Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

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DexterKane
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von DexterKane »

@Sebastian

Erstmal finde ich super, dass Du Dir da die Arbeit machen willst.

Allerdings finde ich in die Stichprobe hier problematisch. Als jemand, der sich ALLE diese Filme ansieht, denke ich, ihr habt mit dem ersten Avengers und Logan gleich 2 Filme, die bei vielen Leuten im oberen Fünftel landen würden. Die sind mMn zwar kein hochgeistiger Cineastentraum, aber sehr, sehr gutes Unterhaltungskino. Black Panther ist in Hinsicht wohl tatsächlich überschätzt, ist aber aufgrund der aktuellen politischen Situation extrem zeitgeistig, was wohl in gewisser Weise zumindest die US Wertungen erklärt.

Ebenso ist es ja durchaus nicht so, dass alle Superheldenfilme durch die Bank gut weg kommen. Man vergleiche: BvS: Martha of Justice (Metacritic 44), Justice League (Metacritic 45), X-Men Apocalipse (Metacritic 52), oder, um auch was von Marvel dabeizuhaben, Iron Man 2(Metacritic 57).
Es gibt also durchaus Indikatoren, dass die Unterscheidung zwischen gutem und schlechten Blockbusterkino funktioniert, eventuelle Ausreißer können da natürlich immer vorkommen.

Und ob ich unter Episode 7 tatsächlich meine ungeschönte Meinung geschrieben hätte statt ein "Die Fans werden ihn lieben"?
Sich den ganzen Scheiß mit amoklaufenden Fans antun, für den Fuffi, den man als Freier Autor kriegt?
Ist eventuell auch zu berücksichtigen...
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Soulaire
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Soulaire »

man muss aber festhalten, dass sich Portale wie IMDb und Rotten Tomatoes über die letzten Jahre sehr stark gewandelt haben. Vor einigen Jahren war es beispielsweise noch undenkbar, dass es fast jeder Marvel-Film in die Top250 bei IMDb schaffen würde. Und bei aller Liebe, aber die Marvel-Filme haben in den letzten Jahren nicht unbedingt an Qualität hinzugewonnen.
Es wurden mMn auch immer Kritiker wie Roger Ebert mehr wertgeschätzt, weil sie eben kritischer diesbezüglich waren.
Ich bevorzuge Portale wie LetterboxD, wo es wahrscheinlich kein einziger Marvel-Film in die Top1000 geschafft hat,weil es ganz einfach meinen Filmgeschmack besser trifft.

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DexterKane
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von DexterKane »

Absolut, Imdb sind allerdings auch Userwertungen, damit quasi Popularitätswertungen und damit, ähnlich wie die MTV-Movie-Awards, oder der Bravo-Otto (gibt's den noch?) schon aus Prinzip für'n Arsch. ;)

Ich gebe Dir aber völlig recht, dass die größere Verbretung von Imdb für die vergebenen Wertungen schädlich war. Anderseits war das für mich schon immer mehr eine "Ach scheiße, woher kenn ich den Schauspieler noch mal? ARGH!" Geschichte.

Trotzdem denke ich auch, dass das nur ein Effekt von vielen ist, man darf auch nicht vergessen, dass die Prä MCU Marvel Filme halt häufig noch deutlich schlechter als selbst die generischsten neuen waren. Erinnerst Du Dich noch an Daredevil, Elektra, den Ang Lee Hulk, den Thomas Jane Punisher?

