Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

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Ohres
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Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Ohres » 7. Apr 2019, 19:22

Würde gerne in die Welt von Sekiro abtauchen, die Stimmung, das Design und einfach das Spiel erleben wollen.
Aber tja, mit 39 sind die Reflexe nicht mehr so wie früher. Neben Job und Family fehlt mir auch die Zeit für unzählige Versuche den Gegener zu studieren. Meine Zockerzeit ist eben begrenzt.
Würde die Existenz eines "easy" Mode die Leistung der Leute mindern, die solche Spiele ohne einen Einzigen (WTF!!!) gegentreffer durchspielen?
Nur weil so eine Gurke wie ich auch das Game zockt?
Das selbe gilt für Souls 1+2+3, The Surge, Bloodborn ect...
Aber anscheinend wollen die Entwickler mein Geld nicht.
Schade.

Geht es noch jemandem so?

Was mich tröstet... ihr jungen Spunde, die mir gleich (vielleicht) Wiedersprechen, euch erwartet das auch!!! :lol:

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Schlagerfreund
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Schlagerfreund » 7. Apr 2019, 19:42

Ich bin 34 und habe andere Probleme mit dem Spiel und Spielen dieser Art. Ich habe mir Dark Souls als es für den Pc gekauft worden ist in einem Sale gekauft und war froh es nicht zum Vollpreis gekauft zu haben. Ähnlich ging es mir dann auch bei Dark Souls 3 und jetzt Bei Sekiro. Sekiro habe ich ebenfalls nicht zum Vollpreis gekauft, sondern habe es mit einem Freund getauscht der öfters mal Promo Keys bekommt.

Zwar empfinde ich Sekiro da als weniger "schlimm", aber ich finde es letztendlich als zu eintönig, zumindest außerhalb von Bosskämpfen. Da bieten mir diese Spiele zu wenig Abwechslung auf allen Ebenen. Ich merke mein alter inzwischen eher bei schnellen First Person Shootern. Da merke ich besonders das die Qualität meines Spiels oder von mir aus auch Skills einfach wesentlich kürzer ist als früher. Ich brauche schon 10-15 Minuten um auf Fahrt zu kommen und nach 45-60 Minuten merke ich dann das ich mein Niveau einfach nicht halten kann und es rapide absinkt.

Vielleicht ist da ja bei dir auch der Fall, aber man muss sich bei Sekiro ja durch meiner Meinung nach so viel langweiligen Kram kloppen, das man dann bei den guten und wirklich fordernden Bosskämpfen schon ausgelaugt ist.

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schneeland
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von schneeland » 7. Apr 2019, 19:46

Ohres hat geschrieben:
7. Apr 2019, 19:22
Geht es noch jemandem so?
Geht mir auch so (passenderweise exakt gleiches Alter). Ich würde wirklich gern mal Dark Souls und Bloodborne spielen, aber weder meine Geduld noch meine Fähigkeiten reichen noch für diese Art Spiel aus.
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Vinter
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Vinter » 7. Apr 2019, 20:26

Ihr wartet doch nur auf einen Widspruch! Hier ist der nun, frisch aus Skype kopiert, den mit dem wunderbaren Dr. Zoidberg hatte ich gestern erst die selbe Diskussion:

Ach, ich bin ja gar nicht pauschal gegen Schwierigkeitensgrade. Es gibt nur ein paar Spiele, deren Identität und Reiz und Status so stark mit ihrer Gnadenlosigkeit verknüpft sind, dass ein Easy-mode das Spiel zerstört.

Wenn du dich in Dark Souls nicht davor fürchtest, um die nächste Ecke zu gehen, hast du am Ende zwar die Credits gesehen, aber dass eigentliche Erlebnis trotzdem nicht gehabt. Da hat dann auch keiner was von.

