Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

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Pestilence
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Pestilence » 1. Mai 2019, 07:30

Was mich mal interessieren würde ist, ob Clickbait wirklich die Nutzer verschreckt oder überhaupt zum klicken anregt. AAA-Spiele haben eine Zielgruppe von 14 bis 29-jährigen, hat jemand genauere Angaben darüber, wie diese Gruppe solche Überschriften empfindet? Ich finde es etwas mühselig wenn man ständig von subjektiven Empfindungen spricht und Clickbait verdammt, ohne genaueres über die werberelevante Zielgruppe zu wissen.

Dasselbe gilt übrigens auch für Diskussionen zu Mikrotransaktionen in Spielen, es gibt nichts schlimmeres als Diskussionen mit „alten Säcken“, die überhaupt nicht zur Zielgruppe gehören, aber trotzdem denken das sie noch irgendetwas relevantes zu sagen haben.

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sleepnt
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von sleepnt » 1. Mai 2019, 09:04

Pestilence hat geschrieben:
1. Mai 2019, 07:30
Was mich mal interessieren würde ist, ob Clickbait wirklich die Nutzer verschreckt oder überhaupt zum klicken anregt. AAA-Spiele haben eine Zielgruppe von 14 bis 29-jährigen, hat jemand genauere Angaben darüber, wie diese Gruppe solche Überschriften empfindet? Ich finde es etwas mühselig wenn man ständig von subjektiven Empfindungen spricht und Clickbait verdammt, ohne genaueres über die werberelevante Zielgruppe zu wissen.

Dasselbe gilt übrigens auch für Diskussionen zu Mikrotransaktionen in Spielen, es gibt nichts schlimmeres als Diskussionen mit „alten Säcken“, die überhaupt nicht zur Zielgruppe gehören, aber trotzdem denken das sie noch irgendetwas relevantes zu sagen haben.
Ja, das ist natürlich ein Problem einer einseitigen Diskussion. Wären Mikrotransaktionen so schlimm für die ausgewählte Zielgruppe, wären sie ja schon längst abgeschafft...

Clickbait kann aber auch bei sich selber beobachten: Eine Meldung die Neugierig macht, rational vielleicht sogar bereits keinen Sinn macht. Aber man drückt auf den Link, um erst zum Schluss enttäuscht zu sein. Die Nachricht dahinter kann Müll sein, aber den Klick hat die Seite bereits - also alles super für sie...

Bei Gamestar sehe ich es mal und mal nicht... Ich glaube für Internetverhältnisse ist das sehr selten und gemäßigt. Das einzige wo ich es als störend empfinde ist in Bezug auf Gerüchte. Würde man eine Headline mit "Gerücht:" beginnen (Das "?" am Ende impliziert eine Frage, die gar nicht zur Debatte steht), hätte ich gar keinen Grund mich aufzuregen. Weil ohne diesen Zusatz wird etwas Berichtet, dass fraglich überhaupt Berichtenswertes ist.

Ich glaube des weiteren, dass man/wir sich auf Internetseiten über solche Gewohnheiten aufregt, weil ältere Spieler mit einer anderen Lesegewohnheit aufgewachsen sind. Die jüngere Generation, die Pestilence nennt, wächst halt mit dem Internet als primäres Medium und Informationsquelle auf. Dementsprechend werden sie es anders bewerten, wenn überhaupt kritisch wahrnehmen.

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XfrogX
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von XfrogX » 1. Mai 2019, 09:23

Wenn’s gratis ist beschwere ich mich nur wenn die überschrift ganz abweicht vom Thema.
Aber sobald ich bezahle sollte man bitte auch klar rein schreiben.

So gehts mir ja auch mit Zeitschriften. Das cover soll Lust machen es zu lesen interessante themen andeuten. Aber wenn ich’s kaufe und daheim durch lese und dann empfinde ich es ätzend wenn ich nach dem lesen mir denke DAS hätte man auch gleich erwähnen können.

Online wird diese Trennung halt schwer und ich habe sicher auch schon Sachen gelesen und gut gefunden die ich wohl mit passenden Titel garnicht gelesen hätte.

Am Ende muss es einfach fair sein, ab und zu die interessant/coole/kreative Überschrift ist auch toll. Aber wer das übertriebt bekommt hat auch auf die Nase.

