Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

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Peter
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Peter » 27. Feb 2019, 19:04

AlbertRoss hat geschrieben:
27. Feb 2019, 16:39
Wer Anthem mal ausprobieren will kann sich auch einfach für einen Monat Origin Access oder Premier Access holen. Das kostet 3,99 bzw 14,99 und wenn Anthem nicht gefällt kann man ja das Abo wieder kündigen und zusätzlich noch in haufenweise andere Spiele reinspielen.
Laut Webseite ist es nur bei Premier enthalten.

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Sebastian Solidwork
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Sebastian Solidwork » 27. Feb 2019, 21:29

Ich bin zu einem lyrischen Crossover inspiriert:

Bye, bye Bioware. Anthem - and then?
Ha-lo, Bungies's Destiny.
Umweltschutz beginnt im Geldsystem.
Fix the system!

Der Sinn des Lebens ist, dass Menschen voller Sinn das niemals wissen müssen. - Gunter Dueck in Omnisophie

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derFuchsi
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von derFuchsi » 27. Feb 2019, 22:17

Peter hat geschrieben:
27. Feb 2019, 19:04
AlbertRoss hat geschrieben:
27. Feb 2019, 16:39
Wer Anthem mal ausprobieren will kann sich auch einfach für einen Monat Origin Access oder Premier Access holen. Das kostet 3,99 bzw 14,99 und wenn Anthem nicht gefällt kann man ja das Abo wieder kündigen und zusätzlich noch in haufenweise andere Spiele reinspielen.
Laut Webseite ist es nur bei Premier enthalten.
Bei Access basic hast du eine 10 Stunden Demo. Ich weiß auch noch nicht ob ich danach noch spielen will. Aber wenn dann muss man tatsächlich Premier abschließen. Oder halt das Spiel kaufen.
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sleepnt
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von sleepnt » 28. Feb 2019, 06:12

Numfuddle hat geschrieben:
27. Feb 2019, 17:52
Ich hab immer ein kleines Problem wenn Leute sagen Bioware würde großartige Geschichten schreiben. Ich bin da nämlich leider etwas anderer Meinung. BioWares Storys sind der ganz normale triviale Genre-Durchschnitt, was sie richtig gut können sind Charaktere und Szenen/Momente.
Ja, es wird bei Videospielen sehr oft so, dass eine gute Story mit Inszenierung verwechselt wird - Bioware ist da keine Ausnahme in der allgemeinen Wahrnehmung. Gute Stories trifft man generell selten an - aber guter Weltenbau, Hintergrundgeschichte und tolle Charaktere täuschen gerne darüber weg oder werden als ein Story-Gesamtpaket wahrgenommen.

zu Anthem: Ich hab mir mal einige Stunden Let's Play angeschaut: Viel Ladebildschirm - und das trotz der vielen Warnung mehr als erwartet; Hub, paar Menüs und nur sehr wenig Gameplay. Im Bruchteil-Bereich.

Ich bin äußerst gewillt, Bioware immer und immer wieder ein Chance zu geben und für sie sogar mir Loot-Shootern anzufangen - sieht ja ganz spaßig aus. Aber ich warte, bis da Content und Technik in ca. einem Jahr sauberer laufen. Ich hoffe, dass es so kommt!

Numfuddle
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Numfuddle » 28. Feb 2019, 11:26

Im „Last Game Standing“ Podcast (das Biotop für alle Christians der deutschen Spieleindustrie) gibt es diese Woche ein Interview mit Chris Avellone.

Sehr höhrenswert.

Er bestätigt dort allerdings auch noch einmal was wir schon wissen: „No one of the old Bioware ist still working there“. Niemand aus der alten Bioware arbeitet noch dort.

