Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

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Alienloeffel
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Alienloeffel » 7. Feb 2019, 11:06

Stuttgarter hat geschrieben:
7. Feb 2019, 10:50
Alienloeffel hat geschrieben:
7. Feb 2019, 10:28
Der Unterschied zu einem Bier ist, dass unabhängig des Schadens den man sich zufügt, der Schaden für andere bei nahezu Null ist. Bei einer Zigarette sieht das anders aus, weil das einen sehr viel invasiveren Charakter in der direkten Umgebung hat.
Erzähl das mal den Angehörigen derjenigen, die von einem betrunkenen Autofahrer erlegt wurden. Oder den Familien, die der Alkoholkonsum des Vaters ruiniert hat.

Jetzt kannst Du sagen, "Von einem Bier passiert das nicht". Dann antworte ich, "Von einer Zigarette passiv rauchen wird auch niemand geschädigt".

Alkoholismus ist ein gewaltiges gesellschaftliches Problem. Das sehr wohl weitreichende Auswirkungen auf jene hat, die selbst keinen Tropfen trinken. Direkt - siehe die Beispiele oben. Und indirekt - durch die Kosten, die im Gesundheitsbereich dadurch entstehen.

Weshalb ich tatsächlich davon ausgehe, dass Alkohol früher oder später genauso geächtet sein wird wie Zigaretten. Sicher nicht in den nächsten fünf Jahren. Aber ich gehe davon aus, dass ich es noch erleben werde.
Deswegen schreibe ich ja von EINEM. Und ja, wenn mein Nachbar ein Bier trinkt oder eine raucht schädigt mich das Rauchen, das Bier nur wenn mir die Flasche auf den Kopf fällt. Das mag in dem Fall kleinlich sein, aber wenn jeder ein Bier trinkt oder eine Zigarette raucht ist das für die allgemeinheit durchaus ein Unterschied. Ein Bier trinken ist aber auch nicht das gleiche wie Saufen. Meine Absicht ist nicht, Alkohol zu verharmlosen, mir geht es darum, dass Alkohol (in einem genau definiertem Bereich und geringer Menge) ohne Schädigung anderer konsumiert werden kann(!), während das bei Tabak deutlich schwieriger ist. Das ist für mich ein Unterschied, der Tabak in der Öffentlichkeit nicht tolerierbar macht, während das mit Alkohol bei strengen Regeln noch möglich sein könnte.
Klar ist Alkohol ein großes Problem in unseren Gesellschaften. Gerade hierzulande wird da viel zu wenig reguliert oder dran gearbeitet, das sehe ich auch so. Aber während Alkohol mehr und deutlich besser reguliert werden muss, gehört Tabak aus dem öffentlichen Leben verbannt.
Andre Peschke hat geschrieben:
7. Feb 2019, 11:02
Stuttgarter hat geschrieben:
7. Feb 2019, 10:50
Weshalb ich tatsächlich davon ausgehe, dass Alkohol früher oder später genauso geächtet sein wird wie Zigaretten. Sicher nicht in den nächsten fünf Jahren. Aber ich gehe davon aus, dass ich es noch erleben werde.
Die Frage die sich daran anschließt wäre aber, was dann an die Stelle des Alkohols träte. Dass das Bedürfnis des Menschen verschwindet, seiner Realität zu entfleuchen oder sie durch irgendeine Substanz (oder irgendeine Maßnahme) erträglicher zu machen, halte ich für nahezu ausgeschlossen.

Andre
Da ist mit Sicherheit einiges gewonnen wenn der Zugang schwieriger wird und sei es durch höhere Kosten. Studenten in Schweden saufen auch, aber durch den erschwerten Zugang passiert das alles auf einer kleineren Skala. Das war zumindest mein Eindruck dort (Und wenn ein Bier unter 4 Euro nicht zu haben ist überlegt man sich das wirklich drei Mal). Ich denke, dass Regulierung durch Steuern auch am ehesten passiert, bevor es irgend etwas in Richtung eines Verbotes gibt. Oder das öffentliche Trinken wird verboten, da hat Deutschland ja auch eine deutlich andere Haltung als die meisten anderen Länder.
Zuletzt geändert von Alienloeffel am 7. Feb 2019, 11:10, insgesamt 1-mal geändert.

