Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

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Guthwulf
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Guthwulf » 26. Feb 2019, 17:10

Weis man eigentlich was das für nen Planet ist... wo die Menschen da drauf herkommen? Von der Erde? Gibts die Erde in diesem Universum überhaupt? Irgendwie fehlt mir bei Anthem das Fundament, das ich bei SciFi erwarte. Was ist der Bezugspunkt? Welche Regeln gelten? Alle anderen Lootshooter wie Borderlands, Warframe und Destiny haben wenigstens ein Fundament für die Lore, egal wie gut oder schlecht dann die darauf aufbauenden Geschichten sind. Was ist das Fundament bei Anthem? Oder is es einfach reine Fantasy und ... Magie... ?
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Desotho
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Desotho » 26. Feb 2019, 17:47

Irgendwann in einem DLC findest Du die halb versunkene Freiheitsstatue und erkennst, dass es die Erde war.
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Rince81
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Rince81 » 26. Feb 2019, 17:54

Numfuddle hat geschrieben:
26. Feb 2019, 16:52
etwas abliefern sollen worin sie keine Erfahrung haben.
Gerade darum! Die Tools sind offensichtlich vorhanden, die Engine limitiert in dem Bereich nicht, wer in der Branche an AAA Titeln arbeitet ist nicht doof, sondern gut in seinem Fach. Warum dann diese krasse Diskrepanz innerhalb eines Entwicklungsstudios?
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derFuchsi
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von derFuchsi » 27. Feb 2019, 08:32

Vinter hat geschrieben:
26. Feb 2019, 16:57
Hab gerade die Einführungsmission gespielt. Die Prämisse ist aber auch schon hart bescheuert, muss man sagen:

Da ist also diese Naturgewalt, die ständig Gefahr erzeugt für alle Menschen, die auf dem Planeten leben. Immer wenn so was passiert, kommen die Freelancer und dämmen die Gefahr ein. Dann entsteht eine besonders große Gefahr, die Freelancer scheitern - und die Menschen sagen "Nö, ihr habts nicht drauf, ab sofort kümmert sich einfach keiner mehr drum!" :ugly:
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Hrhr ich hab gerade mit dem Spiel angefangen und ja da hab ich auch gestutzt.
EINMAL haben sie einen Einsatz verkackt und dafür straft man sie dann mit Verachtung.
Später in der Story geht man aber nochmal näher drauf ein warum diese Mutter aller Katastrophen überhaupt entstand.