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Jochen
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Jochen » 28. Feb 2019, 11:48

Die Geschichten von Baldur's Gate 2, KotoR und Mass Effect würde ich - natürlich immer im Kontext des Mediums und damaligen Entwicklungsstandes - schon als "gute Geschichten" bezeichnen. Und es kehren ja auch immer wieder talentierte Leute in leitende Positionen zurück. Zum Beispiel James Ohlen (Creative Lead bei BG2, KotoR und DA: Origins) für Mass Effect Andromeda. Die womöglich viel spannendere Frage ist die Firmenkultur. Welchen Stellenwert nahmen kreative Prozesse bei Aaryn Flynn (dem vormaligen von EA eingesetzten de-facto-Chef von Bioware) ein? Oft reicht es ja schon, wenn gewisse Dinge anders priorisiert werden und ganz andere Ergebnisse zu bekommen. Dass das Personal in der Industrie im Allgemeinen recht stark fluktuiert und bei Bioware anscheinend besonders stark, hilft garantiert auch nicht.

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Guthwulf
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Guthwulf » 28. Feb 2019, 12:04

Jochen hat geschrieben:
28. Feb 2019, 11:48
Die Geschichten von Baldur's Gate 2, KotoR und Mass Effect würde ich - natürlich immer im Kontext des Mediums und damaligen Entwicklungsstandes - schon als "gute Geschichten" bezeichnen.
Ich würd auf der Liste noch Jade Empire ergänzen. Das ist am Ende vermutlich sogar mein Lieblingsspiel von Bioware und zwar nicht nur wegen des Settings sondern auch wegen der emotionalen Verbindung, die ich zur Geschichte und den Charakteren von Jade Empire habe. Irgendwie hatte das Spiel auf mich einen größeren Effekt, als alle anderen Bioware Spiele. Der große Klassiker Baldurs Gate 2 hat hingegen bei mir nie richtig gezündet, auch wenn mir natürlich die Charaktere und deren Interaktionen trotzdem in guter Erinnerung geblieben sind. Ich war aber damals eher ein Fallout Spieler also eher auf der Black Isle Seite.

Mass Effect Andromeda fand ich übrigens nicht so schlecht, wie es alle gemacht haben. Grad auch die Begleiter sind mir da im Laufe des Spiels stärker ans Herz gewachsen, als anfangs vermutet. Es hatte zweifelslos seine Schwächen, sein Potential nie ausgenutzt und war nicht das beste Mass Effect Spiel. Aber es war durchaus ein Fundament auf dem man hätte aufbauen können. Das war sehr viel besser als das womit ich gerechnet hatte, nachdem Mass Effect 3 mit seinem vermurksten Ende beinahe jedes Interesse an der ganzen Serie zerstört hatte.
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xaan
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von xaan » 28. Feb 2019, 14:10

Gerade Mass Effect hat eine der besten Geschichten überhaupt in Videospielen und die würde problemlos auch als Film oder Buch funktionieren. Zuerst eine Detektivstory, bei der man einen korrupten Polizisten jagt und Beweise finden soll. Und das geht von da an immer tiefer je mehr man seine Verstrickungen mit den Geth aufdeckt, zuletzt noch mit Sovereign spricht und ganz wichtig: seine Motivation erfährt und die Chance erhält, ihm zum Ende noch mal die Möglichkeit zu geben in Würde und als die Person die er mal war abzutreten. Das ganze auch noch schön verflochten mit der Lore. Etwa den Kroganern und der Genophage, was in einer potentiell tödlichen Konfrontation mit Wrex endet.

Sowohl die Story als auch der gesamte Lore-Background von Mass Effect 1 sind allererste Klasse.
Schade, dass Bioware diese Qualität seitdem nie wieder erreicht hat.

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Nephtis
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Nephtis » 28. Feb 2019, 14:33

Mass Effect 1 ist auch eins der Spiele, die ich massiv "gesuchtet" habe. Ich konnte regelrecht nicht mehr aufhören zu zocken, weil mir das Spiel so UNGLAUBLICH Spaß gemacht hat. Das passiert mir sehr selten, das letzte Mal 2013 bei Dark Souls :D

Man kann bei Anthem nur hoffen das EA Bioware das Fundament weiter bebauen lässt. Im Worst Case endet es im Fiasko wie Mass Effect Andromeda weil eben auch Apex Legends so gut läuft. Dann kann EA sich auch denken "Wer braucht da Anthem, die Entwicklung weiterer Inhalte ist auf Jahre gesehen viel zu teuer..."

