Blood, Sweat and Pixels 2

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schneeland
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Registriert: 22. Apr 2018, 15:41

Blood, Sweat and Pixels 2

Beitrag von schneeland »

Vielleicht für den Einen oder Anderen interessant:

Via Twitter hat Jason Schreier verbreitet, dass er sich jetzt eine Weile Urlaub von Kotaku nimmt und an seinem neuen Buch schreibt. Wer möchte, kann sich unter https://tinyletter.com/jasonschreier für Email-Updates registrieren.

Wenn man das tut (und die Registrierung bestätigt), bekommt man folgende Infos zu diesem Projekt:
Hello! If you're reading this, you've signed up to get updates on Untitled Book Two. Thank you! I appreciate your support more than I can say.

I'm taking the next four weeks off from Kotaku to work on this thing. So as we get into the thick of summer—and as I prepare to lock myself in a room for a while—I wanted to share a couple of quick thoughts about the direction of the book.

Like most stories, Blood, Sweat, and Pixels started with a question: Why are video games so hard to make? Book two asks a darker question: Why is the video game industry so volatile? Why is it that so many people who have worked on video games have "war stories" or trauma as a result? And why is it that for veteran game developers, a phrase as innocuous as "all-hands meeting" can trigger anxiety?

This quote from an IGDA 2017 survey is particularly telling:
The majority of employees in the industry were relatively inexperienced. Just under half (49%) indicated that they have been in the industry for six or fewer years, while 36% had worked in the industry for ten years or more. Almost three-quarters (70%) had had one or two employers in the past five years and, over one quarter (27%) had had three to five employers in the past five years. Industry churn was also reflected in the limited expectation among employees to remain with their current employers for the long term. Most respondents seemed to expect high job mobility (Figure 4).
Who are these people, really? How do they deal with said industry churn? How does it impact their lives? How do they recover? This book is going to tell some of those stories, and if you enjoyed Blood, Sweat, and Pixels, I think you'll get a lot out of this one, too. If all goes well, you can expect it next year.

Now, to go off the grid for a little while... and desperately resist the urge to re-subscribe to Final Fantasy XIV.

Jason
Zuletzt geändert von schneeland am 15. Jul 2019, 09:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Errorelli
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Re: Blood, Sweat and Pixel 2

Beitrag von Errorelli »

Da bin ich mal gespannt.
Das erste hat mir schon sehr gefallen und sich durch die Aufteilung sehr gut geeignet um es in den Pausen auf Arbeit zu lesen :)

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DexterKane
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Re: Blood, Sweat and Pixel 2

Beitrag von DexterKane »

Also gibt's auf absehbare Zeit gar keinen Grund mehr bei Kotaku reinzuschauen? :ugly:

Das Buch könnte interessant sein, aber ich hab das erste noch nicht zu Ende gelesen, mal schaun...
Relax, it's North-Korea. The nation state equivalent of the short-bus. - Sterling Archer

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kami
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Re: Blood, Sweat and Pixels 2

Beitrag von kami »

Schön, dass ein neues Buch von ihm kommt, bedauerlich, dass er jetzt einen Monat beim Splitscreen-Podcast fehlt.

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Dr. Zoidberg [np]
Cronjob of Justice
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Re: Blood, Sweat and Pixel 2

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

DexterKane hat geschrieben:
15. Jul 2019, 10:18
Also gibt's auf absehbare Zeit gar keinen Grund mehr bei Kotaku reinzuschauen? :ugly:
Er schreibt ja schon lange an dem Buch, bekanntgegeben hat er das bereits im April 2018 (siehe https://twitter.com/jasonschreier/statu ... 4154204161). Es war ja schon während des ersten Buchs so, dass Teile bereits auf Kotaku veröffentlicht wurden, im Buch dann aber die Langfassung drin war (Destiny iirc)

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Froschi
Beiträge: 43
Registriert: 20. Dez 2016, 14:47

Re: Blood, Sweat and Pixels 2

Beitrag von Froschi »

Hmmm, naja. Ich stand dem ersten Buch nach dem Lesen etwas gemischtgefühlig gegenüber. Es ist schon ziemlich interessant und gibt auch einen Haufen schöner Hintergrundinfos - aber man liest da neun Mal hintereinander die gleiche Geschichte. Die einzige Ausnahme ist die allerletzte (die über "Star Wars 1313"), die als einzige kein Happy End hat. Ansonsten verläuft jede einzelne Story mehr oder weniger identisch, lediglich die Figuren und deren Umfeld ändern sich. Gerade, wenn man das am Stück liest (ist ja wirklich kein sonderlich langes Buch), dann kriegt man spätestens bei der vierten Geschichte üble Déjà-vus.

