Wenn Gamer alt werden

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vicsbier
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von vicsbier » 7. Jan 2019, 21:55

Das Leben gliedert sich nach meiner Erfahrung in Phasen. Kindheit, Schulzeit, Ausbildung und Partnersuche, Beruf und dann Heirat/Kinder/Sesshaftigkeit ist da die erste Folge. Das Spielen variiert dabei in Pensum und Qualität, aber letztlich kommt es wieder, wenn die Kinder selber mit dem Videospielen anfangen (irgendwer muss das ja begleiten ;) ). Der Spieler mag sich dabei auch verändern, aber es gibt heute auch anspruchsvollere Spiele und Spiele mit Story, mit Intelligenz und überhaupt für alle Ansprüche. Von daher keine Panik! Schaut auf das große Ganze und nicht auf die kurze Phase in der ihr jetzt vielleicht seid.

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Sakesleg
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von Sakesleg » 7. Jan 2019, 22:02

vicsbier hat geschrieben:
7. Jan 2019, 21:55
Kindheit, Schulzeit, Ausbildung und Partnersuche, Beruf und dann Heirat/Kinder/Sesshaftigkeit ist da die erste Folge
Das mag zwar für viele stimmen, ist als in Stein gemeißelter Lebensweg aber doch ganz schön konservativ und altmodisch :D

vicsbier
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von vicsbier » 7. Jan 2019, 22:40

Sakesleg hat geschrieben:
7. Jan 2019, 22:02
vicsbier hat geschrieben:
7. Jan 2019, 21:55
Kindheit, Schulzeit, Ausbildung und Partnersuche, Beruf und dann Heirat/Kinder/Sesshaftigkeit ist da die erste Folge
Das mag zwar für viele stimmen, ist als in Stein gemeißelter Lebensweg aber doch ganz schön konservativ und altmodisch :D
Die Folgenwahl dient der höheren Wiedererkennung bei vielen ;-)
Aber du kannst natürlich auch erst heiraten und dir dann eine/n Partner/in suchen ;-)

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mart.n
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von mart.n » 8. Jan 2019, 07:13

Ich hab gerade Karten für das Copenhell gekauft. Jetzt erst Recht. :D Verstehe aber schon, was du meinst (denke ich). Der Fokus verschiebt sich tatsächlich mehr von den neuen Hype Hype Hype Games auf bekannte Dinge. Ich freue mich total auf WoW Classic, das Bards Tale Remake hab ich auch verschlungen etc.

Für frische Eltern eignen sich übrigens besonders mobile Geräte. Notebook war gut, 3DS mit Fire Emblem war bei mir ideal. Meine Kinder hatten auch Schlaf als Erzfeind definiert, weswegen ich da einige Nächte im Kinderzimmer verbracht hab. Da ist es toll, das Hobby mitnehmen zu können. Dann sind die Nächte auch nicht mehr ganz so anstrengend.

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marduk667
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von marduk667 » 8. Jan 2019, 10:20

Also ich bin 36, habe Eigenheim und 2 Kinder (2,5 und 4,5) und zocke nach wie vor, aber halt nicht mehr so viel wie früher.
Vor den Kindern und Eigenheim habe ich sehr viel Battlefield gezockt, eigentlich fast jeden Tag 2-3 Stunden. Battlefield ist inzwischen out (aber eher aufgrund der neuen Releases) und ich spiele hauptsächlich auf der Switch, aus meiner Sicht das ideale Spielgerät für Eltern^^.

Letztendlich haben sich die Prioritäten aber schon geändert und gezockt wird halt dann wenn die Kinder pennen oder mal ne Stunde wenn sie zuschauen dürfen...ich denke aber wenn die Kinder älter werden wird es bei mir auch wieder mehr mit dem Zocken.

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DickHorner
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von DickHorner » 8. Jan 2019, 15:25

Puh, da muss ich ehrlich sagen: mobile gaming gibt mir echt gar nichts. Ist aber vielleicht auch nicht so schlecht, da bin ich wenigstens nicht versucht ins handy zu starren während der Junior Aufmerksamkeit braucht :)

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mrz
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von mrz » 8. Jan 2019, 16:13

Bei mir hat sich nur die Art und Weise komplett geändert.
Habe fast 10 Jahre eigentlich nur kompetitiven Multiplayer gespielt.

