Sekiro - Shadows die twice

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IpsilonZ
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von IpsilonZ » 8. Mai 2019, 00:13

Sooo. Ich bin jetzt wohl beim Endboss angekommen. Den Miniboss davor hab ich ehrlich gesagt geskippt und nen optionalen Boss habe ich auch erstmal ausgelassen. Ich habs ja schon gesagt aber so toll das Spiel ist will ichs jetzt wirklich erstmal zuende bringen und weiter Dark Souls spielen.
(falls ich doch irgendwann mal den Rest machen soll hab ich n Backup vom Save)

Mein erster Eindruck zum Endboss selbst
SpoilerShow
Ich glaube ich werde ihn lieben und hassen. Die Idee mit den verschiedenen Phasen ist großartig und furchtbar zugleich. Grad die erste Phase (Genichiro) wirkt auf mich vom Bosskampf her jetzt schon eher nervig. Sie ist an sich inzwischen erstaunlich leicht aber gleichzeitig kann ich mich schon bei vielen Versuchen dabei sehen, wie er mich doch 1-2 Gourds oder vielleicht sogar eine Wiederbelebung kostet.
Die erste richtige Phase (also Isshin) war schon sehr cool und hat Spaß gemacht. Bei meinen ersten zwei oder drei Versuchen hab ich das Gefühl, dass wohl ne Mischung aus Deflects, Mikiri Kontern und das Weite suchen die Wege zum Erfolg sind. :D
Die Phase danach schien mir noch recht undurchsichtig, grad weil er gleichzeitig mit so vielen Waffen herumzuhantieren scheint. Aber auch die hat noch Spaß gemacht. Die dritte hab ich noch nicht gesehen.

Wie gesagt. Es wirkt als obs n sehr cooler Kampf wird aber gleichzeitig viel Nervpotential hat. Vier Phasen sind halt schon etwas extrem.

my_d00m
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von my_d00m » 8. Mai 2019, 20:17

Ist ja nicht umsonst der Endboss ;-)

Ich finde die zweite Phase tatsächlich am schwersten, weil er da teilweise recht unvorhersehbare, schnelle Moves drauf hat.

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Nephtis
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von Nephtis » 10. Mai 2019, 08:38

Bin gestern im letzten Gebiet angekommen.
SpoilerShow
Palast der Urquelle. Vorher habe ich den Uhu zum zweiten Mal im Hirata Anwesen gekillt. Der war echt eine harte Nuss und hat mich locker 3-4h gekostet.
Kann leider erst Sonntag oder nächste Woche weiter spielen. Soziale Verpflichtungen... :mrgreen: :ugly:

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sleepnt
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von sleepnt » 10. Mai 2019, 13:19

Ich habe etwas weiter spielen können...
SpoilerShow
Ich bin zurück zum Kopflosen Affen (und dessen Partnerin) gekehrt. Jetzt glaube ich regulär! Hat auch einige Versuche benötigt, sie vernünftig auszumanövrieren.

Dann Spoilert einem interessanter/dankbarerweise, wo es etwas neues zu entdecken gibt...
Nach dem Koplosen Affen hab ich noch einmal einen Untoten in der Höhle des Kopflosen Affen gefunden... Einfach weil die Skulptur ausgegraut war.

Das gleiche gilt für Burg Ashina, weil keine Skulptur funktioniert, außer eine. Da weiß man schon, das sich etwas geändert haben wied - was es auch hat. Nach Genchiro gehen die roten und lila Ninjas relativ gut von der Hand. Selten hat ein einzelner Boss mir so grundlegend das Spiel 'näher gebracht'.

Tja, aufgrund eines erneuten Mangels an Göttlichem Konfetti kann ich leider immer noch nicht den Kopflosen im Nebelwald bekämpfen.

Ich hab bereots einen weiteren angeketteten Oger durch eine Tür erblicken können.

Jetzt weiß ich was mit Boss-Recycling gemeint war (2x Juozo, 2x Oger, 2x Löwenaffen, mehrere Kopflose, mehrere lila-Laser-Untote etc. Mal schauen...

