Rund um den Terroranschlag in Halle

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Peninsula
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Peninsula »

Axel hat geschrieben:
17. Okt 2019, 00:07
Diese Argumentation „Aber die Nazis tun dies, das und jenes, also dürfen das anständige Menschen nicht tun“ ist dermaßen verquer.
Das ist nicht die Argumentation. Lies doch nochmal, was ich geschrieben habe.

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Andre Peschke
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Andre Peschke »

Peninsula hat geschrieben:
16. Okt 2019, 23:32
Die eigene Ideologie "ironisch" als "edgy Humor" verpackt in den Mainstream zu tragen, ist eine besonders im Internet weit verbreitete Strategie der extremen Rechten. Wenn jemand mit Gronkhs Reichweite etwas tut, das dem zum Verwechseln ähnlich sieht, macht das noch anfälliger für diese Strategie - auch und vielleicht sogar ganz besonders dann, wenn dieser jemand selbst völlig unverdächtig ist, rechtsextrem zu sein.
Ok, jetzt hab ich's verstanden. Kann ich verstehen. Weiß nicht, ob ich deswegen direkt auch sagen würde, da muss sich dann auch Gronkh einschränken, nur weil er sich die Merkmale "Nazikram, Humor und Provokation" mit denen teilt. Aber ich kann's nachvollziehen, thx.

Andre

Rince81
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Rince81 »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Okt 2019, 08:52
Weiß nicht, ob ich deswegen direkt auch sagen würde, da muss sich dann auch Gronkh einschränken, nur weil er sich die Merkmale "Nazikram, Humor und Provokation" mit denen teilt. Aber ich kann's nachvollziehen, thx.
Das muss meiner imho ab einer gewissen Reichweite automatisch, da man mit zunehmender Reichweite auch eine größere Verantwortung hat. Ist ist erst ein halbes Jahr her, als Gronkh mehr oder weniger unabsichtlich seine Follower mit einem einzigen Tweet auf eine Twitter Nutzerin angesetzt hat, die irgendwelche total ironische Rape Jokes von ihm in seinen Lets Plays nicht witzig fand.
https://taz.de/Sexismus-bei-Computerspielern/!5582240/

Es ist eben nicht Erik Runge, der zusammen mit nem Kumpel vorm PC ablästert und dumme Witze reizt, es ist Gronkh, dem Millionen beim Spiele und Witze reißen zusehen und dadurch "lernen" - das wirkt dann natürlich, gerade da Gronkh als einer der "Guten" gilt.
Die "Gesendet von meinem HTC11 Life mit Tapatalk"-Signatur

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Andre Peschke
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Andre Peschke »

Rince81 hat geschrieben:
17. Okt 2019, 11:03
Das muss meiner imho ab einer gewissen Reichweite automatisch, da man mit zunehmender Reichweite auch eine größere Verantwortung hat.
Das schon. Aber sein Tweet existiert ja nicht im luftleeren Raum. Der Kontext, in dem er den Hashtag benutzt hat, macht doch sehr deutlich wie er nicht zu lesen ist. Ich kann's selbst nicht bestätigen, aber es scheint ja auch so zu sein, dass sich Gronkh auch aktiv eben für Diversität etc. eingesetzt hat. Und dann zu sagen: "Ja, weil's da eben diese Berührungspunkte gibt, ist das problematisch" - weiß ich nicht, ob ich das unterschreibe. Vor allem bei der Begrifflichkeit "problematisch". Würden wir über "geschmacklos" reden oder "plump", wäre das was anderes.

Andre

Stuttgarter
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Stuttgarter »

Da der "Postillon" oben explizit erwähnt wurde - das ist die Art, wie eben jener das Thema verarbeitet.

https://www.der-postillon.com/2019/10/h ... SrUlEieoI0

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Ricer
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Ricer »

Stuttgarter hat geschrieben:
17. Okt 2019, 12:45
Da der "Postillon" oben explizit erwähnt wurde - das ist die Art, wie eben jener das Thema verarbeitet.

https://www.der-postillon.com/2019/10/h ... SrUlEieoI0
Die "Gaming-Szene" hat da schon 1995 Akzente gesetzt. Siehe Command and Conquer:
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Vinter
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Vinter »

Naja, zum einen ist das 25 Jahre her, zum anderen finde ich das ein wenig unfair, die geschmacklose Werbung eines Herstellers nun der "Szene" zuzuschreiben, ergo den Konsumenten. Zumal, wenn ich mich recht erinnere, dass auch damals schon nicht ganz so cool ankam.
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Peninsula
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Peninsula »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Okt 2019, 11:28
Und dann zu sagen: "Ja, weil's da eben diese Berührungspunkte gibt, ist das problematisch" - weiß ich nicht, ob ich das unterschreibe. Vor allem bei der Begrifflichkeit "problematisch". Würden wir über "geschmacklos" reden oder "plump", wäre das was anderes.

