Runde #198: Konsole vs. PC Master Race

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Lansbury

Runde #198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Lansbury »

Hallo an die Community,

war eine sehr gute Folge und es war mal interessant, dieses eigentlich ausgewaschene Thema aus eurer Perspektive zu hören. Auch deswegen, weil man gerne "Grundsatzdiskussionen" von euch lauscht um eure Kernhaltung besser kennenzulernen, um somit eure weiteren und vergangenen Meinungen besser einschätzen zu können.

Ich persönlich habe den Großteil meines Lebens Konsole gespielt, da man, vor allem in Kindheit und Jugend, nicht viel falsch machen konnte.
Aber im Laufe der Jahre, haben mich etliche Faktoren entscheidend gewurmt und langsam von den Konsolen weggebracht. Und der größte Faktor war die maximale "Verschleißfreundlichkeit" beim PC, gegenüber den Konsolen:

Wenn mein PC-Controller nicht mehr funktioniert, nehme ich meinen PS4- oder PS3-Controller, leihe mir einen abgelegten Xbox-Controller von einem Kumpel oder spiele einfach mit der eh schon vorhandenen Maus und der Tastatur. Ich muss keine wiederholten 50 Euro büßen, nur weil deren Technik nicht entsprechend hält und alles auf eine Marke gebrandet ist.

Oder: Ich wollte neulich für RDR2 meine Bluetooth-Kopfhörer mit der PS4 verbinden. Aber leider sind sie mit diesem System nicht kompatibel. Und ich werde den Leibhaftigen tun, mir extra entsprechende Kopfhörer zu kaufen. Meine Bluetooth-Kopfhörer funktionieren normalerweise mit JEDEM Gerät auf der Welt, wahrscheinlich sogar mit meiner Waschmaschine, aber niemals mit der PS4.

Auch der dramatisch wichtige Faktor der Abwärtskompatibilität auf dem PC, fällt unter den Punkt "Verschleißfreundlichkeit".
Nicht nur deswegen, weil dieses Thema auf dem PC keines ist, da ich sogar PC-Spiele aus den 80ern spielen kann. Und wenn man einen Gaming-Laptop hat, kann man sogar im Zug oder Café alle aktuellen und vergangenen Titel des PCs genießen. Da kommt, von der Vielfalt und ortsungebundenen Flexibilität, noch nicht mal eine Switch dran, auch wenn sie zugegebenermaßen in eine richtige Richtung geht.

Das kann man bei der Konsole nicht, ohne wieder und wieder zu bezahlen. Egal ob NES, SNES, N64, Gamecube, PSX, PS2, PS3... alle Konsolen sind mir irgendwann unter den Händen weggestorben, was einen natürlich zähneknirschend zurücklässt, zumal man Zeit seines Lebens bestimmt einen mittleren, viertstelligen Betrag für diese Spiele ausgegeben hat. Konsole tschüss – alles tschüss. Was mehr als unbefriedigend ist.

Bei der Switch verstehe ich einen Neukauf von beispielsweise einem Super Mario World. Diese Ungebundenheit hat eine Preisberechtigung, selbst wenn man das Spiel damals erworben hat. Man hat ja schließlich auch damals einen Discman gekauft, obwohl man einen CD-Player daheim hatte.

Lange Rede kurzgefasst: Ich schlage mich auf keine "Seite" in dieser Grunddebatte, weil das ohnehin Schwachsinn wäre. Das eine Konzept kam mir in der Jugend maximal entgegen, das andere später und bis heute. Ich habe von beidem unfassbar profitiert und einen unsterblichen Spaß gehabt. Allen Spaß der Welt in allen Lebensphasen. Ziel erfüllt und fertig! ;)

Gruß
Lansbury

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Soulaire
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Soulaire »

Ohne Sony und Nintendo hätten wir ja fast gar keine guten Singeplayer-Games mehr. Horror-Vorstellung....

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Alienloeffel
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Alienloeffel »

Lansbury hat geschrieben:
20. Jan 2019, 20:21
...


Wenn mein PC-Controller nicht mehr funktioniert, nehme ich meinen PS4- oder PS3-Controller, leihe mir einen abgelegten Xbox-Controller von einem Kumpel oder spiele einfach mit der eh schon vorhandenen Maus und der Tastatur. Ich muss keine wiederholten 50 Euro büßen, nur weil deren Technik nicht entsprechend hält und alles auf eine Marke gebrandet ist.
Na ja, aber du musst ja trotzde neue Hardware besorgen, es gibt ja durchaus günstigere ALternativen für alle Systeme, oder ist das mittlerweile anders? Meine Controller sind mir (bis auf einen Joycon vor kurzem) noch nie kaputt gegangen. Außerdem ist die Start Investition ja auch viiiel höher, ich vermute das gleicht sich echt aus.

