Runde 212: Anno dazumal?

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ulowbaer
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von ulowbaer » 30. Apr 2019, 14:52

Sehr schöne Folge und ich feiere Maurice :dance:

Tja jetzt bin ich ziemlich hin und her gerissen, ob ich mir das neue Anno holen soll oder nicht^^
So schrecken mich insbesondere das dauerhafte Wechseln zwischen den Welten ab.
Auch finde ich es schade, dass Anno 1800 wohl nicht mehr so transparent ist, wie es z.B. 2205 war und man nicht mehr ablesen kann, ob man nun eine Warenüberschuss oder -defizit hat.
Wahrscheinlich mache ich es wie Jochen gesagt habe und warte noch ein Jahr, bevor ich mich entscheide.

Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern meist nur anschließen:
  1. Die inhaltlichen Dinge zu Anno 2205 wurde ja bereits mehrfach angesprochen, ich kann aber auch verstehen, dass wenn man ein Spiel nicht so gut fand, sich auch nicht mehr an alle Einzelheiten erinnert.

    Hierzu nur eine kleine Ergänzung: Ich fand, dass insbesondere Anno 2205 die anderen Bevölkerungsstufen/Kulturen besonders stark ausgebaut hatte. So gab es ja neben den Hauptsektoren noch die Arktis, Mond, Tundra (DLC) und den Orbit (DLC), bei denen zumindest die ersten drei (wenn ich mich recht erinnere) ebenfalls nur 2 Bevölkerungstufen hatten.

    Ich persönlich weiß aber auch nicht genau, ob ich es besser fände, wenn es zwei Welten mit ähnlicher Stufe gibt. So kann ich es mir durchaus als schwierig vorstellen, mehrere vollwertige Städte zu managen. So ist dies z.B. in Anno 2205 durchaus möglich, funktioniert hat es bei mir nur ehrlicherweise nie, da ich es immer effizienter fand, eine Hauptinsel zu besitzen und beim Rest vorwiegend Rohstoffe zu produzieren.
  2. Auch muss ich meinen Vorrednern zustimmen, dass Anno meiner Meinung nach kein simples/einfaches Spiel(ereihe) ist. Die Warenkreisläufe und der Zwang diese meist über mehrere Inseln organisieren zu müssen ist meiner Meinung nach durchaus komplex und anspruchsvoll. Es ist natürlich kein Strategiegigant wie Stellaris, EU4 oder andere Paradox Spiele und man kann vom Spiel her nicht so leicht richtig scheitern, aber eine Insel zu haben, wo alles funktioniert geschieht auch nicht neben her.
    Und im direkten Vergleich zu den Siedlern war es meiner Meinung nach immer das deutlich komplexere Spiel.

    So fand ich beispielsweise auch Anno 2205 teilweise durchaus anspruchsvoll, obwohl es wahrscheinlich der leichteste Teil ist. Natürlich hat Jochen recht, wenn er sagt, dass es nicht anspruchsvoll ist, die höchste Stufe zu erreichen, aber ich finde schon dass man einiges erreichen und planen muss, um dies zu schaffen. Auch fand ich den Ausbau der Mondbasis oder des Orbits als extrem anspruchsvoll, wenn man eben nicht 5 Stunden das Spiel nebenherlaufen lassen wollte (was wie Jochen gesagt hat, natürlich durchaus möglich war/ist).

    Und den richtigen Anspruch, habe ich mir zumindest immer selbst gemacht, wenn ich getestet habe, wie viele Menschen ich denn nun wirklich auf die Insel packen kann.
P.S: Ich erwähne Anno 2205 hier vorwiegend so viel, weil ich 2070 und 1404 nicht so lange gespielt habe und mich kaum noch an diese erinnern kann.

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derFuchsi
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von derFuchsi » 30. Apr 2019, 14:56

DexterKane hat geschrieben:
30. Apr 2019, 14:18
@ der Fuchsi

Generell find ich sowas sehr interessant, in dem speziellen Artikel les ich aber im zweiten Abschnitt: "Denn ganz so frei, wie er sich fühlt, ist der Spieler nicht. Er ist Europäer. Und dann auch noch einer, der alle anderen Völker unterjochen und beherrschen will."

