Videospiele und Beziehungen

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sleepnt
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von sleepnt » 24. Apr 2019, 18:07

Was ich für mich feststelle, und das auch in meinem Freundeskreis bei vielen Männern, ist Begeisterungsfähigkeit, die mit der eines Kindes gut verglichen werden kann. Nicht nur die Auseinandersetzung mit Videospielen, sondern auch beim Philosophieren, Schreiben oder politischen Diskussionen. Ich habe mich mit meiner Frau darüber unterhalten - sie hat diese immense Begeisterung für viele Dinge einfach nicht. Also schon Interessen, aber halt nicht so intensiv wie bei mir.

Ich weiß nicht, in wie weit das verallgemeinbar ist, aber ich beobachte das schon in gewissem Maße - bei anderen sind es Job und Karriere, bei einigen Autos und Tunen, bei anderen Heimkino und HiFi...


Und noch ein (weiterführender) Punkt:
Was einem Partner/einer Partnerin von Videospielern vielleicht wichtig sein sollte, wäre ein eigenes, selbstwirksames Hobby. Wenn nicht selber spielen, dann vielleicht schreiben, malen/zeichnen, basteln etc. Denn man verspricht sich unbewusst vom Partner (wie von allen sozialen Dingen) in erster Linie Bestätigung. Spiele bieten das zu einem gewissen Grad, ebenso wie andere selbstwirksame Hobbies. Meine Frau hat mal genäht, spielt gelegentlich selber etwas (jeden Abend min. eine Runde Candy Crush ist Pflicht) etc.

Mir war so etwas immer wichtig - sei es Pen&Paper-Regeln selber zu schreiben, dafür Abenteuer schreiben o.ä. Zeichnen, Werken (Heimwerker-Novize), Kochen/Backen und vieles mehr! All da funktioniert für mich auf einer ähnlichen Ebene wie videospielen. Wenn also nicht Videospiele, sollte man schauen, welche Interessen man verfolgen möchte in seiner Zeit, die man für sich hat - einfach mal nichts tun kann ja ebenso Teil davon sein. Aber es darf nicht nue auf soziale Bestätigung aus sein, sodass es in Abhängigkeit abrutscht und man letztlich wieder nur auf die Paar-Zeit wartet. Dabei ist die Intensität und Begeisterungsfähigkeit ja schwankend..

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Osker
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Osker » 25. Apr 2019, 08:13

Gendrosh hat geschrieben:
24. Apr 2019, 16:32
Ich habe mich gestern den ganzen Tag darauf gefreut abends spielen zu können. Am Abendbrottisch sagt sie dann, ich hätte ja heute bestimmt keine Lust zu spielen. Ich habe ihr gesagt, dass ich mich, ganz im Gegenteil sogar schon sehr darauf gefreut habe. Da war sie merklich enttäuscht.
Moin Gendrosh,

Ich befürchte ja, auf lange Sicht wird sie Dir dein Hobby madig machen.
Du wirst irgendwann, wenn nicht schon geschehen, mit einem schlechten Gewissen zocken.
Und wenn dir spielen wirklich wichtig ist und was gibt, wovon ich mal ausgehe, wirst Du deine Partnerin irgendwann nicht mehr mögen.
Ich stelle mir das wirklich arg anstrengend vor, eine Partnerin zu haben die ständig über mein Hobby rummosern würde und so ganz nebenbei versucht mich zu manipulieren.
Kompromisse sind ja schön und gut, aber bei Dingen die einen wichtig sind sollte man meiner Meinung nach keine Kompromisse eingehen. Ich gehe allerdings auch davon aus das man nur einmal lebt... :mrgreen:

Wenn sie dich liebt, dann wird sie auch dafür sorgen das es dir gut geht, und du auch Spass im Leben hast.
Ich hoffe du findest eine akzeptable Lösung die nicht auf deine Kosten geht.