Ich beobachte das Spiel weiterhin die nächsten Monate und hoffe mal das Beste :)

philipp_neu
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von philipp_neu » 28. Feb 2019, 14:42

Naja, die Grundzüge einer guten Geschichte sind schon in Anthem enthalten, sie ist halt mit allem anderen in der Entwicklerhölle gelandet. Aus der enthaltenen Lore "Anthem of Creation, Shaper etc." kann man aber generell noch viel machen.

In Destiny Vanilla gab es im Grunde keine zusammenhängende Geschichte, trotzdem hat sich einiges an Lore angesammelt und mittlwerweile muss sich das Destiny-Universum auch nicht mehr vor einem Mass Effect verstecken, warum soll das bei Anthem anders sein? Wäre natürlich einfacher wenn es von Anfang an so gewesen wär und das ganze in eine zusammmenhängende, gut präsentierte Story gepresst worden wär.

Ich drücke den Entwicklern auf jeden Fall die Daumen, dass es noch was wird.

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philoponus
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von philoponus » 28. Feb 2019, 16:01

Zum Thema Story passt gut dieser neue Artikel:

"Games-Veteranin: Keine guten Zeiten für Singleplayer-Spiele"

https://derstandard.at/2000098727138/Ga ... u-lang-und

Stuttgarter
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Stuttgarter » 28. Feb 2019, 16:14

xaan hat geschrieben:
28. Feb 2019, 14:10
Gerade Mass Effect hat eine der besten Geschichten überhaupt in Videospielen und die würde problemlos auch als Film oder Buch funktionieren.
Wenn ich mich recht entsinne, war es doch grade Mass Effect, das zuvor schon als Buch funktioniert hatte? Alastair Reynolds, "Revelation space"/deutsch "Unendlichkeit". Jochen, wars nicht so?

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johnnyD
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von johnnyD » 28. Feb 2019, 22:15

Tja, der Gruppenzwang... bin jetz stolzer Besitzer eines Premier Abos, um Anthem mit den Kumpels zu spielen. Wobei ich das wohl auf die "Story" beschränke und der Jux eher aus dem gemeinsamen Spielen mitm Bierchen nebenbei entsteht. Angenehmer Nebeneffekt: ich krieg Darksiders 3 quasi für lau dazu. Und die Warstories aus Bf1 und 5 wollt ich ggf. auch noch fertig spielen, die ich beim 1er in der Demo anspielte. Mit 99€ im Jahr muss ich mir das fast mal überlegen...
"Wenn man den Sumpf trocken legen will, darf man nicht die Frösche fragen!"

imanzuel
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von imanzuel » 28. Feb 2019, 22:39

philoponus hat geschrieben:
28. Feb 2019, 16:01
"Games-Veteranin: Keine guten Zeiten für Singleplayer-Spiele"
Die gute Frau vermischt da aber so einiges. Das AAA-Publisher wie EA eher das Multiplayer/GaaS-System bevorzugen, liegt doch auf der Hand - mehr Kohle generieren.

Mit allem anderen hat sie aber sowas von unrecht. Einfach mal nur mal die letzten 2 Jahre betrachten. Nier, Zelda, Mario (MP-Teil lasse ich mal weg), die ganzen Sony-Exklusiv-Dinger, etc. Scheinen alle erfolgreich gewesen zu sein, kann man alle in einer angenehmen Zeit durchspielen, wenn man das möchte, und das letztjährige GOTY (God of War), ist ja mal wohl das Parade-Beispiel. Ausschließlich Singleplayer, gute 20-30 Spielzeit für die Hauptstory, top Qualität -> Finanzieller Erfolg UND bei den Kritikern beliebt. Aussagen die die von Ihr sollen doch nur etliche GaaS-Ansätze legitimieren. Das Singleplayer Spiele doch angeblich tot sein sollen hört man jährlich, und dennoch sehe ich das irgendwie nicht so und Millionen andere Spieler wohl auch nicht.

