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Varus
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Varus » 5. Feb 2019, 20:30

Also Entwarnung, Gott sei dank. Sie sind nur auf dem Cover des Gamestop-Magazins. :ugly:

Aber wieso wäre die Aufregung da potenziell größer gewesen, als bei Metro: Exodus? Ich denke der Punkt der Aufregung war da, dass man keinen Monat vor Release den Exklusivdeal angekündigt hat. Finde ich persönlich, als jemand der nur ein bisschen Interesse an Metro hat, zwar nicht so schlimm, aber kann die Kritik da zumindest nachvollziehen. Bei The Outer Worlds ist doch unklar, ob sie es überhaupt bis Ende des Jahres fertig bekommen. Hätte man da jetzt einen Exklusivdeal angekündigt, sehe ich das Problem mit der kurzfristigen Ankündigung nicht mehr. Da Epic es ja freistellt, ob DRM genutzt wird oder nicht, bin ich auch zuversichtlich, dass das auch im Epic Store DRM-frei gewesen wäre. Und wenn nicht, dann läge die "Schuld" bei Obsidian und nicht bei Epic.

Mich überrascht halt echt, mit was für einer Leidenschaft der Epic Store verteufelt wird, als wäre es der Antichrist persönlich. Darf jetzt kein Entwickler mehr irgendwas anteasern, ohne dass die Epic-Hater bei Reddit gleich wieder eine Verschwörung wittern? :think: Vielleicht bin ich ein gefühlsloser Klotz, aber ich keine diese enorme Emotionalität echt nicht nachvollziehen.
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Rince81
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Rince81 » 5. Feb 2019, 20:54

Varus hat geschrieben:
5. Feb 2019, 20:30
Mich überrascht halt echt, mit was für einer Leidenschaft der Epic Store verteufelt wird, als wäre es der Antichrist persönlich. Darf jetzt kein Entwickler mehr irgendwas anteasern, ohne dass die Epic-Hater bei Reddit gleich wieder eine Verschwörung wittern? :think: Vielleicht bin ich ein gefühlsloser Klotz, aber ich keine diese enorme Emotionalität echt nicht nachvollziehen.
wäre es einfach eine Alternative wäre das kein Problem. Nur ist das einzige Argument für Käufer den Epic Store zu benutzen ein Exclusiver Titel - sprich der muss überall woanders "weggenommen" werden. Ich verstehe die Abneigung daher sehr gut.
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Varus
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Varus » 5. Feb 2019, 21:03

Das verstehe ich ja, halt nur nicht das Ausmaß. Ein Entwickler sagt "wir habe Neuigkeiten" und ohne jeden Zusammenhang oder ein Indiz wird ein Epic Exklusivdeal vermutet. Das darüber überhaupt diskutiert wird und sogar hier gleich wieder mit einer Ente gegen Epic gewettert wird finde ich (ohne es böse zu meinen) ein bisschen lächerlich. Woher kommt diese Angst? Ich begreife es nicht und wünsche mir ein "Wer macht denn sowas?" mit einem "Epic hater".
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imanzuel
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von imanzuel » 5. Feb 2019, 21:18

Varus hat geschrieben:
5. Feb 2019, 20:30

Aber wieso wäre die Aufregung da potenziell größer gewesen, als bei Metro: Exodus?
Weil meiner Meinung nach Obsidian mit seine Spielen (ich denke da speziell an PoE 1/2 und Tyranny) primär die PC-Core Gamer anspricht. Und ich wette, denen interessiert der Fortnite-Launcher nicht so sehr^^ (was man so in den Foren / Reddit liest scheint auch eine große Kundschaft bei Obsidian reine GoG-Kunden zu sein)
Varus hat geschrieben:
5. Feb 2019, 21:03
Woher kommt diese Angst?
Ich kann die Frage nur aus meiner Sicht beantworten: Was exklusiv bei Epic veröffentlicht wird, wird nicht gekauft. Da bin ich konsequent. Und The Outer Worlds ist ja schon für Steam angekündigt, und wäre für mich ein Titel den ich vermutlich direkt zu Release spielen möchte (sofern die Qualität sitmmt).

