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Axel
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Beitrag von Axel » 16. Dez 2018, 03:42

Die Erdbeben Spiele, die Sebastian am Ende meinte war die Zettai Zetsumei Toshi Reihe, damals entwickelt von Irem (eine der besten japanischen Developer in den 80, 90ern und frühen 2000ern). Insgesamt erschienen drei Teile. Die ersten zwei davon erschienen als Disaster Report und Raw Danger auch im Westen. Und das waren tolle Spiele! Im Endeffekt waren es gewaltfreie Action-Adventures, in denen es darum ging Menschen zu retten und den Geheimnissen der Erdbeben auf die Spur zu kommen, weil diese nicht natürlich waren. Der dritte Teil für die PSP erschien leider nur in Japan.

Und nix gegen Day of Crisis für die Wii! Das war herrlich absurd trashiger Kram von den Xenosaga-Machern. Auch hier geht es um künstlich herbeigerufene Naturkatastrophen. Von Erdbeben über Tsunamis bis hin zum Vulkanausbruch. Dahinter steckt eine böse Verbrecherorganisation und als unscheinbarer Held durchläuft man diese ständig auf Eskalation gezeigten Katastrophen, hat ne rudimentären Cover-Shooter-Mechanik und ein sehr japanisch-arcadiges Gameplay. Es hat sich einfach selber nicht ernst genommen und deswegen war es so geil.

RogueMike
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von RogueMike » 16. Dez 2018, 06:21

53:45 (53:36) :ugly:

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Ricer
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Ricer » 16. Dez 2018, 09:20

Sebastian, ich hatte beim Lesen des Titels Settings exakt den gleichen Gedankengang wie du. Beim Einleitungssatz folgte dann die Ernüchterung :)
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Skizzenbildner » 16. Dez 2018, 09:36

Großartig! Zum Schwelgen und immer wieder mal Hören. Ein malerischer Parforce-Ritt durch sämtliche Szenarios des Mediums Videospiel gewürzt mit klugen Gedanken und herrlichen Rants. Highlight-Folge!

Konnte z.B. Andres Statement zu Star Citizen für mich voll unterschreiben. Man kann nach wie vor noch nichts wirklich Vernünftiges in dem Spiel machen, aber das Erkunden und Erleben dieser Spielwelt ist dennoch - zumindest für mich - bereits ein Wert in sich.

Wie gesagt: Für mich eine ganz ganz großartige Folge!
Als Anderaal auf Steam und in der Spielewelt im Allgemeinen unterwegs und offen für Freundschaftsanfragen.

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Vinter
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Vinter » 16. Dez 2018, 11:18

Es gibt so ein paar Settings, auf die warte ich noch.

Ich möchte zum Beispiel dringend ein Assassin's Creed, dass in Berlin der 1980er Jahre spielt. Egal wie viele Dokus ich darüber sehe, der kalte Krieg und sein Ende finde ich immer spannend. Was für eine unfassbare Zeitenwende die hier, mitten im modernen Europa, stattgefunden hat. Auch der Größenwahn der Beteiligten und der ständige Tanz auf Messers Schneide - unfassbar. Die historische Zweiteilung von Ost und West ließe sich ideal übertragen auf ACs Assassinen vs. Templer. Hinzu kämen zahlreiche Landmarken, für die AC so bekannt ist, wie den Reichstag oder das Brandenburger Tor.

Außerdem fehlt mir noch ein Horrorspiel, dass die Pilgerväter als Vorlage nimmt. Ich finde das einen äußerst beklemmenden Gedanken, quasi-alleine, ohne Möglichkeit zur Umkehr und ohne Zivilisation um einen herum an einer Küste abgesetzt zu werden, um einen herum nur dunkle, unbekannte Wälder und Berge. Hinzu kommt natürlich die Religiösität der Beteiligten und der Aberglaube jener Zeit. Hier ließen sich bestimmt zahlreiche Sagen jener Zeit aufgreifen. Für mich ein unheimlich spannendes Setting. In ihrer Grundthematik ähnelt das ein wenig Lovecraft und seiner Angst vor dem Unbekannten. Gibt nen tollen Film, der die Idee wiederspiegelt: The Witch. Alleine die Kostüme der Beteiligten sind schon unheimlich. :D

piko
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von piko » 16. Dez 2018, 12:29

Hatte auch auf eine Folge über Optionsmenüs gehofft. Hoffe ich eben weiter.