Und das ist leider eine dermaßen verdummende absichtliche Falschdarstellung, dass ich keine Lust mehr habe, weiterzulesen.
Schade. Ich könnte jetzt versuchen darauf zu antworten aber der Artikel ist ja hier weder das Thema noch zwangsläufig meine Meinung. Der war nur ein Beispiel wie man sich Spielen auch nähern kann. Die teilweise sehr lustige Diskussion im Podcast zum Thema Kolonialmächte fand ich sehr spannend. Am Ende wurde das Thema leider lässig vom Tisch gewischt weil es geht ja um den Spielspaß. Ich fände aber sehr daran Gefallen wenn man das anhand verschiedener ähnlicher Spiele wie eben Anno oder Civ mal genauer beleuchten würde. Vielleicht mal eine Sonntagsfolge?
Das mit Division war wohl übrigens Wolfgang.
https://www.gamespodcast.de/2019/02/15/kill-the-poor/
Ist doch interessant was für ein Menschen- oder Geschichtsbild so manches beliebte Spiel vermittelt wenn man mal das Thema Spielspaß ausblendet.
echtschlecht165 hat geschrieben:
30. Apr 2019, 09:23
Also entweder ich bin ziemlich blöd, oder Jochen ein Organisationsgenie.
Bei meinem Anno spielt sich irgendwie garnix mehr von allein, vorallem die Investoren und deren gelüste halten mich ganz schön auf Trab. Und das nur mit einem ki Gegner.
Was Jochen wohl damit meinte war nicht dass das Spiel einfach wäre sondern dass man nicht scheitern kann.
Mag ja sein dass es je nach Persönlichkeit mehr oder weniger mühsam ist die höchste Stufe zu erreichen aber man kann das Spiel anscheinend kaum an die Wand fahren.
Das ist übrigens etwas was ich auch Cities Skylines im Vergleich zu Sim City 4 vorwerfe (SC4 war ja auch als Beispiel genannt). In SC4 konnte man (ganz ohne KI-Gegner) grandios scheitern mit der Stadt.
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limericks
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von limericks » 30. Apr 2019, 15:08

Ich fand das Kolonialismusthema im Podcast ausreichend beleuchtet, zumindest ausreichend genug in Anbetracht der Feststellung, dass Anno ja eigentlich eine heile Welt verkörpern will. Ich wüsste auch nicht, ob man da wirklich so viel mehr Meta Thematik hinein interpretieren sollte und inwiefern das dann noch sinnvoll ist.

Bezüglich Anno 1800 werd ich wohl noch auf zusätzliche Inhaltsupdates warten, genauso wie beim kürzlich erschienenen Imperator: Rome. Aber überlege, 2205 nachzuholen. Ist das empfehlenswert für Anno Fans, die nach 2070 das Interesse verloren haben?

Maurice hör ich immer gern zu, wenn ihr den auch bei künftigen Strategiewertschätzungen einbinden würdet, fände ich das eine willkommene Ergänzung.

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DexterKane
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von DexterKane » 30. Apr 2019, 15:18

Kein Ding, ich wollte da auch nicht wirklich eine Diskussion drüber entfachen. Gerade da sieht man aber was der Mehrwert sein könnte, wenn sich dazu jemand vom Fach, wie die Herren Podcaster dransetzen würde.
Es gibt da sicherlich irgendeinen Fachbegriff für, aber ich habe bei Artikeln über Spiele von "Fachfremden" häufig das Problem, dass die Spieleseite nicht sauber recherchiert ist, oder, wenn ich zynischer bin, absichtlich verfälscht dargestellt wird, weil die vorher aufgestellte Prämisse sonst nicht mehr wirklich passt.
Wenn also die Sachen, die ich überprüfen kann, schon so schlampig sind, steht alles weitere unter Generalverdacht, gerade weil die heutige Presselandschaft eh dazu verleitet, alles erstmal anzuzweifeln, um es dann hinterher zu validieren.

Aber genug abgeschweift, wie gesagt, generell fände ich den Ansatz auch super.
Relax, it's North-Korea. The nation state equivalent of the short-bus. - Sterling Archer

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Filusi
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Filusi » 1. Mai 2019, 08:56

Die Kampagne bzw. ihr Zusammenhang und Übergang ins Endlosgame ist auch spielmechanisch brocken, jedenfalls bei mir, wenn man so schon ständig am Einflußlimit spielt bzw. dieses ausserhalb von der Zeitung (wo man die Punkte relativ schnell zurück erhält) nutzt.