Lieben Gruß

Insanity
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Insanity » 25. Apr 2019, 08:19

Wir haben hier eine ähnliche Konstellation: Meine Freundin steht berufsbedingt anderthalb Stunden auf und ist dementsprechend anderthalb Stunden vor mir zu Hause. Sie ist dann auch so lieb, dass sie oftmals für uns das Kochen übernimmt, damit wir dann hinterher mehr Zeit für die gemeinsame Abendgestaltung haben. Das macht es natürlich etwas schwer, einfach zu sagen, man würde heute am Liebsten mal wieder den ganzen Abend zocken. Sie selbst ist auch der Serientyp am TV, spielt aber nebenbei immer Candy Crush oder irgendwelche Sudokus auf dem Smartphone. Da wir nur einen Fernseher haben, kann ich also zum Beispiel nicht gleichzeitig PS4 spielen. Zuschauen macht sie bei cineastischen Games wie Uncharted auch mal wirklich gerne, aber ein Dark Souls ist für sie verständlicher Weise unerträglich langweilig zum Zusehen. Durch ihr früheres morgendliches Aufstehen schläft sie auch mal auf der Couch ein, weswegen der PS 4-Controller auch stets in Reichweite liegt, um dann abends doch noch hin und wieder ein Stündchen zu daddeln, bis wir dann ins Schlafzimmer gehen.

Ich kann dieses Thema also voll und ganz nachvollziehen und muss sagen, dass die bereits erwähnte SWITCH von Nintendo hier wirklich Besserung brachte. Da kann ich spielen, während ne Serie läuft oder kann meine Freundin sogar um zehn Uhr ins Schlafzimmer begleiten, auch wenn ich erst um halb eins müde bin. Das freut sie und das freut mich, weil genau diese Gefahr des nebeneinander her Lebens verringert wird. Die Big N-Spiele sind sowieso fantastisch und die Sleepfunktion ist Gold wert. Ich warte zum Beispiel aus diesem Grunde mit Dragon Quest XI auch auf die Switch-Version, denn solche zeitintensive Spiele eigenen sich perfekt dafür.

Liebe Grüße
Chuck Norris kann eine Schwingtür zuschlagen!

BigBB
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von BigBB » 25. Apr 2019, 09:02

Wenn ich das so lese, ich kann nur zu einem Monitor und separaten Platz zum Zocken raten.

Das ist wirklich, wirklich sehr entspannend, wenn ich mich abends einfach auf meinen Stuhl setzen kann, Monitor und Konsole oder Laptop an, und dann halt einfach loszocken.
Ohne erst mit meiner Frau Verhandlungen führen zu müssen. Himmel, ich würde die Krise kriegen! Echt jetzt...

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Gendrosh
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 09:02

Danke noch mal für all eure Beiträge, die mir wirklich helfen!

Klar ist, dass man in einer Beziehung immer offen über alles und vor allem auch seine Wünsche und Bedürfnisse reden sollte. Darüber hinaus ist es wichtig, sich selbst nicht komplett aufzugeben und die eigenen Interessen nicht aus den Augen zu verlieren. Und darüber hinaus ist Kompromissbereitschaft sehr wichtig, denn wer ewig einen Egotrip schiebt, braucht eigentlich keine Partnerin.
Osker hat geschrieben:
25. Apr 2019, 08:13
Ich befürchte ja, auf lange Sicht wird sie Dir dein Hobby madig machen.
Du wirst irgendwann, wenn nicht schon geschehen, mit einem schlechten Gewissen zocken.
Genau so ist es aktuell. Ich hoffe, dass sich das wieder ändert.

Die Empfehlung mit der Switch finde ich wirklich gut. Das werde ich definitiv mal ausprobieren!

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Gendrosh
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 09:03

BigBB hat geschrieben:
25. Apr 2019, 09:02
Wenn ich das so lese, ich kann nur zu einem Monitor und separaten Platz zum Zocken raten.

Das ist wirklich, wirklich sehr entspannend, wenn ich mich abends einfach auf meinen Stuhl setzen kann, Monitor und Konsole oder Laptop an, und dann halt einfach loszocken.
Ohne erst mit meiner Frau Verhandlungen führen zu müssen. Himmel, ich würde die Krise kriegen! Echt jetzt...
Genau so war es ja in der Beziehung mit meiner Ex Frau, nur dass wir da dann eben wirklich gar keine gemeinsame Abendgestaltung mehr hatten. Das möchte ich so auf gar keinen Fall wieder, dazu ist mir die Frau und unsere gemeinsame Zeit zu wichtig!

