Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

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ulowbaer
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von ulowbaer » 31. Jul 2019, 16:04

Axel hat geschrieben:
31. Jul 2019, 15:44
echtschlecht165 hat geschrieben:
31. Jul 2019, 15:24
es gibt Jurassic World.
Ein optisch beeindruckender Dinopark Manager mit relativ seichtem Gameplay.

https://store.steampowered.com/app/6483 ... Evolution/
Ich sprach ja explizit von einer prähistorischen Welt. Und nicht von: Trister Parkmanager mit Dinos.
Da zählen ja auch Dinge rein wie Pflanzen, Wassertiere, Insekten, Gesteine, etc.
Und dann? Also was willst du dann im Spiel machen?
Ist ja auch so, dass wenn man z.B. ein total realistisches Weltraumspiel (z.B. nur in unserem Sonnensystem) machen würde, dass wahrscheinlich ein ziemlich langweiliges Spiel wäre, da man nicht viel mehr als von Stein zu Stein fliegen machen könnte.

Phazonis
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Phazonis » 31. Jul 2019, 16:12

ulowbaer hat geschrieben:
31. Jul 2019, 15:04
Also zum einen finde ich AAA nicht so innovationslos wie es damals dargestellt wurde, da ich die im Podcast gezeigte Darstellung damals sehr einseitig fand. Insbesondere im Zeitraum zwischen den beiden Podcasts die das Thema behandeln finde ich, hat sich eine ganze Menge getan. Das AC von heute ist ein ganz anderes als das von damals und selbst COD und Battelfield sehen heute ganz anders aus (keine Kampagne mehr, mehr Multiplayer, Battle Royal).
Zum anderen glaube ich nicht, dass viele kleine Spiele wirtschaftlich sinnvoller sind als wenige Große. So gibt es zwar Argumente für eine solches Vorgehen, wie z.B. deine genannte Risikostreuung, auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Nachteile. Ich bin keine Publisher und habe daher wenig Ahnung, aber Dinge, die ich mir vorstellen könnten sind:
1. höheres Marketing Budget: es ist teurere viele kleine Spiele zu vermarkten als wenige große
2. schlechtere Sichtbarkeit: Geht mit Punkt 1 einher, ich würde aber definitiv davon ausgehen, dass wenn man 100 Mio € in 20 (oder lass es 10 sein) Spiele statt in eins steckt, die Gesamtanzahl an verkauften Exemplaren oder Umsatz geringer ist, als die des einen.
3. Eigene Kannibalisierung: Die Spiele werden sich gegenseitig Konkurrenz machen und so die Verkaufszahlen drücken
4. Schwierigere Organisation / höherer Managementaufwand: Firmen intern ist es garantiert einfacher ein großes Projekt zu managen und hierarchisch in die Organisation einzubetten als viele kleine. Auch gehen hierdurch Konglomerationsvorteile, also verbesserte Arbeitsprozesse/voraussetzungen durch Masse, verloren.
5. Das dümmste Argument (weil es keines ist) zum Schluss. Wenn viele kleine Spiele besser wären, würden Publisher es so machen.
Nun gut dann:
1. Müsste man mir erstmal beweisen. Da kleinere Spiele meist auch ein weit geringeres Marketingbudget brauchen würde ich diese Aussage zumindest in der Allgemeinheit anzweifeln.
2.Auch da müsste erstmal der Beweis erbracht werden. Das scheint mir nämlich immer sehr wie eine Ausrede, warum man nur noch so wenige Spiele macht als eine wirliche Erkenntnis zu sein die auf irgendwelchen Daten basiert.
3. Ich habe schon gesagt, dass es zum Teil massive Lücken im Veröffentlichungskatalog der Publisher gibt (das bekannte Sommerloch). Also Platz ist da noch reichlich um Kannibalisierung aus dem Weg zu gehen.
4. Wäre ja auch schlimm wenn Manager mal was managen müssten um Geld zu verdienen. Was da nämlich für mich so absurd ist, diese Publisher werden ja meist immer größer, was bedeutet, dass sie ja eigentlich immer besser ausgerüstet sind mehrere Projekte gleichzeitig zu stemmen, gerade mit erfahreneren Mitarbeitern. aber mit der Größe werden es komischer Weise immer weniger Projekte, sodass man sich dann berechtigter Weise fragen kann wozu es all diese Manager dann braucht?