Bezogen auf die Story, ist doch das auch alles nur... käse? Weiß nicht, WoW hat es doch ein Jahrzehnt geschafft, eine Story zu erzeugen die pro Erweiterung mehr oder weniger abgeschlossen wird, und in der nächsten Erweiterung geht es dann mit einem anderen Thema weiter. GaaS wäre doch dafür perfekt geeignet. Pro Season eine Story, wenn die vorbei ist das nächste. Man muss sich halt nur Mühe geben, Cross-Referenzen erschaffen, usw.

Destiny 2 hat es ja im Ansatz schon mal richtig gemacht: Hauptspiel den Bösewicht besiegen, in den Credits mit dem komischen Schiff irgendwas neues schon mal angeteast. Problem ist halt, wenn das alles keine Relevanz hat, oder in dem Fall bis jetzt (? korrigiert mich wenn ich falsch liege) gar nicht umgesetzt wurde.

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Vinter
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Vinter » 28. Feb 2019, 23:36

Mal was generelles zu Lootshootern, am Beispiel von Anthem, zu dem ich bislang noch nirgends Kritik gelesen haben. Nämlich: Wie der Spieler bereits bei der zentralen Prämisse des Spiels - Leveln und looten um stärker zu werden - verarscht wird.

Denn: Das man durch Leveln und Looten stärker wird, kann ja offenbar nicht stimmen. Anthem matcht Spieler völlig unabhängig von ihrem Level. Ich spiele mit Leuten, die fünf Level unter mir sind und mit Leuten, die zehn level über mir sind und es kommt nicht zu Balancingproblemen.

Sagen wir, ich bin Level zehn und mein Mitspieler ist Level zwanzig. Was man klassischerweise erwarten würde ist, dass wir a) entweder gegen Level zehn Gegner antreten (dann würde mein Mitspieler deutlich zu viel Schaden machen) oder b) gegen Level zwanzig Gegner antreten, dann würde ich deutlich zu wenig Schaden machen.

Das passiert aber nicht, sowohl er als auch ich machen "normal" viel Schaden. Ergo: Level und Ausrüstung werden nicht gegen die Gegner verglichen.

Da kann doch eigentlich nur folgendes passieren. Ein Schuss aus einer bestimmten Waffe macht IMMER x Schaden (Bsp: 10) Sund ein bestimmter Gegner hat IMMER y Lebenspunkte (bsp: 100), d.h. sowohl ich auf level zehn als auch mein Kumpel auf Level zwanzig brauchen immer zehn Treffer um den Gegner zu besiegen. Sonst würde das Zusammenspiel nicht funktionieren.

Das heißt, alles was passiert ist, dass nur noch mein Level gegen den Durchschnittslevel meiner Ausrüstung gemessen wird und anschließend mein Schuss mit festen zehn Schaden mit einem Faktor skaliert wird: Ist meine Ausrüstung unterdurchschnittlich für Level zehn, skaliert man mit 0.x, ist sie überdurchschnittlich, skaliert man mit 1.x, damit ich im Verlauf des Spiels gezwungen bin, neue Ausrüstung anzulegen.

Und damit ist das Spiel im Grunde an der zentralen Stelle kaputt, bzw verhält sich grundlegend anders, als der Entwickler behauptet. Eine Progression findet nicht statt, ich level nur immer meiner eigenen Ausrüstung davon und bekomme dafür Malusse.

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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von MarioAhna » 1. Mär 2019, 00:28

Vinter hat geschrieben:
28. Feb 2019, 23:36

Denn: Das man durch Leveln und Looten stärker wird, kann ja offenbar nicht stimmen. Anthem matcht Spieler völlig unabhängig von ihrem Level. Ich spiele mit Leuten, die fünf Level unter mir sind und mit Leuten, die zehn level über mir sind und es kommt nicht zu Balancingproblemen.
Ganz generell gebe ich dir völlig recht, deine Aussage stimmt aber nur bedingt.
Anthem matched auf den unteren drei Schwierigkeitsgraden Spieler lediglich unabhängig von ihrem level. Auf den drei grandmaster Schwierigkeitsgraden haben alle das gleiche Level.

