Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

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Axel
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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Axel » 12. Nov 2018, 07:49

Boah, ich hasse Spoilerangst. Habt ihr mal Insert Moin gehört? Wie da minutenlang künstlich um den heißen Brei geredet wird um ja keine Spoiler zu verwenden? Wo man sich denkt "Nenn doch das Kind beim Namen"? Das ist fürchterlich. Die Rezension von Medien bedingt es eben zu argumentieren. Wer das nicht haben möchte, liest/hört eben keine Rezensionen. So einfach ist das doch?

Ich denke, die Leute sind einfach zu übersensibel geworden. Als ich letzte Woche auf Facebook geschrieben habe
SpoilerShow
"Was? Da machen die nen wochenlangen Hype um Ricks Ausstieg aus The Walking Dead und dann stirbt der Kerl nicht mal?"
habe ich direkt nen halben Shitstorm bekommen. Früher wurden so oder so ähnlich Gespräche über konsumierte Medien begonnen. Da gings doch auch! Ohne je einen Star Wars Film selbst gesehen zu haben, kann ich wahrscheinlich die Hälfte der Handlung rezitieren. :ugly:
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tdiver
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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von tdiver » 12. Nov 2018, 08:10

In Bezug auf "Verschwendung von Lebenszeit" habe ich eine Anmerkung.
Besonders bei dem Blizzardthema seid ihr wieder extrem verschwenderisch mit der Zeit umgegangen. Nach 10 Minuten war das Thema mit allen Facetten ausführlich besprochen. Allerdings ging das Thema noch über 20min weiter. Da muss ich besonders Jochen ansprechen, der es immer (auch in früheren Podcasts) wieder schafft, die selben Argumente zwei bis dreimal ausführlichst zu wiederholen, oft mit leicht anderen Sätzen, aber nichts Neues enthaltend. Daher fand ich es am Ende des Podcast schade, dass keine weiteren Themen angesprochen wurden.
Fasst es bitte als konstruktive Kritik auf, nicht als Bashing ;-)

Stuttgarter
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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Stuttgarter » 12. Nov 2018, 10:17

MitSchmackes! hat geschrieben:
12. Nov 2018, 07:49
Boah, ich hasse Spoilerangst. Habt ihr mal Insert Moin gehört? Wie da minutenlang künstlich um den heißen Brei geredet wird um ja keine Spoiler zu verwenden? Wo man sich denkt "Nenn doch das Kind beim Namen"? Das ist fürchterlich. Die Rezension von Medien bedingt es eben zu argumentieren. Wer das nicht haben möchte, liest/hört eben keine Rezensionen. So einfach ist das doch?

Ich denke, die Leute sind einfach zu übersensibel geworden. Als ich letzte Woche auf Facebook geschrieben habe
SpoilerShow
"Was? Da machen die nen wochenlangen Hype um Ricks Ausstieg aus The Walking Dead und dann stirbt der Kerl nicht mal?"
habe ich direkt nen halben Shitstorm bekommen. Früher wurden so oder so ähnlich Gespräche über konsumierte Medien begonnen. Da gings doch auch! Ohne je einen Star Wars Film selbst gesehen zu haben, kann ich wahrscheinlich die Hälfte der Handlung rezitieren. :ugly:
Ich denke tatsächlich, dass es einen guten Mittelweg braucht. Man muss als Kritiker nicht gedankenlos alles rausposaunen, was einem potentiellen Konsumenten dann den Spaß raubt. Und ich persönlich (!) würde auf Facebook auch nie im Leben das Ende von irgend nem Plotstrang einfach mal so verraten - ich seh da schon nen Unterschied, ob ich das im direkten Umfeld mache, wo das Gegenüber sich "wehren" kann, oder ob ich das einfach mal meiner Facebookfriendlist um die Ohren knalle. ;)

Und speziell als Kritiker hat man nunmal die Verantwortung, von Fall zu Fall zu entscheiden, wieviel Spoiler tatsächlich notwendig ist.