Für mich ist es aber so, die gamestar ist ein gutes Medium, perfekt sicher nicht. So ist auch der Kodex gut aber sicher nicht perfekt. Und ja man sollte genau die Themen die hier angesprochen werden klar sagen. Aber oft wird die gamestar schlechter gemacht als sie ist.

Ich hoffe das sie noch lange soweiter machen kann, nicht perfekt aber in einer Mischung die ihr bestes gibt um Geld verdienen und Kundschaft glücklich macht in einer guten Waage zu halten.

Phazonis
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Phazonis » 1. Mai 2019, 10:42

Andre Peschke hat geschrieben:
30. Apr 2019, 11:30
Ach, naja. Der Text ist ja eindeutig: Richtigkeit geht vor. Ich habe die Rangordnung ja nur aufgeführt um zu untermauern, warum dieser Kodex aus meiner Sicht eben kein Text ist, der mit akribisch genauer Abwägung verfasst wurde - sonst wäre diese Widersprüchlichkeit aufgefallen. Ich finde die Aussage ist aber klar: Richtigkeit geht vor. Vermutlich hat man die Nummerierung eben gar nicht als Rangfolge gemeint, aber dabei die unweigerliche Implikation einer Nummerierung außer Acht gelassen. Das ist halt eben nur ein Zeichen von mangelnder Sorgfalt in diesem speziellen Fall, aber IMO kein Mangel an einer klaren Aussage.

Genauso ist guter Journalismus selbstverständlich mit Unterhaltung vereinbar. Die Unterhaltung kann ja allein in der Art und Weise entstehen, wie Informationen vorgetragen und vermittelt werden, die trotzdem sauber recherchiert und aufbereitet werden.

Der Teufel steckt IMO halt immer in der Auslegung. Am Beispiel des Gerüchts: Wenn der Artikel konkret darlegt, dass hier ein unbelegtes Gerücht aus dubioser Quelle wiedergegeben wird, dann ist ja alles korrekt. Ist damit der Richtigkeit genüge getan? Oder, wenn erhebliche Zweifel am Gerücht bestehen, hätte es erst gar nicht wiedergegeben werden dürfen?

In der Hinsicht finden sich selbstverständlich Dutzende Begriffe, die der eine so, der andere so verstehen wird. Was bedeutet zB "wir sind konstruktiv"? Unter konstruktiver Kritik würde ich ja verstehen, dass man gemeinsam an einer Lösung arbeitet. Das man nicht nur sagt, was eventuell problematisch ist, sondern auch direkt Wege aufzeigt, wie es besser ginge. Ist das damit gemeint? Oder geht es da eher um eine Sprachregelung im Sinne von: "Wir schreiben nicht 'Die Sprachausgabe ist Mist', sondern besser 'die Sprachausgabe könnte besser sein'"?

Sowas wird sich nur im Dialog konkretisieren lassen und einen Dialog hat die Redaktion ja angeboten.

Andre
Ich stimme dir in vielen Dingen durchaus zu, nur sollte ein Kodex doch Klarheit schaffen. Das würde beim Thema Richtigkeit eine Änderung der Layouts schon schaffen, also entweder die Richtigkeit auf Platz 1 oder eben die Liste mehr als Aufzählung umsetzen, also besser nicht mit 1-10. Aber auch beim Thema Jounalismus vs. Unterhaltung fehlt mir Klarheit. Ich würde auch sagen, dass diese zwei Themen sich nicht ausschliesen, nur wird ein Kodex gerade ja für die Fälle geschrieben in dennen unterschiedliche Interessen zu einem Konflikt kommen. Und auch deswegen sollte da halt mal klar stehen Wir sind/ sehen uns als Journalisten oder Unterhalter.
Ebenso ist es klar, dass man viele dieser Probleme auch durch Gespräche lösen kann und der Kodex nicht jeden Einzelfall abbilden kann, nur sollte er eben eine klare Marschrichtung vorgeben wenn alle Stricke reißen. Wenn in einem Kodex nur drin steht: Ja sollte ein Interessenskonflikt entstehen, dann diskutiert ihn aus, dann ist er halt unnütz, weil dann kann ich gleich zum Chef gehen oder wenn das nicht möglich ist stehe ich genauso dumm da wie vorher. Also wozu dann erstellen?