Selbes mit WoW Raids, die man im raidfinder facerollen kann. Du hast dann zwar die Bosse gesehen, du hast die items bekommen, aber nachvollzogen und nacherlebt, warum die gilden früher so viel zeit und Ehrgeiz in die Raids gesteckt haben, hast du trotzdem nicht.

Das ist so.... sinnlos.

Mir nimmt da keiner was weg mit einem easymode, aber ich glaube, das spiel profitiert davon nicht - und umgekehrt profitieren davob ganz viele leute, die über sich selbst hinaus wachsen und am ende stolz und euphorisch die Hürden bewältigen

Und dann umgekehrt: Wenn jemand keine Lust hat auf schwere Spiele, warum will man ausgerechnet ein Spiel im easymode spielen, dass sich seinen Status so stark über den hohen Schwierigkeitsgrad definiert?

Das ist so ein bißchen wie Fifa spielen wollen, aber kein Fußball mögen

Numfuddle
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Numfuddle » 7. Apr 2019, 20:40

Ach weißt du, du könntest auch einfach mal versuchen dich in die Situation der anderen zu versetzen anstatt die dröflfzigste Abhandlung über die Sinnlosigkeit von Schwierigkeitsgraden zu schreiben (und wie bereits mehrfach wiederholt bedeutet das nicht easy mode, easy Mode an sich ist schon eine bewusste Falschdarstellung um die Meinung der anderen gar nicht erst ernst nehmen zu müssen).

Insbesondere wenn dir nur Beispiele einfallen, die deinen Thesen komplett widersprechen, weil es dort eben doch verschiedene Schwierigkeiten gibt und die Spiele gerade deshalb megaerfolgreich sind.

Numfuddle
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Numfuddle » 7. Apr 2019, 20:43

Außerdem muss jemand der 40 ist und in Job und Familie Erfolg und Glück gefunden hat keinen Hardcore Nasen im Netz mehr etwas beweisen oder „stolz und euphorisch“ (was für ein verquaster Unfug) Hürden bewältigen

Tyrosh22
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Tyrosh22 » 7. Apr 2019, 20:43

Vielleicht ist in der Diskussion der Begriff des Easymode zu verlockend einfach. Wie wäre es, wenn man stattdessen von einem variablen Schwierigkeitsgrad spricht. Celeste hat das ja auch ganz gut hinbekommen. Dort kann man im sogenannten Assist Mode die Geschwindigkeit des Spiels verringern, oder sich sogar unendlich Ausdauer geben.

Das Spiel rät einem auch stark davon ab und sagt: Die Schwierigkeit gehört zum Spiel und das würde ich auch 100% so unterschreiben. Diese sehr simpel gebauten Level, die trotzdem unendlich schwierig sind, passen einfach hervorragend zum erzählerischen Kontext der Depression, bei dem viele Betroffene berichten, dass ihnen die einfachsten Sachen schwer fallen, wie zum Beispiel "einfach" nur aus dem Bett kommen, putzen, zur Arbeit gehen usw.

Mit den in Celeste gebotenen Möglichkeiten kann man sich das Spiel genau so schwierig einstellen, dass man nicht hoffnungslos verloren, aber trotzdem noch eine Herausforderung hat. Der Assist Mode soll mitnichten ein Easymode à la "jetzt lauf einfach durch" sein (obwohl man ihn, wenn man alles aufdreht, natürlich auch so einstellen kann). Aber bei Spielen, die sich über die Herausforderung definieren, wird jede Spielerin, die ein wirkliches Interesse am Spiel hat, darauf bedacht sein, sich selbst das Spiel nicht gänzlich kaputt zu machen.
Meine zwei YouTube Projekte:

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inkWitty - Videos zu Füllern, Tinten und die Freude am Schreiben.

Insanity
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Insanity » 7. Apr 2019, 20:47

Das ist echt witzig, ich hatte es neulich mit meinem Kumpel Max auch darüber.