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Axel
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Axel » 31. Jul 2019, 16:22

ulowbaer hat geschrieben:
31. Jul 2019, 16:04
Ist ja auch so, dass wenn man z.B. ein total realistisches Weltraumspiel (z.B. nur in unserem Sonnensystem) machen würde, dass wahrscheinlich ein ziemlich langweiliges Spiel wäre, da man nicht viel mehr als von Stein zu Stein fliegen machen könnte.
Frag mal einen Astronauten, wie langweilig das ist. Also allein auf einer visuellen Ebene wäre das fantastisch! Mit den ganzen Strukturen, Sternen, Meteoriten. Aber da müsste man nicht mal das Sonnensystem nehmen. Ich wäre schon für eine aufwendige VR-Experience dankbar, indem man sich die Erde mit allen Mitteln aus der ISS anschauen könnte. Um sowas dann mit "eigenen Augen" zu sehen:
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Ich werde höchstwahrscheinlich nie in den Genuss kommen unsere Erde aus dem All betrachten zu können. Also wäre es doch cool eine richtig geile AAA-VR-Produktion zu haben, wo das möglich wäre. Und hier denke ich sogar, dass das auch für eine breite Masse sehr faszinierend wäre. Gerade wenn man sich mal so anschaut, wieviele Menschen Alexander Gerst in den sozialen Medien folgten, als er bei der ISS war. Auch die hier geposteten Fotos stammen von ihm. Sowas mal per VR so gut es geht mit eigenen Sinnen wahrzunehmen wäre schon geil. Das wäre alles andere als öde!

Und ich denke so ganz allgemein: Dahingehend sollten digitale Erfahrungen gehen: Dinge virtuell erleben, die ich als 08/15 Mensch nicht so ohne weiteres erleben werde.
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limericks
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von limericks » 31. Jul 2019, 16:38

Axel hat geschrieben:
31. Jul 2019, 13:18
Von außen betrachtet sehen die Figuren alle gleich aus. Gibt es kaum Unterschiede. Auch vom Charakter her sind die allermeisten Figuren doch austauschbar und beliebig. Neue Szenarien? Da gibt es doch seit Jahren nur zwei Szenarien: Dystopische Großstadt oder gritty Fantasy. Bombastische Effekte: Wenn damit diese Wackelkameras gemeint sind, die auch in aktuellen Kinofilmen und Serien für Übelkeit sorgen... Ist das so erstrebenswert?
Axel hat geschrieben:
31. Jul 2019, 15:14
meieiro hat geschrieben:
31. Jul 2019, 14:06
Aber in Irland kann ich nicht auf mechanischen Dinos reiten, oder über fremde Planten wandern oder durch unirdische Zwergenstädte schlendern.
Wenn ich mir so die typischen AAA Spiele so angucke, das wirst Du auch da nicht können. Gab es in den letzten 10 Jahren überhaupt mal ein SciFi Spiel im AAA Bereich? Oder eines wo ich auf mechanischen Dinos reite?
Zu Horizon: Zero Dawn gabs kürzlich sogar einen Sonntagspodcast.
Sci Fi: check.
Reiten auf mechanischen Dinos: check.
Prähistorische Elemente: check.

Ich finde das schon eine sehr eingeschränkte und unfaire Sicht auf AAA, wenn so getan wird als gäbe es nur COD und FIFA. Auch ein Assassins Creed ist ungewöhnlich in seinen Settings. Ich erlebe das antike Ägypten und Griechenland, das viktorianische England, Piratenabenteuer in der Karibik, die französische Revolution, als nächstes die Wikinger sowie das feudale Japan und und... God of War sollte auch nicht unerwähnt bleiben, und von wegen Western sind tot...
Ich bin froh, dass mir diese Erfahrungen auf einem hohen technischen Niveau geboten werden können, da können Indies mit ihrer Pixel- oder Comicgrafik einfach nicht mithalten. Oder ein Klempner, der von links nach rechts läuft, was das anbelangt.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Schlagerfreund » 31. Jul 2019, 16:41

Jo man denke auch mal an Spiele wie ein The Witcher 3, Dark Souls, Bloodborne, Sekiro, Devil May Cry 5. Resident Evil 7 und da Remake von 2 und und und..

ulowbaer
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von ulowbaer » 31. Jul 2019, 16:50

Axel hat geschrieben:
31. Jul 2019, 16:22
ulowbaer hat geschrieben:
31. Jul 2019, 16:04
Ist ja auch so, dass wenn man z.B. ein total realistisches Weltraumspiel (z.B. nur in unserem Sonnensystem) machen würde, dass wahrscheinlich ein ziemlich langweiliges Spiel wäre, da man nicht viel mehr als von Stein zu Stein fliegen machen könnte.
Frag mal einen Astronauten, wie langweilig das ist. Also allein auf einer visuellen Ebene wäre das fantastisch! Mit den ganzen Strukturen, Sternen, Meteoriten. Aber da müsste man nicht mal das Sonnensystem nehmen. Ich wäre schon für eine aufwendige VR-Experience dankbar, indem man sich die Erde mit allen Mitteln aus der ISS anschauen könnte. Um sowas dann mit "eigenen Augen" zu sehen:
...
Ich werde höchstwahrscheinlich nie in den Genuss kommen unsere Erde aus dem All betrachten zu können. Also wäre es doch cool eine richtig geile AAA-VR-Produktion zu haben, wo das möglich wäre. Und hier denke ich sogar, dass das auch für eine breite Masse sehr faszinierend wäre. Gerade wenn man sich mal so anschaut, wieviele Menschen Alexander Gerst in den sozialen Medien folgten, als er bei der ISS war. Auch die hier geposteten Fotos stammen von ihm. Sowas mal per VR so gut es geht mit eigenen Sinnen wahrzunehmen wäre schon geil. Das wäre alles andere als öde!

