Keyforge (suche Freiwillige)

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Guthwulf
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Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Guthwulf » 23. Jan 2019, 22:31

Hier mal was ganz anderes. Suche Freiwillige, die Lust haben Keyforge von Fantasy Flight Games auszuprobieren. Das ist das neueste Spiel vom legendären Designer Richard Garfield (z.B. Magic The Gathering, Netrunner, King Of Tokyo, RoboRally...).

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Keyforge hat einen Twist, den ich faszinierend finde. Es ist das "weltweit erste einzigartige Deckspiel". Es gibt keinen Deckbau, kein endloses Geldgrab mit Boosterpacks, kein Metagame mit den immer gleichen Decks in Turnieren. Stattdessen kauft man sich für 9,90 € ein (von einem Algorithmus prozedural vorkonstruiertes) Deck. Jedes Deck hat einen weltweit einzigartigen Namen, einzigartigen Kartenrücken und eine weltweit einzigartige Kombinationen von 36 Karten aus dem Kartenpool (+1 Titelkarte). Das Deck darf man nicht anpassen oder in irgendeiner Art modifizieren. Stattdessen heißt es "Ab in den Dschungel... das sind deine Tools... guck was du aus denen herausholen kannst". Die prozedurale Generierung der Decks soll dafür sagen, das jedes Deck halbwegs sinnvoll spielbar ist. Damit hat man für nur 9,90 € alles was man braucht (und jemals kaufen muss) um sogar in Turnieren kompetetiv um die Meisterschaften mitspielen zu können. Und man wird eben auch immer auf einzigartige Decks bei den Gegenspielern treffen. Kein Deck ist identisch.

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Der Kartenpool (aus dem die Decks generiert werden) besteht derzeit aus 370 Karten aufgeteilt in 7 Fraktionen. Der wird natürlich mit der Zeit erweitert werden. Die Spielregeln sind relativ einfach erklärt (What Exactly is This Game, How, Where, and What to Buy, How to Play). Jedes Deck besteht aus je 12 Karten von 3 der 7 Fraktionen. Es gibt sogar einen Balancingmechanismus, der es erlaubt als besonders stark empfundene Decks mit einem Handicap zu versehen, so das man immer fair spielt. Das kann man privat im Freundeskreis machen und FFG wird das bei Bedarf für Turniere zentral über die Keyforge App vorgeben, in der man seine eigenen Decks (und deren Turnierergebnisse) registriert.

Das sind z.B. drei meiner Decks:

- Vlad „Der dreiste Oktopus“
- Die saubere Emma vom Kolosseum
- Linus, Dichter des südlichen Bienenstocks

Niemand anders auf der Welt wird jemals diese Decks haben, da dies nun "meine Decks" sind.

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Später wird die Keyforge App wahrscheinlich zu einem offiziellen Client (ala Hearthstone oder MTG Arena) erweitert werden, um mit seinen registrierten Decks auch online spielen zu können. Bis dahin kann man in einem (vom Hersteller stillschweigend geduldeten) inoffiziellen Browserclient online spielen, der es auch noch erlaubt, mit jedem beliebigen (bereits registrierten) Deck zu spielen, auch wenn es nicht das eigene ist. Ihr braucht euch für den Test also erstmal kein Deck kaufen :) Wer das Konzept spannend findet und Lust hat, das mal auszuprobieren, der kann sich gerne hier im Thread oder per PM melden. Ansonsten wäre ich natürlich an Erfahrungsberichten interessiert von Leuten, die es schon selber gespielt haben oder generell um Diskussion zu diesem Konzept.
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Andre Peschke
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Andre Peschke » 24. Jan 2019, 08:55

Liest sich werblich...besonders der Einstieg mit dem Kaufpreis... da zuckt der Löschfinger. In welcher Beziehung stehst du zu Spiel und Hersteller?

