Spieleverfilmungen und Filmpodcast

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derFuchsi
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von derFuchsi »

Musste gerade beim hören über die komischen Actionszenen in Assassin's Creed schmunzeln. Der Beschreibung nach kommt mir das sehr bekannt vor und dann guckte ich mir das mal auf Youtube an und hatte recht.
Habe nämlich vor nicht allzu langer Zeit den folgenden Beitrag gesehen und das erinnerte mich genau daran:
https://youtu.be/4GDPNK_da7U
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Schlagerfreund
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Schlagerfreund »

Diese Schnittechnik ist ja leider seit Jahren ziemlich populär. Sie soll halt Geschwindigkeit erzeugen, macht für mich aber auch solche Szenen schlecht verfolgbar. Davon abgesehen spart man so auch viel Zeit und Arbeit. Man muss halt keine komplexen Choreographien mehr austüfteln und üben. Ansonsten bekommt man so Filme auch gut auf PG-13 weil man oft die Treffer wegblendet.

Der erste Teil von John Wick hat deswegen bei "Kennern" deswegen auch viel Lob bekommen weil es halt nicht so zerschnibbelt war und die Kamera oft auch wirklich mal auf der Action geblieben ist.

https://youtu.be/w-HSoOFdJ3s

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Andre Peschke
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Andre Peschke »

derFuchsi hat geschrieben:
16. Jul 2019, 19:04
Habe nämlich vor nicht allzu langer Zeit den folgenden Beitrag gesehen und das erinnerte mich genau daran:
https://youtu.be/4GDPNK_da7U
Auch wenn da viel richtiges gesagt wird, finde ich es zu pauschal wenn man so tut, als wäre "weniger Schnitte = viel besser" grundlegend korrekt. Vor allem, wenn Kampfszenen und Verfolgungsjagden in einen Topf geworfen werden. Der erste Taken hatte ja zB jetzt nicht unbedingt One-Shot-Kampfszenen und die Menschen waren trotzdem begeistert. Ausgerechnet ein solches Wrack wie Taken 3 mit Mission Impossible zu vergleichen - warum nicht gleich "The Revenant" mit "Mission Impossible" vergleichen und sagen, MI sei zu hektisch geschnitten. ^^ IMO sind das einfach beides verschiedene Formen der ästhetischen Umsetzung, die beide super funktionieren können - je nachdem, was man erreichen will. Wenn die Kamera nah dran ist, wird die Action ja zB auch viel intimer. Die Kampfszene in "Saving Private Ryan", in der am Ende der Deutsche einen der Heldentruppe ersticht ist IMO gerade deswegen so schlimm anzusehen, weil die Kamera so nah dran ist. Die "Bourne Filme" werden im Beitrag ja sogar ebenfalls genannt, auch da hat's funktioniert.

Außerdem bin ich zwar seit über 10 Jahren ein großer Scott-Adkins-Fan - insbesondere auch in der Isaac Florentine - Kombo, aber das seine Filme im Nirvana versauern liegt eben auch daran, dass sie abseits der Kampfszenen absolut und vollkommen beschissen sind. Special Forces 2 hat zB eine wirklich hervorragende Kampfszene, aber abseits dessen - omg. Der erste Ninja ist sogar insgesamt unerträglich, erst der zweite war dann wieder cool wegen der Kampfszenen. Einzig die Undisputed-Reihe war in der Hinsicht auch als Film anschaubar (zumindest der erste (der ja eigentlich der zweite war)).

Und Christopher Lee hatte eine Fecht-Ausbildung schon seit Schultagen!11 ;)

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derFuchsi
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von derFuchsi »

Ich denke die Aussage war viele Filmemacher haben das System mit den Schnitten falsch verstanden (oder könnens einfach nicht). Bourne und ein paar Andere haben es wohl richtig gemacht. Aber viele andere (wie offenbar Taken 3 - da wurde mir beim zusehen bei den paar Szenen schon schlecht) schnippeln anscheinend ohne Sinn und Verstand herum, hauptsache hektisch. Assassin's Creed wirkte auf mich irgendwie auch ein wenig so was ich auf YT gesehen habe.