Stuttgarter
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Stuttgarter » 7. Feb 2019, 11:07

Andre Peschke hat geschrieben:
7. Feb 2019, 11:02

Die Frage die sich daran anschließt wäre aber, was dann an die Stelle des Alkohols träte. Dass das Bedürfnis des Menschen verschwindet, seiner Realität zu entfleuchen oder sie durch irgendeine Substanz (oder irgendeine Maßnahme) erträglicher zu machen, halte ich für nahezu ausgeschlossen.

Andre
Mein Tip wäre - Haschisch. :) Die Akzeptanz steigt in den letzten Jahren zunehmend - und zumindest Gewaltexzesse durch Haschischkonsum sind meines Wissens die absolute Ausnahme. Das Problem mit "berauschtem Autofahrer" wird sich wohl tatsächlich nie in den Griff kriegen lassen, solang Mensch Rauschmittel benutzt.

(Das ist übrigens kein persönliches Wunschdenken - ich hab das Zeug während dem Studium einmal probiert und absolut keinen Nutzen drin gesehen. Mir persönlich ist es ziemlich wurscht, ob Haschisch legalisiert wird oder nicht. Aber ich sehe einige gesellschaftliche Vorteile darin.)

Stuttgarter
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Stuttgarter » 7. Feb 2019, 11:12

Okay, vielleicht hab ich mich missverständlich ausgedrückt - ich glaube nicht, dass Alkohol verboten werden wird. So, wie ja auch Zigaretten nicht verboten sind. Ich denke wirklich nur, dass eine gesellschaftliche Ächtung kommen wird, wie eben bei den Zigaretten. Samt entsprechender Werbeverbote.

Jochen

Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Jochen » 7. Feb 2019, 11:30

Mal ganz kurz von mir aus dem Tierarzt-Wartezimmer: Als langjähriger (Ketten)Raucher und Dem-Bier-durchaus-nicht-abgeneigt-Seier kann ich die Kritik zwar durchaus nachvollziehen, halte sie in der konkreten Sache allerdings für ziemlich schief. Das Bier im Podcast und kommerzielle Tabakwerbung unterscheiden sich in so vielen qualitativ gravierenden Aspekten (angefangen bei der bewussten Platzierung in der Nähe von Schulen/Haltestellen bis hin zu einer Bildsprache, die gezielt Wünsche und Sehnsüchte von Jugendlichen abbildet), das mir ein Vergleich nicht nur falsch erscheint, sondern auch noch verharmlosend für die perfide Weise, wie hierzulande immer noch aktiv und in vollem Bewusstsein und um des reinen Gewinns wegen um die Sucht von Kindern und Jugendlichen geworben wird.

Nicht falsch verstehen: Ich bin dir nicht böse. Alles gut. Aber der richtige Baum zum Anbellen heißt Tabaklobby, sitzt überwiegend (nicht nur) bei der CDU und hat es viel mehr verdient, angebellt zu werden als ein Podcast. Womit ich übrigens nicht nur uns meine; würde irgendjemand "Auf eine Zigarette" machen, würde ich auch dort sagen - das ist nicht das Problem, das Problem plakatiert oder erlaubt das Plakatieren.

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bluttrinker13
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von bluttrinker13 » 7. Feb 2019, 11:41

Stuttgarter hat geschrieben:
7. Feb 2019, 11:12
Okay, vielleicht hab ich mich missverständlich ausgedrückt - ich glaube nicht, dass Alkohol verboten werden wird. So, wie ja auch Zigaretten nicht verboten sind. Ich denke wirklich nur, dass eine gesellschaftliche Ächtung kommen wird, wie eben bei den Zigaretten. Samt entsprechender Werbeverbote.
Nein, wird nicht passieren. Und ich habe mich da oben auch nicht auf Verbote bezogen (die eh fruchtlos wären).
Zumindest sehe ich da keinerlei Indizien für. Im Gegenteil, dass es hip (und hipsterig) ist, gerade unter jungen Leuten und Unternehmern, Craftbeer und Biobier zu brauen, seine eigene Ginmanufaktur zu eröffnen, zeigt doch, dass Alkohol als Genußmittel weiterhin einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, generationsübergreifend, genießt.

Wo siehst du denn Anzeichen dafür dass es zu einer Ächtung kommt? Besoffene nerven, Bier in der Bahn stinkt, und die horrenden Kosten von Alkoholmissbrauch wurden ja hier schon deutlich gemacht. Doch diese Argumente sind alle schon alt, und existieren mindestens seit dem temperance movement, wahrscheinlich länger. Dennoch sind wir hier in unseren sogenannten permissiven Trinkkulturen weit davon entfernt, Alkohol wirklich zu ächten (i.e., jemanden der es konsumiert sozial abzuwerten). Straight Edge gab es seit den 1980ern, dennoch habe ich in meiner Hardcorezeit jeden zweiten mit nem Bier in der Hand moshen sehen.