Die Ausgangslage: Max hätte gerne einen Easymode in The Last of Us gehabt, weil ein anderer Kumpel, Uwe, TLOU für das beste Spiel allee Zeiten hält. Allerdings war Max das Spiel zu schwierig und er meinte, ein einfacher Schwierigkeitsgrad tue doch niemandem weh und so könne er das Spiel wenigstens erleben. Ich kopiere die Antwort darauf:

Naja, auch hier wieder: Last of Us ist ein Endzeit-Überlebens-Spiel, der man eine Vater-Tochter-Beziehung beigefügt hat. Der Spieler soll tierisch Angst um Ellie haben und sie beschützen. Es ist eine harte Welt, eine erbarmungslose. Wenn die Banditen aber tot umfallen, nur weil du grimmig in ihre Richtung blickst, unterminiert das den Grundgedanken der Designer. Und die Mutanten sollen Panik in dir auslösen, wenn du sie hörst. Wenn die mit einem Schuss tot umfallen würden, wäre auch hier ihr Zweck pervertiert. Und nebenbei: Ich halte TLOU ja für dezent überbewertet, aber es war auf jeden Fall atmosphärisch und spannend. Lass diese Elemente weg und übrig bliebe ein recht generisches Stealthspiel - wobei, wäre es derart einfach, wäre Stealth nicht nötig. Übrig bliebe ergo ein gemächlicher Shooter mit netter Geschichte, deren Konzept - Vatergefühle beim Spieler wecken - nicht funktionieren würde. Du hättest also ein absolut nicht vergleichbares Spielerlebnis gegenüber der jetzigen Version und würdest die hohe Meinung von Uwe beispielsweise nicht teilen können. Es wäre also zwecklos, böten die Designer einen Godmode wie Nintendo an.
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Soulaire
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Soulaire » 7. Apr 2019, 20:51

Numfuddle hat geschrieben:
7. Apr 2019, 20:40
Ach weißt du, du könntest auch einfach mal versuchen dich in die Situation der anderen zu versetzen anstatt die dröflfzigste Abhandlung über die Sinnlosigkeit von Schwierigkeitsgraden zu schreiben (und wie bereits mehrfach wiederholt bedeutet das nicht easy mode, easy Mode an sich ist schon eine bewusste Falschdarstellung um die Meinung der anderen gar nicht erst ernst nehmen zu müssen).

Insbesondere wenn dir nur Beispiele einfallen, die deinen Thesen komplett widersprechen, weil es dort eben doch verschiedene Schwierigkeiten gibt und die Spiele gerade deshalb megaerfolgreich sind.
es gibt für beide Seiten jeweils sehr gute Argumente. Deswegen sollte es auch völlig in Ordnung sein wenn der Entwickler eben keine verschiedenen Schwierigkeitsgrade in sein Spiel einbauen möchte, ob es dir nun gefällt oder nicht.....

Insanity
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Insanity » 7. Apr 2019, 20:53

Der Schwierigkeitsgrad kann also durchaus Einfluss auf das Spielerlebnis haben, das ist ja allen klar. Und an sich täte der Easymode wirklich niemandem weh. Es sei denn, der möglicherweise enttäuschte hypothetische Last of Us-Godmode-Spieler (um im Beispiel zu bleiben) machte seiner Enttäuschung in öffentlichen Foren Luft und sagte, das sei ja ein völlig überbewerteter Titel, der gar keine.Stimmung aufbaue - dann könnte man den Designer verstehen, der sagt, man solle das Spiel so spielen, wie es gedacht ist.
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Haferbrei
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Haferbrei » 7. Apr 2019, 20:55

Insanity hat geschrieben:
7. Apr 2019, 20:47
Das ist echt witzig, ich hatte es neulich mit meinem Kumpel Max auch darüber.

