Red Dead Redemption 2

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mrz
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von mrz »

Weiß immer nich in was für eine Traumwelt manche Leben, die sich über Crunch beschweren. Gehört halt dazu.

Smartie
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Registriert: 11. Sep 2017, 09:07

Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Smartie »

mrz hat geschrieben:
16. Okt 2018, 05:26
Weiß immer nich in was für eine Traumwelt manche Leben, die sich über Crunch beschweren. Gehört halt dazu.
Wie bitte? :hand: Genau mit einer solchen Haltung werden nie zufriedenstellende Arbeitsbedingungen geschaffen. Unbezahlte Mehrarbeit, die die Mitarbeiter krank macht, "gehört eben nicht dazu", sie ist ausbeuterisch! Und das betrifft auch Praktikannten hierzulande, die für einen Apfel und ein Ein bis 24.00 h ranklotzen müssen.
Als ob es sich eine Firma wie Rockstar nicht leisten könnte mehr Programmierer einzustellen! Natürlich können sie das, aus finanziellen Gründen ist es aber nicht gewünscht, da würde ja der Gewinn schrumpfen.

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Dicker
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Dicker »

Anstrengende Projektphasen gibt es in jedem Beruf, aber das hier muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. 100h pro Monat. Selbst wenn man 7 Tage die Woche arbeitet, kommt man immer noch auf über 14h pro Tag Arbeit. Dann will man noch schlafen, sagen wir mal großzügig 6h, dann bleiben 4h für Essen, Körperpflege ect. Das ist doch kein Leben. Und das über Monate.

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Forsta
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Forsta »

Es gibt ein Update dazu:

http://www.4players.de/4players.php/spi ... ender.html

Wenn das wirklich so abgelaufen ist, finde ich es sogar okay.

Obwohl ich kurz einwerfen will, dass freiwillig ein dehnbarer Begriff ist.
Dort wo ich arbeite gibt es 12 h Schichten und wenn ein für diese Schicht vorgesehener Kollege krank wird muss jemand anderes diese übernehmen. "Nein" sagen kann man zwar ab und zu, aber auch nicht immer wegen der Kollegialität wie ich finde. Dann mache ich den Dienst zwar freiwillig, begeistert bin ich aber sicher nicht davon.

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Leonard Zelig
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Leonard Zelig »

mrz hat geschrieben:
16. Okt 2018, 05:26
Weiß immer nich in was für eine Traumwelt manche Leben, die sich über Crunch beschweren. Gehört halt dazu.
Crunch können sich nur Ausnahmestudios wie Rockstar leisten. Publisher wie Ubisoft sind auf ein professionelles Projektmanagement angewiesen. Schließlich würde es ihnen schaden acht Jahre zwischen zwei Spielen verstreichen zu lassen und immer wieder ein neues Team aufzubauen. Crunch vertreibt Leute aus der Industrie, die in anderen Branchen mehr Geld für weniger Arbeit verdienen können.

Die unglaubliche Liebe zum Detail in Rockstar-Spielen ist beeindruckend, aber aus BWLer-Sicht betrachtet wirtschaftlich unnötig. Mit etwas weniger guten Writing würde sich das Spiel genauso gut verkaufen.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

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Lurtz
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Lurtz »

schneeland hat geschrieben:
15. Okt 2018, 17:59
Ja, hab's auch vorhin gelesen. Ich finde das ernüchternd, dass man auch noch stolz auf Zustände wie zu Zeiten der industriellen Revolution ist. Ich überlege gerade, ob mich das ausreichend stört, dass ich das Spiel von der Wunschliste streiche (Tendenz: ja).
Kann man machen, voting with your wallet wird hier aber leider keine Besserung herbeiführung.
mrz hat geschrieben:
16. Okt 2018, 05:26
Weiß immer nich in was für eine Traumwelt manche Leben, die sich über Crunch beschweren. Gehört halt dazu.
Anstrengende Phasen gibt es in jedem Projekt, aber 100-Stunden-Crunch gehört halt nicht dazu. Das hat auch nichts mit Traumwelt zu tun.
Forsta hat geschrieben:
16. Okt 2018, 07:10
Obwohl ich kurz einwerfen will, dass freiwillig ein dehnbarer Begriff ist.
Dort wo ich arbeite gibt es 12 h Schichten und wenn ein für diese Schicht vorgesehener Kollege krank wird muss jemand anderes diese übernehmen. "Nein" sagen kann man zwar ab und zu, aber auch nicht immer wegen der Kollegialität wie ich finde. Dann mache ich den Dienst zwar freiwillig, begeistert bin ich aber sicher nicht davon.
Eben, freiwillig ist sehr, sehr dehnbar. Das ist wie Beckenbauer, der meinte er hätte in Katar keine Sklaven gesehen, die laufen da alle frei rum...

