Gamers are trash

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derFuchsi
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Gamers are trash

Beitrag von derFuchsi » 19. Mär 2019, 14:16

In gewisser Weise passt das auch zur Folge “Auf ein Bier #206” aber ich wollte das jetzt nicht da mit rein packen.

Also - neulich stolperte ich auffällig oft in den sozialen Netzwerken über Beiträge die skandierten “Gamers are trash” bzw “Gamer sind Abschaum”. Oder Beiträge von Gamern die sich aber von diesem Begriff distanzierten. Kurz darauf fiel in dem Zusammenhang auffallend oft der Name Gronkh.
Worauf ich versuchte zurecherchieren was nun wieder der Auslöser des Shitstorms sein könnte und stocherte ein wenig herum und trug zusätzlich noch alles zusammen was mir sonst so noch einfiel warum “Gamer” anscheinend so einen schlechten Ruf haben (Nicht unbedingt in chronologischer Reihenfolge).

Anscheinend ist für viele die Gaming Community zu toxisch und besteht aus zu viel Nazis, Sexisten und misogynen Arschgeigen.
https://twitter.com/Naddl0r/status/1105579536937308161
https://twitter.com/JulieBimmelmann/sta ... 1542897665

Angefangen hat alles damals vermutlich wohl mit der Gamergate Affäre
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 32818.html

Zwischendurch spülte es auch immer wieder mal unangenehme Nachrichten in die öffentliche Presse in der von Menschen aus der Gamer-Community aus nichtigen Gründen Morddrohungen oder Vergewaltigungen ausgingen
https://mein-mmo.de/no-mans-sky-morddrohungen/
http://www.pcgameshardware.de/Steam-Sof ... n-1157599/
Kritik daran wird dann übrigens gerne als Marginalität abgetan. Das wäre im Internet doch normaler Umgangston, da müsse man eben mit umgehen können. Dürfe man nicht so ernst nehmen etc.

Pewdipie fällt durch einen Skandal in Verbindung mit Rechtsextremismus auf.
https://www.zeit.de/digital/internet/20 ... ey-youtube

Das umstrittene Spiel Hatred spaltet die Community
https://de.wikipedia.org/wiki/Hatred_(Computerspiel)

Schließlich kam die Geschichte mit dem Spiel Rape Day ins Rollen
https://www.zeit.de/digital/games/2019- ... gung-games

Der Attentäter von Christchurch empfiehlt in seinem Livestream den Kanal von Pewdipie
https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-0 ... e-youtuber

Kleinerer Skandal, ein gewisser Etienne Gardé reißt einen zweifelhaften rabenschwarzen Witz über Greta Thunberg (#FridaysForFuture) und Michael Jackson (den er allerdings auch nur schlecht kopiert hat)
https://mein-mmo.de/gaming-influencer-shitstorm/
https://twitter.com/hrtgn/status/1105492567582560258

Ansonsten habe ich vieles wohl noch nicht erwähnt wie z.B. die Hater wegen Frauen in Battlefield und solche Sachen. Ein populärer vielleicht sogar der wesentliche Hashtag der mir entging wäre noch #GamerleaksDE
https://twitter.com/fghtsexism/status/1 ... 2867503104
https://www.vice.com/de_at/article/ev3x ... gelost-hat

Schließlich als neuestes Opfer fällt Gronkh in Ungnade weil er durch schlüpfrige Witze in seinen Let’s Plays bei einer Feministin in Ungnade gefallen ist die sich getriggert fühlte von angeblichen “rape jokes”. Das eskalierte dann alles sehr schnell. Die Feministinnen und die Gronkh-Fans bekriegten sich gegenseitig. Wie leider zu erwarten war gibt es unter all den tausenden von Menschen auch ne Menge Idioten unter den Gronkh-Fans die den Feministinnen noch fleißig Futter lieferten.
https://twitter.com/NeueSappho/status/1 ... 9923715072

Die ganze Geschichte mit Gronkh etwas ausführlicher. Gesammelte Werke über #SmileErik:
Betrachtung von 2 Seiten
https://twitter.com/indieflock/status/1 ... 0201656320
https://twitter.com/alexclaain/status/1 ... 6526143489

Mehr zum Thema
https://twitter.com/Nacho_Babe/status/1 ... 5729121280
https://twitter.com/Naddl0r/status/1105579536937308161
https://twitter.com/MayaMitKind/status/ ... 1011845121

Ich habe das eigentliche “Rape Joke” Video das aus Gronks “The Forest” Streams stammen soll noch nicht gefunden (Das Spiel ist nicht so meins und Let’s Plays sind auch sonst nicht meine Hauptbeschäftigung). Da tötet man ja auch diese “Eingeborenen” die einem ständig ans Leder wollen. Und Gronkh macht dann macht dann anscheinend wohl auch mal Witzchen in der Art “Komm die nehmen wir jetzt mit” als sie eine der weiblichen Figuren verfolgen.

