Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Alles, was nicht in ein anderes Forum gehört: Hier rein
Forumsregeln
Datenschutzerklärung: https://www.gamespodcast.de/datenschutzerklaerung/
Impressum: https://www.gamespodcast.de/impressum/

Forenregeln und zukünftige Weltverfassung
ART 1: Behandle andere Nutzer mit Respekt.
ART 2: Do NOT piss off the Podcasters

Lies bitte weitere Hinweise hier: viewtopic.php?f=4&t=2789
Benutzeravatar
olipool
Beiträge: 203
Registriert: 19. Jan 2017, 11:21
Kontaktdaten:

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von olipool »

Da schon fast alles gesagt wurde, nur kurz meine Meinung: mir hat die Folge sehr gut gefallen, da ich tiefe Einblick in den Hype bekommen habe. Die Euphorie des Gastes war manchmal schon komisch, manchmal hat er dadurch auch Unsinn von sich gegeben (z.B. die Aussage, Fortnite habe so wenig Cheater, weil Epic so dicht dran am Spiel sei oder sowas in der Art und bei CS sei das eben anders...öhm...ja?).

Eine Formulierung möchte ich auch noch etwas entkräften, Daniel hat das Spiel meiner Ansicht nach NICHT durch eine rosarote Brille betrachtet, denn das hieße, dass er Dinge gesehen hat, die nicht da sind. Für ihn bieten diese Dinge aber den echten Wert, den er beschreibt, umso interessanter war es, zu hören, wie stark jemanden Dinge fesseln können, mit denen man selbst nicht viel anfangen kann. Rosarote Brille hieße in dem Fall, ihm die Richtigkeit seiner Meinung abzusprechen. Finde ich. Natürlich könnte man diese Argumentation auch für LSD Konsumenten aufmachen und sagen: doch, er hat Recht, wenn dort ein Pferd durch die Luft fliegt, weil er es so sieht. Aber naja...ich hoffe man versteht, wie es gemeint ist :D

ducky
Beiträge: 21
Registriert: 7. Jan 2019, 14:13

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von ducky »

Axel hat geschrieben:
11. Jan 2019, 20:21
Ne Freundin von mir hat nen Sohn. 13 Jahre alt. Und seit einem Jahr oder so riesiger Fortnite Fan. Das schlimme ist: Du kommst als Eltern nicht dagegen an. Besonders bei Kindern im Jugendalter. Die entwickeln so eine Sucht, verbunden mit der in diesem Alter einhergehenden Rebellion gegen die Eltern ist das halt sehr gefährlich. Es gibt Gruppenzwang im Klassenzimmer und online. Das ist wirklich nicht zu verachten, da hat man als Eltern qwirklich nichts mehr zu melden. Und da wird definitiv eine Sucht entwickelt, wenn man sich mal anschaut wie aggressiv die Kids werden, wenn man ihnen auch nur mal alternative Angebote macht.
Bestimmt besteht ein eventuelles Suchtpotenzial. Sollte man jetzt aber Fackeln und Mistgabeln rausholen? Versuchen wir das Wesen der Aussage zu erfassen. Dann steht da sinngemäß:

Eine Freundin von mir hat einen 13 Jährigen Sohn. Er umgibt sich mit Leuten, die schlechten Einfluss auf ihn ausüben. Wenn sie ihn darauf anspricht, reagiert er aggressiv. Sie kann ihn einfach nicht erreichen.

Hier wird wohl niemand, der sich schonmal mit Jugendlichen befasst hat, für ein nie dagewesenen Phänomen halten. Wie bereits erwähnt in der Jugend davor war es eventuell Pokemon und YuGiOh. Davor Sex, Drugs und Rock 'n' Roll,......... (kleiner Test setze mal dein Jugendhype ein und frage deine Eltern, ob ihnen das Szenario bekannt vorkommt)

EarMaster
Beiträge: 3
Registriert: 10. Jan 2019, 02:32

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von EarMaster »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
11. Jan 2019, 20:53
Was mehrheitlich fehlt ist ein konstruktiver Umgang damit. Ich weiß von einer Sportlehrerin, die die Aussage „Ich liebe Fortnite“ gemacht hat, weil seitdem auch Jungs endlich Lust auf Tanzen haben. Sie hat dann zusammen mit ihrer Klasse eine eigene Tanzchoreographie erstellt, die zum Teil aus Fortnite-Tänzen bestand.