Ich rechne mit einen erneutem Bosskampf bevor ich wieder in den Turm kann.
- ich weiß bereits das Sekiros' Ziehvater sowie Ishin welche sind (einfach durch YT, wo mir Videos vorgeschlagen werden). Schade irgendwie, sehe ich aber eher als milde Spoiler. Warum ich mich Vater stellen muss, weiß ich nicht. Aber Ishin wird bestimmt Genchiro letztlich doch unterstützen - es sind vielleicht zwei verschiedene Philosophien, aber Familie bleibt Familie...
Ich bin auf jeden Fall gespannt. Viele Sachen ergeben für mich auch noch keinen Sinn und ich will wissen, was es damit auf sich hat:
SpoilerShow
Zwei frische/getrocknete (??? fällt mie gerad nichr ein) der Götterschlangen, Reis des göttlichen und ein paar andere Kleinigkeiten. Ich weiß, dass es verschiedene Enden gibt, habe aber noch keine Vorstellung, ob und wie sie aussehen. Wenn yie Götterherzen etwas damit zu tun haben, dann frage ich mich wie, weil loswerden konnte ich sie bisher nicht
Irgendwie freue ich mich schon, nach dem ersten Run richtig in das Meta-Game einzusteigen und all die versteckten Dinge herauszufinden. Dann will ich all meine Wissenslücken schließen.
Nephtis hat geschrieben:
10. Mai 2019, 08:38
Kann leider erst Sonntag oder nächste Woche weiter spielen. Soziale Verpflichtungen... :mrgreen: :ugly:
Kann ich verstehen. Komme auch nur noch selten dazu! Zum Glück sitzt das Gameplay soweit, dass ich relativihne Peobleme bisschen Pause einlegen kann. Hatte die Befürchtung, dass ich Stück für Stück nach Genchiro alles vergesse.

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IpsilonZ
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von IpsilonZ » 10. Mai 2019, 13:54

Ich merke mal wieder ich bin in diesen Spielen mein größter Feind. Hab Sekiro seit zwei Tagen nicht angefasst, nach meinen ersten wenigen (5?) gegen den Endboss. Die waren nicht mal besonders schlecht aber jetzt traue ich mich nicht mehr ran und versuche ihn zu entgehen. Meh.
Hatte mich schon gewundert, dass ich bei Sekiro nicht meine große Pause hatte (paar Wochen bis Monate), die ich bei Dark Souls und Bloodborne jeweils ziemlich früh am Anfang eingelegt hatte. Und jetzt sitze ich hier wieder mit dem gleichen Gefühl und will nicht weiter gegen ihn kämpfen.

Ich sage ja öfter mal, dass Dark Souls und Bloodborne bei weitem nicht so schwer waren wie gerne getan wird. Und hier merke ich mal wieder, dass mein größter Feind auch meine eigene Angst vor dem Frust ist.

Ich versuche mich aber später doch mal dazu zu zwingen.

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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von Numfuddle » 10. Mai 2019, 14:38

Ich verzögere im Moment mit Picross S3 auf der Switch, dass ich seit einer Woche spiele

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sleepnt
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von sleepnt » 10. Mai 2019, 20:30

IpsilonZ hat geschrieben:
10. Mai 2019, 13:54
Ich merke mal wieder ich bin in diesen Spielen mein größter Feind. Hab Sekiro seit zwei Tagen nicht angefasst, nach meinen ersten wenigen (5?) gegen den Endboss. Die waren nicht mal besonders schlecht aber jetzt traue ich mich nicht mehr ran und versuche ihn zu entgehen. Meh.
Hatte mich schon gewundert, dass ich bei Sekiro nicht meine große Pause hatte (paar Wochen bis Monate), die ich bei Dark Souls und Bloodborne jeweils ziemlich früh am Anfang eingelegt hatte. Und jetzt sitze ich hier wieder mit dem gleichen Gefühl und will nicht weiter gegen ihn kämpfen.

Ich sage ja öfter mal, dass Dark Souls und Bloodborne bei weitem nicht so schwer waren wie gerne getan wird. Und hier merke ich mal wieder, dass mein größter Feind auch meine eigene Angst vor dem Frust ist.

Ich versuche mich aber später doch mal dazu zu zwingen.
Numfuddle hat geschrieben:
10. Mai 2019, 14:38
Ich verzögere im Moment mit Picross S3 auf der Switch, dass ich seit einer Woche spiele
Ui, das kenne ich nur zu gut! Aber wie IpsilonZ bereits schreibt, ebenfalls nur aus den Anfangsphasen eines Spiels. Dafür mit konsequenter Regelmäßigkeit! Ich habe Dark Souls II angefangen und dann rasch zu Lords of the Fallen gewechselt, in der Hoffnung, es wäre leichter. Das habe ich rasch unterbrochen, um DS II weiter zu spielen. Nioh, The Surge, Dark Souls I-III, Bloodborne und Sekiro habe ich immer angefangen, dann ein anderes (klassisches/normales) Spiel gespielt, um dann mit einer erneuten Erwartungshaltung richtig anzufangen. Teils waren es erhebliche Pausen von Teils Monaten. Schräg...