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tsch
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von tsch »

Leonard Zelig hat geschrieben:
16. Okt 2018, 07:16
mrz hat geschrieben:
16. Okt 2018, 05:26
Weiß immer nich in was für eine Traumwelt manche Leben, die sich über Crunch beschweren. Gehört halt dazu.
Crunch können sich nur Ausnahmestudios wie Rockstar leisten. Publisher wie Ubisoft sind auf ein professionelles Projektmanagement angewiesen. Schließlich würde es ihnen schaden acht Jahre zwischen zwei Spielen verstreichen zu lassen und immer wieder ein neues Team aufzubauen. Crunch vertreibt Leute aus der Industrie, die in anderen Branchen mehr Geld für weniger Arbeit verdienen können.

Die unglaubliche Liebe zum Detail in Rockstar-Spielen ist beeindruckend, aber aus BWLer-Sicht betrachtet wirtschaftlich unnötig. Mit etwas weniger guten Writing würde sich das Spiel genauso gut verkaufen.
Als BWLer muss ich dir sagen, dass deine Haltung gegenüber BWL totaler Unfug ist :ugly: . Man fühlt sich teilweise echt so, als wäre man verantwortlich für alles Negative in der Welt, wenn man BWL studiert hat und sich dann auch noch auf Marketing spezialisierte. Gerade wenn es um Videospiele geht, hört man eine Menge Bullshit und Unwahrheiten. Ich bin nicht in der Videospielbranche tätig, aber ich kann zumindest versichern, dass all die Sachen, die Marketing und BWL vorgeworfen werden, wenn mal wieder etwas scheiße war, zumindest in der Theorie nie so gelehrt wurden. Und ich bin jetzt nicht mal unbedingt jemand, der sein Studium ohne Kritik sieht.

Tatsächlich hört man im Studium sogar viel häufiger, dass man alles daran setzen sollte das bestmögliche Produkt zu erschaffen. Als BWLer ist man dafür verantwortlich, dass so welche Gegebenheiten entstehen und bestehen können. Dazu zählt auf oberster Ebene auch die Geschäftsführung von Rockstar, die auch nichts anderes als "BWL" (wie gesagt, ein viel zu allgemeiner Begriff) macht. Aber neeee, BWL ist ja nur an Sachen schuld und steht den eigentlichen Devs im Weg :D .

Dass gutes BWL dafür sorgt, dass die Entwickler von Rockstar ihre Vision so gut wie möglich umsetzen können - mit all den "unnötigen" Details", das würde nie jemand erwähnen. Als unnötig würde ich sie außerdem nicht bezeichnen, denn sonst wäre Rockstar nicht auf der Position, auf der sie sich aktuell befinden.

HG_Christopher
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von HG_Christopher »

Nein es ist nicht normal, dass es soviel Überstunden gibt, egal ob freiwillig oder unfreiwillig. In Deutschland geht man dafür in den Knast. Ich find interessant, wie teilweise Fans oder sogar die Industrie die Entwickler schützt und dafür andere wie Telltale dafür steinigen. Mit BWL hat das null zu tun. Das ist einfach Illegal und nein keine Firma sollte auf Crunch stolz sein. Ich könnte bei solchen Themen im Strahl kotzen. Denn weil die das tun oder für "ok" befinden, werden es x andere Firmen es auch tun.

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derFuchsi
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von derFuchsi »

Die crunchen sicher wegen der PC Version :ugly:
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Forsta
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Forsta »

HG_Christopher hat geschrieben:
16. Okt 2018, 19:15
Denn weil die das tun oder für "ok" befinden, werden es x andere Firmen es auch tun.
Falls das "ok" eine Anspielung auf mich ist, Überstunden gehören leider bei ein paar Arbeiten dazu. Ich arbeite in der Medizin, Patienten müssen versorgt werden. Und eine Aushilfe von einer anderen Abteilung kannst du nicht einfach so in eine Notfallambulanz oder zu einer Operation hinstellen, da braucht man Leute aus dem gleichen Bereich mit Erfahrung, welche dann folglich Überstunden leisten müssen.