Im Vergleich zum Rauchen und zu Zigaretten insbesondere ist Alkoholkonsum wie erwähnt auch ein viel älteres Kulturgut, dem einzig und allein Religion bisher gefährlich werden konnte. Alkoholkonsum ist stark mit Status verbunden (siehe Weinkultur, Whiskeykultur), was es noch schwieriger macht. Ich sehe da kaum neue Angreifpunkte für eine wirklich signifikante Ächtung. Und bevor Werbeverbote kommen, lieber das Trinkalter heraufsetzen (obwohl ich was das angeht in den US auch keinerlei Vorteile beobachtet habe).

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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Stuttgarter » 7. Feb 2019, 11:46

bluttrinker13 hat geschrieben:
7. Feb 2019, 11:41

Wo siehst du denn Anzeichen dafür dass es zu einer Ächtung kommt?
Es ist letztlich ein Gefühl, dass Teile der Gesellschaft auf bestimmte Dinge heute anders reagieren als noch vor paar Jahren. Dass außerdem die Krankheit "Alkoholismus" heute anders wahrgenommen wird als noch vor paar Jahren. Unsere Gesellschaft ist grade in einem gewaltigen Umbruch, es werden grade an allen Ecken und Enden die Parameter verschoben, was "okay" ist und was nicht - es würde mich wundern, wenn der Alkohol da nicht auch irgendwann mit rein käme.

Aber untermauern kann ich das nicht. Mag sein, dass ich wirklich komplett falsch liege. :)

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philoponus
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von philoponus » 7. Feb 2019, 17:21

Es gab keine Kapitelmarke, um den Bierteil zu überspringen.

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Fährmann
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Fährmann » 7. Feb 2019, 17:45

Andre Peschke hat geschrieben:
7. Feb 2019, 11:02
Stuttgarter hat geschrieben:
7. Feb 2019, 10:50
Weshalb ich tatsächlich davon ausgehe, dass Alkohol früher oder später genauso geächtet sein wird wie Zigaretten. Sicher nicht in den nächsten fünf Jahren. Aber ich gehe davon aus, dass ich es noch erleben werde.
Die Frage die sich daran anschließt wäre aber, was dann an die Stelle des Alkohols träte. Dass das Bedürfnis des Menschen verschwindet, seiner Realität zu entfleuchen oder sie durch irgendeine Substanz (oder irgendeine Maßnahme) erträglicher zu machen, halte ich für nahezu ausgeschlossen.
... vielleicht Videospiele? 8-)

julius152
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von julius152 » 7. Feb 2019, 17:56

Noch als anderes Feedback zu dieser Folge: Mir war es hier und auch schon in der Folge 200 aufgefallen, dass die Gespräche hier doch arg unstrukturiert ablaufen. So geht es los mit Apex Legends und irgendwann befindet man sich bei Ubisoft, Microtransactions, Tabakwerbung etc wobei ich die ganze Zeit darauf warte: Welches Thema wird denn jetzt als nächstes angegangen. Defacto ist hier eine Folge ein ganzer Strang anstatt mehreren einzelnen Themen. Das finde ich persönlich nicht besonders angenehm zu hören, vorallem wenn man die Folge nicht an einem Stück hört. Mir ging es häufig so, dass ich mich fragen musste: was ist jetzt eigentlich grad die grundlegede These bei der Diskussion oder wird hier einfach abstrakt siniert ohne ein Ziel zu haben? Bei der Folge 200 war es das Gleiche: defacto wurde in 2 1/2 Stunden nur 2 Thesen behandelt. Ich würde mir das ganze etwas komprimierter wünschen, aber dafür mehr Gedanken zu unterschiedlichen Dingen. In der Pilotfolge hattet ihr genau das gemacht, was mir wesentlich besser gefallen hatte.