Phazonis
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Phazonis » 25. Apr 2019, 09:23

Gut ich bin allgemein nicht bekannt dafür dinge positiv zu sehen, aber ich habe von dir noch nichts gelesen über eventuelle Schritte die deine Freundin mal auf das Hobby von dir gemacht hat.
Du hast versucht sie einzubeziehen und mehrere Schritte sogar auf ihr Hobby zu gemacht. Soweit, dass du sogar mit ihr ihre Serien geguckt hast, obwohl du es nicht magst. Ich halte es da wie meine Mutter beim Essen, dass ich es nicht akzeptieren würde, wenn sie mein Hobby grundherraus ablehnt. Ich finde sie ist es der Beziehung schuldig es zumindest mal auszuprobieren, wenn es ihr dann immer noch nicht gefällt, dann ok fair game.

Ebenso würde ich mal nachbohren, warum sie denn unbedingt will, dass du beim Serien gucken dabei bist. Denn Serien gucken ist nun ein Hobby, was jetzt nicht so unbedingt gesellig ist(es sei denn ihr unterhaltet euch während des Serien gucken). Deshalb hilft es vielleicht da nachzubohren, was ihr da fehlt. Denn wie gesagt Serien gucken stelle ich mir vor zwei Menschen hocken halt nebeneinander und gucken eine Serie, da sollte es nun kein Unterschied machen ob du daneben sitzt oder ein paar Meter weiter zockst. Wenn es darum geht gemeinsam Zeit zu verbringen, dann sollte man, nachdem man die Hobbys des Partners zumindest mal ausprobiert hat, villeicht nach einem Hobby suchen, woran beide Spaß haben. Kochen, Brettspiele,...

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Gendrosh
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 09:46

Phazonis hat geschrieben:
25. Apr 2019, 09:23
aber ich habe von dir noch nichts gelesen über eventuelle Schritte die deine Freundin mal auf das Hobby von dir gemacht hat.
Das ist so nicht richtig. Wir haben relativ lange Diablo 3 zusammen gespielt. Die komplette Story Kampagne. Für mich war das der dritte Durchgang. Wobei hier auch die jeweilige Motivation wichtig ist.
Ich habe Diablo 3 gespielt, weil ich gemerkt habe, dass sie das mitspielt und ich so mit ihr zusammen mein Hobby ausleben konnte. Nicht weil ich das Spiel noch mal spielen wollte.
Sie hat Diablo 3 gespielt, weil sie gemerkt hat, dass es mir Spaß macht, mit mir zusammen zu spielen und sie das Spiel OK fand. Aber ebenfalls nicht, weil sie das Spiel spielen wollte.

Wir haben dann noch mehrere Spiele ausprobiert. Raymen (origins oder legends, bin mir nicht mehr sicher) war hintenraus deutlich zu schwer (abgebrochen). Knack 2 hat sie mir geschenkt, fand sie aber nicht gut (abgebrochen), Family Fun Pack (ein paar Runden Monopoly) war mir dann aber zu langweilig, Thats You haben wir ein paar mal gespielt (ist aber auch eher ein kleines Partyspiel.

Ich hoffe auf Diablo 4. :lol:

Phazonis
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Phazonis » 25. Apr 2019, 10:09

Gendrosh hat geschrieben:
25. Apr 2019, 09:46
Das ist so nicht richtig. Wir haben relativ lange Diablo 3 zusammen gespielt. Die komplette Story Kampagne. Für mich war das der dritte Durchgang. Wobei hier auch die jeweilige Motivation wichtig ist.
Ich habe Diablo 3 gespielt, weil ich gemerkt habe, dass sie das mitspielt und ich so mit ihr zusammen mein Hobby ausleben konnte. Nicht weil ich das Spiel noch mal spielen wollte.
Sie hat Diablo 3 gespielt, weil sie gemerkt hat, dass es mir Spaß macht, mit mir zusammen zu spielen und sie das Spiel OK fand. Aber ebenfalls nicht, weil sie das Spiel spielen wollte.

Wir haben dann noch mehrere Spiele ausprobiert. Raymen (origins oder legends, bin mir nicht mehr sicher) war hintenraus deutlich zu schwer (abgebrochen). Knack 2 hat sie mir geschenkt, fand sie aber nicht gut (abgebrochen), Family Fun Pack (ein paar Runden Monopoly) war mir dann aber zu langweilig, Thats You haben wir ein paar mal gespielt (ist aber auch eher ein kleines Partyspiel.