Ich finde, da passt der Podcast Nachgeforscht: Unsicherheit rein: Es ist halt die anfängliche Unsicherheit, was einen Erwartet, ob man es schafft etc. die abschreckend wirkt. Erst später beim spielen kommen dann Frust, Ungeduld, Ängste o.ä. dazu. Sich dem zu stellen ist aber Teil dessen, was diese Spiele für mich ausmachen.

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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von Forsta » 10. Mai 2019, 21:59

IpsilonZ hat geschrieben:
10. Mai 2019, 13:54
Ich merke mal wieder ich bin in diesen Spielen mein größter Feind. Hab Sekiro seit zwei Tagen nicht angefasst, nach meinen ersten wenigen (5?) gegen den Endboss. Die waren nicht mal besonders schlecht aber jetzt traue ich mich nicht mehr ran und versuche ihn zu entgehen. Meh.
Hatte mich schon gewundert, dass ich bei Sekiro nicht meine große Pause hatte (paar Wochen bis Monate), die ich bei Dark Souls und Bloodborne jeweils ziemlich früh am Anfang eingelegt hatte. Und jetzt sitze ich hier wieder mit dem gleichen Gefühl und will nicht weiter gegen ihn kämpfen.

Ich sage ja öfter mal, dass Dark Souls und Bloodborne bei weitem nicht so schwer waren wie gerne getan wird. Und hier merke ich mal wieder, dass mein größter Feind auch meine eigene Angst vor dem Frust ist.

Ich versuche mich aber später doch mal dazu zu zwingen.
Viel Glück und hoffentlich geht's dir nicht so wie mir. Habe alleine für den Endboss 6 bis 8 Stunden gebraucht, um ihn packen zu können. :ugly:

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IpsilonZ
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von IpsilonZ » 11. Mai 2019, 01:12

sleepnt hat geschrieben:
10. Mai 2019, 20:30
Ich finde, da passt der Podcast Nachgeforscht: Unsicherheit rein: Es ist halt die anfängliche Unsicherheit, was einen Erwartet, ob man es schafft etc. die abschreckend wirkt. Erst später beim spielen kommen dann Frust, Ungeduld, Ängste o.ä. dazu. Sich dem zu stellen ist aber Teil dessen, was diese Spiele für mich ausmachen.
Genau daran musste ich beim Hören der Folge auch denken. Habe ja schon öfter gesagt, dass ich finde, dass Dark Souls und Bloodborne für ihre Schwierigkeit ein bisschen zu hochgehalten werden. Sie sind schwer aber es gibt viele Spiele mit denen ich zurückblickend mehr Probleme hatte. Aber beide Spiele haben es geschafft mich extrem zu verunsichern bis ich sie nach ein paar wenigen Fehlschlägen/Frustmomenten beiseite gelegt habe.

Es hat ja auch seine Gründe, warum ich mich hier im Forum ausjammere, wenn ich wieder sauer auf mich selbst bin, weil ich mich nicht traue weiterzuspielen. :D
(apropos. Ich hab heute nicht weitergespielt. Aber The Messenger ist n cooles Spiel!)
Forsta hat geschrieben:
10. Mai 2019, 21:59
Viel Glück und hoffentlich geht's dir nicht so wie mir. Habe alleine für den Endboss 6 bis 8 Stunden gebraucht, um ihn packen zu können. :ugly:
Das ist NICHT hilfreich. :cry:

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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von Forsta » 11. Mai 2019, 07:53

IpsilonZ hat geschrieben:
11. Mai 2019, 01:12
Das ist NICHT hilfreich. :cry:
Tut mir leid, demotivierend war es nicht gemeint.

Falls du echt nicht weiterkommen solltest, es gibt eine Prothese welche in diesem Kampf sehr hilft:
SpoilerShow
https://m.youtube.com/watch?v=-zpx7nhtme4

Die ersten beiden Phasen konnte ich iwann ohne Gegentreffer meistern, aber die Phasen 3&4 hätte ich nicht geschafft ohne den Schirm Trick.

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sleepnt
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von sleepnt » 11. Mai 2019, 10:54

IpsilonZ hat geschrieben:
11. Mai 2019, 01:12
Es hat ja auch seine Gründe, warum ich mich hier im Forum ausjammere, wenn ich wieder sauer auf mich selbst bin, weil ich mich nicht traue weiterzuspielen. :D
(apropos. Ich hab heute nicht weitergespielt. Aber The Messenger ist n cooles Spiel!)
:lol: Gut zu wissen! Interessanterweise sieht es mir zu knackig aus...
Ich habe auch einige tolle Spiele kennengelernt, einfach nur weil ich einen Vorwand fand diese Spiele einmal auszusetzen :oops: Bei Sekiro war es Spider-Man...

