Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

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Dee'N'bee
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Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Dee'N'bee » 18. Jan 2019, 08:12

Hahahah, herrlich Jochen beim Ranten zuzuhören :lol:

Schon erstaunlich dass sich Jochen erneut auf DA:I eingelassen hat :clap: ...und dass sogar 100 Stunden lang.
Gibt es doch seit dem letzten Podcast immerwieder Seitenhiebe gegen das Spiel.

Für mich ist DA:I ein zweischneidiges Schwert. Einerseits hatte ich 2014 ne gewisse Zeit lang Spaß, doch andererseits wurde es leider dann doch ziemlich ermüdend, wenn man so wie ich immer alles erledigen will. Weshalb ich es auch damals nie fertig gespielt habe.

Erst auf der Ps4 habe ich es, 2017 glaub ich, nach mehreren Anläufen beendet. Hab da aber, wie es Jochen auch empfiehlt, das ganze unnötige Beiwerk getrost ignoriert. Hätt ich das nicht getan, hätt ich es wahrscheinlich bis heute noch nicht durch.

Funfact:

Für alle die DA:I auf der Ps4 angehn wollen und leider keine Möglichkeit haben den von Jochen erwähnten Wartable Mod zu nutzen. Man kann den Table exploiten in dem man einfach die Zeit in der Playstation 4 nach vorne stellt.

Ohne Tage lange Wartezeit, machts das Ganze dann doch ein wenig erträglicher

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Kingslayer
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Kingslayer » 18. Jan 2019, 09:34

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr fallen mir Parallelen zwischen Inquisition und dem neuen God of War auf. Beide haben viel zu viel absolut anspruchslosen und überflüssigen Sidecontent. Beide haben teils massive Pacingprobleme durch ihre Open-Worlds.
In beiden kann man Wasser aus einem See ablassen. In beiden gibt es einen nervigen runden Tisch.
=> Dragon Age 4 von Cory Barlog confirmed.

Ach und Jochen du findest Sera so schrecklich, aber mit dem Callen oder Callus oder wie auch inmer dieser absolut generisch-langweiligste Templertyp da heißt hast du keine Probleme? Sera hat wenigstens eine Persönlichkeit.
Und welches Assassin's Creed spielst du, bei dem der Großteil des Sidecontents weniger schlecht designed ist als in Inquisition?

PS: Sicher, dass das nicht eigentlich eine Folge "Wer macht denn sowas?" sein sollte?
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Decius
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Decius » 18. Jan 2019, 09:45

Kingslayer hat geschrieben:
18. Jan 2019, 09:34
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr fallen mir Parallelen zwischen Inquisition und dem neuen God of War auf.
Auf Biegen und Brechen kann man wohl alles vergleichen, auch ein sinnloses dreimal zu langes Open "World"-Grindfest, mit katastrophal implementierten Systemen und ein recht kurzes, knackiges, in sich geschlossenens, insgesamt sehr lineares Action-Adventure bei dem einzig das überflüssige Craften kurz gestört hat. Warum man das macht, ist mir aber nicht ganz klar. ;)

Und die letzten beiden ACs bieten gerade beim Sidecontent einige echt sehr gute Geschichten. Klar, gibt auch viele sehr generische Quests aus dem Generator (wortwörtlich. Zufallsgenerierte Quests), aber da sind auch viele dabei, die auch beim Witcher 3 oder bei BG gut reingepasst hätten von Qualität und Stil.

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Alienloeffel
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Alienloeffel » 18. Jan 2019, 10:00

Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass DAI generischeren Sidecontent hat als andere vergleichbare Spiele. Ich fand es einfach zu vollgestopft mit sinnlosem Kram und der Plot wird in der zweiten Hälfte einfach mies. Ich musste mich regelrecht zwingen es durchzuspielen weil ein Freund meinte das Ende sei voll gut und ich konnte es mir nicht vorstellen. Ich hatte Recht behalten. Aber den Einstieg fand ich zum Beispiel nicht schlimm. DIe Prämisse wurde eben von hinten aufgerollt. Das wäre besser gegangen, ging aber auch so.
Gameplay fand ich eigentlich auch sehr spaßig, habe aber nur mit nem Fernkampf Schurken gespielt und gerade die erwähnte Rückwärtsrolle spielt sich saugeil.