Das Gameplay finde ich jetzt garnicht so übel. Ich beginne zu verstehen was die Menschen an sowas wie Destiny finden. Es ist halt kein stressiges PvP wie Apex sondern ein Coop-Shooter. Es geht nur gegen KI das macht es zu einer angenehmen ganz unterhaltsamen Ballerei das man tatsächlich gut spielen kann während man mit seinen Kumpels im Voice Chat quatscht. Aber selbst ohne Freunde ist es ein nettes Feierabendspiel. Und wer wollte nicht schon immer mal Iron Man sein.
Für mich beißt sich dann aber auch hier wieder die Story mit dem MMO-Aspekt. Gerade traf ich z.B. auf den Bösewicht "Aaah ein Freelancer. Ich habe euch alle getötet und dich lege ich auch dazu" (oder so ähnlich). Dann endet die Zwischensequenz und du stehst wieder im Raum mit deinen 3 Mitspielern und ich fragte mich spontan warum er nur von mir redet.... Aber das Problem habe ich auch bei MMORPGs. Man ist immer die einzige und letzte Hoffnung...während um dich herum die anderen Figuren hüpfen die auch gerade diese Mission spielen. :|
Guthwulf hat geschrieben:
26. Feb 2019, 17:10
Weis man eigentlich was das für nen Planet ist... wo die Menschen da drauf herkommen? Von der Erde? Gibts die Erde in diesem Universum überhaupt? Irgendwie fehlt mir bei Anthem das Fundament, das ich bei SciFi erwarte. Was ist der Bezugspunkt? Welche Regeln gelten? Alle anderen Lootshooter wie Borderlands, Warframe und Destiny haben wenigstens ein Fundament für die Lore, egal wie gut oder schlecht dann die darauf aufbauenden Geschichten sind. Was ist das Fundament bei Anthem? Oder is es einfach reine Fantasy und ... Magie... ?
Ich schätze das soll man sich selbst erarbeiten. Ihr steht doch alle so auf Dark Souls? So ist das hier wohl auch ;)
Zumindest wird es einem nicht auf die Nase gebunden.
Der Standard-Sci-Fi Plot halt. Es gab diese Ur-Rasse die mächtige Maschinen gebaut haben die dann kaputt gingen und nur noch Katastrophen auslösen weil die Erbauer verschwanden und heute versteht keiner mehr die Technik. Und der Bösewicht glaubt dann dass er eine Möglichkeit gefunden hat die Technik zu beherrschen und alles zu unterjochen bla bla.
Irgendwer sagte mal irgendwo wenn die Technik nur hoch genug entwickelt ist dass man sie nicht mehr versteht dann muss es einem wie Magie vorkommen. Ist also quasi egal ob Technik oder Magie.
Und seit wann die Menschen da sind kann ich auch bisher nicht sagen, evtl erschließt sich das wenn man sich intensiver mit dem Kodex auseinandersetzt.
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xaan
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von xaan » 27. Feb 2019, 08:45

Jochen hat geschrieben:
26. Feb 2019, 14:40
Das Gunplay im mechanischen Sinne ist ja auch sehr gut. Für das schlechte Balancing, die kaum vorhandene KI usw. kann das arme Gunplay ja nichts ;)
Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob das die selbe Defintition von Gunplay ist, die auch der Rest der Welt da draußen so verwendet. Für die meisten Spieler bedeutet "Gunplay" vermutlich alles was den sich immer wieder wiederholenden 30 Sekunden Shootergameplayloop betrifft. Also alles vom Waffenhandling über Trefferfeedback (wie reagieren getroffene Gegner) über Gegner-KI (flankieren sie?, suchen sie Deckung?) ja bis hin zur Nachladegeschwindigkeit.

Gunplay ist mehr als nur auf den Trigger drücken und dann fliegt ein Projektil aus der Waffe raus.

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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von xaan » 27. Feb 2019, 09:18

derFuchsi hat geschrieben:
27. Feb 2019, 08:32
Ich schätze das soll man sich selbst erarbeiten. Ihr steht doch alle so auf Dark Souls? So ist das hier wohl auch ;)
Wenn dem so ist, dann muss man aber zumindest anmerken, dass es in den Souls-Spielen viel besser gemacht ist. Das fängt schon damit an, dass das eigenständige Erschließen von dem was da passiert ist zum generellen Geschehen innerhalb des Spiels passt. Die Spielwelt ist in der Regel leer - bis auf die Gegner und ein paar, sehr wenige, Charaktere. Der Spieler hat gar keine andere Wahl als Archäologe zu sein und aus den Hinterlassenschaften der Zivilisation zu interpretieren, was hier vorgefallen ist.

Das trifft aber auf Anthem gerade nicht zu. Hier wird der Spieler nur absichtlich verwirrt, indem Begriffe verwendet werden die der Spieler nicht versteht. Und selbst wenn ich mal hingehe und Archäologe spiele - versuche mir zusammenzureimen was das hier alles ist und bedeutet, falle ich über Stolpersteine der totalen Unlogik. Siehe der folgende Absatz.
derFuchsi hat geschrieben:
27. Feb 2019, 08:32
Irgendwer sagte mal irgendwo wenn die Technik nur hoch genug entwickelt ist dass man sie nicht mehr versteht dann muss es einem wie Magie vorkommen. Ist also quasi egal ob Technik oder Magie.
Das mag so sein, aber das gilt ja nur aus der Perspektive derjenigen, die die Technologie um die es geht nicht verstehen. Für einen mittelalterlichen Mönch wäre ein Handy oder ein Flugzeug Magie. Für uns nicht.