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Andre Peschke
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Andre Peschke » 1. Mai 2019, 11:58

Pestilence hat geschrieben:
1. Mai 2019, 07:30
Was mich mal interessieren würde ist, ob Clickbait wirklich die Nutzer verschreckt oder überhaupt zum klicken anregt. AAA-Spiele haben eine Zielgruppe von 14 bis 29-jährigen, hat jemand genauere Angaben darüber, wie diese Gruppe solche Überschriften empfindet?
Die GameStar sagt aber, sie hat einen Altersschnitt von 30 Jahren. Selbst wenn das AAA-Zielgruppe wäre, es wäre nicht die GS-Zielgruppe.

Zum Thema welchen Effekt Clickbait wirklich hat, empfehle ich unsere Themenwoche Online-Journalismus in der Rubrik Nachgeforscht.
Phazonis hat geschrieben:
1. Mai 2019, 10:42
Ich stimme dir in vielen Dingen durchaus zu, nur sollte ein Kodex doch Klarheit schaffen. Das würde beim Thema Richtigkeit eine Änderung der Layouts schon schaffen, also entweder die Richtigkeit auf Platz 1 oder eben die Liste mehr als Aufzählung umsetzen, also besser nicht mit 1-10.
Ich sag ja auch, das wäre besser. Ich finde nur, der Text ist dennoch eindeutig. In dem Sinne: Wenn die GS morgen sagen würde: "Ja, da haben wir die Richtigkeit mal hintangestellt, sieht man ja auch, die ist erst auf Rang 3", dann würde ich sehr eindeutig "Bullshit!" rufen. ^^
Phazonis hat geschrieben:
1. Mai 2019, 10:42
Und auch deswegen sollte da halt mal klar stehen Wir sind/ sehen uns als Journalisten oder Unterhalter.
Kann man fordern, aber wenn man die GS liest bleibt IMO auch hier absolut kein Zweifel, dass sie sich als Journalisten sehen. Der Begriff fällt ja durchgehend, überall. Das sie in einzelnen Formaten eher als Unterhalter auftreten, diese Rolle also nicht durchgehend immer einnehmen, sollte auch klar sein. Machen wir hier ja auch.
Phazonis hat geschrieben:
1. Mai 2019, 10:42
Wenn in einem Kodex nur drin steht: Ja sollte ein Interessenskonflikt entstehen, dann diskutiert ihn aus, dann ist er halt unnütz, weil dann kann ich gleich zum Chef gehen oder wenn das nicht möglich ist stehe ich genauso dumm da wie vorher. Also wozu dann erstellen?
Da stimme ich deiner Prämisse nicht zu. In dem Kodex steht eben schon vieles konkret drin. Er ist nicht so vage und nutzlos wie beschrieben. Deswegen sind hier ja einige sogar eher enttäuscht, wie konkret zB der Kodex benennt, dass die GameStar nicht 100% unabhängig agieren kann und will, ihr Selbstverständnis als jemand, der das Hobby Computerspiele vorwiegend aus einer positiven Perspektive begleiten will etc. Da packen sie eigentlich recht deutlich die Karten auf den Tisch, was ich erstmal löblich finde - unabhängig davon, ob das meine bevorzugte Ausrichtung als User ist. Könnte man hier und da noch eindeutiger sein? Klar. Aber ein Blick auf unsere Gesetze zeigt doch: Jeder noch so ausgeklügelte Versuch einen Sachverhalt umfassend zu regeln führt doch wieder zu Schlupflöchern, Benachteiligungen, Versäumnissen etc. Ein Kodex, bei dem 10 Leute alle exakt identische Vorstellungen von der konkreten Handlungsvorgabe der Regeln in jedem Einzelfall entwickeln, ist IMO ausgeschlossen.

Andre

Pestilence
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Pestilence » 1. Mai 2019, 12:37

Laut einer Aussage von Uwe Bassendowski, dem Managung Director von Sony Computer Entertainment Deutschland, aus dem Jahr 2014, ist die Zielgruppe der PlayStation in Europa mit 14 bis 28 deutlich älter als die in den USA, sie sei aber auch bis erweiterbar auf bis zu 35. Wenn die Gamestar sagt das ihre Zielgruppe bei 30 Jahren, dann sind sie quasi in der perfekten Mitte, zwischen der eigentlichen Hauptzielgruppe, bis zur maximal erweiterten. Ich bin mit meinen 38 Jahren da mittlerweile völlig raus, aber abseits des AAA-Marktes gibt es immer noch so unglaublich viele Spiele, dass ich immer noch Gamer bin. Nur besuche ich halt keine Gaming-Websites mehr, weil ich beim lesen selbst merke, dass das schon lange nicht mehr für mich geschrieben wurde und ich rege mich auch nicht über Mikrotransaktionen und Lootboxen in Vollpreisspielen auf, weil ich solche Spiele nicht mehr spiele, da sie mir einfach absolut keinen Spaß machen.

