Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

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Peter
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Peter »

Heretic hat geschrieben: 24. Mär 2019, 13:22 Klar, er hat jetzt nicht "Wetten, dass..?" moderiert (schade eigentlich, hätte interessant werden können :twisted: )
Natürlich hat er das, sogar genauso peinlich wie Gottschalk früher:
https://www.sueddeutsche.de/medien/boeh ... -1.3204766
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Heretic
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Heretic »

Peter hat geschrieben: 24. Mär 2019, 13:55Natürlich hat er das, sogar genauso peinlich wie Gottschalk früher:
https://www.sueddeutsche.de/medien/boeh ... -1.3204766
Ich meinte aber so wirklich in echt und so. :mrgreen:
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Gonas
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Gonas »

Voigt hat geschrieben: 24. Mär 2019, 13:02 Hatte mich immer gewundert, warum in der Folge und jetzt auch im Thread immer rausgekehrt wird, dass so ein TV Typ mitmacht. Ich meine es ist kein Günther Jauch, Christoph Maria Herbst oder Till Schweiger. Kein große deutsche TV Persönlichkeit, sondern wer so kleines. Aber naja.
Jain, würde ihn nämlich tatsächlich als bekannter und einflussreicher erachten. Kommt halt drauf an welche Zielgruppe du betrachtest.

In meiner 'Filterblase' (Student, Mitte 20) ist der Kerl jedem gut bekannt und tatsächlich ein Star, bzw. das 'gute Gewissen' in den Medien. Das ist auch eine gute Zielgruppe für Computerspiele. In meinem Umfeld dürfte sich dafür kaum jemand für die oben genannten Persönlichkeiten interessieren.
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Jon Zen
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Jon Zen »

Nachdem jetzt Trüberbrook schlecht ist und Supyertype auch ein langweiliges Handyspiel ist (ich habe es selbst gespielt), bleibt nur noch Unforeseen Incidents als nicht völlige Bankrotterklärung für den DCP Titel übrig.https://store.steampowered.com/app/5017 ... Incidents/
Hat das jemand gespielt?
Zuletzt geändert von Jon Zen am 24. Mär 2019, 15:53, insgesamt 2-mal geändert.
https://steamcommunity.com/id/Jon-Zen/ | Unsere Biervorräte schwinden dahin, Sire!
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philoponus
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von philoponus »

Schöner Verriss.

Bin hier aber wohl der Einzige, den "Das Spiel spielt sich selbst" durchaus anspricht. Ist doch ideal zum Podcasthören nebenher :-)
Quaker
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Quaker »

Guden, ach schön endlich mal ein point&click Adventure hier im Sonntagspodcast, ich habe keine Ahnung warum aber ich liebe podcasts über dieses Genre, vielleicht weil beides so schön entschleunigt ist, passt es wohl so gut zueinander. Und somit war auch dieser tolle Verriss ein Genuss für die Ohren.

Und hier die Tipps:
Das beste was ich hier seit langem gespielt habe ist die Fan Fortsetzung "return of the tentacle".
Leider ist es nur der Prolog des Spieles, aber ein so gut animiertes Adventure habe ich noch nicht gesehen, das macht einfach nur Laune.

Und noch ein Tipp für den Sebastian und @rammmses:
Hör nicht auf Andre und Jochen. Deponia und zwar Alle Teile sind einfach nur Super Duper. :D
Also gerade für so leute wie mich die in diesem Genre hauptsächlich auf guybrush threepwoodige Typen stehen.
Und vor allem das Rätsel design finde ich hier sehr gelungen. Es ist Anspruchsvoll, es versprüht noch diesen verrückten Charme aus den alten Adventures nur ohne dabei, im Gegensatz zu früher, komplett unlogisch oder unfair zu werden.
Zuletzt geändert von Quaker am 24. Mär 2019, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
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v3to
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von v3to »

Was mich bei Trüberbrook irgendwo bestürzt, wie es anscheinend in den richtig guten Ansätzen steckenbleibt. Ich hatte auf der Gamescom eine erste Demo gespielt und war dort regelrecht begeistert. Endlich ein deutsches Adventure mit vernünftiger Controllersteuerung (das Inventar spielte dort allerdings kaum eine Rolle, da wäre der Eindruck vermutlich etwas anders gewesen). Endlich ein deutsches Adventure mit einem vernünftigen Set-Design, wo man nicht in jedem zweiten Screen meint, eine Hotspotanzeige zu brauchen. Dann so nette Kleinigkeiten, wie charakterliche Einflüsse innerhalb der Dialoge (was scheinbar im späteren Verlauf gar nicht mehr durchkommt). Es wirkte halt, wie ein sinnvoll entschlacktes Adventure. Wegen der Kulissen werde ich es mir wahrscheinlich irgendwann zulegen, aber meine Erwartungshaltung liegt sonst erstmal in Bodennähe. Schade, schade, schade. Vor allem, weil aufgrund der Marktbedingungen die Chancen für eine größere Produktion in dem Genre eher schlecht aussehen.