Das ist für mich ein sinnvoller Umgang mit dem Thema, verteufeln, verbieten und den Untergang des Abendlandes herbeireden halte ich für den falschen Weg.
Das ist ein sehr guter Punkt. Ein Großteil des Spaßes beim Zuschauen von Fortnite-Spielen liegt sicherlich auch darin, dass die Entwickler den Zeitgeist perfekt treffen. Sei es dann die Einbindung von aktuellen Marvel-Film-Figuren oder eben die vielfältigen Tänze. Sicherlich ist das auch ein Grund, wieso sich das Spiel - trotz der comichaften Anmutung - in vielen Zielgruppen durchsetzen konnte.

Benutzeravatar
DickHorner
Beiträge: 648
Registriert: 30. Aug 2018, 10:26

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von DickHorner »

@dr. Zoidberg: Davon redet doch auch niemand. Ich glaube was allen kritischen Stimmen hier gemein ist, ist dass uns das kritische Hinterfragen zu kurz gekommen ist. Es ist kein rant gegen fortnite per se.

Es ist völlig unstrittig, dass bei Jugendlichen die Impulskontrolle aka Präfrontaler Cortex noch nicht endgültig ausgebildet ist. Das ist einfach entwicklungsbiologisch so. Von daher ist diese Zielgruppe natürlich ganz besonders empfänglich für solche Mechanismen, wie sie von FBR genutzt werden. Daher greift auch jede Argumentation, die sich auf die Selbstregulation beruft, ins Leere. Bei biologisch Erwachsenen, OK, bei heranwachsenden nein.
Das ist halt einfach von Seiten Epic bewusstes Kalkül, mindestens jedoch billigendes Inkaufnehmen, und daher moralisch verwerflich. Das ist auch kein Geschwätz aus dem Elfenbeinturm sondern absolut evident.

@Klagsam: stimmt schon, es gibt ungefähr genauso viele S-Bahn Surfer wie fortnite Spieler. Komm schon... Aber natürlich hast Du mit der Frage der Perspektive recht!

ZiggyStardust
Beiträge: 346
Registriert: 14. Nov 2018, 12:53

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von ZiggyStardust »

Axel hat geschrieben:
11. Jan 2019, 20:21
Ne Freundin von mir hat nen Sohn. 13 Jahre alt. Und seit einem Jahr oder so riesiger Fortnite Fan. Das schlimme ist: Du kommst als Eltern nicht dagegen an. Besonders bei Kindern im Jugendalter. Die entwickeln so eine Sucht, verbunden mit der in diesem Alter einhergehenden Rebellion gegen die Eltern ist das halt sehr gefährlich. Es gibt Gruppenzwang im Klassenzimmer und online. Das ist wirklich nicht zu verachten, da hat man als Eltern qwirklich nichts mehr zu melden. Und da wird definitiv eine Sucht entwickelt, wenn man sich mal anschaut wie aggressiv die Kids werden, wenn man ihnen auch nur mal alternative Angebote macht.

Das Ding ist: Wir haben früher sehr harmlose Sachen gemacht um uns von den Eltern abzugrenzen. Black Metal oder Punk gehört, Haare langwachsen lassen, sich anders kleiden und sowas halt. Heute dagegen verschwinden die Kids in süchtigmachenden Onlinewelten und das sollte man einfach mal hart kritisieren, ganz besonders eben auch im Spielejournalismus!
Gibt's keine Elternabende, bei denen die Eltern gemeinsame Regel aufstellen können?

Immerhin rauchen und trinken Jugendliche nicht mehr so viel wie früher. Wer mit 13 ständig bekifft ist, hat sein ganzes Leben mit den Spätfolgen zu kämpfen. Ein mäßiges Zeugnis in der 6. Klasse, weil man zu viel Fortnite gespielt hat, interessiert später niemanden mehr. Bald dürften eh Mädels interessanter werden als der PC. ;)

Benutzeravatar
Axel
Beiträge: 2582
Registriert: 1. Jul 2018, 20:43

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von Axel »