Solange Überstunden bezahlt werden oder man einen Zeitausgleich (hoffe mal das Wort heisst bei euch in Deutschland auch so ^^) bekommt finde ich Überstunden legitim.

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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

HG_Christopher hat geschrieben:
16. Okt 2018, 19:15
Nein es ist nicht normal, dass es soviel Überstunden gibt, egal ob freiwillig oder unfreiwillig. In Deutschland geht man dafür in den Knast. Ich find interessant, wie teilweise Fans oder sogar die Industrie die Entwickler schützt und dafür andere wie Telltale dafür steinigen. Mit BWL hat das null zu tun. Das ist einfach Illegal und nein keine Firma sollte auf Crunch stolz sein. Ich könnte bei solchen Themen im Strahl kotzen. Denn weil die das tun oder für "ok" befinden, werden es x andere Firmen es auch tun.
Ich finde die Menge an "Gehört halt dazu" Sagern auch erschreckend. Und ich finde die Menge an Überstunden, von der Gamesbranche mal abgesehen, ebenfalls sehr erschreckend. Das ist für mich grundsätzlich ein Zeichen von schlechtem Management - besonders wenn es um so etwas geht wie Produktentwicklung.

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Jon Zen
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Jon Zen »

Red Dead Redemption 2 ist für mich völlig belanglos, solange sie es nicht für den PC veröffentlichen. Als PC Spieler fühlt man sich hier als Kunde 2. Klasse, der es dann, Jahre später, vielleicht kaufen "darf".
Konsolenexklusivität für eine Plattform (Switch, PS4, XBox One) kann ich akzeptieren, aber PS4 + XBox ohne PC Release ist für mich eine Geringschätzung des PC Spielers.
https://steamcommunity.com/id/Jon-Zen/ | Unsere Biervorräte schwinden dahin, Sire!

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DexterKane
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von DexterKane »

Was Christopher sagt.
Bei uns in der Firma arbeiten die Leute im Außeneinsatz während Inbetriebnahmen bis zu 60 Stunden, also 6 Tage a 10 Stunden, die Woche. Die haben aber auch entsprechend Ausgleich hinterher, sprich entsprechend lange frei. Und das ist Arbeit, wo man auch mal 2-3 Stunden zwischendurch nicht wirklich was zu tun hat.

Bei Sachen, wo man konzentriert durcharbeiten muss, stürzt die Produktivität nach kürzester Zeit ins Bodenlose, so das man im Endeffekt weniger schafft, als würde man nur regulär arbeiten. So was hat gar nichts mit BWL zu tun, jeder BWLer, der halbwegs im Studium aufgepasst hat, wird Dir sagen, was für ein Unfug das ist (so wie ich gerade). Kurze Spitzen gibt es immer, ich hab auch kein Problem mal 1-2 Tage länger da zu sein, wenn Not am Mann ist. Dafür mach ich den nächsten Freitag dann nur halbtags. Und wenn das auf einmal nicht geht, geh ich ab dann pünktlich. Wer einen Chef hat, der das nicht akzeptiert, sollte sich überlegen, ob er nicht auch woanders arbeiten kann...

Das ist einfach nur Ausbeutung und dass das in der Spieleindustrie im US Raum anscheinend normal ist, ist höchst bedenklich.
Relax, it's North-Korea. The nation state equivalent of the short-bus. - Sterling Archer

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Darkcloud
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Darkcloud »

Forsta hat geschrieben:
16. Okt 2018, 20:33
HG_Christopher hat geschrieben:
16. Okt 2018, 19:15
Denn weil die das tun oder für "ok" befinden, werden es x andere Firmen es auch tun.
Falls das "ok" eine Anspielung auf mich ist, Überstunden gehören leider bei ein paar Arbeiten dazu. Ich arbeite in der Medizin, Patienten müssen versorgt werden. Und eine Aushilfe von einer anderen Abteilung kannst du nicht einfach so in eine Notfallambulanz oder zu einer Operation hinstellen, da braucht man Leute aus dem gleichen Bereich mit Erfahrung, welche dann folglich Überstunden leisten müssen.