Ich habe gestern die Kampagne abgeschlossen.
Und nachdem ich mich zuvor mühsam wieder in einen positiven Einflussbereich gespielt habe, wurde mir dieser Fortschritt entrissen und ich stehe hierbei noch viel schlechter da als vorher (- 95).

Am liebsten würde ich jetzt gern ein Endlosspiel anfangen, aber dann wär ja alles was ich bisher aufgebaut habe und vor allem mein mühsamer Krieg und dessen Erfolg gegen die Old Lady dahin ...

Ansonsten finde ich dieses Anno bisher einfach großartig.
Bin jetzt in der 4. Siedlerstufe und habe trotzdem immer mehrere parallele Dinge, welche ich angehen möchte. Hab meine erste Eisenbahn und wow ist das toll dargestellt. Das sieht so schnuckelig aus, wie sie eigentlich für die Zeit viel zu schnell durch die Gegend düst.

Selten so ein lebendiges, volles und umfangreiches, kleinteilig, verzahntes Spiel gesehen.
Ich glaub, das wird das beste Anno bisher für mich.
Es ist seit Langem (ich glaub Fractorio) mal wieder ein Spiel wo ich meine Spielesession überziehe und zu spät für meine 7h ins Bett gehe oder es kaum erwarten kann wieder an den PC zu gelangen ...

Die Gedanken sind ständig am nächsten Projekt. Teilweise breche ich sogar beim Autofahren Podcast ab, um lieber über meine Pläne bei Anno nachzudenken. ^^

Phazonis
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Phazonis » 1. Mai 2019, 10:26

limericks hat geschrieben:
30. Apr 2019, 15:08
Bezüglich Anno 1800 werd ich wohl noch auf zusätzliche Inhaltsupdates warten, genauso wie beim kürzlich erschienenen Imperator: Rome. Aber überlege, 2205 nachzuholen. Ist das empfehlenswert für Anno Fans, die nach 2070 das Interesse verloren haben?
Es kam ja schon sehr viel zu dem was Anno 2205 anders macht. Ein nachholen des alten Teils ist in jedem Fall natürlich geldschonender und man bekommt das Spiel ja mittlerweile auch mit allen DLCs. Durch diese ist die KI auch wieder zu einer Bedrohung geworden, gerade wenn man seine eigene Firma an der Börse anmeldet und damit sehr stark seine Bilanz im Auge haben muss. Ähnlich ist es mit dem Kampf zugegeben das ist immer noch relativ banal in den Möglichkeiten die du nutzen kannst. Man kann ihn sich aber durchaus anspruchsvoll machen, wenn man versucht möglichst früh den Schwierigkeitsgrad hochzudrehen. Zu guter Letzt muss ich wohl nur sagen,dass dieses Anno wohl auch das anpassbarste der Reihe ist. Wenn dich das Militär nervt lässt es sich gut ignorieren und man kann auch selbst entscheiden ob man mit seiner Firma an die Börse geht, also ob man mehr KI-Interaktionen haben will.

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Filusi
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Filusi » 1. Mai 2019, 20:49

Ich muss hiermit meinen letzten Beitrag wieder korrigieren. Das Spiel gibt einem die Möglichkeit den "Missstand" in der Einflussbalance, welchem einen die Kampagne aussetzt, sehr einfach selbst zu korrigieren. Der Abrißhammer ist ein guter Freund in dieser Hinsicht. ^^

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Brahlam
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Brahlam » 2. Mai 2019, 10:24

Toller Podcast, war wirklich überrascht das Maurice dabei war, höre ihn immer gerne. :-)
Was die KI angeht hat man ja schon im Podcast gemerkt das es keine Eindeutige Aussage darüber gibt wie gut oder schlecht sie ist. Sie spielt hervorragend je höher man sie stellt, wird sie regelrecht zur Herausforderung. Aber die Diplomatie und Kriegsführung, also die Werkzeuge die man nutzt um mit der KI zu interagieren sind noch verbesserungswürdig, ganz zu schweigen von den Wimmelbild Spielen...
Persönlich mag ich zwar die Seeschlachten, es ist einfach herrlich riesige Flotten sich gegenseitig zu Klump schießen zu lassen, und auch sehr schön animiert, aber taktisch ohne jeden Anspruch. Wie Jochen sagte, eine reine Materialschlacht.
Was wiederum aber auch zu Anno passt, bessere Wirtschaft, mehr Schiffe... ginge definitiv mehr (bspw. Schlachtaufstellungen, Individuelle Konfig. für Schiffe, mehr Kanonen (schwerer), weniger Kanonen (schneller und wendiger), etc.). Aber passt das noch in ein Anno?

