Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

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Jon Zen
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Jon Zen »

Rince81 hat geschrieben:
25. Jun 2020, 21:53
Jon Zen hat geschrieben:
25. Jun 2020, 20:07
Der Vorteil, den eine lange Preview bietet, ist dass weniger Pauschalaussagen getroffen werden müssen und differenzierter einzelne Spielaspekte betrachtet werden können.
Nein - im Gegenteil. Das bezieht sich jetzt weniger auf die Gamestar, sondern auf CD Projekt, die ziehen anscheinend 1:1 ihre Witcher 3 Marketingkampagne durch und die Spielepresse lässt sich wie üblich dankbar dafür einspannen, es bringt ihnen schließlich auch Leser.

Je länger und detaillierter so eine Preview Grafik, Sound und Gameplay beschreibt - selbst wenn es noch so objektiv ist, desto mehr Kopfkino findet beim Leser statt, der sich das Spiel für sich vorstellt - so legt man ein paar weitere Kohlen in den Hypetrain und die Wunschmaschine läuft weiter. Es ist doch völlig absurd, wir haben 2020 und die Gamestar feiert sich dafür einen vierstündiges Anspielevent eines audiovisuellen Mediums mit 15.000 Wörtern in Textform zu beschreiben. Das ist toll für CD Projekt, soviel Werbung kostet sonst Geld, das ist toll für die Gamestar weil es bringt potenziell Leser und der Doofe bei der Aktion ist der interessierte Kunde, der noch unwürdig ist das sehen zu dürfen...
Wer sich ein 15.000 Wörter Preview zu einem Spiel durchliest, hat doch schon längst die Kaufentscheidung getroffen. :) Als Werbung ist eine solche Wall of Text viel zu abschreckend.
Der Leser möchte alles zu dem Spiel wissen und ist bereit für eine gewisse journalistische Objektivität & Distanz Geld dafür bezahlen (via Gamestar Plus).

Dass andere Plus User das nicht mögen, ist verständlich, mich interessieren generell die wenigsten Plus Artikel.

Edit: Die "Mega Preview" ist vergleichsweise sehr kodextreu (vgl.: https://www.gamestar.de/artikel/wer-wir ... 43279.html).
Besonders die Punkte 1,2 & 10 im Bereich der journalistischen Qualität treffen auf den Artikel zu und im Absatz zu Plus steht, dass es "hochdetaillierte Previews" geben wird.
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Textsortenlinguistik
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Textsortenlinguistik »

Lurtz hat geschrieben:
25. Jun 2020, 23:17
Du siehst es also nicht als zweifelhaft an praktisch unbegrenzte Aussagen aus vier Stunden spielbaren Material, den absoluten Spieleinstieg, zu generieren? Schon die Überschrift "Alles, wirklich alles über Cyberpunk 2077" ist in dem Sinne völlig irreführend.
Ich habe den Artikel selbst nicht gelesen, zu der inhaltlichen Qualität kann ich kein Urteil fällen. Ich fand lediglich das Argument über das Verhältnis von Spiel- und Lesezeit aus der Luft gegriffen. Man kann über viel weniger Umfangreiches viel mehr schreiben.

Wenn der Autor etwas zu sagen hat, analysiert, einordnet und kritisiert, dann darf das gerne 15 Seiten füllen. Ob das hier der Fall ist, kann ich nicht bewerten. Ich hab mich nur am Argument "Ein Text darf nicht länger als sein Gegenstand sein" gestört. Das ist alles :)
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Andre Peschke
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Andre Peschke »

Textsortenlinguistik hat geschrieben:
26. Jun 2020, 08:50
Lurtz hat geschrieben:
25. Jun 2020, 23:17
Du siehst es also nicht als zweifelhaft an praktisch unbegrenzte Aussagen aus vier Stunden spielbaren Material, den absoluten Spieleinstieg, zu generieren? Schon die Überschrift "Alles, wirklich alles über Cyberpunk 2077" ist in dem Sinne völlig irreführend.
Ich habe den Artikel selbst nicht gelesen, zu der inhaltlichen Qualität kann ich kein Urteil fällen. Ich fand lediglich das Argument über das Verhältnis von Spiel- und Lesezeit aus der Luft gegriffen. Man kann über viel weniger Umfangreiches viel mehr schreiben.
Wir generieren ja in En Detail mitunter 2 Std. Podcast aus einer Stunde Spieleinstieg.

