The Last of Us 2

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Andre Peschke
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Andre Peschke »

kami hat geschrieben:
28. Jun 2020, 10:57
Und angesichts der dramatischen inhaltlichen Änderungen ist es doch auch ganz schön, bei TLOU2 zumindest spielmechanisch auf Vertrautes zu stoßen.
Es ist zumindest okay. Da sind wir uns einig. Da bei dem Spiel aber wieder die "Meisterwerk" - Diskussion tobt finde ich es schon erheblich zu dokumentieren, dass der Anspruch nicht aus Gameplay-Innovation heraus begründet werden kann. Zudem fanden wir ja beide, dass die Varianz das Gameplay nicht über die vollen 30+ Std trägt. Da war es auch wichtig zu notieren, dass es schon ab der ersten Stunde vertraut wirkt, nicht frisch. Darum ging es. Ihr sollt am Ende nur unsere Einschätzung nachvollziehen können. Das am Ende jeder für sich zu einem anderen Urteil kommen kann - wissen wir inzwischen alle, dass das so ist und auch gut so.

Andre

palle
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von palle »

Rince81 hat geschrieben:
28. Jun 2020, 10:54
Mit der Slim, durch mein "Setup". Schreibtisch mit Ikea Kallax steht die PS4 quasi auf Kopfhöhe neben mir. Deutlich hörbar aber ok.
Andre Peschke hat geschrieben:
28. Jun 2020, 10:56
Meine Ur-PS4 wurde schon ordentlich laut. Aber Lüfter stören mich wenig, das blende ich aus. Wir wohnen ja auch in der Innenstadt. Da muss man diesen Skill lernen. ;)
Andre
Grimwood hat geschrieben:
28. Jun 2020, 10:55
Ich hab ne PS4 Pro, die war unerhört laut bei Dreams und Co. Für LoU2 hab ich dann endlich die Konsole geöffnet und Wärmeleitpaste ausgetauscht und sie ist jetzt flüsterleise.
ooookay, danke Euch :-) Dann versuche ich es mal, tschüss Geld...
Habe auch nur eine Slim, aber ich glaube dann reaktiviere ich lieber mal den Skill Kopfhöhrer

real Troll
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von real Troll »

Andre Peschke hat geschrieben:
28. Jun 2020, 10:12
Ich weiß nicht, was du da erwarten würdest?
Ich habe keinen Buchhalterdienst erwartet, bei dem ihr penibel Punkt für Punkt der diversen Vorwürfe, Unterstellungen und von euren Vorlieben abweichenden Perspektivenangebote abhakt. Vielmehr hoffte ich, ihr schenktet der Debatte als Ausdruck der gewachsenen Erheblichkeit des/eines Videospiels euer Augenmerk. Während in vergangenen Jahrzehnten nahezu ausschließlich Bühnenstücke ("Der Stellvertreter"), Filme ("Das große Fressen") und Bücher (Deutschland schafft sich ab") wichtige Debatten initiierten oder zumindest illustrierten, sehe ich im aktuellen Beispiel einen großen Schritt für den weiteren Bedeutungsgewinn des Videopiels in eben diesem Kontext.
Das unterscheidet sich in meinen Augen nochmals von der Battlefield-Kontroverse, in der die vormals exklusiv Angesprochenen ihr Monopol auf die Spielzeugnutzung verteidigen wollten.

Ich will nicht länglich wiederholen, dass euch dieses Themenfeld regelrecht auf dem Silbertablett serviert wurde. Stattdessen nutze ich das Forum, um mein Interesse an diesen liegengelassenen Belangen zu artikulieren.

Lurtz hat geschrieben:
28. Jun 2020, 10:28
Stellt man sich damit nicht ein Stück weit bereits in den Dienst derjenigen, die da versuchen eine Kontroverse aufzubauen?
Das ist natürlich immer ein bedenkenswerter Einwand, der sich indes auch gegen deine Position kehren lässt, die sich ebenfalls in die Abhängigkeit vom Beifall der "falschen Seite" stellt und deshalb an potenzieller Eigenständigkeit einbüßt. Statt ein Argument nach dem taktischen Nutzen im Debattenkrieg zu bewerten, möchte ich lieber schauen, ob es ein Kriterium eigenen Rechts gebiert - unabhängig davon, welche Parteiung deswegen nun Wasser auf ihren Mühlen wähnt.