Bin inzwischen auch (fast, 4 Wochen) 30, selbstständig mit deutlich mehr als 40h/Woche und bescheidenen Arbeitszeiten. (Heute z.B. 05:45 - 11:15h, Kundentermin 14:30-15:30 und dann Firma wieder 16:30-21:30Uhr und morgen geht es wieder um 06:15Uhr in der Firma los).
Aber jetzt hole ich halt viele Singleplayer Spiele nach oder spiele fast ausschließlich Singleplayer und probiere auch mal Genres "außerhalb meiner Komfortzone" aus. Habe 2018 z.B. Chrono Trigger und FF XV jeweils durchgespielt. Oder vor ein paar Wochen erst Yakuza 0.

Bin auch einige Male wieder "rückfällig" geworden und habe CSGO probiert, aber das ist dann einfach (für mich) zu frustrierend, wenn man mal eine Woche oder so nicht zum spielen kommen, wo man eigentlich min 1-2 Maps pro Tag spielen sollte "um drin zu bleiben".

Meine Lieblingszeit zum Spielen ist inzwischen aber auch Samstags- oder Sonntagsmorgens so 05:30/06:00uhr morgens, frische Kanne Kaffee aufsetzen und in Ruhe zocken, wo noch keiner etwas von einem möchte.

Abends noch nach Feierabend hab ich gar keinen Nerv mehr. Unter der Woche gehe ich eh meist innerhalb von 30-45min nach dem Nachhausekommen ins Bett.

Sport treibe ich wohl auch noch knapp 15-20h/Woche (auch bisschen abhängig von Saison und Motivatin), würde ich aber nicht als Hobby sehen :roll: :lol:

PS: Chrono Trigger und FF XV können sogar schon 2017 gewesen sein. Zeit rennt.

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Alienloeffel
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von Alienloeffel » 8. Jan 2019, 18:05

Meiner Erfahrung nah haben die Veränderungen im SPielverhalten mehrere Gründe. Der größte ist wie hier schon oft angesprochen die Veränderungen der Routine im eigenen Alltag. Als Schüler und auch als Bachelor Student habe ich sehr viel mehr gespielt, war deutlich aktiver in online Spielen und neue Spiele konnten nicht groß genug sein.
Mittlerweile als Doktorand habe ich deutlich weniger Zeit, arbeite meist auch am Wochenende und kann eben nicht jeden Tag 2-3 Stunden in ein Spiel versenken. Da merke ich mittlerweile das ein Witcher 3 (obwohl ich es für eines der besten Spiele der letzten Jahre halte) mich stark an meine Grenze der Größe eines Speils gebracht hat. Dazu kommt, dass man natürlich auch Zeit mit seinem Partner in der gemeinsamen Wohnung verbringen möchte. Man ist einfach gebundener im "real life". Gleichzeitig erdet mich das manchmal auch, denn obwohl mich ein Spiel oder kommender Release total begeistern kann, passiert das häufig weniger, oft auch weil andere Dinge eben wichtiger sind und geregelt werden müssen.
Dazu kommt noch, dass man nach einer gewissen Zeit ja auch eine gewisse Anzahl an Spielen gespielt hat. Vor zehn Jahren hätte mich ein angekündigtes Anthem warhscheinlich noch total begeistert. Jetzt interessiert mich erstmal wie nah es an einem Destiny oder Halo ist. Eine abgrundtief neue Erfahrung werde ich aber vermutlich nicht erleben. Das macht aber auch nichts, dafür erlebe ich die ganze Videospiellandschaft und auch die Branche ganz anders und mit mehr Facetten, weil mich mittlerweile eben auch das Business dahinter interessiert.