Lansbury hat geschrieben:
20. Jan 2019, 20:21
...Und wenn man einen Gaming-Laptop hat, kann man sogar im Zug oder Café alle aktuellen und vergangenen Titel des PCs genießen. Da kommt, von der Vielfalt und ortsungebundenen Flexibilität, noch nicht mal eine Switch dran, auch wenn sie zugegebenermaßen in eine richtige Richtung geht.
...
Puh, ich habe im Zug noch nie mit einem Laptop gespielt, das war mir immer viel zu sperrig und vor allem umstädnlich. Den Platz hat die Switch durch die Größe, das Software Angebot (eben wie auf einer "richtigen" Konsole) und eben durch das schnelle Aufwachen erst für mich erschlossen. Außerdem brauchst du ja auch Strom, sonst geht ein Laptop echt schnell aus, die Switch kannst du mit ner kleinen Powerbank weitere 4 Stunden betreiben wenn du größere Titel wie Zelda spielst. Da sehe ich den Vorteil eines Computers nicht. Da finde ich es viel eher interessant, dass man recht effektiv mit heutigen Laptops unterwegs arbeiten kann.


Mir hat die Folge ebenfalls gut gefallen. Ich bin klassischer Konsolero, habe aber durchaus gelernt wie man Rechner zusammenbaut. Ich habe erst vor kurzem wieder angefangen mich für aktuelle Hardware zu interessieren, weil ich ein neues Notebook haben wollte und das bei gewissen Specs ja schon durchaus eine größere Investition ist. Da das gute Stück auch in gewissem Maße für Bioinformatik taugen sollte, kann es auch einigermaßen gut Spiele wiedergeben, was mir gerade sehr zugute kommt. Am Ende wurde es ein Dell XPS 15 9570, was unfassbar dünn ist, am Ende habe ich Einschränkungen bei der GPU hingenommen um dafür alles etwas kleiner und leichter zu haben, damit ich eine taugliche Workstation für unterwegs habe. Ich bin fasziniert davon was für Technik mittlerweile in so ein Gehäuse passt.
Damit kann ich nun viel PC exklusives nachholen und z.B. Steam Sales mitnehmen. Ist schön flexibel zu sein und auch mal wieder mit den Konfigurationsmöglichkeiten eines Computers beschäftigt zu sein. Obwohl Hardwarenachrüstung bei einem Notebook ja eher nicht in Frage kommt. Vielleicht sollte ich mir mal wieder einen Tower bauen. hmm....

lolaldanee
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von lolaldanee »

Also ich so rein persönlich finde ja zwei Arten von Menschen schlimm:
1. Menschen die Begriffe wie PC Master Race wirklich ernst meinen
2. Menschen die tatsächlich glauben als Konsolenspieler wären sie vollwertige Spieler
;)

Lansbury

Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Lansbury »

Alienloeffel hat geschrieben:
20. Jan 2019, 20:59
Na ja, aber du musst ja trotzde neue Hardware besorgen, es gibt ja durchaus günstigere ALternativen für alle Systeme, oder ist das mittlerweile anders? Meine Controller sind mir (bis auf einen Joycon vor kurzem) noch nie kaputt gegangen. Außerdem ist die Start Investition ja auch viiiel höher, ich vermute das gleicht sich echt aus.
Meine Ausführung in diesem Teil war eher subjektiv betrachtet. Ich persönlich könnte, wenn mein PC-Controller nicht mehr will, theoretisch auf viele andere Controller zurückgreifen von Konsolen, die mittlerweile lange den Geist aufgegeben haben. Ich müsste nix extra gebrandetes kaufen, weil ich mich an einer Vielzahl, lange unnützer Controller von kaputten Konsolen, bedienen könnte. Ein sinnvolles Recycling, wenn man so will :D
Klar, wenn du nur einen Controller im Haus hast, der dann beim PC-Spielen stirbt, musst du es neu kaufen.
Alienloeffel hat geschrieben:
20. Jan 2019, 20:59
Puh, ich habe im Zug noch nie mit einem Laptop gespielt, das war mir immer viel zu sperrig und vor allem umstädnlich. Den Platz hat die Switch durch die Größe, das Software Angebot (eben wie auf einer "richtigen" Konsole) und eben durch das schnelle Aufwachen erst für mich erschlossen. Außerdem brauchst du ja auch Strom, sonst geht ein Laptop echt schnell aus, die Switch kannst du mit ner kleinen Powerbank weitere 4 Stunden betreiben wenn du größere Titel wie Zelda spielst. Da sehe ich den Vorteil eines Computers nicht. Da finde ich es viel eher interessant, dass man recht effektiv mit heutigen Laptops unterwegs arbeiten kann.
Meine Behauptung war dort wiederum eher objektiv. Ich persönlich bin weder Handheld-, noch Laptopfreund, aber ich habe viele Leute um mich herum, die auf solche Vorteile schwören, auch weil sie teilweise für eine Woche in einem Hotel unterkommen müssen, nach ewig langer Zugfahrt. Wenn ich in persönlich in einem Zug sitze, ist das eh sehr selten und maximal für eine halbe Stunde. Da wäre mir das auch zu sperrig und unwichtig. Mir ging es eher darum, dass diese Möglichkeiten rein theoretisch, je nach Gusto, existieren.

error42
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von error42 »

Ein Nachteil von Konsole, der für mich persönlich eine recht große Rolle spielt, wurde im Podcast nicht angesprochen, glaube ich. Und zwar die Tatsache, daß man bei Konsole alle paar Jahre seine Spielebibliothek quasi verliert, wenn man auf die neue Generation wechselt.