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Cthalin
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Cthalin »

kami hat geschrieben:
28. Jun 2020, 10:57
Ist ja auch so, na klar baut man das bewährte Konzept aus, anstatt es komplett über den Haufen zu werfen. Und so erwarte ich es aber ehrlich gesagt auch. Ich bin kein Freund des Final Fantasy-Ansatzes, wo die verbindenden Elemente zwischen den Teilen sich seit Teil 10 nur noch auf oberflächliche Gimmicks beschränken. Und angesichts der dramatischen inhaltlichen Änderungen ist es doch auch ganz schön, bei TLOU2 zumindest spielmechanisch auf Vertrautes zu stoßen.
Aber ist das nicht bei zB AC Spielen genauso? Natürlich bewahrt man gute Konzepte und baut sie mit Neuem aus. Das macht Ubisoft erfolgreich, genau wie Naughty Dog das tut. Ist ja auch nichts Schlimmes bei. Zuerst sagst du immer die gleichen Spielmechanik-Konzepte zu benutzen (bei Ubisoft) sei doof, jetzt sagst du bei ND sei das ja "ganz schön (...) auf Vertrautes zu stoßen". :?
Ja, das Gameplay zwischen den Naughty Dog Titeln fühlt sich über die Jahre hinweg recht ähnlich an (habe gerade TLOU + DLC & Uncharted 1 durch, bin jetzt an Uncharted 2 und TLOU2 bei) - und ich finde es nicht schlimm. Die Stärken von ND liegen halt woanders.

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kami
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von kami »

Cthalin hat geschrieben:
28. Jun 2020, 11:18
Aber ist das nicht bei zB AC Spielen genauso? Natürlich bewahrt man gute Konzepte und baut sie mit Neuem aus. Das macht Ubisoft erfolgreich, genau wie Naughty Dog das tut. Ist ja auch nichts Schlimmes bei. Zuerst sagst du immer die gleichen Spielmechanik-Konzepte zu benutzen (bei Ubisoft) sei doof, jetzt sagst du bei ND sei das ja "ganz schön (...) auf Vertrautes zu stoßen". :?
Ja, das Gameplay zwischen den Naughty Dog Titeln fühlt sich über die Jahre hinweg recht ähnlich an (habe gerade TLOU + DLC & Uncharted 1 durch, bin jetzt an Uncharted 2 und TLOU2 bei) - und ich finde es nicht schlimm. Die Stärken von ND liegen halt woanders.
Ich kritisiere ja die Ubisoft-Spiele gar nicht. Aber der schon erwähnte Unterschied ist einfach die Menge an Spielen, die der Ubisoft-Formel folgen, und denen vergleichsweise wenige Naughty Dog-Spiele gegenüber stehen. Ein Ermüdungs- oder Übersättigungsgefühl stellt sich zumindest für mich nicht nach sieben Spielen über vierzehn Jahre verteilt ein, schon gar nicht, da das Konzept funktioniert und angepasst wurde.

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Andre Peschke
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Andre Peschke »

real Troll hat geschrieben:
28. Jun 2020, 11:17
Vielmehr hoffte ich, ihr schenktet der Debatte als Ausdruck der gewachsenen Erheblichkeit des/eines Videospiels euer Augenmerk. Während in vergangenen Jahrzehnten nahezu ausschließlich Bühnenstücke ("Der Stellvertreter"), Filme ("Das große Fressen") und Bücher (Deutschland schafft sich ab") wichtige Debatten initiierten oder zumindest illustrierten, sehe ich im aktuellen Beispiel einen großen Schritt für den weiteren Bedeutungsgewinn des Videopiels in eben diesem Kontext.
Ich sehe da noch nicht den Punkt, den du gern debattiert gesehen hättest? Die Diskussionen über TLOU 2 sind meiner Beobachtung nach nicht aus der Videospiel-Blase ausgetreten und tragen keine neuen Aspekte zu existierenden Debatten bei. Es ist ein neues Beispiel für ein Medium an dem sich verschiedene schwelende Debatten neu entzünden. Aber sonst? Gib mir doch mal ein-zwei Beispiele für konkrete Diskussionspunkte, dass ich deine Perspektive da besser verstehe.