Nun kann ich noch hinnehmen, dass die Menschen in Anthem nicht so ganz verstehen wie die Anthem of Creation funktioniert. Aber da bleiben noch immer so viele Fragen offen. Ganz vorne dabei: wie haben sich die Menschen in dieser Welt zu einer Zivilisiation mit einem hohen Technologiestandard entwickelt? Ich mein, laut Hintergrundgeschichte ist die Welt da draußen nahezu unbewohnbar. Menschen ohne Javelin-Exosuits können angeblich nicht lange überleben. Aber woher haben sie denn die Technologie, um Javelins bauen zu können? Woher haben sie das Wissen, um Städte bauen zu können, in denen sie eine sichere Zuflucht haben?

Dass sich unter den Lebensbedingungen die auf dieser Welt herrschen eine menschliche Zivilisation über alle Stufen hinweg - Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit.....you get the picture....zu dem Punkt entwickelt hat an dem sie in Anthem ist, ist absolut unglaubwürdig. Ich muss also annehmen, dass die Menschen schon Technologie hatten. Aber das passt nicht mit dem Schöpfungsmythos zusammen, den Anthem erzählt. Und wenn die Menschen wiederum Kolonisten von einem anderen Planeten sind, dann ist es unglaubwürdig, dass sie ihre eigene Herkunft vergessen haben und sowohl Technologie als auch die Shaper so stark mystifizieren.
Das ergibt alles hinten und vorne keinen Sinn. Und damit schließt sich der Kreis zum oberen Absatz: ich KANN gar nicht hingehen und mir wie in Dark Souls alles zusammen reimen. Denn es ist alles unlogischer, gequirlter Quatsch.

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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von derFuchsi » 27. Feb 2019, 09:27

Ach bei Perry Rhodan gibt es auch gerne mal Zivilisationen die ursprünglich von gestrandeten Raumfahrern abstammen und im Laufe der Jahrhunderte ihre Abstammung vergessen haben. Aber ich weiß was du meinst.
Tatsächlich scheinen die Usprünge der Menschen hier ebenfalls schlicht ins Vergessen geraten zu sein. Ist halt auch die billigste Erklärung...
https://anthem.fandom.com/wiki/Human

"It has been stated by the developers that the humans of Anthem are not of Earth; they have no ties to Earth or any other planet, and whatever their origins, they originated on the world depicted in the game. No humans possess inter-planetary technology"
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xaan
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von xaan » 27. Feb 2019, 09:33

derFuchsi hat geschrieben:
27. Feb 2019, 09:27
Ach bei Perry Rhodan gibt es auch gerne mal Zivilisationen die ursprünglich von gestrandeten Raumfahrern abstammen und im Laufe der Jahrhunderte ihre Abstammung vergessen haben. Aber ich weiß was du meinst.
Tatsächlich scheinen die Usprünge der Menschen hier ebenfalls schlicht ins Vergessen geraten zu sein. Ist halt auch die billigste Erklärung...
https://anthem.fandom.com/wiki/Human

"It has been stated by the developers that the humans of Anthem are not of Earth; they have no ties to Earth or any other planet, and whatever their origins, they originated on the world depicted in the game. No humans possess inter-planetary technology"
Ja gut, die "Menschen haben ihre Herkunft vergessen" Geschichte kann ich hinnehmen wenn mir glaubwürdig erklärt wird, wie das passiert ist. Ist ja auch nicht schwer: die ganze Geschichte war in einem Computer gespeichert, aber eine fiese Alienseuche hat 80% der Menschen getötet und hinterher hatte keiner mehr das KnowHow um den Computer instand zu halten. Dann ist er halt verfallen und das Wissen war futsch. So oder so ähnlich. Ganz leicht.