Nichts desto trotz meine Sicht der Dinge auf Point-and-Click-Adventures – speziell aus dem deutschen Raum eher kritisch. MMn steht sich das Genre selbst im Weg. Wenn ich es auf einen Punkt bringen sollte wäre das: Sobald man als Spieler meint, im Spielverlauf eine Hotspotanzeige ‚unbedingt‘ zu brauchen, läuft irgendwas im Gamedesign schief – und inzwischen ist es sogar üblich, das als selbstverständlich zu nehmen. Vor einiger Zeit hatte ich auf GamersGlobal mal eine Diskussion zu genau dem Thema, worauf mein Gegenüber meinte, dass wenn es keine Hotspotanzeige gäbe, wäre das doch wie ein Wimmelbildspiel. Damit hatte er das Kernproblem genagelt, würde ich mal sagen.

Was klassische Point-and-Click-Adventures von Lucas Arts oder Sierra betrifft würde ich das Gameplay in drei Bereiche aufteilen: Erkundung, Handlung (Rätsel, Dialoge) und Story. Irgendwann in den 90ern gab es dabei erste Beispiele, welche sich nur auf Teilbereiche konzentrierten und auch Subgenres bildeten. So wie zb die Myst-Reihe, bei dem die Story kaum eine Rolle spielt oder Full Throttle, wo Erkundung kaum stattfindet. In modernen PNC-Adventures spielt tatsächlich Erkundung eigentlich keine vorstechende Rolle mehr und Story ging immer mehr in Richtung strikt linearer Plot. So als persönliche Einschätzung scheint mir diese Entwicklung weniger aus Qualitätsgründen sondern eher durch die Produktion getrieben zu sein, weil sich die Aufgaben personell besser strukturieren lassen. Da kann direkt ein Autor sich direkt um das Gesamtwerk kümmen, was kaum möglich ist, wenn die Welt halbwegs offen designt werden würde.

Das geht häufig gut (btw das ebenfalls für den DCP nominierte Unforseen Incidents ist aus meiner Sicht richtig gelungen), nur ergeben sich auch häufiger Probleme. Die ergeben zwar nicht gleich ein schlechtes Spiel, nur sie tragen mMn dazu bei, das Genre immer mehr in eine kleiner werdende Nische zu drängen:

Lore-Wahn: Im Podcast hatte Jochen angemerkt, dass es in Adventures dazugehört, dass der Charakter bei wichtigen Gegenständen sich schon mal gerne über Details und Eigenschaften auslässt, aus dem Spiel ebenfalls Hinweise kommen. Mein Eindruck ist derweil, dass im Lauf der Zeit die Waage von Hinweisen im spielerischen Kontext immer mehr in Richtung Lore ausschlägt. Der Extremfall war für mich Book of Unwritten Tales II von King Art, wo die Figuren einen Hang dazu hatten, zu jedem Gegenstand einen Monolog zu halten – egal wie unwichtig. Man wird ständig vom wesentlichen abgelenkt und so eigentlich nur die Spielzeit gestreckt.

Hotspot-Chaos: Book of Unwritten Tales II die Zweite. Wobei das imho eigentlich ein allgemeines Problem ist. In heutigen Adventures ist es ja nicht ungewöhnlich, in einer Szene mehr ins Detail zu gehen. Dabei wird allerdings selten der Screen auf eine Art strukturiert, dass der Blick zu relevanten Hotspots geführt wird. Da scheint auch nicht unbedingt Priorität drauf zu liegen, denn sowas kommt durchaus auch in reduzierteren Adventures vor – zb gibt es auch in Silence von Daedalic Szenen, wo Hotspots ungünstig platziert wurden, dass sie sich nicht auf dem ersten Blick erschließen. Richtig problematisch wird es dann, wie in BOUT2, wenn Hotspots in einigen Szenen derart dicht aneinander geklatscht wurden, dass es einfacher ist, über die Hotspot-Anzeige Räume zu verlassen. Zusammengenommen mit überflüssigen Lore stelle ich mir jedenfalls die Frage, wieso man während der Entwicklung da nicht mit der Sense rangeht.