Ja Private Ryan. Die angesprochene Szene fand ich die fieseste im ganzen Film. Omaha Beach und der ganze Splatter war trotz aller Brutalität sehr "cool" gemacht (obwohl ich kein so Splatter Fan bin) aber diese Messerszene uäh...

John Wick ist irgendwie auch unangenehm zu sehen, warum auch immer.
Zuletzt geändert von derFuchsi am 17. Jul 2019, 11:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Decius
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Decius »

Schnelle Schnitte und Wackelkamera brauchen eben einen wirklichen Meister in allen Bereichen - Choreographie, Schnitt, Kamera, Regisseur damit es funktioniert, denn wenn es funktioniert ist es herausragend. Haben halt die wenigsten Produktionen. Wenn es läuft dann kommt was großartiges dabei raus - eben die frühen Bourne-Filme. Die Technik/Stil selbst ist nicht das Problem, die Umsetzung ist einfach fast immer mangelhaft. Und wenn sie natürlich nur dafür benutzt wird, um die Probleme der Darsteller mit den Actionsequenzen zu kaschieren, oder um eine Szene mit wenig Aufwand nur einmal drehen zu müssen, kann halt auch schwer was gutes dabei rauskommen, anders als wenn man es explizit als Stilmittel so geplant hat, des Stiles wegen.

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Gonas
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Gonas »

derFuchsi hat geschrieben:
17. Jul 2019, 10:43

John Wick ist irgendwie auch unangenehm zu sehen, warum auch immer.
Hm, an Schnitten dürfte das aber nicht liegen. Schließlich wird er was das betrifft immer als Positivbeispiel gelobt was ich persönlich bestätigen würde, finde die Sequenzen sehr angenehm anzuschauen.

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derFuchsi
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von derFuchsi »

Gonas hat geschrieben:
17. Jul 2019, 11:05
Hm, an Schnitten dürfte das aber nicht liegen. Schließlich wird er was das betrifft immer als Positivbeispiel gelobt was ich persönlich bestätigen würde, finde die Sequenzen sehr angenehm anzuschauen.
Uhm nein so meinte ich das nicht sorry, mehr richtig Private Ryan die Messer Szene. Bei John Wick sitze ich eher so mit einem Zusammengekniffenen Auge vorm Fernseher weil irgendwie unangenehm brutal. Der Schnitt ist super.
Vielleicht liegt das aber an mir weil ich auch nicht so der Splatter Typ bin, da ist man vielleicht abgehärteter was sowas betrifft.
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Feamorn
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Feamorn »

Zu dem Thema Schnitte gibt es ja einige interessante Videos im Netz, ich glaub "Every frame a painting" hat mal was zu Jackie Chan und Co. gemacht, wie da vermieden wird, dass der Zuschauer die Übersicht verliert, trotz Schnitten. (Kurz: man sieht einige Bewegungen nach einem Schnitt kurz aus der anderen Perspektive wiederholt, damit der Zuschauer die Bewegung und die daraus folgende Reaktion auf die Aktion besser nachvollziehen kann.)
Ein anderes Beispiel wäre Mad Max: Fury Road (sorry Fuchsi ;) ), in dem alles wichtige immer in der Bildmitte passiert, weshalb der Zuschauer quasi niemals im Bild "suchen" muss, um der Handlung folgen zu können. Dann kann man trotzdem schnell schneiden oder vieles im Bild haben, ohne dass der Zuschauer den Faden verliert oder gar verwirrt ist.