Andre

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Guthwulf
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Guthwulf » 24. Jan 2019, 11:09

Andre Peschke hat geschrieben:
24. Jan 2019, 08:55
Liest sich werblich...besonders der Einstieg mit dem Kaufpreis... da zuckt der Löschfinger. In welcher Beziehung stehst du zu Spiel und Hersteller?
Andre
Uhm... :think: Gar keiner? :naughty: Abgesehen davon, dass ich gerne Brett- und Sammelkartenspiele spiele. :dance: Warum liest sich das mit dem Kaufpreis "werblich"? Schon mal Magic The Gathering oder Vergleichbares gespielt? Was ich darin schon alles an Geld gelassen hab... Deshalb ist der Preis bei Keyforge (zusammen mit dem Distributionsmodell) für mich persönlich ein ziemlich wichtiges Argument. Und ansonsten? Ich schreib halt wie ich schreib... siehe meine zahllosen anderen Beiträge, Spielevorstellung und Co. Keine Ahnung ob ich deinen Post als Kompliment oder Abwertung meines Schreibstils nehmen soll. ;) Vielleicht sollte ich ins Marketing wechseln? :lol:
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Fu!Bär » 24. Jan 2019, 11:22

Ich reagiere ja immer allergisch auf Schleichwerbung. In diesem Fall juckt mein Näschen aber nicht. Guthwulf ist meiner Meinung nach einfach ein Fan von eingebetteten Grafiken (das mag ich auch, ich bin nur zu faul) und von Spielen abseits des Mainstream.

Ich hab dein Beitrag gerne gelesen auch wenn ich dazu nicht viel zu sagen habe.

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Andre Peschke
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Andre Peschke » 24. Jan 2019, 14:46

Guthwulf hat geschrieben:
24. Jan 2019, 11:09
Uhm... :think: Gar keiner? :naughty: Abgesehen davon, dass ich gerne Brett- und Sammelkartenspiele spiele. :dance: Warum liest sich das mit dem Kaufpreis "werblich"?
Weil der ganze Text wie eine Werbeanzeige klingt: "Dieses faszinierende Spiel mit seinem einzigartigen Twist - nur 9,99!" (Zuspitzung ;))

Aber ich glaube dir und lasse es daher stehen.

Andre

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Axel
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Axel » 24. Jan 2019, 15:26

Ist keine Werbung. Denn der Preis ist hier wirklich eine wichtige Information. Ich habe früher auch echt gerne solche Spiele gespielt (Magic The Gathering, Yu-Gi-Oh, Pokemon Trading Cards, etc.) und sie sind immer darauf ausgelegt, dass man ständig irgendwelche neuen Kartenpacks kauft. Wenn das hier nicht der Fall ist, dann ist das schon recht einzigartig IMO.

Was mir nicht ganz klar ist: Bekommt man mit jeder Partie ein neues Deck oder kann man Decks, die einem gefallen, auch behalten?
A little bit of the BUBBLAAYY!
~ Chris Jericho Mark #1 ~

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Guthwulf
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Guthwulf » 24. Jan 2019, 16:11

Axel hat geschrieben:
24. Jan 2019, 15:26
Was mir nicht ganz klar ist: Bekommt man mit jeder Partie ein neues Deck oder kann man Decks, die einem gefallen, auch behalten?
Im Freundeskreis kannst du machen was du willst. In Turnieren kommt es aufs Format an. Da gibts beides...

Zitat aus den offiziellen Turnierformaten:

"In the Archon format, each player brings a deck to the tournament. This deck must be an official, unaltered KeyForge Archon Deck that the player either obtained ahead of time or bought at the event itself."

"In the Sealed format, each player receives a new deck at the tournament, usually by purchasing it from the hosting retailer. Players do not open their sealed decks until the official start of the event, and players are encouraged to wait to register the decks to their Master Vault accounts until the end. After opening their decks, players are given a few moments to read through and familiarize themselves with their contents, then the tournament begins."
Andre Peschke hat geschrieben:
24. Jan 2019, 14:46
Weil der ganze Text wie eine Werbeanzeige klingt: "Dieses faszinierende Spiel mit seinem einzigartigen Twist - nur 9,99!" (Zuspitzung ;))
'tschuldigung das ich mich über was freue und entsprechend positiv schreibe ;) Bin halt nen begeisterungsfähiger optimistischer Geselle.

Der Preis ist für Sammelkartenspieler wie mich in der Tat sehr wichtig. Das ist aber nicht der "einzigartige Twist", der mich so fasziniert.

Ich finde die Idee eines prozedural von einem Algorithmus automatisch generierten Deckspiels faszinierend, bei dem "mein" Deck weltweit wirklich einzigartig ist und ich lernen muss, wie ich dieses konkrete Deck möglichst effektiv spielen kann. Insbesondere welche Folgen solch ein Konzept hat (Attachment zum eigenen Deck? Vielfalt von Decks bei Turnieren? "Entdecken des eigenen Decks" als Motivation? etc.)