Hier übrigens die Quelle zur Aussage von Uwe Bassendowski.
https://www.gamersglobal.de/news/89677/ ... -italiener

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sleepnt
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von sleepnt » 1. Mai 2019, 14:47

Andre Peschke hat geschrieben:
1. Mai 2019, 11:58
Da stimme ich deiner Prämisse nicht zu. In dem Kodex steht eben schon vieles konkret drin. Er ist nicht so vage und nutzlos wie beschrieben. Deswegen sind hier ja einige sogar eher enttäuscht, wie konkret zB der Kodex benennt, dass die GameStar nicht 100% unabhängig agieren kann und will, ihr Selbstverständnis als jemand, der das Hobby Computerspiele vorwiegend aus einer positiven Perspektive begleiten will etc. Da packen sie eigentlich recht deutlich die Karten auf den Tisch, was ich erstmal löblich finde - unabhängig davon, ob das meine bevorzugte Ausrichtung als User ist.
Es ist ja auch ein schwieriger Spagat. Zum einen will man eine journalistische Neutralität wahren, zum anderen muss man der Industrie es so genehm machen, dass man die Vorab-Versionen erhält. Würden sie darauf pfeifen, könnten sie auf kurz oder lang nicht nehr releasenah Testberichte und Previews veröffentlichen, die aber viele bestimmt wollen. Da sind meiner Einschätzung nach Influencer mit ihren gekauften Meinungen wahrscheinlich eine Konkurenz...

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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von tidus89 » 7. Mai 2019, 19:34

Die Website hat mich aufgrund von Clickbait vollständig verloren. Mein Account ist schon lange gelöscht und wird es auch bleiben, außerdem vermeide ich die Seite beim "Surfen". Da die Zeitschrift für mich auch uninteressant geworden ist, verpasse ich zwar die Tests und manch eine gute Reportage - aber dafür gibt es ja andere Angebote.

Der Codex wird daran nichts ändern, so lange die Website das gleiche Modell fährt (wir machen, was ihr wollt - sprich - was sich gut klickt und nicht, was unserer Meinung nach wichtig ist) und die Community und deren Diskussionskultur sich nicht ändern. Und auch wenn sie behaupten kein Clickbait zu machen; ich sehe das anders. Da wäre zum Beispiel das Recyclen von News, damit doppelt geklickt wird. Überhaupt das Bombardement mit trivialsten News. Dann das Zerstückeln von Interviews oder Reporten, damit man "Content" für mehrere Tage hat und damit 5 mal geklickt wird, statt 1 mal. Auch die billigen Top 10 Listen u.Ä. sind für mich Clickbait, wenn da keine Mühe und kein echter Informationswert drin stecken, was leider vorkommt. Dann die als redaktioneller Inhalt getarnte Werbung auf der Homepage meist ganz oben. Gleiches Layout, gleiche Typografie, gleiches Aussehen wie ein Artikel, nur mit einer kleinen Unterschrift versehen, die es als Werbung kennzeichnet. Reicht mir nicht, weil ich es erst erkenne, wenn ich die Überschrift schon gelesen habe. Und was ist, wenn ich von der Google Suche aus auf den Werbetext stoße?

Einzig den Gamestar-Podcast höre ich mir hin und wieder an, dafür muss ich glücklicherweise auch nicht auf die Website.

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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Schlagerfreund » 7. Mai 2019, 22:19

Ich finde es auch nervig wenn da offensichtlich mal wieder ein Publisher die News Flatrate für sein Spiel gebucht hat. Da frage ich mich nur ist das wirklich so, oder ist das eher so eine Art vorauseilender Gehorsam? Aktuell habe ich den Eindruck das Borderlands 3 da die Flatrate gebucht hat.

Ansonsten finde ich die neue Homepage furchtbar und gerade was den Bereich Clickbait angeht ist der Kodex das Papier nicht Wert auf dem er sowieso nicht gedruckt ist.