Ich gebe zu, diese Sorge ist zT etwas irrational: die Abstände zwischen den Konsolengenerationen werden größer und nach dieser Zeit kauft man auf PC auch oft eine Remaster-Version oder kauft es nochmal auf GOG, etc. Trotzdem fühlt es sich komisch an, wenn man die Rückwärtskompatibilität vom PC gewohnt ist.

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Vinter
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Vinter »

Ich habe, nachdem ich mit Gameboy, SNES und N64 aufgewachsen bin, 1997 meinen ersten PC zu Weihnachten gewünscht und bekommen, weil ein Freund auch einen hatte mit C&C2 Heroes of Might and Magic 2, Diablo und so Kram.

Seit 2013 haben ich und meine Freundin eine PS4, seit 2017 zusätzlich eine Switch und ich möchte keines der Geräte mehr missen.

Der PC hat am Ende nur noch genervt: Man musste Maus und Tastatur parallel zum Gamepad mitnutzen wenn man ihn an den Fernseher angeschlossen hat, ständig gab es irgendwelche Probleme mit Updates, abstürzen, geruckel, Treibern, was weiß ich. Es gab einfach nie den Zustand, dass man einfach konsistent die Sicherheit hatte die Kiste anzuschalten und loszuspielen. Insbesondere meine Freundin war davon endlos genervt.

Und dann das ständige konfigurieren der Grafik. So viel Zeit wie ich verbracht hab mit

"Da ruckelt doch was!
Hats da geruckelt?
Wie stelle ich meinen PC ein, dass es nicht mehr ruckelt und maximal gut aussieht.
Kann ich die Schatten ne Stufe runter... Ne sieht Scheiße aus... Antialiasing runter? Hmm...besser.
Vielleicht kann ich jetzt die texturen wieder rauf....
Hats da geruckelt?! "

Entsetzlich. Die Playstation hingegen läuft wie sie läuft und weil ich nichts dran ändern kann, hab ich auch gar nicht den Druck, daran herumzufummeln. Gamepad in die Hand, fertig.

2013 hatte ich noch den Wunsch, mir irgendwann nochmal einen neuen Gaming PC zuzulegen. Irgendwann hab ich gemerkt, dass der Wunsch total verflogen ist. Die Konsole ist komfortabler, wesentlich mobiler zwischen unseren zwei Fernsehern hin- und her gebaut und auch zuverlässiger. Würde ich morgen tausend Euro auf der Straße finden, würde ich davon eine neue Kamera oder einen neuen Fernseher kaufen. Aber keinen Gaming PC.

Wir sind beide extrem zufrieden mit der Anschaffung von Konsolen zum Spielen und werden uns auch die PS5i zulegen, da besteht für uns überhaupt keine Frage.

Wenn ich irgendwann tatsächlich mal zu viel Kohle hab, könnte ich mir zwar schon grundsätzlich vorstellen, mir mal wieder einen High-End PC zu bauen, aber dann nur, wenn wir bereits eine aktuelle Konsole haben und ich echt nichts besseres anzufangen weiß mit dem Geld. Momentan allerdings sehe ich das nicht auf mich zukommen.

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Axel
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Axel »

error42 hat geschrieben:
20. Jan 2019, 21:39
Ein Nachteil von Konsole, der für mich persönlich eine recht große Rolle spielt, wurde im Podcast nicht angesprochen, glaube ich. Und zwar die Tatsache, daß man bei Konsole alle paar Jahre seine Spielebibliothek quasi verliert, wenn man auf die neue Generation wechselt.
Aber das stimmt doch garnicht? Nur weil Du eine neue Konsole kaufst, heißt das ja nicht, dass die andere Konsole und dessen Spiele verschwinden. Eher kann Die jedoch passieren, dass vielleicht mal eine Plattform wie GOG, Steam oder eine der vielen anderen digitalen Stores auf dem PC eingestellt wird, dann sind dort Deine Käufe unwideruflich verloren. Oder Spiele werden wegen ausgelaufenen Lizenzen offline genommen oder ähnliches.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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Alienloeffel
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Alienloeffel »