Dee'N'bee
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Dee'N'bee » 16. Dez 2018, 12:34

Super Cast wie immer und ein tolles Thema. Wundert mich dass es bis Folge 193 gedauert hat, bis ihr euch diesem Thema annimmt. Bei so vielen Folgen mittlerweile hätt ich schwören können das es schonmal besprochen wurde.

Schon schade das es anscheinend wirklich so ist und Asia Settings sich im Westen nicht so gut verkaufen. Ich brenne dafür und möchte mehr davon! Weshalb Ghost of Tsushima mein Traumspiel ist und ich es kaum noch erwarten kann endlich Hand anzulegen!

Gefühlt gibts eh schon so wenig Spiele die in Asien verankert sind. Alein in China könnte man soviele Geschichten über Könige/Kaiser/Verrat und Intrigen erzählen.

Für ein neues Assassins Creed würde ich mir ein Setting in England im 8. oder 9. Jahrhundert wünschen. Bin gerade dabei Vikings zu schauen und davor hab ich The Last Kingdom gebingt. Die Ausseinandersetzung zwischen den Sachsen und den Wikingern würde sich hervorragend für ein Creed Spiel eignen

Naja, träumen darf man ja...mal schauen was die Zukunft bringt

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Nachtfischer
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Nachtfischer » 16. Dez 2018, 13:38

Schöne Folge! Kleine Anmerkung: Ich glaube, ihr habt "emergent storytelling" gesagt, aber "environmental storytelling" gemeint, als ihr über Geschichten, die man direkt in und an der Spielwelt entdeckt, gesprochen habt. Als "emergent story" wird in der Regel die sich aus dem Gameplay ergebende Dramaturgie bezeichnet. Die gibt's beispielsweise auch bei Tetris.

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Soulaire
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Soulaire » 16. Dez 2018, 14:07

Die Setting-Frage ist überbewertet. Kein gutes Setting kann ein mittelmäßiges Spiel retten. Wenn es gut gemacht ist, nehme ich wirklich jedes Setting.
Und es ist auch keine Limitation, dass Spiele die meisten Settings wegen ihren Mechaniken nicht so umsetzen können, wie es Filme oder Literatur können. Das ist ganz im Gegenteil eine große Stärke von Spielen .
Spiele brauchen gar kein Setting, sie können auch ganz ohne Settings funktionieren oder aber mit einem sehr abstrakten Setting, wie es Tetris tut.
Eher ist es doch der aufgebundene Realismus, der Spiele einschränkt. Umso "verrückter" ein Spiel ist, desto mehr kann man auch mit den Mechaniken machen.
Katamari ist da auch ein gutes Beispiel.
Zuletzt geändert von Soulaire am 16. Dez 2018, 14:37, insgesamt 2-mal geändert.

bimbes1984
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von bimbes1984 » 16. Dez 2018, 14:27

Mein Anus sehnt sich nach Japan http://jumpingje.blogspot.com/2014/04/a ... -bomb.html

vielen Dank für das Zitat des Jahres

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Axel
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Axel » 16. Dez 2018, 14:38

Schade, dass mit dem Niedergang des Pointie Clickie Adventures auch der Niedergang des Gegenwart-Szenarios einhergegangen ist. Denn ich finde nicht, dass Gegenwarts-Szenarien langweilig sind. Im Gegenteil. Geschichten wie in Baphomets Fluch, Gabriel Knight oder A New Beginning brauchen dieses Gegenwarts-Szenario. Genauso wie ich Kriminalgeschichten in der Vergangenheit eher öde finde. Ich würde mir Spiele mit gegenwärtige und ländliche Szenarios wünschen. Denn ja, Städte sind langweilig. Eine Serie wie Weinberg hat ja gezeigt, wie spannend ein deutscher Vorort als Szenario sein kann. Oder denkt an die französische Serie The Returned! Gerade solch ein Szenario wie in The Returned oder auch Twin Peaks würde auch phänomenal in Spielen funktionieren!

Dagegen kann ich Fantasy einfach nicht mehr ertragen. Weil diese Welten einfach so dermaßen gleich und generisch sind. Es gäbe überhaupt mittlerweile nur noch eine Fantasy-Welt, in der ich mir mal ein neues Spiel wünsche. Das wäre die Scheibenwelt!
Zuletzt geändert von Axel am 16. Dez 2018, 14:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Puschkin » 16. Dez 2018, 14:41

Also bei Rollenspielsysteme in Gegenwartssettings musste ich an Jagged Alliance 2 denken. Also ich finde ein Sytem wo du durch Anwendung der Fähigkeit die Fähigkeit verbesserst eine erstmal grundlegend glaubwürdige Prämisse. Es gab glaube ich auch Fähigkeiten die sich kaum verbessern liessen.