Bei Insert Moin komm ich im übrigen gut damit klar, wie die das machen - das sind (meinem Eindruck nach) ja aber auch weniger Rezensionen sondern mehr Erlebnisberichte, da funktioniert das in meinen Augen eher. Ganz schlimm wurde es aber irgendwann bei "Sträter Bender Streberg". Weil die praktisch nur noch aufgezählt haben, was sie gesehen haben, aber ohne irgendwie darüber zu reden außer "war gut", "ging so", "naja". Weil es ja sonst irgendjemand was hätte verraten können. Seitdem hör ich die Herren nichtmehr.

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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Nachtfischer » 12. Nov 2018, 11:02

Hach, der Schlusspart der Folge hat mich als Prediger der intrinsischen Motivation natürlich gefreut. Mich hätte interessiert, wie Sebastian dort argumentiert hätte. Er hat sich ja nun schon eingie Male als "Fan" der extrinsischen Karotte geoutet. Aber eher unfreiwillig?

Und, schön, auch das Thema der Subjektivierung und der persönlichen Spielehistorie (bzw. Game Literacy) habt ihr mitverwurstet. Kam ja zuletzt auch hier im Forum wieder auf. :)

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Heretic
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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Heretic » 12. Nov 2018, 11:14

Stuttgarter hat geschrieben:
12. Nov 2018, 10:17
Ich denke tatsächlich, dass es einen guten Mittelweg braucht.
Ich würde behaupten, den guten Mittelweg gibt's bereits, er wird nur nicht entsprechend genutzt. Ich meine Testberichte + Meinungskästen. Der eigentliche Test ist oftmals eine Produktbeschreibung, der Infos zur Story, dem Gameplay und technische Details enthält. Das sind allesamt Infos, die heutzutage die wenigsten Spieler noch in epischer Breite brauchen. Dementsprechend sollte dieser Teil einer Rezension wesentlich kürzer ausfallen. Die Hauptkritik inklusive milder Spoiler sollte im Meinungskasten (oder ggfs. in mehreren Meinungskästen) stattfinden. Sind harte Spoiler vonnöten, könnte man diese in einem weiteren Extrakasten unterbringen. Dann kann jeder Leser selbst entscheiden, wieviel vom Spiel er im Vorfeld wissen möchte.

Die Sache mit den Spoilern ist halt nicht ganz einfach. Um beim obigen The Walking Dead-Beispiel zu bleiben: Ich kann gut damit leben, wenn ich zufällig mitbekomme, dass der Rick Grimes-Darsteller aus der Serie aussteigt. Eine genaue Beschreibung der Geschehnisse in der Serie würde ich hingegen weniger toll finden. Bei einem Spiel, mit dem ich 30, 40 oder mehr Stunden verbringe, möchte ich definitiv nicht vorher über überraschende Wendungen informiert werden.

drgonzo
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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von drgonzo » 12. Nov 2018, 13:15

Zum Thema Spoiler verlinke ich immer sehr gerne diese Glosse.

Bis auf den letzten Teil war diese Sonntagsfolge doch eher meh und bestand aus Dingen, die ich mir auch selbst angesichts der entsprechenden Berichterstattung denken kann und die von der Thematik doch eher in das Magazin gepasst hätten (Die Kapitelmarken sind wirklich hilfreich, danke dafür nochmal). Vielleicht wäre so etwas wie eine kreative Sommerpause hilfreich zur Regeneration und Reflexion. Auch kürzere Folgen sind keine Schande.
Zuletzt geändert von drgonzo am 12. Nov 2018, 22:41, insgesamt 1-mal geändert.

