Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

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Jahnu
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Jahnu »

Ich weiß mittlerweile gar nicht mehr, was bei Gamestar Werbung ist und was nicht. Bei Youtube wurde mir ein GS-Video zum aktuellen Stand von Sea of Thieves vorgeschlagen, das interessierte mich. Klick. Dann hörte ich zuerst eine mir unbekannte Youtuberin, ab 0:34 aber sprach Christian Fritz Schneider Werbung für den GamePass ein. Jetzt hielt ich das ganze Video für Werbung (und ärgerte mich), der Titel "So wurde SEA OF THIEVES bis 2020 immer besser" passte auch genau ins Bild, zumal stand in der Videobeschreibung etwas von Werbung. Bei näherem Hinsehen war das vielleicht nur ein Werbeclip in einem redaktionellen (?) Video und die "Werbung" in der Videobeschreibung bezog sich auf dortige Links. Aber sicher bin ich mir dabei nicht, weil mein Vertrauen in die Marke Gamestar über die Jahre konsequent gegen 0 geht.Das Video habe ich jedenfalls abgebrochen.
https://www.youtube.com/watch?v=buvJC70Fw6I&t=117s

Das ist echt schade, im Plusbereich fand ich gestern Elenas Vogel-Dating-Sim-Bericht [sic] sehr unterhaltsam. Aber muss ich mich ständig ärgern lassen, wenn ich mit einem Produkt zu tun habe, für das ich bezahle? Es ist mir inzwischen ein bisschen peinlich geworden, noch Plus zu haben und die Gamestar anzusurfen.

Herrmann
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Herrmann »

Heretic hat geschrieben:
7. Mai 2020, 13:05
Als ich das hier gerade gelesen habe...

Snowrunner: 8 hilfreiche Dinge, die ihr wissen solltet

...konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. :mrgreen:
Selbst der Chef-Red. macht sich "drüber Lustig":
"Super Tipps! Die besten, die ich jemals gelesen habe in meinem gesamten Leben! Sehr hilfreich, das alles. Klingt für mich nach Wissen aus erster Hand!"

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Heretic
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Heretic »

Jahnu hat geschrieben:
7. Mai 2020, 13:36
Ich weiß mittlerweile gar nicht mehr, was bei Gamestar Werbung ist und was nicht. Bei Youtube wurde mir ein GS-Video zum aktuellen Stand von Sea of Thieves vorgeschlagen, das interessierte mich. Klick. Dann hörte ich zuerst eine mir unbekannte Youtuberin, ab 0:34 aber sprach Christian Fritz Schneider Werbung für den GamePass ein. Jetzt hielt ich das ganze Video für Werbung (und ärgerte mich), der Titel "So wurde SEA OF THIEVES bis 2020 immer besser" passte auch genau ins Bild, zumal stand in der Videobeschreibung etwas von Werbung. Bei näherem Hinsehen war das vielleicht nur ein Werbeclip in einem redaktionellen (?) Video und die "Werbung" in der Videobeschreibung bezog sich auf dortige Links.
Ich glaube, das mit der Werbung bezieht sich nur auf das Game Pass-Angebot. Ansonsten finde ich es nicht verwerflich, ein Video von einer (mir ebenfalls unbekannten) Youtuberin machen zu lassen, die sich anscheinend wesentlich länger als jeder GS-Redakteur mit dem Spiel beschäftigt hat. Gerade bei zeitintensiven Onlinespielen macht das imo sogar Sinn. Die Qualität dieses speziellen Videos kann ich aber nicht beurteilen, da ich an "Sea of Thieves" überhaupt kein Interesse habe und dementsprechend nur kurz reingeschaut habe.