Die Kernkompetenz von Anno, und das ging auch aus dem Podcast hervor, das (schön)-Bauen und Wirtschaften beherrscht Anno 1800 perfekt. Von daher ist alle Kritik zwar legitim, minimiert aber nicht die klare Kaufempfehlung. Außer man erwartet eine Strategiesimulation, dann ist man aber grundsätzlich bei Anno falsch.

Phazonis
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Phazonis » 2. Mai 2019, 16:34

Brahlam hat geschrieben:
2. Mai 2019, 10:24
Toller Podcast, war wirklich überrascht das Maurice dabei war, höre ihn immer gerne. :-)
Was die KI angeht hat man ja schon im Podcast gemerkt das es keine Eindeutige Aussage darüber gibt wie gut oder schlecht sie ist. Sie spielt hervorragend je höher man sie stellt, wird sie regelrecht zur Herausforderung. Aber die Diplomatie und Kriegsführung, also die Werkzeuge die man nutzt um mit der KI zu interagieren sind noch verbesserungswürdig, ganz zu schweigen von den Wimmelbild Spielen...
Persönlich mag ich zwar die Seeschlachten, es ist einfach herrlich riesige Flotten sich gegenseitig zu Klump schießen zu lassen, und auch sehr schön animiert, aber taktisch ohne jeden Anspruch. Wie Jochen sagte, eine reine Materialschlacht.
Was wiederum aber auch zu Anno passt, bessere Wirtschaft, mehr Schiffe... ginge definitiv mehr (bspw. Schlachtaufstellungen, Individuelle Konfig. für Schiffe, mehr Kanonen (schwerer), weniger Kanonen (schneller und wendiger), etc.). Aber passt das noch in ein Anno?
Allein der Punkt das die stärkeren Schiffe auch schneller sind ist so ziemlich das widersinnigste am ganzen "Militärsystem" in Anno 1800 und dabei geht es mir noch nicht mal um Realismus. Ich möchte nicht wissen wie man das im Multiplayer spielen soll, weil sobald jemand eine klare maritime Oberhand gewinnt die anderen Spieler dieser absolut ausgeliefert sind. Hit and Run Taktiken quasi nicht möglich und damit ist man verdammt fröhlich in seinem Kontor zu hocken. Aber auch bei den Handelsschiffen mMn macht es mehr Sinn, wenn die kleineren schneller wären, dann müsste man nämlich abwiegen ob man lieber ein kleines nimmt, was durch höhere Geschwindigkeit immer schneller im Hafen ist oder ein großes, was dafür angreifbarer ist. Klar sollte eine bessere Wirtschaft zu Vorteilen führen, nur muss es auch möglich sein für den schwächeren Spieler irgendwie aufzuholen, gerade wenn dieses Anno wieder Multiplayer bieten will.
Brahlam hat geschrieben:
2. Mai 2019, 10:24
Die Kernkompetenz von Anno, und das ging auch aus dem Podcast hervor, das (schön)-Bauen und Wirtschaften beherrscht Anno 1800 perfekt. Von daher ist alle Kritik zwar legitim, minimiert aber nicht die klare Kaufempfehlung. Außer man erwartet eine Strategiesimulation, dann ist man aber grundsätzlich bei Anno falsch.
Nun ich denke mal schon das man Jochens man kann warten so stehen lassen kann. Es wird wahrscheinlich ein besseres Spiel mit den DLCs und man darf ja auch nicht vergessen, dass die früheren Teile mit DLCs für gleich viel oder weniger Geld zu haben sind.