Klagsam hat geschrieben:
11. Jan 2019, 20:32
sich mit Nazis prügeln und Stage Diving
Also! Wäre ja mal schön, wenn Nazis heute wieder mehr aufs Maul bekommen würden. Deutschland, vor allem hier im Osten, wäre schlagartig wieder lebenswerter. :mrgreen: Und Stage Diving geht heute nicht mehr, bei den paar Männeln, die sich heute noch in Clubkonzerten verirren. :cry:

Aber ernsthaft: Es ist ja wirklich nicht verkehrt auch mal die Gefahren zu sehen. Kinder kommen nicht mehr raus, entfremden sich mit der Natur, entwickeln keine Neugier und sammeln zudem keine Erfahrungen und Improvisationsfähigkeit. Ja, man hat damals durchaus mal über die Strenge geschlagen - aber daraus auch fürs Leben gelernt. Und besonders Improvisation wird in Zukunft immer wichtiger, wenn sich die Welt immer schneller dreht und verändert. Oder schaut euch mal die Klassen an. Da gibt es viele Kinder, die nicht mal wissen woher Obst und Gemüse kommt. Also wir sprechen hier von grundlegender Allgemeinbildung! Und durch die ganzen Handys werden wichtige Grundfähigkeiten wie Orientierungssinn oder sich im Dunkeln zurechtfinden nicht trainiert. Gerade auch solche Dinge trainiert man vor allem im Alter zwischen 6-10. Wenn die aber alle nur noch vor Fortnite hocken und ansonsten von Heli-Eltern in Watte gepackt werden, werden solche wichtigen Fähigkeiten nicht mehr ausgebildet.

Ja, wie sollen sich denn da selbstständige Charaktere entwickeln? Ich mache mir da wirklich sorgen. Und das hat nichts mit Schwarzmalerei oder so zu tun.
„Kein Wunder also, dass wir uns den Debatten der Allgemeinheit anschließen und lieber darüber nachdenken, wer zu uns gehört und nicht, als gemeinsam über Lösungen zu streiten. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“
(Serdar Somuncu)

Benutzeravatar
Klagsam
Beiträge: 482
Registriert: 9. Dez 2015, 12:06

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von Klagsam »

Axel hat geschrieben:
11. Jan 2019, 21:38
Aber ernsthaft: Es ist ja wirklich nicht verkehrt auch mal die Gefahren zu sehen. Kinder kommen nicht mehr raus, entfremden sich mit der Natur, entwickeln keine Neugier und sammeln zudem keine Erfahrungen und Improvisationsfähigkeit. Ja, man hat damals durchaus mal über die Strenge geschlagen - aber daraus auch fürs Leben gelernt. Und besonders Improvisation wird in Zukunft immer wichtiger, wenn sich die Welt immer schneller dreht und verändert. Oder schaut euch mal die Klassen an. Da gibt es viele Kinder, die nicht mal wissen woher Obst und Gemüse kommt. Also wir sprechen hier von grundlegender Allgemeinbildung! Und durch die ganzen Handys werden wichtige Grundfähigkeiten wie Orientierungssinn oder sich im Dunkeln zurechtfinden nicht trainiert. Gerade auch solche Dinge trainiert man vor allem im Alter zwischen 6-10. Wenn die aber alle nur noch vor Fortnite hocken und ansonsten von Heli-Eltern in Watte gepackt werden, werden solche wichtigen Fähigkeiten nicht mehr ausgebildet.

Ja, wie sollen sich denn da selbstständige Charaktere entwickeln? Ich mache mir da wirklich sorgen. Und das hat nichts mit Schwarzmalerei oder so zu tun.
Persönlich würde ich ja auch nicht wollen, dass mein Kind die ganze Zeit vor Fortnite hängt, aber ich finde man kann darauf auch eine andere Perspektive haben:
Zunächst mal hätte die Generation unserer Großeltern ähnlich schwarz auf uns gucken können - und viele haben das sicherlich auch getan. Und schlussendlich entwickeln sich Kinder ja in die Umwelt hinein in die sie geboren werden. Vielleicht lernen die in Fortnite ja auch zu improvisieren? Gewiss lernen sie mit begrenzten Möglichkeiten kreativ umzugehen, um ans Ziel zu kommen.
Und ich kann dir genau sagen woher Obst und Gemüse kommen: vom Markt, aus dem Supermarkt oder von Amazon geliefert. Vielleicht müssen die meisten Kinder ja gar nicht wissen woher Obst und Gemüse kommen. Wenn du mich jetzt fragen würdest, wie ein Auto funktioniert müsste ich auch mit den Schultern zucken - trotzdem fahre ich eins.
Vielleicht werden die Grundfähigkeiten Orientierungssinn und sich im Dunkeln zurecht zu finden durch die ganzen Handys ja auch weniger wichtig, sprich obsolet?
Ich persönlich bin beispielsweise auch nicht in der Lage ohne Feuerzeug und Streichhölzer ein Feuer anzuzünden - meine Vorfahren konnten das gewiss noch.
Ich glaube wir werden in Zukunft sehen, welche Kinder gut an die Welt angepasst sind und welche nicht. Heute können wir das nicht beurteilen.