Andre
Ich glaube, da sind die Perspektiven ein bisschen anders - "problematisch" legt den Fokus auf die potenziellen Auswirkungen einer Äußerung, "geschmacklos" und "plump" klingt eher wie eine an die sich äußernde Person gerichtete Stilkritik - in diesem Fall also an Gronkh. Das mag jetzt eine sehr kleinteilige Unterscheidung sein, die aber meiner Wahrnehmung nach in diesen Diskussionen häufig genug zu Missverständnissen führt.

Wenn ich die Person Erik Range und ihr Verhalten beurteilen möchte, dann ist natürlich auch die Intention relevant. So eine Beurteilung als Person kann bspw. wichtig sein, wenn ich darüber nachdenke, ob ich mit jemandem zusammenarbeiten will, ob ich mit jemandem privat zu tun haben möchte oder auch einfach nur, ob ich Fan von jemandem sein will - oft will man seine "Idole" ja auch als Mensch mögen. In solchen Zusammenhängen interessiert mich - selbst bei Äußerungen, die völlig daneben sind: "Was wollte die Person eigentlich sagen? Ist das ein (jetzt sehr vereinfacht gesagt) 'böser Mensch' oder war das ein Versehen?"

Wenn es aber darum geht, über mögliche Auswirkungen zu sprechen, dann ist die Intention hinter einer Äußerung komplett irrelevant (das ist ziemlich analog zum viel beschworenen "Tod des Autors") Es lässt sich schließlich - gerade bei einer großen Reichweite - nicht kontrollieren, wie man wahrgenommen wird.

Oft habe ich das Gefühl, dass da aneinander vorbei geredet wird: eine Seite verteidigt eine Person - "Aber ich weiß, dass XY gar kein Nazi/Rassist/Sexist/Gewalttäter/wasauchimmer ist, weil er in der Vergangenheit das und das getan hat!" - während die andere Seite unbeirrt weiter auf ihrer Kritik beharrt. Dieses gegenseitige aneinander Vorbeireden schaukelt sich dann hoch, weil beide Seiten das Gefühl haben, ignoriert zu werden.
Andre Peschke hat geschrieben:
17. Okt 2019, 11:28
Aber sein Tweet existiert ja nicht im luftleeren Raum. Der Kontext, in dem er den Hashtag benutzt hat, macht doch sehr deutlich wie er nicht zu lesen ist.
Findest du? Ich lese da nur "absoluter Schwachsinn, dass Rechtsextremismus in der Gaming-Community ein Problem ist" - das könnte genauso gut jemand schreiben, der Rechtsextremismus nicht schlimm findet.

Stuttgarter
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Stuttgarter »

Ricer hat geschrieben:
17. Okt 2019, 13:36

Die "Gaming-Szene" hat da schon 1995 Akzente gesetzt. Siehe Command and Conquer:
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Ich weiß nicht genau, was Du damit sagen willst - ich für meinen Teil finde die Art, wie der "Postillon" das bearbeitet, absolut okay. Dass ich es inhaltlich anders sehe, dürfte durch den Thread hier ja durchaus klar geworden sein - aber darum gehts bei der Bewertung ja nicht. Im Gegensatz zu Gronkh verkneift sich der "Postillon" aber halt jede geschmackliche Entgleisung.

Letztlich ist es bei Gronkh halt dieses verballhornte Nazi-Zitat, das bei mir großes Bauchweh auslöst. Nach meiner - rein subjektiven - Vorstellung kann man Nazi-Zitate durchaus im satirischen Kontext benutzen, das sollte dann aber etwas mehr Tiefgang haben als nur ein billiges Wortspiel mit "MineKraft".

Man sollte übrigens auch im Hinterkopf haben, dass wegen so Nazi-Zitaten in satirischem Kontext auch schon Kabarettisten manch Job verloren haben. Michael Lerchenberg, der zusammen mit Christian "Fonsi" Springer drei Jahre lang die Fastenpredigt für den Nockherberg geschrieben und dann vorgetragen hat, stolperte genau über so ein Zitat. Als er Westerwelle damals unterstellte, dass der von Lagern für Hartz-IV-Empfänger träumte, mit Stacheldraht drumrum und dem Schild überm Eingang "Arbeit macht frei". Lerchenberg und Springer mussten daraufhin ihren Hut nehmen - für eine Pointe, die sicherlich extrem böse, aber wesentlich treffender war als ein Twitter-"MineKraft durch Freude".