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Asphyx
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Asphyx »

Jahnu hat geschrieben:
7. Mai 2020, 13:36
Ich weiß mittlerweile gar nicht mehr, was bei Gamestar Werbung ist und was nicht. Bei Youtube wurde mir ein GS-Video zum aktuellen Stand von Sea of Thieves vorgeschlagen, das interessierte mich. Klick. Dann hörte ich zuerst eine mir unbekannte Youtuberin, ab 0:34 aber sprach Christian Fritz Schneider Werbung für den GamePass ein. Jetzt hielt ich das ganze Video für Werbung (und ärgerte mich), der Titel "So wurde SEA OF THIEVES bis 2020 immer besser" passte auch genau ins Bild, zumal stand in der Videobeschreibung etwas von Werbung. Bei näherem Hinsehen war das vielleicht nur ein Werbeclip in einem redaktionellen (?) Video und die "Werbung" in der Videobeschreibung bezog sich auf dortige Links. Aber sicher bin ich mir dabei nicht, weil mein Vertrauen in die Marke Gamestar über die Jahre konsequent gegen 0 geht.
Da war doch neulich auch irgendwas mit Bethesda-Videos zu Doom Eternal, die Michi Obermeier gemacht hat oder so. Ich hab das nicht im Detail verfolgt, vielleicht kann bzw. mag da irgendjemand Details ergänzen, der tiefer in der Materie steckt. Was mir aber erinnerlich ist, war als Reaktion die Aussage, bei GS würden Redaktionelles und Werbung strikt getrennt, und für diese Videos wäre Michael in seiner Eigenschaft als Video-Editor (oder so) und nicht im Namen der GS angeheuert worden. Und da dachte ich halt auch so: "Das ist, wie wenn Scarlett Johannson Werbung für Kosmetik in ihrer Eigenschaft als Frau mit Hautproblemen und nicht als Filmstar macht..." Das kann man schon so argumentieren, aber es wirkt doch etwas blauäugig auf mich...

meieiro
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von meieiro »

Asphyx hat geschrieben:
7. Mai 2020, 14:54
Jahnu hat geschrieben:
7. Mai 2020, 13:36
Ich weiß mittlerweile gar nicht mehr, was bei Gamestar Werbung ist und was nicht. Bei Youtube wurde mir ein GS-Video zum aktuellen Stand von Sea of Thieves vorgeschlagen, das interessierte mich. Klick. Dann hörte ich zuerst eine mir unbekannte Youtuberin, ab 0:34 aber sprach Christian Fritz Schneider Werbung für den GamePass ein. Jetzt hielt ich das ganze Video für Werbung (und ärgerte mich), der Titel "So wurde SEA OF THIEVES bis 2020 immer besser" passte auch genau ins Bild, zumal stand in der Videobeschreibung etwas von Werbung. Bei näherem Hinsehen war das vielleicht nur ein Werbeclip in einem redaktionellen (?) Video und die "Werbung" in der Videobeschreibung bezog sich auf dortige Links. Aber sicher bin ich mir dabei nicht, weil mein Vertrauen in die Marke Gamestar über die Jahre konsequent gegen 0 geht.
Da war doch neulich auch irgendwas mit Bethesda-Videos zu Doom Eternal, die Michi Obermeier gemacht hat oder so. Ich hab das nicht im Detail verfolgt, vielleicht kann bzw. mag da irgendjemand Details ergänzen, der tiefer in der Materie steckt. Was mir aber erinnerlich ist, war als Reaktion die Aussage, bei GS würden Redaktionelles und Werbung strikt getrennt, und für diese Videos wäre Michael in seiner Eigenschaft als Video-Editor (oder so) und nicht im Namen der GS angeheuert worden. Und da dachte ich halt auch so: "Das ist, wie wenn Scarlett Johannson Werbung für Kosmetik in ihrer Eigenschaft als Frau mit Hautproblemen und nicht als Filmstar macht..." Das kann man schon so argumentieren, aber es wirkt doch etwas blauäugig auf mich...
Also ich kenn jetzt die Videos nicht. Aber wenn hier Michi Obermeier von Bethesda angeheurt wurde, um irgendwelche Videos zu machen, die mit Gamestar nichts zu tun haben, dann seh ich da nichts verwerfliches daran.