Und ich denke so ganz allgemein: Dahingehend sollten digitale Erfahrungen gehen: Dinge virtuell erleben, die ich als 08/15 Mensch nicht so ohne weiteres erleben werde.
Interessant ist das ganz bestimmt.
Ich persönlich finde die Sicht auf die Welt auch sehr interessant, hab sogar mal angefangen ein Clickerspiel zu programmieren, bei dem man die Weltkarte (Satelittenbilder) Pixel für Pixel aufdeckt.
Ich glaube nur das die Langzeitmotivation hier, um soetwas dauerhaft zu konsumieren, nur bei wenigen vorhanden ist. Die Frage ist meiner Meinung nach auch, ob dort nicht ein VR-Film statt einem Spiel das bessere Medium ist, welches wahrscheinlich deutlich günstiger zu produzieren ist und ein ähnliches Ergebnis liefert.
Phazonis hat geschrieben:
31. Jul 2019, 16:12
Nun gut dann:
1. Müsste man mir erstmal beweisen. Da kleinere Spiele meist auch ein weit geringeres Marketingbudget brauchen würde ich diese Aussage zumindest in der Allgemeinheit anzweifeln.
2.Auch da müsste erstmal der Beweis erbracht werden. Das scheint mir nämlich immer sehr wie eine Ausrede, warum man nur noch so wenige Spiele macht als eine wirliche Erkenntnis zu sein die auf irgendwelchen Daten basiert.
3. Ich habe schon gesagt, dass es zum Teil massive Lücken im Veröffentlichungskatalog der Publisher gibt (das bekannte Sommerloch). Also Platz ist da noch reichlich um Kannibalisierung aus dem Weg zu gehen.
4. Wäre ja auch schlimm wenn Manager mal was managen müssten um Geld zu verdienen. Was da nämlich für mich so absurd ist, diese Publisher werden ja meist immer größer, was bedeutet, dass sie ja eigentlich immer besser ausgerüstet sind mehrere Projekte gleichzeitig zu stemmen, gerade mit erfahreneren Mitarbeitern. aber mit der Größe werden es komischer Weise immer weniger Projekte, sodass man sich dann berechtigter Weise fragen kann wozu es all diese Manager dann braucht?
Zu
1. Dies mag bei den meisten kleinen Spielen stimmen, die werden in der Summe aber auch deutlich weniger verkauft als große Blockbuster. Wenn das Unternehmen gleiche oder bessere Umsätze erwirtschaften will, benötigt es eben trotzdem ein entsprechendes Marketing.
2. Beweisen kann ich das jetzt erstmal genausowenig wie du deinen Standpunkt. Ich glaube jedoch, dass durch viele kleine Spiele es mehrere Probleme gibt:
-Ein Blockbuster lässt sich immer besser vermarkten als ein kleines Spiel (Das Spiel ist so und so lang und hat 100 Mio gekostet hört sich immer besser an, als das ist die kleine Indiperle XY, zumindest für die Masse)
-Wenn man jedes Jahr 20 Spiele macht, werden die meisten keine markanten Merkmale oder der stets gleichen Franchise angehören. Daher steigt eventuell sogar das Risiko, da du schlechter planen kannst, wie viele Leute dein Spiel kaufen. Das 5te AC kaufen die Leute wahrscheinlich nochmal, das 5te Jump & Run vom gleichen Publisher, jedoch mit anderen Themen/Inhalten etc. eventuell nicht.
3. Meiner Meinung nach löst das Sommerloch dieses Problem nicht. Es geht ja viel mehr darum, dass der Spieler sich dann sagt, ich hab dieses Jahr schon 8 Spiele gekauft, dann ist erstmal Schluss, statt ich kaufe dieses Jahr 2 Spiele.
4. Ok du regst dich über Manager auf, ich glaube nur, dass die nicht ihre Posten hätten und so viel Geld verdienen, wenn sie nichts tun würden. Und ich denke durchaus, dass es deutlich schwieriger ist 100 Leute zu managen, die an 10 Spielen arbeiten und 10 verschiedene Probleme haben, als wenn man 100 Leute hat, die an 2 Spielen sitzen und eventuell nur 4 Probleme in der Entwicklung haben. Damit will ich nicht sagen, mehr Leute auch stets besser ist, aber zu einem gewissen Anteil denke ich das schon. Und was heißt so viele Manager, gibt es denn so viele?

