Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

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Rektor
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Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Rektor »

hab in den letzten wochen innerhalb der eigenen filterblase gefühlt viel zu oft von Trüberbrook gehört und nachdem ich bei rbtv ausgiebig reingeschaut habe und nun den "klappentext" zur folge lese kommt von mir ein entrücktes "endlich sagts mal einer!" ... dieses spiel hat auf manchen medien so viel coverage bekommen obwohl es maximal mittelmäßig ist und gefühlt nur aufgrund dessen, dass es von böhmermanns medienproduktion bild&ton fabrik stammt, in einigen deutschen medien krampfhaft geliebt werden muss.

ein frustrierend langweiliges zuschau erlebnis, nora tschirner als sprecherin kann ich auch nicht mehr hören und und und, ich bin gespannt was die folge von meiner empörung wiederspiegelt

Decius
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Decius »

Hm, kann mich nicht erinnern, dass Trüberbrook jetzt irgendwo als so großartig aufgenommen wurde, dass es ein "endlich sagts mal einer!" braucht. 7/10 scheint der Tenor zu sein, mit der GS mit 83 % als die Ausnahme nach oben.

Jochen

Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Jochen »

Nun ja. Von "großartig" hat Rektor doch gar nicht gesprochen. Sondern von viel (positiver) Coverage im deutschsprachigen Raum, und damit hat er vollkommen Recht. Auch eine 7/10 ist positiv - insbesondere für die hier gebotetene erzählerische und spielerische Qualität. Hinzu kommen noch wohlwollende Besprechungen von beispielsweise SPON oder - Achtung! - der Deutschen Presseagentur (nachzulesen hier: https://www.sueddeutsche.de/news/wissen ... -99-436411). Oder eben die gleich vier Nominierungen beim Deutschen Computerspielpreis.

Das ist in der Summe schon vergleichsweise viel Tamtam um das schlechteste Adventure, das ich seit sehr, sehr langer Zeit gespielt habe :mrgreen:

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IpsilonZ
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von IpsilonZ »

Dass das Spiel viel Coverage bekommt ist ja aber jetzt auch kein Wunder. Es ist aus Deutschland, es sind Leute involviert die nicht wirklich im Videospielbereich bekannt waren (bis auf das Neo Magazin Royal Spiel halt), es sind ein paar große Namen involviert. Dazu ist alles handgemacht und stilistisch von dem was ich gesehen habe wirklich sehr hübsch und liebevoll.
ICH wollte auch über das Spiel informiert werden, egal ob es jetzt am Ende n Flop ist oder nicht. Dass man weil das Spiel am Ende jetzt nicht gut geworden ist ihm plötzlich alle Aufmerksamkeit entzieht wäre mir sehr neu.

Das "Tamtam" sehe ich also wegen seiner ungewöhnlichen Geschichte und Herkunft absolut berechtigt. Die Wertungen die ich sonst gesehen habe sind halt durchschnittlich bis gut. Auf jeden Fall sehe ich da jetzt auch keine überhypeten Wertungen, von denen man erschlagen werden würde.

Jochen

Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Jochen »

Hat ja niemand gesagt, dass man sich wundern muss. Wundern tu ich mich auch nicht. Aber man kann es schon schade finden, dass qualitativ viel bessere Spiele viel weniger Aufmerksamkeit bekommen, weil Jan Böhmermann nicht involviert ist ;)

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IpsilonZ
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von IpsilonZ »

Jochen hat geschrieben:
24. Mär 2019, 10:40
Hat ja niemand gesagt, dass man sich wundern muss. Wundern tu ich mich auch nicht. Aber man kann es schon schade finden, dass qualitativ viel bessere Spiele viel weniger Aufmerksamkeit bekommen, weil Jan Böhmermann nicht involviert ist ;)
Finde die Unterstellung aber halt auch nicht fair. Dass in das Spiel viel Arbeit und (zumindest bei der Präsentation) Kreatitivät reingeflossen ist, ist für mich keine Frage. Das Spiel hat nun mal die Aufmerksamkeit bekommen, sicher auch weil gute Arbeit bei der PR geleistet wurde.
Wenn das Spiel am Ende kacke ist, das Interesse in der Öffentlichkeit aber trotzdem da war, dann wird es thematisiert. Wie von euch ja ebenfalls... ich meine, es bekommt sogar über 1,5 Stunden in ner SONNTAGSFOLGE! Die hätte man doch sicher für ein qualitativ viel besseres Spiel aufwenden können. :P

Die Sache mit der Nominierung für den Computerspielpreis ist sicher merkwürdig. Gerade mal eine der vier denke ich kann man als begründet sehen (Inszenierung), auch wenn ich die Konkurrenzspiele nicht kenne. Aber dass dort merkwürdige Entscheidungen getroffen werden ist ja nix neues. Ist halt wie das Gemecker über die Oscar-Nominierungen seit vielen Jahren, nur vielleicht noch fragwürdiger. Ich kann diese Art der Kritik schon verstehen.
Aber ich finde nicht, dass das Spiel die Aufmerksamkeit nicht verdient hat. Unabhängig davon wie positiv es am Ende aufgenommen wird.