Jahnu
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Jahnu »

meieiro hat geschrieben:
7. Mai 2020, 15:41
Also ich kenn jetzt die Videos nicht. Aber wenn hier Michi Obermeier von Bethesda angeheurt wurde, um irgendwelche Videos zu machen, die mit Gamestar nichts zu tun haben, dann seh ich da nichts verwerfliches daran.
So war es nicht: Bethesda hat Gamestar bezahlt, damit Gamestarjournalist Michael Obermeier ein Werbevideo bzw. mehrere Videos für den Youtubekanal von Gamestar produziert, und zwar kurz vor Veröffentlichung von Doom Eternal.
https://www.youtube.com/watch?v=Mj1lIl6soYI

Das ist vor allem hart für Dimitry Halley, den ich wirklich gerne im Podcast höre und der der beste Journalist der Welt sein und den allerbesten Text schreiben könnte, aber ich habe seinen Gamestar-Test von Doom Eternal nicht mal gelesen, weil ich den Test in dieser Umgebung nicht ernstnehmen kann.
https://www.gamestar.de/artikel/doom-et ... 55543.html

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Asphyx
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Asphyx »

Jahnu hat geschrieben:
7. Mai 2020, 16:17
So war es nicht: Bethesda hat Gamestar bezahlt, damit Gamestarjournalist Michael Obermeier ein Werbevideo bzw. mehrere Videos für den Youtubekanal von Gamestar produziert, und zwar kurz vor Veröffentlichung von Doom Eternal.
https://www.youtube.com/watch?v=Mj1lIl6soYI
Wen Bethesda bezahlt hat, weiß ich nicht, und auch nicht, für wessen Kanal. Aber auch wenn es Michi selbst war und das Video für Bethesdas eigene Kanäle gewesen sein sollte, ist der Punkt doch der, dass Michi sehr vielen Gamern im deutschen Sprachraum eben vornehmlich als GS-Redakteur bekannt sein dürfte. Wenn man also ausgerechnet ihn dafür anheuert, dann schwingt diese Bekanntheit ganz von selbst mit, und wer denkt, dass das Bethesda (und auch der Gamestar) nicht bewusst war, ist in meinen Augen ziemlich naiv. Exakt da liegt mein Vorwurf begründet, und genau darum finde ich auch die Rechtfertigung seitens Gamestar so fadenscheinig.

Wie ich damals schon im Kommentarthread auf GS geschrieben habe: hätte Michael Videos für eine Schuhfirma, ein Duschbad oder Mineralwasser gemacht, hätte ich damit kein Problem. Aber wenn ein Spieleredakteur ausgerechnet für einen Publisher tätig wird, dann darf man sich hinterher nicht wundern, wenn das die eigene und die Glaubwürdigkeit des Magazins als Ganzes ankratzt...

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Lurtz
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Lurtz »

Jahnu hat geschrieben:
7. Mai 2020, 13:36
Das ist echt schade, im Plusbereich fand ich gestern Elenas Vogel-Dating-Sim-Bericht [sic] sehr unterhaltsam. Aber muss ich mich ständig ärgern lassen, wenn ich mit einem Produkt zu tun habe, für das ich bezahle? Es ist mir inzwischen ein bisschen peinlich geworden, noch Plus zu haben und die Gamestar anzusurfen.
Mir fehlt da auch immer mehr die Klarheit. Hier ist das laut Gamestar kein Problem, da Fritz in dem Kontext ja Video Host ist und kein Redakteur. Damit darf er auch Werbung direkt einsprechen...
Aber auch da kann man es den Kunden IMO nicht verdenken, wenn sie durcheinander kommen und zunehmend Dinge in Frage stellen. Bspw. sind News laut Chefredaktion ja ebenfalls journalistische Inhalte, nur für eine andere Zielgruppe. Nun schreiben aber neben Redakteuren auch andere Mitarbeiter wie die Community-Managerin News. Also ist es dann noch ein journalistisches Format oder nicht?
Darf Fritz jetzt gar nicht mehr testen oder wechseln die Mitarbeiter ihre Funktion je nach Kontext, in dem sie gerade eingesetzt werden? Das verschwimmt halt irgendwann alles total, dann kommen noch Fehler und Versehen hinzu und am Ende stirbt die Glaubwürdigkeit.