Lansbury hat geschrieben:
20. Jan 2019, 21:37
Alienloeffel hat geschrieben:
20. Jan 2019, 20:59
Puh, ich habe im Zug noch nie mit einem Laptop gespielt, das war mir immer viel zu sperrig und vor allem umstädnlich. Den Platz hat die Switch durch die Größe, das Software Angebot (eben wie auf einer "richtigen" Konsole) und eben durch das schnelle Aufwachen erst für mich erschlossen. Außerdem brauchst du ja auch Strom, sonst geht ein Laptop echt schnell aus, die Switch kannst du mit ner kleinen Powerbank weitere 4 Stunden betreiben wenn du größere Titel wie Zelda spielst. Da sehe ich den Vorteil eines Computers nicht. Da finde ich es viel eher interessant, dass man recht effektiv mit heutigen Laptops unterwegs arbeiten kann.
Meine Behauptung war dort wiederum eher objektiv. Ich persönlich bin weder Handheld-, noch Laptopfreund, aber ich habe viele Leute um mich herum, die auf solche Vorteile schwören, auch weil sie teilweise für eine Woche in einem Hotel unterkommen müssen, nach ewig langer Zugfahrt. Wenn ich in persönlich in einem Zug sitze, ist das eh sehr selten und maximal für eine halbe Stunde. Da wäre mir das auch zu sperrig und unwichtig. Mir ging es eher darum, dass diese Möglichkeiten rein theoretisch, je nach Gusto, existieren.
Klar, auf ner Dienstreise hat man sein Notebook dabei, den hat man aber ja nicht immer bequem zur Hand. Ich war in den letzten zwei Jahren mehrfach für mehrere Wochen auf Dienstreise und hatte beides, Notebook und Switch dabei. Ich habe zum Spielen eigentlich immer zur Switch gegriffen, da du diese im Flieger easy am Platz haben kannst, du sie im Hotelzimmer genau so schnell und bequem an und aus bekommst wie zu hause und man am Notebook eben gerne wieder über Arbeit stoplert. Kann natürlich sein, dass andere das im Fall der Fälle anders lösen, mir fiel aber schon öfter auf wie ich ohne darüber nachzudenken gerade auf Reisen etc zur Switch greife obwohl ich andere Möglichkeiten hätte.

julius152
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von julius152 »

Eine wichtige Sache zum Thema „PC spiele sind günstiger als Konsolen spiele“: Spiele auf Steam sind lediglich günstiger weil es keinen Gebrauchtmarkt für PC Spiele gibt. Wenn man etwas Muße hat, kann man über Ebay durchaus aktuelle Spiele zu wirklich vernünftigen Preisen kaufen. Ist aber natürlich nicht ganz so komfortabel wie Steam!

Für mich ist es völlig normal mir ein „Triple A“ Spiel für meine PS4 zu kaufen, um es dann schnell durchzuspielen und es noch für 45-50€ weiter zu verkaufen. Somit kostet es mich meist relativ wenig aktuelle Spiele zu spielen und auch mal was zu riskieren. Abzüglich der Ebay Gebühren zahle ich dann meist maximal 20€ für ein aktuelles Spiel. Also wirklich kein schlechter Deal! Ich hatte es sogar schon, dass ich Spiele gebraucht gekauft habe und sie dann zum selben Preis nach durchspielen wieder verkauft habe (GTA5 & Uncharted 4). Das ist aber nicht immer die Norm. Ich finde da die bietet mir die Konsole VIEL mehr Freiheit als ein Steam Account. Für mich ist das auch ein großer Grund weiterhin hauptsächlich auf der Konsole zu zocken.

error42
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von error42 »

Axel hat geschrieben:
20. Jan 2019, 22:38
Aber das stimmt doch garnicht? Nur weil Du eine neue Konsole kaufst, heißt das ja nicht, dass die andere Konsole und dessen Spiele verschwinden.
Naja, dann muß man aber die alte Hardware rumstehen haben und ggf. umbauen, wenn man was altes spielen will. Da ist dann der Vorteil der höheren Bequemlichkeit von Konsolen zumindest eingeschränkt.

Legoli12
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Legoli12 »

Axel hat geschrieben:
20. Jan 2019, 22:38
error42 hat geschrieben:
20. Jan 2019, 21:39
Ein Nachteil von Konsole, der für mich persönlich eine recht große Rolle spielt, wurde im Podcast nicht angesprochen, glaube ich. Und zwar die Tatsache, daß man bei Konsole alle paar Jahre seine Spielebibliothek quasi verliert, wenn man auf die neue Generation wechselt.
Aber das stimmt doch garnicht? Nur weil Du eine neue Konsole kaufst, heißt das ja nicht, dass die andere Konsole und dessen Spiele verschwinden. Eher kann Die jedoch passieren, dass vielleicht mal eine Plattform wie GOG, Steam oder eine der vielen anderen digitalen Stores auf dem PC eingestellt wird, dann sind dort Deine Käufe unwideruflich verloren.
Ich nehme an das Error das im Sinn der Zäsur der Bibliothek meint, welche mit dem Erscheinen einer neuen Generation von Konsolen einhergeht sprich, dass z.b. die PS4 nicht in der Lage ist ein beliebiges PS2 oder PS1 Spiel abzuspielen ähnlich wie die Xbox One nicht ein belibieges Spiel der original Xbox abspielen kann.
Ein Pc ist hingegen theoretisch und auch meist praktisch in der Lage ein älteres Spiel zu installieren und auch abzuspielen.
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam. - Cato der Ältere
(Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.)