Ich hab mal den Beitrag überflogen und finde da erstmal nix problematisches. Wird die Cyberpunk-Kuh da gemolken bis zum letzten Tropfen? Vermutlich. Aber ist dafür auch Bedarf vorhanden beim Publikum: Ich schätze schon. Immerhin schien der Beitrag erstmal mit einer Aufzählung all dessen zu starten, was man früher mal versprochen und inzwischen wieder gestrichen hat. Erschien auch nicht als pure Lobeshymne.

Die kritisierte Überschrift finde ich nicht irreführend. Insbesondere inkl. der Sub-Headlines ist klar, dass man nur die Gründlichkeit der eigenen Aufarbeitung hervorheben will und nicht wirklich behaupten will, hier würde nun "alles" enthüllt.

Ich glaube, das ist eher eine "welche Ansprüche hätte ich an Plus"-Diskussion, aber nicht eine "hier wurde der selbstverordnete Kodex verfehlt"-Diskussion.

Andre

Floki
Beiträge: 188
Registriert: 25. Dez 2019, 15:41

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Floki »

Andre Peschke hat geschrieben:
26. Jun 2020, 09:18
Textsortenlinguistik hat geschrieben:
26. Jun 2020, 08:50
Lurtz hat geschrieben:
25. Jun 2020, 23:17
Du siehst es also nicht als zweifelhaft an praktisch unbegrenzte Aussagen aus vier Stunden spielbaren Material, den absoluten Spieleinstieg, zu generieren? Schon die Überschrift "Alles, wirklich alles über Cyberpunk 2077" ist in dem Sinne völlig irreführend.
Ich habe den Artikel selbst nicht gelesen, zu der inhaltlichen Qualität kann ich kein Urteil fällen. Ich fand lediglich das Argument über das Verhältnis von Spiel- und Lesezeit aus der Luft gegriffen. Man kann über viel weniger Umfangreiches viel mehr schreiben.
(...)
Ich hab mal den Beitrag überflogen und finde da erstmal nix problematisches. Wird die Cyberpunk-Kuh da gemolken bis zum letzten Tropfen? Vermutlich. Aber ist dafür auch Bedarf vorhanden beim Publikum: Ich schätze schon. Immerhin schien der Beitrag erstmal mit einer Aufzählung all dessen zu starten, was man früher mal versprochen und inzwischen wieder gestrichen hat. Erschien auch nicht als pure Lobeshymne.
(...)
Sehe ich auch so. Kuh melken und nach Milch dürstende Leute. Win/win. Darauf lässt sich doch abstrakt betrachtet vieles in der Dikussion zurückführen. Leute können immer noch mit ihrem Zeigefinger votieren und ggf. auch Ströme lenken.

btw: Schönes, neues GS Video auf YT zu Cyberpunk von Michael Graf.

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DickHorner
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Registriert: 30. Aug 2018, 10:26

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von DickHorner »

Wollten wir nicht auf diese "oops they did it again"-Postings verzichten? Ich meine, der modus operandi der Gamestar ist jetzt glaube ich auch dem letzten klar und echt an genug Beispielen belegt worden...

Trugschluss
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Registriert: 5. Mär 2020, 13:29

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Trugschluss »

DickHorner hat geschrieben:
26. Jun 2020, 10:09
Wollten wir nicht auf diese "oops they did it again"-Postings verzichten? Ich meine, der modus operandi der Gamestar ist jetzt glaube ich auch dem letzten klar und echt an genug Beispielen belegt worden...
Dein Vorschlag hat keinen Mehrwert außer die Diskussionsabwürgung, während das aktuelle Beispiel mit dem Cyperpunk-Preview zeigt, dass man immer wieder neue Aspekte finden kann. Das Gespräch darüber war für mich jetzt weniger eine endlose Wiederholung des gleichen Themas.

Ansonsten, der respektvolle Hinweis: Lies den Thread halt nicht, die Themen-Vielfalt hier im Forum ist groß. :)

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Andre Peschke
Beiträge: 5272
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Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Andre Peschke »

Mit Blick darauf, dass es nun wirklich sehr kleinteilig wurde und die letzten Postings beginnen, dass sich die Diskutierenden gegenseitig das Wort verbieten: Thread geschlossen. Macht einen neuen auf, wenn es wirklich relevanten Anlass gibt.

Andre

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