Aber wenn Bioware mir weismachen will, die Menschen in Anthem waren schon immer auf dieser Welt, dann müssen sie mir auch erklären, woher sie ihre Technologie haben bzw. wie sie sich unter diesen absolut lebensfeindlichen Bedingungen entwickeln konnten.

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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von derFuchsi » 27. Feb 2019, 09:56

Jetzt könnte man behaupten das ist Absicht. Der Kniff um die Leute neugierig zu halten. Man braucht ja ein Mysterium das es aufzuklären gilt. Man spielt das Spiel in der Hoffnung irgendwann in Zukunft mal Antworten auf diese Frage zu bekommen. Vielleicht ist es aber auch tatsächlich nur dumm geschrieben wer weiß :)

Zum Thema Magie nochmal. Anthem schwebt irgendwo zwischen Fantasy und Sci-Fi. Es gibt hier durchaus "Magische" Fähigkeiten wie Telepathie oder so. Aber wenn man z.B. Perry Rhodan kennt da gibt es auch für sowas immer eine wissenschaftliche Erklärung. Wenn man denn eine erfinden wollen würde könnte man schon. Ich denke das ist absichtlich etwas schwammig gehalten um Sci-Fi- und Fantasy Fans abzuholen.
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Soulaire
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Soulaire » 27. Feb 2019, 10:14

derFuchsi hat geschrieben:
27. Feb 2019, 08:32
Vinter hat geschrieben:
26. Feb 2019, 16:57
Hab gerade die Einführungsmission gespielt. Die Prämisse ist aber auch schon hart bescheuert, muss man sagen:

Da ist also diese Naturgewalt, die ständig Gefahr erzeugt für alle Menschen, die auf dem Planeten leben. Immer wenn so was passiert, kommen die Freelancer und dämmen die Gefahr ein. Dann entsteht eine besonders große Gefahr, die Freelancer scheitern - und die Menschen sagen "Nö, ihr habts nicht drauf, ab sofort kümmert sich einfach keiner mehr drum!" :ugly:
Bild

Hrhr ich hab gerade mit dem Spiel angefangen und ja da hab ich auch gestutzt.
EINMAL haben sie einen Einsatz verkackt und dafür straft man sie dann mit Verachtung.
Später in der Story geht man aber nochmal näher drauf ein warum diese Mutter aller Katastrophen überhaupt entstand.

Das Gameplay finde ich jetzt garnicht so übel. Ich beginne zu verstehen was die Menschen an sowas wie Destiny finden. Es ist halt kein stressiges PvP wie Apex sondern ein Coop-Shooter. Es geht nur gegen KI das macht es zu einer angenehmen ganz unterhaltsamen Ballerei das man tatsächlich gut spielen kann während man mit seinen Kumpels im Voice Chat quatscht. Aber selbst ohne Freunde ist es ein nettes Feierabendspiel. Und wer wollte nicht schon immer mal Iron Man sein.
Für mich beißt sich dann aber auch hier wieder die Story mit dem MMO-Aspekt. Gerade traf ich z.B. auf den Bösewicht "Aaah ein Freelancer. Ich habe euch alle getötet und dich lege ich auch dazu" (oder so ähnlich). Dann endet die Zwischensequenz und du stehst wieder im Raum mit deinen 3 Mitspielern und ich fragte mich spontan warum er nur von mir redet.... Aber das Problem habe ich auch bei MMORPGs. Man ist immer die einzige und letzte Hoffnung...während um dich herum die anderen Figuren hüpfen die auch gerade diese Mission spielen. :|
Guthwulf hat geschrieben:
26. Feb 2019, 17:10
Weis man eigentlich was das für nen Planet ist... wo die Menschen da drauf herkommen? Von der Erde? Gibts die Erde in diesem Universum überhaupt? Irgendwie fehlt mir bei Anthem das Fundament, das ich bei SciFi erwarte. Was ist der Bezugspunkt? Welche Regeln gelten? Alle anderen Lootshooter wie Borderlands, Warframe und Destiny haben wenigstens ein Fundament für die Lore, egal wie gut oder schlecht dann die darauf aufbauenden Geschichten sind. Was ist das Fundament bei Anthem? Oder is es einfach reine Fantasy und ... Magie... ?
Ich schätze das soll man sich selbst erarbeiten. Ihr steht doch alle so auf Dark Souls? So ist das hier wohl auch ;)
In Dark Souls hingegen gibt es aber auch Antworten ;)