Die Switch schafft es, kleine Zeiträume einzunehmen, die vorher eher frei waren. Dienstreise, im Zug sitzen oder eben abends noch kurz im Bett. Das gibt dann doch deutlich mehr Freiraum. Ein Breath of the Wild hätte ich vermutlich nicht so intensiv gespielt, wenn ich es nicht in diesen zwischenräumen hätte spielen können.

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Klagsam
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von Klagsam » 8. Jan 2019, 23:06

Axel hat geschrieben:
6. Jan 2019, 03:25

Und auch wenn das jetzt krass klingt, nehmen diese Leute dann den Menschen mit schwerwiegenden psychischen Erkrankungen die Plätze bei den Therapeuten weg.
Das klingt nicht krass, das greift schlicht zu kurz. Ich bin Therapeut und ich kann dir sagen, dass niemand meiner Klienten mit Burnout jemandem den Platz wegnimmt. Das Problem ist aus meiner Sicht eine sehr ungünstige Interaktion aus Menschen, die gelernt haben, dass "Müßiggang aller Laster Anfang ist", "Eigenlob stinkt" und "Faulheit eine Schande ist" und Umweltbedingungen, die einen immer weniger zum Müßiggang zwingen und einem 24h am Tag die Möglichkeit geben zu "zeigen dass man nützlich ist" - bzw. "zu beweisen dass man nicht scheisse ist". Meine Erfahrung ist aber, dass hinter 90% aller "burnouts" (dass es sich dabei eigentlich um Depressionen oder Anpassungsstörungen handelt weißt du sicherlich) ungünstige Persönlichkeitsfaktoren stecken - und die sucht sich sicherlich niemand aus.

Nebenbei bemerkt ist es schon aus Gründen der eigenen Psychohygiene wichtig eine gute Durchmischung an unterschiedlichen Klienten zu haben. Daher haben die meisten Therapeut*innen in der Regel sowohl "schwerwiegende" psychische Erkrankungen, als auch "leichtwiegende"(?) psychische Erkrankungen.

Sorry für den Irrläufer, aber das so stehen zu lassen fiel mir schwer btt sonst bitte ins OffTopic
Edit: Ups, ich hatte die 2. Seite Seite komplett übersehen.

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Symm
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von Symm » 9. Jan 2019, 08:09

Also ich kann jetzt jetzt nur nur von mir sprechen.
Ich merke schon das sich im Alter meine Interessen verschoben haben.
Habe ich früher meine Zeit mit Shootern und MMOs verbracht, bevorzuge ich nun Spiele die ich jederzeit unterbrechen, speichern oder Abbrechen kann. Hab die letzten 5 Jahre ca. 500+ Stunden in Cities Skylines, 400+ Factorio (Danke Jochen) und über 220+ Stunden in Rimworld.
Also spiele welche ich jederzeit starten und beenden kann wie ich will.
Hab zwar auch mal eine Zeitlang Overwatch oder Ghost Recon Wildlands gespielt, das war aber weniger Interesse oder absolute Begeisterung, sondern lang eher an den Online Mitspielern.
Ich will mich einfach nicht mehr hetzen lassen und ich muss zugeben...ich bin mittlerweile einfach grottig in Shootern :ugly:.

Aktuell hab ich einfach Spaß daran, etwas aufzubauen und einfach laufen zu lassen und sehen ob es funktioniert und danach zu optimieren, das klappt bei den obrigen Spielen oder Spielen wie Opus Magnum oder 7 Billion Humans oder Human Resource Machine wunderbar und ist sehr befriedigend.
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derFuchsi
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von derFuchsi » 4. Feb 2019, 09:30

