Videospiele und Beziehungen

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Gonas
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gonas » 25. Apr 2019, 11:55

ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:51
Frauen verfolgen oft einen Langzeitplan, dass wäre z.B. Familiengründung, Aufrechterhaltung von Zweisamkeit und vielleicht auch zu einem geringen Prozentsatz die 'Veränderung' des Mannes (muss nicht mal böse gemeint sein!).

Ich tippe HIER auf letzteren Punkt (!).
Sie hat vielleicht die Hoffnung (wie viele andere Frauen da draußen auch), dass der Mann irgendwann sein Hobby 'Gaming' aufgibt.
Darüber muss man reden - sagen: "Schatz, ich liebe dich, aber ob es dir gefällt oder nicht, ich werde dieses Hobby nicht aufgeben!"
Das würde ich nur sagen wenn sie offen kommuniziert, dass das ihr Ziel wäre. Sonst ist es nur ein Vorwurf, das kommt bei den meisten Menschen nicht unbedingt gut an. Nicht unbedingt perfekt wenn man die Beziehung harmonischer gestalten will. ^^
ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:51
In Beziehungen OHNE Ehe oder Kindern wäre eine Trennung dann ja nicht so tragisch, alles andere wird schwieriger.
Also alleine auf emotionaler Ebene würde ich eine Trennung persönlich als extrem tragisch sehen.

Klar, schwieriger ist es mit Kindern.

ClintSchiesstGut
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von ClintSchiesstGut » 25. Apr 2019, 12:15

Gonas hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:55
ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:51
Frauen verfolgen oft einen Langzeitplan, dass wäre z.B. Familiengründung, Aufrechterhaltung von Zweisamkeit und vielleicht auch zu einem geringen Prozentsatz die 'Veränderung' des Mannes (muss nicht mal böse gemeint sein!).

Ich tippe HIER auf letzteren Punkt (!).
Sie hat vielleicht die Hoffnung (wie viele andere Frauen da draußen auch), dass der Mann irgendwann sein Hobby 'Gaming' aufgibt.
Darüber muss man reden - sagen: "Schatz, ich liebe dich, aber ob es dir gefällt oder nicht, ich werde dieses Hobby nicht aufgeben!"
Das würde ich nur sagen wenn sie offen kommuniziert, dass das ihr Ziel wäre. Sonst ist es nur ein Vorwurf, das kommt bei den meisten Menschen nicht unbedingt gut an. Nicht unbedingt perfekt wenn man die Beziehung harmonischer gestalten will. ^^
ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:51
In Beziehungen OHNE Ehe oder Kindern wäre eine Trennung dann ja nicht so tragisch, alles andere wird schwieriger.
Also alleine auf emotionaler Ebene würde ich eine Trennung persönlich als extrem tragisch sehen.

Klar, schwieriger ist es mit Kindern.
Ich gebe zu, ich bin nicht verheiratet und habe keine Kinder. ;)
Meine Freundin und ich, wir sind ein eingespieltes Duo seit 3 Jahren.

Es geht mir auch mehr um die Allgemeinheit und 'Momente', wo Partner sagen: "Also entweder ich oder dein blödes Hobby..." (ob es wie hier Gaming ist, bei anderen vielleicht Sport, etc.)

In dem Moment, wo ein anderer Mensch einem das spaßige Hobby vermiesen will UND eine Beziehung noch 'jung' ist, da würde ich mir Gedanken machen.
Da ist das 'Hobby' nämlich nur der 1. Schritt von etlichen folgenden Dingen. ;)

Bei Milliarden Menschen auf dem Planet, wunder ich mich NICHT über Millionen verschiedene Ansichten zu dem Thema - Nichts für ungut. ;)
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Phazonis
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Phazonis » 25. Apr 2019, 12:24

Gendrosh hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:47
Sie möchte in dem konkreten Fall auch nicht, dass ich mein Hobby aufgebe. Ich glaube, dass sie genauso hin und her gerissen ist, wie ich. Sie versucht es zu respektieren, kann das aber irgendwie nicht richtig, weil sie das Interesse daran einfach nicht nachvollziehen kann.
Das muss sie nicht. Wie ich schon geschrieben habe ist es aber meiner Meinung nach für beide Partner wichtig den Hobbys des jeweils anderen eine faire Chance zu geben, wobei beide aber auch ehrlich sein müssen und eben klar sagen müssen, wenn sie das Interesse nicht teilen können. Es zeigt halt einfach Kompromisbereitschaft, wenn man dem Hobby auch entgegen sozialer Stigma zumindest eine Chance gibt. Wenn sie wirklich kein Interesse an deinem Hobby hat, dann ist das ok, nur sollte sie zumindest respektieren, dass du es nicht wegen ihr aufgeben wirst und auch nicht solltest.
ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:51
Frauen verfolgen oft einen Langzeitplan, dass wäre z.B. Familiengründung, Aufrechterhaltung von Zweisamkeit und vielleicht auch zu einem geringen Prozentsatz die 'Veränderung' des Mannes (muss nicht mal böse gemeint sein!).