Echt kein Meisterwerk, aber auch kein Totalunfall. Wie Fastfood. Man fühlt sich am Ende irgendwie leer obwohl man die ganze Zeit gegessen hat. Aber währenddessen ists gar nicht so schlecht.

ZiggyStardust
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von ZiggyStardust » 18. Jan 2019, 10:21

Mir hat es damals überhaupt nicht gefallen. Fand das Setting viel zu kitschig und die Kämpfe furchtbar. Mass Effect Andromeda hat mir hingegen richtig gut gefallen. Da haben die Kämpfe Spaß gemacht, die Grafik sah hübsch bunt aus und Dialoge und Story waren zumindest auf 90er-TV-Serienniveau. Natürlich kein Vergleich zur Originaltrilogie, aber ich hatte viel schlimmeres befürchtet nach den ganzen Verrissen.

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bluttrinker13
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von bluttrinker13 » 18. Jan 2019, 11:18

Kingslayer hat geschrieben:
18. Jan 2019, 09:34
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr fallen mir Parallelen zwischen Inquisition und dem neuen God of War auf. Beide haben viel zu viel absolut anspruchslosen und überflüssigen Sidecontent. Beide haben teils massive Pacingprobleme durch ihre Open-Worlds.
In beiden kann man Wasser aus einem See ablassen. In beiden gibt es einen nervigen runden Tisch.
=> Dragon Age 4 von Cory Barlog confirmed.
Bidde what?? Ironie, oder? ;)
Die Sidequests in GoW waren seit langem mal wieder gute Vertreter ihrer Klasse, allein durch die zusätzlichen Dialoge zwischen Kratos, Atreus und Mimir.
Und wenn du das Spiel, oder Kampfsystem, anspruchslos fandest, hast du eventuell die challenges in Muspelheim und Niflheim noch nicht probiert. Oder die Walküren. Give it a try!

Stuttgarter
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Stuttgarter » 18. Jan 2019, 11:19

Ich hör die Folge grade, und nach 28:34 Minuten kann ich nur sagen: Hach, macht das Zuhören Spaß!! :)

Nordhesse80
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Nordhesse80 » 18. Jan 2019, 12:11

Inquisition hat bei mir für die Dragon Age Reihe das gleiche bewirkt, wie Andromeda für die Mass Effect Reihe.
Es könnte mir nach den Titeln nicht egaler sein, ob noch ein Nachfolger erscheint. Sowas will ich nicht noch einmal spielen.

Hab jetzt vor Dragon Age 1 nochmal anzuzocken und lieber damit in Erinnerungen zu schwelgen. Mass Effect 1-3 hatte ich auch nochmal rausgeholt und das hat mir auch mehr gegeben als der letzte Ableger.

Rince81
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Rince81 » 18. Jan 2019, 13:02

Tolle Wertschätzung - auch wenn ich häufig anderer Meinung bin - mein Zähler bei Dragon Age Inquisition steht bei 220 Stunden - nur Singleplayer...

Was mich am meisten irritiert, ist Jochens Verweis auf externe FAQ weil das Spiel angeblich nicht erklärt - auch im zweiten Playthrough. Warum eigentlich?
Ich nehme mal den Kriegstisch. Ich finde der ist ein nettes kleines Feature, das nebenbei viele kleine Geschichten erzählt. Kann man größtenteils ignorieren oder seinen Spaß mit haben. Und ja, die Echtzeittimer waren da teils viel zu hoch - das hat Bioware vergeigt. Jochen hat sich aber gefühlt so in Rage geredet, dass er auch da auf externe FAQ verweist um das eigene Spiel dort zu "optimieren" und "effektiv" zu spielen. Warum eigentlich? Einerseits heißt es, dass da weit über 100 Missionen sind und das eigentlich viel zu viel - warum ist es dann aber schlimm, dass "meine" Wahl eben mal die falsche war und eine oder andere davon abbricht weil die Mission eben gescheitert ist?