Stuttgarter
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Stuttgarter » 7. Feb 2019, 18:04

julius152 hat geschrieben:
7. Feb 2019, 17:56
Noch als anderes Feedback zu dieser Folge: Mir war es hier und auch schon in der Folge 200 aufgefallen, dass die Gespräche hier doch arg unstrukturiert ablaufen. So geht es los mit Apex Legends und irgendwann befindet man sich bei Ubisoft, Microtransactions, Tabakwerbung etc wobei ich die ganze Zeit darauf warte: Welches Thema wird denn jetzt als nächstes angegangen. Defacto ist hier eine Folge ein ganzer Strang anstatt mehreren einzelnen Themen. Das finde ich persönlich nicht besonders angenehm zu hören, vorallem wenn man die Folge nicht an einem Stück hört. Mir ging es häufig so, dass ich mich fragen musste: was ist jetzt eigentlich grad die grundlegede These bei der Diskussion oder wird hier einfach abstrakt siniert ohne ein Ziel zu haben? Bei der Folge 200 war es das Gleiche: defacto wurde in 2 1/2 Stunden nur 2 Thesen behandelt. Ich würde mir das ganze etwas komprimierter wünschen, aber dafür mehr Gedanken zu unterschiedlichen Dingen. In der Pilotfolge hattet ihr genau das gemacht, was mir wesentlich besser gefallen hatte.
Pssst.. In gewisser Weise ist genau das, was Du kritisierst, das Prinzip des Formats. ;)

julius152
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von julius152 » 7. Feb 2019, 18:09

Stuttgarter hat geschrieben:
7. Feb 2019, 18:04
julius152 hat geschrieben:
7. Feb 2019, 17:56
Noch als anderes Feedback zu dieser Folge: Mir war es hier und auch schon in der Folge 200 aufgefallen, dass die Gespräche hier doch arg unstrukturiert ablaufen. So geht es los mit Apex Legends und irgendwann befindet man sich bei Ubisoft, Microtransactions, Tabakwerbung etc wobei ich die ganze Zeit darauf warte: Welches Thema wird denn jetzt als nächstes angegangen. Defacto ist hier eine Folge ein ganzer Strang anstatt mehreren einzelnen Themen. Das finde ich persönlich nicht besonders angenehm zu hören, vorallem wenn man die Folge nicht an einem Stück hört. Mir ging es häufig so, dass ich mich fragen musste: was ist jetzt eigentlich grad die grundlegede These bei der Diskussion oder wird hier einfach abstrakt siniert ohne ein Ziel zu haben? Bei der Folge 200 war es das Gleiche: defacto wurde in 2 1/2 Stunden nur 2 Thesen behandelt. Ich würde mir das ganze etwas komprimierter wünschen, aber dafür mehr Gedanken zu unterschiedlichen Dingen. In der Pilotfolge hattet ihr genau das gemacht, was mir wesentlich besser gefallen hatte.
Pssst.. In gewisser Weise ist genau das, was Du kritisierst, das Prinzip des Formats. ;)

Finde ich nicht. Ich bin mir bewusst, dass das ganze locker sein soll ohne große Vorbereitung. Dennoch glaube ich dass eine etwas klarere Struktur dem Format gut tut. Zumal ich finde, dass die Pilotfolge wesentlich strukturierter war. Hier wurden mehrere Themen separat von einander in einem unkomplizierten Rahmen besprochen. Das hat mir einfach besser gefallen.

Stuttgarter
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Stuttgarter » 7. Feb 2019, 18:12

Die Idee ist "ein Feierabendkneipengespräch unter Kumpels". Da gibts keine "Tagesordnung" - und dazu soll das Format eine Art "Wiederbelebung" der alten Sonntagsfolgen sein. Die waren stellenweise auch so. :)

Voigt
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Voigt » 7. Feb 2019, 18:41

Ich finde hingegen das Format sogar immernoch zu struktuiert. Aber vielleicht haben Andre und Jochen einfach wirklich doch so struktierte Gespräche auch wenn kein Mikro miläuft? Wer weiß. :D

Persönlich würde ich bevorzugen, wenn die Hörer garnicht beachtet, nichtmal begrüßt werden. Dass dies wirklich einfach ein Format als Aufnahme eines Gespräches von euch beiden ist.

Noch kurz inhaltlich, nicht als Kritik bloß als Zusatzinfo:
Ganz selten ist mal ein Held in LoL zu Release underpowered, fast immer overpowered, dass ist durchaus korrekt. Außerdem besteht damit natürlich eine Korrelation dass der Held den man neu kaufen kann overpowered ist. Korelation ist aber nicht Kausität. Ich denke zwar die Wirtschaft hat einen Einfluss, viel mehr ist das aber dem Heldendesign grundsätzlich geschuldet. LoL hat schon weit über 100 Helden, und warum sollten dann die Nutzer den neuen Helden spielen der designt wurde? Das geht am besten über coole Fähigkeiten, die cool aussehen und wirklungsvoll sind. Dazu sind Die Entwickler keine Profis, und entwickeln dann eventuell diese coolen Fähgikeiten zu stark. Ich sehe dahingehend eher dort das Strukturproblem, der näcshte Held muss einfach immer noch cooler als der letzte sein.