Rince81
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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Rince81 » 12. Nov 2018, 13:29

MitSchmackes! hat geschrieben:
12. Nov 2018, 07:49
Ich denke, die Leute sind einfach zu übersensibel geworden. Als ich letzte Woche auf Facebook geschrieben habe
SpoilerShow
"Was? Da machen die nen wochenlangen Hype um Ricks Ausstieg aus The Walking Dead und dann stirbt der Kerl nicht mal?"
habe ich direkt nen halben Shitstorm bekommen. Früher wurden so oder so ähnlich Gespräche über konsumierte Medien begonnen. Da gings doch auch! Ohne je einen Star Wars Film selbst gesehen zu haben, kann ich wahrscheinlich die Hälfte der Handlung rezitieren. :ugly:
Früher hat man aber auch Medien linear konsumiert. Wenn man dann über die letzte Folge von Folge XYZ gesprochen hat, dann hatte die meist jeder, der sich dafür interessiert gesehen, weil die eben gestern im Fernsehen lief. Und wer sich für interessierte, die Folge aber verpasst hatte, wollte wissen, was passiert ist um ohne Wissensnachteil in der nächsten Woche die nächste Folge sehen zu können. Das ist aber heute im Zeitalter von Mediatheken, Netflix und Co. aber völlig anders.

Und wenn du HEUTE meinst die Hälfte der handlung von Star wars rezitieren zu können ohne je einen Film gesehen zu haben würde ich knallhart schlussfolgern, dass dich Star Wars eigentlich nicht die Bohne interessiert, dir das daher völlig egal sein kann und ich unglaublich neugierig wäre, wie die Handlung deiner Meinung nach aussieht. :ugly:
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Neobone
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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Neobone » 12. Nov 2018, 13:41

IpsilonZ hat geschrieben:
11. Nov 2018, 15:03
Der red shirt guy hat sich trotzdem "wie n Arschloch" verhalten.
Sehe ich nicht so.
Er hat garantiert mehrere hundert Dollar oder gar mehr als tausend Dollar ausgegeben um dort vor Ort etwas neues von Diablo präsentiert zu bekommen und dabei glaube ich nicht mal das er ein Diablo 4 erwartete, sondern eher ein Diablo 2 remaster womit auch viele gerechnet haben.
Und dann bekommt er ein Diablo Mobile Game präsentiert auf am der wenigsten geliebten Spieleplattform zumindest unter PC Spielern.
Das das für Ihn wie ein schlechter Witz sein muss kann ich vollkommen nachvollziehen, gibt auch so gut wie kaum einen Spieler oder Journalisten im Netz der sein Verhalten als "wie ein Arschloch" beschreibt.
Ich finde dieser Bewertung liegt sowieso ein fundamentaler Irrtum zu Grunde.
Er hat ja dort nicht die Arbeit des Entwicklers selbst bewertet, sondern die Ankündigung dieses Spiels.
Das ist ja keine Entwicklerkonferenz sondern die Blizzcon von Blizzard und damit ist der Entwickler auf der Bühne erst mal der Vertreter von Blizzard und in diesem Fall sein einziger Ansprechpartner, der Fan kann ja kaum den CEO von Blizzard auf die Bühne zerren um Ihn diese Frage zu stellen.
Als Hardcorefan wird ihm bestimmt auch noch der Diablo Aprilscherz von Blizzard selbst in Erinnerung gewesen sein, als Blizzard Reaper of Souls zum 1.April als Mobile Game ankündigte, und sich damit sogar noch selbst über ein Diablo Mobile Spiel lustig gemacht hat.

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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von lnhh » 12. Nov 2018, 14:02

Neobone hat geschrieben:
12. Nov 2018, 13:41
IpsilonZ hat geschrieben:
11. Nov 2018, 15:03
Der red shirt guy hat sich trotzdem "wie n Arschloch" verhalten.
Sehe ich nicht so.
Er hat garantiert mehrere hundert Dollar oder gar mehr als tausend Dollar ausgegeben um dort vor Ort etwas neues von Diablo präsentiert zu bekommen und dabei glaube ich nicht mal das er ein Diablo 4 erwartete, sondern eher ein Diablo 2 remaster womit auch viele gerechnet haben.
Sehe ich auch nicht so. Vorallem da Blizzard 2014 genau diesen Joke selber gebracht hat.
1.4 Neues Mobile Diablo ha ha ha, was haben wir alle gelacht.
April April
https://us.diablo3.com/en/blog/13607363 ... 2-4-1-2014