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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Heretic » 8. Mai 2019, 11:33

Schlagerfreund hat geschrieben:
7. Mai 2019, 22:19
Ich finde es auch nervig wenn da offensichtlich mal wieder ein Publisher die News Flatrate für sein Spiel gebucht hat. Da frage ich mich nur ist das wirklich so, oder ist das eher so eine Art vorauseilender Gehorsam? Aktuell habe ich den Eindruck das Borderlands 3 da die Flatrate gebucht hat.
Nunja, das betrifft eigentlich immer angesagte Spiele, wie aktuell "Anno 1800", "Sekiro" oder eben "Borderlands 3" (und "Game of Thrones"! :mrgreen:). Insofern verwundert es mich nicht, dass zu solch angesagten Themen viele News rausgehauen werden. Ob man unbedingt darüber berichten muss, wenn z. B. ein Randy Pitchford angeblich Claptrap aufs Maul gehauen haben soll, steht natürlich auf einem anderen Blatt... ;)

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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von derFuchsi » 8. Mai 2019, 11:43

Ich frage mich generell was wohl der konkrete Anlass für diese Aktion war. Die letzten Quartalszahlen die eine bestimmte Schwelle unterschritten haben? Wir werden es wohl nicht mit Gewissheit erfahren.
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Herrmann » 8. Mai 2019, 13:11

derFuchsi hat geschrieben:
8. Mai 2019, 11:43
Ich frage mich generell was wohl der konkrete Anlass für diese Aktion war. Die letzten Quartalszahlen die eine bestimmte Schwelle unterschritten haben? Wir werden es wohl nicht mit Gewissheit erfahren.
Im Podcast meinte Heiko es sein eine Frage von Sandro gewesen, auf was er sich als Redaktionsleiter bei Entscheidungen stützen könne.

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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Sakesleg » 14. Mai 2019, 16:02

https://www.gamestar.de/artikel/game-of ... 43973.html

Ich glaube diese 'News' ist das neue Low. Was für ein Saftladen.

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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Desotho » 14. Mai 2019, 16:23

Du hast es geklickt und quasi viral verbreitet. :)
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von derFuchsi » 14. Mai 2019, 16:38

Ja du bist Teil des Problems! :D
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Lurtz » 14. Mai 2019, 16:40

Tja das mit dem Clickbait. Erst die Tage folgende Headline gelesen:
Age of Wonders 3 wird bis Samstag verschenkt - Wir zeigen euch, wo

Im Humble Store hätte wohl nicht in den Titel gepasst. Und das sogar von einem festen Redaktionsmitglied, keinem freien Autor. Papier ist geduldig...

Aber Gamepro ist was Clickbait angeht viel drastischer. Da fragt man sich wie der gleiche Chefredakteur das auf der einen Seite verurteilen und auf der anderen mit gleichem Branding offensichtlich tolerieren kann.
Sakesleg hat geschrieben:
14. Mai 2019, 16:02
https://www.gamestar.de/artikel/game-of ... 43973.html

Ich glaube diese 'News' ist das neue Low. Was für ein Saftladen.
Diese Social Media Zusammenstellungen gibt es doch schon länger.

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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Soulaire » 14. Mai 2019, 21:16

gehe auf deren Seite und das ist die erste News die ich sehe
https://www.gamestar.de/artikel/keine-t ... 43977.html

Qualitätsjournalismus.

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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von derFuchsi » 20. Mai 2019, 13:47

Hole gerade die eine oder andere Plus-Folge vom Gamestar Podcast nach. Diese hier ist eine interessante Ergänzung zur Kodex-Diskussion bzw der Frage wo sich Gamestar im Spiele-Journalismus einordnet und den Unterschied zu früher.
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Schlagerfreund » 20. Mai 2019, 14:00

Soulaire hat geschrieben:
14. Mai 2019, 21:16
gehe auf deren Seite und das ist die erste News die ich sehe
https://www.gamestar.de/artikel/keine-t ... 43977.html

Qualitätsjournalismus.
Geht doch noch. Aktuell gibts ja auch eine "News" die eigentlich nur Werbung für den Fortnite Store macht. Allerdings nicht als Anzeige gekennzeichnet die sich ist.

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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Leonard Zelig » 25. Mai 2019, 09:27

Für die Gamepro scheint der Kodex nicht zu gelten:
https://medienbiene.com/2019/05/11/jour ... -gereicht/
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

www.gamersglobal.de

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