Die Ausgangslage: Max hätte gerne einen Easymode in The Last of Us gehabt, weil ein anderer Kumpel, Uwe, TLOU für das beste Spiel allee Zeiten hält. Allerdings war Max das Spiel zu schwierig und er meinte, ein einfacher Schwierigkeitsgrad tue doch niemandem weh und so könne er das Spiel wenigstens erleben. Ich kopiere die Antwort darauf:

Naja, auch hier wieder: Last of Us ist ein Endzeit-Überlebens-Spiel, der man eine Vater-Tochter-Beziehung beigefügt hat. Der Spieler soll tierisch Angst um Ellie haben und sie beschützen. Es ist eine harte Welt, eine erbarmungslose. Wenn die Banditen aber tot umfallen, nur weil du grimmig in ihre Richtung blickst, unterminiert das den Grundgedanken der Designer. Und die Mutanten sollen Panik in dir auslösen, wenn du sie hörst. Wenn die mit einem Schuss tot umfallen würden, wäre auch hier ihr Zweck pervertiert. Und nebenbei: Ich halte TLOU ja für dezent überbewertet, aber es war auf jeden Fall atmosphärisch und spannend. Lass diese Elemente weg und übrig bliebe ein recht generisches Stealthspiel - wobei, wäre es derart einfach, wäre Stealth nicht nötig. Übrig bliebe ergo ein gemächlicher Shooter mit netter Geschichte, deren Konzept - Vatergefühle beim Spieler wecken - nicht funktionieren würde. Du hättest also ein absolut nicht vergleichbares Spielerlebnis gegenüber der jetzigen Version und würdest die hohe Meinung von Uwe beispielsweise nicht teilen können. Es wäre also zwecklos, böten die Designer einen Godmode wie Nintendo an.
Es geht jetzt weniger um das eigentliche Argument, aber The Last of Us hat doch einen einfachen Schwierigkeitsgrad (plus diverse weitere)?

Ergänzung:
Zumal Naughty Dog hinsichtlich Accessibility mittlerweile wirklich ein Musterbeispiel ist. In neueren Uncharted Teilen steht unterhalb des "Easy" Schwierigkeitsgrad noch "Explorer" zur Auswahl, wo nahezu keine Gegenwehr mehr zu erwarten ist. Weiterhin gibt es noch zusätzliche Optionen in den Menüs für Menschen mit körperlicher Einschränkung, bspw. ein besonders starker Aim-Assist oder der Verzicht auf Button-Masher QTEs.
Zuletzt geändert von Haferbrei am 7. Apr 2019, 21:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Vinter
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Vinter » 7. Apr 2019, 21:01

Numfuddle hat geschrieben:
7. Apr 2019, 20:43
Außerdem muss jemand der 40 ist und in Job und Familie Erfolg und Glück gefunden hat keinen Hardcore Nasen im Netz mehr etwas beweisen oder „stolz und euphorisch“ (was für ein verquaster Unfug) Hürden bewältigen
Das Hochgefühl, nach Stunden einen ultra-harten Boss (zB Ludwig in Bloodborne) besiegt zu haben, stammt halt direkt daher, dass er erstmal ultra-hart ist. Das hängt unmittelbar zusammen und lässt sich nicht emulieren. Das du direkt glaubst, kontern zu müssen mit "Ich bin 40 und hab Erfolg im Job und muss niemanden was beweisen" zeigt eigentlich, dass du die Faszination falsch verstehst. Es geht nicht darum, anderen was zu beweisen, oder darum, seine elitäre Nische zu schützen. Das Spiel ist aus sich heraus faszinierend - und der Schwierigkeitsgrad ist wichtig dafür.

Der Schwierigkeitsgrad bei DS und Co ist kein Selbstzweck. Die Spiele nutzen den Schwierigkeitsgrad (und natürlich auch andere Elemente wie Artdesign, Storytelling etc) um ein bestimmtes Erlebnis zu erschaffen, bestimmte Emotionen zu erzeugen. Wenn man diesen fundamentalen Teil, diese tragende Säule im Gamedesign weg lässt, ist es nicht mehr das selbe Erlebnis.