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Jochen
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Jochen » 27. Feb 2019, 11:30

Und ich sage in der Wertschätzung extra noch: Nicht fragen, bloß nicht fragen, einfach den ganzen Kladderadatsch als "ist halt so" hinnehmen, nicht fragen, this way madness lies ...

ZiggyStardust
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von ZiggyStardust » 27. Feb 2019, 12:53

Numfuddle hat geschrieben:
26. Feb 2019, 16:52
Technischer Austausch ist schon rein logistisch ein Problem wenn 800 Leute über ein Dutzend Standorte verteilt in kurzer Zeit etwas abliefern sollen worin sie keine Erfahrung haben.
Ubisoft bekommt das bei Assassin's Creed mittlerweile ganz gut hin. Die haben auch nicht für jedes Spiel die selbe Inhouse-Engine, sondern eine die zum jeweiligen Spiel passt.

Numfuddle
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Numfuddle » 27. Feb 2019, 13:48

Bei Ubisoft können aber mittlerweile auch alle die Engine und sie wissen auch schon länger wie man ein Assassins Creed Spiel baut.

...und trotzdem war AC Unity ein bugverseuchtes Desaster zum Launch

Schuby
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Schuby » 27. Feb 2019, 14:33

Numfuddle hat geschrieben:
27. Feb 2019, 13:48
Bei Ubisoft können aber mittlerweile auch alle die Engine und sie wissen auch schon länger wie man ein Assassins Creed Spiel baut.

...und trotzdem war AC Unity ein bugverseuchtes Desaster zum Launch
AC Unity hatte eine neue Engine verwendet.

Ähnlich war es damals bei Creative Assembly mit Total War: Rome 2. Ne neu entwickelte Engine macht immer erstmal Probleme...

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Jochen
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Jochen » 27. Feb 2019, 15:00

Ich würde die Sache mit den Gesichtsanimationen nicht überbewerten. Bei Andromeda waren sie schlicht nicht fertig - und das Spiel kam trotzdem raus. Man hat nach Release ja gesehen, dass Bioware die Sache relativ schnell in den Griff gekriegt hat, noch bevor EA den Stecker weiterer Updates usw. zog. Das war kein Unvermögen des Entwicklers, sondern die bewusste Entscheidung, ein mangelhaftes bzw. noch nicht fertiges Produkt in den Handel zu bringen. Wenn ich beim Frisör nach dem halben Haarschnitt aufstehe und den Salon verlasse, sehe ich wahrscheinlich auch ziemlich kacke aus, ohne dass der Friseur was dafür kann ;)

Taschenmacher
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Taschenmacher » 27. Feb 2019, 15:44

Ach so, ich sehe also deshalb so kacke aus weil ich zu früh aufstehe, ich bin gar nicht hässlich! Danke Jochen!

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Indii
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Indii » 27. Feb 2019, 15:55

Numfuddle hat geschrieben:
27. Feb 2019, 13:48
Bei Ubisoft können aber mittlerweile auch alle die Engine und sie wissen auch schon länger wie man ein Assassins Creed Spiel baut.