Da kann man ihnen genau das auch nochmal vors Gesicht halten.
MMn war das nen Schlag ins Gesicht der haertesten Fans.
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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Stuttgarter » 12. Nov 2018, 14:07

Neobone hat geschrieben:
12. Nov 2018, 13:41

Er hat garantiert mehrere hundert Dollar oder gar mehr als tausend Dollar ausgegeben um dort vor Ort etwas neues von Diablo präsentiert zu bekommen und dabei glaube ich nicht mal das er ein Diablo 4 erwartete, sondern eher ein Diablo 2 remaster womit auch viele gerechnet haben.
Und dann bekommt er ein Diablo Mobile Game präsentiert auf am der wenigsten geliebten Spieleplattform zumindest unter PC Spielern.
a) berechtigt ihn das Geld, das er ausgegeben hat, nicht dazu, Dinge einzufordern, die niemals so angekündigt waren.
b) hat er "etwas neues von Diablo präsentiert bekommen".

Mag ja sein, dass die Erkenntnis, "Oh Blizz entwickelt gar nicht nur für mich Spiele?" in dem Moment echt hart und vernichtend war. Aber dann sollte er lieber seine eigene Naivität in Frage stellen als den Entwickler vorn auf der Bühne.

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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Soulaire » 12. Nov 2018, 14:11

gibt ein Interview mit dem Red-Shirt Guy auf Youtube wo er sehr reflektiert wirkt....

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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von JanTenner » 12. Nov 2018, 14:17

Mir hat die Folge sehr gut gefallen. Sowas könnt ihr gerne regelmäßiger machen, vielleicht alle 2 Monate oder so.

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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Neobone » 12. Nov 2018, 14:29

Stuttgarter hat geschrieben:
12. Nov 2018, 14:07
a) berechtigt ihn das Geld, das er ausgegeben hat, nicht dazu, Dinge einzufordern, die niemals so angekündigt waren.
b) hat er "etwas neues von Diablo präsentiert bekommen".
a) berechtigt es ihn eine solche Frage zu stellen, er ist schliesslich in einem Q&A.
b) Ja aber nicht für PC.
Wenn die Blizzardmitarbeiter nicht völlig den Verstand verloren haben, wussten sie ganz genau welche Zielgruppe sie da vor sich haben und welche Zielgruppe sie dort mit einer Diablonews anködern.
Wenn man einer Zielgruppe Neuigkeiten zu ihrem Produkt verspricht, dann aber etwas präsentiert was für eine ganz andere Zielgruppe relevant ist, dann braucht man sich über solch einen Gegenwind nicht wundern und dieser ist dann meiner Meinung nach auch berechtigt.
Vor allen Dingen wenn man die Leute dafür auch noch kräftig zahlen lässt.

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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Naitomea » 12. Nov 2018, 18:03

MitSchmackes! hat geschrieben:
12. Nov 2018, 07:49
Wer das nicht haben möchte, liest/hört eben keine Rezensionen. So einfach ist das doch?
Bringt einem aber nichts, wenn dann irgendein Mensch in nem Thread zu nem Thema ohne Sinn rumspoilert, das nicht ansatzweise was mit dem Threadthema zu tun hat.
Mit dieser Taktik wirst du sicherlich nicht mehr Akzeptanz für Spoiler erreichen ^^

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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von IpsilonZ » 12. Nov 2018, 18:43