Da guck ich lieber zweimal The Dark World (den für mich schlechtesten MCU Film), als einen von denen. :D
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Sebastian Solidwork
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Sebastian Solidwork »

DexterKane hat geschrieben:
8. Nov 2018, 16:21
@Sebastian

Erstmal finde ich super, dass Du Dir da die Arbeit machen willst.
Ich war wohl etwas zu ambitioniert, ich werde das Lesen vieler Texte nicht so schnell hin bekommen. :(
Ich bin nicht begeistert mich auf die Zahlen zu verlassen, aber es ist gerade das einfachste. Immerhin scheinen sie einen groben Indikator zu geben.
DexterKane hat geschrieben:
8. Nov 2018, 16:21
Allerdings finde ich in die Stichprobe hier problematisch. Als jemand, der sich ALLE diese Filme ansieht, denke ich, ihr habt mit dem ersten Avengers und Logan gleich 2 Filme, die bei vielen Leuten im oberen Fünftel landen würden. Die sind mMn zwar kein hochgeistiger Cineastentraum, aber sehr, sehr gutes Unterhaltungskino. Black Panther ist in Hinsicht wohl tatsächlich überschätzt, ist aber aufgrund der aktuellen politischen Situation extrem zeitgeistig, was wohl in gewisser Weise zumindest die US Wertungen erklärt.

Ebenso ist es ja durchaus nicht so, dass alle Superheldenfilme durch die Bank gut weg kommen. Man vergleiche: BvS: Martha of Justice (Metacritic 44), Justice League (Metacritic 45), X-Men Apocalipse (Metacritic 52), oder, um auch was von Marvel dabeizuhaben, Iron Man 2(Metacritic 57).
Ich hatte bei The Avengers mit Metacritic 69 und Logan mit Metacritik 77 schon nicht gerade den Eindruck, dass sie durch die Bank angekommen sind. Oder wie sind diese Zahlen zu bewerten?
DexterKane hat geschrieben:
8. Nov 2018, 16:21
Es gibt also durchaus Indikatoren, dass die Unterscheidung zwischen gutem und schlechten Blockbusterkino funktioniert, eventuelle Ausreißer können da natürlich immer vorkommen.
Das ist ja gerade meine These und bestärkt mir darin. :)
Danke, dass du hier deine Kompetenz beisteuerst.
DexterKane hat geschrieben:
8. Nov 2018, 16:21
Und ob ich unter Episode 7 tatsächlich meine ungeschönte Meinung geschrieben hätte statt ein "Die Fans werden ihn lieben"?
Sich den ganzen Scheiß mit amoklaufenden Fans antun, für den Fuffi, den man als Freier Autor kriegt?
Ist eventuell auch zu berücksichtigen...
Das mag natürlich auch noch hinzu kommen.

Und in Rottentomate sehe ich keinen Bewertungsmaßstab der hier nützlich ist.

Stuttgarter hat das hier treffend geschrieben:
Stuttgarter hat geschrieben:
11. Nov 2018, 20:13
Nunja, zum einen beziehe ich mich mit meiner Argumentation auf einiges, was vor allem Jochen auch immer wieder an Spielerezensionen kritisiert (letztlich kommt daher ja auch das Phänomen, dass es keine schlechte Rezension zu "Witcher3" gibt - wohingegen Du zu jedem anderen gefeierten Kultur-Meilenstein mindestens einen Kritiker finden wirst, der sagt, "Ich finds doof"), zum anderen kenne ich kein einziges deutschsprachiges Spiele-Magazin, das das Wort "Kritik" oder "Rezension" verwendet. Die allermeisten benutzen das Wort "Test". The Pod immerhin "Wertschätzung", um damit zu signalisieren, dass sie sich vom ursprünglichen Rumgeteste doch abheben wollen (und das ja auch tun).
Auch (vermeintlich?) objektive gute Kriterien nützen nur demjenigen etwas, dessen Geschmack sie treffen. Letztlich geht es um Geschmack (und ein bisschen mehr) und damit sehe ich jeglichen objektiven Vergleichsmaßstab als hinfällig.