Bin neugierig, wie gut das in der Praxis wirklich funktioniert. Grad was Balancing zwischen Decks angeht. Man kann seine Decks ja nicht selber anpassen. Irgendwann werden bestimmt spezifische Karten-Kombinationen oder Fraktionen als besonders stark gelten. Werden "Turnierspieler" dann nicht irgendwann anfangen 100 Decks zu kaufen, um daraus dann das eine "beste" zu nehmen. Sieht man aktuell schon, wenn Double Horsemen Decks auf eBay für über 1.000 € gekauft werden, obwohl keiner versteht, ob die wirklich gut sind und was ein wirklich gutes Deck ausmacht. Bisher wurde von den Spielern nur ein winziger Bruchteil der theoretisch möglichen Kombinationen aufgedeckt, geschweige denn tatsächlich ausprobiert. Wie gut wird FFG das Balancing dann im Organized Play mit den Chains (Handicaps für zu starke Decks) wirklich in den Griff bekommen? Ist ja toll, wenn ich dann ein "ultraseltenes und ultrastarkes" Deck habe, das aber mit so vielen Chains belegt ist, das ich es kaum noch effektiv in Turnieren spielen kann.

Ist halt alles ein seehr neues und experimentelles Konzept, bei dem ich froh bin, mitverfolgen zu können, wie es sich weiterentwickelt...
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Alienloeffel
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Alienloeffel » 24. Jan 2019, 16:54

Die Idee der einzigartigen Decks, die auch jederzeit als solche zu erkennen sind, finde ich wirklich reizvoll. Preis ist in Ordnung ich bin nur nicht mehr so der sucker für solche Spiele. Drüber nachdenken tue ich jetzt schon...

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Guthwulf
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Guthwulf » 24. Jan 2019, 17:16

Wie gesagt :) Wir können ja gerne mal online nen Match probieren :) Bin genauso neugierig...

Da kann man spielen: https://www.thecrucible.online/

EDIT: Und hier noch der Community Discord: https://discordapp.com/invite/PcTGhr9
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Guthwulf
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Guthwulf » 24. Jan 2019, 17:55

Stichwort Formate:
Adaptive (Archon. Sealed.)
Players each bring one deck and play best-of-three matches. For the first game, players use their own decks. For the second game, players swap decks and use their opponent’s. If there is a third game, players bid chains to use the deck which won both of the previous games.

Auction (Sealed.)
After players open and register their decks, the decks are placed on a table. Players bid chains for the right to play with the deck of their choice. At the end of the event, decks are returned to the players who purchased and opened them.

Reversal (Archon.)
Players each bring one deck to the event (typically one they feel is easy to defeat) and swap it with their opponent’s deck at the beginning of each round. Decks are returned to their owners at the end of each round.

Survival (Archon. Sealed.)
Players each enter the event with 2 or 3 decks (as determined by the organizer) and rank their decks before the first round. Each player starts the event with their 1st ranked deck. Whenever a deck loses, that deck is “out” and can no longer be used. When a player no longer has decks remaining, that player is eliminated from the event.

Triad (Archon. Sealed.)
At a triad event, players each bring 3 decks and play best-of-three matches each round. At the beginning of the round, players each choose one of their opponent’s decks to “bench,” making the deck unusable for that match.
Find Reversal putzig... Deck mitbringen und dem Gegner zum Spielen geben, während man selbst das Deck des Gegners nimmt...
ergo "wer hat das schwächste Deck mitgebracht"
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Michi123
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Michi123 » 26. Jan 2019, 09:57

Interessanter Thread.
Bin letztes mal zufällig in meinem Brettspieleladen des Vertrauens in eine Vorbereitung zu einem Keyforge Turnier gestolpert.
Habe mir dann die Regeln erklären lassen und die Idee dahinter. Vor allem das Konzept, das man gewinnt in dem man 3 "Schlüssel" herstellt, finde ich eine interessant Variante im Gegensatz zu Magic etc. => Dadurch hat man anscheinend oft eine andere Strategie.
Andererseits fehlt für mich die doch sehr unterhaltsame/interessante Strategie des Deckbaus bei Keyforge komplett, damit müsste ich mich erst noch anfreunden.

Auch der Preis ist wie von Guthwolf angemerkt finde ich vor allem im Bereich der Trading Card Games durchaus überzeugend.

Werde mir vllt mal überlegen in Zukunft (2019) mit dem Spiel zu starten oder zumindest mal es zu überlegen.