Andre

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Cthalin
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Cthalin »

kami hat geschrieben:
28. Jun 2020, 11:23
Ich kritisiere ja die Ubisoft-Spiele gar nicht. Aber der schon erwähnte Unterschied ist einfach die Menge an Spielen, die der Ubisoft-Formel folgen, und denen vergleichsweise wenige Naughty Dog-Spiele gegenüber stehen. Ein Ermüdungs- oder Übersättigungsgefühl stellt sich zumindest für mich nicht nach sieben Spielen über vierzehn Jahre verteilt ein, schon gar nicht, da das Konzept funktioniert und angepasst wurde.
Aus der Formulierung heraus dass du eine "gewisse Abwertung" aus der "Naughty-Dog-Formel" raushörst und den folgenden Ausführungen liest man deine eigene Einstellung ebenfalls als nicht so positiv heraus. Ich bin auch kein Fan davon in welcher Frequenz Ubisoft so manche Spieleserien raushaut, aber man muss auch bedenken wie groß Ubisoft ist. Die haben Niederlassungen in über 20 Ländern und mehrere Studios die parallel entwickeln. Sofern ich dich jetzt richtig verstehe, findest du das Gleichbleibende bei Ubisoft doof, weil es soviele Spiele in kürzerer Zeit gibt (die du entsprechend alle gespielt hast) und zeitgleich ist das Vertraute bei ND okay, weil sie viel weniger Spiele veröffentlichen. Wenn man die Spiele alle gespielt hat (beide Firmen) kann ich das Ermüdungsgefühl total nachvollziehen, ist halt trotzdem in beiden Fällen eine klare Grundformel erkennbar, wie sie ihre Spiele designen mechanisch. ;)

real Troll
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von real Troll »

Andre Peschke hat geschrieben:
28. Jun 2020, 11:25
Gib mir doch mal ein-zwei Beispiele für konkrete Diskussionspunkte, dass ich deine Perspektive da besser verstehe.
Beispielfrage: Ergänzt das Videospiel tradierte Medien als Debattenort? Löst es sie in relevanten demografischen Kohorten gar ab?
Mediennutzung und Aufmerksamkeit lassen sich messen, um sogar mal empirische Recherche als Kriterium für kulturelle Interpretation anzuführen. Während im letzten Jahr nur noch jeder zweite Haushalt in Deutschland mindestens ein Buch erwarb (50% Nichtleser), haben wir auf der anderen Seite ein vielfach besprochenes und offenkundig bereits jetzt millionenfach erworbenes Videospiel, das aktuelle Kontroversen in seiner dramaturgischen Anlage antizipiert und in seiner Rezeption fortführt.
Du sagst, das fände nur in der Videospielblase statt. Selbst falls das stimmte (Gegenprüfung im Feuilleton dürfte etwas anderes ergeben), unterliefe diese abwiegelnde Haltung immer noch die dem Videospiel durch die schiere Größe der "Blase" zugewachsene Relevanz. Das ließe sich an einem aktuellen Spiel dikutieren. Nur aus dem Elfenbeinturm? Bei Metacritic hat "The Last of Us 2" mittlerweile knapp 100.000 Meinungsäußerungen evoziert. Strittige Artikel der "New York Times" (Trump, Rassismus, Football) erhalten nur 10% einer solchen Kommentarmenge.