Ich kann ja grundsätzlich nichts dagegen haben, wenn Mainstream-Journalisten von Mainstream-Medien begeistert sind.
Nur verglichen mit dem Film, sind mir die Spiele-Journalisten hier zu wenig differenziert. Welcher Film wurde den so in die Höhe gelobt, schon halb beworben, wie RDR2? Es mag seine Stärken habe, ab gepolisht scheint es nicht zu sein.
Und generell sehe ich bei Spielen deutlich weniger kritische Stimmen. Es gibt eine große, dominanten Masse an Mainstream-Journalisten. Und kritischen Stimmen Teil das Schicksal der Indie-Entwickler kaum beachtet zu werden. (Nicht, dass sie jetzt führend sein sollten, aber im Film werden sie deutlich mehr beachtet)
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DexterKane
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von DexterKane »

Sebastian Solidwork hat geschrieben:
12. Nov 2018, 09:40

Ich hatte bei The Avengers mit Metacritic 69 und Logan mit Metacritik 77 schon nicht gerade den Eindruck, dass sie durch die Bank angekommen sind. Oder wie sind diese Zahlen zu bewerten?
Das ist eine Falle, in die man leicht tappt, wenn man durch die Spielepresse „verseucht“ wurde.
Da Kinokritiker in der Regel mit 10 Systemen arbeiten, sind die Wertungen weit weniger inflationär und gleichen eher der „grünen Wiese Wertung“

Mein Eindruck ist, dass eine 7/10 bzw. 3,5/5 schon einem guten bis sehr guten Film vorbehalten wird.
8 bzw. 4 ist für absolute Topptitel und 9(4,5) für den Film des Jahres vorbehalten.
10 bzw. 5 gibt man eigentlich gar nicht, dann hätte der Film ja keine Schwächen.
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Sebastian Solidwork
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Sebastian Solidwork »

Danke DexterKane für die Aufklärung.
Dann fällt dieses Mittelfeld raus.

@Andre Was sagst du zu den weiteren Erläuterungen?
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Andre Peschke
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Re: Red Dead Redemption 2

Beitrag von Andre Peschke »

Sebastian Solidwork hat geschrieben:
12. Nov 2018, 12:52
@Andre Was sagst du zu den weiteren Erläuterungen?
Ich habe das mal in einen separaten Thread ausgelagert, so gut es ging.

Es wäre vermutlich gut, wenn du mal deine These nochmal klar zusammenfasst, damit wir alle wissen, worüber wir sprechen. Ist es, dass die Presse bzgl. der Rezensionen anderer Medien (Film etc) weniger "hyped", als die Spielepresse? So hatte ich das verstanden.

Da würde ich jetzt grundsätzlich nichtmal sagen, dass es mir sofort total unwahrscheinlich vorkommt, als These. Nur glaube ich nach wie vor, dass hier ein wirklicher Nachweis nicht vorgelegt wurde. Selbst wenn wir innerhalb der gleichen Plattform (Metacritic) die Scores vergleichen, bleiben viele Fragen offen. zB:


- Im Spielebereich ist die 100er-Wertung weit verbreitet. Im Filmbereich gibt es sie meinem Eindruck nach sehr selten. Stattdessen viele 5er-Systeme. Wenn Metacritic eine 4/5 als 80/100 wertet und eine 3/5 als 60/100 ist es mathematisch logisch, dass die Film-Reviewer schnell erheblich kritischer in ihren Durchschnittswertungen abschneiden - aber es ist vielleicht nur Ausdruck der zum Einsatz kommenden / vorherrschenden Wertungssysteme.

- Die Kosten von Spielen und Filmen sind sehr unterschiedlich - gerade bei AAA Spielen. Vielleicht gibt es, wegen der geringeren Kosten, auch einfach viel, viel mehr Film-Magazine als Spielemagazine? Und vielleicht gibt es dadurch auch viel mehr erfolgreiche Nischen-Filmmagazine, die nicht den Mainstream anpeilen und entsprechend in ihren Wertungen viel stärker variieren?