Was die Levelphase betrifft, finde ich es völlig legitim, unterschiedliche Spielerlevel in einen Topf zu werfen und die Ausrüstung nur relativ Auswirkungen hat und nicht absolut , damit zügig ein Matchmaking zustande kommt, da man sowieso sonst schon genug in Anthem warten muss :roll:
Lg

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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von xaan » 1. Mär 2019, 09:21

Ein ordentliches Skalierungssystem, welches es erlaubt dass Spieler unterschiedlicher Level trotzdem sinnvoll zusammen spielen können, sehe ich tatsächlich als Vorteil. Destiny 2 macht das z.B. auch sehr offensichtlich. Auch MMORPGs gehen dazu über. Guild Wars 2 hatte vom start weg so ein System. World of Warcraft hat mit dem letzten Patch eines eingeführt.
Division 1 hatte so etwas nicht und es war echt nervig, wenn einem die Freunde davon gelevelt sind.

Hier hat Bioware imo ausnahmsweise mal nichts falsch gemacht.
Stuttgarter hat geschrieben:
28. Feb 2019, 16:14
Wenn ich mich recht entsinne, war es doch grade Mass Effect, das zuvor schon als Buch funktioniert hatte? Alastair Reynolds, "Revelation space"/deutsch "Unendlichkeit". Jochen, wars nicht so?
Stimmt, das war die Vorgeschichte von Anderson, der ja eigentlich schon eine Generation vor Shepard zum ersten menschlichen Spectre hätte werden sollen. Aber ebenfalls von Saren in die Pfanne gehauen wurde und diese Position verloren hat.

Edit: ich meinte das hier von Drew Karpyshyn
Zuletzt geändert von xaan am 1. Mär 2019, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.

imanzuel
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von imanzuel » 1. Mär 2019, 09:30

Ich verstehe es ja aus der Sicht der Spieler, warum die so ein Skalierungssystem machen, aber mich stört das persönlich dann aber doch sehr. Es war halt einfach ein tolles Gefühl, wenn man mit Level 10 irgendwo eine hart auf die Schnauze bekam, aber 20 Level später man über die Gegner nur noch lacht. Irgendwo geht da bei mir auch immer die Motivation flöten, "stärker" werden zu wollen. Gerade bei Guild Wars 2 war das für mich ein absolutes KO-Grund (wobei das schon Jahren her ist und ich das Spiel seit dem auch nicht mehr angefasst habe).

Wenn ich da aber an so manche Singleplayer-Spiele denke, die so etwas machen... Ne danke.

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Jochen
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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von Jochen » 1. Mär 2019, 09:38

xaan hat geschrieben:
1. Mär 2019, 09:21
Stimmt, das war die Vorgeschichte von Anderson, der ja eigentlich schon eine Generation vor Shepard zum ersten menschlichen Spectre hätte werden sollen. Aber ebenfalls von Saren in die Pfanne gehauen wurde und diese Position verloren hat.
Äh. Nein. Das war ein SF-Roman eines amerikanischen Autors, der mehrere Jahr vor dem ersten Mass Effect erschien und bei dem sich die Autoren von Mass Effect so freizügig bedienten, dass man mit einiger Berechtigung von Plagiarismus sprechen könnte. Insofern hast du also völlig Recht: Mass Effect funktioniert als Roman wunderbar. So wunderbar, dass er vor der Veröffentlichung von Mass Effect sogar schon geschrieben wurde ;)

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Re: Anthem - BioWares letztes Aufbäumen?

Beitrag von derFuchsi » 1. Mär 2019, 10:03

Kann man diesen Revelation-Space-Zyklus lesen oder lieber nicht?
Wenn man den Rezensionen glauben mag scheint sich das Alles in die Länge zu ziehen ohne wirklich im Plot voran zu kommen.

Zum Skalierungssystem, ich verstehe ja die Idee dass man immer und überall mit Spielern unterschiedlichster Stufe zusammen spielen kann. Aber für mich macht es irgendwie das Leveln beliebig. Wozu soll ich mir den Grind antun wenn es sowieso egal ist. Hat mich bei Elder Scrolls Online z.B. sehr gewundert.
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