IpsilonZ hat geschrieben:
11. Mai 2019, 01:12
Forsta hat geschrieben:
10. Mai 2019, 21:59
Viel Glück und hoffentlich geht's dir nicht so wie mir. Habe alleine für den Endboss 6 bis 8 Stunden gebraucht, um ihn packen zu können. :ugly:
Das ist NICHT hilfreich. :cry:
Möchtest du lieber so etwas hören:
Dennis Kogel hat geschrieben:
9. Mai 2019, 17:44
Keine Sorge, Genchiro ist besiegt! Fand ihn gar nicht so schlimm, muss ich zugeben. Hat etwa...4,5 Anläufe gebraucht.

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IpsilonZ
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von IpsilonZ » 11. Mai 2019, 13:25

So. Ich hab ihn. War aber kein schöner Kampf. Meine ersten Versuche haben echt Spaß gemacht. Bisschen deflecten, im richtigen Moment hinter ihn dodgen und ihm 1-2 Schläge verpassen, wieder deflecten, ausweichen etc. Schön dynamisch. Hätts noch mehr Möglichkeiten gegeben ihm aufn Kopf zu springen oder nen Mikiri-Konter zu machen wärs perfekt gewesen.
Aber irgendwann hab ich dann doch in etwa so gekämpft wie im Video oben. Also viel abhauen, im Notfall blocken/deflecten und irgendwie Treffer reinkriegen. Hat deutlich weniger Spaß gemacht aber am Ende doch zum Erfolg gefühlt.

Ich bin aber jetzt einfach froh, dass es zuende ist. Keine Ahnung ob ichs noch mal anfasse. Vielleicht versuche ich mich irgendwann noch mal an den optionalen Bossen.

Aber weil das immer so negativ klingt: Das Spiel hat mich etwas zu sehr gestresst, absolut. Aber es ist fantastisch. Sehr kreativ, sehr liebevoll gemacht und die Kämpfe sind meist extrem cool. Es gab einige Gebiete, die es so in einem Dark Souls oder Bloodborne wohl nie gegeben hätte und ich bin froh, sie hier erlebt zu haben. Grad Mt. Kongo hat sich bei mir nachhaltig eingeprägt und wird mir wohl noch lange als eines der großartigsten Areale die ich bisher so in Videospielen gesehen habe in Erinnerung bleiben.
Und auch sonst gabs viele tolle Gebiete, gerade zum Ende hin.

Ich gebe dem Spiel 3/3 Deathblows.

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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von Hugh Grunt » 16. Mai 2019, 22:32

So. Ich hab ihn. War aber kein schöner Kampf.
Ehrlich gesagt, bringst du damit mein persönliches Fazit ganz gut auf den Punkt. Ich habe es auch durch, war aber auch keine schöner Kampf.

Ich war am Anfang nur begeistert, dies ist aber je weiter das Spiel ging, exponentiell ins negative schwarze Loch umgeschlagen (ja, auch ich greife gerne zum Mittel der Übertreibung).
Das liegt daran dass mir ein paar Design-Entscheidungen meine Geduld geraubt haben.

Da wäre zu einem das Kampfsystem: Herr Wolfang Walk würde vll sagen, dass hier zwei Resourcen wesentlich verknappt worden sind:
1. Entscheidungen, die ich treffen kann - in Dark Souls gab es in der Regel immer 2-3 Universalentscheidungen (Blocken, Parieren, Rollen), in Sekiro gibt es viel zu oft aber nur eine einzige richtige Entscheidung, die sich durch das Haltungssystem auch noch zu einer riesigen Kette an Flaschenhalsentscheidungen aneinander reihen kann.
2. Und das auch noch in einer teilweise immensen Geschwindigkeit, also das Zeitfenster, dass mir als gefühlt 93-Jähriger eingeräumt wird: Ich habe sehr oft die richtige Taste gedrückt, aber da hatte der Laden wohl schon wieder geschlossen.

Der zweite Dorn, aber im selben Auge (also wieder dem linken), war für mich das die Gegner auch hier Respawnen.
Wir sind doch nicht in Dark Souls, wo wir durch unseren Tod erst diese fremde Welt betreten haben - eine Art Vorhölle in der man, wie wir alle wissen, nicht sterben kann. (Und haben die Entwickler nicht betont dass es kein Dark Souls wäre?)
Sondern, wir sind in einer eher naturgesetzen unterworfenen Welt, und dort steht man nicht wieder auf wenn man getötet wurde, vor allem, da ich dachte wir sind etwas besonderes durch unser Drachenblut - von wegen, Drachenblut wächst hier auf den Bäumen.
Und weil es einfach ekelhaft wurde, wenn wir für einen erneuten Minibossversuch, wieder 10 Minuten Stealthaktion durchführen müssen.
Bei Dark Souls war das auch nicht immer sehr angenehm, aber dort gibt es ja eine Aufwandsentschädigung durch das Anhäufen von Seelen.