- Gibt es weitere besonderheiten der Spielepresse, die sich auf den Metascore auswirken? Beispielsweise gibt es von IGN ja Ableger in aller Welt: IGN Deutschland, Brasilien, USA etc. Ich vermute (nicht geprüft), jedes dieser IGNs fließt mit einer eigenen Wertung in den Metascore ein. Macht einerseits Sinn, weil jedes eine eigene Redaktion stellt, die unabhängig voneinander Wertungen vergeben. Aber vllt. gibt es gleichzeitig übergreifende IGN-Wertungsmaßstäbe / ein IGN-Wertungssystem, dass diese Beurteilungen ein wenig "normt". Wenn sowas eine strukturelle Besonderheit der Spielepresse wäre, würde sie sich ggf. auf den Metascore auswirken.

- Selbst wenn wir feststellen könnten und würden, dass Filmkritiker im Schnitt niedriger werten als Spielepresse: Wir müssten noch die "gefühle Wertung" einbeziehen. Was ich damit meine ist: Mal angenommen, wenn die GameStar eine 60 gibt, lesen das ihre Nutzer als "Shit". Lesen die User von Filmmagazin XY eine 6/10 (oder 3/5) auch als "Shit"? Ich bin bekanntermaßen kein Fan der Wertungsinflation und man kann natürlich einfach sagen "Pech gehabt", wenn Magazine Wertungen vergeben, die nur hoch aussehen, aber eigentlich nicht hoch gemeint sind. Aber wenn wir eine Aussage darüber treffen wollen, ob eine Gruppe von Rezensenten nun wirklich kritisch ist (vom Denkmuster her, nicht allein anhand der objektivierbaren Zahlenwerte), müsste man das berücksichtigen.

Würde also nach wie vor sagen: Die Sache ist weniger eindeutig, als sie scheint. IMO.

Andre

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echtschlecht165
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von echtschlecht165 »

Sollte man nicht für verschiedene Spielegenres verschiedene Bewertungsschwerpunkte haben?

Zuallererst sollte man die Spiele in mal in Genreschubladen zwängen, um sie dann untereinander mit ihren Schubladenkollegen zu vergleichen.
Es bringt z.b. nix, bei einem Forza Horizon die Story, die nur ein Gerüst ist, zu bekritteln. (was aber die Gamestar gemacht hat).

Aktuell RDR würde ich als Openword Actionspiel kategoriesieren, und damit in eine Schublade zusammen mit Horizon: Zero Dawn, GTA, Tomb Raider, Watch Dogs usw. stecken.
Für diese Spiele nimmt man dann als Schwerpunkte: Grafik, Lebendigkeit der OW, Soundkulisse, Story, Gameplayabwechslung, Questdesign usw.
Darüber lässt sich ja diskutieren.

Bei Walking Sims braucht man nicht übers Gameplay reden, dafür muss sich die Story mit anderen Schubladenkollegen messen. AUch Grafik, Athmosphäre sind wohl eher wichtig bei diesen Games,oder? (Keine Ahnung, ich spiele die nicht :-) )

Bei Strategiegames (die wiederum unterteilt werden können in Aufbau, Echtzeit, Runde usw) ist lesbarkeit, Verständlichkeit, Spieltiefe, funktionalität der Mechaniken, wichtiger als Story und Grafik.

Sandboxgames haben wieder andere Schwerpunkte, die noch auszudiskutieren wären.

Und irgendwelche Exoten, die sich nirgends einordnen lassen, und ihre eigene Schublade bilden wird es immer geben, aber dort kann man ja den Schwerpunkt auf originalitäat des Konzepts setzen.

Aber das wär mal ein Anfang. Natürlich muss man von Vornherein mal die Schubladen und die darin erforderlichen Ansprüche und Schwerpunkte definieren. Das wäre eine eigene Diskussion und einen Thread wert (Ich mag Schubladen)
Aber wenn man die mal definiert hat, sollte es möglich sein, neben der Subjektiven Wertung, die bei Medien natürlich wichtig ist, auch objektiv wichtige Aspekte des Spiels zu vergleichen.
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limericks
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von limericks »

@echtschlecht165
Ich hab den Eindruck dass Spiele schon längst so beurteilt werden, auch wenn es in der Review dann nicht so deutlich formuliert wird.