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Axel
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Axel » 31. Jul 2019, 17:18

ulowbaer hat geschrieben:
31. Jul 2019, 16:50
2. Beweisen kann ich das jetzt erstmal genausowenig wie du deinen Standpunkt. Ich glaube jedoch, dass durch viele kleine Spiele es mehrere Probleme gibt:
-Ein Blockbuster lässt sich immer besser vermarkten als ein kleines Spiel (Das Spiel ist so und so lang und hat 100 Mio gekostet hört sich immer besser an, als das ist die kleine Indiperle XY, zumindest für die Masse)
-Wenn man jedes Jahr 20 Spiele macht, werden die meisten keine markanten Merkmale oder der stets gleichen Franchise angehören. Daher steigt eventuell sogar das Risiko, da du schlechter planen kannst, wie viele Leute dein Spiel kaufen. Das 5te AC kaufen die Leute wahrscheinlich nochmal, das 5te Jump & Run vom gleichen Publisher, jedoch mit anderen Themen/Inhalten etc. eventuell nicht.
3. Meiner Meinung nach löst das Sommerloch dieses Problem nicht. Es geht ja viel mehr darum, dass der Spieler sich dann sagt, ich hab dieses Jahr schon 8 Spiele gekauft, dann ist erstmal Schluss, statt ich kaufe dieses Jahr 2 Spiele.

2. Woher willst Du das denn wissen? Kennst Du die Firma WayForward? Die machen im Endeffekt seit 15 Jahren nix anderes als Retro-Platformer. Mal klassisch, mal Metroidvania, mal Puzzle-Platformer. Und deren Spiele, besonders die Shantae-Reihe, sind überaus beliebt. Die verkaufen jetzt keine mehrere Millionen pro Spiel. Muss man bei kleineren Produktionen aber eben auch nicht, damit ein Spiel profitabel wird.
Wenn wir mal bei Ubisoft sind: Die haben zig Studios, die alle was eigenes machen könnten. Stattdessen arbeiten die alle an dem einen Spiel. Scheiß egal ob da mal ein Ladenhüter dabei wäre. Durch die Streuung kann man das aber abfangen. Ich hätte doch lieber 5 unterschiedliche AA Spiele als ein AAA Spiel, welches sich seit jeher nicht weiterentwickelt hat. AC besteht doch im Endeffekt immer noch darin, viel zu große Welten aufzudecken, hunderte Meter zu klettern, sich fallen zu lassen und in ein Heuhaufen zu landen. Und noch schlechtes kämpfen und schleichen. Aber mehr ist da doch seit jeher nicht?
Hätten die 5 Studios, die ihre Zeit in AC versenken, was eigenes gemacht in den letzten 10 Jahren: Wir hätten bestimmt schon Beyond Good & Evil 2, mal wieder ein neues Prince of Persia, wahrscheinlich auch mehr kleinere Spiele wie Valiant Hearts. Letzteres ist übrigens 5 Jahre alt und muss immer noch als Alibi vorgehalten werden: „Ja, aber, Ubisoft machen doch nicht nur seelenlose Open World Spiele und Sing my Song, sondern auch... äh... Valiant Hearts!“

3. Wer kauft denn nur 2 Spiele im Jahr? Und: Muss man sich an diese richten?
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Sebastian Solidwork » 31. Jul 2019, 18:00

Wie erfolgreich ist der BER nochmal mit seinem einzigen Projekt?
Gigantische Projekte neigen zu großen Wasserköpfen.
Ineffizienz durch zu viel Hierarchie.
Ich sehe nicht wo die günstiger sind. Eher verstrickt man sich in zu viel Komplexität.
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Stuttgarter » 31. Jul 2019, 18:10

Mich amüsiert grad der dezente Widerspruch, dass den großen Publishern einerseits dauernd vorgeworfen wird, sie würden ausschließlich aufs Geld schielen, andererseits hier jetzt argumentiert wird, dass sie doch genauso oder noch erfolgreicher sein könnten, wenn sie von 100-Millionen-AAA-Produktionen weggingen. Ja wat denn nu? :)

Ich denke, man sollte davon ausgehen, dass sich zumindest für die EAs, Ubisofts und Activisions dieser Welt millionenschweres AAA definitiv lohnt. Und daraus lässt sich wiederum folgern, dass es eine verdammt große Menge Spieler zu geben scheint, die mit den AAA-Spielen zufrieden sind.