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schneeland
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von schneeland »

Legoli12 hat geschrieben:
20. Jan 2019, 23:10
Ich nehme an das Error das im Sinn der Zäsur der Bibliothek meint, welche mit dem Erscheinen einer neuen Generation von Konsolen einhergeht sprich, dass z.b. die PS4 nicht in der Lage ist ein beliebiges PS2 oder PS1 Spiel abzuspielen ähnlich wie die Xbox One nicht ein belibieges Spiel der original Xbox abspielen kann.
Ein Pc ist hingegen theoretisch und auch meist praktisch in der Lage ein älteres Spiel zu installieren und auch abzuspielen.
Theoretisch ist das sicher richtig - praktisch ist das aber m.E. ein Problem, das nur einen kleinen Teil der Spielerschaft betrifft. Die Zahl der Konsolenspiele früherer Generation, die ich ernsthaft nach deren Ende nochmal spielen wollte, kann ich an einer Hand abzählen; wenn man jetzt noch Remasters mit einbezieht, konvergiert sie gegen 0.
Auf dem PC ist das allerdings ähnlich - ich höre mir Stay Forever oder das Altbier hier gerne an, aber das einzige alte Spiel, das ich ab und zu nochmal spiele ist Doom (1/2) und das auch nur mit OpenGL-Mod. Alles Andere befindet sich hübsch nostalgisch verzerrt in meiner Erinnerung und kann auch gern dort bleiben.

Ansonsten kurze technische Anmerkung zur Folge: bei PS4 und Xbox One sollte man eher von Notebook- als von Tablet-CPUs sprechen (zumindest im Leistungsäquivalent); nur die Switch hat einen Tablet-Prozessor (und liegt entsprechend leistungsmäßig ja ein ganzes Stück hinter PS4 und Xbox One).
"Hello, my friend! Pay a while, and listen!" (BlizzCon 2018)
"And now our RPG even has NPCs!" (Bethesda, E3 2019)

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mrz
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von mrz »

Noch nicht gehört. Aber das kann ja was werden. Stange als einziger mit etwas Expertise. Gebauer, der eh keine Ahnung hat, obgleich HDR/4K vs 1080p bei Konsolen bzw das durcheinander bringen der beiden Dinge oder 120+Hz vs 60hz bei PC. (bezweifel, dass er das schonmal genutzt hat.) Von WQHD und Ultrawide, G-Sync, FreeSync und Adaptive Sync ganz zu schweigen.
Und André spielt auf einem Laptop. :lol: (auch wenn der potenter ist als Jochens Desktop - was ihn Nochmals aus der Master Race Diskussion disqualifiziert :p )

Stange ist glaub ich der einzige, der da mitreden kann :D

Habe aber auch ziemlich alles. Gehöre als keinem Lager an. (Habe n Gaming PC, ne PS4 Pro und ne Switch)

imanzuel
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von imanzuel »

Vinter hat geschrieben:
20. Jan 2019, 22:03
ständig gab es irgendwelche Probleme mit Updates, abstürzen, geruckel, Treibern, was weiß ich. Es gab einfach nie den Zustand, dass man einfach konsistent die Sicherheit hatte die Kiste anzuschalten und loszuspielen. Insbesondere meine Freundin war davon endlos genervt.

Und dann das ständige konfigurieren der Grafik. So viel Zeit wie ich verbracht hab mit
Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Auch den Punkt im Podcast, dass man quasi mit der Konsole ein festes Gerät hat, während man mit dem PC (angeblich) immer das Problem mit den Spiele hat, sehe ich völlig falsch.

Indie-Spiele, also sowas wie Celeste oder Stardew Valley lasse ich jetzt mal weg, aber gerade die AAA-Spiele haben doch eine ziemlich gute System-Erkennung, die das gut einstellen. Klar, mit einem 400 Euro PC wird das problematisch, aber wenn man irgendwas Mittelmäßiges, so im 1000 Euro-Bereich hat, dann sollte das ziemlich unproblematisch sein. (und ja, es gibt Spiele die machen massive, technische Probleme. Wie z.B. Atlas, aber solche (bzw. direktes Beispiel, Ark) laufen auch auf Konsole unter aller Sau).