Ich hoffe auf Diablo 4. :lol:
Ok na immerhin. Auch wenn es nun nicht klar war, ob das Interesse am Medium über "ich habe Spaß, weil mein Partner spaß hat" hinausgeht.

In jedem Fall denke ich sollte das mal angesprochen werden um reinen Tisch zu machen um herrauszufinden, was sie denn genau stört (und das bevor du eventuelle Invetitionen machst). Ist ihr körperliche Nähe wichtig? dann könnte eine Switch halt helfen. Ist ihr die Teilhabe an ihrem Leben wichtig? Da könnte es helfen etwas wie das Abendessen zum Beispiel zu ritualisieren und als Zeit zu deklarieren wo man scih Zeit für die Beziehung nimmt, was hei0t da darf jeder einfach mal besprechen was ihn auf der Seele liegt, wobei da auch kein Zwang entstehen soll, wenn es nix zu erzählen gibt, dann isst man halt nur still das Abendessen. Ist es ihr wirklich wichtig, dass ihr ein Hobby teilt? Dann sollte man eben sehr ehrlich sein und wenn bei euch beiden die Hobbys des jeweils anderen kein Interesse/ Spaß, welches über das oben angesprochene "mein Partner hat Spaß, also habe auch ich es"-Niveau hinaus geht, dass man eben auf beiden Seiten dies akzeptieren muss und dann eben nach einem gemeinsamen Hobby suchen muss.
Man sollte sich aber auch klarmachen, dass der Partner sein altes Hoby weitermachen wird und auch darf. Hier fand ich es besonders problematisch, dass es von ihrer Seite selbstverständlich war, dass du dir Kopfhörer aufzusetzen hast, damit sie in Ruhe ihre Serie gucken kann. Selbige Option steht ihr doch auch zur Verfügung, also warum musst du da dann nur auf ihr Hobby Rücksicht nehmen. Man sollte da dann eben sich auch einigen, dass wenn es nur einen Fernseher in der Wohnung gibt man sich auch da dann reinteilt und nicht das Hobby des einen dem des anderen zu weichen hat.

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Gendrosh
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 10:17

Phazonis hat geschrieben:
25. Apr 2019, 10:09
In jedem Fall denke ich sollte das mal angesprochen werden um reinen Tisch zu machen um herrauszufinden, was sie denn genau stört (und das bevor du eventuelle Invetitionen machst). Ist ihr körperliche Nähe wichtig? dann könnte eine Switch halt helfen. Ist ihr die Teilhabe an ihrem Leben wichtig?
Genau diese beiden Dinge sind es, die uns beiden wichtig sind. Wenn wir abends im Bett sitzen und eine Serie gucken, kuscheln wir dabei viel und reden eben über die Dinge die uns beschäftigen.
Bei einem Film oder einer Serie geht das gut, Für mich wäre das auch beim Spielen kein Problem. Das "Problem" entsteht in meiner Wahrnehmung dadurch, dass sie am liebsten nichts von dem Spiel mitbekommen möchte und deshalb möchte, dass ich mit Kopfhörern spiele. Dabei kann man sich eben nicht mal mehr unterhalten.
Die Kopfhörer auf den Ohren und den Controller in der Hand, so ist so gut wie keine zwischenmenschliche Interaktion mehr möglich.

Ich denke schon, dass die Lösung mit der Switch funktionieren könnte, und es gibt auch eine im Bekanntenkreis. Ich werde auf jeden Fall noch mal mit ihr darüber reden und mir die dann ausleihen.

Ich finde, man muss hier auch mal etwas die Kirche im Dorf lassen, da wir uns ja bereits darauf geeinigt hatten, dass ich an zwei Abenden die Woche spiele. Dafür wird sich ja wohl eine Lösung finden lassen, mit der beide zufrieden sind.

Sie sagt halt, dass ihr wenn ich spiele die Nähe fehlt, was dann zur Folge hat, dass sie sich den ganzen nächsten Tag komisch benimmt. Und wie oben schon vermutet setzt mich das dann unter Druck und führt dazu, dass ich ein schlechtes Gewissen habe und mich auch nicht mehr wohl fühle. Und so soll es bestimmt nicht sein.