Also die Präsentation ist ja auch wieder fantastisch, aber sehr oft fande ich, um mir dein Fazit zu eigen zu machen den "Kampf aber nicht schön".

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sleepnt
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von sleepnt » 18. Mai 2019, 22:50

Hugh Grunt hat geschrieben:
16. Mai 2019, 22:32
So. Ich hab ihn. War aber kein schöner Kampf.
Ehrlich gesagt, bringst du damit mein persönliches Fazit ganz gut auf den Punkt. Ich habe es auch durch, war aber auch keine schöner Kampf.

[...]

Also die Präsentation ist ja auch wieder fantastisch, aber sehr oft fande ich, um mir dein Fazit zu eigen zu machen den "Kampf aber nicht schön".
Ui, das lässt ja hoffen :? Ich bin mittlerweile wiederholt gefühlt dem Ende recht nahe...
SpoilerShow
Verdorbene Nonne... Zum zweiten... Wirkt irgendwie recht leicht, aber hat mich trotzdem zweimal geplättet. Mehr Versuche ein ander Mal...

PS: Kann mir bitte jemand sie Sache mit dem Seil-Riesen erklären!
Ich habe jetzt einige Tage nur selten/unregelmäßig spielen können. Das merkt man auf die harte Tour - so Einsame Schatten und andere Bosse machen einem dann plötzlich arg zu schaffen.

Daher bin ich von eurem Fazit etwas abgeschreckt. Aber ich kann es irgendwo verstehen: Ich bin kein Freund von Bossen allgemein... Und Sekiro kleckert in dieser Hinsicht ordentlich! Während viele einfach das Erkunden angenehm herausfordernd unterbrechen/würzen, sind einige echt harte Klötze. Aber bisher obsiegt bei mir noch der Eureka-Effekt.

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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von IpsilonZ » 19. Mai 2019, 01:33

sleepnt hat geschrieben:
18. Mai 2019, 22:50
Hugh Grunt hat geschrieben:
16. Mai 2019, 22:32
So. Ich hab ihn. War aber kein schöner Kampf.
Ehrlich gesagt, bringst du damit mein persönliches Fazit ganz gut auf den Punkt. Ich habe es auch durch, war aber auch keine schöner Kampf.

[...]

Also die Präsentation ist ja auch wieder fantastisch, aber sehr oft fande ich, um mir dein Fazit zu eigen zu machen den "Kampf aber nicht schön".
Ui, das lässt ja hoffen :? Ich bin mittlerweile wiederholt gefühlt dem Ende recht nahe...
Ach, der Endkampf an sich ist eigentlich fantastisch. Gerade wenn man ihn "richtig" angeht und nicht wie ich am Ende, weil ich einfach die Nerven nicht mehr hatte. Ist halt echt ziemlich schwer. Zumindest mir fiel er schwer. Wenn ich sehe wie manche durch Bosse durchrauschen bei denen ich echt lange festgehangen habe.. puh. :D

Ich sehe das Kampfsystem aber auch nicht so eng wie Hugh Grunt. Es stimmt, dass das Spiel an sich eigentlich nur eine "richtige" Kampfweise im 1:1 vorgibt. Und die ist deflecten, deflecten, deflecten, schlagen, Posture aufladen, deflecten, deflecten...
Bei Dark Souls kann man iframes nutzen um zu dodgen (manche mögen das mit den Iframes ja nicht, mir machts aber extrem Spaß), ne fette Rüstung anziehen und mit dem Schild blocken, Angriffe parieren, um den Gegner herumlaufen und Backstabs machen und dazu gibts noch die vielen verschiedenen Waffen, Zauber usw. die auch noch mal ganz verschiedene Spielweisen und Taktiken erlauben.

Trotzdem hat sich das Kampfsystem von Sekiro für mich immer frisch und gut angefühlt. Ich habe nie die Option vermisst auf eine andere Waffe wechseln zu dürfen oder mal etwas anderes ausprobieren zu dürfen. Es ist einfach anders.. ich kann nicht mal sagen was ich mehr mag. Spiele ja jetzt Dark Souls 2 und habe wieder sehr viel Spaß an dem langsameren Kämpfen und freu mich immer über neue Waffen.
Ist beides cool.
sleepnt hat geschrieben:
18. Mai 2019, 22:50
SpoilerShow
Verdorbene Nonne... Zum zweiten... Wirkt irgendwie recht leicht, aber hat mich trotzdem zweimal geplättet. Mehr Versuche ein ander Mal...