Rätsel-Taktung: Das ist, glaube ich, eher ein Ding aufgrund der Erwartungshaltung der Community. Je stärker der Fokus auf die Story geht, desto mehr wägt man als Entwickler nach meinem Verständnis ab, ob an der jeweiligen Stelle ein Rätsel Sinn macht oder nicht, da es auch die Inszenierung ausbremst. Beim nerden mit anderen Adventure-Fans rumnerde kam allerdings schon häufiger zur Sprache, dass Inszenierung für das Genre eigentlich unwichtiger ist und es ein Qualitätskriterium sei, wie häufig und anspruchsvoll die Rätsel eingebaut wurden. Selbstredend wird auch Wert darauf gelegt wird, dass Rätsel nach wie vor logisch und nicht aufgesetzt wirken sollen.
Tbh wirkt das auf mich etwas nach der Quadratur des Kreises, denn eigentlich müssten sich dann Story und Setting nach den Rätseln richten.

Nadelöhr-Design: Das galt IIRC eigentlich schon in den frühen 90ern als schlechtes Design, im ersten Runaway-Teil gipfelte und bis heute nicht ausgestorben sind. Diese Mini-Trigger, welche nötig sind, um die Geschichte weiter zu treiben. So wie der Apfel, der vor einem liegt, den man aber erst dann nehmen kann, wenn man mit irgendeinem Charakter am anderen Ende der Stadt eine bestimmte Dialogoption gewählt hat. Das sind oftmals auch genau die Stellen, wo sich der Spieler zu der Unart hinreißen lässt, alles mit allem zu kombinieren.

Fahrtest-Dialoge: Jetzt nichts gegen Multiple-Choice-Dialoge. Allerdings ist das so eine ähnliche Nummer, wie mit den Hotspots geworden und tendiert zum Abarbeiten wie in einer Fahrprüfung. Vor allem sind Dialoge auch so ein Punkt, wo man Adventures anmerkt, dass sie sich seit den 90ern kaum weiterentwickelt haben. Es gibt hier auch keinerlei Dynamik. Die Telltale-Spiele gaukelten einem zumindest vor, dass es einen gewissen Einfluss auf den Charakter oder die Handlung hat. In klassischen Adventures, welche immerhin seit ihrem Ursprung soziale Interaktion mit NPCs zelebrieren, gibt es nicht mal ansatzweise etwas in der Richtung.
Btw bei der Trüberbrook-Demo fand ich interessant, dass dort Gesprächsoptionen im Sprachstil je nach Inhalt etwas abwichen. Eine etwas intelligentere Aussage hatte vom Stil her einen leicht arroganten Unterton, während die 0815-Antwort stocknüchtern rüberkam. Da scheint man im weiteren Spiel leider nichts mit gemacht zu haben, aber ich fand in dem Moment die Prämisse, über die Dialoge einen gewissen Charakter abzubilden, recht erfrischend.

Konsolen-Versionen: PNC ist sicher ein traditionelles PC-Genre, allerdings ist der Anteil an Verkäufen auf Konsole wohl nicht unerheblich. Thimbleweed Park hat sich nach Umsätzen auf der Switch besser verkauft als auf Steam. Ich persönlich spiele auch ganz gerne die Spiele auf Konsole, jedoch bekommen die meisten Titel keine vernünftige Steuerung an den Start. BOUT2 ist zb sehr spröde ausgefallen, wobei das auch an der Flut an Hotspots liegt. Beim Day-of-the-Tentacle-Remake reichen scheinbar die Buttons am PS4-Controller nicht und sind teils mehrfach belegt – argh!
Gibt auch Positiv-Beispiele. Die Steuerung von Thimbleweed Park, Broken Age oder tatsächlich auch Trüberbrook fand ich gelungen (minus Inventar).
Giovanni
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Giovanni »

Ich habe Trüberbrook noch nicht gespielt, aber die von Euch geschilderten albernen und unlogischen Rätsel klingen eher wie eine bewußt alberne Persiflage auf typisches 90er-Jahre Rätseldesign, als ein Spiel das in irgendeiner Weise ernstgenommen werden möchte. Die vorherigen Böhmermann–Adventures von den selben Leuten waren ja genauso abstrus. Aber die waren natürlich auch kostenlose Werbespiele für Neo Royale und nicht ein (fast-) Vollpreisspiel. Ehrlich gesagt habe ich aber von denen nix anderes erwartet als albernen aber dennoch liebevoll gestalteten Schwachsinn.
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Heretic
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Heretic »