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Cendoor
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Cendoor » 3. Mai 2019, 08:49

Phazonis hat geschrieben:
2. Mai 2019, 16:34
Allein der Punkt das die stärkeren Schiffe auch schneller sind ist so ziemlich das widersinnigste am ganzen "Militärsystem" in Anno 1800 und dabei geht es mir noch nicht mal um Realismus.
Das stimmt aber doch einfach nicht?
So hat zum Beispiel die schwächere Fregatte mit 2000 HP und 28 Schaden pro Sekunde die schnellere Geschwindigkit (4,2 Knoten - 18,7 Knoten) im Gegensatz zum schweren (4000 HP) Linienschiff, welches 53 Schaden pro Sekunde verursacht jedoch nur Geschwindigkeiten von 3,2 Knoten bis zu 14,4 Knoten bei vollem Wind erreicht.

Auch wenn man aufs Endgame zugeht, bleibt die Formel eine ähnliche - kleines, schwächeres Schiff: verwundbarer, aber dafür schneller:
Monitor: 2500 HP, 31 DPS, 10,6 kn
Stärkeres Schiff: resistent, aber langsamer.
Schlachtschiff: 5000 HP, 35 DPS, 9,0 kn

Da ich schon rund 25 Stunden im Multiplayer verbracht habe kann ich dir sagen, dass dies auch so aufgeht. Oft werden sogar Dampfschiffe komplett ignoriert und weiter auf Segelschiffe gesetzt. Dies hat mehrere Gründe. So ist beispielsweise der Flottenunterhalt deutlich höher und der Schaden der Dampfschiffe ist teilweise sogar geringer als der des besten Segelschiff. Außerdem gibt es einen Micromanagement-Trick, welcher gerne genutzt wird. So laden Segelschiffe ihre Kanonen auf beiden Seiten separat. So kann man nach einer Salve des Linienschiffes um 180 Grad drehen und erneut eine Salve verschießen. Das gleiche wiederholt man ununterbrochen. So kann man bei Segelschiffen sogar die DPS verdoppeln.

Keine Lust auf Krieg? Beim Händler kann man sich eine weiße Flagge kaufen, welche man im Item Slot eines Schiffes ausrüstet - so kann ein Schiff nicht mehr angegriffen werden.

Ich hoffe, dass dir das wieder mehr Lust auf den Multiplayer und den Seekampf macht!

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Brahlam
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Brahlam » 3. Mai 2019, 08:51

Phazonis hat geschrieben:
2. Mai 2019, 16:34

Nun ich denke mal schon das man Jochens man kann warten so stehen lassen kann. Es wird wahrscheinlich ein besseres Spiel mit den DLCs und man darf ja auch nicht vergessen, dass die früheren Teile mit DLCs für gleich viel oder weniger Geld zu haben sind.
Anno 1800 ist jetzt schon wie ein guter Wein, wenn man ihn noch etwas dekantieren lässt kann er nur besser werden. Ist jedem selbst überlassen ob man unbedingt darauf warten möchte oder ihn sich jetzt schon lustvoll in die Rübe knallt. :ugly:
Cendoor hat geschrieben:
3. Mai 2019, 08:49
Das stimmt aber doch einfach nicht?
So hat zum Beispiel die schwächere Fregatte mit 2000 HP und 28 Schaden pro Sekunde die schnellere Geschwindigkit (4,2 Knoten - 18,7 Knoten) im Gegensatz zum schweren (4000 HP) Linienschiff, welches 53 Schaden pro Sekunde verursacht jedoch nur Geschwindigkeiten von 3,2 Knoten bis zu 14,4 Knoten bei vollem Wind erreicht.
Das erschien mir auch etwas seltsam. Da ich es anders wahrgenommen hatte. Die Linienschiffe sind regelrecht schwer fällig im Vergleich zu den kleineren Modellen.

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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von derFuchsi » 3. Mai 2019, 08:55

Brahlam hat geschrieben:
3. Mai 2019, 08:51
Anno 1800 ist jetzt schon wie ein guter Wein, wenn man ihn noch etwas dekantieren lässt kann er nur besser werden. Ist jedem selbst überlassen ob man unbedingt darauf warten möchte oder ihn sich jetzt schon lustvoll in die Rübe knallt. :ugly:
Spiele generell. Schöner vergleich, gefällt mir :clap:
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Phazonis
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Phazonis » 3. Mai 2019, 09:48