Solange Überstunden bezahlt werden oder man einen Zeitausgleich (hoffe mal das Wort heisst bei euch in Deutschland auch so ^^) bekommt finde ich Überstunden legitim.
Naja "Überstunden gehören dazu". Ich weiß ich setze hier jetzt deutsches Recht für eine US Firma an, aber nur mal für die Größenordnung.

Die MAXIMAL absolut erlaubte Arbeitszeit in einer Woche in Deutschland ist 48h. Was darüber ist, ist illegal (wird da gerade in gewissen bereichen wie der medizinischen Versorgung sonderregelungen geben die das erlauben wenn absolute Not ist).

Bedeutet da wurden mehr Stunden im hier illegalen bereich gearbeitet als im legalen.

Mal davon abgesehen, dass medizinische Versorgung sicherstellen und eine selbst gewählte, zu kurzfristige, deadline einhalten was ganz anderes ist.

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Forsta
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Forsta »

@Darkcloud

Ach so, ihr habt "nur" 48h? Wir haben hier in Österreich 60h, und die habe ich schon öfters erreicht, weil halt Kollegen wegen Krankheit ausfielen.

Natürlich ist das was anderes, ich wollte mit meinem Beispiel bloß zeigen, dass Überstunden doch okay sein können bzw. manchmal dazugehören.

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Leonard Zelig
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Leonard Zelig »

tsch hat geschrieben:
16. Okt 2018, 12:10
Leonard Zelig hat geschrieben:
16. Okt 2018, 07:16
mrz hat geschrieben:
16. Okt 2018, 05:26
Weiß immer nich in was für eine Traumwelt manche Leben, die sich über Crunch beschweren. Gehört halt dazu.
Crunch können sich nur Ausnahmestudios wie Rockstar leisten. Publisher wie Ubisoft sind auf ein professionelles Projektmanagement angewiesen. Schließlich würde es ihnen schaden acht Jahre zwischen zwei Spielen verstreichen zu lassen und immer wieder ein neues Team aufzubauen. Crunch vertreibt Leute aus der Industrie, die in anderen Branchen mehr Geld für weniger Arbeit verdienen können.

Die unglaubliche Liebe zum Detail in Rockstar-Spielen ist beeindruckend, aber aus BWLer-Sicht betrachtet wirtschaftlich unnötig. Mit etwas weniger guten Writing würde sich das Spiel genauso gut verkaufen.
Als BWLer muss ich dir sagen, dass deine Haltung gegenüber BWL totaler Unfug ist :ugly: . Man fühlt sich teilweise echt so, als wäre man verantwortlich für alles Negative in der Welt, wenn man BWL studiert hat und sich dann auch noch auf Marketing spezialisierte.
Ich bin selber BWLer. :ugly:

Und ich habe mit meiner Aussage BWLer ja verteidigt, weil ich glaube, dass dieser Zwang zur absoluten Perfektion in Spielen wie Red Dead Redemption 2, der zu Crunch führt, nicht von der Finanz- oder Marketingabteilung vorgegeben wird. Als ob man ein Exemplar mehr verkaufen würde, weil bei Nebenmission 37 die Gespräche beim Reiten noch ausführlicher und pointierter sind.

Aber ich glaube die aktuelle Geschichte taugt nicht zum Skandal, weil diese 100-Stunden-Wochen ja nur ein kleines Team von Führungspersönlichkeiten und nicht die normalen Mitarbeiter betrifft.
tsch hat geschrieben:
16. Okt 2018, 12:10
Tatsächlich hört man im Studium sogar viel häufiger, dass man alles daran setzen sollte das bestmögliche Produkt zu erschaffen.
Habe ich ehrlich gesagt weder bei meinem Studium in Deutschland, noch bei den Semestern in den Niederlanden und Tschechien so gehört.

Es geht darum mit den gegebenen Mitteln das bestmögliche Produkt zu schaffen. Wenn man tausende Überstunden anordnet, die ja auch bezahlt sein könnten, erhöht man die Kosten. Was bringt es das beste Elektroauto der Welt zu bauen, wenn es am Ende 450.000 Euro kostet? Dann hat man zwar das beste Produkt, aber keine Nachfrage. Wenn man sich hingegen das Ziel setzt ein möglichst gutes Elektroauto für 20.000 Euro zu bauen, dann muss man bereit sein Abstriche zu machen und eben darauf verzichten, dass das Auto z.B. automatisch einparkt.
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Merbatur
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Merbatur »

Die Tage werde ich auch noch antworten, wenn ich mehr Zeit habe. Besonders die Frage, ob laut der BWL eine gute Unternehmensführung gerade solche Crunch-Zeiten vermeiden soll, ist interessant. Beispielsweise gab es bei Netflix unbegrenzte Urlaubstage, was. dazu führte, dass weniger bis kein Urlaub genommen wurde. Porsche plant(e?) den Zugriff auf die Mail-Accounts zu sperren, um den Feierabend zu erzwingen.