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Phazonis » 25. Apr 2019, 10:41

Gendrosh hat geschrieben:
25. Apr 2019, 10:17
Genau diese beiden Dinge sind es, die uns beiden wichtig sind. Wenn wir abends im Bett sitzen und eine Serie gucken, kuscheln wir dabei viel und reden eben über die Dinge die uns beschäftigen.
Bei einem Film oder einer Serie geht das gut, Für mich wäre das auch beim Spielen kein Problem. Das "Problem" entsteht in meiner Wahrnehmung dadurch, dass sie am liebsten nichts von dem Spiel mitbekommen möchte und deshalb möchte, dass ich mit Kopfhörern spiele. Dabei kann man sich eben nicht mal mehr unterhalten.
Die Kopfhörer auf den Ohren und den Controller in der Hand, so ist so gut wie keine zwischenmenschliche Interaktion mehr möglich.
Zum einen sehe ich es als klares Problem, dass "sie am liebsten nichts von dem Spiel mitbekommen möchte", denn es ist wie gesagt zum einen nicht gesund, wenn in einer Beziehung einer immer zurückstecken muss, indem sein Hobby an den Rand gedrängt wird. Zum anderen ist ihr Verhalten da auch etwas paradox, weill sie auf der einen Seite möchte, dass sie von deinen Hobby ja nichts mitkriegt, aber sich dann aufregt, wenn sie sich nicht mehr mit dir unterhalten kann, weil du Kopfhörer aufhast, die du ja nur trägst weil sie nicht will, dass sie irgendwas von deinem Spiel mitkriegt.
Also wo drückt der Schuh, wenn sie die Zeit will kann es ja helfen, wenn ihr wie gesagt ein paar Stunden fürs Reden reserviert (wie meine Abendessenidee) und danach jeder seinen Hobbies nachgeht.
Gendrosh hat geschrieben:
25. Apr 2019, 10:17
Ich finde, man muss hier auch mal etwas die Kirche im Dorf lassen, da wir uns ja bereits darauf geeinigt hatten, dass ich an zwei Abenden die Woche spiele. Dafür wird sich ja wohl eine Lösung finden lassen, mit der beide zufrieden sind.

Sie sagt halt, dass ihr wenn ich spiele die Nähe fehlt, was dann zur Folge hat, dass sie sich den ganzen nächsten Tag komisch benimmt. Und wie oben schon vermutet setzt mich das dann unter Druck und führt dazu, dass ich ein schlechtes Gewissen habe und mich auch nicht mehr wohl fühle. Und so soll es bestimmt nicht sein.
Und tut mir Leid das hört sich nicht nach einer Einigung an mit der ihr beide klarkommt. Wenn ja würde sie sic am nächsten Tag ja nicht komisch verhalten und es ist auch nicht ok, dass sie dir da Druck und ein schelchtes Gewissen einredet, ob nun bewusst oder unbewusst.

Und auch wenn es theatralisch klingt, aber bitte spirch das an. Es wäre nicht die erste Beziehung die daran kaputt geht, dass solche Kleinigkeiten nicht angesprochen werden. Es hilft eben enorm wenn es mal klar ausgesprochen wurde was jeder denkt und fühlt. Gerade bei dem letzten Satz kann es ja durchaus sein, dass es nicht ihre Absicht ist dir ein schlechtes Gewissen einzureden. Es kann sich aber auch da erst was ändern, wenn drüber geredet wird.

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von ClintSchiesstGut » 25. Apr 2019, 11:12

'Frauen' sind ja meist sehr Harmonie suchend und WIR betont in einer Beziehung, das Hobby 'Gaming' kann man natürlich teilen (gleiches Interesse oder Spiele gemeinsam spielen), jedoch kommt es ja oft zu Zoff, wenn meist der Mann sich im Zocken 'verliert' .

Wenn das Zocken Überhand nimmt und der Mann das einfach nicht einsieht, dann ist auch die Frau im Recht - Muss man auch mal so deutlich schreiben.

Nur ein Hobby zu verbieten, würde ICH mir nicht anmaßen.
Wenn Verpflichtungen wie Kinder, Job, Familie, etc. darunter leiden, dann muss man das klären, in sachlichen Gesprächen.


Die Haltung einzunehmen: "Ich lasse mir nichts vorschreiben, etc..." ist eine Single-Haltung (!)
Wer so denkt, der sollte sich trennen.

