich nicht näher kenne. Und komm deshalb gar nicht auf den Gedanken, das mit "Misstrauen" zu verbinden.

Abgesehen davon, dass ich auch Ämtern nicht grundsätzlich misstraue. Sondern erst mal unterstelle, dass auch Staatsangestellte grundsätzlich wohlwollende, kompetente Menschen sind.

Elfant
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Registriert: 4. Jun 2018, 17:43

Re: Mailbag 19: Okay, eine Frage noch!

Beitrag von Elfant »

Ich hoffe ich bin hier richtig, weil ich mich nur auf die aktuelle (21.09.2018) Folge beziehen möchte.

An Sebastian Stange:
Ich rate Ihnen zu Tad Williams vierbändigen "Otherworld" Romanreihe.

Anna-Karenina-Prinzip:
Puh auf ein Genre. Man könnte es ökonomisch auf einzelne Spiele anwenden aber auf ein Genre wird es schwierig. Jetzt habe ich noch kein Spiel mit einer offenen Welt gespielt welches mich gänzlich überzeugte, aber unterschiedlich gut waren. Da würde dieses Prinzip also nicht wirken. Der alte Spielefaschist in mir möchte übrigens betonen, daß offene Welten kein Genre sind.
Ich würde als Genre das Jump&Run vorschlagen. Alle guten Spiele dieses Genres brauchen saubere, gut in sich greifende Mechaniken und gleichzeitig eine ausreichende Varianz um nicht zu langweilen.

mod-edit: Beitrag wurde in den korrekten Thread verschoben.
Zuletzt geändert von SebastianStange am 21. Sep 2018, 22:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beitrag richtig einsortiert!

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Wudan
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Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von Wudan »

Also ich bin was duzen angeht echt locker eingestellt. Ich scheine auch irgendetwas an mir zu haben das Leute eher zum Duzen animiert als zum Siezen. Z.B werde ich auch im Supermarkt um die Ecke von den meisten VerkäuferInnen spontan geduzt. Das erlebe ich recht häufig das Leute Du zu mir sagen obwohl eigentlich ein Sie angebrachter wäre. Ist wohl mein jugendlicher Charme ;)
Tatsächlich hab ich da überhaupt nichts dagegen, es ist mir sogar meistens lieber - Dadurch fühle ich mich jünger :D Ich fühl mich da auch nicht disrespektiert oder so. Nur als meine Ärztin mich "Schatz" genannt hat kam mir dass dann doch ein wenig awkward vor :D

real85
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Registriert: 18. Jan 2018, 03:15

Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von real85 »

Lieber Sebastian, dank dem literarischen Duett beschäftige ich mich mittlerweile auch wieder häufiger mit Büchern. Ich kann dir wärmstens die Ganymed Reihe von Joshua Tree (einem deutschen Autor!) empfehlen. Leichte (Hard-)SciFi/Cyberpunk Kost, die mir jedoch sehr viel Spaß bereitet hat.

Numfuddle
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Registriert: 21. Mär 2018, 22:51

Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von Numfuddle »

Mir fallen zum Anna Karerina Prinzip zwei Beispiele ein:

- Metroidvania: mein Lieblingsgenre und das wo ich die meisten Titel spiele.

Da es eine Mischung aus Jump and Run und Kanpfspiel ist muss die Steuerung wirklich extrem griffig und gut sein
Zentrale Spielmechanik ist das Upgraden der Kampf und Bewegungsfähigkeiten, also muss der Teil passen
Die Spielwelt muss einem zum Entdecken einladen, unterstützt auch durch Atmo und Musik
Backtracking ist zentraler Bestandteil, also muss die Bewegung durch die Welt flüssig gehen. Unterstützt durch Fast Travel oder andere Beschleunigungen. Niemand sucht nach einem Secret das sich nach dem letzten Upgrade eröffnet hat wenn man 20 Minuten braucht um da hinzugelangen
Die Welt und die Karte müssen gut lesbar sein, damit wann überhaupt weiß wohin man zurückkehren kann.
Checkpoints und Savepoints müssen passen.

Spiele die das alles erfüllen sind großartig, wie z.B. Super Metroid oder Castlevania SotN. Spiele die Teile dieser Mechaniken vernachlässigen werden schnell frustig. Ich mag z.B. Hollow Knight nicht weil die Bewegung durch die Welt so langwierig und zäh ist.

- Rogue-lite

Das wichtigste Element das so viele Spiele vernachlässigen ist die Länge eines „Runs“. Ein run muss knackig kurz sein, damit dieser gameplayloop funktioniert. Idealerweise nicht länger als 30 -45 Minuten.
Der restart muss zackig laufen, idealerweise direkt aus dem Game Over Screen.
Es muss - von mir aus auch selten - den einen run geben, wo die Item-Synergien richtig aus dem Ruder laufen (siehe Binding of Isaac). Das dient dem Frustabbau und hält die Spieler bei der Stange. Nicht jeder hat Lust sich monatelang den Kopf gegen die Wand zu rennen. Viele legen das Spiel halt auch weg, wenn sie das 50. mal hintereinander gestorben sind. Selbst bei Hardcore Fans hilft es wenn man einmal alle paar Tage dem Game wirklich zeigen kann wo der Hammer hängt.

Deshalb habe ich z.b. 1500 Stunden Binding of Isaac gespielt aber mag Enter The Gungeon nicht besonders. Bei Gungeon dauern die Runs zu lange (Ist durchs add on noch schlimmer geworden) und das Spiel ist so zu Tode gebalanced das diese langsam eskalierenden Runs nie vorkommen.

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outofpurelove
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Registriert: 10. Mai 2018, 07:17

Re: Zum Mailbag 18

Beitrag von outofpurelove »

Hallo Sebastian,

vielleicht ist ja Hologrammatica von Tom Hillenbrand etwas für Dich.
Wenn künstliche Intelligenz die Probleme der Welt lösen kann – sind wir dazu bereit, die Kontrolle abzugeben?
Ende des 21. Jahrhunderts arbeitet der Londoner Galahad Singh als Quästor. Sein Job ist es, verschwundene Personen wiederzufinden. Davon gibt es viele, denn der Klimawandel hat eine Völkerwanderung ausgelöst, neuartige Techniken wie Holonet und Mind Uploading ermöglichen es, die eigene Identität zu wechseln wie ein paar Schuhe. Singh wird beauftragt, die Computerexpertin Juliette Perotte aufzuspüren, die Verschlüsselungen für sogenannte Cogits entwickelte – digitale Gehirne, mithilfe derer man sich in andere Körper hochladen kann.
Hab das gerade als Hörbuch in der Mache und mir gefällt es richtig gut.

Und weil es mein erster Beitrag hier im Forum ist (bin der Typ stiller Mitleser) ein freundliches Moin an alle da draußen :)

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