Ich tippe HIER auf letzteren Punkt (!).
Sie hat vielleicht die Hoffnung (wie viele andere Frauen da draußen auch), dass der Mann irgendwann sein Hobby 'Gaming' aufgibt.
Darüber muss man reden - sagen: "Schatz, ich liebe dich, aber ob es dir gefällt oder nicht, ich werde dieses Hobby nicht aufgeben!"
Ich habe dies selst noch nicht erlebt und bisher immer als Klischee abgetan, aber wenn du da andere Erfahrungen hast, dann ok. Es ist nur eine zutiefst schlechte Einstellung an Beziehungen. Wenn die Beziehung nicht passt, dann passt sie nicht. Zu glauben man kann den Partner umerziehen und ihn dann zu dem Partner machen den man gerne hätte endet meist nur in Tränen.
Gendrosh hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:52
Ich denke auch der unterschiedliche Konsum von Medien spielt eine große Rolle. Sie will sich gerne von Serien berieseln lassen, ist dabei parallel am Handy oder wir reden miteinander.
Ich würde nie wahllos den Fernseher einschalten. Für Berieselung nutze ich eher Musik. Wenn ich dagegen ein Spiel spiele oder eine Serie beziehungsweise einen Film gucke, dann tue ich das zielgerichtet und konzentriere mich dann auch darauf.
Und wenn sie dann eine Serie anmacht, die mich überhaupt nicht interessiert, nur um dann am Handy rumzuspielen, gleichzeitig aber möchte, dass ich dabei bin, dann fehlt mir da dann doch irgendwie das Verständnis. Ich denke mir, wenn sie eh nicht hinguckt, könnte ich auch spielen, ein Buch lesen, oder sonst was machen. Wenn ich das aber dann tue, werde ich von ihr von allen sozialen Interaktionen ausgeschlossen.
Auch da kann ein Gespräch ja nur helfen. Erzähle ihr halt ruhig was du so beobachtet hast und frage sie danach, was sie denn genau will da ihr Verhalten widersprüchlich ist. Versuche dabei natürlich möglichst diplomatisch zu bleiben und nicht anklagend zu wirken.
Gonas hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:55
ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:51
Frauen verfolgen oft einen Langzeitplan, dass wäre z.B. Familiengründung, Aufrechterhaltung von Zweisamkeit und vielleicht auch zu einem geringen Prozentsatz die 'Veränderung' des Mannes (muss nicht mal böse gemeint sein!).

Ich tippe HIER auf letzteren Punkt (!).
Sie hat vielleicht die Hoffnung (wie viele andere Frauen da draußen auch), dass der Mann irgendwann sein Hobby 'Gaming' aufgibt.
Darüber muss man reden - sagen: "Schatz, ich liebe dich, aber ob es dir gefällt oder nicht, ich werde dieses Hobby nicht aufgeben!"
Das würde ich nur sagen wenn sie offen kommuniziert, dass das ihr Ziel wäre. Sonst ist es nur ein Vorwurf, das kommt bei den meisten Menschen nicht unbedingt gut an. Nicht unbedingt perfekt wenn man die Beziehung harmonischer gestalten will. ^^
ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:51
In Beziehungen OHNE Ehe oder Kindern wäre eine Trennung dann ja nicht so tragisch, alles andere wird schwieriger.
Also alleine auf emotionaler Ebene würde ich eine Trennung persönlich als extrem tragisch sehen.

Klar, schwieriger ist es mit Kindern.
Manchmal müssen bittere Pillen aber mal geschluckt werden. Man kann zwar mit geschickter Formulierung etwas Zucker drauf streuen, aber nichts desto trotz ändert es nichts an den Tatsachen.Der werte Gendrosh will das Hobby nicht aufgeben und das auch mal so klar zu sagen kann auch nur hilfreich sein. Wenn das für sie nicht akzeptabel ist, dann ist es besser das jetzt festzustellen, als es weiter brodeln zu lassen und dann später auf den großen Knall zu warten. Spreche da leider aus (wenn auch nicht persönlicher) Erfahrung, dass es viel besser sowas früh aus dem Weg zu räumen.

Edit: Auch hier noch mal ein Lob an Gendrosh, dafür dass du so offen mitwild fremden Menschen über deine Beziehung redest.

Und ein danke an Gonas, auch wenn ich damit wieder das Klischee der Beziehungsdoktoren bestärke, dass du besten Tipps zu Rettung von Beziehungen meist von den Leuten kommen die selber single sind.