Deshalb kenne ich den Gedanken mit dem "Schämen" für das Plus-Abo durchaus und ich bin auch alle paar Monate am Überlegen es doch mal zu kündigen. Während mir der Gedanke bei The Pod zB gar nicht kommt, weil die Grenzen da durchweg klarer sind und Dinge wie das Spiderman-Review mit dem Key vom PRler wirklich als Ausnahmen, die die Regel bestätigen, und nicht entkräften, daherkommen.

vicsbier
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von vicsbier »

Wenn die GameStar zum Hyper-Hyper-No-Brainer-Without-Information-Overkill wird, muss man das Magazin wechseln. Da schätze ich GamersGlobal, da diskutiert man mglw mal etwas härter mit dem Chefredakteur, aber ansonsten ist es eine ältere, gebildete, reflektierende und sehr freundliche Community. Die drei dort + die freien Redakteure machen m.E. einen guten und reflektierten Job.

Mein Plus bei der GS habe ich bereits im letzten Jahr gekündigt.

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Jon Zen
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Jon Zen »

Lurtz hat geschrieben:
7. Mai 2020, 17:04
Mir fehlt da auch immer mehr die Klarheit. Hier ist das laut Gamestar kein Problem, da Fritz in dem Kontext ja Video Host ist und kein Redakteur. Damit darf er auch Werbung direkt einsprechen...
Aber auch da kann man es den Kunden IMO nicht verdenken, wenn sie durcheinander kommen und zunehmend Dinge in Frage stellen. Bspw. sind News laut Chefredaktion ja ebenfalls journalistische Inhalte, nur für eine andere Zielgruppe. Nun schreiben aber neben Redakteuren auch andere Mitarbeiter wie die Community-Managerin News. Also ist es dann noch ein journalistisches Format oder nicht?
Darf Fritz jetzt gar nicht mehr testen oder wechseln die Mitarbeiter ihre Funktion je nach Kontext, in dem sie gerade eingesetzt werden? Das verschwimmt halt irgendwann alles total, dann kommen noch Fehler und Versehen hinzu und am Ende stirbt die Glaubwürdigkeit.

Ähnlich war es zuletzt beim Video zu DCS World (https://youtu.be/_eMzE4f89rQ), bei dem mir selbst beim Schauen des Videos nicht klar wurde, ob es ein gesponsertes Video ist, oder ob die Gamestar "nur" über die angeworbenen Käufer Geld verdient.
Nichtsdestotrotz hat der interviewte Youtuber Ahnung vom Spiel und kann es gut in Worte fassen. Leider mit fahlen Beigeschmack, dass es Werbung ist, obwohl die Gamestar fast den gleichen Beitrag auch ohne Werbung hätte bringen können.
Das Video hat auch über 300.000 Klicks, wodurch es keinen zusätzlichen finanziellen Anreiz brauchen sollte, über das Spiel zu berichten?!

Heute habe ich mich geärgert, als ich diese Überschrift unter "Aktuell" las: "Das vergessene Age of Empires ist wieder online (Plus Archiv)"
Ich mag behaupten, dass die wenigsten wissen, dass damit ein Artikel über
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Age of Empires Online --> dann sieht man auch den "Wortwitz" in der Überschrift
gemeint ist. Mit der Hoffnung, dass es
SpoilerShow
Age of Mythologie
ist, klickte ich darauf. Das Spiel, um das es aber ging, hat mich nie - auch nur für eine Sekunde - interessiert und mit der falsch erweckten Hoffnung, jegliches potentielle Interesse am Artikel zerstört.
Zuletzt geändert von Jon Zen am 7. Mai 2020, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Soulaire
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Soulaire »

Gamepro:"Assassin's Creed Valhalla: Xbox Series-Gameplay ist der Wahnsinn" https://www.gamepro.de/artikel/assassin ... 57490.html
:D :D welches Gameplay haben die gesehen?
und dann sich wundern wenn man sie als "korrupt" bezeichnet.