marduk667 hat geschrieben:
8. Jan 2019, 10:20
Letztendlich haben sich die Prioritäten aber schon geändert und gezockt wird halt dann wenn die Kinder pennen oder mal ne Stunde wenn sie zuschauen dürfen...ich denke aber wenn die Kinder älter werden wird es bei mir auch wieder mehr mit dem Zocken.
Haha :lol:
Da fängts ja schon an, als die Kids noch klein waren war tagsüber zocken quasi nicht möglich. Erstens wollen die Kids in dem Alter ständig beschäftigt werden. Und wenn du mal am Rechner bist hängen dir die Kids auf dem Schoß. Da kannste bestimmte Genres wie Shooter oder so vergessen. Oder generell konzentriert zocken. Resultat, ernsthaft zocken erst wenn die Kids im Bett sind. Allerdings gehen die mit zunehmenden Alter immer später ins Bett...
Und wenn die alt genug sind zum selber zocken versuchst du es zu reglementieren auf eine halbe Stunde am Tag oder so wenn sie klein sind. Wenn sie größer sind auch evtl etwas mehr. Und irgendwann merkst du dass es quatsch ist weil du die Gören am Nachmittag nach der Schule sowieso nicht mehr kontrollieren kannst und eh du dich es versiehst gibt es regelmäßig Reibereien ums Spielgerät "Ich würde gerne auch mal an MEINEM PC was machen!". Ich komme auch im Urlaub oder am Wochenende tagsüber quasi nie an den Rechner weil er belegt ist.

Also alles wie gehabt, Papa kommt seit eh und je erst ab ca 20-21 Uhr an den Rechner *seufz*.
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VikingBK1981
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von VikingBK1981 » 4. Feb 2019, 12:54

Jedes Kind ist anders, dass weiß ich nun auch nach dem 2. kleinen Menschen der hier rumirrt. Aber das ein Kind ständig beschäftigt werden will kann ich nicht bestätigen. Auch Eltern sollten ihren Hobby nachkommen. Nur weil ich Kinder habe höre ich ja nicht auf ein eigene Leben zu haben. Kinder können sich auch gut mal alleine beschäftigen und sollten das auch tun.
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mart.n
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von mart.n » 4. Feb 2019, 18:24

Oh, das kann ich total beschäftigen. Alleine spielen? Wer, ich? Wenn Papa doch in greifbarer Nähe ist? Niemals! ;) Naja ist ja auch ok, immerhin gehen sie bei uns gegen halb 8 spätestens schlafen und dann hat man ja noch ein wenig Zeit. Es ist trotzdem schön, wenn "Frau" mal beide Gören einpackt und mich zocken lässt.

Schwierig finde ich wirklich, dass viele Spiele einfach nicht auf kurze Sessions ausgelegt sind. Bei Wargroove z.B. (mein neuester Kauf) kann man in den Missionen nicht speichern. Und die dauern halt auch mal. Wer kommt auf so eine bekloppte Idee?? Oder auch Rimworld, großartiges Spiel. Aber um da in den "Flow" zu kommen, brauch ich 2-3h Spielzeit, Ruhe und Konzentration. Die hab ich eigentlich nie. Und wenn doch, dann halt mal eine Session und dann häng ich mit meinem Save im Midgame und fang 2 Wochen später wieder neu an, weil ich alles vergessen hab.

Irgendwie "ende" ich immer wieder bei World of Tanks. Wer ein ähnliches, elternfreundliches Spiel kennt - ich freue mich auf Tipps (nur PC idealerweise).

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philoponus
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von philoponus » 5. Feb 2019, 09:16

Schöner Rush-Podcast zum Thema:

Wer sind diese Silver Gamer?

https://detektor.fm/kultur/rush-gaming-im-alter

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Early
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von Early » 8. Feb 2019, 17:59

Sehr interessanter Thread. Mit vielen Meinungen kann ich ich mich ganz gut identifizieren. ;)