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Gonas
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gonas » 25. Apr 2019, 12:29

ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 12:15
Gonas hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:55
ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:51
Frauen verfolgen oft einen Langzeitplan, dass wäre z.B. Familiengründung, Aufrechterhaltung von Zweisamkeit und vielleicht auch zu einem geringen Prozentsatz die 'Veränderung' des Mannes (muss nicht mal böse gemeint sein!).

Ich tippe HIER auf letzteren Punkt (!).
Sie hat vielleicht die Hoffnung (wie viele andere Frauen da draußen auch), dass der Mann irgendwann sein Hobby 'Gaming' aufgibt.
Darüber muss man reden - sagen: "Schatz, ich liebe dich, aber ob es dir gefällt oder nicht, ich werde dieses Hobby nicht aufgeben!"
Das würde ich nur sagen wenn sie offen kommuniziert, dass das ihr Ziel wäre. Sonst ist es nur ein Vorwurf, das kommt bei den meisten Menschen nicht unbedingt gut an. Nicht unbedingt perfekt wenn man die Beziehung harmonischer gestalten will. ^^
ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 11:51
In Beziehungen OHNE Ehe oder Kindern wäre eine Trennung dann ja nicht so tragisch, alles andere wird schwieriger.
Also alleine auf emotionaler Ebene würde ich eine Trennung persönlich als extrem tragisch sehen.

Klar, schwieriger ist es mit Kindern.
Ich gebe zu, ich bin nicht verheiratet und habe keine Kinder. ;)
Meine Freundin und ich, wir sind ein eingespieltes Duo seit 3 Jahren.

Es geht mir auch mehr um die Allgemeinheit und 'Momente', wo Partner sagen: "Also entweder ich oder dein blödes Hobby..." (ob es wie hier Gaming ist, bei anderen vielleicht Sport, etc.)

In dem Moment, wo ein anderer Mensch einem das spaßige Hobby vermiesen will UND eine Beziehung noch 'jung' ist, da würde ich mir Gedanken machen.
Da ist das 'Hobby' nämlich nur der 1. Schritt von etlichen folgenden Dingen. ;)

Bei Milliarden Menschen auf dem Planet, wunder ich mich NICHT über Millionen verschiedene Ansichten zu dem Thema - Nichts für ungut. ;)
Will dir ja auch nicht deine Erfahrung absprechen. :D

Und ja, zwei Jahre sind ansich nicht sehr viel, aber ich tue mich schwer jemandem 'na dann lass es lieber' zu raten weil Beziehungen je nach Person sehr unterschiedliche Stellenwerte und Funktionen haben. Für den einen ist es ein halbherziger Versuch, für den anderen quasi sein Leben (und das sagt ja noch nicht aus ob einem die Beziehung gut tut). Und auch wenn Gendrosh da sehr verständnisvoll und reflektiert ist, man kennt halt doch nur eine Gedankenwelt und Perspektive.

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Gendrosh
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 12:39

Danke noch einmal an euch alle!

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Nina
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Nina » 25. Apr 2019, 12:50

Gendrosh hat geschrieben:
24. Apr 2019, 11:53
@ziggystardust, für mich sind Frauen, die sich wirklich auf der selben Ebene für Videospiele begeistern können wie Männer eher so etwas wie mythische Fabelwesen. Klar "kenne" ich auch Nina hier aus dem Podcast. Oder eben persönlich auch Frauen, die gerne Candy Crush oder ähnliches auf dem Handy spielen. Ich kenne auch Frauen die selbst intensiv zum Beispiel WoW gespielt haben, das war aber immer eher noch mal auf einer anderen Ebene (gefühlt).
Solche Aussagen lese ich zwar häufiger, aber sie überraschen mich immer wieder - bedingt durch meine Erfahrungen sowohl im persönlichen als auch professionellen Umfeld. Fast all meine Freundinnen sind zumindest grundsätzlich an digitalen Spielen interessiert, gleich mehrere spielen annähernd so viel wie ich. Hinzu kommt, dass der Frauenanteil bei Szene- (Börsen, öffentlichen Spieleabenden) und Branchentreffen in den letzten Jahren spürbar gestiegen ist und ich dementsprechend auch dort regelmäßig Kontakt zu weiblichen Gleichgesinnten habe.

Wer sich also selbst davon überzeugen möchte, dass begeisterte Spielerinnen eben keine mythischen Fabelwesen sind, sollte sich einfach mal aus seinem persönlichen Umfeld heraus- und gezielt zu solchen Veranstaltungen bewegen (aber, wohlgemerkt, bitte nicht getrieben von der alleinigen Motivation, eine Partnerin zu finden; gerade Business-Events sollten sich nicht anfühlen wie Partnerbörsen).

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von ClintSchiesstGut » 25. Apr 2019, 12:53

Also ich 'wette', jeder 2. bis 3. User HIER kennt jemand in seinem Freundeskreis, wo schon einmal ein Vorfall von 'Veränderung' durch Partner stattgefunden hat - Ob bei Frauen oder Männern.