Sei mir nich böse, aber ich habe den Eindruck du siehst das sehr stark aus deiner Perpektive, also aus der Perspektive des Gehrins, das weiss wie es anders ist. Und eben aus der Perspektive des älter werdenden Gehirns, das es nicht gut findet, dass sich Dinge ändern - aber das liegt, aus meiner Perspektive, eben in der Natur der Dinge (also dass ein älter werdendes Gehrin Veränderung ablehnt :))

Benutzeravatar
VikingBK1981
Beiträge: 827
Registriert: 31. Okt 2016, 12:04
Wohnort: Werne
Kontaktdaten:

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von VikingBK1981 »

Hab einen 12 jährigen Sohn der nur FIFA und Fortnite spielt. Er treibt aber auch Sport. Finde es schwer, immer nur schwarz oder weiß darzustellen. Kinder könne durchaus Videospiele und Real-Life erleben. War in den 80ern auch so.
PSN/ Steam / XBOXLive / Uplay / Epic / GOG: VikingBK1981
Origin: VikingBJK1981
Twitter: @nordmann_nrw

Benutzeravatar
Bianco Zigar
Beiträge: 24
Registriert: 17. Okt 2017, 17:00

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von Bianco Zigar »

Vielleicht ist es auch nur en Game das grad hip ist.

Benutzeravatar
IpsilonZ
Beiträge: 1316
Registriert: 27. Dez 2015, 17:45
Wohnort: Prag
Kontaktdaten:

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von IpsilonZ »

Gabs da nicht so ne Szene bei Alf? Wo Brian gefragt wird ob er weiß woher das Fleisch kommt das er da isst und er sagt "na klar, aus dem Supermarkt (oder es war McDonalds.. kA)"?
Die Serie ist inzwischen knapp 30 Jahre alt.

Dass wir vergessen wo Dinge herkommen und wie sie funktionieren ist schon n Thema seit locker über 100 Jahren. Die Menschen wissen nicht mehr woher Obst und Gemüse kommt, wie man ein Tier ausnimmt, wie man Getreide anbaut, wie man ein Mammut erlegt... Ich meine, dass wenn jetzt irgendwas apokalyptisches auf uns zu kommt ein Großteil von uns Probleme bekommen wird ist wohl keine Frage. Aber dass Kinder nicht wissen woher Obst und Gemüse herkommt ist sicher nicht auf Fortnite/Onlinespiele zurückzuführen. Es ist einfach Wissen das im Moment unwichtig zu sein scheint, so lange ich in 10 Jahren weiß in welchem Regal im Supermarkt ich es finden kann.
Vielleicht ist es in der Hinsicht ja beruhigend, dass es ja grad durchaus nen Trend dazu gibt, dass viele Leute wieder etwas bewusster mit dem Thema Ernährung umgehen als in den 90ern.

Benutzeravatar
Flo
Beiträge: 194
Registriert: 5. Jun 2016, 11:57
Wohnort: Leipzig

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von Flo »

Jetzt mal abgesehen davon, dass Nazis kloppen und Drogen nehmen illegal ist, während Fortnite im Zweifel Umsatz, ergo Steuergelder finanziert, die von Regierungsseite dankend angenommen werden, gibt es noch einen anderen signifikanten Unterschied, der ausserhalb der Sphären von 'Unverständis gegenüber der jungen Generation' liegt:

Nazis kloppen, Droge nehmen und Stage Diving wird nicht von einem Team aus Data Analystinnen, Psychologinnen und Games Designerinnen initiiert, die im Lohn eines milliardenschweres Aktienunternehmen stehen, welches vom Suchverhalten der Minderjährigen Spielerinnen und Spieler sogar noch profitieren würde.