Bin im Vorjahr 40 Jahre alt geworden, habe drei Söhne (1, 3, 5) und ein eigenes Haus mit großem Keller-Raum (50 Quadratmeter) für Heimkino (Xbox, PS), Spiele-Ecke mit PC, etc. Richtig ausnutzen kann ich das aktuell natürlich nicht mehr, ich bleibe aber trotzdem immer noch auf dem laufenden und bevorzuge natürlich eher kürzere Spielerlebnisse. Wobei ich es aber doch geschafft habe, im Vorjahr immerhin Persona 5, AC: Origins oder God of War durchzuzocken. Kaufen tu ich meistens trotzdem noch so gut wie alle Spiele - seit zwei, drei Jahren aber - auch aus Platzgründen - ausschließlich digital (derzeit circa 2.000 Spiele in Cases und circa 2.000 digital). Irgendwann habe ich halt mal Lust auf ein bestimmtes Spiel und dann will ich das auch zocken. RPGs und Strategie sind seit Jahren meine Lieblings-Genres - ich zocke aber eigentlich fast alles (von MMOs und kompetitiven Multiplayer-Spielen abgesehen) - vom Indie-Titel bis zum Blockbuster und alles dazwischen. Meist mach ich das in der Nacht, wenn die Familie schläft (und mal kein Kind wegen Krankheit/Zahn/etc zum Schreien anfängt) - so zwischen 23 und 2 Uhr. Mehr als 4-6 Stunden Schlaf sind dann allerdings nicht drin - aber da wir seit 5 Jahren kleine Kinder zuhause haben, sind wir das eh gewöhnt.

Zusätzlich zocke ich jetzt aber schon seit circa einem Jahr immer so 15-25 Minuten am Tag auf der Switch mit meinen beiden Großen. Mario Kart, Mario Party und Super Mario Bros U sind einfach ideal für kleine Kinder. Mittlerweile haben wir da schon eine Riesengaudi.

Um mich bei Games auf dem Laufenden zu halten, höre ich mittlerweile sehr viele Podcasts (The Pod, Stay Forever, Gamestar) und konsumiere auch noch die Gamestar, M!, EDGE und die englische Retro Gamer. Dazu versuche ich auch noch bei Filmen und Comics halbwegs aktuell zu bleiben. Vor allem letztere Sammlung ist seit den Kindern stark gewachsen. Ein Comic kann ich mit den Kids auch mal untertags nebenbei lesen. Das funktioniert bei einem Computer-Spiel nicht.

Zum Glück kann ich auch den Sport sehr viel mit den Kindern verbinden. Neben der Liebe zu Medien scheinen wir auch die Liebe zum Sport unseren Kids sehr gut nahe bringen zu können. Im Job kann ich zum Glück auch einiger dieser Sachen einbringen und flexible Arbeitszeiten hab ich da auch. Kann mich nicht beschweren - nur mein Zeitkontingent würde ich gerne verdoppeln. Das Gefühl, dass es "schade" um die Zeit ist, die ich mit Spielen verbringen, kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Für mich ist es einfach ein wunderbares Hobby mit dem ich mich einfach extrem gerne auseinandersetze. Mittlerweile zock ich seit 30 Jahren und bin begeistert wie selten zuvor. Hatte nur in den Lebensjahren zwischen 17 und 22 Jahren eine kleine Pause - da gab's andere Dinge zu entdecken. ;)

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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von VikingBK1981 » 8. Feb 2019, 18:57

Was ich für mich feststellen, dass mir MP Titel nicht mehr liegen. Habe zuletzt Battlefield gezockt, aber irgendwie komme ich nicht wirklich voran. Das hat nichtmal was mit schlechten Ergebnissen zu tun, liege immer im oberen Drittel, sondern mit der vielen Zeit die man brauch und der fehlenden Möglichkeit zu Speichern. Wie schon von anderen angesprochen nervt es wenn man nicht einfach speichern kann.
Mir sind Storyspiele immer wichtiger.

Und das es vergeben Zeit ist finde ich auch nicht. Wer legt das auch fest? Es ist ein Hobby wie jedes andere.
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Der_Bax
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von Der_Bax » 10. Feb 2019, 08:42

Ich habe bis 97 alles gespielt was bei 3 nicht auf dem Baum war. Von Atari 2600 über C64 und Amiga , Gameboy und PC natürlich... Wir haben uns damals aus der Videothek ein Megadrive oder ein Super Nintendo ausgeliehen um anschließend 24h nicht zu schlafen.
Ich habe mir mit meinen Nachbar einen Game Gear gekauft. (#Fehlkauf/#Batteriefresser/#Displayprobleme :lol: )

97 hat das Interesse an Spielen einfach aufgehört.
Naja Freundin/Ausbildung/Wehrpflicht waren wahrscheinlich nicht ganz unschuldig :whistle:

Hab gegen 2008 für die Kinder eine gebrauchte WII gekauft. Das war meine Wiedereinstiegsdroge.
Hab mir die Ps4 geholt und mittlerweile auch die Xbox X..