Ob der Kerl seine Freundin 'verändern' möchte, weil sie zuviele männliche Freunde hat ODER halt Frauen in die Hobbies der Männer rein reden, mit Blick oder Wunsch auf Veränderung. :D

Ich hatte vor gut 10 Jahren einen Kumpel, wo die heutige 'Ex-Frau' alles für ihn bestimmen wollte, auch Gaming Zeiten (!)
Damals hätte ich GERNE den 'Trottel Buzzer' vom Quiz hier gehabt. Tja... Heirat und Scheidung innerhalb 2 Jahre, woher kommt das nur?
Fragen über Fragen. ;)
:dance:

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Gendrosh
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 13:03

ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 12:53
Also ich 'wette', jeder 2. bis 3. User HIER kennt jemand in seinem Freundeskreis, wo schon einmal ein Vorfall von 'Veränderung' durch Partner stattgefunden hat - Ob bei Frauen oder Männern.
Ob der Kerl seine Freundin 'verändern' möchte, weil sie zuviele männliche Freunde hat ODER halt Frauen in die Hobbies der Männer rein reden, mit Blick oder Wunsch auf Veränderung. :D
Ich hatte vor gut 10 Jahren einen Kumpel, wo die heutige 'Ex-Frau' alles für ihn bestimmen wollte, auch Gaming Zeiten (!)
Damals hätte ich GERNE den 'Trottel Buzzer' vom Quiz hier gehabt. Tja... Heirat und Scheidung innerhalb 2 Jahre, woher kommt das nur?
Fragen über Fragen. ;)
Beziehungen zu führen ist generell ein schwieriges Thema. Es geht doch fast immer um die Balance aus Nähe und Freiheit. Und Balancing ist eben dort genauso wie bei Videospielen ein Thema, das nicht zu unterschätzen ist.
Ich habe gelernt, dass es vor allem hilft, sich erst einmal selbst zu reflektieren und herauszufinden, was man selbst möchte und das dann eben auch dem Partner oder der Partnerin klar zu kommunizieren. Kein Mensch kann in den Kopf eines anderen hineingucken.
Wenn die Beziehung so wie von dir beschrieben läuft, dann war wahrscheinlich der eine Part deutlich dominanter als der andere oder der vermeintlich schwächere Part hat einfach nicht gelernt auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten und die auch klar zu kommunizieren.
Aber grundsätzlich eine "böse Absicht" würde ich niemandem unterstellen.
Es ist nur eben auch einfacher zu versuchen beim Partner eine Veränderung zu bewirken, wenn etwas nicht passt, als immer und immer wieder einen neuen Partner zu suchen. Und die meisten Menschen möchten einfach nicht dauerhaft alleine leben.

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Heretic
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Heretic » 25. Apr 2019, 13:14

Nina hat geschrieben:
25. Apr 2019, 12:50
Wer sich also selbst davon überzeugen möchte, dass begeisterte Spielerinnen eben keine mythischen Fabelwesen sind [...]
Wäre mal interessant zu beobachten, welche Altersklassen das mit einschließt. In meiner Altersklasse (Baujahr 1974) geht's noch eher Richtung Fabelwesen. Zu C64- und Amiga-Zeiten gab's in meinem Umfeld kein einziges weibliches Wesen, das sich für das Spielen auf diesen Kisten auch nur ansatzweise interessiert hätte. Einzige Ausnahmen: Kleine Schwestern. Weil sich durch die großen Brüder eben ein entsprechendes Gerät im Haushalt befand. Aber die sind ja schon wieder eine andere Altersklasse. :mrgreen:

Eigentlich seltsam, denn wenn ich mich recht erinnere, gab es bei den Spielemagazinen schon immer Redakteurinnen. Nicht in dem Ausmaß wie heute, klar, aber es gab sie. Spontan fallen mir da Eva Hoogh oder Monika Stoschek ein. Und natürlich Petra Schmitz und Petra Fröhlich, die ja auch heute noch zugange sind. Aber ich schweife ab. Back to topic! :D
Zuletzt geändert von Heretic am 25. Apr 2019, 13:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von ClintSchiesstGut » 25. Apr 2019, 13:15