PS: Kann mir bitte jemand sie Sache mit dem Seil-Riesen erklären!
SpoilerShow
Einer meiner Lieblingsbosse. Und das interessanterweise nachdem die erste Version einer meiner Hassbosse war. Vielleicht ist die zweite Version leichter, vor allem wirkt sie auf mich aber belohnender. Dadurch dass sie weniger HP hat werden gute Deflects schon ziemlich schnell mit ordentlich Haltungsschaden belohnt, während beim ersten Kampf sich die Haltung über einen Großteil des Kampfs sofort wieder auflädt.
Der Kampf hat mir echt Spaß gemacht. Und das Gebiet danach ist auch wieder großartig. :)

Den Seilriesen hab ich selbst noch nicht verstanden und nicht mal ne wage Theorie dazu. Der Wikipedia-Artikel ist aber glaub ich n guter Anfang: https://de.wikipedia.org/wiki/Shimenawa
sleepnt hat geschrieben:
18. Mai 2019, 22:50
Ich habe jetzt einige Tage nur selten/unregelmäßig spielen können. Das merkt man auf die harte Tour - so Einsame Schatten und andere Bosse machen einem dann plötzlich arg zu schaffen.

Daher bin ich von eurem Fazit etwas abgeschreckt. Aber ich kann es irgendwo verstehen: Ich bin kein Freund von Bossen allgemein... Und Sekiro kleckert in dieser Hinsicht ordentlich! Während viele einfach das Erkunden angenehm herausfordernd unterbrechen/würzen, sind einige echt harte Klötze. Aber bisher obsiegt bei mir noch der Eureka-Effekt.
Ist glaube ich ne Einstellungssache und was für n Spieler man ist. Ich halte mich selbst einfach nicht für nen Spieler mit besonders guten Nerven. Wenn ich höre, dass andere seit ner Woche an irgendnem Boss in irgendnem Spiel sitzen denke ich mir immer... das wäre glaube ich der Punkt wo ich schon längst ausgestiegen wäre oder mich auf irgendne Weise durchgeschummelt hätte. Ich kann auch die Jagd nach Platin-Trophäen etc. nicht verstehen. Wäre mir auch zu anstrengend.

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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von sleepnt » 21. Mai 2019, 20:05

Hugh Grunt hat geschrieben:
16. Mai 2019, 22:32
Der zweite Dorn, aber im selben Auge (also wieder dem linken), war für mich das die Gegner auch hier Respawnen.
Wir sind doch nicht in Dark Souls, wo wir durch unseren Tod erst diese fremde Welt betreten haben - eine Art Vorhölle in der man, wie wir alle wissen, nicht sterben kann. (Und haben die Entwickler nicht betont dass es kein Dark Souls wäre?)
Sondern, wir sind in einer eher naturgesetzen unterworfenen Welt, und dort steht man nicht wieder auf wenn man getötet wurde, vor allem, da ich dachte wir sind etwas besonderes durch unser Drachenblut - von wegen, Drachenblut wächst hier auf den Bäumen.
Und weil es einfach ekelhaft wurde, wenn wir für einen erneuten Minibossversuch, wieder 10 Minuten Stealthaktion durchführen müssen.
Bei Dark Souls war das auch nicht immer sehr angenehm, aber dort gibt es ja eine Aufwandsentschädigung durch das Anhäufen von Seelen.
Ich finde diesen Punkt vernachlässigbar. Zwar könnte man hier das buzz word ludonarrarive Dissonanz in den Raum werfen, aber ich finde es besser als von einem Savepoint/Savestate zu starten. Ich mag die Verwebung von Gameplay mit dem Failstate (Tod des Helden). Ich finde dieses klassische 'das ist eigentlich nicht passiert' viel schlimmer. Das einzige, was es noch besser machen würde wären keine/weniger Ladezeiten a la Meat Boy o.ä.

PS: Die Nonne ist hinüber. Sehr schöner Kampf! Hat mir sehr gefallen. Zum Schluss habe ich das erste Mal göttliches Graß nehmen müssen, aber dafür kann ich jetzt sehen, was danach kommt...

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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von Schlagerfreund » 23. Mai 2019, 16:28

Habe mir nachdem ich A Plague Tale durchgespielt habe wieder mal Sekiro gegeben. Dieses Mal mit der Mod FPs Unlocker. Hatte vorher immer wieder mal komische kleine Einbrüche. FPS auf 60 gecapped und läuft nun auch durchgehend flüssig. Die Mod erlaubt auch Änderungen am Schwierigkeitsgrad. Hier habe ich aber nur Dragonrot ausgeschaltet. Ich empfinde diese Mechanik als nicht angenehm und streckt letztendlich das Spiel für mich künstlich.