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Heretic
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Heretic » 5. Feb 2019, 22:18

imanzuel hat geschrieben:
5. Feb 2019, 21:18
Weil meiner Meinung nach Obsidian mit seine Spielen (ich denke da speziell an PoE 1/2 und Tyranny) primär die PC-Core Gamer anspricht. Und ich wette, denen interessiert der Fortnite-Launcher nicht so sehr^^
Ich versteh's nicht. Der Epic-Launcher startet die Spiele aus dem Epic Game Store. Darunter befindet sich auch "Fortnite", das stimmt. Aber ich kann dir versichern, dass sich "Fortnite" bei mir noch nicht von selbst installiert hat, obwohl ich den Epic-Launcher auf der Platte habe.^^

Warum ist "Fortnite" eigentlich so schlimm? Weil es Erfolg hat und Epic die Kohle beschert, die sie für Exklusivdeals nutzen? Tja nun, so ist das eben. Wenn ich unbedingt einen dieser Exklusivtitel zum Release spielen will, dann starte ich den eben nicht mit Steam, sondern dem Epic-Launcher. Jedes gottverdammte MMO hat einen eigenen Launcher. Wo ist das Problem? :think:

Interessant wird, wie lange Epic die zeitexklusiven (Download-)Titel zum Vollpreis anbieten wird. Wenn z. B. ein "Metro Exodus" elf Monate lang 60 Steine kostet, und erst kurz vor Release bei Steam und/oder anderen Shops erstmalig vergünstigt angeboten wird, wäre das für mich ein plausibler Grund zum Motzen. Wobei man dann immernoch auf die Retail-Version ausweichen könnte, die bestimmt früher billiger werden wird.

Legoli12
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Legoli12 » 5. Feb 2019, 22:27

Varus hat geschrieben:
5. Feb 2019, 21:03
Das verstehe ich ja, halt nur nicht das Ausmaß. Ein Entwickler sagt "wir habe Neuigkeiten" und ohne jeden Zusammenhang oder ein Indiz wird ein Epic Exklusivdeal vermutet. Das darüber überhaupt diskutiert wird und sogar hier gleich wieder mit einer Ente gegen Epic gewettert wird finde ich (ohne es böse zu meinen) ein bisschen lächerlich. Woher kommt diese Angst? Ich begreife es nicht und wünsche mir ein "Wer macht denn sowas?" mit einem "Epic hater".
Auf mich wirkt es aktuell so, dass nach dem Muster "Nehme das Schlimmste an dann kann es nur besser kommen" verfahren wird.
Die Angst ist eigentlich leicht nachzuvollziehen. Wenn ich ein Spiel haben will und ich den Epic Store nicht mag, dass Spiel aber nur dort erscheint, habe ich nur zwei Optionen auf das Spiel verzichten oder aber gegen meine "Prinzipien" zu handeln sprich mit dem Kauf den Epic Store unterstützen.
Warum das bei Outer Worlds die Reaktion so stark war hat vermutlich mit er zeitlichen Nähe zu dem Stunt von Metro und vorallem der hohen Anzahl der Leute, die auf das Spiel warten, zu tun. (Mal im Ernst einer der Entwickler hat in einem Interview gesagt, dass die Leute ihre Erwartungen runterschrauben sollen.)
Dazu kommt glaube ich einfach Unmut über den Epic Store bzw. die fehlenden Features/ die nicht vorhandenen Vorteile für den Kunden.
Weiterhin kommt vermutlich auch dazu, dass es Spieler nicht so toll finden Nachteile zu bekommen, weil Epic sich wenig Arbeit machen will (z.B. das der Epic Store keine eigene DRM Maßnahmen bietet weshalb wohl vermehrt wieder Denuvo zum Einsatz kommt was negative Auswirkungen auf die Performance von Spielen hat) und aktuell mit Geld um sich schmeißt um den Store zu pushen.
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(Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.)