Nicht das gesuchte Video aus der Serie aber der Humor geht in eine ähnliche Richtung
https://www.youtube.com/watch?v=Pbsf3_2 ... 7Y5l&t=970

Ein anderes empörtes Fundstück: https://twitter.com/Errydraven/status/1 ... 8427881472
(wenn man RDR2 kennt weiß man worüber der sich in der Szene so aufregt, wurde ja hier auch im Podcast besprochen die Mechanik)

Das Thema um Gronkh scheint sich wieder zu beruhigen nachdem er mit der ursprünglichen Kritikerin wohl endlich Kontakt bekam welche beim aufkommenden Shitstorm erstmal alle blockte.
https://twitter.com/Gronkh/status/1107435050528845824

Ansonsten scheint die Community da draußen offensichtlich nicht so einen guten Ruf zu haben wie unser Forum ;)
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Desotho
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Re: Gamers are trash

Beitrag von Desotho » 19. Mär 2019, 14:21

Verallgemeinerungen waren noch nie gut. "Die Gamer" oder "Die Gamercommunity" gibt es ja so nicht.
Und die Leute die sich überhaupt äußern sind bereits eine Minderheit und auch diese Minderheit kann man nicht in einen Topf werfen.
El Psy Kongroo

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echtschlecht165
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Re: Gamers are trash

Beitrag von echtschlecht165 » 19. Mär 2019, 14:25

@fuchsi

ich mache mir sorgen um deine geistige Gesundheit.
Hast du dich da jetzt echt durchgerackert :shock:
In Stein gemeißelt

oscarmayer
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Re: Gamers are trash

Beitrag von oscarmayer » 19. Mär 2019, 14:36

Respekt für diese Auflistung :D
Ich glaube wenn man sich aktiv auf Twitter bewegt, wird man irgendwann zwangsläufig von irgendwem in irgend eine Ecke gestellt.
Twitter wirkt für mich nicht wie eine Platform für freie Meinungsäußerung, sondern wie ein Pranger. Und wer auf Twitter am meisten User mobilisieren kann, der kann am besten anprangern.
Gamer sind Abfall, Männer sind Abfall, Feministinnen sind Abfall, CDU Abfall, keine Ahnung was als nächtes kommt, aber es dauert sicherlich nicht lange, bis sich Jemand an den Karren gefahren fühlt :D

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derFuchsi
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Re: Gamers are trash

Beitrag von derFuchsi » 19. Mär 2019, 14:37

echtschlecht165 hat geschrieben:
19. Mär 2019, 14:25
@fuchsi

ich mache mir sorgen um deine geistige Gesundheit.
Hast du dich da jetzt echt durchgerackert :shock:
Was glaubst du wie ich mich jetzt fühle nach dem Ausflug in die Kloake :lol:
Und was man so für neue Begriffe lernt aus dem Feministensprech z.B. "Weiße Cistypen" bzw "Never trust a whiteheterocisguy" :doh:

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bimbes1984
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Re: Gamers are trash

Beitrag von bimbes1984 » 19. Mär 2019, 14:41

ich weiß schon wieso ich kein Twitter nutze.

imanzuel
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Re: Gamers are trash

Beitrag von imanzuel » 19. Mär 2019, 14:49

Eine komplette Verallgemeinerung ist natürlich auch trash. Ich denke viele, die man als Gamer bezeichnen könnte, würden sich selbst so gar nicht bezeichnen, von daher ist die Zuordnung auch schwierig. (auch wenn ich der Meinung bin dass diese Gruppe zumindest nicht die hellste ist, im Schnitt).

Abgesehen davon, ist das was aufgelistet worden ist halt die heutige Generation bzw. die Zeit, wo wir halt leben. Ist halt auch der Grund, warum ich mich so weit wie möglich von Social Media, und im speziellen von Twitter fern halte und es da meide zu "diskutieren". Egal was man schreibt, irgendwem stört es immer, oder möchte einen verbessern. Schlimm, dabei ist es auch egal ob das jetzt von Seiten der Trump-Jüngern kommt oder von AOC-Anhängern.