Mal ganz im Ernst: Wer ZOCKEN vor alles andere stellt, der dürfte eh keine Beziehung eingehen. :D
Da ist das Single Leben die deutlich bessere Wahl.
Ich freue mich in Cyberpunk 2077 auf die Pazifisten Trophäe. :D

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Gendrosh
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 11:20

ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:12
Nur ein Hobby zu verbieten, würde ICH mir nicht anmaßen.
Wenn Verpflichtungen wie Kinder, Job, Familie, etc. darunter leiden, dann muss man das klären, in sachlichen Gesprächen.

Die Haltung einzunehmen: "Ich lasse mir nichts vorschreiben, etc..." ist eine Single-Haltung (!)
Wer so denkt, der sollte sich trennen.

Mal ganz im Ernst: Wer ZOCKEN vor alles andere stellt, der dürfte eh keine Beziehung eingehen. :D
Da ist das Single Leben die deutlich bessere Wahl.
Das sehe ich ganz genauso wie du!

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Phazonis » 25. Apr 2019, 11:34

ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:12
Wenn das Zocken Überhand nimmt und der Mann das einfach nicht einsieht, dann ist auch die Frau im Recht - Muss man auch mal so deutlich schreiben.

Nur ein Hobby zu verbieten, würde ICH mir nicht anmaßen.
Wenn Verpflichtungen wie Kinder, Job, Familie, etc. darunter leiden, dann muss man das klären, in sachlichen Gesprächen.


Die Haltung einzunehmen: "Ich lasse mir nichts vorschreiben, etc..." ist eine Single-Haltung (!)
Wer so denkt, der sollte sich trennen.

Mal ganz im Ernst: Wer ZOCKEN vor alles andere stellt, der dürfte eh keine Beziehung eingehen. :D
Da ist das Single Leben die deutlich bessere Wahl.
Ja da bin ich auch deiner Meinung, nur was hat das mit diesem Fall zu tun? Klar wenn ein Hobby überhand nimmt, dann ist das schlecht, aber das trifft hier ja nicht zu. Da man ja im OP gesagt hat, dass es meist nur um das Zocken am Abend ging, also ich jetzt nicht denke, dass es sich da um ein Übermaß handelt.
Ebenso mit dem "ich lasse mir nichts vorschreiben": Klar man sollte grundstätzlich Kompromisbereit sein, nur sollte das auch auf beide Seiten zutreffen und ich sehe hier nunmal eine Seite die weit kompromisbereiter ist als die andere und was vor allen an dem Thread auch nochmal zu sehen ist. Ich wage es natürlich nicht Absicht zu unterstellen, aber man sollte es trotzdem ansprechen, weil ein unhaltbarer Zustand ist ein unhaltbarer Zustand, ob absichtlich oder nicht.

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gonas » 25. Apr 2019, 11:40

Phazonis hat geschrieben:
25. Apr 2019, 10:41
Und tut mir Leid das hört sich nicht nach einer Einigung an mit der ihr beide klarkommt. Wenn ja würde sie sic am nächsten Tag ja nicht komisch verhalten und es ist auch nicht ok, dass sie dir da Druck und ein schelchtes Gewissen einredet, ob nun bewusst oder unbewusst.

Und auch wenn es theatralisch klingt, aber bitte spirch das an. Es wäre nicht die erste Beziehung die daran kaputt geht, dass solche Kleinigkeiten nicht angesprochen werden. Es hilft eben enorm wenn es mal klar ausgesprochen wurde was jeder denkt und fühlt. Gerade bei dem letzten Satz kann es ja durchaus sein, dass es nicht ihre Absicht ist dir ein schlechtes Gewissen einzureden. Es kann sich aber auch da erst was ändern, wenn drüber geredet wird.
Möchte Phazonis für die guten Beiträge loben, sehr hilfreiche Ideen und auch nicht zu einseitig.