Nachtrag: Hm, das Every Frame A Painting Video ist vom Kanal verschwunden, gerade ging auch eher darum, wie Chan Comedy produziert, aber den Part ab ca. 1:58 im verlinkten Re-Upload durch wen anders fand ich in Sachen Action wirklich aufschlussreich:
https://youtu.be/0PewHeC1Kag

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Feamorn
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Feamorn »

derFuchsi hat geschrieben:
17. Jul 2019, 11:19
Gonas hat geschrieben:
17. Jul 2019, 11:05
Hm, an Schnitten dürfte das aber nicht liegen. Schließlich wird er was das betrifft immer als Positivbeispiel gelobt was ich persönlich bestätigen würde, finde die Sequenzen sehr angenehm anzuschauen.
Uhm nein so meinte ich das nicht sorry, mehr richtig Private Ryan die Messer Szene. Bei John Wick sitze ich eher so mit einem Zusammengekniffenen Auge vorm Fernseher weil irgendwie unangenehm brutal. Der Schnitt ist super.
Vielleicht liegt das aber an mir weil ich auch nicht so der Splatter Typ bin, da ist man vielleicht abgehärteter was sowas betrifft.
Ich finde die Brutalität in John Wick auch sehr unangenehm, tatsächlich schlimmer als bei so ziemlich allen Splatter- und Horrorfilmen, die ich ja durchaus gucke.
Ich denke, das kommt eben gerade auch durch den guten Schnitt und die hyperrealistische Inszenierung. Das wirkt alles irgendwie "echt" und dadurch eben umso verstörender. Der Einstieg von Private Ryan funktioniert für mich auf einer ähnlichen Ebene.

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Schlagerfreund
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Schlagerfreund »

Feamorn hat geschrieben:
17. Jul 2019, 11:25
derFuchsi hat geschrieben:
17. Jul 2019, 11:19
Gonas hat geschrieben:
17. Jul 2019, 11:05
Hm, an Schnitten dürfte das aber nicht liegen. Schließlich wird er was das betrifft immer als Positivbeispiel gelobt was ich persönlich bestätigen würde, finde die Sequenzen sehr angenehm anzuschauen.
Uhm nein so meinte ich das nicht sorry, mehr richtig Private Ryan die Messer Szene. Bei John Wick sitze ich eher so mit einem Zusammengekniffenen Auge vorm Fernseher weil irgendwie unangenehm brutal. Der Schnitt ist super.
Vielleicht liegt das aber an mir weil ich auch nicht so der Splatter Typ bin, da ist man vielleicht abgehärteter was sowas betrifft.
Ich finde die Brutalität in John Wick auch sehr unangenehm, tatsächlich schlimmer als bei so ziemlich allen Splatter- und Horrorfilmen, die ich ja durchaus gucke.
Ich denke, das kommt eben gerade auch durch den guten Schnitt und die hyperrealistische Inszenierung. Das wirkt alles irgendwie "echt" und dadurch eben umso verstörender. Der Einstieg von Private Ryan funktioniert für mich auf einer ähnlichen Ebene.
Fand das jetzt nicht super krass bei John Wick, kann es aber verstehen. Es ist halt auch in der Inszenierung eine Mischung aus Leichtigkeit und Abgeklärtheit. Hyperrealistisch würde ich das nicht nennen. Es geht ja schon viel in die Gun-Fu Richtung. Aber wie gesagt bleibt die Kamera halt fast immer auf der Gewaltdarstellung und schneidet nicht weg.

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Gonas
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Gonas »

derFuchsi hat geschrieben:
17. Jul 2019, 11:19
Gonas hat geschrieben:
17. Jul 2019, 11:05
Hm, an Schnitten dürfte das aber nicht liegen. Schließlich wird er was das betrifft immer als Positivbeispiel gelobt was ich persönlich bestätigen würde, finde die Sequenzen sehr angenehm anzuschauen.
Uhm nein so meinte ich das nicht sorry, mehr richtig Private Ryan die Messer Szene. Bei John Wick sitze ich eher so mit einem Zusammengekniffenen Auge vorm Fernseher weil irgendwie unangenehm brutal. Der Schnitt ist super.
Vielleicht liegt das aber an mir weil ich auch nicht so der Splatter Typ bin, da ist man vielleicht abgehärteter was sowas betrifft.
Ah, ok. Ja, das ist sicher nachvollziehbar, auch wenn es mir nicht so geht.