Aber ja, es gibt viele Idioten. Gerade die Sache mit der RDR2-Frauengruppe geht gar nicht, aber Videospielen findet halt mittlerweile primär im Internet statt, und - oh wunder - viele nutzen dass aus um ihren geistigen Müll vermeintlich anonym wiedergeben zu müssen. Auf der anderen Seite hat man aber wieder das von Gronkh, was eine völlig überzogene Kritik ist. Wer damit ein Problem hat -> meiden. Und nicht denken, man muss jetzt den Moral-Sheriff spielen und da so ein Shitstorm anfangen. Und wenn überhaupt, macht man so was privat bzw. über Mail. Und nicht per öffentliche Hetze...

Freitag
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Re: Gamers are trash

Beitrag von Freitag » 19. Mär 2019, 14:54

Mein Mitgefühl für diese Form der Selbstgeißelung :D

Aber mal ernsthaft, ist das nicht ein generell Problem der Kommunikation im Internet? Große Nutzerzahlen, weitestgehend Anonymität, kaum Moderation. Dieses Forum macht für mich aus, dass diese Faktoren hier anders sind.
Gerade auf Twitter treiben sich viel zu viele Schreihälse und Wichtigtuer aus allen möglichen Richtungen rum. Mit Ruhm bekleckern sich da sehr wenige.

Und "die Gamer" ist mir als Community immer viel zu weit gefasst.
Zuletzt geändert von Freitag am 19. Mär 2019, 15:26, insgesamt 1-mal geändert.

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IpsilonZ
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Re: Gamers are trash

Beitrag von IpsilonZ » 19. Mär 2019, 14:58

Das ist halt der Teil von Twitter, aus dem ich mich dann schnell wieder verabschiede und wo ich gar nicht das Bedürfnis habe weiter nachzuforschen. Dieses ganze "Gamers are trash"-Ding ist auch kein neues Ding, wird nur immer wieder hochgeholt, weil ein entsprechender Teil von Twitter da eben wieder sehr empfindlich reagiert... und dann wiederum auf ihre Art reagiert. Dann kommt halt wieder "die Feministen wollen uns die Spiele wegnehmen".
Ist halt auch wieder diese nervige Freude am "Triggern", auch wenn der Begriff meist eher von anderen benutzt wird.

Ich hab gestern in nem anderen Thread gesagt, dass Twitter nicht so einseitig furchtbar ist wie immer gemacht wird. Aber ja, herzlichen Glückwunsch, du hast eine der ekligen Ecken gefunden, die scheinbar nur daran interessiert ist "die anderen" zu provozieren.

Ich bleibe trotzdem dabei, was ich schon in einem anderen Thread schrieb. Twitter hat eklige Ecken und wenn man sich auf diese konzentriert, findet man viele eklige Auseinandersetzungen. Es gibt aber auch sehr viel positives und Leute die sich gegenseitig ermutigen und unterstützen. Ich bekomme das in erster Linie nur lesend mit und beteilige mich nicht wirklich aber ich sehe es bei weitem nicht so schlimm und aufgeregt dort, wie es teilweise gemacht wird.
Zur Einordnung: Ich hatte vor einigen Jahren mal wegen eines Freunds nen Blick in 4chan reingeworfen. Ich war wohl, wie er meinte, noch nicht mal in der schlimmsten Ecke und hatte trotzdem sehr schnell das Bedürfnis nicht wieder dorthin zurückzukehren.

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DexterKane
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Re: Gamers are trash

Beitrag von DexterKane » 19. Mär 2019, 15:03

Der Fachbegriff lautet "greater internet fuckwad theory". ;)

Dass Leute das auf Twitter und co. inzwischen mit Klarnamen machen ist da schon der interessantere Teil.

Generell würde ich mich aber aus exakt diesem Grund nie als Gamer bezeichnen. Da draußen tummeln sich in nahezu jeder Community viel zu viele Leute, mit denen ich nicht in einen Topf geworfen werden möchte.
Relax, it's North-Korea. The nation state equivalent of the short-bus. - Sterling Archer

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IpsilonZ
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Re: Gamers are trash

Beitrag von IpsilonZ » 19. Mär 2019, 15:07

DexterKane hat geschrieben:
19. Mär 2019, 15:03
Der Fachbegriff lautet "greater internet fuckwad theory". ;)

Dass Leute das auf Twitter und co. inzwischen mit Klarnamen machen ist da schon der interessantere Teil.

Generell würde ich mich aber aus exakt diesem Grund nie als Gamer bezeichnen. Da draußen tummeln sich in nahezu jeder Community viel zu viele Leute, mit denen ich nicht in einen Topf geworfen werden möchte.
Ja, ich muss auch sagen, dass wenn es so etwas wie "die Gamer Community" gibt ich nicht wüsste, warum ich mich ihnen zugehörig fühlen sollte. Einfach weil es da wirklich viele Dinge gibt, bei denen sich entweder Leute aktiv kacke beteiligen oder es einfach hinnehmen.