Gendrosh hat geschrieben:
25. Apr 2019, 13:03
ClintSchiesstGut hat geschrieben:
25. Apr 2019, 12:53
Also ich 'wette', jeder 2. bis 3. User HIER kennt jemand in seinem Freundeskreis, wo schon einmal ein Vorfall von 'Veränderung' durch Partner stattgefunden hat - Ob bei Frauen oder Männern.
Ob der Kerl seine Freundin 'verändern' möchte, weil sie zuviele männliche Freunde hat ODER halt Frauen in die Hobbies der Männer rein reden, mit Blick oder Wunsch auf Veränderung. :D
Ich hatte vor gut 10 Jahren einen Kumpel, wo die heutige 'Ex-Frau' alles für ihn bestimmen wollte, auch Gaming Zeiten (!)
Damals hätte ich GERNE den 'Trottel Buzzer' vom Quiz hier gehabt. Tja... Heirat und Scheidung innerhalb 2 Jahre, woher kommt das nur?
Fragen über Fragen. ;)
Beziehungen zu führen ist generell ein schwieriges Thema. Es geht doch fast immer um die Balance aus Nähe und Freiheit. Und Balancing ist eben dort genauso wie bei Videospielen ein Thema, das nicht zu unterschätzen ist.
Ich habe gelernt, dass es vor allem hilft, sich erst einmal selbst zu reflektieren und herauszufinden, was man selbst möchte und das dann eben auch dem Partner oder der Partnerin klar zu kommunizieren. Kein Mensch kann in den Kopf eines anderen hineingucken.
Wenn die Beziehung so wie von dir beschrieben läuft, dann war wahrscheinlich der eine Part deutlich dominanter als der andere oder der vermeintlich schwächere Part hat einfach nicht gelernt auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten und die auch klar zu kommunizieren.
Aber grundsätzlich eine "böse Absicht" würde ich niemandem unterstellen.
Es ist nur eben auch einfacher zu versuchen beim Partner eine Veränderung zu bewirken, wenn etwas nicht passt, als immer und immer wieder einen neuen Partner zu suchen. Und die meisten Menschen möchten einfach nicht dauerhaft alleine leben.
Je älter ich werde, desto mehr GLAUBE ich an die Aussage von Jürgen von der Lippe in einem seiner Auftritte:
"Ein Garant für gute, langjährige Beziehungen können getrennte Wohnungen sein. Sehen Sie mich heute an, ich bin glücklich."

OK...Als Kompromiss würde ich noch auf getrennte Schlafzimmer eingehen. :D
( Da merkt SIE auch nicht WANN ich zocke...)

Der Tipp war gratis meine Herren.
'Aushandeln' muss das jeder für sich - Viel Glück. ;)
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schneeland
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von schneeland » 25. Apr 2019, 13:51

Nina hat geschrieben:
25. Apr 2019, 12:50
Solche Aussagen lese ich zwar häufiger, aber sie überraschen mich immer wieder - bedingt durch meine Erfahrungen sowohl im persönlichen als auch professionellen Umfeld. Fast all meine Freundinnen sind zumindest grundsätzlich an digitalen Spielen interessiert, gleich mehrere spielen annähernd so viel wie ich. Hinzu kommt, dass der Frauenanteil bei Szene- (Börsen, öffentlichen Spieleabenden) und Branchentreffen in den letzten Jahren spürbar gestiegen ist und ich dementsprechend auch dort regelmäßig Kontakt zu weiblichen Gleichgesinnten habe.
Ist möglicherweise eine Altersfrage - in meinem anderen Nerd-Hobby Pen&Paper-Rollenspiel stelle ich auch fest, dass es zwar in meinem Alter (~40) nicht all zu viele aktive Spielerinnen/Spielleiterinnen gibt, es aber bereits eine Generation später bspw. eine hohe Zahl weiblicher Streamer (Actual Plays & Info Videos) gibt. Was Videospiele angeht ist die Wahrnehmung ähnlich (nur habe ich da - trotz ThePod-Abo - einen weniger guten Überblick).
Und natürlich lebt jeder von uns irgendwie in seiner eigenen kleinen Realitätsblase und wundert sich gelegentlich, wovon die da in der Nachbarblase eigentlich reden :)
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sleepnt
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von sleepnt » 25. Apr 2019, 14:05

Nina hat geschrieben:
25. Apr 2019, 12:50
Gendrosh hat geschrieben:
24. Apr 2019, 11:53
@ziggystardust, für mich sind Frauen, die sich wirklich auf der selben Ebene für Videospiele begeistern können wie Männer eher so etwas wie mythische Fabelwesen. Klar "kenne" ich auch Nina hier aus dem Podcast. Oder eben persönlich auch Frauen, die gerne Candy Crush oder ähnliches auf dem Handy spielen. Ich kenne auch Frauen die selbst intensiv zum Beispiel WoW gespielt haben, das war aber immer eher noch mal auf einer anderen Ebene (gefühlt).
Solche Aussagen lese ich zwar häufiger, aber sie überraschen mich immer wieder - bedingt durch meine Erfahrungen sowohl im persönlichen als auch professionellen Umfeld. Fast all meine Freundinnen sind zumindest grundsätzlich an digitalen Spielen interessiert, gleich mehrere spielen annähernd so viel wie ich. Hinzu kommt, dass der Frauenanteil bei Szene- (Börsen, öffentlichen Spieleabenden) und Branchentreffen in den letzten Jahren spürbar gestiegen ist und ich dementsprechend auch dort regelmäßig Kontakt zu weiblichen Gleichgesinnten habe.