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kami
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von kami »

Cthalin hat geschrieben:
28. Jun 2020, 11:35
Aus der Formulierung heraus dass du eine "gewisse Abwertung" aus der "Naughty-Dog-Formel" raushörst und den folgenden Ausführungen liest man deine eigene Einstellung ebenfalls als nicht so positiv heraus. Ich bin auch kein Fan davon in welcher Frequenz Ubisoft so manche Spieleserien raushaut, aber man muss auch bedenken wie groß Ubisoft ist. Die haben Niederlassungen in über 20 Ländern und mehrere Studios die parallel entwickeln. Sofern ich dich jetzt richtig verstehe, findest du das Gleichbleibende bei Ubisoft doof, weil es soviele Spiele in kürzerer Zeit gibt (die du entsprechend alle gespielt hast) und zeitgleich ist das Vertraute bei ND okay, weil sie viel weniger Spiele veröffentlichen. Wenn man die Spiele alle gespielt hat (beide Firmen) kann ich das Ermüdungsgefühl total nachvollziehen, ist halt trotzdem in beiden Fällen eine klare Grundformel erkennbar, wie sie ihre Spiele designen mechanisch. ;)
Ich gebe zu, ich mag beide Formeln. Ich mag die Assassins Creed-Reihe, ich mag die Watch Dog-Spiele und spiele auch Division 2 gerne. Ich weiß, warum man einer bestimmten Formel folgt, sie ist erprobt und bewährt. Mein Einwurf bezog sich eher darauf, wie diese Formel von anderen gesehen wird, insbesondere natürlich den Podcastern hier, die sich schon mehrfach tendenziell negativ darüber geäußert haben.

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Lurtz
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Lurtz »

real Troll hat geschrieben:
28. Jun 2020, 11:17
Ich habe keinen Buchhalterdienst erwartet, bei dem ihr penibel Punkt für Punkt der diversen Vorwürfe, Unterstellungen und von euren Vorlieben abweichenden Perspektivenangebote abhakt. Vielmehr hoffte ich, ihr schenktet der Debatte als Ausdruck der gewachsenen Erheblichkeit des/eines Videospiels euer Augenmerk. Während in vergangenen Jahrzehnten nahezu ausschließlich Bühnenstücke ("Der Stellvertreter"), Filme ("Das große Fressen") und Bücher (Deutschland schafft sich ab") wichtige Debatten initiierten oder zumindest illustrierten, sehe ich im aktuellen Beispiel einen großen Schritt für den weiteren Bedeutungsgewinn des Videopiels in eben diesem Kontext.
Das unterscheidet sich in meinen Augen nochmals von der Battlefield-Kontroverse, in der die vormals exklusiv Angesprochenen ihr Monopol auf die Spielzeugnutzung verteidigen wollten.

Ich will nicht länglich wiederholen, dass euch dieses Themenfeld regelrecht auf dem Silbertablett serviert wurde. Stattdessen nutze ich das Forum, um mein Interesse an diesen liegengelassenen Belangen zu artikulieren.
Und was genau debattiert TLOU2 jetzt, dass das erforderlich machen würde? Es erzählt eine Rache-Geschichte und behandelt diverse Charaktere. Ich sehe da nichts, was andere Medien nicht längst ausführlich und oft auch tiefer abgehandelt hätten.
Das ist natürlich immer ein bedenkenswerter Einwand, der sich indes auch gegen deine Position kehren lässt, die sich ebenfalls in die Abhängigkeit vom Beifall der "falschen Seite" stellt und deshalb an potenzieller Eigenständigkeit einbüßt. Statt ein Argument nach dem taktischen Nutzen im Debattenkrieg zu bewerten, möchte ich lieber schauen, ob es ein Kriterium eigenen Rechts gebiert - unabhängig davon, welche Parteiung deswegen nun Wasser auf ihren Mühlen wähnt.
Wenn du "Deutschland schafft sich ab" als Startpunkt einer wichtigen Debatte siehst, kommen wir da nicht zusammen. Das ist aus meiner Sicht eher ein Beleg für meine These.

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Andre Peschke
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Andre Peschke »

real Troll hat geschrieben:
28. Jun 2020, 11:48
Während im letzten Jahr nur noch jeder zweite Haushalt in Deutschland mindestens ein Buch erwarb (50% Nichtleser), haben wir auf der anderen Seite ein vielfach besprochenes und offenkundig bereits jetzt millionenfach erworbenes Videospiel, das aktuelle Kontroversen in seiner dramaturgischen Anlage antizipiert und in seiner Rezeption fortführt.
Okay, verstanden. Das hätte für mich den Rahmen der ohnehin aufwendigen Besprechung gesprengt. Kann man an anderer Stelle machen.