Für "Game Royale 2" wollen sie 'nen Fünfer kassieren. Wäre ja nicht schlimm, wenn die Spielzeit länger als ein Stündchen wäre...
Giovanni
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Giovanni »

Heretic hat geschrieben: 24. Mär 2019, 19:59 Für "Game Royale 2" wollen sie 'nen Fünfer kassieren. Wäre ja nicht schlimm, wenn die Spielzeit länger als ein Stündchen wäre...
Stimmt, du hast recht. Hatte ich schon wieder vergessen. Die 5€ war das Spiel wirklich nicht wert.
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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Jon Zen hat geschrieben: 24. Mär 2019, 15:05 Nachdem jetzt Trüberbrook schlecht ist und Supyertype auch ein langweiliges Handyspiel ist (ich habe es selbst gespielt), bleibt nur noch Unforeseen Incidents als nicht völlige Bankrotterklärung für den DCP Titel übrig.https://store.steampowered.com/app/5017 ... Incidents/
Hat das jemand gespielt?
Ich hab das ganz gerne gespielt und fand auch Rätsel und Charaktere gut, das Artdesign hat mir auch gut gefallen. Lediglich die Handlung wird zum Schluss hin sehr konfus - es wirkt, als ob die Zeit ausgegangen wäre.

Der Transparenz halber sei erwähnt, dass ich das Spiel dank kostenlosem Review-Key gespielt habe.
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Gonas
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Gonas »

So, habe jetzt auch mal durchgehört und bin etwas ernüchtert. Schade, hatte mir anhand der schönen Optik und Nora (und anderen) als Sprecherin (finde ihre Stimme fantastisch) ein wirklich putziges Spiel erwartet für das ich sogar mal das Point and Klick Genre anfassen würde. So kommt es wieder von der 'will ich spielen' Liste runter.

Das die Rätsel sich selbst spielen würde mir eher entgegen kommen, aber das der Protagonist sprachlich im deutschen keinen Sinn ergibt hat für mich den Ausschlag gegeben. Genau auf solche Details kommt es da doch an.
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Abel »

Moin in die Runde.
Jon Zen hat geschrieben: 24. Mär 2019, 15:05 Nachdem jetzt Trüberbrook schlecht ist und Supyertype auch ein langweiliges Handyspiel ist (ich habe es selbst gespielt), bleibt nur noch Unforeseen Incidents als nicht völlige Bankrotterklärung für den DCP Titel übrig.https://store.steampowered.com/app/5017 ... Incidents/
Hat das jemand gespielt?
Ich habe es gespielt und fand es ganz nett, würde es jetzt aber auch nicht uneingeschränkt empfehlen. Es ist z.B. nicht auf dem Niveau von früheren Daedalic Adventures oder so und die Story ist gepflastert von Klischees und alles andere als neu, aber als meine persönliche Wertung würde eine hohe 70er bei rauskommen.

@Jochen und Sebastian
Bzgl. empfehlenswerter klassischer P&C-Adventures der letzten Zeit: Leider leider ist da einfach nichts mehr wirklich auf den Markt gekommen seit den letzten größeren Daedalic-Titeln und sie selbst machen sowas augenscheinlich auch nicht mehr. Das letzte bessere war Unavowed von Wadjet Eye, wobei das wie meistens heute auch eher wenig auf Rätsel setzt. Das letzte Larry mag zwar auch nicht zu den Klassikern der Zukunft zählen, aber ich habe es durchaus sehr gerne gespielt. Ansonsten fällt mir höchstens noch The Inner World ein, wo ich mich gerade erschrocken habe, dass das schon vor über 5 Jahren rausgekommen ist, vor 2 Jahren kam dann noch ein wenig beachteter Nachfolger dazu. Kathy Rain wäre vielleicht noch eine Überlegung wert. Alle, die hier erwähnt worden sind, ordnen sich von der Spiellänge auch ähnlich wie bei Trüberbrook ein (5 bis 10 h).
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Desotho
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Desotho »

Adventures waren damals die ersten Computerspiele die mich mit Story fasziniert haben. Die Rätsel haben mich damals schon nicht interessiert. Dumm nur, wenn die Story und Dialoge dann auch nicht gut sind.