Eigentlich habe ich mit Splatter meine Probleme, bei John Wick geht es mir tatsächlich nicht so weil ich mich wohl davor 'abstumpfe'. Es ist mir einfach sehr genau klar was mich erwartet und genau darauf stelle ich mich ein. Eigentlich eigenartig, dass ich es dort so einfach akzeptieren kann.
Habe auch das Gefühl der Film bleibt zwar bei den Auswirkungen, allerdings auch nicht länger als notwenig um sie zu zeigen. Der Akt des Tötens wird schon Inszeniert, aber nicht unbedingt das Leid (in übertriebenem Maße), vielleicht liegt es daran.

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Andre Peschke
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Andre Peschke »

Decius hat geschrieben:
17. Jul 2019, 10:46
Schnelle Schnitte und Wackelkamera brauchen eben einen wirklichen Meister in allen Bereichen - Choreographie, Schnitt, Kamera, Regisseur damit es funktioniert, denn wenn es funktioniert ist es herausragend. Haben halt die wenigsten Produktionen. Wenn es läuft dann kommt was großartiges dabei raus - eben die frühen Bourne-Filme. Die Technik/Stil selbst ist nicht das Problem, die Umsetzung ist einfach fast immer mangelhaft.
Liegt aber vllt auch daran, dass diese Art der Ästhetik noch recht neu ist (im Vergleich) und dementsprechend weniger richtige Experten dafür existieren. Selbst Michael Bay, als einer der Vorreiter, hat seinen Stil da erheblich variiert, IMO. In "Bad Boys 2" und "The Island" sind die Schnitte weniger hektisch und auch erkennbar dem "Problem" geschuldet, dass du deine Mega-Stars nicht wirklich in einem unfassbar teuren Sportwagen durch die Gegend heizen lassen kannst, während Autowracks auf die Straße geworfen werden. Beim ersten "Transformers" ist es dann mega-hektisch, beim zweiten wird das bereits zurückgefahren etc. Man merkt schon, dass das jemand versucht, da Feinschliff zu betreiben und diese Stilausprägung über einen Zeitraum von Jahren im Fluss ist.
derFuchsi hat geschrieben:
17. Jul 2019, 10:43
Ja Private Ryan. Die angesprochene Szene fand ich die fieseste im ganzen Film. Omaha Beach und der ganze Splatter war trotz aller Brutalität sehr "cool" gemacht (obwohl ich kein so Splatter Fan bin) aber diese Messerszene uäh...
Finde ich auch die stärkste Szene im ganzen Film. Das ging mir echt unangenehm nahe (was im Kontext dieses Films ja hervorragend ist). Die Intimität der Gewalt wird ja durch das fast zärtliche Beschwichtigen des Soldaten noch intensiviert, wenn er ihm zuredet die Gegenwehr doch einfach einzustellen. Da ist das Morden mal wirklich abscheulich.

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Sebastian Solidwork
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Sebastian Solidwork »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Jul 2019, 10:06
Die Kampfszene in "Saving Private Ryan", in der am Ende der Deutsche einen der Heldentruppe ersticht ist IMO gerade deswegen so schlimm anzusehen, weil die Kamera so nah dran ist. Die "Bourne Filme" werden im Beitrag ja sogar ebenfalls genannt, auch da hat's funktioniert.
Verwechselst du da nicht Nähe mit Schnitten? Die Szene hat doch auch kaum Schnitte, zumindest keine die ich als hektisch empfinde, habe sie gerade nochmal angesehen. Aus der Kombination aus Nähe und wenigen Schnitten entsteht ihre Eindringlichkeit.
Die gezeigte Szene aus Terminator sehe ich auf ähnlichen Niveau der Schnitte und die lobt er.
Die Szene aus MI war wohl bewusst ein extremes Gegenbeispiel.