Wer sich also selbst davon überzeugen möchte, dass begeisterte Spielerinnen eben keine mythischen Fabelwesen sind, sollte sich einfach mal aus seinem persönlichen Umfeld heraus- und gezielt zu solchen Veranstaltungen bewegen (aber, wohlgemerkt, bitte nicht getrieben von der alleinigen Motivation, eine Partnerin zu finden; gerade Business-Events sollten sich nicht anfühlen wie Partnerbörsen).
Wie alle Klischees können viele Betroffene es nicht verstehen, wo ein solches Klischee herkommt oder dass es noch Bestand hat. Aber man kann auch Klischees bestätigt bekommen und so ein verzerrtes Bild bekommen.

Meine Frau spielt auch Gelegentlich, mal sogar intensiv (Diablo 3, Witcher 3, Link's Awekening etc.). Ich kenne noch einige andere Frauen, die etwas mehr oder etwas weniger spielen - aber grundsätzlich sehe ich auch eher Männer, die Begeisterung für Videospiele besitzen und nehme Frauen immernoch als Ausnahme war - besonders was die Intensität/Ausmaß des Interesses angeht.
Als Erzieher hab ich in meinem Job fast ausschließlich mit Frauen zu tun (ach ja... und kleine Kinder XD). Dort treffe ich Frauen, die auch nur Ansatzweise über Candy Crush hinausblicken, quasi nicht an. Ich geh mit meinem Hobby recht offen um, weshalb Gesprächsbasis bei Interesse tatsächlich da wäre. Daher kann ich verstehen, dass Videospielerinnen von vielen zumindesr verklärt oder fast gar nicht wahrgenommen werde...

Auch wenn es egal ist, ob man nun als Mann oder als Frau Videospiele spielt, so ist es eher wahrscheinlich, dass ein Mann mit einer Videospiel-desinteressierten Freundin lebt (oder mit einer mit weniger interesse) als das ein ausgeglichenes Interesse da wäre (oder gar umgekehrt).

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von DexterKane » 25. Apr 2019, 14:18

Heretic hat geschrieben:
25. Apr 2019, 13:14
Nina hat geschrieben:
25. Apr 2019, 12:50
Wer sich also selbst davon überzeugen möchte, dass begeisterte Spielerinnen eben keine mythischen Fabelwesen sind [...]
Wäre mal interessant zu beobachten, welche Altersklassen das mit einschließt. In meiner Altersklasse (Baujahr 1974) geht's noch eher Richtung Fabelwesen. Zu C64- und Amiga-Zeiten gab's in meinem Umfeld kein einziges weibliches Wesen, das sich für das Spielen auf diesen Kisten auch nur ansatzweise interessiert hätte. Einzige Ausnahmen: Kleine Schwestern. Weil sich durch die großen Brüder eben ein entsprechendes Gerät im Haushalt befand. Aber die sind ja schon wieder eine andere Altersklasse. :mrgreen:

Eigentlich seltsam, denn wenn ich mich recht erinnere, gab es bei den Spielemagazinen schon immer Redakteurinnen. Nicht in dem Ausmaß wie heute, klar, aber es gab sie. Spontan fallen mir da Eva Hoogh oder Monika Stoschek ein. Und natürlich Petra Schmitz und Petra Fröhlich, die ja auch heute noch zugange sind. Aber ich schweife ab. Back to topic! :D
Einen hab ich noch :)

Das find ich auch immer spannend, wobei ich mich da immer ein bißchen wie in der Bizarro Welt fühle.
Ich (werde dieses Jahr 40) spiele seit gut 25 Jahren Pen & Paper und hatte in der Zeit eine einzige Runde, die komplett männlich war.
Ansonsten hatten wir immer 20-50% weibliche Spieler, im Mittel würd ich sagen 30-40 gegen 70—60%.
Bei Computerspielen ist der Anteil der Spielerinnen gefühlt zwar geringer, aber hier würde ich in meinem Bekanntenkreis auch so knapp 1/3 – 2/3 ansetzen.
Hab erst letzte Woche gemerkt, dass die Frau eines alten Freundes, den ich nur aus der Punk Ecke kenne und der mit Spielen so gar nichts am Hut hat, langjährige WoW Raiderin ist.

Jetzt kann ich natürlich nicht einschätzen, ob mein Freundeskreis da atypisch ist, oder ob es vielleicht dran liegt, dass ich primär im Bereich Rollenspiele unterwegs bin.
Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass bei Shootern und im Moba Bereich der Wurstsalat Faktor höher ist. ;)
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 14:22

sleepnt hat geschrieben:
25. Apr 2019, 14:05
Wie alle Klischees können viele Betroffene es nicht verstehen, wo ein solches Klischee herkommt oder dass es noch Bestand hat. Aber man kann auch Klischees bestätigt bekommen und so ein verzerrtes Bild bekommen.