Hat wieder so n bisschen was von treehouse, das ganze. ;)

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Heretic
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Heretic » 31. Jul 2019, 19:08

Axel hat geschrieben:
31. Jul 2019, 15:14
Ich wäre ja sofort dabei: Ein geiles wissenschaftlich akkurates Spiel in der prähistorischen Zeit. Geile Dino-Modelle, längst ausgestorbene Flora und Fauna. Budget: 150 Millionen Dollar. Ohne störendes rumgeballer, sondern einfach nur staunen.
Einen ersten Schritt in diese Richtung ist ausgerechnet Ubisoft bereits gegangen, indem sie den Erkundungsmodus-DLC für "Assassin's Creed: Origins" herausgebracht haben. Der hat soviel ich weiß die Kloppereien und die Story entfernt und ein paar Infos über die Geschichte Ägyptens hinzugefügt. Natürlich ist das Konzept noch ausbaufähig. Im Grunde wäre so ein (im Kaufpreis enthaltener!) Explorationsmodus aber ein feiner Kompromiss. Wenn dann nicht sofort wieder die leidige Schwierigkeitsgrad-Diskussion aufkommen würde, die ich hier garantiert nicht wieder aufleben lassen möchte.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Nachtfischer » 31. Jul 2019, 19:11

Stuttgarter hat geschrieben:
31. Jul 2019, 18:10
Mich amüsiert grad der dezente Widerspruch, dass den großen Publishern einerseits dauernd vorgeworfen wird, sie würden ausschließlich aufs Geld schielen, andererseits hier jetzt argumentiert wird, dass sie doch genauso oder noch erfolgreicher sein könnten, wenn sie von 100-Millionen-AAA-Produktionen weggingen. Ja wat denn nu? :)
Die Sache ist: Wenn sie von den Millionen weggehen, brauchen sie was anderes, zum Beispiel gutes Design oder innovatives Gameplay. Das ist aber aufgrund der fehlenden Reife des Mediums (nicht zuletzt gestützt durch die seit vielen Jahren geldmäßig viel schneller als künstlerisch und philosophisch wachsende AAA-Industrie) sehr schwer und nur unzuverlässig zu bekommen. Ihre Größe treibt sie aber in den Konservatismus. Also nehmen sie sich lieber berechenbare Aspekte vor, die sich auch von jedem Laien problemlos vergleichen lassen: Mehr Millionen, mehr Polygone, mehr Animationen, mehr Quadratkilometer.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Axel » 31. Jul 2019, 19:23

Heretic hat geschrieben:
31. Jul 2019, 19:08
Im Grunde wäre so ein (im Kaufpreis enthaltener!) Explorationsmodus aber ein feiner Kompromiss. Wenn dann nicht sofort wieder die leidige Schwierigkeitsgrad-Diskussion aufkommen würde, die ich hier garantiert nicht wieder aufleben lassen möchte.
Meine Argumentation wäre eine andere: Ein angepflanschter Explorationsmode kann nie so gut sein wie eine Welt, die auf Exploration ausgerichtet ist. Ich möchte das mal an dieser überwucherten Ruine erklären:
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Würdest Du so ein Objekt in eine Welt mit Gameplay stellen, wäre diese Ruine nutzlos. Du kannst ja nicht rein, da sie überwuchert ist. Es ist also einfach nur da, ohne spielerischen Wert. Aber auf einer explorativen Ebene, kann so eine Ruine Geschichten erzählen. Angefangen darüber, dass an dieser Stelle mal Menschen gehaust haben und das schon ein paar Jahrzehnte her ist. Vielleicht kannst Du in den Trümmern noch ein paar kleine Überbleibsel aus einer anderen Zeit finden. Sehe ich in der Exploration so ein Gebäude, bin ich fasziniert und bleibe davor stehen. Auch weil so ein Gebäude nicht schön aussieht. Objekte in Spielwelten haben ja auch immer den Hang zur Geometrie. Das heißt, dass sie in einem guten Winkel designt sind, damit es für das Betrachterauge besser wirkt. In einer explorativen Welt kannst Du davon aber bewusst weggehen, zumindest mehr als in einer Welt mit Gameplay, da letztere leicht lesbar und berechenbar sein muss.
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Sebastian Solidwork » 31. Jul 2019, 19:31

Stuttgarter hat geschrieben:
31. Jul 2019, 18:10
Ich denke, man sollte davon ausgehen, dass sich zumindest für die EAs, Ubisofts und Activisions dieser Welt millionenschweres AAA definitiv lohnt. Und daraus lässt sich wiederum folgern, dass es eine verdammt große Menge Spieler zu geben scheint, die mit den AAA-Spielen zufrieden sind.
Wie Wolgang im letzten Wortreich ausgeführt hat, "lohnt" es sich nur für die Aktienbesitzer und Manager der Publisher. Die Masse der Angestellten ist auch nicht wirklich kreativ sonder vor allem Ausführungsgehilfe (wer erkennt darin auch die "Rechen-Sklaven" aus den Dune Bücher? Die Vorgeschichte mit Butlers Djihad).