Und noch was muss man bedenken: Wäre Dark Souls nicht so gnadenlos, würde es diese Gnadenlosigkeit nicht nutzen, um dieses spezielle Erlebnis zu schaffen, würde heute niemand(!) über die Serie sprechen - und du würdest es nicht spielen wollen. Hätte Dark Souls mehrere Schwierigkeitsgrade, hätte ein Großteil der Spieler nicht den harten Modus genommen, hätte niemals das Erlebnis gehabt, dass der Entwickler im Sinne hatte und hätte das Spiel vermutlich als wenig bemerkenswerten Titel beiseite gelegt. Dark Souls wäre nur irgendein obskures, japanisches RPG mit vorsintflutlicher Technik und ohne diese spezielle Identität, die es brauchte, um bekannt zu werden.

Vermutlich wäre es nicht mal im Westen erschienen: Schon Demon's Souls war ursprünglich nur am japanischen Markt und kam erst nach Westen, als die Spieler anfingen, es massenhaft eigenständig zu importieren - wegen dieses einmaligen Erlebnis, weil es einen dazu zwingt, es auf diese eine, alternativlose Art zu spielen.

Das ist so ein bißchen, wie zu sagen, man möchte Bungeespringen, aber ohne die Höhe: Man kann sich ein Seil umbinden und vom Bordstein springen, aber wäre man dann Bungee gesprungen? Hatte man das Erlebnis? Ist es dem Ruf gerecht geworden, wegen dem man erst auf die Idee kam, Bungee zu springen?

Im Podcast wird immer wieder gefordert, dass eine mutige, reduzierte Vision die besseren Spiele erschafft, als das One-Size-Fits-All moderner AAA-Spiele, bei der jeder irgendwie bedient wird. Dark Souls hat so eine reduzierte Vision - und man muß es nicht mögen.

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sleepnt
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von sleepnt » 7. Apr 2019, 21:34

Es ist eine Gradwanderung. Ich sehe ebenfalls die erdachte Erfahrung des Entwicklers als Merkmal eines Spiels, wie bei Souls, Sekiro etc. etwa durch die Herausforderung als schützenswerte Eigenschaft. Aber nimmt jeder dieser diese Herausforderung anders war was es dann schwieriger macht, die erdachte Herausforderung zu erahnen.

Aber ich finde es völlig okay, wenn mir einige Spiele verwehrt werden, weil ich zu schlecht bin. Die ganzen Rouge-Likes und Metroidvanias dieser Zeit sind mir zu schwer, auch wenn ich sie gerne spielen möchte. Aber ich bin gute in Stealth-Spielen, die mir ebenfalls Anspannung und Herausforderung bieten.

Möchte ich eine spezielle Art an Herausforderung, wie etwa Dark Souls etc. erfahren, oder wie ich Metroidvania/Rouge-Likes, bliebe nichts anderes übrig, als sich rein zu knien und es zu üben.

Aber dafür fehlt mir die Zeit und Muße (31, ebenfalls Vate). Souls-Like können mir eine gewisses Investment abverlangen, andere Bereiche nicht.

Wenn du die Spiele wirklich erleben willst, finde ich das erstrebenswert. Man muss halt nur kleinere Brötchen backen. Und vielleicht nicht mit Sekiro anfangen, wo man sich weniger Hilfe holen kann.

Bloodborne habe ich zusammen mit nem Kumpel gespielt (abwechselnd oder im Koop), auch als meine beiden Kinder schon da waren.

Schwierig wird es, wenn sich das Überwinden einer Herausforderung nicht mehr nach Spiel anfühlt, sondern nach Arbeit- das hatte ich bei Bloodborne zuletzt, als ich es Solo spielen wollte. Mal schauen sie es bei Sekiro ist.