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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Rince81 » 5. Feb 2019, 22:37

imanzuel hat geschrieben:
5. Feb 2019, 21:18
(was man so in den Foren / Reddit liest scheint auch eine große Kundschaft bei Obsidian reine GoG-Kunden zu sein)
Das dürfte die berühmte sehr laute Minderheit sein - die Mehrheit will Steam.
Varus hat geschrieben:
5. Feb 2019, 21:03
Woher kommt diese Angst?
Weil ich nicht glaube, dass Epic nach Metro Exodus schon die Kohle ausgegangen ist. :ugly: Ich glaube die PC Spieler werden 2019 noch mehrere solcher Stunts erleben.
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] » 6. Feb 2019, 00:29

Mal völlig nüchtern betrachtet bedeutet all das Geld, das Epic in den Store schießt, offenbar, dass der PC-Markt groß genug und noch lange nicht "am Sterben" ist, wie ja gerne mal behauptet wird.

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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Rince81 » 6. Feb 2019, 09:47

Varus hat geschrieben:
5. Feb 2019, 21:03
Das verstehe ich ja, halt nur nicht das Ausmaß. Ein Entwickler sagt "wir habe Neuigkeiten" und ohne jeden Zusammenhang oder ein Indiz wird ein Epic Exklusivdeal vermutet.
Für PC Spieler haben sich solche Ankündigungen von guten Nachrichten in letzter Zeit häufiger als eher meh heraus gestellt. Man fühlt sich daher wie die Planet Express Crew bei der Ankündigung von "Good News Everyone":
https://www.youtube.com/watch?v=YRCzEqkCoiM
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Varus » 6. Feb 2019, 10:54

Hmm trotzdem halte ich das für sehr übertrieben. Bei aller nachvollziehbaren Kritik, die ja auch zurecht tausendfach auch hier genannt wurde. Vielleicht liegts wirklich daran, wie es Jochen im Feierabendbier gesagt hat. Zwei Seiten, die darum streiten wer nun Recht hat. Ich weiß nicht, aber imo stehen da Grund und Ausmaß der Verärgerung echt in keiner Relation. Ich stehe da echt wie der Ochs vorm Berg :think:
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Rince81 » 6. Feb 2019, 19:32

Bei mir ist es nicht "Verärgerung". Für mich ist es die dumme Angewohnheit von Rechteinhabern ihren Kunden regelmäßig ins Gesicht spucken zu wollen. Das ist irgendwie ein universelles Verhalten. Ich mag Spiele, ich mag Filme und ich mag Musik. Ich habe eine Sammlung von knapp 1000 DVDs (mittlerweile primär auf dem Dachboden meiner Eltern da kein Platz bei mir und das meiste ist eh gefühlt bei Netflix oder Prime Video), hunderte Musik CDs – ebenfalls auf dem Dachboden und in Google Music gerippt und eh bei Spotify, Blu-Rays in dreistelliger Zahl, einer Steambibliothek von fast 900 Titeln, über 300 Spiele bei GOG, mittlerweile über 100 bei Amazon Video „gekaufte“ Filme und Serienstaffeln und fast 150 Hörbücher bei Audible.
Ich mag den digitalen Vertrieb und nutze den gern – nur kann man sich nicht im Ansatz darauf verlassen, dass vor 2 Jahren „gekaufte“ Downloads auch in einem Jahr noch verfügbar sind. Deswegen mag ich GOG. Da kann ich mir die Installer wegspeichern – mache ich zwar nicht aber allein für das Gefühl es zu können. Ich habe auch gerne „Ordnung“ darin – sprich Sammlungen zusammengehöriger Reihen an einem Ort.