Meine Frau spielt auch Gelegentlich, mal sogar intensiv (Diablo 3, Witcher 3, Link's Awekening etc.). Ich kenne noch einige andere Frauen, die etwas mehr oder etwas weniger spielen - aber grundsätzlich sehe ich auch eher Männer, die Begeisterung für Videospiele besitzen und nehme Frauen immernoch als Ausnahme war - besonders was die Intensität/Ausmaß des Interesses angeht.
Als Erzieher hab ich in meinem Job fast ausschließlich mit Frauen zu tun (ach ja... und kleine Kinder XD). Dort treffe ich Frauen, die auch nur Ansatzweise über Candy Crush hinausblicken, quasi nicht an. Ich geh mit meinem Hobby recht offen um, weshalb Gesprächsbasis bei Interesse tatsächlich da wäre. Daher kann ich verstehen, dass Videospielerinnen von vielen zumindesr verklärt oder fast gar nicht wahrgenommen werde...

Auch wenn es egal ist, ob man nun als Mann oder als Frau Videospiele spielt, so ist es eher wahrscheinlich, dass ein Mann mit einer Videospiel-desinteressierten Freundin lebt (oder mit einer mit weniger interesse) als das ein ausgeglichenes Interesse da wäre (oder gar umgekehrt).
Danke für deine reflektierte und ausführliche Antwort.

Ich selbst arbeite in der Buchhaltung eines Mittelständischen Modeunternehmens. Frauenquote über 90%. Hier gibt es nicht eine Frau die sich auch nur ansatzweise für Videospiele interessiert.

Die Frauen die selbst speilen, die mir persönlich bekannt sind, stammen noch aus meiner hardcore WoW Zeit. Das Waren dann auch Frauen, die alle nicht aus eigenem Antrieb spielten sondern, weil eben ihr Freund oder Mann spielt. Alternativ sehe ich auch in den entsprechenden Facebook Gruppen immer wieder Frauen aktiv. Bei The Witcher 3 oder auch Overwatch zum Beispiel.

Das ist natürlich aber auch eine etwas müßige Diskussion, denn zumindest ich suche ja gar keine neue Frau, würde mir aber generell mehr Akzeptanz und auch Repräsentanz wünschen.

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Gendrosh » 25. Apr 2019, 14:23

DexterKane hat geschrieben:
25. Apr 2019, 14:18
Wurstsalat Faktor
:lol: :lol: :lol:

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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von schneeland » 25. Apr 2019, 14:36

DexterKane hat geschrieben:
25. Apr 2019, 14:18
Das find ich auch immer spannend, wobei ich mich da immer ein bißchen wie in der Bizarro Welt fühle.
Ich (werde dieses Jahr 40) spiele seit gut 25 Jahren Pen & Paper und hatte in der Zeit eine einzige Runde, die komplett männlich war.
Ansonsten hatten wir immer 20-50% weibliche Spieler, im Mittel würd ich sagen 30-40 gegen 70—60%.
Interessant. Darf ich fragen, welche Systeme Du bespielt hast? (wie weiter oben angedeutet war in meiner Wahrnehmung auch Pen&Paper eher ein Männerhobby - Ausnahme: Vampire/WoD allgemein).
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von DexterKane » 25. Apr 2019, 14:49

Als Teeny DSA (da hatte man ja nichts anderes ;) ), später hauptsächlich Shadowrun und in geringerem Maß Mage/Vampire und Rolemaster/M.E.R.S. .

Witzigerweise hatte die WoD Runde den geringsten Frauenanteil, während DSA und Shadowrun nahezu ausgeglichen waren.
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von Phazonis » 25. Apr 2019, 20:32

Gendrosh hat geschrieben:
25. Apr 2019, 13:03
Es ist nur eben auch einfacher zu versuchen beim Partner eine Veränderung zu bewirken, wenn etwas nicht passt, als immer und immer wieder einen neuen Partner zu suchen. Und die meisten Menschen möchten einfach nicht dauerhaft alleine leben.
Wie oben beschrieben ist es aber sehr schwierig von seinem Partner Veränderung zu erwarten oder sogar zu fordern. Wie gesagt man sollte darüber reden was einen stört, aber wenn der Partner sich nicht ändert oder ändern will, Dann sollte man es sein lassen.
Und das größte Problem ist es wenn man irgendwann krampfhaft eine Beziehung haben will, weil man nicht allein sein will oder auch weil es sich so gehört. Das zerstört meist jegliche Aussicht auf eine Beziehung, weil man nicht mehr offen an sie herangeht. Vielleicht hilft es dann eben auch sich selbst mal klar zu machen, dass eine Beziehung auch nicht das ein und Alles im Leben sein kann und man genau so ein erfülltes Leben als Single haben kann.
Aber ich schweife ab...