Möchte ich einen Easy-Mode? Nein. Aber Exploits die ich ausnutzen kann schon. warum gerade das? - Weil sie einem das klare Zeichen vermitteln, das du das Spiel nicht so spielst wie gedacht. Das hilft einem die Erfahrung einzuordnen und wieder auf dem richtigen Pfad zurück zu kehren - ein Easymode ließe mich darauf ausruhen.

Ohres
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Ohres » 7. Apr 2019, 21:35

Lieber Vinter,
wir Beide sehen uns ein Photobuch an. Schöne Landschaften aus Mannheim ;)
Ich darf immer umblättern... du dagegen musst alle 5 Seiten 100 Liegestütze machen um weiterblättern zu dürfen.
Ist dann mein esthätisches Empfinden bei der Betrachtung der Bilder dann weniger, weil ich dabei nicht geschwitzt habe?

Mit Seilbahn in den Alpen fährt deine Oma hoch und kommt in den Genuss der schönen Aussicht.
Sollten wir die Seilbahn abbauen, da sie ja es nicht mehr per Pedes alleine schafft?

Dies sind eher die richtigen Vergleiche. Nicht das Bunge.

Natürlich hast du Recht. Der Entwickler hat eine Idee hinter dem Spiel. Ich habe den Thread nur geschrieben, weil ich es schade finde
alle anderen Aspekte des Spiels (Welt, Stimmung, Design) nicht erleben zu können, weil ich älter (alt) bin und es einfach nicht mehr schaffe.
Das selber Erforschen, Bertachten und Innehalten an einer schönen Lokation ist was anderes als ein Standbild in einem Youtube Video des Spieles.

imanzuel
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von imanzuel » 7. Apr 2019, 21:40

Vinter hat geschrieben:
7. Apr 2019, 21:01
Und noch was muss man bedenken: Wäre Dark Souls nicht so gnadenlos, würde es diese Gnadenlosigkeit nicht nutzen, um dieses spezielle Erlebnis zu schaffen, würde heute niemand(!) über die Serie sprechen - und du würdest es nicht spielen wollen.
Sehe ich absolut genau so. Ich stelle mir das Szenario vor, From Software Spiele hätte unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, in welchem Einfach wirklich "einfach" wäre. Viele Tester haben sich bei Sekiro ja schon beschwert, es sei zu hart (Spoiler: ist es nicht, es ist hart, aber nicht "zu" hart). Diese Personen würden sicherlich auf den einfachsten Schwierigkeitsgrad spielen, nur alleine deswegen damit diese nicht 40 Stunden für den Test brauchen sondern deutlich weniger.

Was würde da beim Test übrig bleiben? Nicht viel. Mittlerweile brauche ich bei Sekiro im NG+ pro Durchgang vielleicht 3-4 Stunden. Gut, ich weiß die natürlich die Wege, aber bei Bosse hängen bleiben ist nicht mehr. Ich stelle mir vor, die Tester brauchen dann für ihren Bericht vielleicht 10 Stunden. Oh boy, würden die das Spiel runterziehen. Meiner Meinung nach sollte an erster Linie "Gameplay first" stehen. Bei den Spielen von From Software hat das Gameplay den Zweck, dass man sich aufs einfachste heruntergebrochen eine Herausforderung hat, die es gilt zu bewältigen. Wäre diese Herausforderung weg, würde nicht mehr viel bei Dark Souls übrig bleiben, was Gameplay betrifft, imo der wichtigste Punkt bei Videospielen.