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Jon Zen
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Jon Zen »

Die Überschrift zum Plus Review der Gamestar zum CnC Remaster, hätte der EA Marketing Chef auch nicht besser für Deutschland formulieren können:
Command & Conquer Remastered Preview: Keine Schnitte, keine Kompromisse

https://www.gamestar.de/artikel/command ... 57084.html
https://steamcommunity.com/id/Jon-Zen/ | Unsere Biervorräte schwinden dahin, Sire!

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Soulaire
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Soulaire »

Soulaire hat geschrieben:
7. Mai 2020, 17:55
Gamepro:"Assassin's Creed Valhalla: Xbox Series-Gameplay ist der Wahnsinn" https://www.gamepro.de/artikel/assassin ... 57490.html
:D :D welches Gameplay haben die gesehen?
und dann sich wundern wenn man sie als "korrupt" bezeichnet.
und jetzt haben sie es in "Assassin's Creed Valhalla: Xbox Series-Gameplay zeigt etliche Details" geändert. was aber auch nicht stimmt. es ist wirklich nur noch zum Lachen :lol:

lolaldanee
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von lolaldanee »

Jon Zen hat geschrieben:
7. Mai 2020, 17:52
Heute habe ich mich geärgert, als ich diese Überschrift unter "Aktuell" las: "Das vergessene Age of Empires ist wieder online (Plus Archiv)"
Ich mag behaupten, dass die wenigsten wissen, dass damit ein Artikel über
SpoilerShow
Age of Empires Online --> dann sieht man auch den "Wortwitz" in der Überschrift
gemeint ist. Mit der Hoffnung, dass es
SpoilerShow
Age of Mythologie
ist, klickte ich darauf. Das Spiel, um das es aber ging, hat mich nie - auch nur für eine Sekunde - interessiert und mit der falsch erweckten Hoffnung, jegliches potentielle Interesse am Artikel zerstört.
Hm, genau das fand ich eine der besten News die GameStar in den letzen Jahren gebracht hat :P Ich hätte sonst nie erfahren, dass es ein Age of Empires Online Fanprojekt gibt
:romance-lovegoddess:
In diesem Fall hat die Überschrift auch nicht gelogen, Age of Empires Online war vergessen :P Ganz im Gegensatz zu Age of Mythology, das selbstverständlich von allen geistig gesunden Menschen in allerhösten Ehren als eines der besten Spiele aller Zeiten gehalten wird :mrgreen:

Klar, man hätte das auch "Age of Empires Online wieder online" nennen können, aber ein KLEINES bisschen Aufmerksamkeitsheischerei sei ihnen am Ende dann doch gegönnt, wenn es sich in solchem Rahmen hällt, und sich dahinter eine so berichtenswerter Sache verbirgt :)


Die oben beschrieben Werbevideos sind ein journalistischer Offenbarungseid, dazu gibt es wirklich nicht mehr zu sagen als: :doh:

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Asphyx
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Asphyx »

Mir ist heute der Essay von Peter Bathke über den angekündigten Siedlungsbau im Plus-Bereich sauer aufgestoßen. Über den ist meines Wissens noch nicht viel offiziell bekannt, außer dass es ihn geben wird, und laut Ubisoft wird er natürlich total super und wichtig und hastenichgesehen. Der Artikel wimmelt vor Formulierungen wie:
"Ich war mir aber bereits bei der Ankündigung sicher, dass Rollenspieler Valhalla für das Bau-Feature feiern werden."
"Ein Held mit Heim wirkt in den Augen des Spielers glaubwürdiger."
"Leute lieben es aus gutem Grund, in Minecraft ihr ganz persönliches Schloss zu bauen, sie feiern Housing-Features in MMOs und verbringen Stunden damit, die perfekte Inneneinrichtung für ihr Skyrim-Haus zu finden."
"Wir lieben das Gefühl, am Feierabend oder nach einer langen Reise nach Hause zu kommen ebenso, wie wenn wir mit Ezio von einer Mission zurück in die Villa Monterrigioni kommen oder bei Red Dead Redemption 2 unsere Gang im Lager besuchen. "