Auch das angesprochene Treiber-Update Problem im Podcast kann ich nicht nachvollziehen. Bei Nvidia sind das genau 2 Mausklicks: Auf die Benachrichtigung unten rechts, dass ein neuer Treiber verfügbar ist, und auf dem Express-Button. Fertig. Insgesamt finde ich es, vergleicht man den aktuellen Computer unter Windows 10 mit vor 10-15, so viel einfacher. Ich habe vor einem Jahr erst erfahren, dass es überhaupt noch sowas wie einen Bluescreen unter Windows 10 gibt, so stabil läuft das Teil. PC selber zusammenbauen finde ich fühlt sich ein bisschen wie Lego (Technik) an. Einstecken nach Einleitung. Wenn man lesen kann sollte das imo jeder hinkriegen.

Ich zu meinem Teil bin voll auf Andres Seite. Konsole nur, wenn es sein muss. Ich bin sogar schon so weit gegangen, dass ich meine PS4 und Switch (die schwere XBox hat keinen Platz hier mehr...) direkt am PC Monitor angeschlossen habe, so dass ich direkt vom PC auf Konsole switchen kann. Ich sehe absolut keinen Grund, warum ich ein Spiel auf Konsole spielen soll, wenn es dieses auch auf den PC gibt, vorausgesetzt der Port ist in Ordnung. 30 FPS auf Konsole finde ich schrecklich, gibt zwar ein paar solide Ausnahmen (God of War z.B.), aber stellenweise stören die mich schon extrem, gerade bei Rennspielen oder Shootern. Apropos Shooter, Destiny 2 auf PC >>>>> Konsole. Weit über 60 FPS und ein MASSIV größeres Field of View. Für mich ein Unterschied wie Tag und Nacht zur Konsole. Gerade die niedrigen FOV bei den Konsolen stören mich auch gewaltig, und von Framedropes unter 30 FPS (hallo RDR2...) gehen für mich gar nicht. Für so was habe ich auch echt null Toleranz, gehört für mich deutlich stärker abgestraft in den Reviews. Und die Lade- bzw. Bootzeiten... Beim PC keine 15 Sekunden, bei der Konsole kann ich mir da noch einen Kaffee machen, solange wie das teilweise dauert.

Abgesehen davon haben Konsolen aber absolut ihre Daseinsberechtigung, schon alleine wegen dem günstigen Preis.
Notiz für mich
Top-Spiele 2020: 1. Half Life: Alyx (10/10) 2. Ori 2 (9/10) 3. Doom Eternal (8/10) 4. Resident Evil 3 (8/10) 5. Nioh 2 (8/10) 6. Persona 5 Royal (7/10) 7. SOR 4 (7/10) 8. TLoU 2 (7/10) 9. DBZ: Kakarot (6/10) 10. FF VII Remake (5/10)

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Axel
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Axel »

Legoli12 hat geschrieben:
20. Jan 2019, 23:10
Ein Pc ist hingegen theoretisch und auch meist praktisch in der Lage ein älteres Spiel zu installieren und auch abzuspielen.
Eher theoretisch als praktisch! :)
Es ist natürlich richtig, dass ich dank Emulation wie der DosBox ein auch aufwendiges MS DOS Spiel ziemlich bequem zum laufen bekomme. Damit arbeitet ja auch GOG. Das ist das gute an Emulatoren.

ABER versuch das mal mit Spielen aus der Windows 95/98 Ära! Da musst Du Dich erstmal in die Konfiguration der verschiedenen virtuellen PC Umgebungen wie QEMU reinfuchsen (und das ist nicht mit einem YT-Tutorial getan, teilweise muss man sich erstmal richtig einlesen!). Und auch dann reicht nicht eine pauschale Konfiguration für alle Spiele aus. Je nach Spiel musst Du dann nochmal lustig mit verschiedenen Konfigurationen herumexperimentieren, sodass die Videos richtig laufen, es keine Grafik- und Soundfehler gibt, etc. Manchmal muss man vielleicht auch nochmal am Betriebssystem in der virtuellen Umgebung selbst Hand anlegen und und und. Dagegen kann man auf einer gehackten Konsole zahlreiche gut entwickelte Emulatoren draufladen und fertig. Oder teilweise auch die Rückwärtskompatibilität vollständig öffnen. So kann man auf einer gehackten Playstation Vita, welche durchaus rückwärtskompatibel ist, ein vollständige PSP OS sehr einfach installieren sowie starten und damit dann auch Spiele spiele , die es nicht im PSN gibt. Oder beim 3DS Nintendo DS und sogar GBA Spiele nativ spielen. Auf einer Wii U habe ich nativen Zugang zu allen Gamecube und Wii Spielen. Häufig natürlich nicht wirklich offiziell vorgesehen, aber es geht halt. Beim PC ist es ja so, dass man auf Windows 10 teilweise schon Probleme mit Spielen aus der Windows XP Zeit bekommt, wenn es da keine Fanpatches gibt. Gerade bei eher nischigeren oder unbekannteren Spiele die nicht nochmal auf GOG oder Steam erschienen.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

Stuttgarter
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Registriert: 31. Dez 2016, 22:39

Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Stuttgarter »

Sehr unterhaltsame Folge!