Das Argument "aber macht doch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade rein, wenn sich jemand da im Easy-Mode durchmetzeln möchte, ist doch okay" finde ich zieht da nicht mehr, wenn das Spielerlebnis, das vom Entwickler so erwünscht war nicht mehr vorhanden ist. Gleichzeitig muss man auch anmerken, dass bei andere Spiele (speziell im AAA-Bereich) unterschiedliche Schwierigkeitsgrade ja nicht wirklich bedeuten, dass die Spiele schwerer werden, sondern einfach nur "länger". Ein Far Cry 5 oder AC:O/O wird ja nicht schwerer, weil wenn man das auf Hart spielt - sondern einfach nur länger, weil die Gegner mehr aushalten und man länger pausieren muss, um Health zu regenerieren (FC5 habe ich auf höchste Stufe durchgespielt, bei Odyssey habe ich es aber gelassen, dafür war mir dann die Zeit doch zu schade). Würde man das System auf Sekiro anwenden, habe ich meine Zweifel dass das Spiel großartig einfacher wird. Manche Bosse trifft man kaum, die werden nicht einfacher nur wenn die weniger Schaden machen. Natürlich könnte man da irgendwie alles anpassen - Blockfenster, Angriffsfenster usw. aber meiner Meinung nach sind das verschwendete Ressourcen. Und außerdem fällt der Punkt oben wieder mit rein, dass man das Spiel nicht so erlebt wie es erwünscht war.

Bezüglich "jedes Spiel soll für jeden zugänglich sein": Ich finde das Setting von Hunt Showdown großartig. Spiele ich aber nicht (und habe ich mir auch nicht gekauft), weil es ein BR-Spiel im Kern ist (bzw. es soweit ich weiß kein PvE Modus gibt) und ich grottig in solche Spiele bin. Ergo spiele ich es nicht. Ich jammere aber auch nicht darüber herum. Nicht jedes Spiel wurde für jede Person/Geschmack entwickelt, und das ist auch was gutes.

(-> 30 Jahre alt)
Zuletzt geändert von imanzuel am 7. Apr 2019, 22:00, insgesamt 1-mal geändert.

Insanity
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Insanity » 7. Apr 2019, 21:41

Haferbrei hat geschrieben:
7. Apr 2019, 20:55
Insanity hat geschrieben:
7. Apr 2019, 20:47
Das ist echt witzig, ich hatte es neulich mit meinem Kumpel Max auch darüber.

Die Ausgangslage: Max hätte gerne einen Easymode in The Last of Us gehabt, weil ein anderer Kumpel, Uwe, TLOU für das beste Spiel allee Zeiten hält. Allerdings war Max das Spiel zu schwierig und er meinte, ein einfacher Schwierigkeitsgrad tue doch niemandem weh und so könne er das Spiel wenigstens erleben. Ich kopiere die Antwort darauf:

Naja, auch hier wieder: Last of Us ist ein Endzeit-Überlebens-Spiel, der man eine Vater-Tochter-Beziehung beigefügt hat. Der Spieler soll tierisch Angst um Ellie haben und sie beschützen. Es ist eine harte Welt, eine erbarmungslose. Wenn die Banditen aber tot umfallen, nur weil du grimmig in ihre Richtung blickst, unterminiert das den Grundgedanken der Designer. Und die Mutanten sollen Panik in dir auslösen, wenn du sie hörst. Wenn die mit einem Schuss tot umfallen würden, wäre auch hier ihr Zweck pervertiert. Und nebenbei: Ich halte TLOU ja für dezent überbewertet, aber es war auf jeden Fall atmosphärisch und spannend. Lass diese Elemente weg und übrig bliebe ein recht generisches Stealthspiel - wobei, wäre es derart einfach, wäre Stealth nicht nötig. Übrig bliebe ergo ein gemächlicher Shooter mit netter Geschichte, deren Konzept - Vatergefühle beim Spieler wecken - nicht funktionieren würde. Du hättest also ein absolut nicht vergleichbares Spielerlebnis gegenüber der jetzigen Version und würdest die hohe Meinung von Uwe beispielsweise nicht teilen können. Es wäre also zwecklos, böten die Designer einen Godmode wie Nintendo an.
Es geht jetzt weniger um das eigentliche Argument, aber The Last of Us hat doch einen einfachen Schwierigkeitsgrad (plus diverse weitere)?