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Andre Peschke
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Andre Peschke »

Peninsula hat geschrieben:
17. Okt 2019, 15:15
Ich glaube, da sind die Perspektiven ein bisschen anders - "problematisch" legt den Fokus auf die potenziellen Auswirkungen einer Äußerung, "geschmacklos" und "plump" klingt eher wie eine an die sich äußernde Person gerichtete Stilkritik - in diesem Fall also an Gronkh. Das mag jetzt eine sehr kleinteilige Unterscheidung sein, die aber meiner Wahrnehmung nach in diesen Diskussionen häufig genug zu Missverständnissen führt.
In dem Fall habe ich sie ja genau deswegen so vorgenommen. Die Folgen sind spekulativ und ich teile die Prognose nicht. Weil der Tweet eben für die Rezipienten überwiegend im Kontext "Gronkh" steht. Fair enough - vielleicht nicht in ein und demselben Tweet. Aber wir reden ja über "seine Fans" und er hat im gleichen Thread auf Twitte und mit nachfolgenden Tweets ja sogar noch einen erweiterten Kontext geschaffen.

Die These, dass Gronkh jetzt zu einer Normalisierung von Alt-Right-Zynismus beiträgt finde ich für mich persönlich nicht ausreichend belastbar. Wenn wir hier besonders auf Kinder schauen (wie erwähnt: Auf Twitter sah es für meine Augen jetzt nichtmal nach einem erheblichen Kinderanteil aus - aber nehmen wir das mal als gesetzt): Wissen die, was "Kraft durch Freude" überhaupt ausdrückt? Wissen die, wenn nicht, dass es eine Nazi-Anspielung ist? Und obwohl sie dieses Wissen schon haben, können sie es nicht kontextualisieren und laufen Gefahr, die Nazi-Memes einfach anzunehmen, obwohl die doch eine ganz andere Qualität haben?

Für mich kommt da unterm Strich ein "sehr unwahrscheinlich" bei raus. Ich bin aber kein Entwicklungspsychologe. Kann sein, dass es eine Altersgruppe gibt, bei der da tatsächlich Bedenken angebracht wären. Soviel als Vorbehalt.

Andre

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Ricer
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Ricer »

Stuttgarter hat geschrieben:
17. Okt 2019, 17:06
Ricer hat geschrieben:
17. Okt 2019, 13:36

Die "Gaming-Szene" hat da schon 1995 Akzente gesetzt. Siehe Command and Conquer:
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Ich weiß nicht genau, was Du damit sagen willst
Weil im Postillon-Beitrag doch direkt Command and Conquer erwähnt wird.

Stuttgarter
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Stuttgarter »

Ricer hat geschrieben:
17. Okt 2019, 17:57

Weil im Postillon-Beitrag doch direkt Command and Conquer erwähnt wird.
Soweit war ich auch. :) Aber ob Du das jetzt auch als Kritik am "Postillon" meinst oder so - keine Ahnung. :)

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Ricer
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Ricer »

Stuttgarter hat geschrieben:
17. Okt 2019, 19:09
Ricer hat geschrieben:
17. Okt 2019, 17:57

Weil im Postillon-Beitrag doch direkt Command and Conquer erwähnt wird.
Soweit war ich auch. :) Aber ob Du das jetzt auch als Kritik am "Postillon" meinst oder so - keine Ahnung. :)
Es war lediglich als Ergänzung gedacht, an die mich der Artikel erinnerte und die wohl auch in Richtung "edgy Humor" gehen sollte. Zusätzlich ist es interessant zu überlegen, wie man das eigene Spiel und seine Kundschaft wahrgenommen haben muss, um solche Anzeigen zu schalten.

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philoponus
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von philoponus »

Hat Gaming ein „Nazi-Problem“?
Nach dem rechtsextremen Anschlag auf eine Synagoge in Deutschland richtet sich der Blick auf die Games-Community, der der Attentäter angeblich nahe stand. Sieben Fragen und Antworten zu einem komplexen Thema.

Von Rainer Sigl

https://fm4.orf.at/stories/2992926/

Eine der besten Artikel zum Thema, wie ich finde.