Die Kritik ist ja auch absolut nicht an die 'Jugend' gerichtet, sondern sie zielt auf unregulierte und auf Kinder ausgerichtete, Massenmanipulation zugunsten der Profitmaximierung eines Aktienunternehmens ab.

Rektor
Beiträge: 90
Registriert: 1. Mär 2017, 03:09

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von Rektor »

puhhh ... nachdem ich die ersten paar seiten gelesen hatte dachte ich mir noch so - ok, du bist bei minute 40, es liegt nicht nur an mir, dass ich irritiert bin - mittlerweile regt sich in mir aber der finger der wut. zeitmarke 1h14; eine mutter die ihrem 10-jährigen für 50€/h statt nachhilfe fortnite coaching bezahlt woraufhin dieser in der ganzen schule den macker raushängen lässt ... wtf seriously? klar, damit ich mich drüber aufregen kann muss es erstmal einer erzählen, aber im selben atemzug muss doch eine hand aus dem himmel fahren und mit erhöhter geschwindigkeit hinterköpfe abfahren. ein uni tutor bekommt mindestlohn, studentische hilfskräfte allgemein gehen gegen mindestlohn während da einer sitzt und davon berichtet, dass er sich für deutschlands besten fortnitelehrer hält, ich komm aus dem kopfschütteln nicht mehr raus. "die leute geben so viel geld, weil fortnite ein so unfassbar gutes produkt ist" ... ich hab dellen in schreibtischform an meiner stirn

ZiggyStardust
Beiträge: 346
Registriert: 14. Nov 2018, 12:53

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von ZiggyStardust »

Bin durch Zufall auf einen Artikel gestoßen, der sich mit der aktuellen Generation von Jugendlichen beschäftigt. Manche Zahlen sind schon erschreckend. Smartphones und Social Media scheinen Gift für die geistige Gesundheit zu sein.

https://www.theatlantic.com/magazine/ar ... on/534198/

Fortnite ist sicher nicht das geeignete Gegenmittel, sondern könnte die Effekte noch verstärken.

Es würde mich nicht wundern wenn in 20 Jahren deutlich mehr Menschen zwischen 30 und 40 Single sind als heutzutage.

ganga
Beiträge: 170
Registriert: 2. Aug 2017, 20:11

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von ganga »

Rektor hat geschrieben:
14. Jan 2019, 06:09
puhhh ... nachdem ich die ersten paar seiten gelesen hatte dachte ich mir noch so - ok, du bist bei minute 40, es liegt nicht nur an mir, dass ich irritiert bin - mittlerweile regt sich in mir aber der finger der wut. zeitmarke 1h14; eine mutter die ihrem 10-jährigen für 50€/h statt nachhilfe fortnite coaching bezahlt woraufhin dieser in der ganzen schule den macker raushängen lässt ... wtf seriously? klar, damit ich mich drüber aufregen kann muss es erstmal einer erzählen, aber im selben atemzug muss doch eine hand aus dem himmel fahren und mit erhöhter geschwindigkeit hinterköpfe abfahren. ein uni tutor bekommt mindestlohn, studentische hilfskräfte allgemein gehen gegen mindestlohn während da einer sitzt und davon berichtet, dass er sich für deutschlands besten fortnitelehrer hält, ich komm aus dem kopfschütteln nicht mehr raus. "die leute geben so viel geld, weil fortnite ein so unfassbar gutes produkt ist" ... ich hab dellen in schreibtischform an meiner stirn
Und der Zusammenhang zwischen Uni Tutor und Fortnite Coach ist jetzt wo? Wird letzteres aus öffentlichen Geldern finanziert? Mal davon abgesehen dass der Uni Dozent das Geld brutto verdient, während von den 40-50 € erstmal ein Anteil an die Agentur weggeht und dann noch weitere Abgaben hinzu kommen, ich glaube er hat von 20-25 Euro gesprochen die er letztendlich verdient. Für Golf Stunden zahlen Leute Hunderte von Euros, manche gehen mehrfach die Woche zum Personal Trainer.
Wieso sollte die Mutter übrigens Geld in Nachhilfe investieren -kann mich nicht erinnern dass suggeriert wurde dass der Junge anstatt Nachhilfe Fortnite Coaching erhalten hat.
Man muss ja sicherlich nicht in allem übereinstimmen was der Gast erzählt hat und dass er selbst sehr euphorisch und gehypt ist hat glaube ich auch jeder gemerkt, aber er ist sicher nicht schuld an Lohngefällen.