Ich habe David so verstanden, dass viele Schnitte heute dazu genutzt werden um Geld zu sparen, es ist der billigere Weg. Und auch teilweise die Unfähigkeit der Darsteller in der Kampfdarstellung zu überdecken.
Und dabei wird es auch meistens nicht gut gemacht. Es ist ein schwer zu beherrschende Kunst. Hierbei einen guten Film zu machen würde wieder mehr Geld kosten.
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Andre Peschke
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Andre Peschke »

Sebastian Solidwork hat geschrieben:
17. Jul 2019, 23:48
Verwechselst du da nicht Nähe mit Schnitten?
Nein, du hast den vorhergehenden Satz nicht gelesen. :D --> "Wenn die Kamera nah dran ist, wird die Action ja zB auch viel intimer."

Es ging nur um die Nähe der Kamera.
Sebastian Solidwork hat geschrieben:
17. Jul 2019, 23:48
Ich habe David so verstanden, dass viele Schnitte heute dazu genutzt werden um Geld zu sparen, es ist der billigere Weg. Und auch teilweise die Unfähigkeit der Darsteller in der Kampfdarstellung zu überdecken.
Und dabei wird es auch meistens nicht gut gemacht. Es ist ein schwer zu beherrschende Kunst. Hierbei einen guten Film zu machen würde wieder mehr Geld kosten.
Bei mir ist - u.a. auch beim Plädoyer an junge Regisseure am Ende - der Eindruck entstanden, er würde "weniger Schnitte" hier generell höher werten. Das hielte ich für falsch. Das es mehr als genug Fälle gibt, wo man denkt mit chaotischem Schnitt irgendwelche Produktionsmängel kaschieren zu können: Absolut. Daher ja auch meine eingehende, grundsätzliche Zustimmung.

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Sebastian Solidwork
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Sebastian Solidwork »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Jul 2019, 23:55
Sebastian Solidwork hat geschrieben:
17. Jul 2019, 23:48
Verwechselst du da nicht Nähe mit Schnitten?
Nein, du hast den vorhergehenden Satz nicht gelesen. :D --> "Wenn die Kamera nah dran ist, wird die Action ja zB auch viel intimer."

Es ging nur um die Nähe der Kamera.
Mein Fehler. Ich meinte Vermischen und nicht Verwechseln.
Über Nähe sehe ich keine Aussage im Video. Wo siehst du eine? Oder wie kommst du darauf?
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Andre Peschke »

Sebastian Solidwork hat geschrieben:
18. Jul 2019, 00:02
Über Nähe sehe ich keine Aussage im Video. Wo siehst du eine? Oder wie kommst du darauf?
Bin recht sicher, daß war drin. Bin aber nicht gewillt, es nochmal zu schauen. :D

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Ranor
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Ranor »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Jul 2019, 10:06
Außerdem bin ich zwar seit über 10 Jahren ein großer Scott-Adkins-Fan - insbesondere auch in der Isaac Florentine - Kombo, aber das seine Filme im Nirvana versauern liegt eben auch daran, dass sie abseits der Kampfszenen absolut und vollkommen beschissen sind. Special Forces 2 hat zB eine w1irklich hervorragende Kampfszene, aber abseits dessen - omg. Der erste Ninja ist sogar insgesamt unerträglich, erst der zweite war dann wieder cool wegen der Kampfszenen. Einzig die Undisputed-Reihe war in der Hinsicht auch als Film anschaubar (zumindest der erste (der ja eigentlich der zweite war)).
Also viele seiner neueren Werke sind auch abseits der Kampfszenen wirklich gut, vor allem alle seine Filme die Jesse V. Johnson gedreht hat.
Payday (heißt eigentlich The Debt Collector) ist ein cooler Buddy Actionfilm der überraschend schön gefilmt ist. Accident Man ist ne Comicverfilmung bei der Adkins sein durchaus vorhandenes komödiantisches Talent unter Beweis stellt. Und vor allem der aktuelle Avengement ist ein grandioser britischer Gangster- und Gefängnisstreifen. Bei allen zeigt Adkins neben seinen unbestritten großartigen Kampfkunstfähigkeiten auch sein schauspielerisches Talent.