Ansonsten ich bin nicht ganz sicher, aber sind neue Helden nicht sogar im Ranked Spiele, zumindest bei Turnieren, gebannt? Ansonsten bannt man ja eh bis zu 10 Helden vor Matchstart, daher werden OP Helden eh weggebannt, was auch dem OPsein für Wirtschaftlichkeit entgegenstellt. Warum sollten User neuen Helden kaufen, damit die in Rankeds OP wären, wenn doch dann der gekaufte Held eh immer gebannt ist? ^^
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Wudan » 7. Feb 2019, 19:05

Voigt hat geschrieben:
7. Feb 2019, 18:41
Ich finde hingegen das Format sogar immernoch zu struktuiert. Aber vielleicht haben Andre und Jochen einfach wirklich doch so struktierte Gespräche auch wenn kein Mikro miläuft? Wer weiß. :D

Persönlich würde ich bevorzugen, wenn die Hörer garnicht beachtet, nichtmal begrüßt werden. Dass dies wirklich einfach ein Format als Aufnahme eines Gespräches von euch beiden ist.
Ich glaube das überschätzt du. So interessant ist das nämlich dann nicht. Es gibt ja so einige "Laberpodcasts" wo die Leute so völlig planlos drauf los reden als ob keiner zuhört (bin nicht mehr sicher aber glaube der Pietcast wäre so einer oder Radio Nukular), wo ich mich dann nach ner halben Stunde frage warum zum Teufel ich da eigentlich zuhöre, ob man vielleicht nicht doch irgendwann mal zum Thema kommen kann, und stelle fest das es mich nicht im mindesten interessiert was dem einen seine Frau gestern zum essen gekocht hat und dass bei dem anderen der Typ im Kino mit der Chipstüte geraschelt hat und das im Supermarkt mal wieder die Milch aus war. Also ein Mindestmaß an themenbezogener Struktur sollte auch in den Feierabendpodcasts mMn beibehalten werden. Zumindest sollte sichergestellt sein das es weitgehend beim Thema Games bleibt :D

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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von lnhh » 7. Feb 2019, 19:20

Manche Punkte wurden ja so schon teils 3x wiederholt. Warum dazu noch unstrukturierter?
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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Early » 8. Feb 2019, 11:59

Stuttgarter hat geschrieben:
7. Feb 2019, 10:50
Alienloeffel hat geschrieben:
7. Feb 2019, 10:28
Der Unterschied zu einem Bier ist, dass unabhängig des Schadens den man sich zufügt, der Schaden für andere bei nahezu Null ist. Bei einer Zigarette sieht das anders aus, weil das einen sehr viel invasiveren Charakter in der direkten Umgebung hat.
Erzähl das mal den Angehörigen derjenigen, die von einem betrunkenen Autofahrer erlegt wurden. Oder den Familien, die der Alkoholkonsum des Vaters ruiniert hat.
Der Vater kann die Familie auch wegen einer Spielsucht ruinieren oder weil er als Workaholic das Familienleben völlig vernachlässigt. Süchte gehören zum Menschen - manche sind mehr oder weniger drauf anfällig. Verantwortungsvoll damit umgehen kann ich nur, wenn ich auch die Freiheit habe, theoretisch über die Stränge schlagen zu können. Am Ende des Tages ist jeder selbst für sich, seinen Körper und sein Leben verantwortlich. Das muss in die Köpfe der Menschen rein.

Der Trend geht übrigens eher in die Richtung, dass auch andere Drogen erlaubt werden, weil man sieht, dass die Verdrängungen in die Illegalität noch viel mehr Probleme verursacht. Vor allem, kann man dann offener mit diesen Dingen umgehen.

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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von limericks » 8. Feb 2019, 13:46

Wudan hat geschrieben:
7. Feb 2019, 19:05
und stelle fest das es mich nicht im mindesten interessiert was dem einen seine Frau gestern zum essen gekocht hat und dass bei dem anderen der Typ im Kino mit der Chipstüte geraschelt hat und das im Supermarkt mal wieder die Milch aus war.
Diese Feststellungen treffe ich manchmal im 10$ Goodie, wobei auch dort dieses Format klar so gekennzeichnet ist, dass eben über privates gesprochen wird. Insofern liegt das "Problem" dann eh bei mir :lol:
Die Struktur vom Feierabendbier ist ideal, ich zähle mich auch zu den Hörern die den "Punk" der frühen Folgen vermissen und mit diesem Format zurückgebracht sehen.