Mit anderen Worten, da wird pauschalisiert auf Teufel komm raus, im Namen "der Rollenspieler", "der Spieler", "der Leute" oder von "uns" gesprochen, ohne jegliche Einschränkung durch Worte wie "viele" oder "manche" oder "Spielertypen wie ich". Da wird davon fabuliert, wie beglückend es sei, sein eigenes Heim zu verschönern (man glaubt fast, Peter steht dann ne halbe Stunde vor seinem Dorf und bewundert selig seine neuen Viehtränken), und dass man ja einen bleibenden Fußabdruck in der Spielwelt hinterlassen würde (obwohl vermutlich auch in Valhalla bis auf geskriptete Events nie ein NPC diese Siedlungen betreten wird). Und ja, es werden auch mögliche Risken erwähnt, aber unterm Strich bleibt das Gefühl, Peter freut sich drauf und Ubisoft wird das schon gut hinkriegen.

Nun bin ich aber ein Spielertyp, dem Siedlungsbau am Arsch vorbeigeht, insbesondere, wenn diese Siedlung bloß als Questhub fungiert, in den ich immer wieder zurückgezwungen werde. Oder wenn der Ausbau Unmengen an zu ergrindenden (und anderswo dringend gebrauchten) Rohstoffen erfordert. Oder wenn dieser Ausbau lediglich ein Gating für freizuschaltende Komfortfeatures fungiert (wie in RDR2). Oder wenn ich mein "Heim" nach kurzer Zeit nie wieder betrete (wie in Skyrim), weil es da rein gar nichts Interessantes zu tun gibt und ich mich halt nicht an irgendwelchen Rüstungsteilen an der Wand aufgeilen kann, die bloß deshalb da hängen, weil ich sie nicht brauchen kann. Das muss natürlich Peters Meinung nicht beeinflussen, aber der Essay klingt halt, as gäbe es solche Leute wie mich gar nicht.

Nun enthält der Artikel gerade genug Einschränkungen bezüglich möglicher Probleme, um nicht völlig in Hype abzudriften, und er ist clevererweise als Essay bzw. Meinung gekennzeichnet, wodurch es möglich wird, ihn damit als persönliche Einzelmeinung zu verteidigen. Aber Formulierungen wie die oben genannten sind nun mal keine Meinungen, es sind Tatsachenbehauptungen, und die haben in einem opinion piece nichts verloren, wenn sie nicht belegbar sind. Und ein Satz wie "Und so wird Valhalla dann auch alles dafür tun, dass ihr diese Aufbruchstimmung beim Besuch eures Dorfs verspürt" schon gar nicht, das ist m.E. pures PR-Gesülze und Mutmaßung. Zudem beruhen Peters Einschätzungen nicht auf persönlichen Spielerfahrungen, sondern bestenfalls auf einem Trailer und Ubisofts Marketingbehauptungen. Und damit hab ich halt ein Problem.

Es tut mir ja leid, Ellie, Dimi et al., wenn das für Eure Ohren wie GS-Bashing klingt, aber ihr (respektive euer Magazin) macht es einem halt auch zu einfach, ständig neue Kritikpunkte zu finden.

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Asphyx
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Asphyx »

Soulaire hat geschrieben:
7. Mai 2020, 18:06
Soulaire hat geschrieben:
7. Mai 2020, 17:55
Gamepro:"Assassin's Creed Valhalla: Xbox Series-Gameplay ist der Wahnsinn" https://www.gamepro.de/artikel/assassin ... 57490.html
:D :D welches Gameplay haben die gesehen?
und dann sich wundern wenn man sie als "korrupt" bezeichnet.
und jetzt haben sie es in "Assassin's Creed Valhalla: Xbox Series-Gameplay zeigt etliche Details" geändert. was aber auch nicht stimmt. es ist wirklich nur noch zum Lachen :lol:
Der von mir erwähnte Artikel von Peter Bathke hieß auf der Startseite auch zuerst "Essay", jetzt heißt er "Meinung", was immerhin ein bisschen besser ist. Dafür ist die Headline auf der Startseite jetzt "Meinung: Der Siedlungsausbau ist das Schlüssel-Feature für Rollenspieler", und auch DAS würde ich mal dezent hinterfragen wollen. Mal abgesehen davon, dass bestimmt nicht jeder AC-Fan im klassischen Sinne ein Rollenspieler ist...und es - wenn schon - "wird" oder "könnte werden" heißen müsste, und nicht IST.