Da es DRM frei abgesehen von GOG kaum gibt, ist man gut beraten, sich an die großen zu halten. Da ich bisher schon bei mehreren Anbietern meine Sammlung quasi verloren habe (Danke liebe Telekom für Gamesload sowie Musicload und Microsoft für den Games for Windows Marketplace) bin ich da vorsichtig geworden. Für lau nehme ich das gerne mit und habe mich wenig geärgert, dass die ganzen Digital Copys die sich auf Microsofts Rechtemanagment verließen mittlerweile weg sind, vermutlich wird dieses Jahr noch Ultraviolet folgen – das habe ich tatsächlich benutzt. Das ist dann mal eben alles weg – in dem Fall wenigstens, ohne zu bezahlen…
Daher habe ich meine digitalen Bücher fürs Kindle, meine Hörbücher bei Audible und Filme bei Prime Video. Ich „vertraue“ Amazon genug um nicht auf die Idee zu kommen, dass die morgen ihr Angebot einstampfen. Ebenso Valve als Anbieter der schlicht zu groß zum Scheitern ist und GOG durch die Möglichkeit mir ihren Content selbst zu sichern und sie im Ernstfall nicht mehr zu brauchen – bei Origin und Ubisoft läuft es darauf hinaus, dass der Verlust sich eben „nur“ auf deren Titel bezieht und THQ hat gezeigt, dass auch eine Publisher in dieser Größe ins Gras beißen kann. Bei EA würde da ja eventuell schon der Verlust der FIFA Lizenz reichen und ihre Cashcow wäre weg…
Nun schnuppern da nun alle gerade irgendwelche Morgenluft und müssen den Markt, der sich aus meiner Sicht ENDLICH grundlegend konsolidiert hat und damit ein Grundmaß an Sicherheit für den Kunden bietet wieder aufbrechen, weil man denkt anders mehr Geld verdienen zu können.
Die Publisher fangen an gezielt Valve zu boykottieren und ihre eigenen Launcher zu etablieren oder setzen auf Epic – nur traue ich denen nicht langfristig um mir da bewusst „Sammlungen“ anzulegen.
Bei Filmen hat Warner vor einigen Wochen seinen gesamten Content bei Prime Video abgezogen und Disney wird spätestens mit dem Start von Disney+ folgen. Das ist im Prinzip das gleiche wie jetzt mit Epic passiert. Man nimmt mir den Content wo ich ihn gerade (gerne und bezahlt(!)) konsumiere weg um mich zur Anmeldung bei anderen Anbietern und zum Kauf dort zu zwingen. Und das will ich nicht und werde ich nicht machen. Zum einen habe ich da grundsätzlich keine Lust zu wenn es für mich keinen Mehrwert gibt und alleine durch das Abziehen des Contents von meiner bevorzugten Plattform gibt das dicke Minuspunkte auf dem Vertrauensvorschusskonto.
Ich werde mich daher auf absehbare Zeit weder im Epicstore noch weiteren Streamingplattformen anmelden, es gibt genug Alternativen.
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Fu!Bär
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Fu!Bär » 8. Feb 2019, 13:12

Rince81 hat geschrieben:
6. Feb 2019, 19:32
Daher habe ich meine digitalen Bücher fürs Kindle, meine Hörbücher bei Audible und Filme bei Prime Video. Ich „vertraue“ Amazon genug um nicht auf die Idee zu kommen, dass die morgen ihr Angebot einstampfen. Ebenso Valve als Anbieter der schlicht zu groß zum Scheitern ist und GOG durch die Möglichkeit mir ihren Content selbst zu sichern und sie im Ernstfall nicht mehr zu brauchen – bei Origin und Ubisoft läuft es darauf hinaus, dass der Verlust sich eben „nur“ auf deren Titel bezieht und THQ hat gezeigt, dass auch eine Publisher in dieser Größe ins Gras beißen kann. Bei EA würde da ja eventuell schon der Verlust der FIFA Lizenz reichen und ihre Cashcow wäre weg…
Du sprichst hier was an, worüber ich auch schon nachgedacht habe. Gerade kommen die ganzen Spiele Online-Shops wie Pilze im Wald hoch, auf lange Sicht befürchte ich aber, dass nicht alle Plattformen die Rendite Erwartungen erfüllen werden. Was passiert dann mit Spielen die ich gekauft habe, wenn so eine Plattform/Shop zugemacht wird? Entweder der Plattform-Betreiber hat genug Anstand um das in eine andere Plattform zu überführen oder er bietet einen Download an. Im Zweifel befürchte ich, wird eine nicht erfolgreiche Plattform/Onlineshop aber viel eher seine Kunden im Regen stehen lassen und einfach den Laden schließen.

Ich für meinen Teil bin gespannt, wenn sich der Markt wieder konsolidiert und wie das dann für die Kunden ablaufen wird. Bei Nokia konnte man sich vor 10-15 Jahren auch nicht vorstellen, dass die mal Pleite gehen können...schauen wir mal wie Steam in 10 Jahren da steht.