ClintSchiesstGut
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von ClintSchiesstGut » 26. Apr 2019, 01:03

Phazonis hat geschrieben:
25. Apr 2019, 20:32
Gendrosh hat geschrieben:
25. Apr 2019, 13:03
Es ist nur eben auch einfacher zu versuchen beim Partner eine Veränderung zu bewirken, wenn etwas nicht passt, als immer und immer wieder einen neuen Partner zu suchen. Und die meisten Menschen möchten einfach nicht dauerhaft alleine leben.
Wie oben beschrieben ist es aber sehr schwierig von seinem Partner Veränderung zu erwarten oder sogar zu fordern. Wie gesagt man sollte darüber reden was einen stört, aber wenn der Partner sich nicht ändert oder ändern will, Dann sollte man es sein lassen.
Und das größte Problem ist es wenn man irgendwann krampfhaft eine Beziehung haben will, weil man nicht allein sein will oder auch weil es sich so gehört. Das zerstört meist jegliche Aussicht auf eine Beziehung, weil man nicht mehr offen an sie herangeht. Vielleicht hilft es dann eben auch sich selbst mal klar zu machen, dass eine Beziehung auch nicht das ein und Alles im Leben sein kann und man genau so ein erfülltes Leben als Single haben kann.
Aber ich schweife ab...
Schön ausgeführt, so würde ich das unterschreiben.

Ich würde wetten, dass Menschen in 20-50 Jahren schon mit mit Syntheten (ähnlich wie in Detroit: Become Human) Partnerschaften eingehen.

Dann spricht man wieder über Ethik, Moral und Wertvorstellungen, wenn ein Teil der Menschen 'Partnerschaften' mit künstlichem Leben eingeht.
Ist das am Ende gut oder traurig?

Die Anfänge davon erlebe ich vielleicht nur noch im Altenheim, mit 80 :D (ist aber vielleicht auch besser so!).
:dance:

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DickHorner
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Re: Videospiele und Beziehungen

Beitrag von DickHorner » 26. Apr 2019, 22:58

Echt abgefahren was ich hier so lese. Puh!
Letztlich ist es bei allem rumgeeiere hier eine Frage der Prioritäten: will ich eine langfristig funktionierende Beziehung führen oder nicht? Falls ja, gehört Arbeit dazu. Und zwar nicht nur die Selbstverständlichkeiten wie Haushalt etc. Ich meine charakterliche Arbeit und Selbstentwicklung. Die Liebe, der Status Quo ist nichts, was sich von selbst aufrecht erhält.
Meine Perspektive: wenn meine Frau von der Arbeit nach Hause kommt, haben wir, wenn's gut läuft, noch 1,5-2 Stunden als Familie bevor unser Kind ins Bett geht. Wenn's schlecht läuft liegt es schon im Bett wenn sie nach Hause kommt und die Stunde morgens ist die einzige Zeit am Tag, an dem sie ihr Kind sieht. Nach dem ins Bett bringen haben wir dann noch zwei, vielleicht drei Stunden bevor wir selbst ins Bett gehen. In der Zeit muss alles partnerschaftliche erledigt werden. Was für Herausforderungen brachte der Tag? Was gibt es Organisatorisches zu besprechen? Oder gar unsere Zeit zu zweit genießen? Und da soll ich jetzt hingehen und sagen "Du, Schatz, ich geh jetzt mal zocken. Bleib nicht wach, könnte spät werden." Ne, is klar.
Ist halt eine Frage der Prioritäten. Meine Familie/Partnerschaft ist für mich das Wichtigste, dann Sport treiben, dann Computerspiele. Ganz frei nach Maslow spiele ich nur, wenn die anderen Bedürfnisse erfüllt sind. Meine Frau hat selbst viel Zeit in Computerspielen verbracht und hat Verständnis dafür, wenn ich ab und zu mal spielen gehe während die Family zu hause ist. Aber das kommt halt auch echt selten vor, vielleicht zwei Mal im Jahr. Damit habe ich kein Problem, 1. ich kann immernoch dann spielen wenn ich alleine zu hause bin - nur, wenn's halt schönes Wetter ist geh ich vermutlich lieber aufs Rad oder mach sonst was draußen und 2. beschäftige ich mich jetzt halt mehr auf der Metaebene mit Spielen, höre den Pod, lese die WASD, whatever.
Klar könnte ich sagen "fuck it, ich geh jetzt zocken". Dann würde nur meine Beziehung in die Binsen gehen. Und zwar nicht weil meine Frau mich zwingt mich zu verändern oder mein Hobby aufzugeben, sondern weil meine Familie auf meiner Prio-Liste nicht mehr auf Nummer 1 steht.
Warum sollte die Familie oder die Beziehung dann noch auf der Nummer 1 unserer Partner stehen?
Wie gesagt, eine Frage von Prioritäten.

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