Jochen

Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Jochen »

IpsilonZ hat geschrieben:
24. Mär 2019, 10:51
Finde die Unterstellung aber halt auch nicht fair. Dass in das Spiel viel Arbeit und (zumindest bei der Präsentation) Kreatitivät reingeflossen ist, ist für mich keine Frage
Bei der Technik/Präsentation würde ich auch gar nicht widersprechen. Die ist großartig und sehr, sehr liebevoll gemacht. Ich würde lediglich (und zynisch) behaupten, dass sie für die Aufmerksamkeit im medialen Gesamtsinne (siehe DPA-Meldung und Co.) keine bedeutende Rolle spielte. Die bedeutende Rolle spielte Jan Böhmermann. Und das kann man mit Berechtigung schade finden: Dass die Aufmerksamkeit für ein Spiel ursächlich nicht über die Qualität des Spiels (oder wenigstens die Innovationen des Spiels) entsteht, sondern bloß durch eine zufällig bekannte Medienfigur, die noch dazu herzlich wenig mit Spielen am Hut hat (ja, ich kenne das Adventure, trotzdem). Wundern muss einen das wie gesagt nicht, ist beileibe nicht das erste Mal, aber schade finden kann man's trotzdem.
... ich meine, es bekommt sogar über 1,5 Stunden in ner SONNTAGSFOLGE! Die hätte man doch sicher für ein qualitativ viel besseres Spiel aufwenden können
Bei uns haben auch The Station, Call of Cthulhu und andere mehr oder minder obskure bzw. gute Indie-Spiele einen Sonntagscast bekommen. Insofern kann man zumindest uns nicht nachsagen, dass wir es auf Böhmermann abgesehen hätten :mrgreen:

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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

IpsilonZ hat geschrieben:
24. Mär 2019, 10:51
Ist halt wie das Gemecker über die Oscar-Nominierungen seit vielen Jahren, nur vielleicht noch fragwürdiger. Ich kann diese Art der Kritik schon verstehen.
Ich finde der Vergleich hinkt, denn beim Oscar werden keine Rosamunde Pilcher- oder Das Traumschiff-Filme nominiert :ugly:

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Leonard Zelig
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Leonard Zelig »

Jochen hat geschrieben:
24. Mär 2019, 09:59
Das ist in der Summe schon vergleichsweise viel Tamtam um das schlechteste Adventure, das ich seit sehr, sehr langer Zeit gespielt habe :mrgreen:
Das klingt nicht gut. Dann wird mein nächstes Switch-Spiel doch Yoshi's Crafted World.
Jochen hat geschrieben:
24. Mär 2019, 10:40
Hat ja niemand gesagt, dass man sich wundern muss. Wundern tu ich mich auch nicht. Aber man kann es schon schade finden, dass qualitativ viel bessere Spiele viel weniger Aufmerksamkeit bekommen, weil Jan Böhmermann nicht involviert ist ;)
Im Ausland kennt doch kaum jemand Jan Böhmermann und es wurde jetzt auch nicht so oft betont, dass er als Synchronsprecher involviert ist. Ich würde die einzigartige Optik für die Aufmerksamkeit verantwortlich machen.
Zuletzt geändert von Leonard Zelig am 24. Mär 2019, 11:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Peter
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Peter »

Bis auf den Test von RPS hatte ich von dem Spiel überhaupt nichts mitbekommen und auch wenn der eher abschreckend war, reicht mir die famose Optik aus, um es mir mal im Sale zu holen. Moderne Adventures finde ich zu 90% eh immer kacke (mit den Daedalic-Sachen kann man mich jagen), da muss es dann schon sowas sein, damit ich mir mal wieder eines hole. Dass Tschirner und Böhmermann dabei sind, wusste ich bisher nicht, ist aber ein sehr netter Bonus.

eXodus
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von eXodus »