Cendoor hat geschrieben:
3. Mai 2019, 08:49
Das stimmt aber doch einfach nicht?
So hat zum Beispiel die schwächere Fregatte mit 2000 HP und 28 Schaden pro Sekunde die schnellere Geschwindigkit (4,2 Knoten - 18,7 Knoten) im Gegensatz zum schweren (4000 HP) Linienschiff, welches 53 Schaden pro Sekunde verursacht jedoch nur Geschwindigkeiten von 3,2 Knoten bis zu 14,4 Knoten bei vollem Wind erreicht.
Nun dann scheint es in jedem Fall noch ein Work-in Progress zu sein, denn das kleine Kannonenboot (4,0kn -18,0kn) ist immer noch langsamer als die Fregatte und das obwohl man sogar im Tooltip schreibt, dass dieses Schiff zum verfolgen gedacht ist. Sollte es dann nicht das schnellste sein? Und ebenso würde ich die Handelsschiffe halt auch mal angehen. Das ist das kleinere auch mit (4,4-15,8kn) langsamer als das größere (5,5-19,8kn).
Cendoor hat geschrieben:
3. Mai 2019, 08:49
Auch wenn man aufs Endgame zugeht, bleibt die Formel eine ähnliche - kleines, schwächeres Schiff: verwundbarer, aber dafür schneller:
Monitor: 2500 HP, 31 DPS, 10,6 kn
Stärkeres Schiff: resistent, aber langsamer.
Schlachtschiff: 5000 HP, 35 DPS, 9,0 kn
Gut das ich die Stats auch mal sehe, denn bis dahin werde ich wahrscheinlich erstmal nicht spielen, aber auch da die Dampfschiffe scheinen mir deutlich zu langsam. Ich meine man kann ja mal die Fregatte mit dem Monitor vergleichen und klar mit Gegenwind ist der Monitor schneller, aber nehmen wir mal Seitenwind an dann tuckert der Monitor mit seinen 10,6kn und die Fregatte müsste mit ca. 11,5kn rumsegeln (18,7-4,2=14,5 als Spielraum davon die Hälfte 7,2+4,2=11,4). Dafür, dass dies ja als großes Feature angekündigt wurde, dass man mit Dampfschiffen nicht mehr auf den Wind achten muss sind sie scheinbar wirklich nur bei Gegenwind mal im Vorteil.
Cendoor hat geschrieben:
3. Mai 2019, 08:49
Da ich schon rund 25 Stunden im Multiplayer verbracht habe kann ich dir sagen, dass dies auch so aufgeht. Oft werden sogar Dampfschiffe komplett ignoriert und weiter auf Segelschiffe gesetzt. Dies hat mehrere Gründe. So ist beispielsweise der Flottenunterhalt deutlich höher und der Schaden der Dampfschiffe ist teilweise sogar geringer als der des besten Segelschiff. Außerdem gibt es einen Micromanagement-Trick, welcher gerne genutzt wird. So laden Segelschiffe ihre Kanonen auf beiden Seiten separat. So kann man nach einer Salve des Linienschiffes um 180 Grad drehen und erneut eine Salve verschießen. Das gleiche wiederholt man ununterbrochen. So kann man bei Segelschiffen sogar die DPS verdoppeln.
Tja das macht das Argument für gutes Balancing nicht besser. Nach den Stats für die Dampfschiffe war mir schon klar das die zu unterwältigend sind, um sie so schon zu nutzen. Mit dem Trick werden sie ja gänzlich unattraktiv. Es ist aber gut zu sehen, dass es bei dir zu klappen scheint. Meine (wenn auch nicht all zu große) Multiplayer Erfahrung hat aber meist gezeigt, dass Spieler schon früh aggressiv werden und dann bleibt immer noch die Imbalance vom Anfang.
Cendoor hat geschrieben:
3. Mai 2019, 08:49
Keine Lust auf Krieg? Beim Händler kann man sich eine weiße Flagge kaufen, welche man im Item Slot eines Schiffes ausrüstet - so kann ein Schiff nicht mehr angegriffen werden.
Auch diese Lösung wäre zweifelhaft. Klar kann man so seine Schiffe schützen, nur ist man 1. vom Händlerangebot abhängig (welche a. bis auf den Kontakt zur Krone nicht immer verfügbar sind und b. man eben beim zufälligen Angebot Glück haben muss) und 2. kommt es wohl sehr auf den Preis an um das ganze balaciert umzusetzen. So gesehen muss der ökonomische Verlust für den einen Spieler durch den Kauf der Flagge ungefähr so groß sein wie der des aggressiven Spielers durch den Schiffsunterhalt.
Cendoor hat geschrieben:
3. Mai 2019, 08:49
Ich hoffe, dass dir das wieder mehr Lust auf den Multiplayer und den Seekampf macht!
Nee nee da soll Bluebyte mal schön noch ordentlich dran schrauben... Wie gesagt dieses "es ist eine Materialschlacht", was jetzt öfters fiel, war in 2205 in Ordnung hier in einem Spiel mit Multiplayer sollte es besser sein als das.