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echtschlecht165
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von echtschlecht165 »

Zumindest bei den grossen hab ich diesen Eindruck eben nicht, sonst würden so Perlen wie "fehlende Story" in forza horizon nicht entstehen :| :ugly:
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echtschlecht165
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von echtschlecht165 »

goschi hat geschrieben:
13. Nov 2018, 12:51
Es ist aber rechtens die fehlende Story in einem Forza Horizon 4 benannt wird, vor allem weil das Spiel selbst sich zu Beginn noch gebärdet, als hätte es eine.
Ob es dann in die Wertung einfliesst, ist ein anderes Thema.
Gerade beim mittlerweile aktuellen Wertungskasten der Gamestar tut es das nicht, es sind einfach erwähnenswerte Pro/Contras.
Wenn dann sollte das die Berwetung eher erhöhen :-D

Spass beiseite:
Etwas Transparenz wäre bei den Berwertungen erstrebenswert. Selbst wenn es, wie limericks sagte, schon soetwas gibt, würde ich als Leser irtgendwo gerne Einblick haben, nach welchen Maßstäben Game XY bewertet wurde.
Deshalb gehört soeine Auflistung, wie ich es vorhin meinte, öffentlich gemacht. Bei den großen Testmagazinen sehe ich irgendwie keine Linie. Da gehts nur noch um Hype oder kein Hype.

Denn soviele unnötige Mechaniken, die schlecht gebalanced oder fürs Spiel eigentlich unnötig und nur aufgesetzt sind, RDR 2 besitzt, dürfen normal diese Fantasiewertungen nicht zulassen.
Abgfesehen davon bekommen seit Jahren nur noch 2 Arten von Spielen Traumwertungen:

1. OpenworldcraftingstealthepicCollectiblesRPGelementeactiongames
2. Indiegames mit Pixelgrafik :ugly:

Ein Strategiegame heute kann alles richtig machen, wird aber niemals diese Sphären erreichen können wie ein RDR2 dass vieles falsch macht , aber halt ein Spiel der ersten Kategorie ist.
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limericks
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von limericks »

Wobei ich eine 9/10 für RDR2 schon gerechtfertigt finde. Obs im Prozentsystem eine 98 oder 94 sein muss, darüber lässt sich streiten, aber dann diskutiert man um einstellige Prozentwerte und versucht da, Objektivität reinzubringen die nicht existieren muss weil es sich um Kunst und persönliche Vorlieben handelt.

Da seh ich oft den Sinn und Zweck der Debatte nicht mehr.

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Andre Peschke
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von Andre Peschke »

limericks hat geschrieben:
13. Nov 2018, 13:49
Wobei ich eine 9/10 für RDR2 schon gerechtfertigt finde. Obs im Prozentsystem eine 98 oder 94 sein muss, darüber lässt sich streiten, aber dann diskutiert man um einstellige Prozentwerte und versucht da, Objektivität reinzubringen die nicht existieren muss weil es sich um Kunst und persönliche Vorlieben handelt.
Die Diskussion geht da ja nicht um die Prozentwerte, sondern um den Vergleich. Wenn RDR 2 die beste Wertung bekommen hat, die ein Magazin je vergab (oder eines von nur einer Handvoll Titel ist, die je eine so hohe Wertung bekommen haben), dann ist ein Blick auf die Verhältnismäßigkeit unausweichlich. Das dann oft Äpfel und Birnen verglichen werden, ist natürlich ein durchgehendes Problem. Aber der Vorgang an sich ist schon nachvollziehbar und 1% ist schlicht nicht mehr "nur 1%" - spätestens ab dem Schritt 89 auf 90.