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Guthwulf
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Guthwulf » 26. Jan 2019, 12:16

Michi123 hat geschrieben:
26. Jan 2019, 09:57
Vor allem das Konzept, das man gewinnt in dem man 3 "Schlüssel" herstellt, finde ich eine interessant Variante im Gegensatz zu Magic etc. => Dadurch hat man anscheinend oft eine andere Strategie.
Ja... ist eher ein Wettrennen als ein Kampf. Als Magicspieler muss man sich erstmal dran gewöhnen, dass es hier nicht drum geht, den Gegner mit seinen Kreaturen zu überrennen. Boardkontrolle und Kreaturen helfen natürlich dabei, im Rennen vorne zu bleiben, sind aber nicht das Entscheidende.
Michi123 hat geschrieben:
26. Jan 2019, 09:57
Andererseits fehlt für mich die doch sehr unterhaltsame/interessante Strategie des Deckbaus bei Keyforge komplett, damit müsste ich mich erst noch anfreunden. Auch der Preis ist wie von Guthwolf angemerkt finde ich vor allem im Bereich der Trading Card Games durchaus überzeugend. Werde mir vllt mal überlegen in Zukunft (2019) mit dem Spiel zu starten oder zumindest mal es zu überlegen.
Der fehlende Deckbau hatte mich auch zuerst skeptisch gemacht. Allerdings mag ich auch nicht die enormen Kosten, die mit Deckbau verbunden sind, damit der eigene Kartenpool aktuell und konkurrenzfähig im jeweiligen Meta bleibt. Da bin ich immer irgendwann gescheitert. Sei es bei LCGs oder CCGs. Außerdem ist es ganz schön einschüchternd als Anfänger vor nem riesigen Kartenpool zu sitzen und daraus nu irgendwie sein Deck bauen zu müssen. Das hat mich regelmäßig überfordert. Und wenn man dann verliert, weiß man auch nicht, ob man einfach nur sein Deck schlecht gebaut hat oder ob man beim Spielen zu viele Fehler gemacht hat. Bei Keyforge spielt das alles keine Rolle. Für 9,90 € kann man problemlos einfach mal so nen Deck kaufen und direkt loslegen. Selbst wenn man hinterher feststellt, dass das Spiel einem doch nicht gefällt. Und wer ganz knapp bei Kasse is, kann es auch einfach erst einmal online über Tabletop Simulator oder Crucible Online testen, bevor man sich nen eigenes Deck kauft. Wie gesagt... ich suche auch noch Leute, die Lust haben mit mir online zu spielen :) Wenn also Interesse besteht...
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Jon Zen
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Jon Zen » 26. Jan 2019, 13:27

Als ehemaliger "hardcore" Hearthstone Spieler (Ladder, Turniere und in der Arena) kann ich bestens nachvollziehen, das es eine Marktlücke gibt für günstige Online Card Games. Ich habe Hearthstone nach der ca. 50%igen indirekten Preiserhöhung für 2018 aufgehört.

Dennoch bleibe ich nach deinem Text skeptisch, ob das Spiel wirklich so viel günstiger sein wird.

Nur weil man zufällige Decks erhält, heißt es nicht, dass es nicht trotzdem eine Meta geben wird, an die sich die Ranglistenspieler orientieren. Auch bei der Hearthstone Arena (bei der man bedingt zufällige Decks erhält) gibt es eine Meta. Es wird zig Spieler geben, die sich solange für 10€ neue Decks kaufen, bis sie ein konkurenzfähiges Deck erhalten, welches in etwa den Topdecks entspricht. Dann sind wir wieder bei mehreren hundert Euro.

Für den Entwickler wird ein solches Decksystem noch schwieriger sein zu balancen: Muss er bei herkömmlichen Online Card Games nur wenige Karten der Metadecks regelmäßig anpassen (buffen/nerfen), weil die anderen Karten keine Relevanz haben, sollte er sich hier mit allen Karten beschäftigen, weil alle Karten gespielt werden.

Der wichtigste Faktor ist aber das Gamedesign. Davon würde ich gern mehr erfahren, weil du dazu nichts schreibst. :lol:

Die Spielmodi klingen interessant. Ein Deck-Handycap sehe ich als schwierig an, weil man nicht weiß, warum das Deck so gut ist (Decksstärke, Spielerskill, Unwissenheit der Gegenspieler) und der Entwickler stattdessen Karten schwächen kann.