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Axel
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Axel » 8. Feb 2019, 14:29

Rince81 hat geschrieben:
6. Feb 2019, 19:32
Da es DRM frei abgesehen von GOG kaum gibt, ist man gut beraten, sich an die großen zu halten. Da ich bisher schon bei mehreren Anbietern meine Sammlung quasi verloren habe (Danke liebe Telekom für Gamesload sowie Musicload und Microsoft für den Games for Windows Marketplace) bin ich da vorsichtig geworden. Für lau nehme ich das gerne mit und habe mich wenig geärgert, dass die ganzen Digital Copys die sich auf Microsofts Rechtemanagment verließen mittlerweile weg sind, vermutlich wird dieses Jahr noch Ultraviolet folgen – das habe ich tatsächlich benutzt. Das ist dann mal eben alles weg – in dem Fall wenigstens, ohne zu bezahlen…
Daher habe ich meine digitalen Bücher fürs Kindle, meine Hörbücher bei Audible und Filme bei Prime Video. Ich „vertraue“ Amazon genug um nicht auf die Idee zu kommen, dass die morgen ihr Angebot einstampfen. Ebenso Valve als Anbieter der schlicht zu groß zum Scheitern ist und GOG durch die Möglichkeit mir ihren Content selbst zu sichern und sie im Ernstfall nicht mehr zu brauchen – bei Origin und Ubisoft läuft es darauf hinaus, dass der Verlust sich eben „nur“ auf deren Titel bezieht und THQ hat gezeigt, dass auch eine Publisher in dieser Größe ins Gras beißen kann. Bei EA würde da ja eventuell schon der Verlust der FIFA Lizenz reichen und ihre Cashcow wäre weg…
Nun schnuppern da nun alle gerade irgendwelche Morgenluft und müssen den Markt, der sich aus meiner Sicht ENDLICH grundlegend konsolidiert hat und damit ein Grundmaß an Sicherheit für den Kunden bietet wieder aufbrechen, weil man denkt anders mehr Geld verdienen zu können.
Die Publisher fangen an gezielt Valve zu boykottieren und ihre eigenen Launcher zu etablieren oder setzen auf Epic – nur traue ich denen nicht langfristig um mir da bewusst „Sammlungen“ anzulegen.
Bei Filmen hat Warner vor einigen Wochen seinen gesamten Content bei Prime Video abgezogen und Disney wird spätestens mit dem Start von Disney+ folgen. Das ist im Prinzip das gleiche wie jetzt mit Epic passiert. Man nimmt mir den Content wo ich ihn gerade (gerne und bezahlt(!)) konsumiere weg um mich zur Anmeldung bei anderen Anbietern und zum Kauf dort zu zwingen. Und das will ich nicht und werde ich nicht machen. Zum einen habe ich da grundsätzlich keine Lust zu wenn es für mich keinen Mehrwert gibt und alleine durch das Abziehen des Contents von meiner bevorzugten Plattform gibt das dicke Minuspunkte auf dem Vertrauensvorschusskonto.
Ich werde mich daher auf absehbare Zeit weder im Epicstore noch weiteren Streamingplattformen anmelden, es gibt genug Alternativen.
Diesen Abschnitt kann ich sehr gut nachvollziehen. Weswegen ich mich ja nur auf digitale Inhalte konzentriere, die ich auch extern speichern kann. Die Erfahrung musste ich halt schon vor Jahren machen, als bezahlte iOS Games im App Store plötzlich verschwanden und auch in der Bibliothek für die Käufe nicht mehr runterladbar waren. Deswegen würde mir sowas wie Spotify oder so nie ins Haus kommen. Ich will auch digitale Inhalte extern für die Ewigkeit speichern können. Für Musik gibt es also bei mir nur Bandcamp und cdbaby. Für Games GOG, Itch.io und ähnliche Anbieter. Sobald ich nix mehr archivieren kann ist ein digitaler Store für mich wertlos.
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Rince81 » 8. Feb 2019, 14:40