Ich denke, dass in gewissem Maße diese "Zufriedenheit" auch mit schrillen Marketing-Kampagnen erkauft wurde.
Ich will den Käufern ihre (kurzfristige ?) Befriedigung nicht absprechen. Aber gilt es dabei nicht auch die moralische Seite zu beleuchten? Wiegt die Befriedigung einiger Million Käufer die geistige wie körperliche Schädigung einiger Tausender auf? Dafür, dass sich diese Spiel auch noch psychologischer Tricks wie beim Glücksspiel bedienen um ihre Renditen einzufahren.
Kaputt ist etwas tieferliegendes in unserer Gesellschaft. Das hier sind nur Symptome.
(Keine Sorge, der Kommunismus liegt mir nicht am Herzen. Gibt besser Alternativen mit Marktwirtschaft ;-) )
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Heretic » 31. Jul 2019, 20:45

Axel hat geschrieben:
31. Jul 2019, 19:23
Meine Argumentation wäre eine andere: Ein angepflanschter Explorationsmode kann nie so gut sein wie eine Welt, die auf Exploration ausgerichtet ist. [...]
Das ist wohl wahr. Aber ich sagte ja, es wäre ein Kompromiss. Denn was nützt das schönste Explorationsspiel, wenn es zu wenig Käufer findet.

Vielleicht könnte man einen Erkundungsmodus noch ein wenig aufmotzen, wenn durch wegfallende KI, Gameplay und Story zusätzliche Ressourcen frei werden. Mit Photogrammetrie beispielsweise. "The Vanishing of Ethan Carter" sah schon recht lecker aus damals. Heute geht da bestimmt noch mehr.

Tengri Lethos
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Tengri Lethos » 31. Jul 2019, 20:47

Axel hat geschrieben:
31. Jul 2019, 13:18


Ich meine, wenn es um coole Landschaften geht: Davon hat Deutschland und das Ausland ne ganze Menge zu bieten. Ne Freundin war die letzten 2 Wochen in Irland. Was die da für Panoramen geschossen hat, welche prachtvolle Natur sie gesehen hat... Das schlägt jede künstliche Grafik. Oder ich war vor vier Monaten in Prag. Was man da abseits der Touristenfallen an tollen Straßenzügen, Häuser, Details entdecken kann ist der Wahnsinn.
Also was ich sagen will: In AAA Spielen versucht man häufig Naturlandschaften und Städte nachzubilden. Dabei wird das aber nie an die Erfahrung im echten Leben rankommen. Warum versucht man das im digitalen nachzubilden, wenn man einfach nur vor die Tür gehen kann?
Auch wenn es schon gesagt wurde: AAA Spiele, wie ein AC bieten mir aber die Möglichkeit, in dieser Welt Dinge zu tun, die ich in der richtigen nicht tun würde / nicht tun kann. Aber durch die Nähe zur echten Welt fühlt es sich (wenn es gut gemacht wird und man nicht ins Uncanny Valley tappt) sehr viel immersiver an.
Dein Argumentation beschränkt sich für mich zu sehr auf einen einzelnen Aspekt eines Spiels. Und bestimmte einzelne Aspekte kann ich in zig anderen Tätigkeiten finden. Beispiel: Selbstwirksamkeit kann ich in Mincecraft erfahren, wenn ich etwas baue. Jetzt könnte aber (typischerweise bei mir) mein Vater sagen: Bau doch lieber was aus Holz, da erfährst Du auch Selbstwirksamkeit aber viel besser.
Mir geht es doch aber bei Spielen gerade um einen bestimmte Kombination aus Dingen, die ich in ein Spiel investieren möchte und Dingen, die ich in dem Spiel erleben und aus ihm gewinnen möchte . Dieser Kombinationscoktail ist für jeden ein wenig anders und je nachdem, was ich haben möchte, bin ich vielleicht auch in der freien Natur besser aufgehoben oder bei AA Spielen...oder bei AAA Spielen. Die allgemeine Aussage: "Ach, schöne Bilder kann ich doch viel besser in Echt gucken" hätte z.B. auch die Kunstform des Realismus oder bei Objekten auch die Gemäldeform von Stilleben überflüssig gucken. Natürlich kann das nie die Realität ersetzen, aber kann man dann nicht trotzdem anstreben, immer näher an diese heranzukommen?

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Axel » 31. Jul 2019, 21:02

Tengri Lethos hat geschrieben:
31. Jul 2019, 20:47
Natürlich kann das nie die Realität ersetzen, aber kann man dann nicht trotzdem anstreben, immer näher an diese heranzukommen?
Aber doch nicht, wenn am Ende - salopp gesagt - nur Ballerbuden bei rumkommen! Ich weiß noch damals, da waren wir so 11, 12 Jahre als Mitte der 90er mit der CD-ROM die Multimedia-Welle über uns hereinbrach. Da gab es so Dinge wie interaktive Sternenkarten, Lexikas und wenn man richtig artsy war sogar sehr frühe Versuche einer Walking-Sim, dann halt aber „spielerisch“ basierend auf Myst. Mit Videos, Kommentaren, ne ganze Menge Text. Und das war für uns Kids damals ja auch echt interessant. Gleichzeitig wurden aber in Zeitschriften auch schon über Virtual Reality und sowas geschrieben. Und ich so zu meinen Schulkumpel damals:
„Stell Dir vor, irgendwann in der Zukunft setzen wir eine Brille auf und können das Universum erkunden. Vielleicht so geil wie beim Holodeck in Star Trek.“ Wir haben uns da richtig in diese Zukunftsvision hinein geträumt.