Andre

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Cthalin
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Cthalin »

kami hat geschrieben:
28. Jun 2020, 12:21
Cthalin hat geschrieben:
28. Jun 2020, 11:35
Aus der Formulierung heraus dass du eine "gewisse Abwertung" aus der "Naughty-Dog-Formel" raushörst und den folgenden Ausführungen liest man deine eigene Einstellung ebenfalls als nicht so positiv heraus. Ich bin auch kein Fan davon in welcher Frequenz Ubisoft so manche Spieleserien raushaut, aber man muss auch bedenken wie groß Ubisoft ist. Die haben Niederlassungen in über 20 Ländern und mehrere Studios die parallel entwickeln. Sofern ich dich jetzt richtig verstehe, findest du das Gleichbleibende bei Ubisoft doof, weil es soviele Spiele in kürzerer Zeit gibt (die du entsprechend alle gespielt hast) und zeitgleich ist das Vertraute bei ND okay, weil sie viel weniger Spiele veröffentlichen. Wenn man die Spiele alle gespielt hat (beide Firmen) kann ich das Ermüdungsgefühl total nachvollziehen, ist halt trotzdem in beiden Fällen eine klare Grundformel erkennbar, wie sie ihre Spiele designen mechanisch. ;)
Ich gebe zu, ich mag beide Formeln. Ich mag die Assassins Creed-Reihe, ich mag die Watch Dog-Spiele und spiele auch Division 2 gerne. Ich weiß, warum man einer bestimmten Formel folgt, sie ist erprobt und bewährt. Mein Einwurf bezog sich eher darauf, wie diese Formel von anderen gesehen wird, insbesondere natürlich den Podcastern hier, die sich schon mehrfach tendenziell negativ darüber geäußert haben.
Danke für die Erläuterung. :) Das hatte ich tatsächlich eher als persönliche Meinung verstanden. Bei unseren lieben Herren Podcastern höre ich bei dem Wort "Formel" noch keine negative Grundeinstellung heraus, ich glaube da haben sie über die Jahre einfach oft genug bewiesen nicht Vorurteilen aufzusitzen ;) Für eine Betrachtung und Einschätzung der Spielmechanik fand ich den Vergleich mit vorigen Spielen des Studios schon sehr gut.

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kami
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von kami »

Ich wundere mich halt nur, dass manche Menschen mit so fundamental anderer Erwartungshaltung an eine Fortsetzung heran gehen als ich. Ich erwarte im Prinzip, dass die Grundmechaniken, so sie denn beim Vorgänger funktioniert haben, beibehalten und natürlich dezent überarbeitet und verfeinert werden. Ich möchte kein frisches Gameplay-Gefühl, wenn Frische eine deutliche Abkehr vom Vorgänger bedeutet. Alles unter der Voraussetzung, dass der Vorgänger funktionerte und keine Gameplay-Gurke war. Im Falle von TLOU2 hatte ich Teil 1 nebst DLC direkt vorher zur Einstimmung gespielt und bin natürlich mühelos in die Mechaniken von Teil 2 geschlüpft, hab mich aber über die erweiterten Mechaniken wie Robben oder Ausweichen gefreut. Diese harmonierten gut mit dem Übernommenen.

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Tattus
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Tattus »

Eine Anmerkung zur Kontroverse um die zu Unrecht entfernten Leakbesprechungen

In Deutschland wird vom Urheberrecht nach § 12 Abs. 2 UrhG auch das Recht umfasst, bei einem unveröffentlichten Werk rein inhaltliche Äußerungen öffentlich zu tätigen ohne das Zeigen von Bildmaterial. Das ist Teil des im Persönlichkeitsrecht begründeten Veröffentlichungsrechts des Urhebers. Insofern wäre ein Vorgehen gegen das Besprechen von Leaks aus deutscher Sicht zumindest vor Veröffentlichung des Spiels in der Regel möglich.