Aber ob Fantasy oder Postapocalypse alle hochgeradig disfunktionale Gesellschaftssysteme und kaputte welten sind wunderbar bequem für die Autorinnen und Autoren(im weiteren sinne). Es ist die allround Lösung!

-alles ausgestorben > wenig NPCs
check
-simples gut-böse schema > einfaches was darf ichtun check
-grau-braune welt, bewölkter himmel > unaufwendige schattenlose Assets
check
... bestimmt finden sich noch mehr
Do not play devil’s advocate unless you have passed the bar
and are currently representing Satan in a court of law.

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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Axel » 16. Dez 2018, 14:48

Man kann ja auch Fantasy und Gegenwart vermischen. Vampires The Masquerade wird immer wieder genannt. Warum? Weil diese Welt durch sein Setting dennoch vertraut wirkt. Aber auch ohne übernatürliche Wesen könnte man ein Rollenspiel in einem Gegenwartsszenario entwickeln. Hier würde sich ja das Kriminal-Genre geradezu anbieten. Denn als Ermittler oder Detektiv muss man ja sehr viele Skills anwenden, die man als Mensch tatsächlich trainieren kann und muss: Stärke = Sportlichkeit, Scharfsinn / Logisches Denkvermögen. Auch Redegewandtheit kann man als Mensch trainieren, genauso wie Geschick. Glaubwürdige Perks in einem Rollenspiel könnten dann solche Dinge wie Fremdsprachen oder erhöhte Ausdauer sein.

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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Heretic » 16. Dez 2018, 15:38

Spiele mit Naturkatastrophen? "Populous", "From Dust" oder "Sim City". Vielleicht auch "It Came From The Desert". Wenn man Riesenameisen als Naturkatastrophe gelten lässt. :mrgreen:

Bei Spielen mit Gegenwartssetting kam mir spontan die Life is Strange-Reihe in den Sinn. Insbesondere "Before The Storm", wo zusätzlich auf übernatürliches Gedöns verzichtet wurde.

Ansonsten gefällt mir aktuell das Science Fantasy-Setting von "Elex" ziemlich gut. Gothic + Fallout + [generisches SF-Spiel hier einfügen] in einem Spiel vereint!

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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Argon Try » 16. Dez 2018, 18:43

Sebastian, ich wäre auch bei Dir. Wäre doch mal ein Thema für ein neues Format.

Gmork
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Gmork » 16. Dez 2018, 20:00

Andre spoilert im ersten Drittel das Ende von Far Cry 5, keine Warnung, nicht überspringbar.

Ich bin gerade beim Durchspielen von FC5, einem zeitintensiven Release aus diesem Jahr, und sollte das das wirkliche Ende sein, wäre ich schwer enttäuscht. Ich empfehle den Satz rauszuschneiden. Seine Aussage (Wiederverwertung von Assets) geht auch ohne diesen exrtrem konkreten Kontext.

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ragdel
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von ragdel » 16. Dez 2018, 20:48

bimbes1984 hat geschrieben:
16. Dez 2018, 14:27
Mein Anus sehnt sich nach Japan http://jumpingje.blogspot.com/2014/04/a ... -bomb.html

vielen Dank für das Zitat des Jahres
Da musste ich direkt an dieses Bild denken :D

Bild

Aber ich verstehe Sebastian. Ich träume auch von so einer Toilette.

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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von oathlizard » 17. Dez 2018, 00:30

RogueMike hat geschrieben:
16. Dez 2018, 06:21
53:45 (53:36) :ugly:
SO EPISCH^^ :D :ugly:

Joschel
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Joschel » 17. Dez 2018, 09:17

Sebastians Rant war wundervoll! - Ich kann mit Steampunk auch nichts anfangen.

Des Weiteren war ich in fast allen Punkten bei Andre: Städte-Settings öden mich nach kürzester Zeit an. Selbst bei wirklich guten Spiele wie z.B. Yakuza oder Spiderman trägt mich das repetitive Setting selten mehr als 20 Stunden durchs Spiel.

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Blaight
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Re: Runde 193: Settings

Beitrag von Blaight » 17. Dez 2018, 14:38

Ich kann die klassische Heldenreise nicht mehr gut spielen. Mich nervt wenn ich unnötig inkompetent bin am Anfang.

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