Neobone hat geschrieben:
12. Nov 2018, 14:29
Stuttgarter hat geschrieben:
12. Nov 2018, 14:07
a) berechtigt ihn das Geld, das er ausgegeben hat, nicht dazu, Dinge einzufordern, die niemals so angekündigt waren.
b) hat er "etwas neues von Diablo präsentiert bekommen".
a) berechtigt es ihn eine solche Frage zu stellen, er ist schliesslich in einem Q&A.
b) Ja aber nicht für PC.
Wenn die Blizzardmitarbeiter nicht völlig den Verstand verloren haben, wussten sie ganz genau welche Zielgruppe sie da vor sich haben und welche Zielgruppe sie dort mit einer Diablonews anködern.
Wenn man einer Zielgruppe Neuigkeiten zu ihrem Produkt verspricht, dann aber etwas präsentiert was für eine ganz andere Zielgruppe relevant ist, dann braucht man sich über solch einen Gegenwind nicht wundern und dieser ist dann meiner Meinung nach auch berechtigt.
Vor allen Dingen wenn man die Leute dafür auch noch kräftig zahlen lässt.
zu a) sind wir uns aber schon einig, dass das keine ehrliche Frage war sondern ein Statement, oder? Er hat nicht ernsthaft die Frage gestellt mit der Erwartung, dass da eventuell jemand sagt "ach, mensch. Jetzt hast du uns aber drangekriegt. Nagut, hier ist der echte Diablo 4 Trailer".

Dass es irgendwie emotional nachvollziehbar sein mag, heißt ja nicht, dass er sich nicht trotzdem wie ein Arschloch verhalten hat. Er hat halt zwei Leute auf der Bühne vorgeführt, die wahrscheinlich nur die Überbringer der schlechten Nachricht waren. Ich unterstelle ihm einfach mal die ganze Absicht dieser Frage war, die beiden da oben dumm da stehen zu lassen. Kann man das emotional nachvollziehen? Vielleicht. Arschlochverhalten kann man mit Sicherheit immer irgendwo begründen, ändert aber an der Arschlochhaftigkeit selbst nichts.

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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] » 12. Nov 2018, 20:21

Ich sehe das mit Remaster/Remakes/Reirgendwas recht pragmatisch: Genauso wie Filme für neue Medien immer neu herausgebracht werden (VHS, DVD, BluRay, Digital) werden auch Spiele für neue Konsolengenerationen herausgebracht. Warum auch nicht ein Film oder ein Spiel in der bestmöglichen Variante erleben können? In manchen Fällen gilt ja sogar, dass man sie dadurch überhaupt erst wieder erleben kann. Ich sehe da jedenfalls nichts Negatives darin.

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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] » 12. Nov 2018, 20:32

MitSchmackes! hat geschrieben:
12. Nov 2018, 07:49
Boah, ich hasse Spoilerangst. Habt ihr mal Insert Moin gehört? Wie da minutenlang künstlich um den heißen Brei geredet wird um ja keine Spoiler zu verwenden? Wo man sich denkt "Nenn doch das Kind beim Namen"? Das ist fürchterlich. Die Rezension von Medien bedingt es eben zu argumentieren. Wer das nicht haben möchte, liest/hört eben keine Rezensionen. So einfach ist das doch?

Ich denke, die Leute sind einfach zu übersensibel geworden. Als ich letzte Woche auf Facebook geschrieben habe
SpoilerShow
"Was? Da machen die nen wochenlangen Hype um Ricks Ausstieg aus The Walking Dead und dann stirbt der Kerl nicht mal?"
habe ich direkt nen halben Shitstorm bekommen. Früher wurden so oder so ähnlich Gespräche über konsumierte Medien begonnen. Da gings doch auch! Ohne je einen Star Wars Film selbst gesehen zu haben, kann ich wahrscheinlich die Hälfte der Handlung rezitieren. :ugly:
Der Spoiler war vollkommen unnötig und reine Provokation. Verwarnung.

(Ich habe außerdem den Spoiler-Tag reineditiert)

Legoli12
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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Legoli12 » 12. Nov 2018, 20:54