Ich hab bislang ausschließlich auf dem PC gespielt - bin seit zwei Monaten allerdings zusätzlich stolzer Besitzer eines 2DS. (Und prompt fange ich an, mit der Switch zu liebäugeln. Der Nintendovirus hat voll zugeschlagen. Schwamm drüber.) Insofern fehlt mir der Vergleich zu Konsolen - was ich allerdings hab, ist der Vergleich zum Spielen in den frühen 2000ern. Damals hatte ich (wie heute immer noch) null Ahnung von PCs - und so gut wie immer nen Komplettrechner vom Mediamarkt. Meine Fresse, war das früher tatsächlich eine Kugelfuhr. Alle paar Wochen musste ein Kumpel vorbeikommen, weil das Ding gezickt hat oder gar nicht mehr anging. Ständig die Festplatte formatieren/Windows neu aufsetzen, junge junge. Spiele zum Laufen zu bringen - mittlere Wissenschaft.

Und heute?

Luxus pur. Der Rechner ist nach aktuellen Maßstäben maximal untere Mittelklasse, und er stürzt so gut wie nie ab (Win 8.1). Spiele installier ich - und spiel los. Ab und zu mal bisschen in den Optionen rumstöbern, ob sich noch mehr Leistung oder bessre Grafik rauskitzeln lässt, aber im großen und ganzen bin ich glücklich. Selbst ein AC:Od läuft tadellos. Wenn ich mal wirklich nen Bluescreen oder nen schwarzen Bildschirm hab, der nur noch per Neustart behoben werden kann, fällt mir dann wieder ein, "Ach ja richtig, die Probleme gabs früher ja häufiger". Das letzte Bugdesaster hab ich was weiß ich wann erlebt - aber okay, ich kaufe Spiele auch so gut wie nie zum Release. Das dürfte mir sowohl ne Menge Geld als auch Nerven sparen.

Aber worauf ich rauswill: Jochens Aufzählung, welche Probleme PCs mit sich bringen, kenn ich alle - aber aus "grauer Vorzeit". Spätestens 2006, als ich nen XP-Rechner gekauft hab, waren die weg. 600,- Euro-PC vom Mediamarkt - und er lief tadellos sieben Jahre lang. Nur die Graka wurde mal erneuert. Spiele patchen? Okay, bei den alten Dingern, die noch auf CD oder DVD rumliegen, und die immer wieder mal auf der Platte landen. (Viele davon krieg ich tatsächlich auch auf 8.1 zum Laufen, es gibt nur ein paar Ausnahmen, wo es schmerzt.) Ansonsten erledigt das der Downloadclient ja automatisch. Heute versteh ich als absoluter PC-Noob wirklich nicht mehr, wie man das Spielen am PC kompliziert finden kann. :)

Und falls der PC doch mal was hat, landet er halt im Auto und beim "PC-Doktor" meines Vertrauens. Egal, obs um Reparatur oder neue Komponenten geht, die eingebaut werden sollen. Das sind dann aber maximal 200,- Euro im Jahr - das ist verschmerzbar, dafür, dass er dann wieder rund läuft bzw. in einem Einzelbereich wieder halbwegs up to date ist. Letztes Jahr kam ne GTX 1500 Ti rein. Dieses Jahr werd ich wohl mal bei Gelegenheit auf 16 GB Ram aufrüsten. Für meine Bedürfnisse reicht das so vollkommen. Und ich wüsste nicht, warum ich eine Konsole brauchen sollte. :)

Außer Nintendo. Grrrr.

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Symm
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Symm »

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Ich hab seit der Xbox/PS2 Zeit eigentlich immer alle Geräte (bei Nintendo nur die Wii) zu Hause. Für mich gibt es einfach für jede Gelegenheit das richtige System.
Will ich ein Rennspiel, Jump 'n' Run oder Sportspiel spielen bei dem ich viel wert auf stabile FPS lege, dann greif ich zur Konsole.
Spiele ich ein Spiel welches von der Steuerung etwas komplexer ist, greife ich zum PC. Das beste aus beiden Welten eben mitnehmen.
Es kann mir auch niemand erzählen, das die Leute die sich soviel auf ihre PC-Masterrace einbilden und sich jährlich für 500+€ die neueste CPU/GPU in ihre Kisten bauen nicht auch die 300€ für eine aktuelle Konsole haben.
PC am TV anschließen kommt bei mir nicht in die Tüte, da mein PC im Büro an meinen 2 Monitoren hängt und ich keine Lust habe, nur weil ich auf der Couch ne Runde Zocken will, diesen rüber ins Wohnzimmer zu karren.
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Elfant
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Elfant »

Ich meine es wird Zeit, daß sich ein wahres Mitglied der Herrenrasse äußert und nicht nur dieses Möchtegerngewürm! Ein wahrer Herrenmensch hat sich nämlich nicht nur niemals eine dieser minderwertigen Konsolen angeschafft, sondern mindestens einmal im Leben einen PC selbst zusammengelötet und ein Spiel programmiert! Pah Bootdisc Aces over Europe! Kinderkram! Dies ist wie diese "digital native", welche noch nicht einmal einen Akkustikkoppler kennen, geschweige denn benutzt haben.