Und Universal Soldier: Day Of Reckoning von John Hyams ist ein absolutes Meisterwerk und die Krönung in Adkins´ bisheriger Filmographie.
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Ich mochte den Assassin's Creed Film ja irgendwie, auch wenn alles ab der Ausbruch-Szene ziemlich doof war (und das Ende wirklich massiv unbefriedigend ist). Ich mochte die ganze Machart und Tonalität des Films und mir sind so Dinge wie die mehrfache Einführung des Charakters gar nicht so negativ aufgefallen.

Kein großartiger Film, für mich aber schon eine der besseren Spieleverfilmungen

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Sebastian Solidwork
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Sebastian Solidwork »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Jul 2019, 23:55
Sebastian Solidwork hat geschrieben:
17. Jul 2019, 23:48
Ich habe David so verstanden, dass viele Schnitte heute dazu genutzt werden um Geld zu sparen, es ist der billigere Weg. Und auch teilweise die Unfähigkeit der Darsteller in der Kampfdarstellung zu überdecken.
Und dabei wird es auch meistens nicht gut gemacht. Es ist ein schwer zu beherrschende Kunst. Hierbei einen guten Film zu machen würde wieder mehr Geld kosten.
Bei mir ist - u.a. auch beim Plädoyer an junge Regisseure am Ende - der Eindruck entstanden, er würde "weniger Schnitte" hier generell höher werten. Das hielte ich für falsch. Das es mehr als genug Fälle gibt, wo man denkt mit chaotischem Schnitt irgendwelche Produktionsmängel kaschieren zu können: Absolut. Daher ja auch meine eingehende, grundsätzliche Zustimmung.

Andre
Danke für die Ausführung, das kann ich nachvollziehen. Es ist auch im wesentlichen, dass was bei mir ankam. "Lieber weniger Schnitte.", aber klar vor dem Hintergrund, dass es derzeit inflationär missbraucht wird. Ein Plädoyer alla "wenn viele Schnitte, dann aber gut" konnte auch ich kaum heraus lesen.
Ich bin mir da selbst ungewiss. Ich müsste mal wieder einen Film sehen der viele Schnitte gut macht; wohl den ersten Bourne. Ich weiß nur noch deutlich, dass es für mich schon der zweite schlechter gemacht hat. Das war mir zu hektisch. z.B. das Wackeln der Jalousien in dem Haus hat mich sehr irritiert.
Andre Peschke hat geschrieben:
18. Jul 2019, 00:51
Sebastian Solidwork hat geschrieben:
18. Jul 2019, 00:02
Über Nähe sehe ich keine Aussage im Video. Wo siehst du eine? Oder wie kommst du darauf?
Bin recht sicher, daß war drin. Bin aber nicht gewillt, es nochmal zu schauen. :D

Andre
Vielleicht bin ich es die Tage gewillt, ich mag das Video sehr. Ich melde mich ggf.
(Oder weiß das noch jemand anderes?)
„Schönheit ist auch immer ethisches Empfinden.“

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Andre Peschke
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Re: Spieleverfilmungen und Filmpodcast

Beitrag von Andre Peschke »