IpsilonZ hat geschrieben:
12. Nov 2018, 18:43
Neobone hat geschrieben:
12. Nov 2018, 14:29
Stuttgarter hat geschrieben:
12. Nov 2018, 14:07
a) berechtigt ihn das Geld, das er ausgegeben hat, nicht dazu, Dinge einzufordern, die niemals so angekündigt waren.
b) hat er "etwas neues von Diablo präsentiert bekommen".
a) berechtigt es ihn eine solche Frage zu stellen, er ist schliesslich in einem Q&A.
b) Ja aber nicht für PC.
Wenn die Blizzardmitarbeiter nicht völlig den Verstand verloren haben, wussten sie ganz genau welche Zielgruppe sie da vor sich haben und welche Zielgruppe sie dort mit einer Diablonews anködern.
Wenn man einer Zielgruppe Neuigkeiten zu ihrem Produkt verspricht, dann aber etwas präsentiert was für eine ganz andere Zielgruppe relevant ist, dann braucht man sich über solch einen Gegenwind nicht wundern und dieser ist dann meiner Meinung nach auch berechtigt.
Vor allen Dingen wenn man die Leute dafür auch noch kräftig zahlen lässt.
zu a) sind wir uns aber schon einig, dass das keine ehrliche Frage war sondern ein Statement, oder? Er hat nicht ernsthaft die Frage gestellt mit der Erwartung, dass da eventuell jemand sagt "ach, mensch. Jetzt hast du uns aber drangekriegt. Nagut, hier ist der echte Diablo 4 Trailer".

Dass es irgendwie emotional nachvollziehbar sein mag, heißt ja nicht, dass er sich nicht trotzdem wie ein Arschloch verhalten hat. Er hat halt zwei Leute auf der Bühne vorgeführt, die wahrscheinlich nur die Überbringer der schlechten Nachricht waren. Ich unterstelle ihm einfach mal die ganze Absicht dieser Frage war, die beiden da oben dumm da stehen zu lassen. Kann man das emotional nachvollziehen? Vielleicht. Arschlochverhalten kann man mit Sicherheit immer irgendwo begründen, ändert aber an der Arschlochhaftigkeit selbst nichts.
Um ehrlich zu sein sehe ich nicht was an dem Verhalten des "red shirt guy" Arschlochhaft gewesen sein soll.
Ob das nun eine Frage oder ein Statement ist, ist wohl Ansichtssache denn wie bereits erwähnt wurde hat Activision Blizzard sowas bereits solche falschen Ankündigungen bereits vorher gebracht insbesondere in diesem Kontext. (Siehe dazu den Beitrag von Inhh)
Auf jeden fall ist festzuhalten, dass der Präsentator ja nicht auf der Bühne als Einzelperson, sondern als Repräsentant von Activision Blizzard, auf der Bühne stand.
Somit sehe ich es als legitim sie stellvertretend für den Konzern vorzuführen.
Aus meiner Perspektive ist die Frage genauso berechtigt wie die eines anderen Fans nach einer PC Portierung, auf welche mit einer Verneinung reagiert und diese mit massiven Buhrufen des Publikums quittiert wurde.
Weiterhin halte ich die jetztige Ausrede von Activision Blizzard für fadenscheinig.
Activision Blizzard genau wusste wer anwesend sein würde, womit für mich leider nur eine sehr zynische Lesweise bleibt:
Sie waren der Meinung, dass die Hardcore Fans das Schlucken werden, weil es ja von Blizzard kommt (Den andere werden dort nicht sein bei den Ticketpreisen)
Daher gilt in meinen Augen nur bedingt das "don't shoot the messenger"-Prinzip.
Zum Abschluss möchte ich jetzt noch einmal Jim Sterlings neustes Video paraphrasieren:
Activision Blizzard erntet jetzt was sie und andere Publisher vor Jahren mit der engen Bindung an die Marken und Universen und dem in den letzten Jahren vernichteten Vertrauen gesät haben.

P.S. Der Aktienkurs von Activision Blizzard ist übrigens um 10€ einsackt als die Reaktionen auf Diablo Immortals laut wurden, damit ist der Aktienkurs seit Oktober um ca. 1/3 gefallen.

P.P.S. Hier noch der Link zum paraphrasierten Video: https://www.youtube.com/watch?v=LCGx_tFHIvw
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam. - Cato der Ältere
(Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.)