Andreas29
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Andreas29 »

Die FAZ bei der Spurensuche auf Bild-Zeitungsniveau:
"Vom Ballerspiel zum Rassenmord"
https://www.faz.net/aktuell/politik/inl ... 41218.html

Alles was ein guter 2000er-Killerspiel-Artikel auch hatte. Besonders gern genutztes Stilmittel: Die aus dem Kontext gerissene Nacherzählung des Gameplays, damit es auch schön reißerisch wird:
Da wird geschossen, Männer schreien. Mister6886 trägt ein halbautomatisches Scharfschützengewehr, der Spieler Teobarsottini eine vollautomatische Maschinenpistole. Das sowjetische Maschinengewehr RPD mit Zielfernrohr, Schalldämpfer und Vollmantelgeschossen ist schwerer, aber die Waffe tötet drei, vier, fünf Feinde ohne Nachladen. Also: Geduckt an der Ligusterhecke am Landhaus vorbei, hinter den Schulbus in Deckung, Granate in das obere Fenster werfen, wo ein Scharfschütze lauert. Enemy Sniper Eliminated, feindlicher Scharfschütze ausgeschaltet. Wir bekommen drei Orden.
Eins der Highlights im Text:
Das Gerede bei Steam verklebt die Gedanken. Es fällt schwerer, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden, weil alle hier so verrückt sind.
Ist ja gar nicht verallgemeinernd :ugly:

Der Artikel beantwortet gar nichts. Er vermischt die Spiele mit den Foren und beschreibt lediglich, ohne Schlüsse zu ziehen, die man begründen müsste. Er pickt sich nur die schlimmen Dinge raus.

Ein ekelhaftes pseudo-journalistisches Machwerk.

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Axel
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Axel »

Andreas29 hat geschrieben:
21. Okt 2019, 16:02
Ein ekelhaftes pseudo-journalistisches Machwerk.
Aber immerhin gibst Du dafür Geld aus, um es hinter der Paywall lesen zu können. ;)
„Kein Wunder also, dass wir uns den Debatten der Allgemeinheit anschließen und lieber darüber nachdenken, wer zu uns gehört und nicht, als gemeinsam über Lösungen zu streiten. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“
(Serdar Somuncu)

Andreas29
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Andreas29 »

Axel hat geschrieben:
21. Okt 2019, 16:13
Andreas29 hat geschrieben:
21. Okt 2019, 16:02
Ein ekelhaftes pseudo-journalistisches Machwerk.
Aber immerhin gibst Du dafür Geld aus, um es hinter der Paywall lesen zu können. ;)
Der Artikel war bis vor wenigen Minuten frei erhältlich.

Keine Ahnung warum. Vielleicht hat man Angst vor dem Shitstorm und hat es schnell hinter die Paywall gepackt.

Ich würde mir eher einen rostigen Nagel unter die Zehennägel schieben, als der FAZ Geld zu geben.

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DexterKane
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Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von DexterKane »

Das macht z.B. ZEIT online auch andauernd, die Artikel sind für ein paar Stunden kostenlos und wandern dann hinter die Paywall.
Relax, it's North-Korea. The nation state equivalent of the short-bus. - Sterling Archer

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Axel
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Registriert: 1. Jul 2018, 20:43

Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Axel »

Die wollen halt nicht, dass deren Artikel geteilt werden. Sondern in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
„Kein Wunder also, dass wir uns den Debatten der Allgemeinheit anschließen und lieber darüber nachdenken, wer zu uns gehört und nicht, als gemeinsam über Lösungen zu streiten. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“
(Serdar Somuncu)

Rigolax
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Registriert: 20. Feb 2018, 15:53

Re: Rund um den Terroranschlag in Halle

Beitrag von Rigolax »

Der meines Erachtens fragwürdigste Beitrag wurde hier ja noch nicht gepostet. :p

SPIEGEL TV vom 14.10.2019: "Anschlag in Halle: Der Mörder und seine Mutter" https://www.spiegel.tv/videos/1636008-s ... m-14102019
Sieht man mal davon ab, dass vermutlich diverse presseethische Maßstäbe durch die Zurschaustellung des Tätervideos und das Interview der Mutter direkt nach der Tat verletzt werden, fasziniert folgende Stelle bei 8:40:
Den Beginn seiner Tat legt er auf 12 Uhr fest -- englisch: High Noon. "High Noon" ist auch ein 35 Jahre altes Compterspiel, in dem ein Einzelkämpfer gegnerische Einheiten zerstört.
Bei dem Spiel handelt es sich wohl um dieses: https://en.wikipedia.org/wiki/High_Noon_(video_game)
Um den Wahnwitz dieser Aussage wirklich würdigen zu können, muss noch dazu gesagt werden, dass sie innerhalb einer Reihe von mutmaßlich bedeutungsvollen Zahlen eingereiht wird; so habe der Täter z. B. am 8.8. bewusst ein Selfie gemacht.
Übrigens merkt man beim interviewten "Experten" auch noch diverse Ressentiments gegenüber Videospielen, aber das ist im Vergleich zur "High Noon"-Passage fast uninteressant.

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