Ich denke man hat mit dem Spiel keinen Spaß, wenn man versucht es effektiv zu spielen und nichts zu verpassen und man weiß eben manchmal nicht, was passiert, wenn man etwas tut.
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

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Jochen
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Jochen » 18. Jan 2019, 13:13

Rince81 hat geschrieben:
18. Jan 2019, 13:02
Warum eigentlich?
Weil es schlechtes Gamedesign ist, eine Quest (und nichts anderes sind die Kriegstischmissionen) zu failen, indem man zufällig das Tor mit dem Zonk erwischt. Wenn ich Lotto spielen will, ist das richtige Lotto viel spannender designt ;)

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Indii
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Indii » 18. Jan 2019, 13:36

Man kann hören, dass Jochen sich zwar sehr gründlich mit Spiel auseinandergesetzt hat, aber an manchen Stellen schlägt die Kritik ein bisschen über die Stränge. Zum Beispiel einem ganzen Haufen an Bioware-Mitarbeitern pauschalisierend vorzuwerfen, dass sie wahlweise keine Lust hatten, an dem Spiel zu arbeiten oder unfähig sind, ist ein bisschen krass, wenn man das mit nichts weiter belegen kann, als dass einem die Quests in einem Spiel, von dem man sowieso schon keine gute Meinung hat, nicht gefallen. In dem Kapitel über DAI in Jason Schreiers Buch "Blood, Sweat, and Pixels" lesen sich die Probleme während der Entwicklung ein ganzes Stück differenzierter, und Schreier hat zumindest mit einigen Mitarbeitern gesprochen.

Natürlich geht es hier erstmal nur um Jochens Meinung und nicht die allgemeingültige Wahrheit, wie Jochen ja vor einigen Wochen oder Monaten (ich vergesse gerade den genauen Podcast) selbst ausgeführt hat. Es kommt nur in diesem Fall bei mir überwiegend so herüber, als ob er sagt "Das ist objektiv scheiße" und nicht so sehr wie "Ich finde, das ist scheiße". Jochen hat zwar in dem Podcast, auf den ich mich hier beziehe, auch gesagt, dass die Aussage "ich finde" oder "meiner Meinung nach" in der Kritik quasi ein "goes without saying" ist. Aber gerade bei Aussagen, die sich nicht nur auf das Endprodukt, sondern auf den Arbeits- und Entstehungsprozess beziehen, wird das nicht immer sofort klar und kommt eben anders an, zumindest bei mir.

Im Endeffect ist es ja auch nicht nötig, sich noch mal 100 Stunden mit einem über drei Jahre alten Spiel zu beschäften, dass man damals schon scheiße fand, nur um noch mal klarzustellen, dass man es scheiße findet. Denn neue Erkenntnisse hab ich aus den eineinhalb Stunden Wertschätzung nicht mitgenommen. Alle Kritikpunkte an DAI sind ja schon vor Jahren bis zum Erbrechen durchgekaut worden.

Um nicht nur Negatives zu sagen: die meisten der Kritikpunkte an dem Spiel kann ich nachvollziehen. Ich weiß selbst nicht so ganz genau, warum ich mich daran damals überhaupt nicht gestört habe. Aus heutiger Sicht würde ich sage, ich hab' s trotz der Schwächen gerne gespielt. Dasselbe gilt übrigens auch für MEA.

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Brahlam
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Brahlam » 18. Jan 2019, 14:39

Wirklich erstaunlich wie sehr Jochen und auch Sebastian mir in der Folge aus dem Herz gesprochen haben. Ich war so verdammt frustriert mit DA:I...
Schmunzeln musste ich auch, da ich einer dieser Menschen bin die gerne Nahkämpfer spielen (wenn auch eher DD's), aber die sind derartig langweilig und Stupide und Underbalanced... ich musste meinen ersten Playthrough abbrechen weil es einfach nicht möglich war weiter zu kommen ohne XP zu grinden. Während ich im zweiten Durchgang mit 3 Magiern und einem Tank den Schwierigkeitsgrad hochdrehen musste um überhaupt einen Widerstand zu spüren (der übrigens nur die HP der Gegner ändert... tolles Game Design auch hier).
Ich war sogar so verblendet alle Drachen umzubringen und sämtliche Astarien und Schädel zu machen, nur um dann festzustellen das in dieser depperten Höhle am Ende nur ein NoName Golem steht und sonst nichts, nur wertloser Schrott, keine tolle Auflösung keine tolle Belohnung für all die Mühen... danach hatte ich dann auch absolut keine Lust mehr auf die DLC's, die können mir gestohlen bleiben. Wenn ein Spiel meine eigene Zeit nicht wertschätzt dann trete ich es in die Tonne, Punkt aus. Am Ende war es mir nicht nur Schade um die Zeit sondern sogar um das Geld das ich Bioware dafür zahlte.
Die nächste Vollkatastrophe mit Andromeda wunderte mich da kaum noch, auch wenn ich Trottel das Ding auch durchgespielt habe.
Andromeda hatte sogar die gleichen 0815 Nebenquests, ja sogar die Hauptquests waren Teilweise auf Asia Grinder Niveau was die Geschichte angeht.