Außerdem gehen mir Schreier bzw. seine Figuren viel zu unkritisch mit Crunch um. Laut seinem Buch ist das ein total prima Mittel, um mit dem Zeitdruck der Spieleentwicklung umzugehen. Hier und da lässt zwar einer mal fallen, dass das ja an sich nicht so doll sei, aber ach, was soll man machen, ist halt so. Ich hatte nicht ein Mal das Gefühl, dass sich da auch nur einer darum bemüht, daran etwas zu ändern. Der ergibt meiner Ansicht nach eine sehr bittere Moral von der Geschicht': Du musst nur ausnahmslos alles opfern, deine Gesundheit, dein Privatleben und im Zweifelsfall deinen Verstand, dann kommt das Spiel pünktlich zum Weihnachtsgeschäft raus, und die Aktionäre können die Korken knallen lassen. Denn das ist doch das Hauptziel der Spieleentwicklung, richtig? :/
www.gamenotover.de - weil weniger Pixel einfach mehr sind!

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Dr. Zoidberg [np]
Cronjob of Justice
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Re: Blood, Sweat and Pixels 2

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Froschi hat geschrieben:
16. Jul 2019, 14:25
Außerdem gehen mir Schreier bzw. seine Figuren viel zu unkritisch mit Crunch um. Laut seinem Buch ist das ein total prima Mittel, um mit dem Zeitdruck der Spieleentwicklung umzugehen. Hier und da lässt zwar einer mal fallen, dass das ja an sich nicht so doll sei, aber ach, was soll man machen, ist halt so. Ich hatte nicht ein Mal das Gefühl, dass sich da auch nur einer darum bemüht, daran etwas zu ändern. Der ergibt meiner Ansicht nach eine sehr bittere Moral von der Geschicht': Du musst nur ausnahmslos alles opfern, deine Gesundheit, dein Privatleben und im Zweifelsfall deinen Verstand, dann kommt das Spiel pünktlich zum Weihnachtsgeschäft raus, und die Aktionäre können die Korken knallen lassen. Denn das ist doch das Hauptziel der Spieleentwicklung, richtig? :/
War sicherlich nicht sein Ziel, erst Recht nicht, wenn man sich all seine letzten investigativen Artikel ansieht. Ich meine, dass er auch irgendwo erwähnt hat, dass sich das zweite Buch auch deutlich stärker um den Aspekt drehen wird

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Axel
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Re: Blood, Sweat and Pixels 2

Beitrag von Axel »

Froschi hat geschrieben:
16. Jul 2019, 14:25
Du musst nur ausnahmslos alles opfern, deine Gesundheit, dein Privatleben und im Zweifelsfall deinen Verstand, dann kommt das Spiel pünktlich zum Weihnachtsgeschäft raus, und die Aktionäre können die Korken knallen lassen. Denn das ist doch das Hauptziel der Spieleentwicklung, richtig? :/
Willkommen in der modernen Arbeitswelt kapitalistischer Länder. Ist doch mittlerweile überall so. Sei es Lagerarbeiter, Postfahrer, Krankenschwestern und und und. Hei.t ja nicht umsonst „human resources“. Was mich einfach wundert, dass die Leute das auf breiter Ebene mit sich machen lassen.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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Leonard Zelig
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Re: Blood, Sweat and Pixels 2

Beitrag von Leonard Zelig »

Froschi hat geschrieben:
16. Jul 2019, 14:25
Außerdem gehen mir Schreier bzw. seine Figuren viel zu unkritisch mit Crunch um. Laut seinem Buch ist das ein total prima Mittel, um mit dem Zeitdruck der Spieleentwicklung umzugehen. Hier und da lässt zwar einer mal fallen, dass das ja an sich nicht so doll sei, aber ach, was soll man machen, ist halt so. Ich hatte nicht ein Mal das Gefühl, dass sich da auch nur einer darum bemüht, daran etwas zu ändern. Der ergibt meiner Ansicht nach eine sehr bittere Moral von der Geschicht': Du musst nur ausnahmslos alles opfern, deine Gesundheit, dein Privatleben und im Zweifelsfall deinen Verstand, dann kommt das Spiel pünktlich zum Weihnachtsgeschäft raus, und die Aktionäre können die Korken knallen lassen. Denn das ist doch das Hauptziel der Spieleentwicklung, richtig? :/
Er hat dieses Jahr bei seinen Interviews mit Tim Schafer und dem CEO von CD Project Red die Themen Crunch, Gewerkschaften etc. ausführlich thematisiert. Auch sind bei Kotaku einige Berichte erschienen, die sich auf die Arbeitsbedingungen in Spielestudios fokussieren. Blood, Sweat and Pixels hatte einfach einen anderen Schwerpunkt, aber es kommt trotzdem an, dass hinter der Spieleentwicklung viel Arbeit steckt.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