Fu!Bär hat geschrieben:
8. Feb 2019, 13:12
Gerade kommen die ganzen Spiele Online-Shops wie Pilze im Wald hoch, auf lange Sicht befürchte ich aber, dass nicht alle Plattformen die Rendite Erwartungen erfüllen werden. Was passiert dann mit Spielen die ich gekauft habe, wenn so eine Plattform/Shop zugemacht wird? Entweder der Plattform-Betreiber hat genug Anstand um das in eine andere Plattform zu überführen oder er bietet einen Download an.
Anstand? Nintendo wird 2019 den Wii Shop Kanal dicht machen. Nicht nur die Möglichkeit für Käufe wird deaktiviert, sondern richtig dicht machen - auch erneute Downloads von bereits gekauften Spielen sind dann nicht mehr möglich. In einem Markt, der sich zunehmend in Richtung digital bewegt müsste sowas eigentlich einen Aufschrei bewirken weil das völlig inakzeptabel sein sollte. Wann wird der eShop für die Switch dran sein? Tut es aber nicht, die Wii ist ja von 2006 und damit Asbach. Na und? Die PS3 und 360 sind von 2005. Was passiert wenn da Sony und MS da einfach die Downloadserver abschalten?
Ich bin seit April 2006 Audible Kunde. Ich würde einen Aufstand machen, wenn die mir mit der Begründung den Zugriff auf ein damals gekauftes Hörbuch verweigern würden. Ich kann das zwar nicht mehr auf den alten mp3 Player laden mit dem ich die damals gehört habe, der ist mittlerweile kaputt und für die Hardware gibt es Ersatz und es gibt Apps für Plattformen, die es damals noch nicht mal gab... Ich könnte (wenn ich eine hätte) meine 2006 gekauften und DRM geschützten Hörbücher 2019 auf einer Apple Watch hören. Sowas sollte selbstverständlich sein und wenn das so ist, kann ich mit den DRM-Massnahmen der Anbieter locker leben, das ist es aber nicht - Audible ist die große Ausnahme.
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Heretic » 8. Feb 2019, 19:19

Axel hat geschrieben:
8. Feb 2019, 14:29
Diesen Abschnitt kann ich sehr gut nachvollziehen. Weswegen ich mich ja nur auf digitale Inhalte konzentriere, die ich auch extern speichern kann. Die Erfahrung musste ich halt schon vor Jahren machen, als bezahlte iOS Games im App Store plötzlich verschwanden und auch in der Bibliothek für die Käufe nicht mehr runterladbar waren. Deswegen würde mir sowas wie Spotify oder so nie ins Haus kommen. Ich will auch digitale Inhalte extern für die Ewigkeit speichern können. Für Musik gibt es also bei mir nur Bandcamp und cdbaby. Für Games GOG, Itch.io und ähnliche Anbieter. Sobald ich nix mehr archivieren kann ist ein digitaler Store für mich wertlos.
Bei digital gekauften Inhalten sehe ich das genauso. Aber Spotify, Netflix oder Amazon Prime Video sind imo eher mit Radio bzw. Videotheken vergleichbar. Ich kaufe keine Inhalte, sondern leihe sie aus. Spotify dient mir hauptsächlich dazu, in neue Alben reinzuhören. Dazu reicht mir die kostenlose Variante mit Werbung völlig aus. Der Spielemarkt bewegt sich ja langsam aber sicher ebenfalls in diese Richtung.

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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Axel » 8. Feb 2019, 19:56

Rince81 hat geschrieben:
8. Feb 2019, 14:40
Anstand? Nintendo wird 2019 den Wii Shop Kanal dicht machen. Nicht nur die Möglichkeit für Käufe wird deaktiviert, sondern richtig dicht machen - auch erneute Downloads von bereits gekauften Spielen sind dann nicht mehr möglich. In einem Markt, der sich zunehmend in Richtung digital bewegt müsste sowas eigentlich einen Aufschrei bewirken weil das völlig inakzeptabel sein sollte.
Vielleicht liegt das daran, dass jeder Wii-Besitzer das Ding sowieso gehackt hat (ist nur ein Mausklick am PC und ein paar Knopfdrücke an der Konsole erledigt) und die ziemlich kleinen Eshop WADs in irgendwelchen Clouds lagern hat. Oder gleich auf der Konsole per SD Karte oder Festplatte installiert hat. Wie gesagt, so groß sind die Dinger nicht. Und es liegt IMO auch daran, dass der Wii Shop und der DSi Shop damals nicht auf hauseigene Strukturen aufbaute. Auf der anderen Seite: Da könnte man ja immer noch Firmware-Patches anbieten und die Dinger auf eigenen Servern weiterlaufen lassen... Hmmm...