Ergänzung:
Zumal Naughty Dog hinsichtlich Accessibility mittlerweile wirklich ein Musterbeispiel ist. In neueren Uncharted Teilen steht unterhalb des "Easy" Schwierigkeitsgrad noch "Explorer" zur Auswahl, wo nahezu keine Gegenwehr mehr zu erwarten ist. Weiterhin gibt es noch zusätzliche Optionen in den Menüs für Menschen mit körperlicher Einschränkung, bspw. ein besonders starker Aim-Assist oder der Verzicht auf Button-Masher QTEs.
Hey hey, du hast natürlich recht, ich hatte es falsch im Kopf: Dem Kumpel war das Spiel stellenweise zu gruselig, nicht einfach nur zu schwer, und darum wollte er einen Loser-Modus, wie er es nannte, weil er das Spiel gerne storytechnisch erfahren hätte, aber weder Stealth noch Grusel mag. :lol:


Aber BTT: Ich sehe das an sich genau wie Vinter.

Es ist aber natürlich im Einzelfall trotzdem schade, wenn ein Spiel einen Spieler, den z. B. das Setting interessiert, der aber vielleicht nicht die Zeit hat, sich darin zu verbeißen, verliert, und er es somit in seiner Gänze verpasst. :(
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Soulaire
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Soulaire » 7. Apr 2019, 21:52

Ich finde es wirklich erstaunlich, wie sich immer einige selbst genötigt sehen sich reflexartig verteidigen zu müssen wenn sie die Souls-Games nicht durchspielen wollen/können. so what? wen interessierts?
kann doch jeder selber entscheiden ob er Bock auf so eine Art Spiel hat oder nicht.....
einfach andere Spiele spielen und gut ist....

Ohres
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Ohres » 7. Apr 2019, 21:55

Hey,
schreibt doch euer Alter zu den Kommentaren dazu. Wäre Interessant :D

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Vinter
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Vinter » 7. Apr 2019, 21:59

Ohres hat geschrieben:
7. Apr 2019, 21:35
Lieber Vinter,
wir Beide sehen uns ein Photobuch an. Schöne Landschaften aus Mannheim ;)
Ich darf immer umblättern... du dagegen musst alle 5 Seiten 100 Liegestütze machen um weiterblättern zu dürfen.
Ist dann mein esthätisches Empfinden bei der Betrachtung der Bilder dann weniger, weil ich dabei nicht geschwitzt habe?
Nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich :mrgreen:

Es geht um den Kern der vorgesehenen Erfahrung. Das diese beim Photoalbum aus Liegestützen bestehen, dürfte schwer zu argumentieren sein. Das beim Bungee der Reiz aus der Höhe des Falls stammt und bei Dark Souls aus der Herausforderung, in einer gnadenlosen Welt zu überleben, daran zu wachsen und am Ende die Bestie zu zähmen, ist hingegen recht offenkundig richtig.

Gleichzeitig heißt das aber auch, dass diese Erfahrung nun mal nichts für jeden ist - und das ist völlig okay so. Wie viele Menschen denken sich wohl "Ich wünschte, ich würde mich trauen, Bungee zu springen"? Trotzdem kommt von denen auch niemand auf die Idee, als Alternative lediglich einen Sprung aus einer sicheren Höhen zu wagen.

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Schlagerfreund
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Re: Souls, Sekiro und uvm... leider Nix für einen alten Sack

Beitrag von Schlagerfreund » 7. Apr 2019, 22:04

Ich denke das der allgemeine Schwierigkeitsgrad von Dark Souls, Sekiro und Co eigentlich nicht so das Problem ist. Ich denke der große Knackpunkt ist da die Lernkurve und die Tatsache das diese Spiele oft auch zumindest gefühlt bewusst die eigenen Mechaniken nicht wirklich erklärt.

Sich nicht zu erklären hat für mich aber nix mit Schwierigkeitsgrad zu tun.

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