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Schlagerfreund
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Re: Blood, Sweat and Pixels 2

Beitrag von Schlagerfreund »

Leonard Zelig hat geschrieben:
16. Jul 2019, 14:49
Froschi hat geschrieben:
16. Jul 2019, 14:25
Außerdem gehen mir Schreier bzw. seine Figuren viel zu unkritisch mit Crunch um. Laut seinem Buch ist das ein total prima Mittel, um mit dem Zeitdruck der Spieleentwicklung umzugehen. Hier und da lässt zwar einer mal fallen, dass das ja an sich nicht so doll sei, aber ach, was soll man machen, ist halt so. Ich hatte nicht ein Mal das Gefühl, dass sich da auch nur einer darum bemüht, daran etwas zu ändern. Der ergibt meiner Ansicht nach eine sehr bittere Moral von der Geschicht': Du musst nur ausnahmslos alles opfern, deine Gesundheit, dein Privatleben und im Zweifelsfall deinen Verstand, dann kommt das Spiel pünktlich zum Weihnachtsgeschäft raus, und die Aktionäre können die Korken knallen lassen. Denn das ist doch das Hauptziel der Spieleentwicklung, richtig? :/
Er hat dieses Jahr bei seinen Interviews mit Tim Schafer und dem CEO von CD Project Red die Themen Crunch, Gewerkschaften etc. ausführlich thematisiert. Auch sind bei Kotaku einige Berichte erschienen, die sich auf die Arbeitsbedingungen in Spielestudios fokussieren. Blood, Sweat and Pixels hatte einfach einen anderen Schwerpunkt, aber es kommt trotzdem an, dass hinter der Spieleentwicklung viel Arbeit steckt.
Kann jetzt auch nicht bestätigen er wäre da unkritisch. Merkt man besonders wenn ihn mal in Podcasts dazu hört. Kommt vielleicht manchmal im geschriebenem Wort nicht so gut rüber. Wahrscheinlich auch noch schwieriger wenn man in Englisch nicht so tief drinnen ist.

lnhh
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Re: Blood, Sweat and Pixels 2

Beitrag von lnhh »

Als Journalist ist es nicht Schreiers Aufgabe persoehnlich Stellung zu diesen Themen zu beziehen - er deckt sie auf / stellt sie dar.
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Froschi
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Re: Blood, Sweat and Pixels 2

Beitrag von Froschi »

Oh, ich mag Jason Schreier eigentlich sehr. Ich finde seine Artikel bei Kotaku exzellent, und gerade im Bereich des über weiteste Teile leider immer noch komplett eierlosen "Spielejournalismus" sind seine Beiträge echte Leuchttürme des Investigativjournalismus. Eben gerade deshalb fand ich die Abwesenheit von kritischer Distanz zum Crunch im ersten Buch so auffällig - eben weil sie im so krassen Gegensatz zu seinem sonstigen Oeuvre steht. Aber gut, vielleicht wollte er da wirklich einfach nur ein paar nette Geschichten erzählen. Buch #2 werde ich mir natürlich trotzdem noch ganz genauso kaufen und verschlingen. :)

Sicherheitshalber: Ich beziehe mich mit meiner Kritik nicht nur auf Schreier, sondern auch und gerade auf die Leute, die er interviewt hat. In den Köpfen der allermeisten ist der dauerhafte Crunch ziemlich offensichtlich immer noch ein ganz normaler Teil der Spieleentwicklung. Und ich finde nicht, dass man das mit einem lapidaren "Ist doch überall so" abtun kann oder sollte. Humane Arbeitsbedingungen sollten immer der Standard sein, und nicht die Ausnahm - unabhängig von der Branche.
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olipool
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Re: Blood, Sweat and Pixels 2

Beitrag von olipool »

Freut mich zu hören, das erste Buch mochte ich sehr.
Die aufgeworfenen Fragen für Teil 2 sind vermutlich gar nicht so schwer zu beantworten, im Vergleich zu traditionellen Jobs mag das alles etwas seltsam sein, aber wenn man die Industrie der visuellen Effekten heranzieht, so gibt es dort auch das sehr projektbezogene Arbeiten, wo man teilweise für 3 Monate nen Job hat und sich dann neu bewirbt.

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