Der Neue Titel scheint auch ein prädestinierter Flop zu sein wenn man denen Glauben schenken darf die diesen schon gespielt haben. Beweis dafür sind die extrem langweiligen Gameplay Videos die man auf Youtube von diversen Streams finden kann. Wer bitte glaubt das man mit Monetarisierung Spielspaß erzeugt?
Anthem ist einfach der billige Versuch den Erfolg von einem Destiny und Warframe mit der Marke Bioware zu kombinieren um noch ein wenig Geld aus der Marke zu quetschen, ohne dabei auch nur ein Element mitzunehmen das die genannten Titel groß gemacht haben, es wirkt eher als ob sie alles schlechte aus Warframe (Grind) und Destiny (mangelnder generischer Inhalt) in einem Titel kombiniert haben.
Trotzdem habe ich mein Gehirn dabei erwischt wie es sich überlegte doch mal in Anthem reinzuschauen, so schlecht kann es ja nicht sein... (TROTTEL!) xD

rammmses
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von rammmses » 18. Jan 2019, 16:11

Schade, da dies im Grunde das vorzeitige Ende eines neuen tollen Formats einläutet. Jochen kann einfach niemals mehr "Aber warum?" sagen, ohne sich komplett lächerlich zu machen, wenn er ZUM ZWEITEN MAL dieses Spiel durchgespielt hat. ;)

Ich kann ansonsten der Meinung und Analyse von Jochen völlig zustimmen. Das liegt auch alles auf der Hand. Ich habe es damals nach einigen hohen 80er oder gar 90er Wertungen zu Release gekauft und war bodenlos enttäuscht und gleichzeitig überrascht, wie ALLE diese Mängel des Spiels an den Testern komplett vorbeigegangen sein können. Lediglich 4players hat das halbwegs erfasst, aber bei der ihren Reviews ist auch immer sehr viel Subjektivität, sodass ich sie nicht ausreichend ernst genommen habe. Ganz ähnlich lief es ja dann auch mit Mass Effect Andromeda, das auch gnadenlos überbewertet wurde, wenn man mich fragt. Was jetzt mal interessant wäre, wäre noch ein Gespräch mit einem ernsthaften Verfechter dieser Spiele, es soll ja sogar Leute geben, die sie besser als die Vorgänger fanden. Warum stören schlechte Design-Entscheidungen und Writing nicht? Wer findet MMO-Grind-Quests in einem SP-Spiel toll? Ich würde gerne diesen Standpunkt verstehen, aus den Tests werde ich nicht schlau, weil die einfach so tun, als ob diese Spiele nicht großartig anders wären als ihre Vorgänger oder einfach auf offensichtliche Schwächen gar nicht eingehen.

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Vinter
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Vinter » 18. Jan 2019, 16:56

Ich hab DA:I auch irgendwann gespielt und fand es weit weniger schlecht, als es häufig gemacht wurde. Hatte beeindruckende Landschaftsgrafiken, teils kreative Ideen in den Hauptquests wie Zeitreisen etc.

Dabei hab ich mich anfangs unfassbar wegen des Kampfsystems über das Spiel geärgert. Ich starte Spiele idR auf höheren Schwierigkeitsgraden und was ich auch probierte, ständig kippten mir unvorhersehbar einzelne Charaktere um. Hab sukzessiv den Schwierigkeitsgrad reduziert und es blieb immer das gleiche. Ich hab das irgendwann - fuchsteufelswild - im Taktikmodus versucht, zu beobachten und es stellte sich raus, dass ständig irgendwo willkürlich Schaden aufschlug, ohne, dass man als Spieler was dagegen machen kann. Habs mit der Pausen/Zeitlupenfunktion betrachtet: Der Schurke steht hinter einem Bär, volle HP, Pause, volle HP, Pause, volle HP, Pause, halbe HP. Ohne, dass es ein Anzeichen dafür gab, warum das passiert. Da war kein AoE Effekt, da war keine "Auflade"-Animation, nix. Ohne sichtbaren Grund verschwanden große Teile der HP von einer Milisekunde auf die andere.