Raptor 2101
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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von Raptor 2101 » 12. Nov 2018, 21:17

IpsilonZ hat geschrieben:
12. Nov 2018, 18:43
zu a) sind wir uns aber schon einig, dass das keine ehrliche Frage war sondern ein Statement, oder? Er hat nicht ernsthaft die Frage gestellt mit der Erwartung, dass da eventuell jemand sagt "ach, mensch. Jetzt hast du uns aber drangekriegt. Nagut, hier ist der echte Diablo 4 Trailer".
Sind wir uns da so einig? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass er die Frage aus tiefster Überzeugung ernst gemeint hat, weil er nicht glauben wollte, dass er dafür gerade seine Zeit und Geld geopfert hat.

Was mir an der ganzen Diskussion auffällt: in welcher (besseren) Welt lebt ihr? Und wie komm ich da hin? Ironi und Sarkasmus bei Seite. In einer Welt in der so eine Frage als "so nicht zu äußernde Kritik" (egal ob berechtigt oder nicht) gilt möchte ich auch mal Leben. Ich darf mir jede Woche mehrfach in gerichtsverwertbarer Form anhören wie Unfähig, Überteuert, Unbrauchbar usw. die Arbeit von meinen Kollegen und mir ist. Ist der "Gegenüber" für mich ein Arschloch? Nein! Er ist ein Kunde, frustriert bestimmt, aber immer noch Kunde. Die Situation deeskaliert man und geht danach mit dem Menschen einen Kaffee trinken und dann "Back to Topic"

Zum Vorwurf das Blizzard da seine Mitarbeiter verheizt hat bzw. dass der falsche Baum war: das waren, der Ankündigung nach eher Leute die in einem kreativen Team eher eine hervorgehobene Position haben. Zusätzlich wurden sie als Repräsentanten da hin geschickt (und ganz augenscheinlich) auch für diese Aufgabe gebrieft. In dem Moment vertreten sie die Entität Blizzard. So kenne ich es zu mindestens von deinen meisten Größeren Unternehmen mit Kundenkontakt ... Wenn solche Menschen bei solchen Fragen schon Probleme bekommen sollten, machen sie ihren Job nicht sonderlich lange (oder brauchen zeitnah professionelle Betreuung). Ich weiß nicht wie es bei Blizzard ist, aber in den Kreativen Teams in denen ich arbeite (oder die ich kenne), fliegen ab und zu die Fetzen (bei einigen auch im Wochentakt), wenn Worte nicht weiter helfen, kommen Schaumstoffgeschosse zum Einsatz. Und diese Diskussionskultur wird auch "eingefordert". Lieber einen Menschen, der leidenschaftlich für "seine Sache" eintritt, als dass er heimlich lächelnd ins Messer laufen lässt.

Fazit: nein eigentlich will doch nicht in einer Welt leben, in der "Red Shirt Guy" als "Arschloch" kategorisiert und seine Kritik als "in der falschen Form" abgetan wird. Streitkultur ist wichtig und diese Form ist noch weit weg von toxisch.

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Re: Runde #188: Ein teuflischer Shitstorm

Beitrag von IpsilonZ » 12. Nov 2018, 22:50

Raptor 2101 hat geschrieben:
12. Nov 2018, 21:17
IpsilonZ hat geschrieben:
12. Nov 2018, 18:43
zu a) sind wir uns aber schon einig, dass das keine ehrliche Frage war sondern ein Statement, oder? Er hat nicht ernsthaft die Frage gestellt mit der Erwartung, dass da eventuell jemand sagt "ach, mensch. Jetzt hast du uns aber drangekriegt. Nagut, hier ist der echte Diablo 4 Trailer".
Sind wir uns da so einig? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass er die Frage aus tiefster Überzeugung ernst gemeint hat, weil er nicht glauben wollte, dass er dafür gerade seine Zeit und Geld geopfert hat.