Eines der letzten Adventures das ich gespielt habe und das mir gut gefallen hat war The Lion's Song. Drauf gekommen bin ich nur weil es auch für irgendeinen Computerspielpreis nominiert war und gespielt habe ich es nur weil die Episode 1 gratis war (Rest dann gekauft).

Milkmaid of the Milky Way hatte ich auch gespielt weil es günstig war, tolle Reviews und offenbar auch etliche Preise hatte. Und ich fand es echt scheisse. Primär wegen des dämlichen Endes.

Thimbleweed Park besitze ich, aber habe es noch nicht sehr weit gespielt. Ein Podcast dazu würde mich insofern auch freuen.
El Psy Kongroo
Meine Rübenpreise: https://stalks.io/u/desotho
Jochen

Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Jochen »

Giovanni hat geschrieben: 24. Mär 2019, 19:49 Ich habe Trüberbrook noch nicht gespielt, aber die von Euch geschilderten albernen und unlogischen Rätsel klingen eher wie eine bewußt alberne Persiflage auf typisches 90er-Jahre Rätseldesign, als ein Spiel das in irgendeiner Weise ernstgenommen werden möchte. Die vorherigen Böhmermann–Adventures von den selben Leuten waren ja genauso abstrus. Aber die waren natürlich auch kostenlose Werbespiele für Neo Royale und nicht ein (fast-) Vollpreisspiel. Ehrlich gesagt habe ich aber von denen nix anderes erwartet als albernen aber dennoch liebevoll gestalteten Schwachsinn.
Ich sagte es ja schon im Podcast: Ich habe nichts gegen alberne Rätsel à la Monkey Island oder Day of the Tentacle, wenn sie a) zur klamaukigen Handlung passen und b) im Kontext des Spiels glaubwürdig sind. Bei den Lucas Arts-Klassikern waren sie beides. Hier sind sie keins. Denn Trüberbrook nimmt sich und seine Handlung und seine Figuren viel zu ernst, um als schwachsinniger Klamauk durchzugehen. Und selbst wenn man ihm das zugestehen würde - es wären immer noch langweilige und witzlose Klamaukrätsel, die gar keine Rätsel sind, weil sie sich von ganz alleine lösen. Selbst als Persiflage würde Trüberbrook leider bauchlanden.
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Sir Horny Headcrab
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Sir Horny Headcrab »

Also ich fand's super schade, dass ihr keinen Spoiler-Teil gemacht habt, lieber Jochen und Sebastian. Ich hab mich 2,5 h gequält in dem Spiel und dann gesehen, dass ihr ne Folge dazu gemacht habt. Also Spiel aus, Podcast an und selbst da erfahre ich nicht was nun am Ende rauskommt?? Muss ich es jetzt etwa doch spielen???? Dann seid ihr aber schuld ;) Bitte rettet mich jemand und spoilert mir die zweite Hälfte?
Jochen

Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Jochen »

SpoilerShow
Das große, mysteriöse, schreckliche Geheimnis ist ein - niemals wäre jemand auf diese Idee gekommen! - Portal, mit dem man in andere Dimensionen reisen kann. Oder wenigstens in eine andere, das bleibt einigeraßen fraglich, unter anderem, weil es keine der handelnden Figuren zu interessieren scheint. Wie auch immer: Gretchen ist böse, weil ihre Mama irgendwie an dem Dimensionsportal rumgewerkelt hat - und wenn dieser Kausalzusammenhang keinen Sinn ergibt, dann können und wollen wir das vergessen, denn Gretchen ist BÖSE! Und sie will das Dimensionsportal nur für sich alleine. Um damit in eine andere Dimension zu reisen. Aber das würde die Welt vernichten. Also müssen wir sie AUFHALTEN! Zusammen mit diesem Typen, dessen Name mir wieder entfallen ist, und der eigentlich aus einer anderen Dimension kommt (so genau erinnert er sich aber nicht mehr daran, oder unser Protagonist ist zu höflich, um im Privatleben dahergelaufender Dimensionsreisender zu schnüffeln, auf jeden Fall kommt der halt von wo anders und gut ist), und dieser Typ muss STERBEN, wenn er nicht wieder heim kann. Nennen wir ihn also ET. Nachdem wir zusammen mit ET das BÖSE Gretchen aufgehalten haben, damit die Welt nicht kaputt geht, betritt ET (wahlweise zusammen mit uns, because why not?) das Dimensionstor. Ohne dass die Welt kaputt geht. Oh! Und ET ist dafür verantwortlich, dass wir überhaupt in Trüberbrook sind, weil er hat einen Aufsatz über Quantenphysik von uns gelesen und sofort spitz gekriegt, dass wir SEINE EINZIGE CHANCE sind, wieder heil nach Hause zu kommen. Wir, der Physikstudent aus Übersee, den er noch nie getroffen hat. Also hat er uns ein fingierten Lotteriegewinn zugeschustert, damit wir nach Trüberbrook kommen und ihn RETTEN. Weil der wusste nämlich: Wir sind zwar ein ganz schlauer Quantenphysiker, aber so schlau, daheimzubleiben, wenn sie aus heiterem Himmel einen Trip in ein deutsches Kuhkaff gewinnen, obwohl sie nie an einem Preissausschreiben teilgenommen haben, so schlau sind die Quantenphysiker dann auch wieder nicht. Ein Spitzenmenschenkenner, der ET. Für einen Außerirdischen, meine ich.
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Desotho
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Desotho »