Seit gestern dürfen die Mitarbeiter von Rockstar öffentlich über ihre Arbeitsstelle schreiben: https://kotaku.com/red-dead-redemption- ... 1829835034

Stuttgarter
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Registriert: 31. Dez 2016, 22:39

Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Stuttgarter »

Leonard Zelig hat geschrieben:
17. Okt 2018, 19:32
Als ob man ein Exemplar mehr verkaufen würde, weil bei Nebenmission 37 die Gespräche beim Reiten noch ausführlicher und pointierter sind.
Ich mag mich ja irren, aber ist diese enorme Detailverliebtheit nicht einer, wenn nicht sogar der Hauptgrund für Rockstars abartigen Erfolg der letzten 10, 20 Jahre?

Insofern würden sie es bei Red Dead Redemption 2 vielleicht noch nicht an den Zahlen merken. Aber vermutlich bei GTA6.

HG_Christopher
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Kontaktdaten:

Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von HG_Christopher »

Darkcloud hat geschrieben:
17. Okt 2018, 09:38
Forsta hat geschrieben:
16. Okt 2018, 20:33
HG_Christopher hat geschrieben:
16. Okt 2018, 19:15
Denn weil die das tun oder für "ok" befinden, werden es x andere Firmen es auch tun.
Falls das "ok" eine Anspielung auf mich ist, Überstunden gehören leider bei ein paar Arbeiten dazu. Ich arbeite in der Medizin, Patienten müssen versorgt werden. Und eine Aushilfe von einer anderen Abteilung kannst du nicht einfach so in eine Notfallambulanz oder zu einer Operation hinstellen, da braucht man Leute aus dem gleichen Bereich mit Erfahrung, welche dann folglich Überstunden leisten müssen.

Solange Überstunden bezahlt werden oder man einen Zeitausgleich (hoffe mal das Wort heisst bei euch in Deutschland auch so ^^) bekommt finde ich Überstunden legitim.
Naja "Überstunden gehören dazu". Ich weiß ich setze hier jetzt deutsches Recht für eine US Firma an, aber nur mal für die Größenordnung.

Die MAXIMAL absolut erlaubte Arbeitszeit in einer Woche in Deutschland ist 48h. Was darüber ist, ist illegal (wird da gerade in gewissen bereichen wie der medizinischen Versorgung sonderregelungen geben die das erlauben wenn absolute Not ist).

Bedeutet da wurden mehr Stunden im hier illegalen bereich gearbeitet als im legalen.

Mal davon abgesehen, dass medizinische Versorgung sicherstellen und eine selbst gewählte, zu kurzfristige, deadline einhalten was ganz anderes ist.
Nein ich hab mich nicht auf dich bezogen, sondern auf die aktuell geführte Diskussion und auch in der Medizin sollte es nicht normal sein! Meine Frau ist Kinderkrankenschwester und ja ich kenn auch dort das Thema. Auch dort gibt es Möglichkeiten wie z.b. eine "Überlastungsanzeige".

Grumbledook
Beiträge: 61
Registriert: 30. Mär 2018, 12:41

Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Grumbledook »

Zum Thema Freiwilligkeit:

Engagement in allen Ehren, man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass man durch Leistungsbereitschaft bis hin zur Selbstausbeutung, ob jetzt aus Ehrgeiz oder echter Begeisterung, sozialen Druck auf Kollegen ausübt.

Ich habe oft den Eindruck, dass ein Grund für die gemessen an der eher überdurchschnittlichen Qualifikation der Beschäftigten auffallend schlechten Arbeitsbedingungen in der Spielebranche (auch Presse) die Tatsache ist, dass viele dort ihr Hobby zum Beruf machen, ihren Traum leben usw. und es dementsprechend nur wenig Leute gibt, die nicht so stark in ihren Job investiert sind. Das führt dann zu "Gehört halt dazu."

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