Wie die rechtliche Situation in den USA aussieht weiß ich nicht. Dort wird das Urheberrecht aber als Copyright stärker dem bloßen Eigentum zugeordnet als in Deutschland, sodass ein solcher persönlichkeitsrechtlicher Schutz unter Umständen nicht existiert. Möglicherweise ist es dort ein Missbrauch.

Clambone
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Registriert: 26. Jun 2020, 13:08

Re: The Last of Us 2

Beitrag von Clambone »

Vielen dank für den wieder mal tollen Podcast*3
Ich fand die Besprechung, gerade wenn man nicht vergessen darf dass hier der Fokus auf das Werk als Spiel gelegt wurde, sehr gelungen da Positives wie negatives beides ungeschönt dargelegt wurden.
Das einzige was Ich persönlich schade fand, ist dass ihr euer anfängliches Fazit (Dieses Spiel soll keinen spaß machen) nicht auch auf das gameplay erweitert habt. Gerade wie ihr beschreibt wie absurd es am Ende war all die Gewalt noch auszuüben und nochmal eine Area zu clearen in der Gegner verteilt sind wäre ein super Aufhänger gewesen noch einmal zurückzublicken und zu fragen ob nicht genau diese Empfindung ausgelöst werden soll. Ich habe vor ein paar Seiten einen längeren Text geschrieben in dem ich versuche zu verargumentieren dass es Elemente in dem Spiel gibt, die dadurch funktionieren dass sie einen als Spieler aufregen.
Ob es sich hierbei um eine bewusste Designentscheidung handelt oder einen, meiner Meinung nach glücklichen, Zufall ist dafür ja erst einmal egal.
Gibt es dazu noch gedanken eurer Seite?

liebe grüße
Clambone

Dennis Diel
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Dennis Diel »

Zunächst: tolle drei Podcasts! Bin gerade, während ich das hier schreibe, beim Spoiler-Cast. Fantastic!

Eine Sache, die nicht diskutiert wurde, möchte ich anregen, bzw vertiefen und erweitert die Gewaltdarstellungen in TLOU2. Alleine der Realismusgrad der Kopfschüsse ist bemerkenswert. Ich habe gelesen, dass sich die Macher des Spiels an echten Leichen orientiert haben - ob’s stimmt, habe ich nicht nachgeprüft oder ob’s gar Usus in der Spieleentwicklung ist.

Worauf ich hinauswill: Markiert TLOU2, in all seinen gewalttätigen Facetten, den Zeitpunkt der vollkommenen akzeptierten Gewalt als Stilmittel im Kunstwerk des Videospiels in Deutschland? Welche Form von Gewalt soll die USK noch ablehnen (wenn wir mal zurecht fragwürdige Darbietungsformen wie in Hatred oder anderen Machwerken ausklammern)?

Sind wir binnen wenigen Jahren soweit gekommen, dass, wo es früher (vor wenigen Jahren) in der Spruchpraxis hieß, dass in Ausnahmefällen auch splatter ginge, im Jahr 2020 die USK so liberal ist, wie andere europäische Pendants? Ich finde es sehr bemerkenswert, dass beide Seiten der Gewalt-Medaille mittlerweile völlig problemlos durchgewunken werden. Also zum einen die überzeichnete Over-the-top Gewalt eines Mortal Kombat oder DOOM, zum anderen dann aber auch die extrem grauenhafte, realistische Gewalt in TLOU2.
Zuletzt geändert von Dennis Diel am 28. Jun 2020, 14:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Andre Peschke
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Andre Peschke »

Clambone hat geschrieben:
28. Jun 2020, 13:40

Ob es sich hierbei um eine bewusste Designentscheidung handelt oder einen, meiner Meinung nach glücklichen, Zufall ist dafür ja erst einmal egal.
Gibt es dazu noch gedanken eurer Seite?

liebe grüße
Clambone
Ich glaube, die Gewaltausübung, also das Kerngameplay, soll unterhalten und tut das über weite Strecken auch. Am Schluss wurde es uns ja nicht mit der Gewalt zu viel, es wurde zu monoton und das war bestimmt keine Absicht.