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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Cendoor » 3. Mai 2019, 11:37

Gerne gehe ich auch noch detaillierter auf die Punkte ein.
Dein Ursprungsargument war jedoch, dass man als Spieler der hinterherhängt keine Chance mehr hat die aggressiven, weiter fortgeschrittenen Spieler einzuholen.
Phazonis hat geschrieben:
3. Mai 2019, 09:48
Nun dann scheint es in jedem Fall noch ein Work-in Progress zu sein, denn das kleine Kannonenboot (4,0kn -18,0kn) ist immer noch langsamer als die Fregatte und das obwohl man sogar im Tooltip schreibt, dass dieses Schiff zum verfolgen gedacht ist. Sollte es dann nicht das schnellste sein? Und ebenso würde ich die Handelsschiffe halt auch mal angehen. Das ist das kleinere auch mit (4,4-15,8kn) langsamer als das größere (5,5-19,8kn).
Das Kanonenboot ist auch in der Praxis das beste Schiff für Verfolgungen, wie im Tooltipp angemerkt. Dies hängt damit zusammen, dass als einziges Segelschiff seine Kanone/Haubitze auch nach vorne abfeuern kann.
So kannst du in der Verfolgung des Schiffes auch dieses befeuern. Dies geht weder mit der Fregatte, noch mit dem Linienschiff. Diese beiden können nur aus ihren Seitenkanonen schießen und müssten daher parallel zum Verfolgerschiff fahren.
Phazonis hat geschrieben:
3. Mai 2019, 09:48
Cendoor hat geschrieben:
3. Mai 2019, 08:49
Auch wenn man aufs Endgame zugeht, bleibt die Formel eine ähnliche - kleines, schwächeres Schiff: verwundbarer, aber dafür schneller:
Monitor: 2500 HP, 31 DPS, 10,6 kn
Stärkeres Schiff: resistent, aber langsamer.
Schlachtschiff: 5000 HP, 35 DPS, 9,0 kn
Gut das ich die Stats auch mal sehe, denn bis dahin werde ich wahrscheinlich erstmal nicht spielen, aber auch da die Dampfschiffe scheinen mir deutlich zu langsam. Ich meine man kann ja mal die Fregatte mit dem Monitor vergleichen und klar mit Gegenwind ist der Monitor schneller, aber nehmen wir mal Seitenwind an dann tuckert der Monitor mit seinen 10,6kn und die Fregatte müsste mit ca. 11,5kn rumsegeln (18,7-4,2=14,5 als Spielraum davon die Hälfte 7,2+4,2=11,4). Dafür, dass dies ja als großes Feature angekündigt wurde, dass man mit Dampfschiffen nicht mehr auf den Wind achten muss sind sie scheinbar wirklich nur bei Gegenwind mal im Vorteil.
Ich empfinde die Dampfschiffe ebenfalls als etwas zu schwach.
Jedoch haben diese den selben Vorteil wie das oben beschriebene Kanonenboot. Sie können mit ihren Haubitzen beliebig in alle Richtungen feuern. Außerdem hat der schwere Schlachtkreuzer die höchste Reichweite aller Schiffe im Spiel. So kann man Schiffe angreifen, die noch nicht zurück feuern können. Ebenfalls sind die Schadenswerte der Fregatte und des Linienschiff nur auf nahe Distanz zu erreichen. Diese werden auf maximaler Reichweite extrem ungenau. Aus meiner Erfahrung würde ich schätzen, dass dann nur noch etwa ein Drittel der Kugeln trifft. Dies kann ich aber nicht mit konkreten Zahlen belegen.
Phazonis hat geschrieben:
3. Mai 2019, 09:48
Nee nee da soll Bluebyte mal schön noch ordentlich dran schrauben...
Ich möchte dir wirklich nochmals empfehlen dem Spiel (vielleicht ja dann erst im Singleplayer?) eine Chance zu geben. Da du ja geschrieben hast, selbst noch nie Dampfschiffe gebaut zu haben, gehe ich davon aus da du Tier 4 (Ingenieure) noch nicht in großem Stil ausprobieren konntest. Gerade der Faktor welchen die Elektrizität mit ihren Eigenschaften (verdoppelte Produktivität, "Autos" statt Pferdekarren, usw.) mit sich bringt,verändert den Spielfluss noch einmal maßgeblich.
Ebenso der Faktor "Einfluss", welchen ich leider auch im Podcast zu wenig diskutiert gesehen habe, fängt ab Tier 4 / Tier 5 an in großer Form zu wirken.