Aber diese #gamersaretrash Twitter-Geschichten sind halt wirklich extrem verallgemeinernd und, in meinen Augen, absolut bewusst provokant. Also nicht besser als andere die mehr oder weniger bewusst irgendwelche Shitstorms provozieren.

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Cendoor
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Re: Gamers are trash

Beitrag von Cendoor » 19. Mär 2019, 15:52

So falsch ich viele der Dinge finde die im Ausgangspost gut zusammen recherchiert wurden (Danke Fuchsi!), so falsch finde ich auch die Herangehensweise dies wieder zurecht zu rücken.

Angenommen dies würde so in der Arbeitswelt passieren und ich mache einen groben Fehler, dann meldet sich der/die Vorgesetzte oder der Kollege auch privat und spricht einen darauf an. In welche Haltung soll man denn bitte sonst verfallen, wenn so etwas - zum Beispiel per Rundmail - an alle Kollegen geschickt wird. Dass sich dann daraus eine Gegenbewegung bildet, ist da ja nur vorhersehbar - und unterm Strich erreicht man dann wahrscheinlich nichts außer viel Hass auf beiden Seiten oder die andere Seite (Beispiel: Disney/James Gunn/Guardians 3) und schießt über das Ziel hinaus.

Ich denke dass so etwas in einem ausführlichen Brief oder einer langen E-Mail - welche privat versendet wird - besser aufgehoben ist. Hier bekommt man dann möglicherweise direkt ein Feedback von der Person. Sollte diese das natürlich zum Anlass nehmen sich über eine bestimmte Gruppe zu belustigen, dann ist öffentliche Kritik sehr angebracht.

Zum Thema #gamesarethrash: Auch wenn hier in Deutschland gerade viele unschöne Tendenzen zu erkennen sind, kämme wohl auch keiner auf die Idee, alle Deutschen über einen Kamm zu scheren. Mittlerweile sind Videospiele eben gesellschaftsfähig und weit verbreitet. Dass dann natürlich auch einige dieses Medium konsumieren, die extremes Gedankengut in sich tragen und dies auf Social Media verbreiten, ist eben ein verdammt unschöner Nebeneffekt. Wenn man dann aber gleichzeitig durch Communitys wie hier im Forum so viele neue Menschen kennen lernt, die durch und durch sympatische und weltoffene Leute sind, rückt das mein persönliches Weltbild wieder in gerade Bahnen. Auch wenn es nach der Ansicht dieser ganzen Links kurz gewankt hat...

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DieTomate
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Re: Gamers are trash

Beitrag von DieTomate » 19. Mär 2019, 15:55

In diesem Fall steht "Gamer" natürlich nicht für wörtlich für Gamer sondern ist ein Codewort für eine ganz bestimmte Minderheit von Gamern, nämlich tatsächlich sexistische/rassistische/wasauchimmer Edgelords und -ladies. Es wird bewusst verallgemeinert, weil man dadurch von dem dahinterliegenden System mit mehr Aufmerksamkeit belohnt wird. Durch Polarisierung bekommt man mehr Unterstützung von der eigenen Seite, und man bekommt mehr Hasskommentare von der Gegenseite. Von diesen Hasskommentaren kann man sich dann die dümmsten raussuchen und der Öffentlichkeit präsentieren, womit man mal wieder bewiesen hätte: "Gamers are trash."
Das hat eigentlich nichts mit Spielen zu tun. Diese Dynamiken gibt es in allen Bereichen und Themen im Internet, sei es #MeToo, Flüchtlingspolitik, oder Halloween Kostüme.

Ich kann dazu gerne zwei Artikel empfehlen. This Game is Bad for You von Shamus Young erklärt die Gefahren von Twitter. Und absolute Pflichtlektüre(!), The Toxoplasma Of Rage von Scott Alexander (amerikanischer Psychotherapeut) beschreibt das Phänomen allgemeiner. Man beachte auch das Datum in Verbindung mit dem letzten Satz.

Kurz gesagt: Es ist immer das gleiche Spiel. Nur anderes Thema.

Numfuddle
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Re: Gamers are trash

Beitrag von Numfuddle » 19. Mär 2019, 16:05

Euch fehlt da aber etwas kultureller Kontext. Es ist nämlich gar nicht so verallgemeinernd wie ihr glaubt.

Ihr denkt euch ja vermutlich das mit “Gamer” einfach alle Computerspieler gemeint sind und über einen Kamm geschoren werden sollen.