Gelegentlich mag ich es einfach diese dumpfe Überlegenheit zu spielen, besonders wenn andere Fraktionen gerade die Stärken und Schwächen ihrer Konsolen erörtern. Meinetwegen darf jeder das System haben mit dem er glücklich wird. Ich persönlich empfinde ein Gamepad immer noch als das sperrigere Eingabegerät, aber meiner Erfahrung reicht damit auch erst 4 Jahre zurück.

Ich hätte noch zwei Einwürfe:
1. Warum man bei Fertig - PCs behandelt werden soll, als ob man Kinder frisst weiß ich nicht. Häufiger dürften mitleidige Kommentare sein, da Fertig - PCs auch heute noch oft Mist sind. Es ist nicht so, als ob der Handel den Endkunden betrügen würde, aber die Mischung aus kleinem Preis und hohlen Kennzahlen für den in der Regel eher unkundigen Endkunden ist da ungünstig.
2. Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Spielen, bei denen die Bedienungskonzepte von vornherein Mist sind. Es gibt aber auch Titel, bei denen sich der Verleger denkt, daß der Pcler entweder ein Gamepad hat oder eine, sagen wir, suboptimale Steuerung benutzt.
Dies gibt es allerdings auch umgekehrt: Bei der UI von PC - Titeln werden teilweise die veränderten Sitzabstände nicht berücksichtigt, wenn man am Fernseher spielt. Strategie - Titel scheinen da besonders anfällig zu sein.

Joschel
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Re: Runde 198: Konsole vs. PC Master Race

Beitrag von Joschel »

Zunächst einmal: Ich finde es super, dass es PC´s, Konsolen, Nintendo und Tablets gibt. Mehr Vielfalt hat noch nie geschadet.

Zunächst geht es mir wie Jochen. In den frühen 90ern habe ich meine PC´s selbst zusammen gebaut und bei jedem Spiel erstmal sie autoexec.bat und config.sys bearbeitet. Und wer in dieser Zeit mal eine ISDN- oder 3DFX-Karte eingebaut und konfiguriert hat, der weiß schon, wovon er redet. Zumal es damals keine YouTube-Anleitungen oder brauchbares Internet gab.
Konsolen oder Nintendo-Geräte habe ich nie besessen, denn das schien mir in dieser Zeit Kinderkram zu sein.

Dann kam 2000 der Berufseinstieg und Familiengründung und einiges hat sich verändert. Der Rückzug ins Arbeitszimmer an den PC fand immer weniger statt und hörte schließlich ganz auf.

Nach fast 15-jähriger Spielpause hat mich auf einmal im Media Markt eine PS4 mit Doom angelacht und ich habe zugeschlagen.

Inzwischen bin ich wieder infiziert. Jetzt habe ich Zeit und Geld, die Jungs sind groß und zocken selbst gerne.

Allerdings ist PC für mich ein No-Go geworden. Wo soll ich den denn hinstellen? Nicht wirklich im Wohnzimmer, passt nicht wirklich zur schönen Einrichtung. Mich auf einen Stuhl setzen? Niemals! Ich spiele auf der Couch, im Bett oder vor dem Kamin. Maus und Tastatur? Da ist es mit der Immersion bei mir komplett vorbei. Auch wenn ein Shooter so genauer funktioniert - ich brauche das haptische Feedback und keine Tasten, wo ich nie weiß, wo ich drücken soll und außerdem steht die Tastatur immer im Weg und zwischen mir und dem Spiel.
Hardware-Konfigurationen könnten mir heute egaler nicht sein: Diese Faszination von früher ist komplett verschwunden.

Die Switch hat inzwischen das Spielerlebnis noch einmal massiv verbessert und die Möglichkeiten erweitert, da hier inzwischen auch viele Indie-Spiele zu haben sind. Auch die Wii U ist hier noch viel im Einsatz, gerade, wenn es um Familienspiele geht.

Indie-Spiele wären für mich der einzige Grund für einen Laptop. Aber auf der Couch mit Laptop und Gamepad... ich überlege es mir tatsächlich, aber so richtig überzeugen tut mich dieses Konzept nicht.

So, wollte das Ganze mal aus Sicht eines Familienvaters darstellen. Da wird wohl jeder seine eigene Lösung finden. Toll, dass es für jeden so viele Möglichkeiten gibt.

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