Andre

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echtschlecht165
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von echtschlecht165 »

ich muss ja zugeben, ich habe RDR2 nur ein paar h bei einem Kumpel gespielt, aber für einen Ersteindruck reicht es allemal

Für mich wärs eine 9/10 in einer Bewertungsskala für Openworld walking Sims
Als OW Actionspiel würd ich ihm mit Schmerzen eine 8 geben, eher noch 7. Da nervt mich einfach zuviel in Punkto Gameplay, was ich in dieser Sorte Spiel einfach viel höher bewerten würde.
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DexterKane
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von DexterKane »

limericks hat geschrieben:
13. Nov 2018, 13:49
Wobei ich eine 9/10 für RDR2 schon gerechtfertigt finde. Obs im Prozentsystem eine 98 oder 94 sein muss, darüber lässt sich streiten, aber dann diskutiert man um einstellige Prozentwerte und versucht da, Objektivität reinzubringen die nicht existieren muss weil es sich um Kunst und persönliche Vorlieben handelt.

Da seh ich oft den Sinn und Zweck der Debatte nicht mehr.
Weil’s inzwischen lächerliche Ausmaße hat.

Ich kann verstehen, dass man eine 9 geben möchte, weil man Schwerpunkte anders setzt als ich.
Und das Spiel dafür honorieren möchte, weil es versucht etwas neu zu machen, wo viele nur bewährtes wiederkäuen.

Das schafft es aber nun mal häufig nicht.
Wie an anderer Stelle beschrieben, sind für mich diese Mängel so eklatant, dass ich da, mit viel gutem Willen vielleicht noch ne 8 drunter schreiben würde, eher ne 78.

Wenn ich dann einen Jubelartikel lese, der keinen einzigen meiner Kritikpunkte erwähnt, geschweige denn anerkennt und dann ne 98 (!) drunter schreibt, hat das für mich einen von 3 Gründen:

a) Da schreibt ein Fanboy einen Artikel für andere Fanboys. (er sieht die Mängel vielleicht, erachtet sie aber nicht für erwähnenswert)
b) Er sieht die Mängel nicht, macht seinen Job also nicht vernünftig.
c) Er macht „stealth-PR“
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Grimwood
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von Grimwood »

Finde das "eine 100% gibt es nicht" viel lächerlicher. Natürlich ist nichts perfekt, das hat ja auch damit nichts zu tun. Was soll der Schwachsinn einer Wertungsskala, die nicht bis zum Ende ausgenutzt wird. Und diese "Wertungsinflationsdiskussion" finde ich ebenfalls lächerlich. Moderne Spiele sind nunmal tausendmal besser als früher. Und der Durchschnitt ist dadurch viel höher. So wie auch heutzutage Serien im Schnitt tausendmal besser sind als früher, etc. Und alles andere als eine "10 von 10" für ein Opus wie RDR(2) ist ebenfalls lächerlich.
Mal abgesehen, dass Wertungen an sich eh lächerlich sind. Und eh alles rein subjektiv.

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Soulaire
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von Soulaire »

echtschlecht165 hat geschrieben:
13. Nov 2018, 12:51



2. Indiegames mit Pixelgrafik :ugly:
Stimmt doch gar nicht. Indie-Games haben es viel schwerer Traumwertungen zu bekommen.
Das letzte Spiel dieser Art mit durchweg guten Wertungen war Celeste und das ist schon etwas her. Mit Abstrichen noch Dead Cells.
Zuletzt geändert von Soulaire am 13. Nov 2018, 20:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Soulaire
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von Soulaire »

goschi hat geschrieben:
13. Nov 2018, 19:51
Du hast mich falsch zitiert, das ist keine Aussage von mir.
das tut mir leid. Hatte da etwas Falsches entfernt bei den Zitaten.