Das Label „Gamer“ bezeichnet aber im englischsprachigen Raum schon seit „Gamergate“ eine ganz bestimmte Untermenge von Computerspielern. Der Begriff ist auch keine Zuschreibung der „Gegner“ sondern ein Name den sich diese spezielle Gruppe von Spielern selbst gegeben hat.

Im Sinne von „wir sind nicht einfach nur Leute die Computerspiele mögen, sondern wir sind Gamer“.

Da die Überschneidung der Gruppe der selbsternannten „Gamer“ mit der Gruppe der „Gamergater“ sehr hoch ist ist aber halt die Anzahl der Vollpfosten innerhalb dieser Gruppe besonders hoch.

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bluttrinker13
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Re: Gamers are trash

Beitrag von bluttrinker13 » 19. Mär 2019, 16:39

Sehe ich genauso wie Numfuddle, es ist sehr hilfreich wenn man als Gamer nur solche Leute bezeichnet, die sich auch selbst so bezeichnen.
Sonst kommt man auf keinen grünen Zweig, wobei ich in solchen "Debatten" generell kaum grüne Zweige sehe.

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Soulaire
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Re: Gamers are trash

Beitrag von Soulaire » 19. Mär 2019, 17:05

es gibt leider eine Gruppe, die beweisen will dass wirklich alle Gamer so sind. Bekannte Leute wie Gronkh und Etienne Gardé sind mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit keine Rassisten oder Frauen-Feinde und da wird wirklich jedes Wort zweimal umgedreht. Selbst ein PewDePie, der mit Sicherheit einige fragwürdige Aussagen getätigt ist garantiert kein Attentäter, der zum Mord aufruft.

Selbst Andre und Jochen mussten sich ja eine seitenlange Diskussion gefallen lassen wie "frauenfeindlich" der Begriff "Mädchen-Bier" nun wirklich ist.....
Diese vereinzelten Personen wollen gar keine ernsthafte Diskussionen führen, sondern nur ihrer Polemik freien Lauf lassen.

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bluttrinker13
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Re: Gamers are trash

Beitrag von bluttrinker13 » 19. Mär 2019, 17:22

Aber dein letzter Satz sagt es doch schon fast: dann ignoriert man sie -> Nö, ist weder relevant noch meine Zeit wert.

Sehe ich im übrigen genauso was das größere "Gamers are trash" angeht. Völlig sinnbefreit und meines Erachtens zu ignorieren wenn man nicht selbst irgendwie (bspw als weibliche game designerin oder so) betroffen ist.

Lightbringer667
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Re: Gamers are trash

Beitrag von Lightbringer667 » 19. Mär 2019, 17:36

Wow, das ist doch mal ein Kompendium der Skandale :ugly:

Ich betrachte die Szene die sich um Computer- und Videospiele gebildet hat gerne als (Jugend-)Subkultur. Dadurch erklären sich manche Dinge recht eindeutig. Eine Subkultur hat eigene Codes und grenzt sich eben vom Mainstream ab. Die Provokation eben dieses Mainstreams und dessen Meinungen gehören genauso selbstverständlich dazu, wie die Anbiederung an ihn in anderen Bereichen.

Computerspiele wachsen immer weiter in die Gesellschaft rein, waren aber vor noch nicht allzu langer Zeit ein eher nieschiges, ein "nerdiges" Thema, mit dem sich hauptsächlich junge Männer / männliche Teenager getummelt haben. Hier ist ein gewisses Verständnis gewachsen, was sich gehört, was ich machen kann, welche Sprache ich nutzen kann, usw. Gerne darf man sich hier mal zurück erinnern was in den Chats / TS Servern von Counter-Strike Anfang der 00er Jahre so sprachlich los war. "Toxische Communities" sind keine Erfindung der letzten 5 Jahre. Aber Spiele und deren Beschäftigung rücken immer weiter in die öffentliche Wahrnehmung als ein Medium wie Filme, Fernsehen oder Bücher. Damit wächst Anzahl an Leuten die sich damit beschäftigen und nicht eben dieser Jugendkultur angehören bzw. angehört haben. Diese Jugendkultur verschwindet dadurch ja aber nicht einfach sondern reibt sich an der größeren Öffentlichkeit, die wiederum die Codes, die Sprache nicht versteht, bzw. anders interpretiert.

Damit lässt sich sicherlich nicht jeder grobe Unfung, jede frauenfeindliche Äußerung, usw. erklären oder schlimmer noch entschuldigen, aber die schöne Regelmäßigkeit mit der verschiedene Gruppen an den "Gamern" hochgehen schon.

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