Aber ja, sollte Nintendo vielleicht in ein paar Jahren den Eshop des 3DS schließen, dann würde es bestimmt nen Aufschrei geben, so digital wie das Ding in den Jahren geworden ist. Gab ja in den letzten Jahren kaum mehr gute Spiele auf Modul, sondern nur noch digital.
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] » 8. Feb 2019, 20:10

Ich habe meine Wii nicht gehackt und kann jetzt eigentlich nur hoffen, dass meine Wii keinen Schaden bekommt oder so

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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Rince81 » 8. Feb 2019, 21:00

Axel hat geschrieben:
8. Feb 2019, 19:56
Vielleicht liegt das daran, dass jeder Wii-Besitzer das Ding sowieso gehackt hat (ist nur ein Mausklick am PC und ein paar Knopfdrücke an der Konsole erledigt) und die ziemlich kleinen Eshop WADs in irgendwelchen Clouds lagern hat.
Ich bin ein Wii-Besitzer und meine ist ebenfalls nicht gehackt. Da ich keine kopierte Software nutze, gab es da bisher keinerlei Grund zu.
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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Lurtz » 9. Feb 2019, 21:37

Legoli12 hat geschrieben:
5. Feb 2019, 22:27

Weiterhin kommt vermutlich auch dazu, dass es Spieler nicht so toll finden Nachteile zu bekommen, weil Epic sich wenig Arbeit machen will (z.B. das der Epic Store keine eigene DRM Maßnahmen bietet weshalb wohl vermehrt wieder Denuvo zum Einsatz kommt was negative Auswirkungen auf die Performance von Spielen hat) und aktuell mit Geld um sich schmeißt um den Store zu pushen.
Das Argument finde ich nicht überzeugend. Das Steam DRM ist eher lächerlich und gerade Denuvo ist mehr Anti Tamper Lösung als DRM. Damit kommt es auch bereits bei unzähligen Steam Spielen vor und überhaupt hat Steam noch nie DRM verhindert. Da gibt es wegen Securom nicht mehr startende Spiele, wegen GfWL teils kaputte Spiele, sogar Titel mit ausgewachsenen Launchern wie alle UPlay Titel.

Dass Denuvo die Performance verschlechtert ist AFAIK weiterhin unbewiesen.
Zuletzt geändert von Lurtz am 9. Feb 2019, 21:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Steam ändert seine Preisgestaltung ggü. Entwicklern/Publishern

Beitrag von Lurtz » 9. Feb 2019, 21:41

Rince81 hat geschrieben:
6. Feb 2019, 19:32
Daher habe ich meine digitalen Bücher fürs Kindle, meine Hörbücher bei Audible und Filme bei Prime Video. Ich „vertraue“ Amazon genug um nicht auf die Idee zu kommen, dass die morgen ihr Angebot einstampfen. Ebenso Valve als Anbieter der schlicht zu groß zum Scheitern ist und GOG durch die Möglichkeit mir ihren Content selbst zu sichern und sie im Ernstfall nicht mehr zu brauchen – bei Origin und Ubisoft läuft es darauf hinaus, dass der Verlust sich eben „nur“ auf deren Titel bezieht und THQ hat gezeigt, dass auch eine Publisher in dieser Größe ins Gras beißen kann. Bei EA würde da ja eventuell schon der Verlust der FIFA Lizenz reichen und ihre Cashcow wäre weg…
Nun schnuppern da nun alle gerade irgendwelche Morgenluft und müssen den Markt, der sich aus meiner Sicht ENDLICH grundlegend konsolidiert hat und damit ein Grundmaß an Sicherheit für den Kunden bietet wieder aufbrechen, weil man denkt anders mehr Geld verdienen zu können.
Es reicht schon dass dein Account gesperrt wird. Hälst du für unmöglich? Das dachte ich auch bis mein Amazon Account wegen angeblichem Fremdzugriff plötzlich tagelang trotz 2FA ohne Angabe weiterer Gründe gesperrt war. Da merkt man erstmal wie abhängig man von diesen Firmen ist.

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