imanzuel
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von imanzuel »

Asphyx hat geschrieben:
7. Mai 2020, 18:28
Mir ist heute der Essay von Peter Bathke über den angekündigten Siedlungsbau im Plus-Bereich sauer aufgestoßen.
Danke für diesen Text. Es wird ja mehrfach behauptet (hier teilweise auch) dass es im Plus-Bereich bei der GameStar noch eine hohe Qualität gibt. Genau dein Beispiel zeigt mir aber, dass sich der bezahlte Content anscheinend nicht wirklich vom News-Bereich unterscheidet. Ja das ist nur ein Beispiel, aber das reicht mir ehrlich gesagt schon. Diese "wir müssen hypen, egal wie"-Einstellung, dafür zu zahlen schmerzt einfach innerlich.
Notiz für mich
2021: 1. DSP 9/10 2. LN2 7/10 3. Valheim 5/10 4. Medium 1/10

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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Asphyx »

Alter, der Schwachsinn kommt mittlerweile im Minutentakt. Jetzt gibt es einen Artikel namens "Der Gameplay-Trailer zu AC Valhalla kommt nicht gut an". Darin verlinkt ist der erwähnte Trailer - der nicht eine Sekunde tatsächliches Gameplay zeigt. Stattdessen ist es ein - zugegeben geil inszenierter - Cinematic-Trailer, der (vermutliche) Gameplay-Elemente zeigt. Weiter unten im Artikel wird dann erklärt, dass genau das auch der Kritikpunkt der unzufriedenen Fans ist - was selbstverständlich die Gamestar nicht hindert, in der Überschrift glasklar von einem "Gameplay-Trailer" zu sprechen. Und dann wundern sie sich, wenn man ihnen Clickbait unterstellt. Ja warum denn bloß...? *facepalm*

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Soulaire
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Soulaire »

Soulaire hat geschrieben:
7. Mai 2020, 18:06
Soulaire hat geschrieben:
7. Mai 2020, 17:55
Gamepro:"Assassin's Creed Valhalla: Xbox Series-Gameplay ist der Wahnsinn" https://www.gamepro.de/artikel/assassin ... 57490.html
:D :D welches Gameplay haben die gesehen?
und dann sich wundern wenn man sie als "korrupt" bezeichnet.
und jetzt haben sie es in "Assassin's Creed Valhalla: Xbox Series-Gameplay zeigt etliche Details" geändert. was aber auch nicht stimmt. es ist wirklich nur noch zum Lachen :lol:
und jetzt steht nicht im Artikel selbst das Wort "Gameplay" mehr, aber dafür auf der Hauptseite. Es wäre wirklich witzig, wenn es nicht so traurig wäre. :doh:

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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Asphyx »

Soulaire hat geschrieben:
7. Mai 2020, 18:45
Es wäre wirklich witzig, wenn es nicht so traurig wäre. :doh:
Truth.

Das Ding ist halt: niemand hindert Gamestar oder Gamepro, auf Fehler aufmerksam zu werden oder auf Kritik zu reagieren. Bloß würde ich mir von "kritischem" "Qualitätsjournalismus" eben erwarten, dass man auf sowas VORHER aufmerksam wird. Umso mehr, wenn z.B. Michael Graf in seinem weiter oben verlinkten Video "Was ist journalistische Qualität" (von 2018!!) selbst betont, dass Newsmeldungen gegengelesen werden, ehe sie online gehen.

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