Ich hole die Klassiker nach Red dead / Gta4 / deep space ect ect.. Ich erfreue mich an Singleplayerspiele sowie an Multiplayer.Bei Open-World-Spiele bin ich mittlerweile etwas wählerisch. Der Pile of Shame wächst kontinuierlich...
Ich spiele meistens mehrere Spiele parallel. Zurzeit Black ops/Far cry5 / Tomb raider.
Wat für eine Dekadenz..


"Real Life" lässt einem nicht mehr soviel Zeit zum spielen...

Spielen ist ein schönes HOBBY
:whistle: :whistle: :whistle:

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sleepnt
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von sleepnt » 10. Feb 2019, 11:29

Ich mag mit 31 vielleich zur alten Garde gehören, aber ich teile viele Erfahrungen: Meine Freunde sind alle Älter und haben recht früh viele Hobbies (Videogames, PnP etc.) fallen gelassen.

Selbst mit zwei Kindern und regulärem Job sind Videospiele für mich immer noch das go-to-Medium. Man mag abends nur noch bisl Zeit dafür haben und auch nicht jeden abend, aber ich halte daran fest. Spiele genieße ich halt dann aber Wochen und Monate anstatt über eine Woche.

Wobei einzelne Spiele packen mich dennoch so, dass ich extra dafür mir mehr Zeit frei halte. Für Sekiro nehme ich mir das z.B. vor.

Hab aber auch das Glück, dass leichte (Couch-)Coop-Spiele meine Frau auch begeistern können - Terraria, Diablo 3 z.B. A Way Out steht noch an.

Ich finde, man braucht ein Hobby. Und sie wegen Familie/Job fallen zu lassen, heißt auch Persönlichkeit zurückzulassen. Man sollte es versuchen!

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Early
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von Early » 10. Feb 2019, 12:08

sleepnt hat geschrieben:
10. Feb 2019, 11:29
Ich finde, man braucht ein Hobby. Und sie wegen Familie/Job fallen zu lassen, heißt auch Persönlichkeit zurückzulassen. Man sollte es versuchen!
Man darf auch nicht vergessen, dass im Alter zwischen 30 und 45 Jahren bei den meisten einfach extrem viel anfällt (Haus, Familie, Job, etc.). Ich kann mir vorstellen, dass die Alters-Kurve bei Spielern in Zukunft bei 45+ deutlich steigen wird, weil die Menschen in diesem Lebensabschnitt wieder mehr Zeit zur Verfügung haben.

Wie das läuft, weiß ich aus eigener Erfahrung: Mein Großvater hat mich damals Ende der 80er, Anfang der 90er überhaupt erst mit Computer-Spielen in Kontakt gebracht, weil er sich den Gang in die Pension mit einem C64er versüßt hat und mit dem in seinem Spielezimmer viele Stunden verbracht hat. Auch wenn er viel Unverständnis von meiner Oma dafür geerntet hat. ;) Er hat dann noch über 20 Jahre fleißig gespielt. Nur ab 80 oder so ging es eigentlich kaum mehr, weil er dann leider schon körperlich recht schlecht beinander war. Heroes of Might and Magic ging aber fast bis zum Schluss. ;)

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VikingBK1981
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Re: Wenn Gamer alt werden

Beitrag von VikingBK1981 » 10. Feb 2019, 18:40

Ich sehe es bei einem freund von mir, da sind nicht Haus, Familie und Job das Problem sondern miserables Zeitmanagement.

Sleepnt stimme ich voll zu. Man sollte halt auch in einer Ehe noch ein eigenes Leben haben und nicht alles aufgeben. Ob es Zocken, Tennis oder sonst was ist.
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