Ansonsten nervt mich halt der typische Grind bei den Souls spielen. Da steht bei Sekiro ja gerne mal ein Mini Boss in einem Areal umgeben von Gegner. Es ist immer sinnvoll die Gegner erst auszuschalten und dann den Boss in einem 1:1 anzugreifen. Hier finde ich auch das Spiel künstlich gestreckt. Die 5-6 Gegner um den Boss erfüllen für mich keinen Zweck, außer mir auf den Geist zu gehen um so vielleicht den "Souls Spirit" zu erzeugen.

Man könne ja denken das diese Gegner nützlich sind um Mechaniken zu verbessern die für den Boss wichtig sind. Das sehe ich in der Praxis aber bis jetzt so gut wie nie. Letztendlich lernt man nur wie dumm die AI ist und minimal etwas von dem sehr rudimentärem Stealth Gameplay. Die 5-6 Luschen die ich in in einer Angriffskombo wegklatsche helfen nicht um einen Boss zu lernen. Was da hilft ist gegen den Boss spielen. Hier streckt das Spiel sich aber wie gesagt künstlich sehr. Wieso meint das Spiel mich da überhaupt prüfen zu müssen? Ich sterbe nicht an den 5-6 Pfosten die da stehen, ich verliere auch keine Health an ihnen. Das ist ein Punkt der mich bei dem ganzen "Genre" stört. Das hat dann für mich auch nix mit schwierig, geschweige denn "git gud" zu t un. Das ist für mich einfach nur künstliches strecken der Spielzeit.

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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von Hugh Grunt » 24. Mai 2019, 20:28

sleepnt hat geschrieben:
21. Mai 2019, 20:05
Ich finde diesen Punkt vernachlässigbar. Zwar könnte man hier das buzz word ludonarrarive Dissonanz in den Raum werfen, aber ich finde es besser als von einem Savepoint/Savestate zu starten. Ich mag die Verwebung von Gameplay mit dem Failstate (Tod des Helden). Ich finde dieses klassische 'das ist eigentlich nicht passiert' viel schlimmer. Das einzige, was es noch besser machen würde wären keine/weniger Ladezeiten a la Meat Boy o.ä.

PS: Die Nonne ist hinüber. Sehr schöner Kampf! Hat mir sehr gefallen. Zum Schluss habe ich das erste Mal göttliches Graß nehmen müssen, aber dafür kann ich jetzt sehen, was danach kommt...
Ja, vollkommen vernachlässigbar. Und Gratulation zur Nonne.
Der eigentliche Punkt, ist auch dass es mich einfach furchtbar genervt hat die "Quotengegner" jedesmal von neuem vor dem eigentlichen Boss zu legen. In dem Falle hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht, eben weil es für mich auch innerhalb dieses Universums schwieriger war zu schlucken, als beispielweise in Dark Souls (auch wenn es dort schwierig war zu schlucken warum denn die Bossgegner dann nicht respawnen).

Ich finde, dass sich diese Mechanik in Sekiro eben nicht gut mit dem Gameplay "verwebt". Ich bleibe auch dabei dass es mehr Sinn macht wenn nur wir dauernd wiederbelebt werden/Respawnen, als eben besondere Person die vom Drachenblut berührt wurde, im Gegensatz zu unseren Gegnern.

Glücklicherweise ist dies aber auch subjektiv, insofern schön dass dir es gefällt. Aber der eigentlich Punkt sollte auch sein, dass dieses Gameplay mich in Sekiro nervt.
Schlagerfreund hat geschrieben:
23. Mai 2019, 16:28
Habe mir nachdem ich A Plague Tale durchgespielt habe wieder mal Sekiro gegeben. Dieses Mal mit der Mod FPs Unlocker. Hatte vorher immer wieder mal komische kleine Einbrüche. FPS auf 60 gecapped und läuft nun auch durchgehend flüssig. Die Mod erlaubt auch Änderungen am Schwierigkeitsgrad. Hier habe ich aber nur Dragonrot ausgeschaltet. Ich empfinde diese Mechanik als nicht angenehm und streckt letztendlich das Spiel für mich künstlich.

Ansonsten nervt mich halt der typische Grind bei den Souls spielen. Da steht bei Sekiro ja gerne mal ein Mini Boss in einem Areal umgeben von Gegner. Es ist immer sinnvoll die Gegner erst auszuschalten und dann den Boss in einem 1:1 anzugreifen. Hier finde ich auch das Spiel künstlich gestreckt. Die 5-6 Gegner um den Boss erfüllen für mich keinen Zweck, außer mir auf den Geist zu gehen um so vielleicht den "Souls Spirit" zu erzeugen.