Sebastian Solidwork hat geschrieben:
18. Jul 2019, 08:46
Ich bin mir da selbst ungewiss. Ich müsste mal wieder einen Film sehen der viele Schnitte gut macht; wohl den ersten Bourne. Ich weiß nur noch deutlich, dass es für mich schon der zweite schlechter gemacht hat. Das war mir zu hektisch. z.B. das Wackeln der Jalousien in dem Haus hat mich sehr irritiert.
Ich glaube halt, das hat auch viel mit Sehgewohnheiten zu tun, auch mit dem Alter oder der Medienbiografie. Ich fand den ersten Transformers beim ersten Ansehen auch unerträglich hektisch. Aber wenn man viele Filme mit schnellen Schnitten gesehen hat und /oder gar den Film mehrfach sieht, relativiert sich das wieder (der erste bleibt da aber weiter problematisch - es lag nur IMO nicht ausschließlich am Film, sondern auch an meiner Verarbeitungskapazität). Verglichen mit sowas wie Ben Hur sind heutzutage ja fast alle Schnittfolgen reines Stakkato.

Was ich 100% richtig finde ist: Wenn kein gutes Händchen für die Kontinuität und Verortung einer Szene vorhanden ist, wird es mies. Das hat aber mit schnellen Schnitten nichts zu tun. Und tatsächlich ist es IMO sogar besser, wenn man in Kampfszenen die Unfähigkeit der Akteure mit Schnitten kaschiert, als einfach trotzdem draufzuhalten. Siehe "The Dark Knight", in dem Batman so steif kämpft, wie ein Videospielcharakter der zwischen zwei Schlägen ein neues Moveset nachladen muss. Das hätte dringend ein paar weitere Kameraperspektiven gebraucht.

Das war übrigens auch ein etwas bizarrer Punkt in dem Video: Das bei Mile 22 gleicht drei Kameraperspektiven simultan eingefangen wurden, ist nicht das Problem gewesen. Einer meiner Freunde war für Jahre als Darsteller im Hongkong-Actionkino unterwegs und hat u.a. mit Yuen Woo Ping als Action-Director gearbeitet. Und der erzählt, dessen Stärke war insbesondere dass er genau weiß: Ich will eine Kamera hier, weil "der Back-Kick hier sieht aus einer leicht niedrigeren Perspektive geiler aus", ich will noch eine Kamera hier, weil "hier brauchen wir eine Gegenperspektive um zu kaschieren, dass der Tritt gar nicht trifft etc". Das dieses "mach einfach ne geile Choreo und dann am besten Continuous-Shot"-Mentalität nicht verfängt, sieht man ja u.a. auch an "Ong Bak 2" - dessen große "alles in einem Take!"-Szene mit der lahmarschigste Kampf im ganzen Film ist.
Ranor hat geschrieben:
18. Jul 2019, 07:23
Bei allen zeigt Adkins neben seinen unbestritten großartigen Kampfkunstfähigkeiten auch sein schauspielerisches Talent.
Also... ich bin schon neugierig geworden. Ich habe die genannten tatsächlich ausgelassen, weil ich dachte "vermutlich zu wenig fights". Aber "schauspielerisches Talent"... bei Adkins... puh. Uff. Ich hab neulich auf Youtube Szenen aus "Triple Threat" angesehen und dachte, Michael Bisping erscheint mir besser als er. Ich bin gespannt. Bisher fand ich Adkins als Schauspieler unfassbar schlecht. Dagegen ist selbst das Van-Damme-Jugendwerk oscarreif.
Ranor hat geschrieben:
18. Jul 2019, 07:23
Und Universal Soldier: Day Of Reckoning von John Hyams ist ein absolutes Meisterwerk und die Krönung in Adkins´ bisheriger Filmographie.
Der wird mir ein wenig zu hochgekocht und seine Kampfszenen sind eher "naja". Hilft halt nix, wenn Adkins die Hälfte der Zeit irgendwelche Senioren verprügelt. :D Also: Beim vierten Universal Soldier sowas überhaupt zu machen: Respekt. Ist es 10x geiler als alles, was ich von dem Film vorher erwartet hatte? Absolut. Aber mein Eindruck ist, der lebt auch sehr von diesem Überraschungseffekt. Muss ich vielleicht mal irgendwann nochmal schauen...

Andre

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