Benutzeravatar
Flo
Beiträge: 194
Registriert: 5. Jun 2016, 11:57
Wohnort: Leipzig

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von Flo »

ZiggyStardust hat geschrieben:
14. Jan 2019, 12:59
Bin durch Zufall auf einen Artikel gestoßen, der sich mit der aktuellen Generation von Jugendlichen beschäftigt. Manche Zahlen sind schon erschreckend. Smartphones und Social Media scheinen Gift für die geistige Gesundheit zu sein.

https://www.theatlantic.com/magazine/ar ... on/534198/

Fortnite ist sicher nicht das geeignete Gegenmittel, sondern könnte die Effekte noch verstärken.

Es würde mich nicht wundern wenn in 20 Jahren deutlich mehr Menschen zwischen 30 und 40 Single sind als heutzutage.
Der verlinkte Artikel wurde hier im Forum schon mal zur Debatte gestellt.
siehe: viewtopic.php?f=5&t=2703

bimbes1984

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von bimbes1984 »

Ich habe in der letzten Woche ein paar mal bei Twich (u. A. Dr. Disrespect) reingeschaut und verstehe den Hype noch immer nicht....unfassbar hektisches Gameplay (alleine das schnelle rumgebaue *würg*) und ein Grafikstil der mich absolut nicht anspricht, ich habe nix gegen Comiclook, aber der Stil von Fortnite gefällt mir absolut gar nicht.

Ich bin evtl. auch mittlerweile zu alt für den Scheiß™

Mich stört es auch nicht, dass Kinder (viel) Geld dafür ausgeben, Kinder geben soviel Geld aus, wie es von den Eltern zur Verfügung gestellt wird. Ich habe damals als Kind mein Taschengeld auch für Blödsinn ausgegeben, jeder wie er will...

Das einzig interessante an der Folge war mMn das Spiele-Coaching, auch hier: wer das Geld hat und seinem Kind damit eine Freude macht, wieso nicht? Es bleibt ja jedem selbst überlassen, wofür man sein Geld ausgibt und das es Gruppendruck gibt, ist jetzt nichts Neues, den gab es auch vor Fortnite.

Ich habe zu viel von der Folge erwartet, dachte man könnte mich auch hypen...hat halt nicht funktioniert :D

Ich nehme meine Kritik der Werbeveranstaltung auch zurück, ich mein....was soll ein Fan/Coach von dem Spiel auch berichten? er MUSS es ja super finden.

lnhh
Beiträge: 1881
Registriert: 11. Jul 2016, 11:11
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von lnhh »

Die Welt+ hat Etienne Garde zum Thema interviewed

[Edit durch HerrReineke: Link gelöscht!]
Fuck Tapatalk

Benutzeravatar
screamingblood
Beiträge: 310
Registriert: 6. Nov 2016, 01:42

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von screamingblood »

lnhh hat geschrieben:
15. Jan 2019, 14:15
Die Welt+ hat Etienne Garde zum Thema interviewed:

[LINK DURCH ZITIERENDEN ENTFERNT]
Versteh mich da jetzt nicht falsch, aber... kopierst du uns da gerade einen Pay-Artikel, damit wir den lesen können, ohne dass die Ersteller des Contents etwas daran verdienen?

Benutzeravatar
Sakesleg
Beiträge: 163
Registriert: 13. Feb 2018, 17:54

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von Sakesleg »

Gut so, kein Geld für Axel Springer :)

Benutzeravatar
screamingblood
Beiträge: 310
Registriert: 6. Nov 2016, 01:42

Re: Runde #196: Der Hype um Fortnite (feat. Fortnite-Coach Daniel)

Beitrag von screamingblood »

Hey, beim zweiten Teil bin ich völlig bei dir. Einen Verlag, den man für nicht unterstützenswert hält, zu boykottieren, ist völlig in Ordnung und begrüßenswert.

Seine Artikel dann einfach zu kopieren und weiterzuverbreiten, ist aber zumindest unredlich, und spätestens im Forum eines Unternehmens, das sich ausschließlich von ehrlichen Pay-Kunden finanziert, eine ziemliche Ironie...

Antworten