Ich hab dann das Spiel auf den untersten Schwierigkeitsgrad gestellt, Kämpfe im Actionmodus gespielt und je nach Lust und Laune mal diesen oder jeden Charakter direkt gesteuert und dann war das auch ganz fluffig, fast wie Diablo. Und dann waren auch diese ganzen Belanglosen Sidequests okay, denn es ging ja eh nur darum, durch die Gegend zu streifen, die Grafik zu bewundern und Pew! Pew! zu machen :lol:

Hätte jetzt fast Lust, mich nochmal drüber zu ärgern... :ugly:

Ah, Apropos:
Tank hier :D
Hab in meiner aktiven WoW Zeit fast ausschließlich mit verschiedenen Tankklassen geraidet, insbesondere Krieger und Paladin. Das ist wenigstens mal ne Rolle mit Verantwortung und aktivem Spiel, bei dem man aufpassen muß, was passiert. Da kann man wenigstens mal die Kartoffeln aus dem Feuer holen, nicht so wie ein dämlicher Schurke backstab backstab backstab oh hab das Feuer nicht gesehen, musste auf das Damagemeter onanieren!

jeanpaulrichter
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von jeanpaulrichter » 18. Jan 2019, 17:04

Schon lustig wieviel Redebedarf so ein 5 Jahre altes Spiel noch weckt (offensichtlich auch bei mir :). Die Dragon Age Reihe steht ja bei vielen als Symbolbild für den Niedergang von Bioware. Teil eins der Klassiker, Teil zwei kleiner und weniger komplex, Inquisition schließlich der traurige Endzustand des EA-Biowares. Ehrlich gesagt liegt meine eigene Meinung gar nicht so weit davon entfernt, trotzdem ein paar Punkte die das Bild ein bisschen verkomplizieren:
1. Ja, Origins ist auch mein Lieblingsteil. Aber wenn man ehrlich ist, war es schon auch etwas arg bieder. Bis hin zum Erzdämon-Drachen als Endgegner...
2. Ja, Teil 2 hat auch mich enttäuscht, aber es hatte einige interessante Ideen und man merkte zumindest das hier was neues versucht wird. Sei es die lokale Beschränktheit bei gleichzeitiger Ausdehnung des Erzählrahmens auf mehrere Jahrzehnte, sei es der halbwegs amüsante unzuverlässige Erzähler usf. Ich würde z.B. auch sehr gerne wissen wie diese Geschichte mit Anders (hieß der so? der Magier, der zum Katalysator für Teil 3 wird?) geplant war. Der sollte glaube ich im Lauf der Zeit immer mehr in eine Depression abdriften, die dann seine finale Entscheidung plausibel macht. Hat bei mir erzählerisch null funktioniert, aber es ist wenigstens ambitioniert und interessant.
3. Ja, Inquisition ist Mist. Kein aber.

PS: Der Grund warum man in Origins ohne Probleme einen Krieger spielen konnte ist, dass es das letzte Bioware "Party"-Rollenspiel war, man also (im Kampf) keinen Krieger sondern alle Charaktäre gespielt hat. Zumindest wenn man wollte und den Schwierigkeitsgrad raufgedreht hat. Ich persönlich hab gleichzeitig aber nix gegen mehr actionorientierte Systeme. Das ist also nicht unbedingt das Hauptproblem der späteren Teile (auch wenn ich dann die Schwierigkeit meistens eher runter statt raufdrehe damits schneller vorbei ist, also wie Vinter ^^)

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Kingslayer
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Kingslayer » 18. Jan 2019, 17:17

Decius hat geschrieben:Auf Biegen und Brechen kann man wohl alles vergleichen, auch ein sinnloses dreimal zu langes Open "World"-Grindfest, mit katastrophal implementierten Systemen und ein recht kurzes, knackiges, in sich geschlossenens, insgesamt sehr lineares Action-Adventure bei dem einzig das überflüssige Craften kurz gestört hat. Warum man das macht, ist mir aber nicht ganz klar.
Ironie, mein Freund, Ironie.
Ich hätte doch einen Smiley anhängen sollen :lol:


Aber das God of War mit seinen rund 30 Stunden kurz und knackig ist, meinst du jetzt nicht ernst. Ja das ist vielleicht deutlich kürzer als Inquisition, das heißt jetzt aber nicht viel. Und die teils vorhandene Linearität schadet dem Spiel so wie dort umgesetzt imo, da sie zu absolut scheußlichem Backtracking führt und Pacingprobleme hat es obendrein auch noch. Was du mit in sich geschlossen meinst, ist mir nicht so ganz klar.
aber da sind auch viele dabei, die auch beim Witcher 3 oder bei BG gut reingepasst hätten von Qualität und Stil.
Naja, übertreiben muss man es jetzt auch nicht, wobei du bei Baldurs Gate vielleicht recht hast, zumindest der erste Teil hat ja auch keine gute geschriebenen Nebenquests.
Und die, die in AC rein vom writing her besser als generischer Standard sind, kann man an einer Hand abzählen. Vom Gameplay ganz zu schweigen
bluttrinker13 hat geschrieben: Bidde what?? Ironie, oder?
Die Sidequests in GoW waren seit langem mal wieder gute Vertreter ihrer Klasse, allein durch die zusätzlichen Dialoge zwischen Kratos, Atreus und Mimir.
Und wenn du das Spiel, oder Kampfsystem, anspruchslos fandest, hast du eventuell die challenges in Muspelheim und Niflheim noch nicht probiert. Oder die Walküren. Give it a try!
Für Ironie, siehe oben :D

Allgemein ist das Problem mit dem ganzen Sidecontent, dass das entweder laufen bzw. Bootfahren, Kinderrätsel lösen, die meiste Zeit aber Kämpfen ist. Fortbewegung ist in Gow langweilig, außer wenn durch Dialoge aufgelockert, Kinderrätsel lösen ist für, naja, für Kinder halt und das Kampsystem ist auch nicht sonderlich gut. Jetzt nicht schlecht, aber eben nichts Besonderes.

Die paar netten Dialoge pro Sidequest waren literally das einzige, was an denen nicht komplett belanglos, uninteressant und überflüssig war.
Muspelheim, war für mich tatsächlich nicht anspruchsvoll, vielleicht hatte ich dafür aber auch einen zu hohen Level.
Nilheim empfand ich als sehr repetitiv und nervig.
Und komm mir bloß nicht mit den Walküren. Die hätten vielleicht sogar ganz cool sein können, wenn das Kampfsystem nicht so viele Probleme hätte. Aber ein Kampf, der aufgrund des absurd hohen Lebens der Walküren schon mal zehn Minuten dauern kann, und bei dem man wegen des sehr hohen Schadens eine geringe margin of error hat, bei dem habe ich keine Lust den nochmal zu machen weil Angriffe teils nicht klar lesbar sind oder es unsaubere Hitboxen gibt.(Ich hab sie natürlich trotzdem bekämpft :? )
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Leffel
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Leffel » 18. Jan 2019, 18:11

jeanpaulrichter hat geschrieben:
18. Jan 2019, 17:04
PS: Der Grund warum man in Origins ohne Probleme einen Krieger spielen konnte ist, dass es das letzte Bioware "Party"-Rollenspiel war, man also (im Kampf) keinen Krieger sondern alle Charaktäre gespielt hat. Zumindest wenn man wollte und den Schwierigkeitsgrad raufgedreht hat. Ich persönlich hab gleichzeitig aber nix gegen mehr actionorientierte Systeme. Das ist also nicht unbedingt das Hauptproblem der späteren Teile (auch wenn ich dann die Schwierigkeit meistens eher runter statt raufdrehe damits schneller vorbei ist, also wie Vinter ^^)
Auch wenn Dragon Age II keine Taktikansicht hatte, konnte man das Spiel im Kampf mehr oder weniger wie Origins spielen. Zumindest habe ich die taktischen Anweisungen in beiden Teilen intensiv verwendet und stets einen der Party-Fernkämpfer gesteuert, während sich mein Krieger und die Begleiter autonom in den Kampf gestürzt haben und nur gelegentlich von mir umpositioniert wurden.
Die starke Veränderung hin zu Inquisition, bei dem diese Optionen nicht mehr zur Verfügung standen, verursachte von meiner Seite bei längeren Spielsessions aktives Desinteresse an den Kämpfen, was bei mir letztendlich neben der zu wenig fesselnden Geschichte den vorläufigen Abbruch verursachte.