Letztendlich glaube ich jedoch, dass auch Änderungen bei Balance der Schiffe nie das Phänomen der Materialschlacht als solches aufheben wird. Unterm Strich habe ich persönlich aber auch nur bedingt ein Problem damit, dass eine bessere Wirtschaftsleistung auch zu höherem Militärischem Erfolg führt (bei gleichem Skill der Spieler). Ich komme aber auch aus dem Echtzeitstrategie Sektor, bei welchem das immer schon Credo ist.

lolaldanee
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von lolaldanee » 3. Mai 2019, 22:52

Maurice Intonation des englischen Adligen war einfach göttlich. Theodore, die Schokolade! Wunderbar, einfach wunderbar

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Maurice Weber
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Maurice Weber » 6. Mai 2019, 02:30

Raptor 2101 hat geschrieben:
28. Apr 2019, 09:38
Btw: kann man jemand für einen unwürdigen "nicht lateiner" (und nein Asterix hab ich auch nie konsumiert) übersetzten mit was Maurice am Anfang wieder gegeben hat ...
Zu Diensten!

Alea iacta est: Der Würfel ist gefallen.
Fortuna fortes adiuvat: Den tapferen hilft das Glück!

Freut mich sehr, dass euch die Folge gefallen hat, und nochmals danke an Jochen und Andre für die Einladung - es war mir ein Fest!

Raptor 2101
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Raptor 2101 » 6. Mai 2019, 16:13

Maurice Weber hat geschrieben:
6. Mai 2019, 02:30
Raptor 2101 hat geschrieben:
28. Apr 2019, 09:38
Btw: kann man jemand für einen unwürdigen "nicht lateiner" (und nein Asterix hab ich auch nie konsumiert) übersetzten mit was Maurice am Anfang wieder gegeben hat ...
Zu Diensten!

Alea iacta est: Der Würfel ist gefallen.
Fortuna fortes adiuvat: Den tapferen hilft das Glück!
Dann sag ich mal danke ...:)
Zuletzt geändert von Raptor 2101 am 6. Mai 2019, 19:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von derFuchsi » 6. Mai 2019, 16:29

Früher hat man immer Comics verteufelt. Man möge doch bitte was Anständiges lesen! Das hat man davon...
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ZiggyStardust
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von ZiggyStardust » 7. Mai 2019, 11:10

https://www.amazon.de/Anno-Sonderausgab ... op?ie=UTF8

Ich bin ja schon länger kein PC-Spieler mehr, aber die Schilderungen der Kunden bei Amazon lesen sich abenteuerlich. Hätte gedacht, dass wir 2019 weiter wären. Warum überhaupt vier DVDs beilegen, wenn danach noch ein 23 GB Patch gezogen werden muss? Die aktuelle Download-Fassung ist doch genauso groß, da hätte es auch ein Key getan.

Rektor
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Re: Runde 212: Anno dazumal?

Beitrag von Rektor » 7. Mai 2019, 11:29

die leute in den bewertungen reden von beiliegenden cd's. nicht disks oder dvd's oder dinge mit mehr speicher, die reden von cd's. da ist es dann wenig verwunderlich, dass genau den herrschaften noch nicht aufgegangen ist, dass der Standard bei videospielen, unabhängig davon wie gut man das findet, eben der day one patch ist. 23 gb von dvd's zu ziehen dauert dann auch mal länger als es sich noch richtig anfühlt und ich verstehe das ärgernis mit dem großen patch bei schlechtem dorfinternet. dennoch sollte das keinen menschen mehr überraschen, der in den letzten jahren mal zwei drei videospiele gekauft hat

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