Anmerkung: Dein Text klang schon sehr nach Marketing. Bei einer solchen Spielevorstellung würde ich mir wünschen, dass man auch einige Kritikpunkte und Fragezeichen in den Raum wirft. Ansonsten kann so eine Vorstellung auch abschrecken. ;)

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Guthwulf
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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Guthwulf » 26. Jan 2019, 15:47

Jon Zen hat geschrieben:
26. Jan 2019, 13:27
Marktlücke gibt für günstige Online Card Games
Keyforge ist kein Online Card Game sondern ein physisches Kartenspiel. Es wird keine Onlineturniere oder Ranked Online Play geben, soweit ich weiß. Du musst schon zum Spieleladen deines Vertrauens, zu offiziellen Events/Turnieren gehen oder ne eigene Casualspielgruppe in deinem Freundeskreis aufmachen. Zum "Üben" oder einfach "Spaß haben" kann man es derzeit inoffiziell auch im Tabletop Simulator und bei Crucible Online spielen, aber das sind keine offiziellen Spielweisen. Es gibt Andeutungen, dass die offizielle App irgendwann auch einen Onlinemodus bekommt, aber dort wirst du dann wahrscheinlich nur mit den Decks spielen können, die du auf deinem Account registriert hast und um sie registrieren zu können, musst du sie physisch kaufen und den Barcode einscannen.
Jon Zen hat geschrieben:
26. Jan 2019, 13:27
Nur weil man zufällige Decks erhält, heißt es nicht, dass es nicht trotzdem eine Meta geben wird, an die sich die Ranglistenspieler orientieren. (...) Es wird zig Spieler geben, die sich solange für 10€ neue Decks kaufen, bis sie ein konkurenzfähiges Deck erhalten, welches in etwa den Topdecks entspricht.
Ich hab nirgends behauptet, das es kein Meta geben wird. Ich hab nur darauf hingewiesen, dass ich hier aufgrund des Konzeptes von Keyforge kein Deck auf ein bestimmtes Meta hin zusammenbauen kann und dass es nicht zu den immer gleichen Decks in Turnieren kommen kann. Die Frage, ob sich Turnierspieler dann einfach 100 Decks kaufen, habe ich selber oben aufgeworfen. Momentan weiß allerdings noch niemand wirklich, was "konkurrenzfähig" bedeutet. Es gibt immer wieder Hype um einzelne Karten, aber wenn der Rest des Decks nicht passt... Außerdem wurde bisher nur ein winziger Bruchteil der mathematisch möglichen Decks "entdeckt". Angesichts der mathematisch gigantischen Vielfalt wird es unmöglich "ähnliche" Decks zu bekommen. Das beste, was man versuchen kann, ist nach einer bestimmten Kombination von drei Fraktionen und vielleicht 1-2 Schlüsselkarten zu suchen. Aber es ist nicht klar, ob bestimmte Einzelkarten oder Kombinationen von Fraktionen so stark sind, das sie automatisch ein "konkurrenzfähiges" Deck garantieren (unabhängig vom Rest des Decks).
Jon Zen hat geschrieben:
26. Jan 2019, 13:27
Für den Entwickler wird ein solches Decksystem noch schwieriger sein zu balancen: Muss er bei herkömmlichen Online Card Games nur wenige Karten der Metadecks regelmäßig anpassen (buffen/nerfen), weil die anderen Karten keine Relevanz haben, sollte er sich hier mit allen Karten beschäftigen, weil alle Karten gespielt werden. (...) Ein Deck-Handycap sehe ich als schwierig an, weil man nicht weiß, warum das Deck so gut ist (Decksstärke, Spielerskill, Unwissenheit der Gegenspieler) und der Entwickler stattdessen Karten schwächen kann.


Sehe ich genau anders herum. Es wird selbstverständlich Decks geben, die stärker als andere sind. Deshalb ja das Chainsystem. Ein sich automatisch (abhängig von den Siegen/Niederlagen) anpassendes Deck-Handycap ist aber viel einfacher als ständig an einzelnen Karten herumzubasteln (und zu hoffen das Spielern ich wieder neue Kartenkombinationen finden, um die Balance zu brechen). Insbesondere wenn du ein physisches Kartenspiel hast, bei dem die Karten nunmal gedruckt wurden wie sie gedruckt wurden. Endlose Errata und Bannlisten sind gruselig und haben noch nie besonders gut funktioniert. Grad für Anfänger zudem ein weiterer Stolperstein (wie? meine Karte tut gar nicht das was der Text auf der Karte sagt?). Keine Ahnung wie gut es mit den Chains tatsächlich wird. Aber hier kannst du nachlesen, wie sie sich das derzeit vorstellen: https://www.fantasyflightgames.com/en/n ... /power-up/

Zitat: "Over the course of playing ChainBound tournaments, your decks can earn and lose Chains that impact your hand size on the opening turn and—potentially—for several turns afterward. And as your deck keeps on winning, it can even gain Power Levels, which are great right now for bragging rights—but will be even better in the future when they're required for participation in certain events! This means (...) A single deck cannot dominate your local scene week after week. As they win, they'll gain chains, and if they keep on winning, they'll eventually gain enough Power Levels to level out of the ChainBound environment entirely."