Man muss eben nur von diesem klassischen Modell von Spielspaß als positivem Empowerment mal einen Schritt weggehen. Rachefilme und Horrorfilme sind mitunter auch abstoßend in der Gewalt, aber eben unterhaltsam. Ein Spiel wie Outlast ist ja auch zB nicht klassischer "Spaß".

Andre

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Andre Peschke
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Andre Peschke »

Dennis Diel hat geschrieben:
28. Jun 2020, 14:09

Sind wir binnen wenigen Jahren soweit gekommen, dass, wo es früher (vor wenigen Jahren) in der Spruchpraxis hieß, dass in Ausnahmefällen auch splatter ginge, im Jahr 2020 die USK so liberal ist, wie andere europäische Pendants? Ich finde es sehr bemerkenswert, dass beide Seiten der Gewalt-Medaille mittlerweile völlig problemlos durchgewunken werden. Also zum einen die überzeichnete Over-the-top Gewalt eines Mortal Kombat oder DOOM, zum anderen dann aber auch die extrem grauenhafte, realistische Gewalt in TLOU2.
Ja, das hatte ich auch noch auf der Diskussionsliste. Dachte aber nach Mortal Kombat etc jetzt nicht mehr die riesen Überraschung, da hier Gewalt ja nichtmal so selbstzweckhaft eingesetzt wurde. Aber ja, ein weiterer Fall von "krass, wie liberal wir da geworden sind". Aber auch gut so.
Dennis Diel hat geschrieben:
28. Jun 2020, 14:09
Zunächst: tolle drei Podcasts! Bin gerade, während ich das hier schreibe, beim Spoiler-Cast. Fantastic!
Dankeschön!

Andre

Clambone
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Clambone »

@Andre Peschke

Ich würde insbesondere im allerletzen Teil die Gewalt auch garnicht mehr so hervorheben. Es geht hier eher darum wie die Leere der Protagonistin erfühlbar wird. Der Weg zu dem Ziel hat alle Bedeutung verloren, die Leere ist so groß geworden dass alles Bedeutlungslos wird außer das Ziel. (sowohl für Elli, wie auch für alle Spieler*innen die nur noch zum nächsten Storyabschnitt wollen).
Das Gameplay muss zunächst gut funktionieren und bis zu einem gewissen Punkt Spaß machen, damit es im laufe des Spiels genauso pervertiert werden kann wie die eigenen Handlungen in der Story.

Die Gewalt ist was gameplay/Empfindungen betrifft an anderen Stellen eingesetzt. Im Lager rund um die Mutter und die wolves z.B. wenn man entscheiden muss zwischen Kampf und stealth.

Die These ist eher, dass auch das repetitive in der Handlung als bewusst, oder zumindest aus einer Kunst perspektive interressant verargumentiert werden kann.
Ich komme eigentlich aus dem Theater und behaupte dass es hier, gerade im performancebereich, auch Formate gibt die sich selbt der Unterhaltung an sich verweigern wenn es der Narration dient.

jjone
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von jjone »

Zur Gewaltdarstellungen anlässlich von the last of us 2ist im Youtube-Channel SambZockt ein interessantes Video erschienen: wie wirkt sich die Produktion der Gewaltdarstellungen überhaupt auf die Produzierenden aus? Hatte ich noch nie drüber nachgedacht, weil mir solche Darstellungen egal sind, solange es nicht völlig ekelhaft ist, aber ich finde, das ist schon ein valider Kritikpunkt. Sorry, falls das ein alter Hut ist.


https://youtu.be/JrDB_dxN-BU

Zweiter Punkt als Zaungast in diesem Thread: Finde es anlässlich dieser Kontroverse echt Mal wieder unfassbar, dass auf der Playstation Spiele exklusiv herauskommen, die solch eine Diskussion hervorrufen, während Microsoft die Xbox ab 2016 einfach hat absaufen lassen. Als nur Xbox-Inhaber wirklich schwer zu verstehen. :( Diese Debatte ist das beste Argument, warum die Leistungsfähigkeit der Xbox Series X egal ist...
Zuletzt geändert von jjone am 28. Jun 2020, 14:34, insgesamt 1-mal geändert.

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