Was mir an der ganzen Diskussion auffällt: in welcher (besseren) Welt lebt ihr? Und wie komm ich da hin? Ironi und Sarkasmus bei Seite. In einer Welt in der so eine Frage als "so nicht zu äußernde Kritik" (egal ob berechtigt oder nicht) gilt möchte ich auch mal Leben. Ich darf mir jede Woche mehrfach in gerichtsverwertbarer Form anhören wie Unfähig, Überteuert, Unbrauchbar usw. die Arbeit von meinen Kollegen und mir ist. Ist der "Gegenüber" für mich ein Arschloch? Nein! Er ist ein Kunde, frustriert bestimmt, aber immer noch Kunde. Die Situation deeskaliert man und geht danach mit dem Menschen einen Kaffee trinken und dann "Back to Topic"

Zum Vorwurf das Blizzard da seine Mitarbeiter verheizt hat bzw. dass der falsche Baum war: das waren, der Ankündigung nach eher Leute die in einem kreativen Team eher eine hervorgehobene Position haben. Zusätzlich wurden sie als Repräsentanten da hin geschickt (und ganz augenscheinlich) auch für diese Aufgabe gebrieft. In dem Moment vertreten sie die Entität Blizzard. So kenne ich es zu mindestens von deinen meisten Größeren Unternehmen mit Kundenkontakt ... Wenn solche Menschen bei solchen Fragen schon Probleme bekommen sollten, machen sie ihren Job nicht sonderlich lange (oder brauchen zeitnah professionelle Betreuung). Ich weiß nicht wie es bei Blizzard ist, aber in den Kreativen Teams in denen ich arbeite (oder die ich kenne), fliegen ab und zu die Fetzen (bei einigen auch im Wochentakt), wenn Worte nicht weiter helfen, kommen Schaumstoffgeschosse zum Einsatz. Und diese Diskussionskultur wird auch "eingefordert". Lieber einen Menschen, der leidenschaftlich für "seine Sache" eintritt, als dass er heimlich lächelnd ins Messer laufen lässt.

Fazit: nein eigentlich will doch nicht in einer Welt leben, in der "Red Shirt Guy" als "Arschloch" kategorisiert und seine Kritik als "in der falschen Form" abgetan wird. Streitkultur ist wichtig und diese Form ist noch weit weg von toxisch.
Also ich "lebe in einer Welt" in der man natürlich Kritik äußern kann ohne dass ich das als arschlochiges Verhalten bezeichnen würde. Ich lebe aber auch in einer Welt, in der Kritik keine passiv-aggressives Statement in Form einer solchen "Frage" ist. Dass du dir so etwas häufig anhören musst und er für dich trotzdem kein Arschloch aber ein Kunde ist, ist zwar löblich aber ja, für mich ist das trotzdem noch n scheiß Verhalten.

Ich weiß aber auch nicht ob wir von ganz verschiedenen Punkten da rangehen. Wie gesagt, kann ich es ja verstehen, wenn man sich mal kacke benimmt. Ich hab auch meine passiv-aggressiven Momente und hab bestimmt auch schon oft genug in verschiedenen Formen gefragt, ob jemand mich verarschen will. Aber dann muss ich mich auch nicht wundern, wenn jemand mir sagt, dass das grad ziemlich arschlochig von mir war. Gerade wenn ich es vor ner großen, versammelten Mannschaft (bzw. vor Publikum) gemacht hab.

Und dass diese Leute eine gehobene Position haben ändert für mich recht wenig, da diese Entscheidung sicher trotzdem nicht bei ihnen lag sondern weiter oben. Und auch hier muss ich sagen, egal ob sie vorher gut vorbereitet gebrieft wurden oder ob sie nichtsahnend da hingeschickt wurden, es ändert für mich nichts an der Aktion an sich.

Aber ich will mich jetzt auch nicht in einer langen Diskussion über Begrifflichkeiten verheddern. Ich fand halt die Bezeichnung durchaus gerechtfertigt und bei allem Ärger fänd ich es zumindest erstrebenswert sich nicht zu solchen Reaktionen hinreißen zu lassen.


Apropos sind Blizzard nicht die einzigen die es schaffen können das Publikum derartig gegen sich aufzubringen. :D Valve hat aber anscheinend den Vorteil, dass die Hoffnungen bei den Fans doch relativ niedrig sind und dementsprechend der Ärger schnell wieder verpufft war.
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