Und ja, bei offiziellen Events darfst du nur mit auf deinen Account registrierten Decks spielen und die Ergebnisse werden dort dann auch zentral in der App hinterlegt (inkl. etwaiger Chains oder Powerlevel, die dein Deck bekommen hat). Die kannst du selber nicht verändern, hast aber natürlich auch eine "Casual Play" Kategorie in der du bei Bedarf deine "privaten" Spiele nachverfolgen kannst. Mehr Chains zwingt dich dazu dein Deck immer effektiver spielen zu müssen und bei genug Chains wird es irgendwann gleichauf mit den "schwachen" Decks sein. Sobald es dann verliert, werden auch deine Chains wieder weniger. Läuft alles automatisch ohne einzelne Karten anpassen oder balancen zu müssen, was in der Tat Wahnsinn wäre und noch nie besonders gut funktioniert hat.
Jon Zen hat geschrieben:
26. Jan 2019, 13:27
Der wichtigste Faktor ist aber das Gamedesign. Davon würde ich gern mehr erfahren, weil du dazu nichts schreibst. :lol:
Öhm... ich habe im Eingangspost eine ausführliche 3-teilige Youtubeserie von Teamcovenant verlinkt, wo das im Detail erklärt wird. Mit meinem Post wollte ich keine Spielevorstellung machen, sondern nach Mitspielern suchen, die das mit mir online ausprobieren wollen. Deshalb hab ich mich auf die beiden für mich persönlich faszinierensten "Unique Selling Points" von Keyforge (Einzigartiges Deck, Einsteigerfreundlich) konzentriert und zum Rest nur Links gegeben.

Als Anfänger steht es mir auch nicht wirklich zu, hier das Gamedesign zu beurteilen.

Wenn du darauf bestehst hier aber einige schnelle Ersteindrücke: Jedes Deck besteht aus 36 Karten (3 der 7 Fraktionen mit jeweils 12 Karten) und einer Titelkarte. Siegbedingung ist es, drei Schlüssel zu schmieden. Für jeden Schlüssel braucht man eine bestimmte Anzahl von "Amber" als Ressource (kann man z.B. selber erzeugen oder vom Gegner klauen). Spiel ist also ein Wettrennen wer effizienter und schneller Amber generieren oder seinen Gegner am besten behindern kann. Wenn dein Deck leer ist, mischst du deinen Ablagestapel und spielst damit weiter. Man kann in einem Spiel also durchaus mehrmals durch sein Deck gehen und viele Chance gewünschte Karten zu ziehen. Karten ausspielen kostet keine Ressourcen. Stattdessen sagt man eine seiner drei Fraktionen an und darf dann für diese Runde nur Karten dieser Fraktion ausspielen, benutzen oder abwerfen. Das führt zu sehr spannenden Entscheidungen (z.B. möchte ich diese Runde mit meinem Marskreaturen angreifen oder lieber von meiner Hand Untamed Kreaturen ausspielen?) und ist für mich eines der Highlights des Spiels. Ansonsten erinnert es an übliche Sammelkartenspiele. Es gibt Kreaturen, Upgrades, (Einmal-)Aktionen und Artefakte. Regeln sind relativ einfach erklärt. Würde ich diesbezüglich vielleicht mit einem Star Wars Destiny vergleichen. Auf jeden Fall einfacher als Magic The Gathering.

Ich denke aber ein How To Play wirst du dir selber ergooglen können.
guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Switch: SW-7403-8257-5609)

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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Jon Zen » 26. Jan 2019, 16:30

Sorry, aufgrund des Subforums dachte ich, dass es sich um ein Computerspiel handelt.

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Re: Keyforge (suche Freiwillige)

Beitrag von Guthwulf » 28. Jan 2019, 19:30

Kein Problem...

hier noch bissel was zum organized play und wie das balancing in den lokalen metagames der spieleläden funktionieren soll:

Keyforge Chainbound Events: https://www.youtube.com/watch?v=svlXCLxSF4w
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