Nun bin ich ECHT froh dass ich es nicht gespielt habe :D
El Psy Kongroo
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schneeland
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Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von schneeland »

Jochen hat geschrieben: 24. Mär 2019, 23:16
SpoilerShow
Das große, mysteriöse, schreckliche Geheimnis ist ein - niemals wäre jemand auf diese Idee gekommen! - Portal, mit dem man in andere Dimensionen reisen kann. Oder wenigstens in eine andere, das bleibt einigeraßen fraglich, unter anderem, weil es keine der handelnden Figuren zu interessieren scheint. Wie auch immer: Gretchen ist böse, weil ihre Mama irgendwie an dem Dimensionsportal rumgewerkelt hat - und wenn dieser Kausalzusammenhang keinen Sinn ergibt, dann können und wollen wir das vergessen, denn Gretchen ist BÖSE! Und sie will das Dimensionsportal nur für sich alleine. Um damit in eine andere Dimension zu reisen. Aber das würde die Welt vernichten. Also müssen wir sie AUFHALTEN! Zusammen mit diesem Typen, dessen Name mir wieder entfallen ist, und der eigentlich aus einer anderen Dimension kommt (so genau erinnert er sich aber nicht mehr daran, oder unser Protagonist ist zu höflich, um im Privatleben dahergelaufender Dimensionsreisender zu schnüffeln, auf jeden Fall kommt der halt von wo anders und gut ist), und dieser Typ muss STERBEN, wenn er nicht wieder heim kann. Nennen wir ihn also ET. Nachdem wir zusammen mit ET das BÖSE Gretchen aufgehalten haben, damit die Welt nicht kaputt geht, betritt ET (wahlweise zusammen mit uns, because why not?) das Dimensionstor. Ohne dass die Welt kaputt geht. Oh! Und ET ist dafür verantwortlich, dass wir überhaupt in Trüberbrook sind, weil er hat einen Aufsatz über Quantenphysik von uns gelesen und sofort spitz gekriegt, dass wir SEINE EINZIGE CHANCE sind, wieder heil nach Hause zu kommen. Wir, der Physikstudent aus Übersee, den er noch nie getroffen hat. Also hat er uns ein fingierten Lotteriegewinn zugeschustert, damit wir nach Trüberbrook kommen und ihn RETTEN. Weil der wusste nämlich: Wir sind zwar ein ganz schlauer Quantenphysiker, aber so schlau, daheimzubleiben, wenn sie aus heiterem Himmel einen Trip in ein deutsches Kuhkaff gewinnen, obwohl sie nie an einem Preissausschreiben teilgenommen haben, so schlau sind die Quantenphysiker dann auch wieder nicht. Ein Spitzenmenschenkenner, der ET. Für einen Außerirdischen, meine ich.
Bekommt man zum Spiel Gratisdrogen, die das erträglicher machen? Das tut ja schon beim Lesen weh...
"Hello, my friend! Pay a while, and listen!" (BlizzCon 2018)
"And now our RPG even has NPCs!" (Bethesda, E3 2019)
"..." (E3 2020, entfallen)
Jochen

Re: Runde #207: Ratlos in Trüberbrook

Beitrag von Jochen »

Als ich im Podcast sagte, in meinen Notizen hätte noch nie so häufig "Haha" und "WTF?!" gestanden, habe ich nicht gelogen ... ;)
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