Heute leben wir in dieser Zukunft. VR wird von Generation zu Generation besser. Mittlerweile gibt es ja auch Stand Alone Geräte. Und es werden richtig aufwendige Spiele im dreistelligen Millionenbereich produziert. Und der kleinste gemeinsame Nenner ist ... Gewalt? Wirklich? Wo sind die Träume von früher hin, die man jetzt endlich erfüllen könnte? Hatten andere nicht solche Träume als sie noch Kinder in den 90ern waren?
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von EvilTechno » 31. Jul 2019, 21:54

Träume? Vgl. Star Citizen mit seinem alternativen Finanzierungsmodell.

Ansonsten sind die 15 jährigen von damals - die 20 C64 Disketten mit 80 Spielen ohne Anleitung nicht mal als Herausforderung sahen, sondern als lustigen Nachmittag - nun 40 jährige, die oftmals ein halbwegs komplexes Spiel nicht mal mehr starten sondern lieber 2048 oder Tetris im Browser spielen und nebenbei ein YT Video schauen.

Eine VR Brille einstöpseln ist sicher komplizierter als das Lenkrad zu verwenden, dass nur einen Meter zur Seite geschoben werden müsste, in den USB Front Slot gesteckt und kalibriert. Trotzdem an vielen Tagen zu viel Aufwand. :( Mein 15 jähriges Ich schaut mich gerade völlig entsetzt an.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von IpsilonZ » 31. Jul 2019, 23:39

Axel hat geschrieben:
31. Jul 2019, 21:02
Tengri Lethos hat geschrieben:
31. Jul 2019, 20:47
Natürlich kann das nie die Realität ersetzen, aber kann man dann nicht trotzdem anstreben, immer näher an diese heranzukommen?
Aber doch nicht, wenn am Ende - salopp gesagt - nur Ballerbuden bei rumkommen! Ich weiß noch damals, da waren wir so 11, 12 Jahre als Mitte der 90er mit der CD-ROM die Multimedia-Welle über uns hereinbrach. Da gab es so Dinge wie interaktive Sternenkarten, Lexikas und wenn man richtig artsy war sogar sehr frühe Versuche einer Walking-Sim, dann halt aber „spielerisch“ basierend auf Myst. Mit Videos, Kommentaren, ne ganze Menge Text. Und das war für uns Kids damals ja auch echt interessant. Gleichzeitig wurden aber in Zeitschriften auch schon über Virtual Reality und sowas geschrieben. Und ich so zu meinen Schulkumpel damals:
„Stell Dir vor, irgendwann in der Zukunft setzen wir eine Brille auf und können das Universum erkunden. Vielleicht so geil wie beim Holodeck in Star Trek.“ Wir haben uns da richtig in diese Zukunftsvision hinein geträumt.

Heute leben wir in dieser Zukunft. VR wird von Generation zu Generation besser. Mittlerweile gibt es ja auch Stand Alone Geräte. Und es werden richtig aufwendige Spiele im dreistelligen Millionenbereich produziert. Und der kleinste gemeinsame Nenner ist ... Gewalt? Wirklich? Wo sind die Träume von früher hin, die man jetzt endlich erfüllen könnte? Hatten andere nicht solche Träume als sie noch Kinder in den 90ern waren?
Ich weiß halt nicht was genau dein Anspruch an diese Spiele ist. Weil ich denke mir die ganze Zeit "es gibt doch solche Spiele".

Ein Freund von mir hat letztens Outer Wilds gespielt. Das sah sehr faszinierend aus und hat sich komplett ums Erforschen des Weltalls gedreht.
Bei Abzu schwimmst tauchst du durch tiefe Gewässer, teilweise zusammen mit anderen Fischen und die Faszination die Tiefen des Ozeans zu erkunden waren glaube ich eine der Hauptaspekte des Spiels.
Oder No Man's Sky, das ja soweit ich weiß ebenfalls Kampf nicht als zentrales Element hat (gibts überhaupt Kämpfe?).
Elite Dangerous kann man glaube ich auch ganz gut ohne Kämpfe spielen.
Und ein Spiel das ich mir vor kurzem geholt habe und ebenfalls den Fokus auf das Erkunden der Welt, sprechen mit den Figuren der Welt und Bilder malen konzentriert ist Eastshade.

Also doch, es gibt durchaus Leute die solche Spiele spielen wollen. Und es gibt auch Spiele die diesen Drang nach Erforschung befriedigen.

Was AAA angeht.. naja, die müssen halt auf ein größeres Publikum abzielen. Und auf jedes Kind das gerne einfach nur das Weltall erforschen wollte kommen gefühlt 10 Kinder die gegen große Roboterdinos oder Orks kämpfen wollten.

ulowbaer
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von ulowbaer » 1. Aug 2019, 13:19

Axel hat geschrieben:
31. Jul 2019, 17:18
...