Jochen hat geschrieben:
24. Mär 2019, 10:56
IpsilonZ hat geschrieben:
24. Mär 2019, 10:51
Finde die Unterstellung aber halt auch nicht fair. Dass in das Spiel viel Arbeit und (zumindest bei der Präsentation) Kreatitivät reingeflossen ist, ist für mich keine Frage
Die bedeutende Rolle spielte Jan Böhmermann. Und das kann man mit Berechtigung schade finden: Dass die Aufmerksamkeit für ein Spiel ursächlich nicht über die Qualität des Spiels (oder wenigstens die Innovationen des Spiels) entsteht, sondern bloß durch eine zufällig bekannte Medienfigur, die noch dazu herzlich wenig mit Spielen am Hut hat (ja, ich kenne das Adventure, trotzdem). Wundern muss einen das wie gesagt nicht, ist beileibe nicht das erste Mal, aber schade finden kann man's trotzdem.
Das kann man selbstverständlich schade finden, ungewöhnlich ist das jetzt im Kern doch nicht. Der "Wind", den ein Spiel macht, richtet sich ja nicht immer an seiner Qualität.
Da steckt sicherlich gutes Marketing dahinter und es schadet nicht, dass es ein paar Überschneidungen zwischen bildundton und rocketbeans gibt ;)

Ich finde es allerdings durchaus meiner Aufmerksamkeit gerecht, dass bildundtonfabrik einen Schritt Richtung Games gemacht haben. Diese Produktionsfirma scheint mir ziemlich talentiert und facettenreich. Interessant ist doch, dass sie aus der Musik- und Fernsehproduktion kommend "aus dem Stand" ein (in den Augen mancher Rezensenten) zumindest okayes Game abliefern.

Weiterhin sei angefügt, obwohl es eigentlich nichts zur Sache tut: Böhmermann hat vlt wenig mit Spieleproduktion am Hut. Aber ein (großer) Freund von Games scheint er trotzdem schon immer gewesen sein

Rektor
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Rektor »

ich finde allgemein schon, dass man geplante berichterstattung auch runterfahren kann wenn man merkt, dass ein produkt scheiße ist. die vielen stunden bei rbtv hätte es imho nicht gebraucht und dann erst recht nicht irgendwelche talks mit leuten die am projekt beteiligt waren ect.

ich sage ja nicht man soll dann auf nennung verzichten oder garnicht drüber reden. nur ist es einfach befremdlich, wenn selbst die dpa, die sonst einen weiten bogen um digitale unterhaltung macht, scheinbar einen schreiberling abstellt. in vielen situationen im leben ist egal ob sich jemand mühe gegeben hat, wenn das ergebnis nix geworden ist. gerade bei der bewertung von produkten habe ich keinen platz für die belange der herstellenden.
die sind wohlgemerkt nicht egal, es gibt viele wege ein produkt anzuschauen, bei denen es wichtig ist ob es zB durch kinderarbeit hergestellt wurde usw. (um den rahmen mal etwas weiter zu fassen)
wenn ein spiel scheiße ist, wird es aber nicht dadurch besser, dass ich sooo sehr mit den entwicklern mitfühlen kann und deren probleme und frustrationen nachfühle (oder deren unerfahrenheit). manchmal neigen menschen dazu, dass zu sehr zu vermengen und lassen viel zu viel milde bei ihren qualitätsaussagen walten um evtl niemandem auf den schlips zu treten

Jochen

Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Jochen »

Ich sehe halt wirklich und aufrichtig nicht, was an dem Spiel - außer den technischen und Art-Design-Aspekten - auch nur ansatzweise in einer Liga mit dem mittelmäßigsten Daedalic-Adventure spielt. Wie im Podcast auch angesprochen: Der Inhalt ist FanFic-Niveau. Nicht mal gute.

Insofern: Gerne mehr Spiele mit der Technik/Optik von bildundtonfabrik. Aber dann auch bitte mit professionellem bzw. erfahrenem Gamedesign und Storytelling.

Dieser Kaiser ist unter der schönen Robe einfach splitternackt ;)

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Leonard Zelig
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Leonard Zelig »

eXodus hat geschrieben:
24. Mär 2019, 11:45
Ich finde es allerdings durchaus meiner Aufmerksamkeit gerecht, dass bildundtonfabrik einen Schritt Richtung Games gemacht haben. Diese Produktionsfirma scheint mir ziemlich talentiert und facettenreich. Interessant ist doch, dass sie aus der Musik- und Fernsehproduktion kommend "aus dem Stand" ein (in den Augen mancher Rezensenten) zumindest okayes Game abliefern.

Weiterhin sei angefügt, obwohl es eigentlich nichts zur Sache tut: Böhmermann hat vlt wenig mit Spieleproduktion am Hut. Aber ein (großer) Freund von Games scheint er trotzdem schon immer gewesen sein
Ja, das sehe ich auch positiv dass sich branchenfremde Studios an Spielen versuchen. Ist ja bei Eden Tomorrow für PSVR ähnlich.