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DanteAlucard88
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Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von DanteAlucard88 »

Grimwood hat geschrieben:
13. Nov 2018, 17:42
Finde das "eine 100% gibt es nicht" viel lächerlicher. Natürlich ist nichts perfekt, das hat ja auch damit nichts zu tun. Was soll der Schwachsinn einer Wertungsskala, die nicht bis zum Ende ausgenutzt wird. Und diese "Wertungsinflationsdiskussion" finde ich ebenfalls lächerlich. Moderne Spiele sind nunmal tausendmal besser als früher. Und der Durchschnitt ist dadurch viel höher. So wie auch heutzutage Serien im Schnitt tausendmal besser sind als früher, etc. Und alles andere als eine "10 von 10" für ein Opus wie RDR(2) ist ebenfalls lächerlich.
Mal abgesehen, dass Wertungen an sich eh lächerlich sind. Und eh alles rein subjektiv.
Für jemanden, der soviel lächerlich findet, bist du aber ganz schön überzeugt von der Behauptung, dass moderne Spiele tausendmal "besser" seien und das aber dann nicht mehr hinterfragst. :ugly:
"Besser" ist allgemein eh schon schwierig, aber "realistischer" oder "komplexer" machen ein Spiel nicht automatisch besser als Gesamtwerk. ;)

Davon abgesehen gibt es heute auch einfach hunderte Spiele mehr für etliche Plattformen. Es gibt heutzutage viel mehr gute und ordentliche Spiele, aber genauso gibt es auch viel mehr Gurken und Trash als früher. Die schlechten Spiele fallen bloß nicht mehr so auf, weil hauptsächlich über die vermeintlich großen Spiele berichtet wird und die großen Publisher wie Activision auch fast nix mehr rausbringen außer "Blockbuster"-Games. Auf einer PS2 war das investierte Geld noch auf sehr viele kleinere Games verteilt, wodurch die Qualität auch mehr schwankte. Jetzt bringt man zwei Games im Jahr, die dafür all das Geld bekommen und macht ein großes Tam-Tam um diese zwei Games, die durch Mikro-Krams aber mehr Geld machen können als 10 entwickelte Games, bei denen sich vielleicht 3 richtig gut verkaufen.

Das eine 10 von 10 eh nicht automatisch eine 100% ist, darüber wurde sicher schon an anderer Stelle oft genug geredet.
Mal ne simple Sache zu einer solchen Skala. Umso größer man eine Skala macht, umso klarer ist doch, dass man die bei einer Bewertung nicht voll ausnutzen würde. Wenn du eine Skala von 1 bis 10.000 machst, dann nutzt man die natürlich nicht aus wie bei einer "1 bis 5 Sterne"-Skala. 5 Sterne sind schneller akzeptiert als eine 9999 von 10.000, weil eine vermeintlich genauere Skala viel mehr Spielraum lässt um Kritikpunkte unterzubringen.



Ich persönlich mag ja die 100%, weil es ,für meinen Geschmack, die Vergleichbarkeit am besten ermöglicht. Dadurch, dass die Zahlen aber oft bei vielen Spielen zu weit oben lagen bei den großen Magazinen, tummelt sich gefühlt dann doch vieles in einem Bereich herum und führt diese 100% bisschen ad absurdum, weil nur Totalausfälle mal unter der 50% landen. Wenn man als Zeitschrift aber fast eh nur Top-Titel testet und fast alles im 80er-Bereich stattfindet, dann stellt sich mir schon auch die Frage, ob das hier dann überhaupt so sinnvoll ist.

bimbes1984

Re: Wertungsdiskussion am Beispiel RDR2

Beitrag von bimbes1984 »

Ich war neulich noch einmal in einem Saturn und haben mir da angeschaut was es für PC-Spiele gibt und da ist mir direkt aufgefallen, dass es ein riesen Angebot an Simulationsspielen gibt, egal ob Flugzeug, Zug, Traktor, LKW...da war echt alles dabei. Ich habe mir die aus Spaß einfach mal angeguckt und sah dann nur, dass die Grafik zumindest auf den Screenshots echt gut aussah, ein weiteres Urteil konnte ich mir nicht bilden, weil ich keinen Test dazu fand....außer halt Userwertungen auf Steam oder in Foren.

Es gibt scheinbar eine riesen Fangemeinde dieser Spiele, nur keine "Fachpresse" mehr dafür, wieso? (mir scheint da gibt es eine Marktlücke).

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