2. Woher willst Du das denn wissen? Kennst Du die Firma WayForward? Die machen im Endeffekt seit 15 Jahren nix anderes als Retro-Platformer. Mal klassisch, mal Metroidvania, mal Puzzle-Platformer. Und deren Spiele, besonders die Shantae-Reihe, sind überaus beliebt. Die verkaufen jetzt keine mehrere Millionen pro Spiel. Muss man bei kleineren Produktionen aber eben auch nicht, damit ein Spiel profitabel wird.
Wenn wir mal bei Ubisoft sind: Die haben zig Studios, die alle was eigenes machen könnten. Stattdessen arbeiten die alle an dem einen Spiel. Scheiß egal ob da mal ein Ladenhüter dabei wäre. Durch die Streuung kann man das aber abfangen. Ich hätte doch lieber 5 unterschiedliche AA Spiele als ein AAA Spiel, welches sich seit jeher nicht weiterentwickelt hat. AC besteht doch im Endeffekt immer noch darin, viel zu große Welten aufzudecken, hunderte Meter zu klettern, sich fallen zu lassen und in ein Heuhaufen zu landen. Und noch schlechtes kämpfen und schleichen. Aber mehr ist da doch seit jeher nicht?
Hätten die 5 Studios, die ihre Zeit in AC versenken, was eigenes gemacht in den letzten 10 Jahren: Wir hätten bestimmt schon Beyond Good & Evil 2, mal wieder ein neues Prince of Persia, wahrscheinlich auch mehr kleinere Spiele wie Valiant Hearts. Letzteres ist übrigens 5 Jahre alt und muss immer noch als Alibi vorgehalten werden: „Ja, aber, Ubisoft machen doch nicht nur seelenlose Open World Spiele und Sing my Song, sondern auch... äh... Valiant Hearts!“

3. Wer kauft denn nur 2 Spiele im Jahr? Und: Muss man sich an diese richten?
2. Nein bis zu deiner Erwähnung kannt eich die Firma nicht. Ich persönlich finde jedoch nicht, dass sich eine kleine Firma (ich habe nur Angaben von 50 bis 200 Mitarbeitern gefunden) mit z.B. Ubisoft mit mehr als 13.000 Mitarbeitern vergleichen lässt. Insbesondere dann wenn sie sich auf eine absolute Niesche spezialisiert hat. Auch würde dies im Umkehrschluss ja bedeuten, dass bei Ubisoft sich in Teamgrößen von je 100 Personen eigene Spiele Entwicklen sollte. Sagen wir nun, dass 50% der Mitarbeiter Entwickler bei Ubisoft wären, müssten jährlich über 70 Spiele erscheinen. Und hier würde man garantiert probleme mit der Sichtbarkeit und den Umsätzen erhalten.

3. Ich konnte im Netz leider keine konkreten Zahlen finden, aber wenn Fifa das meist gekaufte Spiel in Deutschland (mit 1,5 Mio) von beispielsweise 1 Mio Leute gekauft wird, die sich im Jahr nur COD und Fifa kaufen, dann würde ich schon sagen, dass man sich als Publisher nach diesen Leuten richten sollte, da diese einen nicht unerheblichen Anteil am Umsatz erwirtschaften.

Ich werde aber mal die verschiedenen Sichten und Argumente sammeln und bei Fragen an Wolfgang zusammenfassen. Vielleicht kann er zu den Themen etwas mehr Expertenwissen hinzugeben.

Tengri Lethos
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Tengri Lethos » 1. Aug 2019, 19:01

Axel hat geschrieben:
31. Jul 2019, 21:02

Heute leben wir in dieser Zukunft. VR wird von Generation zu Generation besser. Mittlerweile gibt es ja auch Stand Alone Geräte. Und es werden richtig aufwendige Spiele im dreistelligen Millionenbereich produziert. Und der kleinste gemeinsame Nenner ist ... Gewalt? Wirklich? Wo sind die Träume von früher hin, die man jetzt endlich erfüllen könnte? Hatten andere nicht solche Träume als sie noch Kinder in den 90ern waren?
Gewalt ist eben ein simples Mittel, die niedrig hängende Frucht sozusagen. Und ich fändees auch falsch, Gewalt als Option aus Spielen zu entfernen. Denn nur wenn diese Option vorhanden ist, ist der bewusste Verzicht darauf auch ein humanistischer Gewinn.
Und es gibt sie doch auch; die anderen Spiele. Im AAA Bereich? Naja...manchmal, aber meistens wenig erfolgreich. Aber das Thema Gewalt ist ja auch ein anderes, als das zu dem ich was geschrieben hatte. Du kannst natürlich bemängeln, dass so viel Geld dafür eingesetzt wird. Aber ist das nicht eben auch Geschmackssache?

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