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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Alienloeffel » 8. Feb 2019, 14:35

Early hat geschrieben:
8. Feb 2019, 11:59
...
Süchte gehören zum Menschen - manche sind mehr oder weniger drauf anfällig. Verantwortungsvoll damit umgehen kann ich nur, wenn ich auch die Freiheit habe, theoretisch über die Stränge schlagen zu können. Am Ende des Tages ist jeder selbst für sich, seinen Körper und sein Leben verantwortlich. Das muss in die Köpfe der Menschen rein.

Der Trend geht übrigens eher in die Richtung, dass auch andere Drogen erlaubt werden, weil man sieht, dass die Verdrängungen in die Illegalität noch viel mehr Probleme verursacht. Vor allem, kann man dann offener mit diesen Dingen umgehen.
Also kann ich nur maßvoll Trinken wenn ich die Möglichkeit habe mich jedes mal richtig wegzuballern? Es ist eben nicht immer jeder nur für sich selbst verantwortlich. Dann wäre nicht impfen ja auch nur dämlich und nicht für die Allgemeinheit gefährlich.

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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von Early » 8. Feb 2019, 14:59

Alienloeffel hat geschrieben:
8. Feb 2019, 14:35

Also kann ich nur maßvoll Trinken wenn ich die Möglichkeit habe mich jedes mal richtig wegzuballern? Es ist eben nicht immer jeder nur für sich selbst verantwortlich. Dann wäre nicht impfen ja auch nur dämlich und nicht für die Allgemeinheit gefährlich.
Du hast eigentlich immer die Möglichkeit, dich richtig wegzuballern und das ist ja auch gut so. Ich habe auch die Möglichkeit 20 Stunden durchzuzocken oder mich bis zum Anschlag mit Schokolade vollzustopfen.

Beim Impfen hast du das Problem des Herden-Schutzes. In diesem Fall bist du für die Allgemeinheit nachweislich eine Gefahr (sogar mehr als beim Rauchen - denn das kannst du ja in deinem eigenen geschlossenen Zuhause machen), da du als Verbreiter der Viren zur Verfügung stehst. Wenn es wirklich nur dein Schaden wäre, wäre Nicht-Impfen auch kein Problem.

Die zugestandene Freiheit für den Einzelnen muss auch so groß sein, dass er sich selbst schädigen darf. Ansonsten wäre ein selbstverantwortliches, freies Leben nur schwer möglich.

Wie kommst du auf die Idee, dass du nicht selbst für dich verantwortlich bist? Wer ist denn dann für dich verantwortlich?

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Re: Feierabendbier: Feedback zum Thema Zigarettenwerbung

Beitrag von bluttrinker13 » 8. Feb 2019, 15:00

Alienloeffel hat geschrieben:
8. Feb 2019, 14:35
Also kann ich nur maßvoll Trinken wenn ich die Möglichkeit habe mich jedes mal richtig wegzuballern? Es ist eben nicht immer jeder nur für sich selbst verantwortlich. Dann wäre nicht impfen ja auch nur dämlich und nicht für die Allgemeinheit gefährlich.
Was er meint ist glaube ich, dass die Freiheit bestehen muss, um Verantwortlichkeit überhaupt zu generieren. Das ist jetzt kein kausal-technisches, sondern ein philosophisches Argument, meines Erachtens auch ein recht sinnvolles.

Will sagen, wenn bspw Ächtung oder Verbote deine Handlungsfreiheit zu Trinken einschränken, bezieht sich das ja dann automatisch auf beides, maßvolles Trinken und dysfunktionales Wegballern. Er möchte, glaube ich, dass es da noch freien Raum zur Differenzierung gibt.

So habe ich ihn jedenfalls verstanden. :D

Den Impfvergleich wiederum verstehe ich nicht, obwohl man hier auch mit dem Recht auf Unvernunft argumentieren kann. Das ist aber eine andere Diskussion, imo. Btw, bin schon immer für eine Impfpflicht ohne jegliche Differenzierung in dem Bereich gewesen (denn die gibt es ja schon, Kontraindiaktionen zur Impfung wie Alter etc.).

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