...und trotzdem war AC Unity ein bugverseuchtes Desaster zum Launch
Wenn ich das richtig sehe, ist die AnvilNext-Engine aber auch speziell für Open-World-Spiele entwickelt worden. Jedenfalls entält die Liste der Spiele, für die AnvilNext verwendet wird, fast ausschließlich Open-World-Spiele. Seltsam ist ja, dass die andere "große" Ubisoft-Engine der letzten paar Jahre, Snowdrop, offenbar ganz schön viel kann und auch ziemlich robust ist. Ich hab jedenfalls bei Starlink, Kingdom Battle und The Division nie größere technische Macken beobachtet. Und die Engine wird sogar fpr das nächste Siedler verwendet.

Zum Thema: Das ist jetzt wahrscheinlich eine kleine persönliche Bankrotterklärung, aber ich hab mit kaum einem Bioware-Spiel so viel Spaß gehabt wie mit DA:I und ME:A. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich an Anthem mit jeder mittelmäßigen Besprechung mehr und mehr interesiert bin. Ich hab bisher nur über die 10-Stunden-Trial bei Origin eine Stunde reingespielt. Das Gameplay gefällt mir wirklich gut, und ein Spiel, dass ich erstmal in ungefähr 40 Stunden (das scheint so die Dauer bis zur Platinum-Trophy auf der PS4 zu sein) komplett durchspielen kann, spricht mich an.

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Jochen
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Jochen » 27. Feb 2019, 15:55

Also wenn ich zu früh aufstehe, sehe ich meistens ziemlich kacke aus :mrgreen:

AlbertRoss
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von AlbertRoss » 27. Feb 2019, 16:39

Ich finde die Wertschätzung von Jochen trifft es ziemlich gut, abgesehen von drei Punkten.
Die Hauptstory ist unglaublich langweilig bis jetzt (~17Stunden Spielzeit), dafür sind kleinen Nebengeschichten der Nebennebencharaktere in Fort Tarsis um so besser (auch wenn man hier vermutlich nicht viel ändert durch die Auswahl der Antworten).
Der Schwierigkeitsgrad ist auf hard anspruchsvoller und man muss schon etwas taktischer vorgehen und ich vermute das dies der eigentlich "normale" Schwierigkeitsgrad sein soll (wenn ich mich richtig erinnere ist Hard auch beim ersten mal Spielen als default ausgewählt). Siehe auch Diablo 3 wo normal einfach nur ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit ist.
Die Waffen unterscheiden sich schon sehr, auch in den jeweiligen Unterklassen. Der unterschied zwischen rare und epic ist aber im moment (lvl 22) noch so minimal das es de facto keine Rolle spielt ob man jetzt ein Epic gelootet hat oder nicht. (ich vermute, dass das im Endgame besser wird aber da das nach allem, was ich bisher gehört habe, nicht existiert, werde ich es wohl nicht erfahren)

Wer Anthem mal ausprobieren will kann sich auch einfach für einen Monat Origin Access oder Premier Access holen. Das kostet 3,99 bzw 14,99 und wenn Anthem nicht gefällt kann man ja das Abo wieder kündigen und zusätzlich noch in haufenweise andere Spiele reinspielen.

Numfuddle
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Numfuddle » 27. Feb 2019, 17:52

Ich hab immer ein kleines Problem wenn Leute sagen Bioware würde großartige Geschichten schreiben. Ich bin da nämlich leider etwas anderer Meinung. BioWares Storys sind der ganz normale triviale Genre-Durchschnitt, was sie richtig gut können sind Charaktere und Szenen/Momente.

Kaum jemand erinnert sich heute noch an die Stories von Bioware-Spielen. Im Gegensatz zu beispielsweise Bioshock. Woran sich aber jeder erinnert sind einzelne Chraktere oder ganz bestimmte Momente aus Bioware Spielen, die man bis heute in guter Erinnerung hat.

Deshalb überrascht es mich auch nicht, dass auch Anthem in den Nebengeschichten besser ist, als in der Hauptstory

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