Stimme dir da auch in allen Punkten zu. So wie sich sich momentan anscheinend zu diesem Kompromiss verhält scheint sie ihn nicht wirklich zu respektieren. Sie möchte das ganz klar ändern, wie sie das kommuniziert ist aber unglücklich. Ein Gespräch ist sicher gut, wobei wichtig wäre zu beschreiben wie du das wahrnimmst, also als Druck nicht zu spielen daraufhin das Entwickeln eines schlechten Gewissens. Wobei ein zwei Vorschläge in der Hinterhand (z.B. die Switch) sicher nicht schlecht wären, das zeigt man hat auch auf seiner Seite schon nachgedacht und ist offen sich auch zu bewegen.
Auch Respekt an Gendrosh, du versucht da auch sehr offen ranzugehen. Das Verständnis für die grundsätzliche Haltung deiner Frau (Langeweile weil schon länger daheim, sehnsüchtig auf Mann warten) ist ein wichtige Kompetenz in einer Beziehung.

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 11:47

Sie möchte in dem konkreten Fall auch nicht, dass ich mein Hobby aufgebe. Ich glaube, dass sie genauso hin und her gerissen ist, wie ich. Sie versucht es zu respektieren, kann das aber irgendwie nicht richtig, weil sie das Interesse daran einfach nicht nachvollziehen kann.
Gestern Abend ging es hier ja auch schon um das Thema Begeisterungsfähigkeit. Und da ist es bei ihr ähnlich wie gestern beschrieben, dass sie sich eben anders als ich für viele Dinge gar nicht richtig begeistern kann. Ihre große Leidenschaft ist das reisen, was wir auch zusammen tun. Nur kann man das eben nicht im Alltag ausleben.

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von ClintSchiesstGut » 25. Apr 2019, 11:51

Frauen verfolgen oft einen Langzeitplan, dass wäre z.B. Familiengründung, Aufrechterhaltung von Zweisamkeit und vielleicht auch zu einem geringen Prozentsatz die 'Veränderung' des Mannes (muss nicht mal böse gemeint sein!).

Ich tippe HIER auf letzteren Punkt (!).
Sie hat vielleicht die Hoffnung (wie viele andere Frauen da draußen auch), dass der Mann irgendwann sein Hobby 'Gaming' aufgibt.
Darüber muss man reden - sagen: "Schatz, ich liebe dich, aber ob es dir gefällt oder nicht, ich werde dieses Hobby nicht aufgeben!"

In Beziehungen OHNE Ehe oder Kindern wäre eine Trennung dann ja nicht so tragisch, alles andere wird schwieriger.

Am Ende möchte ich noch DANKE sagen, an die Damen, die dieses Hobby auch teilen und es für COOL halten - Darüber freuen sich sehr viele Männer da draußen (ich eingeschlossen :D)!
Ich freue mich in Cyberpunk 2077 auf die Pazifisten Trophäe. :D

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 11:52

Ich denke auch der unterschiedliche Konsum von Medien spielt eine große Rolle. Sie will sich gerne von Serien berieseln lassen, ist dabei parallel am Handy oder wir reden miteinander.
Ich würde nie wahllos den Fernseher einschalten. Für Berieselung nutze ich eher Musik. Wenn ich dagegen ein Spiel spiele oder eine Serie beziehungsweise einen Film gucke, dann tue ich das zielgerichtet und konzentriere mich dann auch darauf.
Und wenn sie dann eine Serie anmacht, die mich überhaupt nicht interessiert, nur um dann am Handy rumzuspielen, gleichzeitig aber möchte, dass ich dabei bin, dann fehlt mir da dann doch irgendwie das Verständnis. Ich denke mir, wenn sie eh nicht hinguckt, könnte ich auch spielen, ein Buch lesen, oder sonst was machen. Wenn ich das aber dann tue, werde ich von ihr von allen sozialen Interaktionen ausgeschlossen.

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 11:53

ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:51
vielleicht auch zu einem geringen Prozentsatz die 'Veränderung' des Mannes (muss nicht mal böse gemeint sein!).
Ich tippe HIER auf letzteren Punkt (!).
Ja, ich denke da ist etwas dran.
ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:51
Am Ende möchte ich noch DANKE sagen, an die Damen, die dieses Hobby auch teilen und es für COOL halten - Darüber freuen sich sehr viele Männer da draußen (ich eingeschlossen :D)!
Daumen hoch!

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 11:55

Gonas hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:40
Auch Respekt an Gendrosh, du versucht da auch sehr offen ranzugehen. Das Verständnis für die grundsätzliche Haltung deiner Frau (Langeweile weil schon länger daheim, sehnsüchtig auf Mann warten) ist ein wichtige Kompetenz in einer Beziehung.
Danke!

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