Man könne ja denken das diese Gegner nützlich sind um Mechaniken zu verbessern die für den Boss wichtig sind. Das sehe ich in der Praxis aber bis jetzt so gut wie nie. Letztendlich lernt man nur wie dumm die AI ist und minimal etwas von dem sehr rudimentärem Stealth Gameplay. Die 5-6 Luschen die ich in in einer Angriffskombo wegklatsche helfen nicht um einen Boss zu lernen. Was da hilft ist gegen den Boss spielen. Hier streckt das Spiel sich aber wie gesagt künstlich sehr. Wieso meint das Spiel mich da überhaupt prüfen zu müssen? Ich sterbe nicht an den 5-6 Pfosten die da stehen, ich verliere auch keine Health an ihnen. Das ist ein Punkt der mich bei dem ganzen "Genre" stört. Das hat dann für mich auch nix mit schwierig, geschweige denn "git gud" zu t un. Das ist für mich einfach nur künstliches strecken der Spielzeit.
Ja danke, dass Problem meinte ich damit. Für mich war ein Tod demotivierend, oft nicht wegen dem Miniboss, sondern ebenso wegen dem lebenszeitraubendem Fußvolk.

Und gerne noch was positive:, der komplette Bereich zur Nonne hin hat mir zum Beispiel sehr gut gefallen, dort kann man übrigens auch an dem Fußvolk vorbei :clap: !

my_d00m
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von my_d00m » 25. Mai 2019, 13:58

Welchen Boss meinst du denn zum Beispiel?

Ich kann gerade aus dem Kopf nur genau einen Miniboss sagen, bei dem das etwas nervig war, nämlich Seven Spears.

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sleepnt
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Re: Sekiro - Shadows die twice

Beitrag von sleepnt » 25. Mai 2019, 14:25

Mini-Bosse mit Minions: Jouzo, Seven Spears, einen weiteren Trinkbold (keim Name Parad), Einsamer Schatten im Schloss. Da gibt ein paar. Aber viele sind es nicht.

Nonne: Ich meinte die Nonne auf der Brücke. Hat mir sehr gefallen.

Ich bin nun am Schluss (glaube ich); hier mein vorläufiges Fazit: Was mir an Sekiro nicht gefällt, ist die schiere Anzahl an Bossen/Mini-Bossen. Manche sind einfach toll, andere wichtig, um als Gatekeeper das Meistern einer Mechanik zu verlangen (Genchiro, Schmetterling).
Aber im großen und ganzen sind für mich Bosse erstmal nur eine künstliche Hürde, die dir jede Sicherheit nehmen wollen. Daher habe ich teilweise kein Interesse kurz vor Schluss denen, die ich ausgelassen habe (meist in Ermangelung Göttlichen Konfettis) hinterherzulaufen.

Was ich an Souls-like mag ist das knackige Kern-Gameplay und die Erkundung. Die Bosse haben bestimmt eine 50% Chance mir nicht zu gefallen.

Daher hat mir The Surge wohl so gut gefallen: Nur 5 Bosse und wenig Gegnervariation, sorgten natürlich für eine zunehmende Meisterung des Kern-Gameplays. Bei Sekiro habe ich ständig Situationen der Unsicherheit. Nie hat man wirklich längere Phasen, wo man das Gelernte aktiv einsetzen kann. Ein Element unterstreicht das besonders:
SpoilerShow
Die zweifache Invasion der Burg und das Auftauchen von Geistern an verschiedenen Punkten
Das sagt ganz klar: Adaptiere und lerne oder sterbe!

Das nimmt mir das Erfolgserlebnis, da man ständig auf die Nase gebunden bekommt 'das reicht nicht!' Jetzt kann ich auch verstehen wenn einige schreiben, dass es sich für sie nach Arbeit anfühlte.

Sekiro wäre mit mindestens 50% weniger Bossen gut bedient. Oder zumindest einigen Mini-Bossen.

Dabei macht es alles andere herausragend gut. Das Boss-Design an sich ist zu Großteilen sehr gut bis herausragend, das Level- und Art-Design ist traumhaft, die Level-Struktur gut und die Story finde ich auch ganz spannend - ähnliche Thematik wie Dark Souls und Bloodborne, aber eher wie ein Prequel, da das Greifen nach Unsterblichkeit aus der Perspektive von noch lebenden Menschen erzählt wird. Und: Man ist Teil der Story und nicht nur der, der Jahrhunderte zu spät kam und sich alles zusammen puzzelt. Gleichzeitig noch ein wenig Spielraum für eigene Interpretationen.

So... Nun muss ich noch paar abende Zeit finden die Wiese zu stürmen...

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