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Bianco Zigar
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Bianco Zigar » 18. Jan 2019, 18:58

Ich habe Dragon Age Inquisition nie gespielt, aber mir ist etwas in der Folge klargeworden. Und zwar als Sebastian davon sprach das er ewig in dem ländlichen Gebiet rumdümpelt, und jochen ein Zeitlimit verteufelt (tu ich auch aber das tut für das Argument nichts zur sache) weil Sie beide Angst haben etwas zu verpassen. Falls nicht geschehen solltet ihr beide wirklich mal ein richtiges Roguelike spielen. Und damit meine ich nicht mal ausprobieren und wieder weglegen sonder ausgiebig spielen bis sich ein erfolg einsetzt. Denn im Roguelike kann man standartmäßig manche monster nicht angehen, oder jenes item in greifbarer nähe nicht haben und so weiter und so fort. Also tatsächlich deutlich näher an der realität als das wie hier beispielsweise DA:I macht wo man alles haben kann solange man nur abarbeitet.

Sondern man muss tatsächlich strategische entscheidungen treffen und mal abwägen. Man könnte nun argumentieren dass das bei spielen bei dem man entweder den gut oder böse strang auswählt, ähnlich ist. Aber hier hat man mmn. ja sowieso seinen moralischen kompass und spielt halt wie man spielt.

Vielleicht wäre das wirklich eine möglichkeit aus diesen festgefahrerenen Verhaltensmustern auszubrechen, ganz einfach weil man es, um erfolgreich zu sein, tun muss.

lolaldanee
Beiträge: 825
Registriert: 2. Jun 2016, 14:05

Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von lolaldanee » 18. Jan 2019, 19:05

Also was DA II und seine Kämpfe angeht: Der einzige relevante Unterschied zwischen DA II und Origins ist, dass sich die Kamera etwas zu wenig rauszoomen lässt. Alles andere ist quasi identisch. Das Kampfsystem von DA II hat exakt NULL zusätzliche Action, es spielt sich absolut auf die gleiche Weise wie Origins.

Es entsteht lediglich der Eindruck es sei actionreicher, weil es stärker so inszeniert ist. Die Art wie man die Kämpfe spielt unterscheidet sich (bis auf das Ärgernis die Kamera mehr rumschubsen zu müssen wegen der mangelnder Übersicht) nicht. Manchmal habe ich das Gefühl, niemand hat DA II jemals länger als die ersten beschissen 30 Minuten gespielt, und die ganzen absolut fantastischen restlichen 20 Stunden nicht gesehen *seuftz*

Mein Kanditat für das unterschätzteste Spiel aller Zeiten :(

Tengri Lethos
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Re: Wertschätzung: Dragon Age Inquisition

Beitrag von Tengri Lethos » 18. Jan 2019, 19:30

lolaldanee hat geschrieben:
18. Jan 2019, 19:05
Also was DA II und seine Kämpfe angeht: Der einzige relevante Unterschied zwischen DA II und Origins ist, dass sich die Kamera etwas zu wenig rauszoomen lässt. Alles andere ist quasi identisch. Das Kampfsystem von DA II hat exakt NULL zusätzliche Action, es spielt sich absolut auf die gleiche Weise wie Origins.

Es entsteht lediglich der Eindruck es sei actionreicher, weil es stärker so inszeniert ist. Die Art wie man die Kämpfe spielt unterscheidet sich (bis auf das Ärgernis die Kamera mehr rumschubsen zu müssen wegen der mangelnder Übersicht) nicht. Manchmal habe ich das Gefühl, niemand hat DA II jemals länger als die ersten beschissen 30 Minuten gespielt, und die ganzen absolut fantastischen restlichen 20 Stunden nicht gesehen *seuftz*

Mein Kanditat für das unterschätzteste Spiel aller Zeiten :(
Ich habs durchgespielt und bin immer noch der Meinung, dass sie es nicht Dragon Age II hätten nennen sollen. Hawke: A Dragon Age Story wäre viel eher was gewesen. Aber da hat EA zu kurz gedacht und den kurzfristigen Mehrgewinn durch die Benennung dem langfristigen Erhalt der "Markenintegrität" geopfert. Zumal ich mir sicher bin, dass das ganze Ding auch als DLC für den ersten Teil hätte abgewickelt werden können.

Zu DA:I kann ich nur sagen, dass ich einer der Trottel war, die tatsächlich alles im Spiel gemacht haben, weil ich dachte "Dann gibts nachher bestimmt eine tolle Story Belohnung...irgendeine Option in Dialogen, eine Enthüllung, die nur ich bekomme". Und nein, gab es nicht...was für eine Enttäuschung.

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