Fand die Entwickler als ich als Volunteer auf der Indie Arena Booth der gamescom ehrenamtlich ausgeholfen habe auch sehr sympathisch. Deswegen wird das Spiel natürlich nicht besser. ;)

Bin mal auf ihr nächstes Projekt gespannt.
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Rektor
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Rektor »

das ganze projekt trüberbrook schiebt mich gedanklich dann immer zu dem rimworld typen, tynan silvester heisst der glaube ich. statt mit der technik anzufangen und sich dann das am billigsten zu machende genre zu suchen hat der mann sich ausgiebig gedanken über gutes gamedesign gemacht und (ich weiß, quatschargument, aber es klingt so intellektuell) "sogar ein buch darüber geschrieben". das ergebnis, also rimworld ist technisch weit von jeder revolution entfernt, aber das spiel dahinter macht so vieles so verdammt richtig, dagegen sieht das "team" von trüberbrook verdammt alt aus

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v3to
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von v3to »

Ich höre gerade in die Folge und möchte an der Stelle mal einhaken, wo Sebastian sich darüber echauffiert, dass das Rätseldesign auf ihn wirkt, als ob es nachträglich eingeschwurbelt wurde - aber nein, laut Entwicklern wurde es vorab erstellt und schwer zu fassen und überhaupt...

Diese Art und Weise, bei Adventures Rätsel und Handlung VOR der Erstellung der Welt bzw Kulisse festzulegen, scheint mir eine typisch deutsche Herangehensweise an diese Art Spiel zu sein. Ich hatte zu dem Thema vor ein paar Jahren Gelegenheit, mich mit Ron Gilbert zu unterhalten und nach seiner Aussage wurde in seinen Spielen vorab bestimmte Schlüsselstellen für die Handlung definiert. Alles andere entsteht im Fluss der Entwicklung. Das macht nach meiner Einschätzung auch nur so wirklich Sinn, wenn man eine gewisse Logik in der Unlogik aufrecht erhalten will und sich stimmig an Ort und Stelle einbindet. Vor allem hat man eher die Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen, wenn sich Rätsel im Lauf der Entwicklung als zu konstruiert herausstellen.

Voigt
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Voigt »

Mhm ich musste mich erstmal vom Discord aufklären lassen, was diesen Böhmerman so berühmt macht. Für mich war das halt ein TV Hansel der auf einem Spartensender aktiv ist, und einmal aufgefallen ist mit seinem Erdogan Schmähgedicht.

Hatte mich immer gewundert, warum in der Folge und jetzt auch im Thread immer rausgekehrt wird, dass so ein TV Typ mitmacht. Ich meine es ist kein Günther Jauch, Christoph Maria Herbst oder Till Schweiger. Kein große deutsche TV Persönlichkeit, sondern wer so kleines. Aber naja.

Zu den 4 DCP Nominierungen, ist halt der DCP. "Beste Innovation" und "Beste Inszenierung" kann man aufgrund der Technik/Grafik schon nachvollziehen, sind halt zwei weitere Nominierungen mit "Bestes Jugendspiel" und "Bestes Deutsches Spiel" die höchst fragwürdig sind, aber hey, es ist der DCP.

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Peter
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Peter »

Voigt hat geschrieben:
24. Mär 2019, 13:02
Hatte mich immer gewundert, warum in der Folge und jetzt auch im Thread immer rausgekehrt wird, dass so ein TV Typ mitmacht. Ich meine es ist kein Günther Jauch, Christoph Maria Herbst oder Till Schweiger. Kein große deutsche TV Persönlichkeit, sondern wer so kleines. Aber naja.
Genau, jemand kleines mit 2 Mio Twitter-Followern, den kennt ja quasi niemand ;)

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Heretic
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Heretic »

Ich würde Jan Böhmermann jetzt auch nicht als kleines Licht am Medienhimmel bezeichnen. :D

Neben dem Neo Magazin Royale hat er mehrere (satirische) Musikvideos am Start, hat mittlerweile - inklusive "Trüberbrook" - in drei Computerspielen mitgewirkt und er war bei der Harald Schmidt-Show involviert. Zudem moderierte er zusammen mit Charlotte Roche die äußerst unterhaltsame Talkshow "Roche & Böhmermann" (später "Schulz & Böhmermann", mit Olli Schulz). Klar, er hat jetzt nicht "Wetten, dass..?" moderiert (schade eigentlich, hätte interessant werden können :twisted: ), und sein Humor ist nicht jedermanns Sache, aber so ganz unbekannt ist er nicht.

rammmses
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von rammmses »

Habe nicht so viel Erfahrung mit Adventures, nicht mein Genre, aber nach meiner bisherigen Erfahrung ist das beschriebene Rätseldesign doch absolut genretypisch? Also ich kenne das nur so mit der "Spiellogik" und teils noch viel hanebüchernen Lösungen, gibt es doch sogar schon "in echt" in den boomenden Escape Rooms. Jetzt würde mich mal interessieren, was gutes Rätseldesign ist und wo man das findet? Bei RE2 habt ihr ja auch schon darüber gemeckert und das ist ein metascore 90er.

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